Neumarkt-Sankt Veit, Stadtratswahl, Bürgermeisterbesetzung

Donnerstag, 23. April 2026

Der ovb beschäftigt sich so überhaupt gar nicht mit der zukünftigen Lokalpolitik. Deshalb habe wenigstens ich mir Gedanken gemacht, wer in der nächsten Wahlperiode alles in den Rang eines stellvertretenden Bürgermeisters gehoben wird. Hier mein Tipp:

  1. Bürgermeister: Stefan Streck (CSU)
  2. Bürgermeister: Syliva Wegner (UWG)
  3. Bürgermeister: Heike Perzlmeier (CSU)

Während wir den ersten Bürgermeister durch unsere Wahlentscheidung bestimmt haben, werden der zweite und der dritte Bürgermeister durch Stadtratsbeschlüsse festgelegt, wobei es traditionell niemals zu Kampfabstimmungen kommt. Die Sache wird zwischen den zwei großen Fraktionen vorab ausgekartelt. Wer nicht einverstanden ist, bleibt der konstituierenden Stadtratssitzung einfach fern, so wie 2020.

Bei der Position des zweiten Bürgermeisters kommt man an einer Frau kaum vorbei. Wenn 50% der Stadträte weiblich sind, ist es eine folgerichtige Entscheidung. Dass die Position des zweiten Bürgermeisters der zweitstärksten Fraktion zusteht, scheint mir ebenfalls logisch zu sein, wenn man als CSU bzw. Erster Bürgermeister nicht gleich von Anfang an auf Konfrontationskurs zur UWG geht, wozu es keinen Anlass gibt. Wenn man sich dann die verfügbaren Namen anschaut, kommt man schnell auf Frau Wegner.

Neuerung: Dritter Bürgermeister.

Schauen wir uns noch die Position des Dritten Bürgermeisters an. Braucht es diese Position? Sagen wir es so: Stefan Streck schart so viel Unterstützung um sich, wie es geht. Ich bin mir somit sicher, dass es den dritten Bürgermeister geben wird.

Mit der gleichen Begründung wird es auch weiterhin Referentenpositionen geben, obwohl ich mindestens die Hälfte der Referenten der vergangen Wahlperiode als wirkungsschwach empfand. Zumindest glaube ich daran, dass Referentenposten zusammengelegt werden. Kultur und Vereine – würde sich anbieten. Wirtschaft und Gebäude ebenso.

Jedenfalls ist es richtig, das der dritte Bürgermeister aus der CSU kommt. Zwar hätte sich der grüne Bürgermeisterkandidat als Vertreter der drittstärksten Fraktion grundsätzlich angeboten, nur hat er sich kurz nach der Wahl ein wenig selbst beschädigt und die Chance damit vertan. Weitsicht statt Emotionen. Das wäre der Schlüssel für diese honorige Position gewesen. Jetzt geht er vermutlich leer aus. Den dritten Bürgermeister an die grüne Stadträtin Tina Winterer – und damit an einen Neuling – zu vergeben, wäre wohl von vielen als zu forsch betrachtet worden.


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3 Gedanken zu „Neumarkt-Sankt Veit, Stadtratswahl, Bürgermeisterbesetzung“

  1. Romanus Johann Kraft

    Ich kann mir gut vorstellen daß dem Spirkl Luggi mit dem 3. Bürgermeister ein bisschen der Bauch gepinselt wird und er dann einen stabilen Mehrheitsbeschaffer abgibt. Da müsste dann aber die CSU komplett dahinter stehen.

    1. Ludwig Spirkl hatte ich in meinen Überlegungen so überhaupt gar nicht auf dem Schirm. Als viertschwächste und damit letzte Partei im Ranking kann ich mir das nicht vorstellen. Dann müsste doch eher Tina Winterer von den Grünen die Position angeboten werden. „Mehrheitsbeschaffer“ klingt schon wieder so nach Kampfabstimmungen. Der neue Stadtrat sollte es sich gut überlegen, ob man spalterisch unterwegs sein will. Ich kann mir Kampfabstimmungen unter dem Bürgermeister Stefan Streck nicht vorstellen.

      1. Romanus Johann Kraft

        Mmh ja. In der Kommunalpolitik eher nicht üblich sich einen Mehrheitsbeschaffer zu verpflichten.
        Ich für meinen Teil werde mich nach über 30 Jahren Pause auch mal wieder im öffentlichen Teil der Stadtratssitzungen sehen lassen. Bin gespannt ob sich was zum Besseren geändert hat. Ich hoffe doch sehr.
        Man sieht sich.

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