Ebola-Ausbruch in der „Demokratischen Republik Kongo”

Donnerstag, 21. Mai 2026

Bevor wir zur ansteckenden Tropenkrankheit kommen, möchte ich feststellen, dass Kongo weder demokratisch noch eine Republik ist. Das Land ist sechs Mal so groß wie Deutschland und lebt ausschließlich von seinen Rohstoffen. Oder um es genauer auszudrücken: Ein kleiner Teil der Menschen lebt von den Rohstoffen, der Rest der 116 Millionen Menschen ist demokratisch arm und pfeift auf die Republik.

Und wenn man sich die Begriffsbestimmung für Republik anschaut, dann müsste im Kongo das Gemeinwesen im Fokus stehen und die oberste Gewalt vom Volks ausgehen. Mit dieser Definition lässt sich ganz Afrika grundsätzlich ausschließen. Beim Korruptionsindex erreicht Kongo 20 von möglichen 100 Punkten.

In weiten Teilen des Ostens hat die Zentralregierung keine Kontrolle. Dort regieren bis zu 120 verschiedene bewaffnete Milizen und haben zu allem Unglück auch noch die Kontrolle über Kobalt, Gold und Coltan. In zivilisierten Ländern würde Gold zum Wohlstand beitragen. In Afrika geschieht das Gegenteil.

Zudem gibt es in dem Land 200 verschiedene Ethien. Das kann nur schlecht funktionieren. Das kann man in Deutschland gut beobachten. Wenn dann noch 70 verschiedene Geschlechter hinzukommen, wird es unübersichtlich.

Etwa 73% der Menschen leben in Kongo in extremer Armut und müssen mit etwa 2 Euro pro Tag auskommen. 25 bis 30% der Erwachsenen sind Analphabeten.

Und zu allem Unglück kommt jetzt auch noch Ebola hinzu. Ebola wurde in den 70er Jahren im Kongo erstmals nachgewiesen. Wie es halt so ist. Bodenschätze führen zur Korruption. Korruption führt zur Selbstaufgabe des Staates. Die Selbstaufgabe führt wiederum zu ärmlichen Lebensverhältnissen. Ärmliche Lebensverhältnisse führen zu unsauberem Trinkwasser. Dann kommt der Kontakt zu Affen und Fledermäusen hinzu, und schon haben wir den Salat.

Ebola gilt somit als Armutskrankheit. Die großen Pharmakonzerne haben wenig Interesse an der Forschung, weil die betroffenen Staaten weder die Forschung noch die daraus resultierenden neuen Medikamente bezahlen können.

Bei der historischen Betrachtung rückt das unscheinbare Belgien in den Blickpunkt. Der belgische König Leopold II. war der Meinung, er müsste Kongo im Jahr 1885 unbedingt zu seinem Privatbesitz erklären und mit der Kautschukgewinnung reich werden. 1908 wurden die Proteste gegen das Gebahren der Lakaien des Königs so groß, dass der belgische Staat eingreifen musste. Es wurden aber nicht etwa die Lebensumstände der Menschen verbessert, sondern die Ausbeutung einfach fortgesetzt. Ab jetzt ging es um die schon genannten Rohstoffe. Auch der Bau von Eisenbahnen diente nicht dem Land, sondern unterstützte nur die wirtschaftliche Ausbeutung.

Toll gemacht. Belgien sollte in die Pflicht genommen werden, vor allem finanziell.


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1 Gedanke zu „Ebola-Ausbruch in der „Demokratischen Republik Kongo”“

  1. Romanus Johann Kraft

    Wir wissen doch alle ganz genau was los ist wenn ein Staat die Bezeichnung „Demokratische Republik“ im Namen führt.

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