Donnerstag, 12. März 2026

Im Angesicht der Fukushima-Katastrophe erklärte unsere damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Ausstieg aus der Atomenergie. Ausgerechnet Parteifreundin Ursula von der Leyen führte jetzt aus, dass dieser Ausstieg, der besonders seit 2011 von Deutschland vorangetrieben wurde, falsch war.
„Es war ein strategischer Fehler für Europa, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren.“
Das ist ja interessant. Ich finde schon, dass Politiker, die Fehler machen, sich entschuldigen dürfen, womit die Sachen durchaus aus der Welt geräumt werden können. Wenn es sich aber um strategische Fehler zum Schaden für das eigene Land handelt, dann muss es Konsequenzen geben, auch personelle.
Jetzt können wir Angela Merkel nicht mehr wirklich aus Ämtern entfernen, aber Ursula von der Leyen war 2011 Bundesarbeitsministerin und stellvertretende CDU-Vorsitzende. Sie war mittendrin, statt nur dabei. Sie ist für das gegenwärtige Energiedesaster mitverantwortlich.
Und sie sagt jetzt einfach: Ja, ok, das ist jetzt mal blöd gelaufen. Keine Selbstkritik, keine Konsequenzen für sich selbst.
Das Instrument von Rücktritten gibt es kaum noch. Sie machen einfach unbeirrt weiter.
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