
Am 16.04.2025 besetzten propalästinensische Aktivisten den denkmalgeschützten Emil-Fischer-Hörsaal der Humboldt-Universität und verwandelten ihn in ein Schlachtfeld der politischen Selbstverwirklichung. Holzbänke wurden herausgerissen, Wände beschmiert, historische Holzvertäfelungen beschädigt und Hamas-Symbole hinterlassen. Die Rechnung für diesen intellektuellen Offenbarungseid liegt inzwischen bei rund 250.000€, davon allein 170.000€ für Stühle und Bodenverankerungen.
Offenbar ist die Befreiung Palästinas nur möglich, indem man ab und an seiner Zerstörungswut freien Lauf lässt, gerne darf es ein Berliner Hörsaal sein, den man zerlegt. Die Polizei leitete 100 Strafermittlungsverfahren ein, inzwischen wird gegen 88 namentlich bekannte Beschuldigte ermittelt.
Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen auch finanziell zur Rechenschaft gezogen werden. Denn wer politische Überzeugungen bevorzugt mit Sachbeschädigung ausdrückt, sollte wenigstens die Gelegenheit bekommen, seine revolutionäre Gesinnung beim Bezahlen der Reparaturrechnung unter Beweis zu stellen. Solidarität ist für Radikale etwas Wunderbares. Besonders, wenn sie ausschließlich auf Kosten anderer stattfindet.
Die Polizei ist bei ihren Ermittlungen besonders sorgsam. Sie ermittelt intensivst schon seit 18 Monaten. Ich werde Anfang 2028 noch einmal darüber berichten und darf dann vermutlich feststellen, dass 85 Ermittlungsverfahren eingestellt wurden, während gegen drei Täter weiter ermittelt wird.
Wir Steuerzahler haben inzwischen sehr gern die Reparaturrechnungen bezahlt.
Ich nehme nicht an, dass die Gen-Z am 31. Oktober gegen die Zerstörungswut ihrer Brüder im Geiste demonstrieren wird. Ich nehme aber stark an, dass sie gegen marode Unis demonstrieren. Ich verstehe auch nicht, warum ich mir den ganzen Tag anhören muss, dass in Deutschland auf keinen Fall französische Verhältnisse zu erwarten sind. Ich bin skeptisch und fühle mich an 2017 erinnert.
Juli 2017, G20-Gipfel in Hamburg
„Seien Sie unbesorgt: Wir können die Sicherheit garantieren.“
Und weiter:
„Wir werden Gewalttaten und unfriedliche Kundgebungsverläufe unterbinden.“
Es kam anders. Der Gipfel wurde von massiven Protesten und schweren Ausschreitungen begleitet, insbesondere im Schanzenviertel. Es kam zu brennenden Barrikaden, Plünderungen, erheblichen Sachschäden und zu über 700 verletzten Polizeibeamten. Besonders heftig waren die Ausschreitungen am Freitagabend, dem 7. Juli 2017. Teile des Schanzenviertels gerieten zeitweise außer Kontrolle.
Es war das letzte Mal, dass ich Olaf Scholz, damals Hamburgs Erster Bürgermeister, ernst genommen habe.
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