Bärbel Bas (SPD): „Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein“

Sonntag, 10. Mai 2026

Ich wollte wenigstens ein paar Tage ins Land gehen lassen, bevor ich mich dieser seltsamen Aussage widme. Denn meistens gibt es eine Relativierung. Oder es stellt sich heraus, dass die Aussage aus dem Kontext gerissen ist. Auch warte ich immer den ersten Shitstorm in den sozialen Medien ab. Das Motto lautet: Nur nicht emotionalisieren lassen und im emotionalen Zustand schreiben.

Und da kommt sie auch schon, die Relativierung: Tatsächlich sei es ihr um Fachkräfte gegangen. Aber sie kann diese Erklärungsversuche auch sein lassen. Denn auch eingewanderte Fachkräfte wandern mit ihrer Einwanderung automatisch in die Sozialsysteme ein. Sie haben letztlich die gleichen Ansprüche auf Sozialleistungen wie unsereins.

Wie man die Aussage auch dreht und wendet – sie bleibt falsch.

Zunächst sollten wir jedoch Schritt 1 vor Schritt 2 machen. Wer sind die Nutznießer der deutschen Sozialsysteme? Von den 84 Millionen Menschen, die in Deutschland leben, hat etwa ein Drittel einen migrantischen Hintergrund. Es bleiben somit etwa 57 Millionen Menschen übrig, die gemeinhin als Biodeutsche bezeichnet werden. Und alle diese Biodeutschen wandern mit dem Moment ihrer Geburt automatisch in die deutschen Sozialsysteme ein. Praktisches Beispiel ist das Kindergeld.

Schon aus diesem Gesichtspunkt heraus ist die Aussage von Bärbel Bas grundlegend falsch. Wir alle sind Einwanderer in die deutschen Sozialsysteme. Viele von Geburt an, manche – wie ich – durch Übersiedlung. Wir alle nehmen die Sozialsysteme ganz selbstverständlich als Selbstbedienungsladen war. Wer in der Vergangenheit dieses System auch nur ansatzweise in Frage stellte, wurde abgewählt. Daraus ergab sich für die Politiker die einfache Logik, dass die Wahlergebnisse umso besser waren, je stärker sie das System ausbauten. Und so geschah es. Den Weitblick, dass unsere massive soziale Hängematte im Ausland Begehrlichkeiten weckt, hatten Wähler und Politiker nicht.

Ich habe nie verstanden, wie aus 50 DM Kindergeld im Jahre 1989 der heutige Betrag von 250 Euro werden konnte, was formal eine Verzehnfachung ist.

Das Volk schaute mit gierigem Blick auf den Sozialstaat, forderte Wohltaten und bekam sie. Niemand sollte sich beschweren, dass in einer Welt voller Irrungen und Wirrungen die Menschen zu uns kommen und davon partizipieren wollen. Wir sind selbst schuld.

Das macht aber die Aussage von Frau Bas nicht richtiger. Fast jeder zweite Grundsicherungsempfänger hat einen migrantischen Hintergrund bzw. ist direkt eingewandert.

Frau Bas hat den Kontakt zur Realität komplett verloren. Sie ist außerdem der Sargnagel der Sozialdemokratie. Man könnte somit sagen: Machen Sie ruhig weiter so. Leider ist sie aber auch der Sargnagel für die Bundesregierung und damit Steigbügelhalter für die AfD.

Frau Bas ist das personifizierte Symbol für den Niedergang. Wie konnte sie es in den Rang der Arbeitsministerin der Bundesrepublik Deutschland schaffen?

Stoppt Bas.


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