Dienstag, 09. Juni 2026
Die neueste Forsa-Umfrage lässt hoffen. Mit dem neuen FDP-Chef Wolfgang Kubicki ist die FDP sofort auf 5% gesprungen. Kubicki hatte auf die Frage, wie er denn die innerparteilichen Gegner einzufangen gedenke, geantwortet: Gar nicht. Ich bin mir sicher: Kubicki wird die FDP im Alleingang zurück in den Bundestag führen.
Die CDU verbessert sich mit 22% leicht um ein Prozent. Am Positivsten stimmt mich das Abschneiden der SPD. Sie ist auf einem historischen Tiefststand von 11% angekommen. Ich ziehe meine Forderung an Friedrich Merz, Bärbel Bas sofort zu entlassen, zurück und fordere stattdessen alle Parteien auf, sie einfach gewähren zu lassen. Jede Erklärung, jeder Auftritt – wie am Sonntag bei Caren Miosga – bringt die SPD weiter nach unten.
„Wir haben ein Erwerbstätigenpotenzial, dass wir nicht heben, wollte ich damit sagen. Das heißt, dass, damit wird dieses Land mehr arbeiten, wenn wir es endlich hinkriegen, ältere Beschäftigte länger in Arbeit zu halten, wenn wir es endlich hinkriegen, dass Frauen Rahmenbedingungen haben, dass sie, wenn sie wollen, eben auch mehr arbeiten können, was sie im Moment nicht können. Und wir haben Menschen, ähm, sag mal, die im Moment nicht auf dem Arbeitsmmmh, weil eine Qualifizierung fehlt, weil wir manchmal auch drauf gucken, ob er 30 Zeugnisse mithat, anstatt sie arbeiten zu lassen. Das ist ein Potenzial, das heben wir nicht.“
Ich hatte mir den obigen Ausschnitt auf X angehört und aufgrund der Wortwahl beim Transkribieren den Eindruck, dass hier etwas zusammengeschnitten sein könnte. Also habe ich mir die gesamte einstündige Sendung in der ARD-Mediathek angeschaut, unter großen Schmerzen, muss ich dazusagen. Bärbel Bas hat es tatsächlich so gesagt.
Bärbel Bas mit gewohnt schwachem Auftritt bei Miosga
Mit ihrer schlichten Art und Weise setzt sie eine Tradition fort und reiht sich ein in eine lange Liste von SPD-Politikerinnen, die allesamt Symbole für den Abstieg der Arbeiterpartei sind:
Heide Simonis musste bei ihrer Wiederwahl als MP von Schleswig-Holstein im vierten Wahldurchgang von einem Mitglied aus der eigenen Regierungsfraktion sozusagen „erdolcht“ werden, bevor sie endlich aufgab und sich aus der Politik zurückzog
Andrea Nahles erfand die Rente mit 63 und „erdolchte“ somit das Potenzial, welches Bärbel Bas nun gern wieder heben würde. Nahles wurde von ihrer Partei für ihren historischen Fehler belohnt, indem sie Vorstandsvorsitzende der Agentur für Arbeit werden durfte und bis heute noch ist. Ab und an hält sie eine wenig beachtete Rede an die Nation, in der sie uns über die Situation auf dem Arbeitsmarkt berichtet und dort gern den Ausdruck „wir müssen dann mal gucken“ einstreut.
Manuela Schwesig (MP in Meck-Pom) kommt im Putin-Buch „Das Versagen“ sehr oft vor. Die Kritik an ihr im Zusammenhang mit den Tricksereien rund um Nord Stream2 sucht seinesgleichen und ist letztlich nur mit dem Cum-Ex-Skandal ihres Parteikollegen Olaf Scholz vergleichbar.
Saskia Esken (frühere SPD-Vorsitzende) ist leider auch noch mit von der Partie. Sie leitet den Familien- und Bildungsausschuss des Bundestages. Nebenbei fordert sie wacker, die AfD noch rechtzeitig vor der nächsten Bundestagswahl zu verbieten, was die AfD in Umfragen nur noch stärker macht. Das versteht sie aber nicht.
Malu Dreyer (Langjährige Ministerpräsidentin von RP) zeigte beim Managen der Jahrhundertüberschwemmung im Aartal ihr ganzes politisches Können. Die CDU war allerdings der Ansicht, Dreyer habe am 14. Juli 2021 fatales Desinteresse und durchgehend Passivität gezeigt. Wegen ihrer großen Verdienste für Land und Leute darf sie aber seit 2017 Vorsitzende des ZDF-Verwaltungsrates sein. Insofern darf der geneigte Leser gerne einmal auskundschaften, wieviel kritische Beiträge es seit 2021 im ZDF über Dreyer gab. Keinen? Das muss Zufall sein.
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