Anfang März: Urlaub in Österreich, Obsteig, Hotel Holzleiten

Montag, 30. März 2026

Wir hatten in Tirol einen phantastischen Kurzurlaub und ließen es uns im Hotel und in den Bergen so richtig gutgehen.

Der Sechste von rechts ist der Urgroßvater des jetzigen Hotelchefs (wenn ich mich recht erinnere). Ich finde es richtig gut, wenn ein Hotel eine solche Tradition hat.

Technik zieht mich magisch an. Man kann sich die Powerbank aus dem Hotelfoyer einfach nehmen, nutzen und möglichst zurückbringen. Hat es Sinn, das Ding zu klauen? Eher nicht. Wenn die Powerbank einmal leer ist, fehlt die Dockingstation zum Wiederaufladen. Man könnte mit ihr nichts weiter tun als sie entsorgen.

Schon die erste Wanderung am ersten Tag war das reinste Vergnügen.

Der Hotelpool war richtig warm. Noch vor dem Frühstück war täglich Körperertüchtigung angesagt. Die Pool-Perspektive täuscht. Er ist kürzer als man denkt. Das Bild wäre aber perfekt für jeden Hotel-Flyer.

Das Anwesen wirkte leer, aber das wird bestimmt nicht lange so bleiben. Bei diesem Blick auf die Mieminger Kette, vermutlich (von links) mit dem Hochplattig (2.768m, der Wankspitze, dem Tajakopf und der Sonnenspitze, lässt es sich auf diesem Stückchen Erde bestimmt aushalten.

Ausgetrocknete Bäche im März, wo eigentlich Schneeschmelze sein sollte, sind durchaus Anlass zur Sorge.

Manchmal braucht es kleine Hilfsmittel auf dem iPhone, um sich auszukennen.

Falls der Papa tatsächlich für diese Landschaft verantwortlich zeichnet, dann sage ich hiermit: Danke, gut gemacht.

Früher wurden bestimmt die Christbäume aus dem Wald heraus über diesen Weg in den Ort geschafft. Daher der Name.

Buden haben wir früher auch gebaut. Wir haben als Kinder sogar hoch oben in den Bäumen Installationen durchgeführt.

Wir nähern uns der Stöttlalm (980m).

Hier kommt wirklich alles Schöne zusammen.

Es wird geheiratet.

Hier hat man einen Festsaal der Alpen um sich.

Und: Hier wird auf hohem (Berg)Niveau Golf gespielt.

Der Wald ist erstaunlicherweise ein Kiefernwald. Im Hintergrund ist die Hohe Munde (2.660m) zu sehen. Da steht man da und denkt sich: Ich muss da hoch.

Mit der Oberperfuss-Bergbahn ging es (für uns als Hotelgäste kostenlos) auf das Rannger Köpfl. Von dort aus ist das Kögele (links im Bild, neben mir, 2.195m) und der Roßkogel (rechts direkt neben mir, 2.646m) zu sehen. Die Gipfel scheinen zum Greifen nah. Man ist sofort versucht, zumindest das Kögele zu erklimmen. Das ist im Winter aber keine gute Idee. Wir sprachen mit einer Wanderin, die auf den Roßkogel wollte. Der Lift-Mitarbeiter riet ihr dringendst ab.

Und das ist der Grund. Das Schild stand nicht nur aus reiner Vorsicht dort. Tatsächlich wusste der Lift-Mitarbeiter zu berichten, dass da oben noch eine Lawine nicht abgegangen sei. Weitergehen ist somit ein Tabu.

Wer oder was fällt auf diesem Bild auf? Richtig. Der Sahara-Staub.

Wer weiß es? Es ist mit ziemlicher Sicherheit ein Mäusebussard. Imposant anzuschauen.

Warum nicht gleich per Straßenname zugeben, was in Sachen Grundstückspreise in Obermiening Sache ist? Im Hintergrund wieder die Hohe Munde.

Hm, für dieses Kleinod habe ich keine Erklärung gefunden. Volkskunst? Schutzzeichen? Wetterkreuze? Kirchliche Symbole? Nur Gott weiß. Wer eine Idee hat – bitte melden.

Das könnte der Grünstein sein (2.660m)

Wir waren überzeugt davon, dass man dieses Lawinenschild einfach nur vergessen hat, abzubauen. Die Berge waren so weit weg. Es war mathematisch nicht möglich, sich hier in Gefahr zu begeben.

Kleine Kapellen sind überall und Hydranten auch. Offensichtlich hat man hier im Sommer ordentlich Respekt vor Waldbränden.

Der Name ist interessant. Wer oder was hat eine logische Erklärung? Das Internet natürlich. Hier wurde Erz aufbewahrt, um es später weiter Richtung Tal zu transportieren.

Jetzt kommt die Story überhaupt. In Obermieming beim Freibad stellten wir uns auf den kostenpflichtigen Wanderparkplatz. Es gab zwei Bezahlmethoden. Münzen klimpern lassen oder eine App benutzen. Münzen zusammenzusuchen – das erschien mir zu profan. Ich wollte die App benutzen. Flugs downgeloaded und Kreditkarte hinterlegt. Dann wollte ich bezahlen und stellte fest, dass es in der App kein Halbtagsticket und schon gar kein Tagesticket gibt (wie auf dem Display). Also schob ich in der App den Stundenzähler auf zwei Stunden und bezahlte 3 Euro (plus 50 Cent App-Nutzungsgebühr). Die Wanderung zur Stöttlalm und zurück war mit zwei Stunden angegeben. Aber selbst wenn wir da später wieder zurückkommen sollten, sah ich kein Problem, denn ich hatte ja den Betrag für ein Halbtagesticket (also vier Stunden) bezahlt. In der kurzen Zeit würde schon niemand kommen…

Nach 2,5h kamen wir zum Parkplatz zurück. Wer schleicht um unser Auto herum? Der örtliche Ordnungsdienst. Nicht zu glauben und genau in der fraglichen halben Stunde. Ärgerlich. Ich sprang sogleich mit vollem Selbstbewusstsein zu ihm hin. Was er denn da tue. Er (im unerbittlichen Beamten-Brummton und kurz angebunden): Ich hätte nicht bezahlt, folglich bekäme ich einen Strafzettel. Ich riss sofort mein iPhone aus der Tasche und zeigte ihm die Quittung in der App. Das interessiere ihn nicht. Er hätte seine Kontroll-App und nur diese sei für ihn maßgeblich. Und da wäre nun mal nichts. Ich versuchte ihm zu erklären, dass die App kein Halbtagesticket anbiete, wie das Display des Automaten. Gemäß Automat und gemäß App hätte ich bei 3,50 Euro für ein Halbtagsticket bezahlt. Formal sei er sicherlich im Recht, inhaltlich hätte ich aber korrekt bezahlt. Das müsse er doch anerkennen. Keine Reaktion. Kein Pardon. Ich teilte ihm abschließend mit, das ich über die Situation sehr, sehr traurig sei.

Wir packten ein und schickten uns zum Losfahren an, während ich aus dem Augenwinkel sah, dass er zu telefonieren begann. Irgendwas in mir war der Überzeugung, dass hier gleich noch etwas passieren wird. Und siehe da: Er gab mir ein Zeichen zu warten.

Ende vom Lied: Ich solle ihm doch einmal hinterherfahren. Wir würden das jetzt mit dem Geschäftsstellenleiter im Rathaus klären. Jetzt war ich zwar gespannt, letztlich aber sicher, dass ich schon gewonnen hatte. Also hin zum – eigentlich geschlossenen – Rathaus, nach zehn Minuten erfolglosen Versuchen dann rein ins Gebäude, hin zum Büro des Geschäftsstellenleiters. Weitere zehn Minuten warten, aber dann: Audienz. Der Ordnungsbeamte erklärte dem Geschäftsstellenleiter die Story technisch korrekt. Der überlegte keine fünf Sekunden und fragte zurück: Wieso 3,50 Euro? Den Tarif gibt es doch gar nicht. Ha, er kannte zwar seine eigenen Parktarife, nicht aber die Gebühren der Parkster-App. Das Pendel schlug jetzt deutlich in meiner Richtung aus. Innerlicher Jubel.

Ende vom Lied war, dass er sich bei mir für die Aufklärung und meine Zeit bedankte und das Knöllchen für gegenstandslos erklärte. Er würde jetzt mit den Leuten des App-Anbieters sprechen, um deren Gebührenstruktur mit der des Automaten in Einklang zu bringen. Denn schließlich gebe es noch einen zweiten Automaten im Ort. Da liefe es ja wohl dann auch falsch. Bingo. Gut erkannt. Sehr guter Mann. Umgänglich und pragmatisch.

Am Ende war ich sehr stolz auf mich, dass ich die ganze Zeit die Ruhe selbst war. Noch vor dreißig Jahren hätte ich geschimpft wie ein Rohrspatz und …am Ende genau deshalb den Strafzettel bezahlt.

Nur Gott weiß, wieviel App-Nutzern ich in Zukunft Ärger erspart habe. Denn das Freibad ist sehr einladend. Der Parkplatz dürfte im Sommer stets voll sein.

Die Sache kostete uns eine Stunde. Zwischendurch hatte ich mir den Strafzettel dann doch einmal näher angeschaut. Ich habe mich eine Stunde lang wacker geschlagen, um Zusatzkosten in Höhe von 25 Euro zu vermeiden. Privat hatte das Sinn – in Relation zu den Gesamtkosten des viertägigen Urlaubes wiederum nicht.

In der Firma wären Aufwand und Nutzen jedoch unbarmherzig aufeinandergeprallt.

Nur 2,34% Mehrwertsteuer? Erstaunlich.


Entdecken Sie mehr von Michael Behrens

Melden Sie sich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen

Entdecken Sie mehr von Michael Behrens

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen