Sonntag, 17. Mai 2026

Die typische Pfeiftafel für die Zugführer als Aufforderung, mal richtig auf laut zu machen.
Es wird Zeit, dass wir uns wieder einmal mit einem neuen Fremdwort beschäftigen. Es heißt „ghosting“. Die klassische Erklärung dafür ist das Szenario, dass man z.B. eine Bewerbung abschickt, zunächst noch eine Antwort bekommt, die Kommunikation dann aber abreißt. Die angeschriebene Firma verschwindet wie ein Geist. Oder: Auf Dating-Plattformen bricht eine Seite plötzlich die Kommunikation ab. Der andere Beteiligte bleibt mit Selbstzweifeln zurück.
So ähnlich geht es mir grade mit der SOB (Südostbayernbahn). Wegen der Pfeiferei an Neumarkts Bahnübergang an der Wintermeierstraße habe ich die SOB angeschrieben und zwei Dinge zurückbekommen: Eine Ticketnummer und die Info, dass das Thema an die Fachabteilung weitergeleitet wurde. Mit der zweiten Info hatte ich so meine Probleme. Ob hier jemals eine Antwort zurückkommt? Und tatsächlich kam… nichts. Selbstverständlich schickte ich Wochen später einen ‚friendly reminder‘ hinterher (diesen Begriff muss ich vermutlich nicht erklären) und bekam… wieder nichts. ich fühle mich somit „geghosted“.
Den Hintergrund der Anfrage kann man im Blog weiter unten noch einmal nachlesen. Um es kurz zu machen. Wir können die Pfeiferei nicht komplett loswerden. Oder auf Englsich: We cannot get rid of the piperei. Denn es existieren kurz hintereinander zwei Bahnübergänge. Es gibt den unbeschrankten Bahnübergang beim…

…ODU und den Bahnübergang bei der Wintermeierstraße. Der ODU-Bahnübergang wird hier nicht diskutiert. Die Pfeiferei wird uns erhalten bleiben. Das Pfeifen an der Wintermeierstraße ist aber völlig unnötig, weil der Mühldorfer Bahnübergang zeigt, dass es auch ohne Pfeiferei geht. Das Ziel ist somit, die Pfeiferei zu halbieren, was auch schon ein Erfolg wäre.
Und wie gehe ich jetzt mit dem ghosting der SOB um? Wir nehmen den nächsten Pfeil aus dem Köcher und schießen ihn ab. Ich bin vollgepumpt mit guten Kontakten und lasse nicht locker.
Hier noch einmal meine Originalanfrage:

Montag, 09. März 2026, Es ist nur schwerlich zu begreifen, warum die Züge nervig pfeifen. Part 1

Unbeschrankter Bahnübergang in Neumarkt-Sankt Veit
An das Pfeifen der Züge am oben dargestellten Bahnübergang werden sich wohl die wenigsten Neumarkt-Sankt Veiter so wirklich gewöhnen. Gefühlt pfeift es morgens ab 0600. Mit dem Steigen des allgemeinen Geräuschpegels hört man es am Tage eher nicht. Wir sind hier aber auch ein paar Hundert Meter entfernt. Warum müssen die Zugführer pfeifen? Weil es ihnen eine sogenannte Pfeif-Tafel vorschreibt. Diese große, unübersehbare weiße Tafel mit dem bösen schwarzen Buchstaben P ist die Ursache für unseren Ärger, besonders an Wochenenden und da besonders in der Früh. So weit, so schlecht.

Unbeschrankter Bahnübergang In Mühldorf
Und jetzt schauen wir uns diesen Bahnübergang in Mühldorf an. Wir sprechen von der Strecke Neumarkt-Sankt Veit nach Mühldorf. Er schaut dem Bahnübergang in Neumarkt-Sankt Veit zum Verwechseln ähnlich aus. Gleiche Geländer, gleiche Beschilderung, gleicher Schutz durch Zäune. Auch die Umgebung ist völlig gleich. Auf der einen Seite ein Gewerbe- und auf der anderen Seite ein Wohngebiet.
Und wo ist jetzt bitte der Unterschied? Achtung, Paukenschlag: An diesem Übergang pfeifen die Züge nicht. Sie fahren an dieser Stelle völlig geräuschlos vorbei.
Wer kann das erklären? Und bitte jetzt nicht übermütig werden und antworten, dass dort vermutlich kein Pfeifschild steht. Parallel zu der Hoffnung, dass einer meiner Blogleser die Antwort kennt, werde ich eine Expertenmeinung anfordern. Falls mich diese nicht zufriedenstellt, gehe ich den nächsten Schritt. Ich meine damit nicht, dass ich bei Nacht und Nebel die Pfeifschilder umhaue. Ich gehe den bürokratischen Weg über die Südostbayernbahn. Schritt für Schritt. Dies aber bis zum letzten Blutstropfen.
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