Sechsfachmord in Stade – von den Details wird mir speiübel

Freitag, 10. Juli 2026 (diverse Updates)

Am Montag dem 29. Juni ereignete sich dieser unfassbare Sechsfachmord. Wie immer habe ich gleich geahnt, dass die Sache noch Kreise ziehen wird und erst einmal abgewartet. Immer mehr Details kommen ans Tageslicht. Zeit für eine Zusammenfassung. Hier kommt das Drehbuch mit allen mutmaßlichen Fakten, die ich für relevant halte und im Netz gefunden habe. Nicht alles muss der Wahrheit entsprechen:

Die mutmaßliche Tat

  • Tattag: 30.06.2025, mittags
  • Tatort: Mutter-Kind-Einrichtung in Stade, Dankersstraße 29
  • sechs tote Behördenmitarbeiter
  • Situation:
    • Termin zum Umgangsrecht
    • Hilfeplangespräch

Der mutmaßliche Mörder

  • Name: Fatih Khan G.
  • Geburtsdatum: 04.04.1981 in Goslar
  • Wohnort: Garbsen, Region Hannover, Goslar
  • Staatsangehörigkeit: türkisch und deutsch
  • Beruf: bislang nicht belastbar öffentlich bekannt
  • dreimal verheiratet, dreimal geschieden
  • Vater des drei Monate alten Mädchens, um das es hier geht
  • Vater einer Tochter aus einer früheren Beziehung
  • Hintergrund: Streit um Umgangsrecht / Sorgerecht
  • Tatort: Mutter-Kind-Einrichtung in Stade
  • Tatverdacht: sechsfacher Mord
  • Soll aus dem Auto heraus so lange auf Polizisten geschossen haben, bis das Magazin leergeschossen war.
  • wollte sich angeblich nach der Tat offensichtlich das Leben nehmen (das hat aber nur ein einziges Medium behauptet)
  • aktueller Status: Untersuchungshaft in Deutschland
  • Vorgeschichte Türkei:
    • laut Medien frühere Untersuchungshaft
    • laut Medien in 2021 Flucht aus türkischem Gefängnis
  • Vorgeschichte Deutschland: polizeibekannt
  • frühere Ermittlungen: Misshandlung von Schutzbefohlenen und sexueller Missbrauch
  • Krankenhausaufenthalt der Tochter
    • Verdacht auf Schütteltrauma, verursacht durch Vater oder Mutter
    • Späterer Täter sprach von einem Unglück im Bett der Eltern
    • Er sei im Halbschlaf mit seinem Kopf gegen den Kopf des Kindes gestoßen.
    • Ein Ermittlungsverfahren wegen aggressiven Verhaltens im Krankenhaus gegenüber den seine Tochter behandelnden Ärzten wurde von der Staatsanwaltschaft wegen fehlender strafrechtlich relevanter Bedrohung eingestellt.
    • Täter schaltete die Polizei ein, um eine Not-OP seiner Tochter zu verhindern
    • Täter beschimpfte das Klinikpersonal per Mail am 05.05.2026
    • Anzeige gegen fünf Krankenhaus-Mitarbeiter wegen falscher Verdächtigung
    • soll gedroht haben: Wenn meiner Tochter was passiert.
  • Behördenbewertung vorher:
    • offenbar kein akuter Hochrisikofall
    • die Vorgänge in der Türkei waren unbekannt
  • Ergebnis: sechs Tote, ein Baby ohne Schutzraum, ein Staat mit Erklärungsbedarf
  • Bild: Pädokrimineller Knastausbrecher. Treffer. Versenkt.

Die mutmaßliche Kindesmutter

  • Name: nicht öffentlich bekannt
  • Alter: 34 Jahre
  • Rolle: Mutter des drei Monate alten Kindes
  • Beziehung zum Täter: Kindesmutter
  • Status vor der Tat: auf Geheiß der Behörden mit Baby in Mutter-Kind-Einrichtung
  • Hintergrund: Kind nach medizinischem Verdacht / Schütteltrauma durch Vater im Fokus der Behörden
  • nach der Tat: Mutter und Kind haben überlebt, der Täter hat nicht auf die beiden geschossen.
  • aktueller Ermittlungsstand: laut Medien inzwischen ebenfalls im Fokus der Ermittlungen / Beschuldigte
  • offene Frage: Wissen, Rolle, Vorbereitung, Mitwirkung
  • juristische Vorsicht: Tatbeteiligung nicht rechtskräftig festgestellt

Das mutmaßliche Kind

  • Mädchen
  • Alter: drei Monate
  • Name: nicht veröffentlicht
  • Vater: Fatih Khan G.
  • Mutter: 34 Jahre
  • Auslöser des Behördenverfahrens: Verdacht auf Schütteltrauma durch Vater oder Mutter
  • ab 12. April 2026
    • Symptome
    • Alarmierung des ärztlichen Bereitschaftsdienst
    • Einlieferung in die Medizinische Hochschule Hannover
  • Ende April: Amtsgericht Neustadt am Rübenberge entzieht den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht und die Gesundheitsfürsorge
  • Unterbringung in Mutter-Kind-Einrichtung, zunächst allein, später kam die Mutter hinzu.
  • Anlass des Treffens: Umgangsrecht/Hilfeplangespräch
  • Status nach der Tat: überlebt
  • weiterer Status: Obhut/Schutz durch Behörden

Die mutmaßliche Fluchthelferin

  • Name:
    • Sylvia Scholz, ein Bild gefällig?
    • Sylvia Tarchahani
    • Erika Sch. (ein Alias-Name der Hamburger Morgenpost)
    • Vermutlich war sie verheiratet (2008), hat sich scheiden lassen (2010) und ihren alten Namen Scholz wieder angenommen.
  • Alter: 65 Jahre
  • Wohnort: Bremen
  • Rolle: Fahrerin des Fluchtwagens
  • Beziehung zum Kind: Patentante
  • Beziehung zur Politik: Schwiegermutter von Deniz Kurku
  • Fahrzeug: Mercedes-AMG
  • Rolle nach der Tat: Fluchtfahrt vom Tatort, obwohl sich das Netz nicht sicher ist, ob nicht doch der Täter selbst gefahren ist, und sie Beifahrerin war
  • aktueller Status: Ermittlungen zur genauen Rolle
  • vor der Tat – eine Woche vorher – 20-seitiges Schreiben („Chronologie eines Alptraums“) als pdf an Medien verschickt, mit Vorwürfen gegen Jugendamt und Behörden
  • bezeichnete den späteren Täter als ruhig, besonnen und kooperativ
  • juristische Vorsicht: Tatbeteiligung nicht rechtskräftig festgestellt
  • wo kommt die fehlende Distanz zu den Klienten her?
  • Beschäftigung:
    • Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e. V.)
    • bundesweit tätige Organisation
    • Beratung zu Familiennachzug, Aufenthaltsrecht und Einbürgerung
    • Selbstbeschreibung: Interessenvertretung migrantischer Familien
    • Förderung über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“
    • Fördermittel von rund 425.000 Euro pro Jahr in den Jahren 2025 und 2026
    • https://www.binational-bremen.de/kontakt.html
  • Nius: Migrationsaktivistin
  • offene Fragen: Planung, Route, Absprache, Mitwissen
  • Update 08.07.2026, laut jungefreiheit.de: untergetaucht und für die Ermittler nicht zu erreichen

Der SPD-Schwiegersohn: Deniz Kurku

  • Name: Deniz Kurku (43 Jahre)
  • Partei: SPD
  • Mitglied des niedersächsischen Landtages
  • Funktion: niedersächsischer Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe
  • Verbindung zum Fall: Schwiegersohn der 65-jährigen Fahrerin des Fluchtwagens
  • eigene Rolle: nach aktuellem öffentlichen Stand keine Beschuldigung
  • evtl. Vorbesitzer des Mercedes-AMG, worauf aber nur die Initialen des Nummernschildes hindeuten
  • Stellungnahme: Bestätigung der familiären Verbindung über Anwalt
  • politischer Sprengstoff: Nähe eines Landesbeauftragten zu einer Person aus dem Umfeld der Fluchtfahrt
  • juristische Vorsicht: keine bekannte Tatbeteiligung, keine bekannte Mitwisserschaft
  • der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) zeigte Mitgefühl für Kurku-Familie nach Bluttat.

Die mutmaßlichen Opfer

  • sechs Tote
    • vier Frauen
    • zwei Männer
  • Drei Opfer arbeiteten beim Jugendamt der Region Hannover.
  • Drei weitere Opfer waren Beschäftigte der Jugendhilfeeinrichtung in Stade.
  • Arbeitsumfeld: Jugendhilfe/Jugendamt/Einrichtung
  • fünf Opfer: Tod am Tatort bzw. in unmittelbarer Nähe
  • ein Opfer: Tod später im Krankenhaus
  • Namen: öffentlich nicht vollständig belastbar genannt
  • Rolle: Menschen, die ihren Job machten
  • Tragik: Sozialarbeiter, Behördenmitarbeiter, Helfer – erschossen in einem Schutzsystem
  • der erste Name eines Opfers wird jetzt im Facebook genannt: Ilka Lindner, Geschäftsführerin, Leiterin des Mutter-Kind-Wohnheimes in Stade

Die mutmaßliche Waffe

  • Tatwaffe: Schusswaffe
  • Typ: Beretta m70, 7,65-mm-Version, 8 Patronen
  • Herkunft: eine Woche vor der Tat in Berlin (Bahnhof Zoo) gekauft, vermutlich bei einer türkischen Gang
  • Preis: 4.000 Euro, Bürgergeld bei der Arbeit?
  • Bedeutung: Hinweis auf eine Vorbereitung der Tat
  • offene Frage: Verkäufer, Waffenweg, Szene, Hintermänner
  • Behördenfrage: wie ein polizeibekannter Mann kurz vor einem Behörden-Termin an eine tödliche Waffe kommt
  • Magazin wurde leergeschossen
  • mit der leergeschossenen Waffe bedrohte der Täter die Fahrerin
  • bittere Pointe: ein Staat kontrolliert Formulare, aber nicht die Waffe vor der Tür

Das mutmaßliche Fluchtauto

  • Fahrzeug: Mercedes-AMG
  • Typ: leistungsstarker Mercedes
  • Nummernschild: Initialen Deniz Kurku
  • laut Medien: rund 400 PS
  • Neupreis: 95.000 bis 140.000 Euro
  • Fahrerin: 65-jährige Patentante / mutmaßliche Fluchthelferin
  • Insasse: mutmaßlicher Täter nach der Tat
  • Flucht: vom Tatort weg, letztlich gestoppt auf der B73, Reifen zerschossen
  • Ende: Polizei stoppt Fahrzeug in Tatortnähe
  • als Vorbesitzerin kommt eine gewisse Enise Ö. ins Spiel, die an der gleichen Adresse wie der Täter gemeldet ist
  • der Wagen wurde fünf Wochen vor der Tat von Enise Ö. auf Sylvia Scholz umgemeldet

Die mutmaßliche türkische Justiz

  • Vorgeschichte laut Medien: frühere Ermittlungen / Verfahren in der Türkei
  • Untersuchungshaft in der Türkei
  • Flucht aus Haft / Gefängnis
  • offene Frage: internationaler Haftstatus
  • offene Frage: Fahndung, Informationsaustausch, Warnhinweise
  • offene Frage: was deutsche Behörden wussten oder hätten wissen können
  • zentrale Frage: wie ein mutmaßlich aus türkischer Haft Geflohener in Deutschland in ein hochsensibles Kinderschutzverfahren gerät

Die mutmaßlichen deutschen Behörden

  • Jugendamt: Kinderschutzverfahren
  • Mutter-Kind-Einrichtung: betreute Unterbringung
  • Polizei: Täter polizeibekannt
  • Staatsanwaltschaft: frühere Ermittlungen gegen den Mann
  • Behördeneinschätzung: offenbar keine ausreichende akute Gefährdungslage
  • Terminlage: mehrere Fachkräfte bei einem Gespräch mit einem hochkonflikthaften Vater
  • Sicherheitslage: kein ausreichender Schutz vor einer bewaffneten Eskalation
  • Ergebnis: sechs Tote in einem Schutzraum
  • Standardfrage davor: Warum wusste wieder niemand genug?
  • Standardformel danach: Entsetzen, Betroffenheit, Aufklärung
  • bittere Bilanz: Akten vorhanden, Menschen tot

Das mutmaßliche Schlussbild

  • ein Baby
  • ein Sorgerechtsstreit (offensichtlich nicht zwischen Vater und Mutter, sondern zwischen Vater/Mutter und den Behörden)
  • ein polizeibekannter Vater, zumindest in der Türkei
  • eine Waffe aus Berlin
  • ein AMG als Fluchtauto
  • sechs tote Helfer
  • Behörden mit vielen Zuständigkeiten
  • am Ende niemand zuständig genug
  • der unsägliche Doppelpass lässt grüßen
  • juristische Vorsicht: Details bislang nur mediengestützt, nicht gerichtsfest öffentlich aufgearbeitet
  • bittere Pointe: alle redeten über Schutz – sechs Menschen starben beim Versuch, ihn zu organisieren

Die Verflechtungen von Politik, NGOs und den handelnden Personen ist einfach unglaublich.

Dark times ahead.


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2 Gedanken zu „Sechsfachmord in Stade – von den Details wird mir speiübel“

  1. Nur der Spiegel hat das Gerücht aufgebracht, der mutmaßliche Täter habe sich umbringen wollen. Das wurde in keinem anderen Medium angesprochen. Auch auch die Polizei hat das nicht mitgeteilt. Man sollte solche unbewiesenen Theorien überhaupt nicht aufgreifen, zumal der Täter Gelegenheit gehabt hätte, sich umzubringen, aber stattdessen mit dem Mercedes geflohen ist.

    1. Spiegel (SPON) war einmal ein Leitmdeium, lese ich aber mittlerweile nicht mehr. Aber die Sozialen Medien haben das Gerücht sofort aufgenommen, dadurch ist es ein mögliches Bausteinchen in diesem unsäglichen Fall. Ich mache Updates, wenn sich Mutmaßungen erhärten bzw in Luft auflösen.

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