Sonntag, 26. April 2026

Jedes Jahr überlege ich aufs Neue, was der Georgi-Tag eigentlich bedeutet. Fassen wir zusammen:
„Der Georgitag ist der Gedenktag des heiligen Georg, eines frühchristlichen Märtyrers aus Kappadokien. Er wird meist am 23. April, in einigen Regionen am 24. April, als Frühlingsfest gefeiert. Der 23. April ist der drittspäteste Ostertermin, aber auch über den Zusammenhang, den „Drachen Winter“ zu besiegen, ist der Georgstag ein wichtigerer Lostag. Der Heilige Georg ist der Patron der Ritter, Soldaten, Pfadfinder, Bauern, Sattler, Schmiede und Artisten. Er wird auch gegen Pest, Lepra und als Schutz für Haustiere (Pferde) angerufen. Als einer der 14 Nothelfer gilt er als Drachentöter und Symbol des Glaubens“
Was ist denn bitte schön ein Lostag?
Ein Lostag ist ein fester Tag im Kalender, dem im Volksglauben eine prognostische Bedeutung für das Wetter der folgenden Wochen, Monate oder für die Ernte zukommt. Diese Tage basieren auf alten Bauernregeln, die aus langjährigen Beobachtungen entstanden sind und früher für die Landwirtschaft entscheidend waren.
Und was ist der „drittspäteste Ostertermin“?
Aha, der 23. April ist drei Tage vor dem Ende der Osterzeit. Wieso weiß ich das alles nicht?
Neumarkt-Sankt Veit macht bei der Definition rund um den Georgi-Tag zwei Ausnahmen. Man feiert nicht am 23. und auch nicht am 24.04., sondern jeweils an dem darauf folgenden Sonntag. Das ist absolut gar kein Problem. Aber Neumarkt-Sankt Veit verknüpft den Georgitag als etwas Schönes mit etwas Schlimmen, nämlich mit der Schlacht in Neumarkt im Jahre 1809.
Ich weiß somit nicht, ob ich an diesem Tag eher den Georgi-Tag feiern, den Heiligen Georg verehren oder doch der Schlacht in Neumarkt 217 Jahren gedenken soll. Diese drei Dinge gehen nicht gleichzeitig in mein Hirn hinein. Deshalb lief – wir drücken es neutral aus – das Event ohne mich ab.
Körperertüchtigung war mir lieber. Ich war joggen. Zuerst hieß es somit, ordentlich schwitzen, um dann gemütlich auf dem Stadtplatz zu sitzen. Dort überfiel mich die Langeweile, weil man nun doch nicht eine Stunde lang people watching betreiben kann. Ich produzierte am iPhone erstmals in meinem Leben ein „Reel“.
Bisher war ich konservativ eingestellt. Homepage hier, etwas Werben dafür in den Sozialen Medien. Für Schnickschnack war/bin ich eigentlich nicht zu haben. Aber tatsächlich finde ich das Ergebnis für den ersten Versuch in facebook, der auch nur zehn Minuten in Anspruch nahm, ziemlich witzig. https://www.facebook.com/reel/1329185829062332
Ich glaube, darauf kann man aufbauen.
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Es ist noch gar nicht so lange her, da war der Georgitag in Neumarkt-St.Veit noch ein ganz großer Tag. Primär der Tag der Pferde. Mit Umzug und Pferdesegnung. Vom nicht mehr existierenden Rennverein wurden auf der Wiese vis-à-vis der Firma Reißl (heute Penny + Lidl) Trab- und Flachrennen abgehalten. KSK und Trachtenverein waren da eher Nebensache.
Das letzte Trabrennen habe ich noch mitverfolgen dürfen. Ein Pony hat an der Landshuter Straße die große Runde nicht geschafft… Das Tier hat mir leidgetan.