MdB Sören Pellmann von den Linken im Huldigungsmodus.

Samstag, 10. Oktober 2026

Che Guevara: Vom Revolutionär zur Popikone der Linken

Es beginnt schon mit dem ersten Satz:

„eine der bekanntesten Figuren der jüngeren Geschichte“

Das ist eine völlig unpassende Beschreibung für einen Mörder, der Vorsteher in einem Hinrichtungsgefängnis in Havanna war.

Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto „Che“ Guevara in Bolivien erschossen. 59 Jahre später wird er von Linken immer noch als Freiheitskämpfer verehrt. Sein Gesicht schmückt T-Shirts, Poster und Kaffeetassen. Ausgerechnet ein überzeugter Kommunist wurde zu einer erfolgreichen kommerziellen Marke. Der Kapitalismus hat Guevara gewissermaßen posthum übernommen. Und verdient damit Geld. Irgendwie absurd. Guevara würde sich angewidert im Grab umdrehen.

„Er gilt als Befreier vieler Länder, die unter teils brutaler Vorherrschaft westlicher Imperialisten litten.“

Auch das ist inhaltlich historisch irreführend, und eigentlich ist jedes Wort in dem Satz falsch. Formal hat er Kuba “befreit”, sonst nichts. Und was “Befreiung” aus Sicht von Kommunisten bedeutet, wissen wir hinlänglich. Kongo hat nicht geklappt, Bolivien hat nicht geklappt. “Gilt als Befreier vieler Länder” – selten so gelacht.

Vom Freiheitskämpfer direkt in den Hinrichtungsmodus

Guevara wurde 1928 in Argentinien geboren, studierte Medizin und wurde überzeugter Marxist. Gemeinsam mit Fidel Castro kämpfte er gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista. 1959 siegten die Revolutionäre. Ein noch traurigeres kubanisches Kapitel begann.

Denn aus dem Kampf gegen eine Diktatur entstand keine freiheitliche Demokratie. Guevara übernahm die Leitung der Festung La Cabaña in Havanna, die als Gefängnis und Hinrichtungsstätte diente. La Cabana wurde schon unter Batista als Militärgefängnis genutzt. Wer wirklich für Freiheit kämpft, hätte dieses Batista-Symbol als Zeichen eines Neuanfangs in die Luft gesprengt. Kommunisten ticken aber anders. Sie lassen die Hinrichtungs-Orgien erst richtig starten.

In La Cabana wurden ehemalige Angehörige des Batista-Regimes und andere Beschuldigte vor Revolutionstribunale gestellt. Zahlreiche Menschen wurden erschossen. Historiker gehen von mehreren Dutzend bis über 100 Hinrichtungen während Guevaras Verantwortung für La Cabaña aus. Guevara befürwortete diese Hinrichtungen ausdrücklich. Er war kein pazifistischer Menschenfreund (wie auch, als Kommunist), sondern ein Revolutionär, der tödliche Gewalt als legitimes politisches Instrument betrachtete. Das deckt sich vollumfänglich mit der Diktatur in der Sowjetunion nach der Revolution. Das Schema ist immer das gleiche: Durchsetzung er eigenen Interesse durch Unterdrückung, Freiheitsberaubung und Mord. Das sind die Leistungsmerkmale der linken Ideologie, bis zum heutigen Tage, siehe z.B. Nordkorea.

Demokratie? Nicht vorgesehen.

Guevara kämpfte zwar gegen eine Diktatur, sein Ziel war aber ebenfalls eine Diktatur, nur eine marxistisch-leninistische. Eine Dikatur wurde gegen eine andere getauscht. Das war für die Menschen bestimmt sehr hilfreich.

Als Präsident der kubanischen Nationalbank und späterer Industrieminister trieb er die sozialistische Planwirtschaft voran. Unternehmen wurden verstaatlicht, private wirtschaftliche Aktivitäten eingeschränkt. Die wirtschaftlichen Erfolge blieben überschaubar, um es vorsichtig auszudrücken. Heute ist Kuba am Ende.

Und jetzt kommt sein Fehler: Guevara wollte die Revolution exportieren. Das scheint mir ein Wesensmerkmal des Kommunismus‘ zu sein. Schnelle geografische Ausbreitung. Seine Guerillamission im Kongo scheiterte 1965. Anschließend versuchte er es in Bolivien. Auch dort blieb die erhoffte Unterstützung der Bevölkerung weitgehend aus. Wen wundert das, angesichts historischer Beispiele (China, Sowjetunion). Am 8. Oktober 1967 wurde er gefangen genommen und am folgenden Tag erschossen.

“Die Ermordung Che Guevara’s war dabei von der feigen Militärführung unter direkter Beteiligung der CIA durchgeführt – ohne Möglichkeit auf einen fairen Prozess.”

Ja, das waren noch raue Zeiten, damals. Der Engländer würde jetzt achselzuckend sagen: Tit for tat. Wie du mir, so ich dir. Lustig im Hinrichtungsgefängnis die Leute erschießen lassen und sich dann wundern, wenn man ebenfalls an die Wand gestellt wird.

Wenn die Linken Che Guevara feiern

Von seiner Verantwortung für Hinrichtungen und seinem autoritären Politikverständnis ist im Blog von Herrn Pellmamm keine Rede. Mit den Opfern beschäftigt er sich in seinem Blog nicht. Scheinbar glaubt er, wir seien geschichtsvergessen. Nix da. Wir sind Wissende.

Bemerkenswert bleibt, dass ein Mann, der politische Gegner erschießen ließ und eine autoritäre Revolution propagierte, bis heute als Symbol für Freiheit und Menschlichkeit vermarktet wird. Wie schließt Herr Pellman folglich seinen Post?

„Doch der Geist Guevara’s lebt in uns allen weiter. Kein Volk verdient die Unterdrückung und jedes hat das Recht der eigenen Befreiung. Hoch die internationale Solidarität.“

Gott bewahre. Unfassbar, was für Menschen und welche Ideologien es bis in den Bundestag schaffen. Ich würde mich gern von Herrn Pellmann befreien und mich in dieser Absicht gerne mit Gleichgesinnten solidarisieren, wenn es irgendwie möglich wäre.

Was käme dabei heraus, würde man Herrn Pellmann bitten, einen Gesetzestext zu irgendeinem Thema zu schreiben. Juristische Texte fallen schon mal aus. Das Studium der Rechtswissenschaften beendete er ohne Abschluss. Welches Thema könnten wir ihm als Grund- und Förderschullehrer anbieten? Wir ahnen es: Eher gar keines. Wir müssen hoffen und beten und bezahlen ihn dafür, dass er hoffentlich keinen großen Schaden anrichtet.

Und solche ewig gestrigen Revolutions-Ideologien finden sich jetzt grade in Berlin zusammen. Himmel, steh uns bei.

Dark times ahead.


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