Samstag, 19. September 2026

Die Wanderung war in Komoot mit 4,5h beschrieben. Wir parkten in Hainbach. Die Wanderparkplätze sind mittlerweile alle kostenpflichtig. 5,75 Euro für ein Tagesticket sind für uns ok. Die Frage, ob wir Münzen in den Automat werfen, oder die Park-App benutzen, stellt sich nicht. Das Benutzen von Münzen halte ich für rückständig. Natürlich benutzten wir die EasyPark-App, auch wenn ich die erst runterladen, mir einen Account anlegen und die Kreditkarte hinterlegen musste. Dafür war die Bedienung einfach. In dem Moment, wo man die App auf die Lokalisierung zugreifen lässt, weiß die App, wo wir grade sind und zeigt die Kosten. Mit einem kleinen „Drehrad“ stellt man die gewünschten Parkstunden ein, klickt auf „los“ und schon man kann man lustig wandern gehen.

Das Bild zeigt den Blick von oberhalb der Vorderen Dalsenalm in die Berge. Schon nach 45 Minuten war ich tropfnass, das Hemd völlig durchgeschwitzt. Aber ich dachte mir: Ja, so muss das sein.

Das ist die untouristische und unspektakuläre Variante eines Almabtriebes. Viecher auf den Hänger und runter vom Berg.

Von der Hofbauernalm hatten wir bis zur Planung der Route noch nie was gehört. Aber zunächst steht immer das Bezwingen des Gipfels im Vordergrund. Der Weg nach oben ist überhaupt nicht beschildert. Man muss aufpassen, dass man nicht auf den Weg zur nahen Kampenwand gerät.

Fünf Minuten vor dem Gipfel brauche ich das Schild dann auch nicht mehr.

Das Bild beweist nicht annähernd, dass die Sonnwendwand tatsächlich auf der Ostseite (Richtung Chiemsee) eine geschätzt 200m im 90 Grad-Winkel abfallende Wand hat. Kinder hält man auf dem Gipfel besser fest.

Nach 800 Höhenmetern war das Ziel erreicht.

Der Blick in alle Himmelsrichtungen ist phänomenal, obwohl der Berg vom Namen her unbedeutend und unbekannt klingt. Vor uns sehen wir das Große Ochsenhorn (ohne Gewähr). Im nächsten Bild ist schemenhaft der Großglockner zu erkennen, am Horizont versteckt:

Was das iPhone leistet, sieht man hier beim Blick auf den Wendelstein:

Dieser Huckel müsste der Geigelstein sein:

Und weil es ja vier Himmelsrichtungen gibt, war auch die Kampenwand schön zu sehen:

Superbedingungen für Gleitschirmflieder. Ich kenne mich zwar nicht aus, aber der angenehme, leichte Wind hilft wahrscheinlich auch in Sachen Thermik:

Erst nach getaner Arbeit kehrten wir auf der Hofbauernalm (1.379m) ein:


Ein Leichtflugzeug. Ich würde mich da niemals reinsetzen, aber für die, die es mögen, ist es bestimmt das Höchste:

Ich denke, man kommt einen guten Eindruck davon, was für einen phantastischen Tag wir erwischt haben.

Und wir hatten – unterhalb des Gipfels – auch noch eine Begegnung der besonderen Art:

Dear friend, you made my day.
Nach sieben Stunden war die Unternehmung Sonnwendwand zu Ende. Es war ein schöner Tag in den Bergen.
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