Sonntag, 19. Mai 2024, Politik: Die Europawahl steht vor der Tür.

An den Plakatwänden sieht man, wie ernst die Parteien den Wahlkampf nehmen. Wir sehen zwei einsame Plakate, von sechs möglichen. Was ist los? Irgendwo hatte ich aus dem Augenwinkel gelesen, dass Bundeskanzler Scholz die Europawahl faktisch abgeschrieben hat. Irgendwie hat diese Meldung auch die SPD-Wahlkampfhelfer erreicht. Die Proleten verzichten in NSV bis heute auf die Wahlwerbung. Entspricht ganz meinem Humor. Die SPD nicht zu wählen, ist eine völlig berechtigter Akt der Notwehr. Auch die Grünen tun nichts. Deren Wahlwerbung wäre ein gewisser Beweis dafür, dass es um den einen grünen Neumarkt-Sankt Veiter Stadtrat herum eine irgendwie geartete grüne Bewegung in NSV gibt. Ein Beweis sozusagen, dass da irgendjemand grüne Strategien vertritt.

Ich hatte schon die Befürchtung, dass die Plakatierungsplätze nicht reichen und die Flächen der weiterhin vernagelten Brunnen – als Zeitzeugen einer fragwürdigen Stadtplatzplanung – auch noch herhalten müssen. Aber: Fehlanzeige.

Bei der EU-Wahl ist Plakatieren scheinbar nachrangig.

Zu tun gäbe es – außer Plakatieren – so einiges. Beispielsweise wurde im facebook eine Gruppe gegründet, die sich gegen die geplanten Windkraftwerke in Neumarkt-Sankt Veit richtet. Mit etwas gutem Willen könnten die Grünen diese Gruppe moderieren und die Diskussion in die richtige Richtung lenken. Aber was ist richtig? Ich halte es mit Reinhold Messner: Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will. Und genau das ist der Fall, wenn man Wald roden muss, um Windräder aufzustellen. Und ebenso ein wenig unterbelichtet kommt mir die Aussage vor, dass die Fichtenwälder ja sowieso absterben werden. Warum also nicht gleich nachhelfen?

Losung der Volt-Partei soll scheinbar satirisch sein.

Warum plakatiert die AfD nicht? Hier scheint das Motto zu gelten, dass man wegen der Skandale um Krah und Bystron möglichst unauffällig unterwegs sein möchte. Außerdem läuft man Gefahr, nach dem Plakatieren die islamo-faschistische Linkeria auf den Plan zu rufen, die sich für die Enkel der Geschwister Scholl hält. Die reißen die Plakate innerhalb von 24 Stunden wieder herunter, was die ganze Arbeit ein wenig sinnlos erscheinen lässt. Attacken müssen die Plakatkleber ebenfalls fürchten. Das gilt aber für alle Parteien, obwohl ich das in unserem Landstrich (noch) für ausgeschlossen halte.

Mich nervt ja die ewig deutsche „Hass-und-Hetze“-Diskussion ungemein. Aber mit dem Plakat der Volt-Witz-Partei dürfte zumindest der Tatbestand der Beleidigung erfüllt sein. Und wenn doch einmal jemand wissen möchte, mit welchen Aktionen Hass und Hetze eigentlich begonnen hat, dem empfehle ich folgenden Beitrag des Bayernkuriers aus dem Jahr 2015.

Der von Franz-Josef Strauß 1950 ins Leben gerufene Bayernkurier ist meinungstechnisch nicht zu verachten, auch wenn zunächst die Printausgabe und 2020 auch der Betrieb der Online-Plattform eingestellt wurde. Strauß hätte das Einstampfen verhindert, das ist gewiss.

Die Seite existiert mit ihren alten Beiträgen aber noch. Schon auf der Startseite (eine witzige Formulierung für eine Seite, die an sich tot ist) sind zwei Beiträge lesenswert. Einer kommt von Susanne Schröter, womit sich der Kreis schließt, weil sie in meinen Blogs schon ab und an vorkommt. Der interessante Beitrag stammt aus dem Jahr 2019, beschäftigt sich mit dem Versuch, in Deutschland eine islamische Ordnung einzuführen und ist heute somit aktueller denn je.

Den Bayernkurier gibt es nicht mehr.

Mich würde es nicht wundern, wenn Susanne Schröter mittlerweile Personenschutz braucht. Sie benennt die Dinge in einer einzigartig klaren Weise. Das Netz ist voller Zitate. Eines korrekter als das andere. Die Reaktion ist die gewohnte: Diffarmierung.

Im März 2024 sprach sie im inforadio.de vom Islamismus als einer rechtsradikalen Bewegung. Wie reagiert der links-grüne Komplex? Er ist auf diesem Auge vollständig blind, importiert die Gefahr weiterhin in unser Land – als gebe es kein morgen mehr – und wittert die Rechtsradikalen überall, nur nicht in der Religion des Islam.

Schröters neues Buch, das im Februar 2024 erschienen ist, trägt den interessanten Namen: Der neue Kulturkampf: Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht. Wenn ich mit meinem etwas langweiligen Buch „Kleines Land“ von Gael Faye fertig bin, wäre das Buch eine Option für meinen Kindle Whitepaper. Ich weiß ja jetzt, wie er funktioniert.

Wer sich mit Susanne Schröter beschäftigt, stößt umgehend auf die Frankfurter Migrationskonferenz aus dem April 2023 und somit auf Boris Palmer. Und dann sind wir nicht mehr weit vom N-Wort entfernt – dem Thema meines nächsten Blogs.

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