Freitag, 03. November 2023, Rama Dama

Vor Jahren hatte ich schon einmal auf Facebook gepostet, wieviele Bleistifte sich in unserem Haus befinden. Damals waren es 59. Heute habe ich erneut nachgezählt, und: Überraschung: Es sind immer noch 59. Ich schwöre, dass ich mindestens seit dem 19. Lebensjahr keinen einzigen Bleistift gekauft habe. Wie konnte es so weit kommen? Niemand weiß es, niemand übernimmt hier die Verantwortung. Bei den Buntstiften schaute es nicht besser aus. Es sind weit über 100. Tendenz? Gleichbleibend. Jetzt nehmen die Stifte eher nicht so viel Platz weg. Aber insgesamt war der Keller wieder derart vermüllt, dass ich zwei Stunden investieren musste. Ich nenne solche Aktionen: Entmessiierung. Ein besonderes Augenmerk richtete ich auf die Schachtel mit dem Kabelzeug. Ich entschied, dass alle älteren Kabel wegzuschmeißen sind. Klinkenkabel, Kabel mit v.24-Steckern, TAE-Anschlussschnüre. Auch LAN-Kabel – obwohl noch voll funktionstüchtig – mussten dran glauben. Alte DSL-TA-Adapter sortierte ich eben so aus, wie einfaches Kupferkabel, welches ich vor 34 Jahren bei Kunden an die Wände nagelte bzw. durch Leerrohre durchzog. Für ein dreißig Jahre altes Ericsson-Telefon habe ich keine Verwendung mehr, obwohl die Erinnerung an die Story dahinter noch da ist. 1993 bekam das Projektteam unserer Firma jeder so ein Telefon geschenkt, weil wir bei einem Autobauer in Ingolstadt unsere TK-Anlage erfolgreich in Betrieb genommen hatten. Ein Prüfhörer fliegt jetzt auch weg. Es gibt nichts mehr zu prüfen. Ein alter DSL-Router fliegt weg. Alte Headsets müssen genauso dran glauben wie irgendwelche Samsung-Fernbedienungen und eine unüberschaubare Anzahl an Netzteilen. So schaut die Kiste aus, die ich morgen zum Wertstoffhof bringen möchte:

Ein paar Stromkabel und alle USB-Kabel dürfen ebenso bleiben wie dieser Gebührenzähler als Erinnerungsstück:

Diese Tasche ist zwar historisch, aber sie muss jetzt auch verschwinden:

Jeder Kubikdezimeter, der aus dem Keller verschwindet, hilft. Jedes entsorgte Kilogramm hilft. Und der Karton, der morgen das Haus verlässt, ist gut und gerne 20kg schwer.


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