Montag, 02. November 2026

Helloween: Für bessere Bildung auf die Straße, für bessere Schulbücher in den Waffenladen
Am 31.10.2026 gingen an Helloween in mehr als 30 deutschen Städten junge Menschen auf die Straße. Unter dem vielversprechenden Motto „Gen Z regelt“ forderten sie bessere Bildung, bezahlbares Wohnen, soziale Gerechtigkeit und mehr Geld für die Schulen.
Besonders engagiert zeigte sich die Jugend in Frankfurt am Main. Dort demonstrierten rund 8.000 Menschen. Zunächst friedlich. Doch offenbar wollte ein Teil der Anwesenden nicht nur theoretisch über gesellschaftliche Veränderungen diskutieren, sondern gleich zur praktischen Umsetzung schreiten.
Bildungsnotstand in Frankfurt
Nach der Auflösung der Demonstration flogen Böller, Steine und Flaschen auf Polizisten. Schaufensterscheiben gingen zu Bruch, Geschäfte wurden geplündert. Mehr als 30 Menschen wurden vorläufig festgenommen. Sogar das SEK musste anrücken.
Besonders bemerkenswert war der Angriff auf ein Waffengeschäft. Vermutlich suchten die jungen Bildungsfanatiker dort nach besseren Schulbüchern. Schließlich hatte man gerade erst für mehr Geld im Bildungswesen demonstriert. Dass die Polizei anschließend zwei Waffen sicherstellte, deutet allerdings darauf hin, dass die Suche nach geeigneter Unterrichtsliteratur nicht ganz erfolgreich verlief.
Aber woher sollen die Jugendlichen auch wissen, dass eine Waffe kein Schulbuch ist. Sie suchten die Schulbücher sozusagen in den… Magazinen. Es wäre selbstverständlich die Pflicht der Lehrer gewesen, ihnen den Unterschied zwischen einer Waffe und einem Schulbuch zu erklären, denn Eltern ist diese Vermittlung von Basiswissen offensichtlich längst nicht mehr zuzumuten.
Halloween einmal anders
Früher zogen Kinder an Halloween von Haus zu Haus und riefen „Süßes oder Saures“. Heute zieht ein Teil der Jugend durch die Innenstadt und nimmt sich das Saure offenbar gleich selbst.
Vielleicht sollte man beim nächsten Bildungsprotest ein zusätzliches Schulfach fordern: Demokratiekunde mit praktischem Unterricht in der Unterscheidung zwischen Demonstrationsrecht und schwerem Landfriedensbruch.
Die Generation Z will die Zukunft gestalten. Das ist ihr gutes Recht. Ein Teil der Teilnehmer hat allerdings schon einmal mit der Umgestaltung der Frankfurter Innenstadt begonnen. Die Rechnung dafür dürfen dann vermutlich diejenigen bezahlen, die am Samstag friedlich demonstriert haben. Oder gleich alle Steuerzahler.
„Gen Z regelt“? Zumindest die Glaserbetriebe dürften sich über einen unerwarteten Konjunkturimpuls freuen.
Interessant ist, dass nun doch relativ klar ausgeführt wird, dass die Gewalt vor allem von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ausgegangen ist. Wie reagiert die Politik? Bei der SPD wie gewöhnlich. Relativierend. Verteidigungsminister Pistorius meinte, man müsse doch vorsichtig bei der Differenzierung sein. Er fragte, ob wir denn nun auch von der migrantischen Jugend in der dritten Generation sprächen?
Die Antwort kann ich ihm geben: Ja, auch darüber sprechen wir.
Und wir sprechen darüber, dass Herr Pistorius im Politikerranking endlich einmal von Platz 1 abgewählt werden sollte. Mir ist unbegreiflich, warum er überhaupt dort steht. Ich habe das noch nie verstanden.
Helloween sollte man abschaffen. Was haben wir zu tun mit einem Brauch, der von Irland bzw. Schottland über die USA zu uns herübergeschwappt ist?
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