Dienstag, 30. Juni 2026
Nach der Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen Ecuador ging ich ohne große Erwartungen in das Sechzehntelfinale. Deutschland knüpfte nahtlos an das Spiel gegen Ecuador an und schied letztlich verdient aus.
Als ich die Zeitlupe bei vermeintlichen 2:1 durch Jonathan Tah sah, habe ich sofort gewusst: Der Schiedsrichter wird das Tor nicht geben. Und so kam es, wie es kommen musste: Deutschland vergeigte erstmals bei einer WM ein Elfmeterschießen.
„Ich bin keiner, der wegläuft.“
Natürlich ist sich Fußball-Deutschland einig, dass ein neuer Trainer gefunden werden muss, während Nagelsmann offenbar weiter im Amt bleiben will. Herr Nagelsmann, daraus wird wohl nichts. Daraus wird unter anderem zum Beispiel deshalb nichts, weil auch im vierten Spiel Kimmich als rechter Verteidiger auflief. Nagelsmann wollte von seinem Konzept einfach nicht abweichen, womit Deutschland in die sportliche Katastrophe schlitterte. Aber auch durch die Wechsel wurde nichts besser. Am aktivsten war noch Waldemar Anton. Insgesamt war das Spiel zu stereotyp, zu langsam, zu ideenlos, ohne Überraschungsmomente, zu vorhersehbar.
Die Kommentatoren im Netz spannen gleich wieder den Bogen zur Politik. So schlecht, wie Deutschland insgesamt aufgestellt sei, so schlecht sei nun eben auch die Verfassung der Nationalmannschaft.
So weit würde ich allerdings nicht gehen. Aber wir sehen ja auch in der Politik, dass Rücktritte selten geworden sind. Sie halten einfach alle an ihren Posten fest, egal wie erfolglos sie sind.
Es ist nur ein schwacher Trost, dass es letzte Nacht auch die Holländer erwischt hat – ebenfalls im Elfmeterschießen, ebenfalls nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit.
Mir wäre es ganz recht, wenn sie in der gleichen Maschine heimfliegen würden. Dann könnten sie gleich ein Freundschaftsspiel ausmachen. Auf der Bank säßen dann hoffentlich jeweils neue Trainer.
Aber wie wichtig ist Sport überhaupt, wenn in Stade ein Deutsch-Türke in einem Frauenhaus sechs Leute erschießt? Das ist eine Sache für einen der nächsten Blog.

Der Bundeskanzler Friedrich Merz liegt mit seinem Post präzise daneben.
Jürgen Klopp, bitte übernehmen Sie, danke. Seiner Meinung nach gebe es dazu „nichts zu sagen“. Ich denke, er steht in der Verantwortung.
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