Samstag, 28. Februar 2026

Wenn man auf Terrasse sitzt, den lieben Gott einen guten Mann sein lässt und sorglos den ersten Frühlingstag genießt, während überall auf der Welt Konflikte und Kriege im Gange sind, dann nennt man das – glaube ich – fatalistisch. Möglich sind auch „Hedonismus“ bzw. „Eskapismus“.
Aber ganz so einfach mache ich es mir nicht. Natürlich schaue ich mir die neuesten Nachrichten zum Iran-Krieg an. Was diverse Experten angedeutet hatten, ist Realität geworden: Die Israelis haben den Erstschlag gegen den Iran ausgeführt. Daraufhin reagierte der Iran mit Gegenschlägen und hat somit die USA auf den Plan gerufen. Ob nun der Angriff von Israel und den USA gemeinsam ausgeführt wurde oder nicht, spielt keine besondere Rolle.
So sehr ich mir wünsche, dass das gesamte Mullah-Regime auf der Stelle tot umfällt – so skeptisch bin ich, dass das zeitnah gelingt. Bisher wird eher vage darüber berichtet, dass der oberste iranische Geistliche Ali Chamenei tot sein soll. Ich glaube das aber erst, wenn es der Mossad verkündet.
Wieviele Feinde hat das iranische Volk eigentlich, die es entweder auszuschalten gilt, oder die man überzeugen muss, dem Regime nicht mehr länger zu folgen:
- Armee: ~400.000
- IRGC (Islamische Revolutionsgarden): ~170.000
- Basij (Freiwilligen-Miliz): ~500.000
- Polizei: ~275.000
- Geistliche: ~80.000
Das ergibt grob 1,3 bis 1,5 Millionen Personen, die direkt in staatlichen Macht-, Sicherheits- oder religiösen Strukturen eingebunden sind. Da gibt es ein dickes Brett zu bohren, selbst wenn im besten Fall nur die Hälfte dieser Menschen wirklich loyal hinter dem Regime stehen.
In Iran leben allerdings bis zu 90 Millionen Menschen. Wenn diese große Masse an Menschen die Faxen dick hat, dann sollten sie sich bei der Beseitigung der Okkupanten eigentlich nicht stoppen lassen. Und nichts anderes ist das Mullah-Regime: Eine Horde von Besetzern, die sich den Iran 1978/1979 zur Beute gemacht hat.
All eyes on Iran und weiterhin: All eyes on Ukraine. Und hoffen wir mal, dass die Chinesen nicht die Gunst der Stunde nutzen und Taiwan überrennen.
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