Fußball, Champions-League, Halbfinalrückspiel: FCB – Paris Saint Germain 1:1 (0:1)

Mittwoch, 06. Mai 2026

Als mir das Ticket angeboten wurde, zögerte ich keine Sekunde, auch wenn der Preis recht stattlich war. Aber bitte: Man definiere „stattlich“. Dieses historische Spiel wollte ich unbedingt live und im Stadion sehen. Das sind historische Augenblicke. Da möchte man dabei sein.

Angeblich wechselten Tickets für bis zu 2.000 Euro den Besitzer. Selbst bei diesen Summen wäre ich aber nicht schwach geworden. Ich hätte mein Ticket unter keinen Umständen hergegeben. Der Stadionbesuch war echt super, auch wenn mich die ganze Zeit Kopfschmerzen plagten. Nur einmal im Jahr habe ich dieses Problem. Gestern kam diese Unpässlichkeit natürlich zur Unzeit.

Nach der spektakulären 4:5-Niederlage in Paris versprach das Spiel Hochspannung. Leider war der FCB nicht in der gewohnten Bestform. Durch das frühe Gegentor in der 3. Minute wurde die Situation zusätzlich erschwert. Die Zange Diaz/Olise funktionierte gestern einfach nicht. Es hätte ein Wunder gebraucht, um die Sache umzubiegen.

Beim Ausgleichstreffer in der 94. Minute war der Jubel entsprechend verhalten. Allen war klar, dass die letzte Minute nicht mehr reichen würde, um sich mit einem weiteren Treffer in die Verlängerung zu retten. Tatsächlich hatte ich vorher 2:1 und Verlängerung getippt.

Ein paar Schiedsrichterentscheidungen waren nicht im Sinne der Heimmannschaft

Ja, es prasselt Kritik auf den portugiesischen Schiedsrichter ein, aber ursächlich für das Ausscheiden sind die zwei bis drei fragwürdigen Entscheidungen nicht.

Der Ablauf der Fußballtage folgt einer Tradition, einem gewissen Drehbuch. Mittags geht’s in die Landeshauptstadt. Das Auto wird am Stadion abgestellt. Mit der Bahn geht es ins Zentrum. Vom Marienplatz aus spazieren wir – die Closed User Group – über den Viktualienmarkt zur Bar Riva und nehmen eine Mahlzeit ein. Danach geht’s vom Marienplatz aus in der meist überfüllten U6 raus nach Fröttmaning. Die Strecke muss funktionieren. Sie ist das Nadelöhr. Da darf nichts dazwischenkommen. Deswegen bin ich stets stark besorgt, wenn die Fans in ihrem Übermut in der Bahn mit flachen Händen oben rhythmisch an die Seitenkästen hauen, um Lärm zu verursachen. Ich denke immer voller Sorge an die Elektronik, die sich dahinter verbirgt.

Nach dem Spiel beenden wir unsere Fußballausflüge traditionell beim McDonalds in Dorfen. Der Laden hat bis 0100 in der Früh geöffnet. Diese Zeit genügt, um nach dem Spiel rechtzeitig dort zu sein. Dazu braucht es am Stadion jedoch einen Spezialparkplatz. In die Parkhäuser darf man sich nicht stellen, wenn man es eilig hat. Die Bezahlautomaten beim McDonalds finde ich gut und intuitiv programmiert. Ich finde meinen grünen Tee innerhalb von Sekunden. Was mir aber fehlt, ist eine Möglichkeit, beim Bezahlen Trinkgeld für das Personal hinzuzufügen. Ich kann aber auch kein Bargeld hinterlassen, weil ich nichts mehr habe.

Ich überlege, ob ich die Brieftasche nicht schön langsam durch ein Karten-Etui ersetzen kann, wobei ich selbst die Kredit- und die Scheckkarte nicht mehr mit mir führen muss. Denn ich halte ja immer nur die Uhr dran.

Es geht somit nur noch um den Personalausweis, den Führerschein, das Deutschland-Ticket und vorsichtshalber die PayPal-Karte.


Entdecken Sie mehr von Michael Behrens

Melden Sie sich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen

Entdecken Sie mehr von Michael Behrens

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen