Montag, 12. Oktober 2026

Es ist wirklich schade, dass Bärbel Bas ihren Rücktritt mit dem Tod ihrer Stieftochter verknüpft. Den Abgesang auf ihre politische Karriere hatte ich mir schon lange zurechtgelegt. Nun würde es aber pietätlos wirken, wenn ich all das schreiben würde, was mir an Negativem zu ihr einfällt.
Man kann sich aber ein Bild von der Geschichte machen, wenn man sich anschaut, wie einzelne SPDler auf die Kritiker von Bas reagiert haben: Unmenschlich. Unanständig. Rücksichtslos. Häme und Hass. Fehlender Respekt und Menschlichkeit. Gehört sich nicht. Diskursvergüftung. Grenzüberschreitung.
Voller Selbstzweifel habe ich mir meine eigenen Blogs aus der jüngsten Vergangenheit angeschaut und stelle fest, dass ich beim ‚bas’hing vollständig unbeteiligt bin.
Außerdem würde ich sagen: Runter vom Gas, liebe SPD. In NRW hat genau die gleiche SPD einen Untersuchungsausschuss gegen die an Krebs erkrankte Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) eingeleitet, obwohl die Landesministerin sich sicherlich wohl eher und viel lieber um ihre schwere Krankheit kümmern würde, als sich einem Untersuchungsausschuss stellen zu müssen. So viel zum Thema Menschlichkeit.
N-tv berichtet, dass es sich bei der Stieftochter von Bärbel Bas um die Tochter ihres im Alter von 79 Jahren im Jahr 2020 verstorbenen Ehemannes handelt. Sie starb Ende September im Alter von 53 Jahren. Ich hatte zunächst nicht verstanden, warum sich Frau Bas selbst als kinderlos bezeichnet, nun aber plötzlich doch eine Stieftochter hatte.
Das muss schon eine besondere Beziehung zwischen Bas und ihrer Stieftochter sein. Viele Fälle sind mir nicht bekannt, in denen Menschen nach dem Tod eines geliebten Angehörigen ihren Job gekündigt hätten. Soweit ich weiß, gibt es in solchen Situationen in der Regel seitens der Firma einen oder zwei bezahlte freie Tage. Danach darf man wieder antreten, und es wird Leistung erwartet.
Aber richtig gekündigt hat sie ja nicht. Bärbel Bas legt ihre Regierungs- und Parteiämter nieder, behält aber ihr Bundestagsmandat. Es stellt sich aber die Frage, ob hier vorübergehend eine gutbezahlte politische Karteileiche entsteht. Ich sehe da mehrere eher sorglos im Bundestag sitzende Menschen, von denen ich mir keinen Schub für Deutschland erwarte. Olaf Scholz und Saskia Esken (beide SPD) gehören dazu, oder hat jemand jemals von Saskia Esken Positionen gehört, die sie als Vorsitzende des des Bundestagsausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend formuliert hätte. Ferat Ali Kocak von den Linken ist ebenfalls so ein Wackelkandidat in Sachen Fortschritt.
Auch bei Rolf Mützenich, Omid Nouripour (früher mal Grünen-Bundesvorsitzender), Karl Lauterbach (früher Gesundheitsminister), Armin Laschet (früher: Ministerpräsident NRW, CDU-Chef, Kanzlerkandidat), Claudia Roth (früher: Grünen-Bundesvorsitzende, Bundestagsvizepräsidentin und Kulturstaatsministerin bis 2025), Nancy Faeser (früher: Bundesinnenministerin von 2021 bis 2025, außerdem SPD-Landesvorsitzende in Hessen) und Hubertus Heil (früher: Bundesarbeitsminister von 2018 bis 2025) kann man von Bedeutungsverlust bis ins Bodenlose sprechen.
Katrhin Göring-Eckardt und Leute wie Ralf Stegner oder Ruprecht Polenz fallen nur noch in den Sozialen Medien auf, und dort öfter mal mit ‚Ragebaits‘.
Das ist das neue Jugendwort des Jahres 2026. Wenn jemand nur postet, um für Empörung und Aufmerksamkeit zu sorgen, dann handelt es sich um Ragebaits.
Und so reiht sich Frau Bas in die lange Kette der unglücklichen, sozialistischen Arbeitsminister ein, die da wären: Hubertus Heil, Katarina Barley (nur geschäftsführend im Amt), Andrea Nahles, Olaf Scholz, Franz Müntefering, Wolfgang Clement und Walter Riester. Bleibt irgendwer von ihnen positiv mit einem Vorgang in Erinnerung?
Es ist eine mathematische Gewissheit, dass Sozi-Arbeitsminister scheitern. Alle versuchten sich an der Logik, in unserem Land müsse es sozial vollkommen gerecht zugehen. Das ist die Quadratur des Kreises. In 192 von 193 Ländern dieser Welt hat man bereits eingesehen, dass das nicht funktioniert. Nur Deutschland mit seinen Sozis versucht es immer wieder und bleibt erwartbar erfolglos.
Deswegen verstehe ich Bundeskanzler Merz nicht. Er hätte doch sagen können: Stop, nicht schon wieder ein SPD-Minister. Jetzt probieren wir es mal mit jemandem aus den Reihen der CDU/CSU. Aber mit einfältiger Selbstverständlichkeit schicken die Roten jetzt Alexander Schweitzer ins Rennen. Wenn nichts mehr hilft, muss es ein ehemaliger Ministerpräsident sein. Das sind die letzten Patronen der SPD. Dass Schweitzer in Rheinland-Pfalz die Landtagswahl verloren hat – geschenkt.
Interessant ist seine Haltung zur abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Schweitzer hat sich im September 2026 ausdrücklich gegen deren Abschaffung ausgesprochen, auch gegen eine Übergangsregelung.
Damit übernimmt ausgerechnet ein linker Hardliner und Kritiker bestimmter Rentenreformpläne das zuständige Bundesministerium.
Hier noch die Abschiedsworte, von Genosse Bas an die Kollegen und Genossen:

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