Samstag, 11. Mai 2024, Politik, Esken: Migration löst ja viele Probleme.

https://www.derstandard.de/story/3000000218262/spd-chefin-esken-migration-loest-viele-probleme

Ich wüsste kein einziges Problem, welches sich derzeit durch Migration lösen lässt. Esken argumentiert, dass in den letzten Jahrzehnten viele Migranten gekommen seien, weil wir sonst unser Land nicht hätten aufbauen können. Schauen wir uns kurz an, wann die Gastarbeiter (nicht Migranten) kamen. Es war 1955. Da hatten die Deutschen ihr Land schon zehn Jahre lang ganz alleine wieder eingermaßen auf Vordermann gebracht, sprich: aufgebaut.

Um das Wirtschaftswunder anzukurbeln, kamen die Gastarbeiter zunächst nur aus Italien (1955), fünf Jahre später dann aus Spanien+Griechenland (1960), der Türkei (1961), Portugal (1964) und Jugoslawien (1968). Man beachte die Jahreszahlen und diese allmähliche Entwicklung über fast zwanzig Jahre. Und man beachte, dass dies nichts Ungesteuertes war. Die Menschen kamen auf Grund von Verträgen. Keiner kam mit dem Ansinnen, sich hier Bürgergeld abzuholen, bzw. hier ein Kalifat zu gründen oder die Scharia auszurufen. Alle waren Teil Europas, kamen aus dem gleichen Kulturkreis, und selbst die Türken lebten in Deutschland völlig unauffällig. Die Menschen waren in Firmenbarracken untergebracht und nicht in Asylunterkünften. Sie kosteten den Staat kein Geld sondern schufen Mehrwerte. Weder Deutschland noch den Gastarbeitern selbst war bewusst, dass viele von ihnen bleiben würden.

Vom Unterschied zwischen Gastarbeitern und Migration

Esken weiß von diesen historischen Zusammenhängen scheinbar wenig und vergleicht die damalige Situation mit den heutigen Verhältnissen. Ein Unding. Und von einem Wirtschaftswunder kann Deutschland unter SPD-Führung nur träumen. Die SPD freute sich schon, das Land „gut über den letzten Winter“ gebracht zu haben.

Wir machen Deutschlands Niedergang an zwei Zahlen fest und schauen uns die weltweit durchschnittlichen Internet-Verbindungsgeschwindigkeiten an. Das schnellste Internet gibt es laut Statista mit 284,13 Mb/s in Singapur. Deutschland steht mit 91,7Mbit/s auf Platz 58. Selbst Chile, Ungarn und Rumänien hängen uns um Längen ab. Ich selbst ziehe den Durchschnitt mit 23MB/s noch weiter dramatisch nach unten.

Das Land Rumänien habe ich noch nie verstanden. Sie haben einerseits scheinbar einen hohen Digitalisierungsgrad, andererseits spricht die Rumänien-Hilfe e.V. vom Elend in Rumänien, wo sich Familien keine Schuhe kaufen können. Statistiken über Länder können somit durchaus irreführend sein.

Beim mobilen Internet schaut es nur unwesentlich besser aus. Wir erreichen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,41 Mbit/s den stolzen Platz 45. Die VAE sind mit 303,21 Mbit/s Spitzenreiter. Und was stand zum Thema Digitalisierungsjahrzehnt nicht alles im Koalitionsvertrag. Der wird aber nur noch aus der Schublade herausgeholt, wenn man man mit dem Zeigefinger böse auf den jeweils anderen Koalitionspartner zeigen möchte.

Gefühlt ist Deutschland überall Schlusslicht.

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