Montag, 09. März 2026

Unbeschrankter Bahnübergang in Neumarkt-Sankt Veit
An das Pfeifen der Züge am oben dargestellten Bahnübergang werden sich wohl die wenigsten Neumarkt-Sankt Veiter so wirklich gewöhnen. Gefühlt pfeift es morgens ab 0600. Mit dem Steigen des allgemeinen Geräuschpegels hört man es am Tage eher nicht. Wir sind hier aber auch ein paar Hundert Meter entfernt. Warum müssen die Zugführer pfeifen? Weil es ihnen eine sogenannte Pfeif-Tafel vorschreibt. Diese große, unübersehbare weiße Tafel mit dem bösen schwarzen Buchstaben P ist die Ursache für unseren Ärger, besonders an Wochenenden und da besonders in der Früh. So weit, so schlecht.

Unbeschrankter Bahnübergang In Mühldorf
Und jetzt schauen wir uns diesen Bahnübergang in Mühldorf an. Wir sprechen von der Strecke Neumarkt-Sankt Veit nach Mühldorf. Er schaut dem Bahnübergang in Neumarkt-Sankt Veit zum Verwechseln ähnlich aus. Gleiche Geländer, gleiche Beschilderung, gleicher Schutz durch Zäune. Auch die Umgebung ist völlig gleich. Auf der einen Seite ein Gewerbe- und auf der anderen Seite ein Wohngebiet.
Und wo ist jetzt bitte der Unterschied? Achtung, Paukenschlag: An diesem Übergang pfeifen die Züge nicht. Sie fahren an dieser Stelle völlig geräuschlos vorbei.
Wer kann das erklären? Und bitte jetzt nicht übermütig werden und antworten, dass dort vermutlich kein Pfeifschild steht. Parallel zu der Hoffnung, dass einer meiner Blogleser die Antwort kennt, werde ich eine Expertenmeinung anfordern. Falls mich diese nicht zufriedenstellt, gehe ich den nächsten Schritt. Ich meine damit nicht, dass ich bei Nacht und Nebel die Pfeifschilder umhaue. Ich gehe den bürokratischen Weg über die Südostbayernbahn. Schritt für Schritt. Dies aber bis zum letzten Blutstropfen.
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