PayPal erstmals im Laden im Einsatz

Samstag, 28. März 2026

Durch ein paar Transaktionen in Sachen Fußball-Tickets hat sich ein kleines Guthaben auf dem PayPal-Konto angesammelt. Einerseits ist es eine schöne stille Reserve. Andererseits ist es totes Kapital. Online bezahle ich mit PayPal, wann immer es geht. Im Laden habe ich PayPal jedoch noch nie benutzt. Aber das Leben ist ja nun mal eines der Teuersten (geworden). Wegen ein paar Besorgungen fuhr ich mit dem Auto (und/wegen der grünen Tonne) Richtung Innenstadt. Im Druckerpapier-Laden habe ich den ersten Versuch gemacht, mit PayPal zu bezahlen. Funktionierte tadellos. Dann war ich im Laden für vegetarische Dürums. Passte. Anschließend besuchte ich den Laden für den grünen Tee, den ich in der untergehenden Sonne genoss. Bezahlen klappte. Schlussendlich war ich im Laden mit dem leckeren Wachauer Brot – ging auch. Erkenntnis: Es funktioniert überall. Perfekt. Es hätte ja auch sein können, dass die Ladenbesitzer die Bezahlmethoden proaktiv und einzeln freigeben müssen, z.B. deshalb, weil es Gebühren kostet. Das ist aber ganz offensichtlich nicht der Fall. Es gilt: Dort, wo ein Bezahlterminal ist, läuft PayPal.

Am iPhone waren die Bezahlvorgänge ein wenig umständlich, weil zur Sicherheit der Authenticator im Weg ist. Es wäre somit fast einfacher, die physikalische PayPal-debit-Karte zu zücken. Ich will das aber nicht. Geht es vielleicht über die Apple Watch? Natürlich nicht. Warum sollte Apple mit seinem eigenen apple-pay-System dies zulassen? Die girocard-Karte funktioniert per iPhone ja auch nicht, obwohl technisch alles gleich läuft wie bei der Kreditkarte, via NFC (Near Field Communication).

Aber was ist der logische Unterschied zwischen meiner Sparkassen-girocard-Karte (der früheren EC-Karte) und meiner PayPal-Debit-Karte? Nun, die girocard-Karte funktioniert hauptsächlich in Deutschland, vielleicht noch in einigen EU-Ländern, aber nicht weltweit und hat die Nachfolge der EC-Karte angetreten. Ich habe auch schon davon gehört, dass die giro-Karte auch in Deutschland nicht mehr überall funktioniert.

EC steht für Eurocheque. Das geht noch auf Zeiten zurück, wo mit Schecks bezahlt wurde. Die EC-Karte diente den Händlern damals als Garantie-Karte, um zu wissen, dass die Schecks gedeckt sind. Das muss vor meiner Zeit gewesen sein, obwohl auch ich noch mit Schecks bezahlt und damit Geld von der Sparkasse abgehoben habe. In der „DDR“ genügte dafür aber eine Unterschrift. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich mit meinem Ausweis legitimieren musste. Anfang der 90er-Jahre hatten wir auch noch Reiseschecks. Selbst die funktionierten noch lange Zeit tadellos. Den letzten Scheck haben wir in einem Supermarkt in Italien verbraucht. Der Kassierer hat beim Vorlegen nicht mit der Wimper gezuckt und die Bezahlmethode akzeptiert.

Die Debit-Karte funktioniert weltweit. Ich habe mir aus einer Laune heraus die PayPal-Karte für wenig Geld zuschicken lassen. Vielleicht war das gar keine schlechte Idee. Ich muss noch einmal eine Lanz brechen für Online-Banking, Online-Bezahlung und Bezahlen per Karten, Ich halte die Systeme zu 100% für betrugssicher.

Weil ich grade in PayPal-Bezahllaune und etwas übermütig war, spielte ich gestern Lotto. Ich hatte irgendwas mit 59 Mio. gelesen, mir gedacht, dass der Betrag auf meinem Konto nicht so schlecht wäre und gab in der Lotto-App via PayPal 28,85 Euro aus. Tat nicht weh, kam ja von der stillen Reserve. Außerdem hatte ich die letzten sechs Wochen kein Geld für Lotto ausgegeben. Ich war in Sachen Glücksspiel sozusagen sparsam und redlich.

Und jetzt haltet euch fest. Gewonnen habe ich: 29 Euro. Das ist nicht normal. Einen solchen Zufall gibt es nicht. Die machen das mit Absicht, zur Kundenbindung. Da bin ich mir ganz sicher. Da steckt ein Algorithmus dahinter…


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