Flugunfälle

Freitag, 11. September 2026

11.09.2026, Delhi, Indien – Alliance-Air-Maschine muss nach Triebwerksausfall notlanden: Eine ATR 72-600 der indischen Fluggesellschaft Alliance Air musste am Freitagnachmittag auf dem Flughafen Delhi notlanden, nachdem während des Fluges eines der beiden Triebwerke ausgefallen war. An Bord des Fluges 9I 698 befanden sich rund 40 Passagiere. Die Maschine landete gegen 14:15 Uhr sicher, Verletzte wurden nicht gemeldet. Der Vorfall zeigt immerhin recht eindrucksvoll, warum zweimotorige Verkehrsflugzeuge nicht sofort vom Himmel fallen, wenn eines der Triebwerke beschließt, Feierabend zu machen.

10.09.2026, Mailand, Italien – Powerbank verursacht Brand an Bord eines EasyJet-Fluges: Ein EasyJet-Flug mit 146 Passagieren an Bord musste am Flughafen Mailand-Malpensa während des Rollens zum Start evakuiert werden. Die Maschine sollte nach Prag fliegen, als gegen 17:31 Uhr Rauch und ein beginnender Brand in der Kabine festgestellt wurden. Nach ersten Erkenntnissen war eine Powerbank im Handgepäck eines Passagiers die Ursache. Die Insassen verließen das Flugzeug über die Notrutschen. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der Flughafen musste vorübergehend den Flugbetrieb einstellen.

09.09.2026, Troy, Ohio, USA – Bellanca kollidiert kurz vor der Landung mit einem Baum: Eine Bellanca 7ECA verunglückte am Troy Skypark Airport im US-Bundesstaat Ohio. Das Kleinflugzeug traf kurz vor der Landung auf Piste 23 einen Baum und wurde erheblich beschädigt. Drei Menschen befanden sich an Bord. Nach den vorläufigen Angaben der US-Luftfahrtbehörden gab es keine Todesopfer. Die FAA untersucht den Unfall.

08.09.2026, Kinshasa, DR Kongo – Douglas DC-8 kommt von der Startbahn ab: Ein Frachtflugzeug vom Typ Douglas DC-8-70 der Trans Air Cargo Service ist am internationalen Flughafen N’Djili während des Startlaufs von der Piste 24 abgekommen. Die Maschine mit dem Kennzeichen 9S-AJO geriet nach links von der Startbahn und kam auf weichem Untergrund zum Stillstand. Dabei brach das Bugfahrwerk zusammen, das Flugzeug wurde erheblich beschädigt. Todesopfer gab es nicht. Nach ersten Informationen könnte ein Problem mit dem Hydrauliksystem eine Rolle gespielt haben; die kongolesische Unfalluntersuchungsbehörde BPEA hat Ermittler zum Unfallort geschickt. Bemerkenswert ist das Alter des Flugzeugs: Die DC-8 gehört zu den letzten Exemplaren dieses bereits in den 1950er-Jahren entwickelten Flugzeugtyps, die überhaupt noch kommerziell eingesetzt werden.

07.09.2026, Stockleigh bei Brisbane (Queensland, Australien): Eine Beechcraft A36 Bonanza startet am Montagmorgen vom Archerfield Airport und stürzt nach nur wenigen Minuten Flugzeit auf ein ländliches Grundstück südlich von Brisbane. Beim Aufprall bricht ein Feuer aus, das auch eine größere Grasfläche erfasst. Beide Insassen, eine 56-jährige und eine 23-jährige Frau, kommen ums Leben. Die australische ATSB hat eine Untersuchung eingeleitet. Todesopfer: 2. 

07.09.2026, Titusville (Florida, USA): Ein einmotoriges Kleinflugzeug stürzt am Montag in der Nähe des Space Coast Regional Airport ab. Die Maschine schlägt im Bereich des Columbia Boulevard auf; durch den Unfall kommt es auch zu Stromausfällen und einer Straßensperrung. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1. 

06.09.2026, Miami (Florida, USA): Eine Boeing 767-300F des US-Frachtunternehmens 21 Air, die als Flug 7598 für Amazon Prime Air unterwegs ist, kommt gegen 14:00 Uhr Ortszeit nach der Landung auf dem Miami International Airport von der Start- und Landebahn ab. Die Maschine war zuvor aus San Juan in Puerto Rico gekommen. Der Frachter schießt über das Flughafengelände hinaus, überquert offenbar eine Straße, kollidiert mit mehreren Fahrzeugen und gerät in Brand. Mehr als 60 Einheiten der Feuerwehr werden zum Unfallort geschickt; dichter schwarzer Rauch steigt über dem Flughafen auf. Der Flughafen stellt vorübergehend sämtliche Flugbewegungen ein. FAA und NTSB untersuchen den Unfall. Zu möglichen Todesopfern liegen derzeit noch keine bestätigten Angaben vor; die Feuerwehr spricht von mehreren Patienten.

06.09.2026, Viernheim/Weinheim (Hessen/Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Kleinflugzeug stürzt am Sonntagnachmittag beim Anflug auf den Flugplatz Weinheim ab. Die Maschine schlägt auf hessischer Seite bei Viernheim auf. Ein 67-jähriger Mann, mutmaßlich der Pilot, und ein 76-jähriger Passagier sterben. Eine 40-jährige Frau und ein dreijähriges Kind werden schwer verletzt, befinden sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen aber außer Lebensgefahr. Die BFU untersucht die Ursache. Todesopfer: 2. 

06.09.2026, Lake Stevens (Washington, USA): Ein einmotoriges Kleinflugzeug stürzt am Sonntagabend in einem Wohngebiet nahe Lake Stevens in einen Garten. Das Flugzeug verfehlt dabei nur knapp ein Wohnhaus und einen Propangastank. Der allein an Bord befindliche Pilot wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Todesopfer: 0. 

05.09.2026, Ludlow (Massachusetts, USA): Eine Piper PA-28 stürzt am Samstagabend gegen 21:15 Uhr in einem Waldgebiet bei Ludlow ab. Zunächst gilt die Maschine als vermisst, später finden Einsatzkräfte das Wrack. Beide Insassen kommen ums Leben. FAA und NTSB untersuchen den Unfall. Todesopfer: 2. 

05.09.2026, Fresno County (Kalifornien, USA): Ein Kleinflugzeug stürzt am Samstagnachmittag nordwestlich von Fresno ab. Eine 41-jährige Frau und zwei Kinder kommen ums Leben; zwei weitere Menschen werden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 3. 

05.09.2026, Athen, Griechenland: Während der Athens Flying Week auf dem Militärflugplatz Tanagra stürzt eine F-4 Phantom der griechischen Luftwaffe während einer Vorführung ab. Beide Piloten kommen ums Leben. Der Unfall ereignet sich im Rahmen einer öffentlichen Flugshow.

05.09.2026, Queenstown, Neuseeland – Triebwerksprobleme bei Qantas: Eine Boeing 737-800 von Qantas, Flug QF122 von Queenstown nach Sydney, erlitt kurz nach dem Start sogenannte Compressor Stalls an einem Triebwerk. Die Besatzung brach den Steigflug ab und reagierte entsprechend. Nach bisherigem Stand gab es keine Todesopfer.

04.09.2026, Osaka, Japan – Fahrwerksproblem bei ANA Wings: Eine Dash 8-400 von ANA Wings konnte nach dem Start in Osaka das Fahrwerk nicht vollständig einfahren. An Bord befanden sich 71 Menschen. Auch hier wurde kein tödlicher Ausgang gemeldet.

04.09.2026, London-Gatwick, Großbritannien – Startabbruch einer Boeing 787: Eine Boeing 787-9 von Norse Atlantic Airways UK musste den Start nach New York wegen eines Problems am Bugfahrwerk abbrechen. Das Ereignis blieb nach den derzeit verfügbaren Angaben ohne Todesopfer.

04.09.2026, bei Denver, USA – Erkrankte Flugbegleiter: Bei einem United-Airlines-Flug mit einem Airbus A321neo erkrankten während des Fluges drei Flugbegleiter. Das Flugzeug befand sich im Anflug auf Denver. Das ist eher ein Luftfahrtzwischenfall als ein klassischer Flugunfall, gehört aber in eine möglichst vollständige Chronik der ernsthafteren Ereignisse.

03.09.2026, Dolores Peak bei Telluride, Colorado, USA – Cessna 206 stürzt in Bergregion ab: Eine einmotorige Cessna T206 stürzte am Nachmittag des 03.09.2026 an der Nordseite des Dolores Peak, rund 24km südwestlich von Telluride, ab. Die Maschine befand sich nach Vermessungsarbeiten in Grand Junction auf dem Rückflug nach Belen in New Mexico. An Bord waren der 34-jährige Pilot Randy Ramirez und der 20-jährige Kamera-Operator Blake Klobuchar. Beide kamen ums Leben. Die Ursache des Absturzes wird untersucht.

03.09.2026, Paulding County, Georgia, USA – Schulungsflugzeug stürzt in Waldgebiet ab: Ein einmotoriges Schulungsflugzeug stürzte in Paulding County im US-Bundesstaat Georgia in einem bewaldeten Gebiet ab. An Bord befanden sich ein Flugschüler und sein Fluglehrer. Beide überlebten den Absturz, erlitten jedoch schwere beziehungsweise kritische Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

02.09.2026, Sachalin (Russland): Auf der russischen Insel Sachalin ereignet sich ein schwerer Hubschrauberunfall. Der Vorfall wird in der internationalen Hubschrauber-Unfalldatenbank als schwerer Unfall geführt; belastbare Angaben zu möglichen Todesopfern und zum genauen Unfallhergang liegen zunächst noch nicht vor.

01.09.2026, Porterville (Kalifornien, USA): Eine Cessna 560XL Citation Excel mit dem Kennzeichen N562JL schießt bei der Landung auf dem Porterville Municipal Airport über das Ende der 1.817m langen Landebahn 12 hinaus und kommt in einem angrenzenden Feld zum Stillstand. An Bord befinden sich zwei Piloten und vier Ärzte, die nach Porterville geflogen sind, um dort eine Operation durchzuführen. Alle sechs Insassen bleiben ohne schwere Verletzungen. Flugdaten deuten darauf hin, dass die Maschine das Bahnende noch mit rund 111kn, etwa 206km/h, überquert. FAA und NTSB untersuchen die Ursache.

31.08.2026, Cascavel (Paraná, Brasilien): Ein Airbus A320 von LATAM Brasil mit 145 Passagieren an Bord kommt nach der Landung in Cascavel von der Landebahn ab. Der Flug LA3858 war aus São Paulo-Guarulhos gekommen. Der Vorfall wird als Runway Excursion eingestuft; über Todesopfer wird nicht berichtet.

30.08.2026, Ronkonkoma (New York, USA): Am Long Island MacArthur Airport ereignet sich ein Hubschrauberunfall. Der Vorfall wird in der internationalen Hubschrauber-Unfalldatenbank für 2026 geführt. Todesopfer werden dort nicht ausgewiesen.

28.08.2026, Las Vegas (Nevada, USA): Eine IAI 1124A Westwind kommt beim Start auf dem Harry Reid International Airport von der Startbahn 26R ab. Die Maschine soll nach Toronto fliegen und befindet sich bereits rund 35 Sekunden im Startlauf, als sie bei etwa 146kn nach links ausbricht. Sie verlässt die Bahn mit noch ungefähr 130kn, überquert einen Taxiway und kommt im Gras zum Stillstand. Dabei bricht das linke Hauptfahrwerk zusammen.

28.08.2026, El Salto (Mexiko): Bei El Salto ereignet sich ein Hubschrauberunfall. Das Ereignis wird in der internationalen Unfallchronik als schwerer Zwischenfall geführt. Todesopfer sind dort nicht verzeichnet.

28.08.2026, Cajón del Maipo (Chile): Bei Parraguirre im Gebiet Cajón del Maipo verunglückt ein Hubschrauber. Der Unfall wird in der internationalen Hubschrauberdatenbank erfasst; Todesopfer werden nicht ausgewiesen.

26.08.2026, Seldovia (Alaska, USA): Eine Piper PA-24 stürzt auf dem Flug von Anchorage nach Seldovia in das flache Wasser des Seldovia Slough. Alle vier erwachsenen Insassen kommen ums Leben. Das Wrack liegt anschließend in etwa 4,6m tiefem Wasser. Wegen der Gezeiten müssen die Einsatzkräfte auf Niedrigwasser warten, bevor sie das Flugzeug erreichen und die Opfer bergen können. Die Ursache ist bislang ungeklärt, das NTSB untersucht den Absturz.

26.08.2026, Antrona Schieranco (Piemont, Italien): Ein Hubschrauber stürzt nahe Antrona Schieranco im Norden Italiens ab. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Unfall gehört zu den 31 bislang für 2026 registrierten tödlichen Hubschrauberunfällen weltweit.

25.08.2026, Maschhad (Iran): Eine Boeing 737-500 der Sepehran Airlines kommt als Flug IS4310 aus Teheran bei der Landung auf dem Flughafen Maschhad von der Landebahn ab. Das Bugfahrwerk bricht zusammen. Alle Passagiere können das Flugzeug verlassen, Todesopfer gibt es nicht.

25.08.2026, Gilpin County (Colorado, USA): Am Thorodin Mountain ereignet sich ein schwerer Hubschrauberunfall. Der Vorfall wird in der internationalen Hubschrauberdatenbank als schwer eingestuft; Todesopfer werden nicht ausgewiesen.

19.08.2026, Mount Ololokwe (Kenia): Ein Hubschrauber stürzt am Mount Ololokwe im Norden Kenias ab. Alle sieben Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Unfall gehört damit zu den schwersten Hubschrauberunglücken des Jahres 2026.

19.08.2026, Carlisle (USA): Bei einem Hubschrauberunfall in Carlisle kommt ein Mensch ums Leben. Der Fall wird in der weltweiten Hubschrauber-Unfallstatistik als tödlicher Unfall geführt.

17.08.2026, Sifnos (Griechenland): Bei einem Hubschrauberabsturz auf beziehungsweise bei der griechischen Kykladeninsel Sifnos kommen drei Menschen ums Leben. Der Unfall wird in der internationalen Hubschrauberchronik als tödliches Ereignis geführt.

15.08.2026, München (Bayern, Deutschland): Eine Boeing 787-9 von Vietnam Airlines gerät beim Start vom Flughafen München nach Hanoi in eine gefährliche Situation. Die Maschine hebt auf der Piste 26L ungewöhnlich spät ab; während der Rotation berührt das Heck die Startbahn, außerdem werden später Reifenspuren am Ende der Piste gefunden, die dem Flugzeug zugeordnet werden können. Die Boeing überrollt das eigentliche Bahnende und hebt erst im anschließenden Sicherheitsbereich endgültig ab. Nach Warnmeldungen unter anderem wegen der Heckberührung und des Reifendrucks kehrt die Besatzung nach München zurück und landet rund zwei Stunden später sicher auf der Piste 26R. Vietnamesische Angaben deuten zudem auf Probleme beim Beschleunigen hin. Die BFU untersucht den Beinahe-Unfall. Todesopfer: 0.

14.08.2026, Sehmatal (Sachsen, Deutschland): Bei einem Hubschrauberunfall in Sehmatal im Erzgebirgskreis kommt ein Mensch ums Leben. Der Unfall ist damit auch einer der deutschen tödlichen Luftfahrtunfälle des Jahres 2026.

12.08.2026, Salado (USA): Bei einem Hubschrauberabsturz in Salado kommen zwei Menschen ums Leben. Der Unfall wird in der internationalen Hubschrauberdatenbank als tödliches Ereignis geführt.

01.08.2026, Nazca (Peru): Eine Cessna 208B Grand Caravan des peruanischen Betreibers Aerodiana mit dem Kennzeichen OB-2001-P stürzt im Raum Nazca ab. Alle 13 Menschen an Bord kommen ums Leben. Unter den Passagieren befinden sich europäische Touristen. Mit 13 Todesopfern gehört der Absturz zu den schwersten zivilen Flugunfällen des Jahres 2026.

29.07.2026, San Juan (Argentinien): Ein Hubschrauber vom Typ Bell 412 stürzt in der westargentinischen Provinz San Juan ab, alle sieben Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Hubschrauber war von der argentinischen Bundesbehörde für Katastrophenschutz angemietet und sollte nach Trainingsübungen in San Juan in die Provinz La Rioja fliegen, um dort bei der Bekämpfung von Waldbränden eingesetzt zu werden. Gegen 10 Uhr bricht der Kontakt zur Maschine ab. Unter den Todesopfern befinden sich der Direktor des Zivilschutzes, der Leiter der Feuerwehr und der stellvertretende Polizeichef der Provinz. Die Unfallursache wird untersucht.

25.07.2026, Ganderkesee (Niedersachsen, Deutschland): Ein Kleinflugzeug stürzt gegen 11 Uhr in einem Wohngebiet bei Bremen in das Dach eines Einfamilienhauses. Mindestens eine Person an Bord kommt ums Leben, zunächst wird noch nach einer zweiten Person gesucht, die sich ebenfalls in der Maschine befunden haben soll. Die Bewohner des Hauses sind zum Zeitpunkt des Absturzes nicht zu Hause und bleiben unverletzt. Wegen der schwierigen Bergung und möglicher Gefahren werden Anwohner im Umkreis von rund 100m vorsorglich evakuiert und die Stromversorgung der Straße zeitweise abgeschaltet. Warum das Flugzeug plötzlich an Höhe verliert, ist zunächst unklar.

24.07.2026, Lawton (Iowa, USA): Ein selbstgebautes Kleinflugzeug vom Typ Zenith CH-64 stürzt nahe Lawton im Nordwesten des US-Bundesstaates Iowa ab. Der Pilot kommt bei dem Unglück ums Leben. FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung des Absturzes.

23.07.2026, Náměšť nad Oslavou (Tschechien): Ein Militärhubschrauber vom Typ UH-1Y Venom verunglückt kurz vor 13 Uhr auf dem Gelände des 22. Hubschrauberstützpunkts im Osten Tschechiens. Fünf Soldaten befinden sich an Bord, einer von ihnen kommt ums Leben, vier weitere werden verletzt. Drei Verletzte werden mit mittelschweren Verletzungen nach Brünn gebracht, ein weiterer Soldat kommt mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus in Jihlava. Nach dem Unfall setzt die tschechische Armee den Flugbetrieb ihrer Hubschrauber der H-1-Familie vorübergehend aus und kündigt eine umfassende Untersuchung an.

23.07.2026, Middlefield (Ohio, USA): Eine Beechcraft Musketeer aus dem Jahr 1968 verunglückt bei der Landung auf dem Geauga County Airport. Der 28-jährige Pilot verliert während des Landeversuchs die Kontrolle über die Maschine, die von der vorgesehenen Bahn abkommt, einen Erdwall und anschließend einen Windrichtungsanzeiger trifft. Pilot und Passagier überstehen den Unfall unverletzt. Bemerkenswert ist, dass es innerhalb von drei Monaten bereits der dritte Flugunfall beziehungsweise Luftfahrtnotfall in der Gegend ist; die Feuerwehr sieht jedoch keinen Zusammenhang zwischen den Ereignissen.

18.07.2026, Kalininskaja (Region Krasnodar, Russland): Ein Hubschrauber vom Typ Mil Mi-2 stürzt nahe der Ortschaft Kalininskaja ab und wird vollständig zerstört. Der Pilot, der sich allein an Bord befindet, kommt ums Leben. Besonders ungewöhnlich ist die Ursache des Absturzes: Nach Angaben des Interstate Aviation Committee wird der Hubschrauber durch Beschuss vom Boden beschädigt. Eine Untersuchungskommission nimmt die Ermittlungen auf.

14.07.2026, Spotsylvania County (Virginia, USA): Ein einmotoriges Kleinflugzeug stürzt gegen 11:05 Uhr nahe dem Shannon Airport im US-Bundesstaat Virginia ab. Der 78-jährige Pilot Rowland A. Babcock Jr. aus Ruther Glen befindet sich allein an Bord und kommt bei dem Absturz ums Leben. FAA und NTSB werden eingeschaltet und untersuchen die Ursache.

10.07.2026, Andros (Bahamas): Bei einem Flugzeugabsturz im nördlichen Teil des Andros-Archipels kommen alle zehn Menschen an Bord ums Leben, darunter auch der Pilot. Das Unglück ereignet sich ausgerechnet am Unabhängigkeitstag der Bahamas. Premierminister Philip Davis spricht angesichts der Katastrophe davon, dass aus einem Tag der Feier ein Tag der Trauer geworden sei. Die Behörden untersuchen die Ursache des Absturzes.

07.07.2026, Arabisches Meer vor Karachi (Pakistan): Eine Boeing 737-400F der K2 Airways stürzt auf einem Fracht- beziehungsweise Positionierungsflug von Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Karachi ins Arabische Meer. Alle fünf Besatzungsmitglieder, zwei Piloten, zwei Ingenieure und ein weiteres Crewmitglied, kommen ums Leben. Etwa 155 nautische Meilen westlich von Karachi meldet die Besatzung Probleme mit den Navigationssystemen, worauf die Flugsicherung Radarsteuerkurse übermittelt. Wenige Minuten später zeigt das Flugprofil extreme Höhenänderungen: Die Boeing sinkt zunächst innerhalb weniger als einer Minute um etwa 5.000ft, steigt anschließend innerhalb von rund 30 Sekunden wieder etwa 6.000ft und geht schließlich aus ungefähr 36.550ft in einen steilen Sinkflug über. Das Wrack wird später im Meer lokalisiert.

02.07.2026, Témara (Marokko): Ein leichtes Turbopropflugzeug der marokkanischen Königlichen Gendarmerie stürzt während eines Einsatzes bei einem Waldbrand in der Maâmora-Region nahe Témara ab. Der Pilot kommt ums Leben. Die Maschine mit dem Kennzeichen CN-AZV ist ein für entsprechende Einsätze verwendetes Air-Tractor-Flugzeug. Nach späteren Angaben führt der Pilot zum Zeitpunkt des Unglücks einen Aufklärungsflug zur Unterstützung der Brandbekämpfung durch und keinen eigentlichen Löschabwurf. Der Absturz ereignet sich gegen 17:30 Uhr, die Ursache bleibt zunächst ungeklärt.

30.06.2026, Ongar (Essex, Großbritannien): Eine zweisitzige Cessna stürzt in ein Feld an der Mill Lane bei Ongar, beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Das Kleinflugzeug war vom etwa sieben Meilen entfernten North Weald Airfield zu einem kurzen Erlebnisflug gestartet und sollte nach kurzer Zeit zurückkehren. Gegen 12:30 Uhr melden Zeugen den Absturz. Für die beiden Insassen kommt jede Hilfe zu spät. Die britischen Behörden nehmen Ermittlungen zur Ursache auf.

26.06.2026, Peking (China): Ein zweisitziges Leichtflugzeug vom Typ Sunward SA60L Aurora prallt gegen den 108 Stockwerke hohen CITIC Tower, auch China Zun genannt, das höchste Gebäude Pekings. Der 66-jährige Pilot kommt ums Leben, 13 Menschen am beziehungsweise im Gebäude werden verletzt. Die Maschine war von einem Flugplatz im Pekinger Bezirk Pinggu gestartet; der Pilot verlässt während des Fluges das genehmigte Fluggebiet und verliert den Kontakt zum Flugplatz. Die chinesischen Behörden kommen später zu dem Ergebnis, dass der Pilot den Absturz aus persönlichen Gründen vorsätzlich herbeigeführt habe. Der Fall löst in China eine Debatte über die Sicherheit des stark geförderten Marktes für Flüge in niedrigen Höhen aus.

28.06.2026, Nancy/Tomblaine (Meurthe-et-Moselle, Frankreich): Eine Pilatus PC-6 Turbo Porter mit dem deutschen Kennzeichen D-FIPS stürzt kurz nach dem Start vom Flughafen Nancy-Essey rund 300m hinter der Startbahn ab. Alle elf Menschen an Bord, der Pilot sowie zehn Fallschirmspringer, kommen ums Leben. Unter den Fallschirmspringern befinden sich fünf Ausbilder und fünf Anfänger. Augenzeugen berichten, dass das Motorengeräusch während des Steigflugs plötzlich verstummt sei und die Maschine anschließend nahezu senkrecht zu Boden gefallen sei. Das Flugzeug schlägt auf einem Radweg nahe eines Wohn- und Einkaufsgebiets auf. Die Ursache des Absturzes wird untersucht.

26.06.2026, Ras Tanura (Saudi-Arabien): Ein ziviler Leonardo AW139 des Ölkonzerns Saudi Aramco stürzt kurz nach dem Start in Ras Tanura ab. Der Hubschrauber soll zu einer Offshore-Einrichtung fliegen. Alle 14 Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Absturz gehört damit zu den schwersten zivilen Hubschrauberunglücken des Jahres 2026.

25.06.2026, Winona (Minnesota, USA): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Airborne Edge verunglückt gegen 20 Uhr bei der Landung auf dem Winona Municipal Airport. An Bord befindet sich ausschließlich der Pilot. FAA und NTSB leiten Untersuchungen ein; nähere Angaben zu Verletzungen und zur Unfallursache werden in der ersten Behördenmeldung nicht gemacht.

24.06.2026, Pasco (Washington, USA): Eine historische Cessna 195 stürzt gegen 14:30 Uhr in den Columbia River bei Pasco. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung, wobei das NTSB die Federführung erhält. Die erste Behördenmeldung enthält noch keine abschließenden Angaben zum Schicksal der beiden Insassen oder zur Unfallursache.

22.06.2026, Glacier Pass (Alaska, USA): Eine Cessna 208 von Wright Air Service muss gegen 10:55 Uhr im Gebiet Glacier Pass notlanden. Die Maschine ist als kommerzieller Flug 4AW unterwegs, neun Menschen befinden sich an Bord. Die Notlandung gelingt, die FAA untersucht den Vorfall. Der Fall gehört damit in die zivile Chronik, auch wenn er glücklicherweise nicht in einer Katastrophe endet.

21.06.2026, Bowie (Maryland, USA): Eine Piper PA-28 Cherokee stürzt gegen 1 Uhr nachts in einem Waldstück unmittelbar bei einem Wohngebiet in Bowie ab. Alle drei Menschen an Bord kommen ums Leben. Bei den Opfern handelt es sich um den 26-jährigen israelischen Piloten Yoav Bomrind sowie den 19-jährigen Israeli David Robinovitz und den 20-jährigen Kanadier Elad Neidik. Die Maschine gehört nach Angaben der Polizei vermutlich zu einer Flugschule und könnte sich auf einem Trainingsflug befunden haben. Sie war gegen 23:30 Uhr in Ocean City im Bundesstaat New Jersey gestartet und sollte zum Montgomery County Airpark fliegen. Rund 15 Minuten nach dem Start wird über ein iPhone automatisch ein Unfallalarm ausgelöst, worauf eine umfangreiche Suche beginnt. FAA und NTSB untersuchen die Ursache.

20.06.2026, Middlefield (Ohio, USA): Eine Piper PA-24 stürzt gegen 15:30 Uhr in einem Feld bei Middlefield ab. Drei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf; das NTSB übernimmt die Untersuchung. In der ersten offiziellen Meldung werden weder der Zustand der Insassen noch eine mögliche Unfallursache genannt.

20.06.2026, West Milford (New Jersey, USA): Ein experimentelles Kleinflugzeug vom Typ SubSonex JSX-2 stürzt gegen 18:30 Uhr in einen See bei West Milford. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Die FAA leitet eine Untersuchung ein. Zum Zustand des Piloten macht die erste Behördenmeldung keine abschließende Angabe.

19.06.2026, La Baule-Escoublac (Loire-Atlantique, Frankreich): Eine zweimotorige Cessna 421 mit dem Kennzeichen F-GUST kollidiert während des Anflugs auf den Flugplatz La Baule-Escoublac mit dem Boden und gerät anschließend in Brand. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben, das Flugzeug wird vollständig zerstört. Die französische Untersuchungsbehörde BEA übernimmt die Ermittlungen zur Unfallursache.

17.06.2026, Morrison (Tennessee, USA): Eine Cessna 177 stürzt gegen 13:30 Uhr in einem Feld bei Morrison ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall, wobei das NTSB die Federführung übernimmt. Die erste offizielle Meldung enthält noch keine näheren Angaben zum Zustand der Insassen und zur Ursache.

16.06.2026, Laredo (Texas, USA): Eine Cessna Citation Latitude des Businessjet-Betreibers NetJets muss nach schweren technischen Problemen auf dem Weg von San José del Cabo in Mexiko nach Austin in Texas nach Laredo ausweichen. Während des Anflugs fallen nacheinander beide Triebwerke aus. Die Piloten versuchen eine Notlandung auf dem Bob Bullock Loop, rund eine Meile vor dem Flughafen. Der Jet trifft mehrere Lichtmasten und ein Auto und kommt schwer beschädigt auf einer Überführung zum Stillstand. Der Passagier Joshua Baer kommt ums Leben, der Kapitän wird schwer und weitere Insassen werden leicht verletzt; auch ein Mensch in einem Auto erleidet leichte Verletzungen. Die NTSB-Untersuchung findet unter anderem Schäden an Komponenten des rechten Triebwerks und an dessen Kraftstoffsystem.

15.06.2026, Forbes (Missouri, USA): Ein landwirtschaftlich eingesetztes Air-Tractor-Flugzeug stürzt am Abend in einem ländlichen Gebiet östlich von Forbes ab. Der 23-jährige Pilot Cael David Schmitz kommt ums Leben. Einsatzkräfte suchen rund sechs Stunden nach der gelben Agrarmaschine, müssen die Suche jedoch zunächst erfolglos abbrechen. Nach Sonnenaufgang wird das Wrack schließlich in einem Waldstück entdeckt, der Pilot sitzt tot im Cockpit. Die Maschine gehört Kurtz Rural Aviation; FAA und NTSB untersuchen die Unfallursache.

14.06.2026, Butler (Missouri, USA): Eine Pacific Aerospace P-750 mit Fallschirmspringern stürzt nahe dem Butler Memorial Airport rund 100km südlich von Kansas City in ein Feld und gerät in Brand. Alle zwölf Menschen an Bord, elf Fallschirmspringer und der Pilot, kommen ums Leben. Die Maschine war zu einem Fallschirmsprungflug gestartet. Einsatzkräfte werden gegen 11:30 Uhr alarmiert, können jedoch niemanden mehr retten. Die Ursache des Absturzes wird untersucht.

14.06.2026, Rio de Janeiro (Brasilien): Zwei zivile Hubschrauber kollidieren am Vormittag über dem Stadtteil Recreio dos Bandeirantes in der Luft. Alle sechs Menschen in beiden Maschinen kommen ums Leben. Ein Hubschrauber mit fünf Insassen stürzt auf den Parkplatz eines Autohauses und setzt dort zahlreiche Elektroautos in Brand; der zweite Hubschrauber mit nur dem Piloten an Bord schlägt etwa 100m entfernt auf. Trümmerteile werden noch mehrere hundert Meter entfernt gefunden. Die brasilianischen Behörden untersuchen, wie es zu der Kollision kommen konnte.

11.06.2026, Wheelersburg (Ohio, USA): Eine Cirrus SR20 stürzt gegen 12:30 Uhr nach dem Start vom Greater Portsmouth Regional Airport in ein Wohnhaus in Wheelersburg. In der Maschine befindet sich ausschließlich der Pilot. FAA und NTSB untersuchen den Unfall; das NTSB übernimmt die Federführung.

09.06.2026, Plymouth (New Hampshire, USA): Eine CubCrafters XCub verunglückt gegen 16 Uhr auf dem Plymouth Municipal Airport. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA bestätigt den Unfall und übernimmt die Untersuchung; nähere Angaben zu Verletzungen und zur Ursache liegen in der ersten Behördenmeldung noch nicht vor.

07.06.2026, La Romana (Dominikanische Republik): Ein Gulfstream G200 mit dem US-Kennzeichen N318JF verunglückt bei einer Notlandung auf dem internationalen Flughafen La Romana. Der Privatjet ist mit zwei Piloten auf dem Weg nach Austin in Texas, als die Besatzung etwa 16 nautische Meilen südwestlich des Flughafens wegen schwerer technischer Probleme einen Notfall erklärt und umkehrt. Bei der anschließenden Notlandung schlägt die Maschine hart auf, zerbricht teilweise und gerät in Brand. Beide Piloten kommen ums Leben. Die dominikanischen Luftfahrtbehörden untersuchen die Unfallursache.

05.06.2026, Santa Teresa (New Mexico, USA): Eine einmotorige Cessna 210 Silver Eagle stürzt gegen 10:57 Uhr auf dem Gelände des Doña Ana County International Jetport bei Santa Teresa ab. Drei Menschen befinden sich an Bord. Zwei Insassen können von einem Zeugen aus dem Wrack befreit werden, die dritte Person wird von Feuerwehrleuten geborgen. Alle drei werden mit lebensgefährlichen beziehungsweise schweren Verletzungen in das University Medical Center in El Paso gebracht. Die Ursache des Absturzes ist zunächst unbekannt.

05.06.2026, Jaffrey (New Hampshire, USA): Ein Kleinflugzeug stürzt kurz nach dem Start vom Jaffrey Airport in ein Feld unmittelbar neben der Startbahn. An Bord befindet sich ausschließlich der Pilot. Gegen 11:49 Uhr werden die Rettungskräfte alarmiert; der Mann ist zunächst im Flugzeug eingeschlossen. Die näheren Umstände des Unfalls werden untersucht.

04.06.2026, Frankfurt am Main (Hessen, Deutschland): Bei einer nahezu neuen Boeing 787-9 Dreamliner der Lufthansa klappt gegen 12:45 Uhr auf der Parkposition A15 am Flughafen Frankfurt plötzlich das Bugfahrwerk ein. Die für Flug LH450 nach Los Angeles vorgesehene Maschine sackt nach vorne und schlägt mit dem Bug auf dem Boden auf. Passagiere befinden sich noch nicht an Bord, wohl aber Besatzungsmitglieder und Beschäftigte von Dienstleistungsunternehmen. Nach dem späteren Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung werden zwei Menschen schwer und 21 leicht verletzt. Die Ermittler stellen fest, dass der vorgeschriebene Verriegelungsstift des Bugfahrwerks nicht eingesetzt war; er wird nach dem Unfall in einer Aufbewahrungskiste im vorderen Frachtraum gefunden. Todesopfer: 0.

04.06.2026, Medulin (Istrien, Kroatien): Ein in Deutschland registriertes Kleinflugzeug stürzt nahe Medulin auf der kroatischen Halbinsel Istrien in ein Feld. Vier Menschen kommen ums Leben. Die Maschine war zuvor in Österreich gestartet. Ein örtlicher Pilot berichtet, das Flugzeug habe sich vor dem Aufprall spiralförmig nach unten bewegt. Die kroatischen Behörden nehmen Ermittlungen zur Unfallursache auf.

04.06.2026, Danbury (Connecticut, USA): Eine Beechcraft G36 kommt gegen 10:20 Uhr beim Startversuch auf dem Danbury Municipal Airport über das Ende der Startbahn hinaus und prallt gegen einen Zaun. An Bord befindet sich nur der Pilot. Die FAA untersucht den Unfall; in ihrer ersten Mitteilung macht sie keine Angaben zu möglichen Verletzungen.

30.05.2026, Homestead (Florida, USA): Eine Cessna 140 überschlägt sich gegen 10:55 Uhr nach der Landung auf dem Miami Homestead General Aviation Airport und bleibt auf dem Rücken liegen. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall; über schwere Verletzungen wird in der ersten offiziellen Mitteilung nichts berichtet.

29.05.2026, Dawsonville (Georgia, USA): Ein ziviler Robinson R66 von Prestige Helicopters stürzt am späten Abend nur wenige Minuten nach dem Start von einer Hochzeitslocation in einem dicht bewaldeten Gebiet bei Dawsonville ab. An Bord befinden sich ein frisch verheiratetes Paar und der Pilot. Der Bräutigam Dave Fiji und Pilot Nikhil Nargundkar kommen ums Leben, die Braut Jesni Sam überlebt verletzt. Der Hubschrauber war auf dem Weg zum DeKalb-Peachtree Airport. Nach ersten Erkenntnissen des NTSB trifft die Maschine vor dem Absturz hohe Bäume in ansteigendem Gelände. Zum Unfallzeitpunkt sind in der Region niedrige Wolken, Regen und Nebel möglich; eine Wolkenuntergrenze von lediglich rund 200ft wird dokumentiert. Ob das Wetter tatsächlich die Ursache war, ist damit noch nicht festgestellt.

27.05.2026, Region Pawlodar (Kasachstan): Eine Antonow An-2 mit dem Kennzeichen UP-A0288 verunglückt in Kasachstan. Die Maschine wird vom zivilen Betreiber ELISA eingesetzt; bei dem Unfall kommt ein Mensch ums Leben. Der Fall wird in internationalen Luftfahrt-Unfalldatenbanken als tödlicher ziviler Unfall geführt.

24.05.2026, Tel Adashim (Nordbezirk, Israel): Ein Leichtflugzeug stürzt am Vormittag in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet nahe Tel Adashim im Norden Israels ab. Die beiden Insassen, zwei Männer in ihren Fünfzigern, werden von den Rettungskräften bewusstlos und ohne Lebenszeichen gefunden. Sanitäter beginnen noch am Unfallort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und bringen beide Männer in kritischem Zustand in das Emek Medical Center in Afula, wo sie wenig später für tot erklärt werden. Weitere Menschen werden bei dem Absturz nicht verletzt. Die Ursache des Unglücks ist zunächst unbekannt.

23.05.2026, Narrandera (New South Wales, Australien): Ein Airbus Helicopters AS350 B3 befindet sich auf einem zivilen Überführungsflug von Griffith zur Basis des Betreibers in Jindabyne, als bei etwa 120kn ein Vogel frontal in die linke Cockpitscheibe einschlägt. Die Scheibe wird durchschlagen, der Vogel und Teile der Verglasung gelangen in das Cockpit. Der Pilot kann den beschädigten Hubschrauber dennoch sicher landen. Verletzt wird niemand. Der Vorfall wird von der australischen Verkehrssicherheitsbehörde ATSB als Luftfahrtunfall erfasst.

17.05.2026, Makarora (Otago, Neuseeland): Ein kommerziell betriebener Airbus AS350 B3 mit dem Kennzeichen ZK-IJW stürzt im Mount Aspiring National Park rund 24km westlich von Makarora gegen einen Berghang. Zwei Menschen kommen ums Leben, drei Passagiere überleben mit leichten Verletzungen. Die neuseeländische Transport Accident Investigation Commission eröffnet eine Untersuchung des Absturzes. Der genaue Unfallhergang und die Ursache sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

14.05.2026, Capitan Mountains (New Mexico, USA): Eine King Air des Betreibers Generation Jets stürzt in den frühen Morgenstunden in der Region der Capitan Mountains ab. Die Maschine ist von Roswell zum Sierra Blanca Regional Airport unterwegs, um dort einen Patienten für einen medizinischen Transport aufzunehmen. Alle vier Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Bei den Opfern handelt es sich um Mitarbeiter beziehungsweise medizinisches Personal von Trans Aero MedEvac. Die Maschine befand sich noch auf dem Hinflug und hatte daher zum Zeitpunkt des Absturzes keinen Patienten an Bord.

10.05.2026, Whitehaven Beach (Queensland, Australien): Ein kommerziell für Rundflüge eingesetzter Robinson R44 verunglückt bei der Landung auf Whitehaven Beach. Der Hubschrauber fliegt gemeinsam mit einem zweiten R44 von Hamilton Island zur Whitehaven Beach, beide Maschinen haben jeweils einen Piloten und zwei Passagiere an Bord. Beim Landeanflug gerät der erste Hubschrauber in eine ungünstige Anflugposition mit Rückenwind. Beim Abbremsen reicht die verfügbare Leistung nicht aus, um den Sinkflug vollständig abzufangen. Die rechte Kufe gräbt sich in den weichen Sand ein, worauf der Hubschrauber nach rechts umkippt und die Rotorblätter den Boden treffen. Ein Passagier erleidet eine leichte Beinverletzung, der Hubschrauber wird erheblich beschädigt.

07.05.2026, Loch Torridon (Highlands, Schottland): Ein ziviler Airbus EC145 verunglückt am Loch Torridon in den schottischen Highlands und muss im Wasser notwassern. Der Hubschrauber wird anschließend an Land geborgen. Die britische Air Accidents Investigation Branch entsendet ein multidisziplinäres Untersuchungsteam mit Spezialisten für Flugbetrieb, Technik und aufgezeichnete Flugdaten, um den Unfallhergang zu rekonstruieren.

07.05.2026, Munnekezijl (Friesland, Niederlande): Bei einer Cessna 172N fällt während eines Trainingsfluges nach dem Start vom Groningen Airport Eelde in rund 2.000ft Höhe der Motor aus. Der Pilot setzt einen Mayday-Notruf ab und führt anschließend eine erfolgreiche Notlandung auf einem Feld bei Munnekezijl durch. Verletzt wird niemand. Wegen der festgestellten Schäden am Motor eröffnet die niederländische Sicherheitsbehörde eine Untersuchung.

30.04.2026, Wimberley (Texas, USA): Eine zweimotorige Cessna 421C stürzt gegen 23:35 Uhr bei Wimberley, rund 64km südwestlich von Austin, ab. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Vor dem Absturz sendet der Emergency Locator Transmitter der Maschine ein Notsignal, worauf die Flugsicherung die Rettungsdienste alarmiert. Nach ersten Angaben schlägt das Flugzeug mit hoher Geschwindigkeit auf. Hinweise auf eine Kollision mit einem anderen Flugzeug gibt es nicht. FAA und NTSB untersuchen die Ursache des Absturz.

29.04.2026, Parafield (South Australia, Australien): Eine zweimotorige Diamond DA42 der Flugschule Flight Training Adelaide stürzt während eines Trainingsfluges auf dem Parafield Airport in einen Hangar. Der Flugschüler und der Fluglehrer an Bord kommen ums Leben, neun Menschen am Boden werden ins Krankenhaus gebracht. Die Besatzung trainiert simulierte Anflüge mit nur einem funktionsfähigen Triebwerk. Nach dem Start bleibt das Bugfahrwerk ausgefahren, die Maschine dreht nach links, geht in einen steilen Sinkflug über und schlägt in den Hangar ein. Bei der Untersuchung wird am Betätigungsmechanismus des Bugfahrwerks ein gebrochenes Bauteil mit Anzeichen fortschreitender Ermüdungsrisse festgestellt. Die ATSB-Untersuchung läuft weiter.

27.04.2026, Juba (Südsudan): Eine Cessna 208B Grand Caravan der CityLink Africa Airways stürzt gegen 9:40 Uhr rund 20km außerhalb der Hauptstadt Juba ab. Alle 14 Menschen an Bord, 13 Passagiere und der Pilot, kommen ums Leben. Die Maschine mit dem kenianischen Kennzeichen 5Y-NOK ist von Yei nach Juba unterwegs. Zum Unfallzeitpunkt herrschen schlechtes Wetter und geringe Sichtweite, die von der südsudanesischen Luftfahrtbehörde zunächst als wahrscheinlicher Faktor genannt werden. Unter den Todesopfern befinden sich zwei Kenianer und zwölf Südsudanesen.

25.04.2026, Minneapolis (Minnesota, USA): Eine Beechcraft F33A Bonanza stürzt unmittelbar nach dem Start vom Crystal Airport in einem bewaldeten Park in einem Wohngebiet ab. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Die Maschine erreicht nach dem Abheben lediglich eine Höhe von rund 158ft. Funkverkehr und Zeugenaussagen deuten auf einen Leistungsverlust des Motors hin. Zusätzlich könnte ein Rückenwind die ohnehin kritische Situation nach dem Start erschwert haben. Die endgültige Unfallursache bleibt Gegenstand der Untersuchung.

20.04.2026, Jericho (Queensland, Australien): Ein Robinson R22 Beta mit dem Kennzeichen VH-ESG zerbricht während eines Überführungsfluges rund 42km südöstlich von Jericho in der Luft. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Teile des Heckrotors und dessen Getriebe werden rund 250m vom Hauptwrack entfernt gefunden, weitere Teile der Antriebswelle liegen über das Trümmerfeld verteilt. Untersuchungen zeigen außerdem, dass der Hauptrotor während des Fluges den Heckausleger getroffen hat. Die ATSB geht deshalb von einem Auseinanderbrechen der Maschine noch in der Luft aus; die genaue Ursache dafür ist weiterhin Gegenstand der Untersuchung.

18.04.2026, Jupiter (Florida, USA): Eine Piper PA-28 stürzt gegen 21:30 Uhr bei Jupiter im US-Bundesstaat Florida ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung. Die erste offizielle Mitteilung enthält noch keine näheren Angaben zum Unfallhergang.

17.04.2026, Union (South Carolina, USA): Eine Mooney M20P stürzt gegen 18:30 Uhr in der Nähe des Union County Airport ab. Vier Menschen befinden sich an Bord. Wegen der Schwere des Ereignisses untersuchen sowohl FAA als auch NTSB den Unfall, wobei das NTSB die Federführung übernimmt.

16.04.2026, Sekadau (Westkalimantan, Indonesien): Ein Airbus H130 des zivilen Betreibers PT Matthew Air Nusantara stürzt in einem abgelegenen Waldgebiet auf Borneo ab. Alle acht Menschen an Bord, sechs Passagiere sowie Pilot und Copilot, kommen ums Leben. Der Hubschrauber war von Melawi nach Kubu Raya unterwegs und transportierte Mitarbeiter beziehungsweise Besucher im Zusammenhang mit Palmölplantagen. Kurz nach dem Start bricht der Kontakt zur Maschine ab. Das Wrack wird später in dichtem Wald bei Tapang Tingang im Regierungsbezirk Sekadau gefunden. Unter den Opfern befindet sich auch der malaysische COO von KPN Plantations, Patrick Kee Chuan Peng. Die Unfallursache wird untersucht.

13.04.2026, Bronson (Florida, USA): Eine privat betriebene North American T-6 Texan stürzt gegen 15:45 Uhr in einem Feld bei Bronson ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Obwohl es sich bei der T-6 ursprünglich um ein militärisches Schulflugzeug handelt, ist dieser konkrete Flug der zivilen General Aviation zuzuordnen und gehört deshalb in unsere Chronik. FAA und NTSB untersuchen den Unfall.

13.04.2026, Corpus Christi (Texas, USA): Eine Piper PA-28 stürzt gegen 19:25 Uhr in der Nähe des Corpus Christi International Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA eröffnet eine Untersuchung; nähere Angaben zum Unfallhergang werden zunächst nicht veröffentlicht.

12.04.2026, Archerfield (Queensland, Australien): Eine Cessna 172R wird bei einem missglückten Landeversuch auf dem Archerfield Airport erheblich beschädigt. Der Flugschüler befindet sich bei seinem erst dritten Alleinflug allein an Bord. Nach einer zunächst missglückten Landung springt die Cessna wieder hoch und gerät in eine zunehmend starke Nickbewegung. Der Pilot startet durch, wobei das Heck den Boden berührt. Trotz erheblicher Schäden bleibt der Flugschüler unverletzt.

08.04.2026, Marana (Arizona, USA): Eine Piper PA-32 stürzt gegen 17 Uhr östlich des Marana Regional Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die Maschine war zuvor vom Springerville Municipal Airport gestartet. FAA und NTSB untersuchen den Unfall und seine Ursache.

08.04.2026, Phoenix (Arizona, USA): Bei einer Cessna 150 fällt während des Fluges der Motor aus. Der Pilot führt nordöstlich des Deer Valley Airport eine Notlandung durch, bei der sich das Flugzeug überschlägt und auf dem Rücken liegen bleibt. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall.

07.04.2026, Fort Mohave (Arizona, USA): Eine Cessna T-41B kommt beim Start vom Sun Valley Airport von der Startbahn ab und prallt gegen ein Gebäude. Zwei Menschen befinden sich in der Maschine. Auch hier handelt es sich trotz der militärischen Herkunft des Flugzeugtyps um einen zivilen Flug. Die FAA untersucht die Ursache des Unfalls.

01.04.2026, Philadelphia (Pennsylvania, USA): Eine Piper PA-28 stürzt gegen 15:30 Uhr südlich des Northeast Philadelphia Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf, wobei das NTSB die Untersuchung leitet.

26.03.2026, Kauai (Hawaii, USA): Ein ziviler Hughes-500-Hubschrauber stürzt kurz vor 17 Uhr vor der Küste der hawaiianischen Insel Kauai ins Meer. Fünf Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf, wobei das NTSB die Untersuchung leitet. In der ersten Behördenmeldung werden weder das Schicksal der Insassen noch eine mögliche Unfallursache genannt.

25.03.2026, New Shoreham/Block Island (Rhode Island, USA): Eine Piper PA-32 stürzt gegen 17:20 Uhr in einem Feld nahe dem Block Island State Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall; eine Ursache wird zunächst nicht genannt.

25.03.2026, Statesboro (Georgia, USA): Ein als Lueck Airshark bezeichnetes Experimentalflugzeug stürzt gegen 15:10 Uhr in einem Feld bei Statesboro ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Wegen der Schwere des Unfalls werden sowohl FAA als auch NTSB eingeschaltet, das NTSB übernimmt die federführende Untersuchung.

23.03.2026, New York (New York, USA): Ein Air-Canada-Express-Flugzeug vom Typ Bombardier CRJ-900, betrieben von Jazz Aviation, kollidiert bei der Landung auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrfahrzeug auf der Landebahn. Beide Piloten kommen ums Leben, 41 Menschen werden verletzt, neun davon schwer. Die Maschine kommt aus Montreal und hat 72 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord. Das Feuerwehrfahrzeug ist wegen eines anderen Flugzeugs im Einsatz, dessen Besatzung zuvor einen ungewöhnlichen Geruch gemeldet hatte. Besonders brisant: Nach ersten Erkenntnissen hatten sowohl das Flugzeug als auch das Feuerwehrfahrzeug Freigaben der Flugsicherung erhalten. NTSB und kanadische TSB untersuchen, wie es trotzdem zur Kollision kommen konnte.

22.03.2026, Sharp (Louisiana, USA): Das Wrack einer Beechcraft BE20 King Air wird am Rand des Lake Rodemacher bei Sharp gefunden. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Absturz, wobei das NTSB die Federführung übernimmt. Die erste Behördenmeldung enthält noch keine näheren Angaben zum Unfallhergang.

20.03.2026, Denton (Texas, USA): Eine Cessna 172P stürzt gegen 14:15 Uhr kurz nach dem Start vom Denton Enterprise Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall; zum Zustand der Insassen und zur Ursache macht sie in ihrer ersten Meldung noch keine näheren Angaben.

17.03.2026, St. Louis (Missouri, USA): Eine zweimotorige Aero Commander 500B stürzt gegen 3:40 Uhr unmittelbar vor der Landebahn des Spirit of St. Louis Airport ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall, das NTSB übernimmt die Federführung.

13.03.2026, Tenterfield (New South Wales, Australien): Ein privat betriebener Robinson R44 II mit dem Kennzeichen VH-TCF stürzt während eines Fluges von der Gold Coast nach Mudgee in dichtem Buschland rund 46km nordöstlich von Tenterfield ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Das Wrack wird erst am folgenden Tag an einem steilen Hang in rund 870m Höhe gefunden und ist durch den Aufprall und einen anschließenden Brand weitgehend zerstört. Spuren an den Bäumen deuten darauf hin, dass der Hubschrauber nahezu senkrecht in das Gelände einschlug. Der Pilot hatte einen Zwischenstopp in Armidale zum Auftanken geplant; die endgültige Unfallursache ist Gegenstand der ATSB-Untersuchung.

10.03.2026, Union (South Carolina, USA): Eine Rockwell Commander 114 stürzt gegen 19:20 Uhr in einem Feld bei Union ab. Drei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Absturz. In der ersten offiziellen Meldung werden weder der Zustand der Insassen noch eine mögliche Unfallursache genannt.

09.03.2026, Mojave (Kalifornien, USA): Ein ziviler Hubschrauber vom Typ MD 369FF stürzt gegen 15:15 Uhr nahe Mojave ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf, wobei das NTSB die Untersuchung leitet.

08.03.2026, Lindeman Island (Queensland, Australien): Eine GippsAero GA8 Airvan mit dem Kennzeichen VH-WSU gerät bei der Landung auf Lindeman Island auf der weichen und nassen Piste ins Rutschen. Der Pilot versucht durchzustarten; die Maschine hebt erst hinter dem Ende der Landebahn wieder ab und das Fahrwerk kollidiert mit einem Baum. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, kann jedoch mit reduzierter Leistung nach Shute Harbour weitergeflogen werden. Die australische ATSB untersucht den Unfall.

04.03.2026, Phoenix (Arizona, USA): Eine Piper PA-28 stürzt gegen 7:20 Uhr während des Anflugs auf den Deer Valley Airport in einem Wohngebiet von Phoenix ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung. Zu Ursache und Verletzungen enthält die erste offizielle Meldung keine näheren Angaben.

04.03.2026, Deerfield (Illinois, USA): Eine Cessna T210 stürzt gegen 21:40 Uhr in einem Wohngebiet von Deerfield nördlich von Chicago ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall, das NTSB übernimmt die Federführung.

03.03.2026, Pililla (Rizal, Philippinen): Ein ziviler Bell-505-Hubschrauber muss auf dem Flug von Manila in die Provinz Quezon bei Pililla östlich der Hauptstadt notlanden und verunglückt dabei schwer. Zwei der fünf Menschen an Bord kommen ums Leben, drei weitere, darunter der Pilot, werden verletzt. Der Hubschrauber kommt auf einer Grasfläche rund 50m von den nächsten Häusern entfernt nieder. Zum Unfallzeitpunkt herrscht nach ersten Berichten klares Wetter. Die philippinische Luftfahrtbehörde untersucht die Ursache.

02.03.2026, Hudson River (New York, USA): Eine Cessna 172 stürzt gegen 20 Uhr in den Hudson River östlich des New York Stewart International Airport. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall und macht in ihrer ersten Mitteilung noch keine näheren Angaben zum Schicksal der Insassen oder zur Ursache.

26.03.2026, Kauai (Hawaii, USA): Ein ziviler Hughes-500-Hubschrauber stürzt kurz vor 17 Uhr vor der Küste der hawaiianischen Insel Kauai ins Meer. Fünf Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf, wobei das NTSB die Untersuchung leitet. In der ersten Behördenmeldung werden weder das Schicksal der Insassen noch eine mögliche Unfallursache genannt.

25.03.2026, New Shoreham/Block Island (Rhode Island, USA): Eine Piper PA-32 stürzt gegen 17:20 Uhr in einem Feld nahe dem Block Island State Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall; eine Ursache wird zunächst nicht genannt.

25.03.2026, Statesboro (Georgia, USA): Ein als Lueck Airshark bezeichnetes Experimentalflugzeug stürzt gegen 15:10 Uhr in einem Feld bei Statesboro ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Wegen der Schwere des Unfalls werden sowohl FAA als auch NTSB eingeschaltet, das NTSB übernimmt die federführende Untersuchung.

23.03.2026, New York (New York, USA): Ein Air-Canada-Express-Flugzeug vom Typ Bombardier CRJ-900, betrieben von Jazz Aviation, kollidiert bei der Landung auf dem Flughafen LaGuardia mit einem Feuerwehrfahrzeug auf der Landebahn. Beide Piloten kommen ums Leben, 41 Menschen werden verletzt, neun davon schwer. Die Maschine kommt aus Montreal und hat 72 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord. Das Feuerwehrfahrzeug ist wegen eines anderen Flugzeugs im Einsatz, dessen Besatzung zuvor einen ungewöhnlichen Geruch gemeldet hatte. Besonders brisant: Nach ersten Erkenntnissen hatten sowohl das Flugzeug als auch das Feuerwehrfahrzeug Freigaben der Flugsicherung erhalten. NTSB und kanadische TSB untersuchen, wie es trotzdem zur Kollision kommen konnte.

22.03.2026, Sharp (Louisiana, USA): Das Wrack einer Beechcraft BE20 King Air wird am Rand des Lake Rodemacher bei Sharp gefunden. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Absturz, wobei das NTSB die Federführung übernimmt. Die erste Behördenmeldung enthält noch keine näheren Angaben zum Unfallhergang.

20.03.2026, Denton (Texas, USA): Eine Cessna 172P stürzt gegen 14:15 Uhr kurz nach dem Start vom Denton Enterprise Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall; zum Zustand der Insassen und zur Ursache macht sie in ihrer ersten Meldung noch keine näheren Angaben.

17.03.2026, St. Louis (Missouri, USA): Eine zweimotorige Aero Commander 500B stürzt gegen 3:40 Uhr unmittelbar vor der Landebahn des Spirit of St. Louis Airport ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall, das NTSB übernimmt die Federführung.

13.03.2026, Tenterfield (New South Wales, Australien): Ein privat betriebener Robinson R44 II mit dem Kennzeichen VH-TCF stürzt während eines Fluges von der Gold Coast nach Mudgee in dichtem Buschland rund 46km nordöstlich von Tenterfield ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Das Wrack wird erst am folgenden Tag an einem steilen Hang in rund 870m Höhe gefunden und ist durch den Aufprall und einen anschließenden Brand weitgehend zerstört. Spuren an den Bäumen deuten darauf hin, dass der Hubschrauber nahezu senkrecht in das Gelände einschlug. Der Pilot hatte einen Zwischenstopp in Armidale zum Auftanken geplant; die endgültige Unfallursache ist Gegenstand der ATSB-Untersuchung.

10.03.2026, Union (South Carolina, USA): Eine Rockwell Commander 114 stürzt gegen 19:20 Uhr in einem Feld bei Union ab. Drei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Absturz. In der ersten offiziellen Meldung werden weder der Zustand der Insassen noch eine mögliche Unfallursache genannt.

09.03.2026, Mojave (Kalifornien, USA): Ein ziviler Hubschrauber vom Typ MD 369FF stürzt gegen 15:15 Uhr nahe Mojave ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB nehmen Ermittlungen auf, wobei das NTSB die Untersuchung leitet.

08.03.2026, Lindeman Island (Queensland, Australien): Eine GippsAero GA8 Airvan mit dem Kennzeichen VH-WSU gerät bei der Landung auf Lindeman Island auf der weichen und nassen Piste ins Rutschen. Der Pilot versucht durchzustarten; die Maschine hebt erst hinter dem Ende der Landebahn wieder ab und das Fahrwerk kollidiert mit einem Baum. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, kann jedoch mit reduzierter Leistung nach Shute Harbour weitergeflogen werden. Die australische ATSB untersucht den Unfall.

04.03.2026, Phoenix (Arizona, USA): Eine Piper PA-28 stürzt gegen 7:20 Uhr während des Anflugs auf den Deer Valley Airport in einem Wohngebiet von Phoenix ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung. Zu Ursache und Verletzungen enthält die erste offizielle Meldung keine näheren Angaben.

04.03.2026, Deerfield (Illinois, USA): Eine Cessna T210 stürzt gegen 21:40 Uhr in einem Wohngebiet von Deerfield nördlich von Chicago ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall, das NTSB übernimmt die Federführung.

03.03.2026, Pililla (Rizal, Philippinen): Ein ziviler Bell-505-Hubschrauber muss auf dem Flug von Manila in die Provinz Quezon bei Pililla östlich der Hauptstadt notlanden und verunglückt dabei schwer. Zwei der fünf Menschen an Bord kommen ums Leben, drei weitere, darunter der Pilot, werden verletzt. Der Hubschrauber kommt auf einer Grasfläche rund 50m von den nächsten Häusern entfernt nieder. Zum Unfallzeitpunkt herrscht nach ersten Berichten klares Wetter. Die philippinische Luftfahrtbehörde untersucht die Ursache.

02.03.2026, Hudson River (New York, USA): Eine Cessna 172 stürzt gegen 20 Uhr in den Hudson River östlich des New York Stewart International Airport. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall und macht in ihrer ersten Mitteilung noch keine näheren Angaben zum Schicksal der Insassen oder zur Ursache.

26.02.2026, Rogers (Arkansas, USA): Eine Jodel D-11 stürzt gegen 13:30 Uhr in den Beaver Lake bei Rogers. An Bord befindet sich ausschließlich der Pilot. FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung, wobei das NTSB federführend ist. Zum Unfallhergang liegen zunächst keine näheren Erkenntnisse vor. Todesopfer: zunächst nicht bestätigt.

23.02.2026, Simaria/Chatra (Jharkhand, Indien): Eine Beechcraft C90 King Air des Betreibers Redbird Airways stürzt auf einem medizinischen Evakuierungsflug von Ranchi nach Delhi in einem Waldgebiet im Distrikt Chatra ab. An Bord befinden sich ein schwer verletzter Patient, Angehörige beziehungsweise Begleitpersonen, medizinisches Personal und zwei Piloten. Die Maschine startet um 19:11 Uhr in Ranchi; gegen 19:34 Uhr bittet die Besatzung wegen schlechten Wetters um eine Änderung der Flugroute, wenig später brechen Radar- und Funkkontakt ab. Spätere Ermittlungen ergeben, dass ein Triebwerk rund 1km vom Hauptwrack entfernt gefunden wird. Ob es sich bereits vor dem Aufprall vom Flugzeug löste, ist Gegenstand der Untersuchung des indischen AAIB. Todesopfer: 7, alle Menschen an Bord.

23.02.2026, Monroe (North Carolina, USA): Eine Piper PA-28 kommt gegen 13:15 Uhr bei der Landung auf dem Charlotte-Monroe Executive Airport von der Landebahn ab und überschlägt sich. Drei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall. Todesopfer: 0.

21.02.2026, Rocky Junction (Arizona, USA): Eine Cessna 177B stürzt gegen 22 Uhr bei Rocky Junction ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA leitet eine Untersuchung ein; aus der ersten Behördenmeldung gehen weder Ursache noch Verletzungsschwere hervor. Todesopfer: zunächst nicht bestätigt.

21.02.2026, Gettysburg (Pennsylvania, USA): Ein ziviler Hughes-269-Hubschrauber kollidiert gegen 12:30 Uhr auf beziehungsweise bei einem Flugplatz in Gettysburg mit einem Hangar. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall. Todesopfer: 0 nach bisherigem Erkenntnisstand.

20.02.2026, Otisfield (Maine, USA): Eine Piper PA-18 überschlägt sich nach der Landung auf einem zugefrorenen See bei Otisfield. Der Pilot befindet sich allein in der Maschine. Die FAA untersucht den Unfall. Todesopfer: 0.

19.02.2026, Pottsboro (Texas, USA): Eine experimentelle Van’s RV-8 verunglückt gegen 17:30 Uhr bei Pottsboro. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Nach den späteren NTSB-Ermittlungen wird die Maschine erheblich beschädigt, der Pilot bleibt jedoch unverletzt. Todesopfer: 0.

15.02.2026, Camarillo (Kalifornien, USA): Eine Cessna 210B stürzt gegen 18:15 Uhr nach einem vom Piloten gemeldeten Triebwerksproblem in einen Entwässerungskanal nahe dem Camarillo Airport. Beide Menschen an Bord müssen aus dem Wrack befreit und mit schweren beziehungsweise lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Gebäude werden nicht getroffen. Todesopfer: 0 nach dem zunächst veröffentlichten Stand.

15.02.2026, Everglades City (Florida, USA): Eine Cessna 185 stürzt gegen 14:20 Uhr nahe Everglades City ins Wasser. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall, das NTSB übernimmt die Federführung. Todesopfer: aus der ersten Behördenmeldung nicht bestätigt.

14.02.2026, Poplar Grove (Illinois, USA): Eine experimentell gebaute Tailwind W-8 stürzt gegen 16 Uhr in einem Wohngebiet bei Poplar Grove ab und wird zerstört. Der Pilot war zuvor bei einem Fly-in am Cottonwood Airport gewesen und befand sich auf dem etwa 24km langen Rückflug nach Poplar Grove. Ein Zeuge hört die Maschine kurz vor dem Absturz und beschreibt das Motorengeräusch als ungewöhnlich laut. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

13.02.2026, Steamboat Springs (Colorado, USA): Eine einmotorige Turbopropmaschine vom Typ Epic E1000 stürzt kurz nach Mitternacht am Emerald Mountain nahe Steamboat Springs ab. Die Maschine ist von Nashville über Kansas City nach Steamboat Springs unterwegs und befindet sich im Anflug, als sie in etwa 2.490m Höhe in den Berg einschlägt. Das Hauptwrack wird nur rund 23m unterhalb des etwa 2.515m hohen Gipfels gefunden. Der Pilot und seine drei Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 4, alle Menschen an Bord.

11.02.2026, Brownsboro (Texas, USA): Eine Beechcraft A36 Bonanza kollidiert gegen 17:30 Uhr bei Brownsboro mit Stromleitungen und stürzt anschließend ab. Kurz zuvor hatte der Pilot einen Notfall erklärt. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Absturz. Todesopfer: aus der ersten Behördenmeldung nicht bestätigt.

06.02.2026, Lexington/Gilbert (South Carolina, USA): Eine Cirrus SR22 stürzt bei dem Versuch einer Notlandung nahe dem Whiteplains Airport in ein Waldstück. Kurz nach dem Start vom Columbia Metropolitan Airport meldet der Pilot zunächst Triebwerksprobleme und später einen vollständigen Motorausfall. Die Maschine erreicht den Ausweichflugplatz nicht mehr, streift rund 550m vor der Landebahn Bäume und überschlägt sich. Der 30-jährige Passagier Andrew Frederick Nichols stirbt am Unfallort, der Pilot wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

05.02.2026, Crockett (Texas, USA): Eine Socata TBM 700 verunglückt bei der Landung auf dem Houston County Airport und wird zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord und erleidet lediglich leichte Verletzungen. Die späteren NTSB-Ermittlungen beschäftigen sich insbesondere mit dem Landeablauf der Maschine. Todesopfer: 0.

04.02.2026, Prescott (Arizona, USA): Eine Socata TB21 stürzt gegen 19:50 Uhr während des Anflugs auf den Prescott Regional Airport ab. Die Maschine war rund drei Stunden zuvor am John Wayne Airport in Kalifornien gestartet. Der Pilot meldet sich wenige Minuten vor dem Unfall beim Tower in Prescott und erhält Anweisungen für den Landeanflug. Das Flugzeug wird zerstört und kommt auf dem Rücken in ansteigendem Gelände zum Stillstand. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

28.01.2026, Baramati (Maharashtra, Indien): Ein Learjet 45XR des Charterbetreibers VSR Ventures stürzt beim zweiten Landeanflug auf den Flughafen Baramati ab. Die Maschine ist von Mumbai nach Baramati unterwegs und hat fünf Menschen an Bord, darunter den stellvertretenden Ministerpräsidenten des Bundesstaates Maharashtra, Ajit Pawar. Nach einem ersten erfolglosen Anflug startet die Besatzung durch; beim zweiten Anflug verunglückt der Businessjet und wird zerstört. Die indische Untersuchungsbehörde AAIB untersucht insbesondere den Anflug, die Wetterbedingungen und den technischen Zustand der Maschine. Todesopfer: 5, alle Menschen an Bord.

28.01.2026, Curasica/La Playa de Belén (Norte de Santander, Kolumbien): Eine Beechcraft 1900D mit dem Kennzeichen HK-4709 stürzt auf dem planmäßigen SATENA-Inlandsflug NSE8849 von Cúcuta nach Ocaña in bergigem Gelände ab. Die von SEARCA für SATENA betriebene Maschine startet um 11:42 Uhr in Cúcuta und verliert zwölf Minuten später den Kontakt zur Flugsicherung. Der vorläufige Untersuchungsbericht beschreibt eine Kollision mit bergigem Gelände im Bereich Las Guamas bei Curasica. An Bord befinden sich 13 Passagiere und zwei Piloten, Überlebende gibt es nicht. Todesopfer: 15.

28.01.2026, Emmett (Idaho, USA): Ein Kleinflugzeug stürzt gegen 11 Uhr auf einen zugefrorenen Fluss nahe Emmett. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung, wobei das NTSB federführend ist. Die erste Behördenmeldung nennt noch keine gesicherte Unfallursache und auch keinen abschließend bestätigten Opferstatus. Todesopfer: zunächst nicht bestätigt.

28.01.2026, Paekākāriki Hill (Wellington, Neuseeland): Ein ziviler Hubschrauber stürzt am frühen Morgen im Gebiet Paekākāriki Hill nördlich von Wellington ab. Gegen 7:30 Uhr werden die Rettungskräfte durch einen automatischen Unfallalarm verständigt. Einsatzkräfte finden sowohl den Piloten als auch den einzigen Passagier tot an der Absturzstelle im Bereich des Battle Hill Farm Forest Park. Polizei und neuseeländische Civil Aviation Authority untersuchen den Unfall. Todesopfer: 2.

26.01.2026, Wichimi (Morona Santiago, Ecuador): Eine Cessna 172M des zivilen Betreibers Aero Morona mit dem Kennzeichen HC-BAN stürzt kurz nach dem Start von der Landepiste Wichimi in der ecuadorianischen Provinz Morona Santiago ab. Die Maschine wird bei dem Absturz zerstört. Alle drei Menschen an Bord kommen ums Leben. Die genaue Unfallursache ist zunächst ungeklärt. Todesopfer: 3.

25.01.2026, Bangor (Maine, USA): Eine Bombardier Challenger 650 mit dem Kennzeichen N10KJ verunglückt gegen 19:44 Uhr beim Start vom Bangor International Airport. Der Businessjet war zuvor aus Houston angekommen, in Bangor aufgetankt und enteist worden und sollte anschließend nach Châlons-en-Champagne in Frankreich weiterfliegen. Beim Start überschlägt sich die Maschine und gerät in Brand. Nach dem NTSB-Bericht befinden sich der Pilot, der Copilot und vier Passagiere an Bord. Todesopfer: 6, alle Menschen an Bord.

20.01.2026, Vulkan Aso (Kumamoto, Japan): Ein Robinson R44 Raven II des zivilen Betreibers Takumi Enterprise verunglückt während eines touristischen Rundflugs am Vulkan Aso auf der japanischen Insel Kyushu. An Bord befinden sich der Pilot und zwei Touristen aus Taiwan. Der Hubschrauber startet am Aso Cuddly Dominion zu einem etwa zehnminütigen Rundflug und verschwindet im Bereich des Nakadake-Kraters. Trümmer werden später in beziehungsweise nahe dem Krater gefunden. Die drei Insassen gelten nach dem Absturz zunächst als vermisst; eine normale Bergung wird durch das extrem schwierige Gelände und vulkanische Gase erheblich erschwert. Todesopfer: zunächst nicht offiziell bestätigt, 3 Menschen vermisst.

15.01.2026, Logsden (Oregon, USA): Ein ziviler Bell-206-Hubschrauber stürzt gegen 8:30 Uhr in einem Feld bei Logsden ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Die FAA untersucht den Unfall. Die erste Behördenmeldung enthält noch keine abschließende Angabe zum Zustand des Piloten und zur Ursache des Absturzes. Todesopfer: zunächst nicht bestätigt.

13.01.2026, Telluride (Colorado, USA): Bei einer Cessna Citation X vom Typ Cessna 750 bricht bei der Landung auf dem Telluride Regional Airport das Fahrwerk zusammen. Drei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall. Todesopfer: 0 nach bisherigem Erkenntnisstand.

10.01.2026, Paipa (Boyacá, Kolumbien): Eine Piper PA-31-325 Navajo mit dem Kennzeichen N325FA verunglückt unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Juan José Rondón in Paipa. Die zweimotorige Maschine gewinnt nach dem Abheben nicht ausreichend Höhe, stürzt ab und wird durch den Aufprall und einen anschließenden Brand zerstört. Unter den Insassen befindet sich der bekannte kolumbianische Sänger Yeison Jiménez. Die Maschine wird im Rahmen eines privaten, nichtkommerziellen Fluges betrieben. Todesopfer: 6, alle Menschen an Bord.

10.01.2026, Okeechobee (Florida, USA): Eine Piper PA-28 stürzt gegen 19:30 Uhr in einem Waldgebiet bei Okeechobee ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung. In ihrer ersten Mitteilung nennt die Behörde weder eine Ursache noch den abschließenden Zustand der beiden Insassen. Todesopfer: zunächst nicht bestätigt.

08.01.2026, Philippi (West Virginia, USA): Eine Cirrus SR22 kommt nach der Landung auf dem Philippi/Barbour County Regional Airport nicht rechtzeitig zum Stillstand, rollt über das Ende der Landebahn hinaus und wird dabei beschädigt. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Die FAA untersucht den Unfall. Todesopfer: 0.

07.01.2026, Gregory Lake/Nuwara Eliya (Sri Lanka): Eine Cessna 208 Amphibian des Betreibers Saffron Aviation mit dem Kennzeichen 4R-CAE verunglückt bei der Landung auf dem Gregory Lake in Nuwara Eliya. Die Maschine befindet sich auf einem Inlandsflug vom Bandaranaike International Airport nach Nuwara Eliya. Die sri-lankische Zivilluftfahrtbehörde stuft das Ereignis ausdrücklich als Unfall ein und eröffnet eine Untersuchung. Todesopfer: 0.

06.01.2026, Torres Strait (Queensland, Australien): Ein ziviler Bell 206L-3 LongRanger mit dem Kennzeichen VH-LMW muss rund 6,5km westlich des Horn Island Airport im Meer notwassern. Kurz nach dem Start von Thursday Island treten in etwa 300ft Höhe heftige Gierbewegungen auf, anschließend sinken Triebwerks- und Rotordrehzahl. Der Pilot leitet eine Autorotation ein und aktiviert die aufblasbaren Schwimmer. Der Hubschrauber setzt zunächst aufrecht auf dem Wasser auf, kippt rund 15 Sekunden später jedoch um und sinkt. Der Pilot, der sich nach dem vorherigen Absetzen zweier Passagiere allein an Bord befindet, kann sich unverletzt retten. Die ATSB untersucht unter anderem die Kraftstoffversorgung und Kraftstoffqualität. Todesopfer: 0.

04.01.2026, Rutland (Vermont, USA): Eine Tecnam P2012 Traveller von Cape Air verunglückt als Flug 501 nach der Landung auf dem Rutland-Southern Vermont Regional Airport. Die aus Boston kommende Maschine rutscht gegen 18:30 Uhr von der verschneiten Landebahn und kommt in einer Schneewehe zum Stillstand. Sechs Menschen befinden sich an Bord. Die FAA untersucht den Unfall. Todesopfer: 0.

02.01.2026, Superior (Arizona, USA): Ein privat betriebener MD Helicopters MD369FF stürzt gegen 11 Uhr im Telegraph Canyon östlich von Phoenix ab. Der Hubschrauber kollidiert während des Fluges mit einer über den Canyon gespannten Freizeit-Highline beziehungsweise Slackline, die mehr als einen Kilometer lang und in großer Höhe zwischen den Felswänden befestigt ist. Das NTSB findet später Material der Leine im vertikalen Stabilisator sowie Schäden an Rotoren und Lackierung, die mit der Kollision übereinstimmen. Der 59-jährige Pilot und drei junge Frauen im Alter von 21 und 22 Jahren kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

28.12.2025, Hammonton (New Jersey, USA): Zwei zivile Hubschrauber der Typen Enstrom F-28A und Enstrom 280C kollidieren gegen 11:25 Uhr kurz nach dem Start in der Nähe des Hammonton Municipal Airport in der Luft. In jedem Hubschrauber befindet sich nur der jeweilige Pilot. Einer der Piloten stirbt noch am Unfallort, der zweite erliegt später im Krankenhaus seinen Verletzungen. FAA und NTSB untersuchen die Ursache der Kollision. Todesopfer: 2.

28.12.2025, Chamblee (Georgia, USA): Eine Beechcraft B90 King Air stürzt gegen 9:35 Uhr in einem Wohngebiet nahe dem DeKalb-Peachtree Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung des Unfalls. Todesopfer: zunächst nicht abschließend bestätigt.

27.12.2025, Talgarth (Wales, Großbritannien): Eine Eurofox 2K mit dem Kennzeichen G-CMAX verunglückt unmittelbar nach dem Start vom Talgarth Airfield. Die Maschine dient als Schleppflugzeug für ein Segelflugzeug und rollt nach dem Abheben plötzlich etwa 60° nach links. Der Segelflieger kann ausklinken und sicher landen, während der Pilot der Eurofox die Kontrolle verliert und in einem angrenzenden Feld aufschlägt. Der Pilot wird schwer verletzt. Die britische AAIB kommt später zu dem Ergebnis, dass starker Seitenwind und Turbulenzen wahrscheinlich wesentlich zum Kontrollverlust beitrugen. Todesopfer: 0.

24.12.2025, Kilimandscharo (Tansania): Ein Airbus H125 beziehungsweise AS350B3e von Kili Medair Aviation stürzt am Kilimandscharo nahe dem Barafu Camp in rund 4.700m Höhe ab und gerät in Brand. Der Hubschrauber befindet sich auf einer Rettungsmission für einen Bergsteiger. Nach dem Start kommt es zum Kontrollverlust und zur Kollision mit dem Gelände. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

23.12.2025, Haymana (Ankara, Türkei): Eine Dassault Falcon 50 des maltesischen Charterunternehmens Harmony Jets stürzt auf einem Flug von Ankara nach Tripolis rund 60km südlich der türkischen Hauptstadt in bergigem Gelände ab. Etwa eine halbe Stunde nach dem Start meldet die Besatzung elektrische Probleme und bittet um Rückkehr nach Ankara. Wenig später wird ein Notfall erklärt, anschließend bricht der Kontakt zur Maschine ab. Unter den Insassen befindet sich der libysche Generalstabschef Mohammed Ali Ahmed al-Haddad. Alle fünf Passagiere und drei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

22.12.2025, Galveston Bay (Texas, USA): Eine Beechcraft King Air 350i stürzt in die Galveston Bay. Das NTSB übernimmt mit Unterstützung der FAA die Untersuchung. Der Fall wird von den US-Behörden ausdrücklich als Flugunfall geführt. Todesopfer: Der endgültige Opferstatus ist in der ersten FAA-Meldung noch nicht angegeben.

18.12.2025, Statesville (North Carolina, USA): Eine Cessna 550 Citation II startet am Statesville Regional Airport zu einem privaten Flug nach Sarasota in Florida, kehrt jedoch kurz nach dem Start wieder zum Flughafen zurück und stürzt bei der versuchten Landung ab. Die Maschine wird beim Aufprall und dem anschließenden Brand zerstört. Unter den Opfern befinden sich der frühere NASCAR-Rennfahrer Greg Biffle, seine Frau Cristina und ihre beiden Kinder. Das NTSB untersucht den Unfall; eine endgültige Unfallursache steht noch nicht fest. Todesopfer: 7, alle Menschen an Bord.

17.12.2025, DuPage (Illinois, USA): Eine zweimotorige Piper PA-30 stürzt gegen 13:50 Uhr nach dem Start vom DuPage Airport westlich von Chicago ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Absturz, wobei das NTSB die Federführung übernimmt. Todesopfer: in der ersten offiziellen FAA-Meldung noch nicht abschließend bestätigt.

17.12.2025, Nashua (New Hampshire, USA): Ein experimentelles zweimotoriges Flugzeug vom Typ Velocity V-Twin stürzt gegen 14:10 Uhr kurz nach dem Start vom Nashua Airport in einem Wohngebiet ab. Nur der Pilot befindet sich an Bord. Die FAA untersucht den Absturz. Todesopfer: in der ersten Behördenmeldung noch nicht abschließend bestätigt.

15.12.2025, Toluca (México, Mexiko): Eine Cessna 650 Citation III stürzt in der Nähe des internationalen Flughafens Toluca in ein Gebäude. Der Businessjet wird bei dem Aufprall zerstört. Alle sieben Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 7.

13.12.2025, Dublin (Irland): Ein Airbus A321neo von Aer Lingus erleidet als Flug EI155 aus London-Heathrow bei der Landung in Dublin eine außergewöhnlich harte Bodenberührung und wird dabei beschädigt. Der Vorfall wird als Unfall eingestuft. Todesopfer: 0.

12.12.2025, Barranquilla (Kolumbien): Eine Boeing 727-200F des kolumbianischen Frachtbetreibers Aerosucre kehrt nach dem Start in Barranquilla wegen eines Fahrwerksproblems zurück. Bei der anschließenden Landung bleibt das linke Hauptfahrwerk eingefahren, sodass die Boeing mit der linken Tragfläche beziehungsweise dem Triebwerksbereich über die Piste rutscht. Todesopfer: 0.

12.12.2025, Ranchi (Jharkhand, Indien): Eine ATR 72-212A von IndiGo mit 56 Menschen an Bord setzt bei der Landung in Ranchi mit zu großer Nicklage auf, wobei das Heck die Landebahn berührt. Die Maschine wird beschädigt, kann den Landevorgang jedoch beenden. Todesopfer: 0.

08.12.2025, DeLand (Florida, USA): Eine Cessna 172 stürzt gegen 14 Uhr bei DeLand ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung. Todesopfer: in der ersten offiziellen Meldung noch nicht abschließend bestätigt.

05.12.2025, Pryor (Oklahoma, USA): Ein ziviler Hughes-369D-Hubschrauber stürzt gegen 9:25 Uhr östlich des Mid-America Industrial Airport bei Pryor ab. Nur der Pilot befindet sich an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall. Todesopfer: in der ersten Behördenmeldung noch nicht abschließend bestätigt.

04.12.2025, Lanzada (Lombardei, Italien): Ein Airbus AS350 des österreichischen Betreibers Wucher Helicopter stürzt während eines zivilen Arbeitsfluges bei Lanzada in bergigem Gelände ab und wird zerstört. Ein Mensch kommt ums Leben, drei weitere Insassen werden schwer verletzt. Die italienische ANSV untersucht den Unfall. Todesopfer: 1.

25.11.2025, Nanawa (Paraguay): Ein Eurocopter EC120 des privaten Betreibers Helitactica verunglückt während eines Schulungsfluges. In geringer Höhe fällt das Triebwerk aus, worauf die Besatzung eine Autorotation einleitet. Diese kann den Aufprall auf den Boden nicht verhindern, der Hubschrauber wird erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

24.11.2025, Monroe (Wisconsin, USA): Eine einmotorige Socata TBM700 mit dem Kennzeichen N700PT stürzt während eines RNAV-Anflugs auf den Monroe Municipal Airport ab. Die Maschine kommt aus Oshkosh und kollidiert während des Anflugs unter zunächst ungeklärten Umständen mit dem Gelände. Das Flugzeug wird vollständig zerstört. Todesopfer: 2, alle Menschen an Bord.

24.11.2025, Entrepierres (Alpes-de-Haute-Provence, Frankreich): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ ICP Savannah mit monegassischer Registrierung stürzt bei Entrepierres ab und wird zerstört. Die Maschine war in Flayosc gestartet und sollte nach Gap-Tallard fliegen. Die französische BEA untersucht den Unfall, dessen genaue Ursache zunächst ungeklärt ist. Todesopfer: 2.

21.11.2025, Tindal (Northern Territory, Australien): Bei einer Piper PA-32R-300 fällt während eines privaten Fluges von Numbulwar nach Tindal in rund 2.500ft Höhe zunächst die Motorleistung ab, anschließend fällt das Triebwerk vollständig aus. Mehrere Neustartversuche bleiben erfolglos. Der Pilot führt eine Notlandung in offenem Gelände durch, wobei die Piper Bäume und unebenes Gelände trifft. Unter anderem werden eine Flügelspitze und das Fahrwerk abgerissen. Der Pilot kann das erheblich beschädigte Flugzeug selbst verlassen und bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

17.11.2025, Kolwezi (Lualaba, Demokratische Republik Kongo): Eine Embraer ERJ-145 von Airjet Angola verunglückt bei der Landung auf dem Flughafen Kolwezi. Der Regionaljet ist im Auftrag der kongolesischen Regierung unterwegs und hat 29 Menschen an Bord. Nach dem Unfall gerät das Flugzeug in Brand und wird zerstört, sämtliche Insassen können die Maschine jedoch verlassen. Todesopfer: 0.

15.11.2025, Cornwall (Ontario, Kanada): Eine Cessna 172N und eine Piper PA-44-180 Seminole desselben Flugschulbetreibers kollidieren gegen 10:57 Uhr rund 17km nordnordwestlich des Cornwall Regional Airport in der Luft. Die Cessna gerät nach der Kollision außer Kontrolle und stürzt in ein bewaldetes Sumpfgebiet, der allein an Bord befindliche Pilot kommt ums Leben. Die erheblich beschädigte Piper bleibt dagegen steuerbar und kann mit ihren beiden Insassen sicher auf dem Cornwall Regional Airport landen. Todesopfer: 1.

14.11.2025, Casalromano (Lombardei, Italien): Ein Airbus EC135 des italienischen Hubschrauberbetreibers Heliwest verliert während des Reisefluges aus rund 2.000ft Höhe rapide an Höhe. Kurz vor dem Aufprall kollidiert die Maschine in etwa 12m Höhe mit einer Stromleitung und schlägt anschließend auf dem Boden auf. Der Hubschrauber wird zerstört. Todesopfer: 1.

14.11.2025, East Midlands Airport (England, Großbritannien): Eine ATR 72-212A mit dem Kennzeichen G-OASB wird bei der Landung auf dem East Midlands Airport am Bugfahrwerk beschädigt. Der Vorfall wird von der britischen AAIB als untersuchungswürdiger Unfall geführt; die Untersuchung befindet sich inzwischen in der Konsultationsphase. Todesopfer: 0.

08.11.2025, Lebanon (Tennessee, USA): Ein Eurocopter EC130 mit dem Kennzeichen N107VU des zivilen Luftrettungsbetreibers Air Methods schlägt unter zunächst ungeklärten Umständen auf dem Boden auf und wird erheblich beschädigt. Ein Mensch kommt ums Leben, zwei weitere Insassen werden schwer verletzt. Das NTSB untersucht den Absturz. Todesopfer: 1.

04.11.2025, Louisville (Kentucky, USA): Eine McDonnell Douglas MD-11F von UPS Airlines stürzt kurz nach dem Start vom Louisville Muhammad Ali International Airport ab. Die voll betankte Frachtmaschine soll als UPS-Flug 2976 nach Honolulu fliegen. Während des Startlaufs beziehungsweise unmittelbar beim Abheben trennt sich das linke Triebwerk von der Tragfläche, gleichzeitig entwickelt sich ein heftiger Brand. Die MD-11 kann nicht mehr ausreichend steigen, stürzt in ein angrenzendes Industriegebiet und löst dort massive Brände aus. Alle drei Besatzungsmitglieder sowie zwölf Menschen am Boden kommen ums Leben. Der Unfall führt später zur vorübergehenden Stilllegung der MD-11-Flotten von UPS und FedEx. Todesopfer: 15.

04.11.2025, Poitiers (Vienne, Frankreich): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Tecnam P92 startet vom Flughafen Poitiers-Biard zu einem Flug nach Chauvigny. Während des Anfangssteigflugs dreht beziehungsweise zieht die Maschine nach links weg und kollidiert anschließend mit dem Boden. Das Flugzeug wird zerstört. Die französische BEA untersucht die Ursache. Todesopfer: 1.

02.11.2025, Sherburn-in-Elmet (North Yorkshire, Großbritannien): Eine Europa XS mit dem Kennzeichen G-BZNY verunglückt auf dem Flugplatz Sherburn-in-Elmet tödlich. Die britische AAIB stuft den Vorfall als „Fatal accident“ ein und führt eine umfangreiche Untersuchung durch. Todesopfer: mindestens 1; die genaue Zahl der Opfer geht aus der aktuellen Kurzangabe der AAIB nicht hervor.

01.11.2025, Ceyreste (Bouches-du-Rhône, Frankreich): Eine Dyn’Aéro MCR-4S mit dem Kennzeichen F-PDOE kollidiert während eines lokalen Freizeitfluges vom Flugplatz Salon-Eyguières bei Ceyreste mit dem Gelände. Zum Unfallzeitpunkt herrschen ungünstige Wetterbedingungen. Ein Insasse kommt ums Leben, zwei weitere werden schwer verletzt. Die BEA untersucht noch, welche Rolle Wetter, Flugweg und weitere Faktoren beim Unfall spielten. Todesopfer: 1.

Und noch ein Nachzügler, der zeitlich eigentlich unmittelbar vor diesen Novemberblock gehört und deshalb in unsere Chronik einsortiert werden muss:

30.10.2025, Bentley bei Doncaster (South Yorkshire, Großbritannien): Ein privat betriebener Robinson R44 II stürzt kurz nach dem Start vom Retford Gamston Airport auf einem Feld bei Bentley ab. Vier Menschen befinden sich an Bord. Der 70-jährige Passagier Peter Smith erleidet tödliche Verletzungen; der 41-jährige Pilot, eine 58-jährige Frau und ein zehnjähriger Junge kommen mit leichten Verletzungen davon. Die britische AAIB untersucht den Absturz weiterhin. Todesopfer: 1.

28.10.2025, Kwale County bei Diani (Kenia): Eine Cessna 208B Grand Caravan der Mombasa Air Safari stürzt kurz nach dem Start vom Diani Airport auf dem Weg in die Maasai Mara in einem hügeligen, bewaldeten Gebiet ab und brennt aus. An Bord befinden sich zehn Touristen und der kenianische Pilot. Unter den Passagieren sind acht Ungarn und zwei Deutsche. Überlebende gibt es nicht. Todesopfer: 11.

27.10.2025, Portmoak (Schottland, Großbritannien): Eine Jodel D18 gerät bereits während des Startlaufs auf dem Portmoak Airfield stark nach rechts. Nach dem Abheben rollt die Maschine weiter nach rechts, geht in eine sinkende Kurve über und schlägt nur etwa sechs Sekunden nach dem Start auf einem Feld auf. Das Flugzeug wird zerstört. Die AAIB findet keinen technischen Defekt, der die Steuerung verhindert hätte; als mögliche Erklärung gilt eine teilweise oder vollständige gesundheitliche Handlungsunfähigkeit des Piloten. Todesopfer: 1.

26.10.2025, Danielskuil (Northern Cape, Südafrika): Ein privat betriebener Aérospatiale SE3130 Alouette II startet auf der Farm Elandsvlakte zu einem Überführungsflug nach Olifantshoek. Der Hubschrauber stürzt im Gebiet Kurumanheuwels bei Danielskuil ab und gerät nach dem Aufprall in Brand. An Bord befinden sich der Pilot und zwei Passagiere. Todesopfer: 3, alle Menschen an Bord.

21.10.2025, Southport (Queensland, Australien): Ein Robinson R22 befindet sich mit seinem Piloten allein an Bord auf einem privaten Flug von Jimboomba nach Southport. Im Anflug verrutscht eine etwa 10kg schwere, auf dem Passagiersitz befestigte Kiste und blockiert den Steuerknüppel. Der Pilot kann den Hubschrauber nicht mehr nach links steuern und kollidiert mit dem Gelände. Ein Unfall, der auf beinahe groteske Weise zeigt, dass auch Ladung von nur 10kg ausgesprochen schlechte Ideen entwickeln kann, wenn sie an die Flugsteuerung gelangt. Todesopfer: 0.

18.10.2025, Lutheran (Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland): Ein 54 Jahre alter Pilot stürzt in der Nähe der Ortschaft Lutheran im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit einem Motorschirmfluggerät ab. Rettungskräfte und Notarzt können dem Mann nicht mehr helfen; er stirbt noch an der Unfallstelle. Die Ursache des Absturzes ist zunächst ungeklärt und wird untersucht. Todesopfer: 1.

12.10.2025, London-Heathrow (England, Großbritannien): Ein Airbus A300-600F von European Air Transport Leipzig, der für DHL als Frachtflug QY2212 von Leipzig/Halle nach London unterwegs ist, setzt bei der Landung auf der Piste 09L mit dem Heck auf der Start- und Landebahn auf. Die Piloten brechen die Landung ab, starten durch und landen beim zweiten Versuch sicher auf 09R. Der Tailstrike wird offiziell als Flugunfall eingestuft. Todesopfer: 0.

09.10.2025, Kowanyama (Queensland, Australien): Ein Robinson R22 Beta II wird von einer Rinderfarm aus eingesetzt und unterstützt am Abend Bodenkräfte bei der Bekämpfung eines Buschfeuers. Als es dunkel wird, fliegt der Pilot zurück zur Rutland Plains Station, erreicht diese jedoch nicht. Das Wrack wird am nächsten Morgen gefunden. Laut ATSB war der Pilot nicht für Nachtflug qualifiziert und der R22 nicht entsprechend ausgerüstet; wahrscheinlich verlor der Pilot durch räumliche Desorientierung die Kontrolle. Todesopfer: 1.

08.10.2025, Torres Strait (Queensland, Australien): Ein Robinson R44 Raven I von GBR Helicopters ist mit einem Piloten und zwei Passagieren von Thursday Island nach Coconut Island unterwegs, als in etwa 600ft Höhe das Triebwerk vollständig ausfällt. Der Pilot autorotiert aufs Meer und aktiviert die Notschwimmer. Bei der Wasserung löst sich jedoch ein Schwimmer, der Hubschrauber kippt um und sinkt später. Alle drei Insassen können sich retten, erleiden aber durch ausgelaufenes Flugbenzin im Wasser erhebliche chemische Verbrennungen. Todesopfer: 0.

06.10.2025, Sacramento (Kalifornien, USA): Ein ziviler Rettungshubschrauber verunglückt am Abend auf dem Highway 50 in Sacramento. Die Maschine befindet sich nach einem Patiententransport auf dem Rückflug und hat keinen Patienten an Bord. Pilot, Notfallsanitäter und Flugkrankenschwester werden verletzt, eine Person lebensgefährlich. Das Wrack liegt auf der Fahrbahn, mehrere Verkehrsteilnehmer helfen dabei, den Hubschrauber anzuheben und eine eingeklemmte Person zu befreien. Todesopfer: 0.

03.10.2025, Bankstown/Sydney (New South Wales, Australien): Ein Robinson R22 Beta von Bankstown Helicopters verunglückt während eines Schulungsfluges am Bankstown Airport. Kurz nach Beginn der Platzrunde sinken Drehzahl und Flughöhe plötzlich ab. Der Fluglehrer versucht eine Autorotation, der Hubschrauber trifft jedoch Bäume, anschließend ein geparktes Auto und den Boden. Der Fluglehrer kommt ums Leben, der Flugschüler wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

20.09.2025, Le Creusot (Saône-et-Loire, Frankreich): Ein privat betriebenes Ultraleichtflugzeug vom Typ Rans S-6 Coyote II verunglückt unmittelbar nach dem Start vom ULM-Flugplatz Le Creusot–Le Gros Chaillot. Nach der späteren Untersuchung hält der Pilot nach dem Abheben sehr wahrscheinlich eine zu starke Steigfluglage, wodurch die Maschine Geschwindigkeit verliert, überzieht und zu Boden stürzt. Das ULM wird zerstört. Todesopfer: 1.

20.09.2025, Burladingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Tandem-Gleitschirm wird auf einem Startplatz im Zollernalbkreis mit einer Winde hochgezogen. In etwa zehn Metern Höhe löst sich aus zunächst ungeklärter Ursache die Verbindung zwischen Schleppleine und Gleitschirm. Für einen normalen Gleitflug reicht die erreichte Höhe nicht aus, sodass der 63-jährige Pilot und sein 40-jähriger Passagier nahezu ungebremst zu Boden stürzen. Beide werden schwerst verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 0.

14.09.2025, Fließem (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug mit einem 57-jährigen Piloten und seiner 56-jährigen Ehefrau an Bord verschwindet am Abend auf dem Rückflug von Hamm nach Bitburg vom Radar. In der Nacht finden Einsatzkräfte das völlig zerstörte Wrack auf einem Feld bei Fließem, nur wenige Kilometer vom Zielflugplatz entfernt. Beide Insassen können nur noch tot geborgen werden. Die BFU untersucht den Absturz; als mögliche Faktoren werden unter anderem Technik, Wetter und ein medizinischer Notfall geprüft, eine Ursache steht zunächst nicht fest. Todesopfer: 2.

10.09.2025, Hodenhagen (Niedersachsen, Deutschland): Ein 58-jähriger Motorschirmpilot fliegt am Abend über das Gelände des Flugplatzes Hodenhagen im Heidekreis, als er aus zunächst ungeklärter Ursache abstürzt. Rettungskräfte können den Mann nicht mehr retten; er stirbt noch an der Unfallstelle. Die Polizei nimmt Ermittlungen zum Unfallhergang auf. Todesopfer: 1.

10.09.2025, Ilaga (Papua, Indonesien): Ein Airbus AS350 des zivilen Betreibers PT Intan Angkasa Air Service startet um 10:30 Uhr in Ilaga zu einem kommerziellen Passagierflug nach Timika und wird anschließend vermisst. Das Wrack des Hubschraubers wird rund sieben nautische Meilen südöstlich des Flughafens Ilaga gefunden. Die Maschine ist beim Aufprall zerstört worden. Todesopfer: 4, alle Menschen an Bord.

07.09.2025, Vielist bei Waren (Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland): Eine 50-jährige erfahrene Gleitschirmpilotin wird auf dem Flugplatz Vielist mit einer elektrischen Winde gestartet. Kurz vor dem Abheben werden verdrehte Leinen bemerkt und der Start wird abgebrochen, doch die Pilotin befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits in der Luft. Weil sich der Schirm nicht richtig öffnet, stürzt sie aus rund 25m Höhe zu Boden und wird schwer verletzt. Todesopfer: 0.

05.09.2025, Woyimoke (Xinjiang, China): Ein Airbus AS350B3 der Xinjiang Yaxin General Aviation Company startet um 15:26 Uhr von einem Außenlandeplatz bei Hanas zu einem Überführungsflug zum Burqin Ertix General Airport. Rund 36 Minuten später stürzt der Hubschrauber bei Woyimoke ab und gerät in Brand. Alle drei Insassen werden an der Unfallstelle tot aufgefunden. Todesopfer: 3.

02.09.2025, Fife (Schottland, Großbritannien): Eine Elixir mit dem Kennzeichen G-RLXB gerät bei der Landung auf dem Fife Airport außer Kontrolle, möglicherweise unter dem Einfluss von Seitenwind. Das Flugzeug verlässt die Piste, das Bugfahrwerk wird abgerissen und Propeller, Tragfläche und Bugbereich werden erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

31.08.2025, Niederer Fläming/Reinsdorf (Brandenburg, Deutschland): Ein Kleinflugzeug stürzt kurz nach dem Start vom Flugplatz Reinsdorf im Landkreis Teltow-Fläming in ein Maisfeld. Die beiden Insassen, 62 und 66 Jahre alt, kommen bei dem Absturz ums Leben. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung übernimmt die Untersuchung der zunächst ungeklärten Unfallursache. Todesopfer: 2.

29.08.2025, Otherton (Staffordshire, Großbritannien): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ MW6-1-1 mit dem Kennzeichen G-MNMW gerät im Endanflug auf den Flugplatz Otherton in eine zu hohe Sinkrate und schlägt hart auf. Die britische AAIB untersucht den Unfall als zivilen Sportflugunfall. Todesopfer: 0.

25.08.2025, Shanklin (Isle of Wight, Großbritannien): Ein Robinson R44 II des zivilen Betreibers Northumbria Helicopters stürzt während einer Flugstunde nahe der Shanklin Road ab. Der Hubschrauber war gegen 9 Uhr vom Sandown Airport gestartet und hatte den Piloten sowie drei weitere Personen an Bord. Drei Menschen sterben, eine weitere Person wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die AAIB führt eine umfangreiche Untersuchung des Unfalls durch. Todesopfer: 3.

23.08.2025, Milledgeville (Georgia, USA): Eine zweimotorige Cessna 310 stürzt gegen 18:20 Uhr nahe Milledgeville ab. Nur der Pilot befindet sich an Bord. FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung. Der Unfall endet für den Piloten tödlich. Todesopfer: 1.

22.08.2025, Eagle (Colorado, USA): Ein ziviler Schwerlasthubschrauber vom Typ Kaman K-1200 K-Max verunglückt gegen 16:15 Uhr während eines Löscheinsatzes bei einem Waldbrand nahe Eagle. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Die FAA untersucht den Absturz. Todesopfer: 1.

18.08.2025, Bradley (Arkansas, USA): Eine experimentelle Lancair NLA-275-FR-C, auch als Lancair Super Barracuda bezeichnet, befindet sich auf einem privaten Flug von Texas nach Chattanooga. In rund 11.800ft Höhe geht die Maschine plötzlich in einen schnellen spiralförmigen Sinkflug über und schlägt in einem Waldgebiet südlich von Bradley auf. Das Flugzeug wird beim Aufprall und anschließenden Brand zerstört. Der 54-jährige Pilot Barry Boes befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

18.08.2025, Gehrenspitze bei Leutasch (Tirol, Österreich): Ein Segelflugzeug stürzt knapp unterhalb des Gipfels der Gehrenspitze im Wettersteingebirge auf etwa 2.300m Höhe ab. Ein Wanderer beobachtet den Absturz und alarmiert die Rettungskräfte. Der allein an Bord befindliche deutsche Pilot kann nur noch tot geborgen werden; das Segelflugzeug wird vollständig zerstört. Todesopfer: 1.

17.08.2025, Egelsbach (Hessen, Deutschland): Während einer Flugstunde verliert ein Kleinflugzeug kurz nach dem Start vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach deutlich an Motorleistung; der 27-jährige Flugschüler und sein 35-jähriger Fluglehrer hören zudem mehrere Fehlzündungen. Der Fluglehrer führt eine Notlandung auf einem abgeernteten Acker durch und bringt die Maschine rund 30m vor einem Bach und einer Baumgruppe zum Stehen. Beide Insassen bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

16.08.2025, Batshepo bei Kisangani (Demokratische Republik Kongo): Eine Antonow An-2R der zivilen Fluggesellschaft Air Kasaï stürzt auf einem Überführungsflug von Lubutu nach Kisangani rund 34km vor dem Zielflughafen in einem bewaldeten Gebiet ab. An Bord befinden sich vier Passagiere und drei Besatzungsmitglieder; Überlebende gibt es nicht. Todesopfer: 7.

16.08.2025, Kranenburg (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein motorisiertes Leichtflugzeug stürzt gegen 14:10 Uhr an der Mehrer Straße bei Kranenburg auf einen Acker und gerät beim Aufprall in Brand. Die Maschine wird vollständig zerstört. Der 77-jährige Pilot aus Emmerich und sein 62-jähriger Passagier aus Goch sterben an der Unfallstelle. Die Ursache ist zunächst ungeklärt. Todesopfer: 2.

16.08.2025, Montserrat (Kleine Antillen): Eine Britten-Norman BN-2 Islander mit dem Kennzeichen VP-MNI wird beim Durchstarten am John A. Osborne Airport beschädigt. Die britische AAIB führt den Fall als Unfall eines kommerziell eingesetzten Flugzeugs und untersucht den Ablauf des Go-arounds. Todesopfer: 0.

15.08.2025, Medellín (Antioquia, Kolumbien): Ein Kleinflugzeug verunglückt bei der Ankunft aus Tolú in einem dicht bebauten Bereich nahe dem Estadio Atanasio Girardot. Die Maschine kommt im Stadtteil Laureles zu Boden. Ein Mann und eine Frau werden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 0.

15.08.2025, Titusville (Florida, USA): Ein Kleinflugzeug stürzt während eines Schulungsfluges in einem Waldgebiet nahe dem Space Coast Regional Airport ab. Fluglehrer und Flugschüler überleben den Absturz und können selbst den Notruf wählen. Einer der beiden wird schwer, der andere leichter verletzt. Todesopfer: 0.

12.08.2025, West Glacier (Montana, USA): Ein einmotoriges Kleinflugzeug verunglückt am privaten Ryan Field bei West Glacier, kommt von der Piste ab, stürzt eine Böschung hinunter und bleibt auf dem Rücken liegen. Der Pilot ist allein an Bord und stirbt bei dem Unfall. Bemerkenswert tragisch: Auf demselben Flugplatz waren erst wenige Wochen zuvor zwei Menschen bei einem anderen Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Todesopfer: 1.

11.08.2025, Lohmar (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine einmotorige Cessna mit einem 69-jährigen Piloten und seiner 70-jährigen Ehefrau an Bord muss auf dem Flug von Freiburg wegen mutmaßlicher technischer Probleme bei Lohmar notlanden. Die Maschine überschlägt sich in einem Maisfeld und bleibt auf dem Dach liegen. Beide Insassen können sich selbst befreien, werden jedoch schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 0.

11.08.2025, Kalispell (Montana, USA): Eine Socata TBM 700 bekommt im Anflug auf den Kalispell City Airport offenbar Triebwerksprobleme, gerät nach der Landung außer Kontrolle und kollidiert mit mehreren abgestellten Flugzeugen. Es kommt zu einem heftigen Brand, dennoch können der Pilot und seine drei Passagiere die Maschine verlassen. Todesopfer: 0.

07.08.2025, Füssen (Bayern, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug kann bei der Landung auf dem Segelflugplatz Füssen aufgrund eines technischen Defekts nicht ordnungsgemäß bremsen, verlässt die Landebahn und rutscht in einen angrenzenden Graben. Feuerwehr und Rettungsdienst werden alarmiert, müssen jedoch nicht eingreifen. Todesopfer: 0.

02.08.2025, Port de Sóller (Mallorca, Spanien): Ein zweisitziges Kunstflugzeug stürzt am Abend etwa 100m vor dem Leuchtturm von Sóller ins Mittelmeer und sinkt auf rund 30m Tiefe. Der Pilot und sein 13-jähriger Sohn befinden sich an Bord. Taucher der Guardia Civil bergen später beide Leichen aus dem Wrack. Der Pilot soll in Deutschland gelebt und auf Mallorca einen Zweitwohnsitz gehabt haben. Die Ursache des Absturzes wird untersucht. Todesopfer: 2.

29.07.2025, Providenciales (Turks- und Caicosinseln): Eine Cessna 210 stürzt gegen 16 Uhr kurz vor der Landebahn des Providenciales International Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord; FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung. Todesopfer: 0.

28.07.2025, Lake Worth (Florida, USA): Ein zweisitziges Leichtflugzeug vom Typ Orlican M8 Eagle stürzt am Nachmittag in einem Wohngebiet von Lake Worth ab. Beide Insassen werden nach dem Absturz in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 0.

26.07.2025, Denver (Colorado, USA): Eine Boeing 737 MAX 8 von American Airlines bricht als Flug 3023 nach Miami den Start am Denver International Airport wegen eines Fahrwerksproblems ab. Im Bereich eines Rades entsteht Feuer beziehungsweise starke Rauchentwicklung; die Passagiere verlassen die Maschine über Notrutschen auf der Startbahn. Todesopfer: 0.

24.07.2025, Tynda (Amur, Russland): Eine Antonow An-24RV der Angara Airlines stürzt auf einem planmäßigen Inlandsflug beim zweiten Landeanflug auf Tynda in bewaldetes Berggelände rund 15km vom Flughafen entfernt. Die Maschine wird zerstört und brennt aus; Überlebende gibt es nicht. Bei den ersten Meldungen schwanken die Angaben zwischen 48 und 49 Menschen an Bord, spätere Unfallangaben führen 42 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Todesopfer: 48.

22.07.2025, Mount Morris (Illinois, USA): Eine Cessna 188, ein vor allem für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetztes einmotoriges Flugzeug, stürzt am Vormittag nahe dem Ogle County Airport ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

21.07.2025, Granite Falls (Minnesota, USA): Ein zivil betriebener Aero Vodochody L-39 Albatros stürzt nahe dem Granite Falls Municipal Airport ab. Obwohl der L-39 ursprünglich ein militärisches Schulflugzeug ist, handelt es sich hier um einen zivilen Flug und damit um einen Fall für unsere Liste. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Todesopfer: 2.

20.07.2025, Lancaster (Pennsylvania, USA): Eine einmotorige Piper PA-46 stürzt am Morgen kurz nach dem Start vom Lancaster Airport auf einem Feld ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord; FAA und NTSB untersuchen den Unfall. Todesopfer: 1.

18.07.2025, West Yellowstone (Montana, USA): Das Wrack einer Piper PA-28 wird in der Nähe des Yellowstone Airport gefunden. Die Maschine war mit drei Menschen an Bord verunglückt; FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung. Todesopfer: 3.

13.07.2025, London-Southend (England, Großbritannien): Eine Beechcraft B200 Super King Air mit niederländischer Registrierung PH-ZAZ verunglückt unmittelbar nach dem Start vom London Southend Airport. Bereits vor dem Abheben giert die Maschine leicht nach links, setzt die Linksdrehung nach dem Abheben fort und erreicht lediglich etwa 70 bis 80ft Höhe. Nach einer Drehung von ungefähr 90 Grad schlägt sie innerhalb des Flughafengeländes auf und gerät in einen heftigen Brand. Bei dem Flug handelt es sich um einen medizinischen Transportflug; unter den Opfern befindet sich auch ein deutscher medizinischer Mitarbeiter. Todesopfer: 4, alle Menschen an Bord.

13.07.2025, Needles (Kalifornien, USA): Eine Piper PA-28, die zuvor vom North Las Vegas Airport gestartet ist, stürzt gegen 21:40 Uhr nahe dem Needles Airport ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Todesopfer: 2.

11.07.2025, Firs Farm (Berkshire, Großbritannien): Bei einer CZAW SportCruiser öffnet sich kurz nach dem Start in etwa 500ft Höhe die nicht vollständig verriegelte Cockpithaube. Als der Pilot versucht, sie festzuhalten und zu schließen, gerät die Maschine in einen Sinkflug und schlägt auf dem Boden auf. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, der Pilot kann das Cockpit selbst verlassen. Todesopfer: 0.

08.07.2025, Jenison (Michigan, USA): Eine Cessna 177 stürzt am frühen Nachmittag in einen See am Riverview Airport. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die Maschine versinkt teilweise im Wasser und wird bei dem Unfall erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

07.07.2025, Sanford (North Carolina, USA): Eine Cirrus SR22 stürzt gegen 13:45 Uhr in einem Waldgebiet bei Sanford ab. Vier Menschen befinden sich an Bord. Das Flugzeug wird beim Aufprall zerstört; FAA und NTSB untersuchen den Absturz. Todesopfer: 4.

05.07.2025, Wald im Pinzgau/Krimml (Salzburg, Österreich): Ein in Oberschleißheim bei München gestartetes Kleinflugzeug stürzt während eines Rundflugs über die Alpen in einem schwer zugänglichen Waldgebiet nahe Krimml ab und gerät in Brand. Sämtliche Insassen stammen aus Deutschland: der 59-jährige Pilot aus Markt Schwaben, ein 70-jähriger Mann aus dem Landkreis Ebersberg sowie dessen 33-jähriger Sohn und dessen ebenfalls 33-jährige Freundin aus Regensburg. Todesopfer: 4.

03.07.2025, Wycombe Air Park (Buckinghamshire, Großbritannien): Bei einer Ikarus C42 FB100 Bravo fällt während des Fluges das Triebwerk aus. Bei der anschließenden Notlandung kollidiert das Ultraleichtflugzeug mit Bäumen auf einem Feld neben dem Wycombe Air Park und wird erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

02.07.2025, Cross Keys (New Jersey, USA): Eine Cessna 208B Grand Caravan mit Fallschirmspringern an Bord schießt beim Start vom Cross Keys Airport über das Ende der Startbahn hinaus und verunglückt. Insgesamt befinden sich 15 Menschen in der Maschine. Mehrere Insassen werden verletzt, einige davon schwer. Todesopfer: 0.

30.06.2025, Tatenhill (Staffordshire, Großbritannien): Bei einer Bellanca 8KCAB Decathlon bricht bei der Landung auf dem Tatenhill Aerodrome ein Hauptfahrwerksbein. Die spätere AAIB-Untersuchung führt das Versagen auf einen durch Korrosion ausgelösten Ermüdungsbruch zurück. Todesopfer: 0.

29.06.2025, Howland Township/Youngstown (Ohio, USA): Eine Cessna 441 Conquest II stürzt kurz nach dem Start vom Youngstown-Warren Regional Airport auf dem geplanten Flug nach Bozeman in Montana hinter einem Wohnhaus ab. An Bord befinden sich zwei Piloten und vier Mitglieder einer Familie. Überlebende gibt es nicht. Todesopfer: 6.

29.06.2025, Zeeland Township (Michigan, USA): Ein Kleinflugzeug verunglückt gegen 10:50 Uhr unmittelbar am Ottawa Executive Airport und wird schwer beschädigt. Der einzige Insasse kommt bei dem Absturz ums Leben; FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung. Todesopfer: 1.

28.06.2025, Capron (Illinois, USA): Eine privat betriebene Van’s RV-10 stürzt am Nachmittag in ein Maisfeld im Boone County. Als Rettungskräfte das Wrack finden, können sie für die beiden Insassen nichts mehr tun. Das NTSB untersucht den Absturz. Todesopfer: 2.

22.06.2025, Miami (Florida, USA): Ein Airbus A321-211 von American Airlines gerät als Flug 1286 rund 17 Minuten nach dem Start in Miami in unerwartet schwere konvektive Turbulenzen. Eine Flugbegleiterin wird schwer, drei weitere Crewmitglieder und sechs Passagiere werden leicht verletzt. Das NTSB klassifiziert das Ereignis wegen der schweren Verletzung als Unfall. Todesopfer: 0.

21.06.2025, Praia Grande (Santa Catarina, Brasilien): Während eines touristischen Heißluftballonflugs mit 21 Menschen an Bord bricht im Korb ein Feuer aus. Der Pilot versucht eine Notlandung und fordert die Passagiere zum Abspringen auf; ein Teil kann sich retten, während der Ballon erneut aufsteigt und schließlich abstürzt. Vier Menschen verbrennen im Korb, vier weitere sterben beim Absturz. Todesopfer: 8.

20.06.2025, Fredericksburg (Virginia, USA): Ein TL Ultralight Sting Sport bekommt kurz nach dem Start vom Shannon Airport offenbar Motorprobleme. Der Pilot versucht eine Notlandung auf einem Feld, wobei das Flugzeug verunglückt. Beide Insassen können die Maschine mit leichten Verletzungen verlassen. Todesopfer: 0.

19.06.2025, Beverly (Massachusetts, USA): Eine Mooney M20F entwickelt unmittelbar nach dem Start vom Beverly Regional Airport Motorprobleme; Videoaufnahmen zeigen Fehlzündungen und braunen Rauch. Der Pilot versucht zum Flughafen zurückzukehren, doch die Maschine stürzt außerhalb des Flugplatzes ab und wird schwer beschädigt. Sowohl der Pilot als auch sein Passagier sterben, wobei einer zunächst noch schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden war. Todesopfer: 2.

19.06.2025, Billings (Montana, USA): Eine Cessna 172K stürzt nur wenige Minuten nach dem Start vom Ostlunds Airport in einer Senke ab. Am Unfallort werden beschädigte Stromleitungen gefunden; das Flugzeug kommt unmittelbar darunter zum Liegen. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

18.06.2025, Three Points bei Tucson (Arizona, USA): Eine Cessna A150L startet vom Ryan Field zu einem Schulungsflug und wird später als vermisst gemeldet. Das Wrack wird schließlich bei Three Points gefunden. Fluglehrer und Flugschüler haben den Absturz nicht überlebt. Todesopfer: 2.

17.06.2025, Nayland (Suffolk, Großbritannien): Eine Taylor Monoplane kommt nach der Landung auf dem Nayland Airfield von der gemähten Landefläche ab, gerät ins hohe Gras und überschlägt sich. Der Pilot stirbt. Die Untersuchung ergibt allerdings eine ungewöhnliche Besonderheit: Der Mann erlitt wahrscheinlich erst nach der Landung einen tödlichen Herzinfarkt; am Flugzeug wurde zudem ein festgegangener Stoßdämpfer des rechten Hauptfahrwerks festgestellt. Todesopfer: 1.

14.06.2025, Tabor City (North Carolina, USA): Eine zweimotorige Beechcraft Baron stürzt gegen 13:10 Uhr in einem Waldgebiet nahe dem Cox Field ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord; FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung. Todesopfer: 2.

12.06.2025, Ahmedabad (Gujarat, Indien): Eine Boeing 787-8 von Air India hebt als Flug AI171 mit 242 Menschen an Bord zum Flug nach London-Gatwick ab, verliert unmittelbar danach jedoch an Höhe und stürzt in Gebäude des B. J. Medical College. Nur ein Passagier an Bord überlebt. Nach inzwischen konsolidierten Angaben sterben 241 Menschen im Flugzeug sowie 19 Menschen am Boden. Todesopfer: 260.

11.06.2025, Chalfont St Peter (Buckinghamshire, Großbritannien): Ein privat betriebener Robinson R66 mit dem Kennzeichen G-WBRN gerät während des Fluges außer Kontrolle und stürzt bei Chalfont St Peter ab. Die britische AAIB untersucht den Unfall als „Loss of control in-flight“. Todesopfer: 1.

08.06.2025, Point Loma/San Diego (Kalifornien, USA): Eine zweimotorige Cessna 414 startet vom San Diego International Airport in Richtung Phoenix und stürzt nur wenige Minuten später etwa fünf Kilometer vor Point Loma in den Pazifik. Rettungskräfte finden ein Trümmerfeld in rund 60m tiefem Wasser, aber keine Überlebenden. Todesopfer: 6.

08.06.2025, KwaZulu-Natal (Südafrika): Ein ziviles Kleinflugzeug startet am Virginia Airport bei Durban und verschwindet während des Fluges in Richtung Landesinneres. Nachdem die Maschine ihr Ziel nicht erreicht, beginnt eine Suchaktion; das Wrack wird später gefunden. Alle drei Insassen sind tot. Todesopfer: 3.

08.06.2025, Tullahoma (Tennessee, USA): Eine de Havilland Canada DHC-6 Twin Otter mit Fallschirmspringern verunglückt kurz nach dem Start vom Tullahoma Regional Airport. Die Maschine ist mit 20 Menschen besetzt und wird schwer beschädigt; mehrere Insassen werden verletzt, mindestens einer kritisch. Todesopfer: 0.

07.06.2025, Hinckley (Illinois, USA): Eine Aeronca 7AC aus dem Jahr 1946 stürzt kurz nach dem Start nahe dem Hinckley Airfield auf ein Feld. Der 51-jährige Pilot James Beyer stirbt an der Unfallstelle. Sein erst dreijähriger Passagier überlebt verletzt und wird in eine Kinderklinik gebracht. Todesopfer: 1.

01.06.2025, Long Island Sound bei Branford (Connecticut, USA): Eine Piper PA-32 stürzt am Vormittag südlich des Tweed New Haven Airport ins Meer und versinkt vollständig. Die beiden Insassen können aus dem Flugzeug entkommen und werden von der Küstenwache gerettet; beide befinden sich anschließend in stabilem Zustand. Todesopfer: 0.

Und ein deutscher Nachzügler, der kalendarisch noch vor diesen Block gehört und uns sonst fehlen würde:

31.05.2025, Korschenbroich (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Kleinflugzeug stürzt gegen Mittag beim Anflug auf den Verkehrslandeplatz Mönchengladbach in die Terrasse beziehungsweise den Wintergarten eines Wohnhauses in Korschenbroich. Der 71-jährige Pilot kommt beim Absturz ums Leben. Im Gebäude wird außerdem eine Frau tödlich verletzt; weitere Bewohner können sich retten. Todesopfer: 2, davon 1 am Boden.

30.05.2025, Castaños (Coahuila, Mexiko): Eine privat betriebene Cessna 172H stürzt während eines Überlandfluges nahe Castaños ab und wird zerstört. Beide Insassen kommen ums Leben. Die näheren Umstände des Absturzes sind zunächst ungeklärt. Todesopfer: 2.

23.05.2025, San Luis Obispo (Kalifornien, USA): Eine Cirrus SR22T gerät beim Start vom San Luis Obispo County Regional Airport nach links von der Piste ab. Der Pilot versucht mit Seitenruder gegenzusteuern, kann die Richtung jedoch nicht mehr halten; die Maschine wird erheblich beschädigt und gerät in Brand. Beide Insassen können das Flugzeug unverletzt verlassen. Todesopfer: 0.

22.05.2025, San Diego (Kalifornien, USA): Eine Cessna S550 Citation S/II stürzt gegen 3:45 Uhr beim Instrumentenanflug auf den Montgomery-Gibbs Executive Airport in das Wohngebiet Murphy Canyon. Der Businessjet war von Teterboro in New Jersey gestartet und hatte in Wichita einen Tankstopp eingelegt. Im Anflug kollidiert die Maschine mit Stromleitungen und schlägt anschließend zwischen Häusern auf, wobei mehrere Fahrzeuge und Gebäude beschädigt werden. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 6.

20.05.2025, Gordon (Berwickshire, Schottland): Eine Bristell NG5 Speed Wing startet vom Nether Huntlywood Airfield zu einem Flug nach Kingsmuir. Kurz nach dem Start dreht der Pilot offenbar um, um wieder auf dem Ausgangsflugplatz zu landen. Dabei gerät das Flugzeug in eine Wolke, geht in einen steilen Spiralsturz über und schlägt auf dem Boden auf. Die AAIB kommt zu dem Ergebnis, dass der Pilot wahrscheinlich in den Wolken die Kontrolle verlor. Todesopfer: 1.

18.05.2025, Kilkeel (Nordirland, Großbritannien): Eine Piper PA-46-350P gerät beim Start vom Kilkeel Airfield nach links von der Mittellinie ab. Die Räder gelangen ins hohe Gras, anschließend kollidiert die Piper mit einer Hecke und einem Erdwall und wird erheblich beschädigt. Der Pilot kann das Flugzeug verlassen. Todesopfer: 0.

17.05.2025, Eura (Satakunta, Finnland): Zwei zivile Hubschrauber kollidieren während eines gemeinsamen Fluges in der Luft und stürzen nahe dem Flughafen Eura ab. Die Maschinen sind in Estland beziehungsweise Österreich registriert und auf dem Weg zu einer Luftfahrtveranstaltung. In einem Hubschrauber befinden sich zwei, im anderen drei Menschen. Niemand überlebt die Kollision. Todesopfer: 5.

11.05.2025, Athey’s Moor (Northumberland, Großbritannien): Bei einer EV-97 teamEurostar UK demonstriert der Fluglehrer nach dem Start einen simulierten Triebwerksausfall. Während des Manövers kommt es zur Bodenberührung, wobei das Ultraleichtflugzeug beschädigt wird. Die AAIB untersucht insbesondere die Durchführung der Übung. Todesopfer: 0.

09.05.2025, Yatesbury (Wiltshire, Großbritannien): Bei einer Ikarus C42 FB80 wird nach ungewöhnlichem Flugverhalten festgestellt, dass die rechte Tragfläche nicht korrekt montiert worden war. Der Vorfall wird von der AAIB als Flugunfall untersucht. Die Maschine kann trotz des Montagefehlers wieder zu Boden gebracht werden. Todesopfer: 0.

05.05.2025, Polk (Ohio, USA): Eine privat betriebene Express 2000 FT stürzt am Abend in einem Waldgebiet bei Polk ab und wird zerstört. Der 72-jährige Pilot befindet sich allein an Bord. Die Maschine war zuvor vom Cleveland Burke Lakefront Airport gestartet; die genaue Ursache des Absturzes wird von FAA und NTSB untersucht. Todesopfer: 1.

04.05.2025, Shenstone Hall (Staffordshire, Großbritannien): Eine Dyn’Aéro MCR-01 verliert kurz nach dem Start vom Shenstone Hall Airfield möglicherweise Motorleistung. Der Pilot versucht zum Flugplatz zurückzukehren, verliert dabei jedoch die Kontrolle; die Maschine stürzt ab. Der Fall wird von der AAIB als schwerer ziviler Flugunfall untersucht. Todesopfer: 1.

04.05.2025, New Bern (North Carolina, USA): Bei einer Piper PA-24 Comanche bricht nach der Landung auf dem Coastal Carolina Regional Airport das Fahrwerk zusammen. Drei Menschen befinden sich an Bord. Die Maschine wird beschädigt, die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

03.05.2025, Hythe (Kent, Großbritannien): Bei einer historischen Spitfire IXT mit dem Kennzeichen G-BMSB fällt während des Fluges die Motorleistung aus. Der Pilot führt eine Notlandung in einem Feld bei Hythe durch; das Flugzeug wird dabei beschädigt. Todesopfer: 0.

01.05.2025, Grass Valley (Kalifornien, USA): Eine Cessna 177RG Cardinal befindet sich im Anflug auf den Nevada County Airport, als der Motor vollständig ausfällt. Der Pilot versucht eine Notlandung, die Maschine stürzt jedoch rund eine Meile vom Flughafen entfernt ab. Der 64-jährige Pilot befindet sich allein an Bord und erliegt seinen Verletzungen. Todesopfer: 1.

29.04.2025, Barton (England, Großbritannien): Eine Jodel D112 mit dem Kennzeichen G-BEZZ verunglückt beim Durchstarten auf der Piste 26R des Barton Aerodrome. Das Flugzeug berührt während des Go-arounds den Boden und wird beschädigt. Die britische AAIB untersucht den Unfall. Todesopfer: 0.

27.04.2025, Norwich (England, Großbritannien): Bei einer SIAI-Marchetti S.205-22/R mit dem Kennzeichen G-VELA lässt sich das Fahrwerk aufgrund einer technischen Störung vor der Landung nicht vollständig ausfahren. Die Maschine landet auf dem Norwich Airport mit nicht ordnungsgemäß ausgefahrenem Fahrwerk und wird beschädigt. Todesopfer: 0.

26.04.2025, Trilla (Illinois, USA): Eine Cessna 180G stürzt am Vormittag auf einem Feld nahe Trilla ab. Nach vorläufigen Erkenntnissen des NTSB könnte die einmotorige Maschine vor dem Aufprall Stromleitungen getroffen haben. An Bord befinden sich zwei Männer und zwei Frauen; niemand überlebt. Todesopfer: 4.

24.04.2025, Backnang-Heiningen (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 50-jähriger Cessna-Pilot entscheidet sich wegen einer Wetterverschlechterung zu einer Zwischenlandung auf dem Flugplatz Backnang-Heiningen. Er schätzt die verfügbare Landestrecke falsch ein und kann die Maschine auf dem nassen Rasen nicht rechtzeitig abbremsen. Die Cessna rollt über das Bahnende hinaus und kippt auf einem abschüssigen Acker zur Seite. Der Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt. Todesopfer: 0.

21.04.2025, Deißlingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Diamond DA20-C1 stürzt am Nachmittag südlich des Gewerbegebiets Mittelhardt bei Deißlingen ab und bleibt auf einem bewaldeten Wiesengrundstück mit der Nase im Erdreich stecken. Als Ursache wird zunächst ein technisches Problem vermutet. Der 60-jährige Pilot kann sich selbst aus dem Flugzeug befreien und wird leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht; der Schaden an der Maschine wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Todesopfer: 0.

18.04.2025, Great Massingham (Norfolk, Großbritannien): Bei einer Nachbildung der historischen Percival Mew Gull fällt etwa eine Meile nordwestlich des Great Massingham Airfield das Triebwerk aus. Der Pilot muss mit der Maschine notlanden; der Unfall wird von der britischen AAIB untersucht. Todesopfer: 0.

13.04.2025, Salzgitter-Watenstedt (Niedersachsen, Deutschland): Eine zweimotorige Maschine startet am Vormittag vom Flugplatz Salzgitter-Drütte und stürzt kurz darauf aus zunächst ungeklärter Ursache auf das Werksgelände der Salzgitter AG. Der 55-jährige Pilot und sein 56-jähriger Begleiter kommen ums Leben. Weitere Menschen werden auf dem Industriegelände nicht verletzt. Die BFU übernimmt die Untersuchung der Unfallursache. Todesopfer: 2.

12.04.2025, Copake (New York, USA): Eine Mitsubishi MU-2B-40 mit dem Kennzeichen N635TA befindet sich auf einem privaten Flug vom Westchester County Airport zum Columbia County Airport. Im Anflug stürzt die zweimotorige Turbopropmaschine in schneebedecktes Gelände bei Copake und wird zerstört. Nach Angaben des NTSB kommen der Pilot und fünf Passagiere ums Leben. Todesopfer: 6.

12.04.2025, Höxter-Godelheim (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 57-jähriger Gleitschirmpilot aus dem Kreis Gütersloh startet gegen 15:45 Uhr am Brunsberg. Seine Flugdaten zeigen, dass er vermutlich gegen 16:10 Uhr aus unbekannter Ursache im Bereich Maygadessen abstürzt. Ein anderer Gleitschirmpilot entdeckt ihn später aus der Luft und alarmiert die Rettungskräfte, die nur noch den Tod des Mannes feststellen können. Hinweise auf Fremdverschulden ergeben sich nicht. Todesopfer: 1.

10.04.2025, Jersey City/Hudson River (New Jersey, USA): Ein Bell 206L-4 von New York Helicopters startet am Downtown Manhattan Heliport zu einem touristischen Rundflug über New York. Nach dem Flug entlang Manhattans und einer Umkehr nördlich der George Washington Bridge gerät der Hubschrauber über dem Hudson River in einen rapiden Sinkflug und zerbricht teilweise noch in der Luft. An Bord befinden sich der Pilot sowie eine fünfköpfige spanische Familie, darunter drei Kinder. Alle sechs Menschen sterben. Das NTSB konnte später unter anderem Hauptrotor, Getriebe und Heckrotorsystem bergen; die Untersuchung des strukturellen Versagens läuft. Todesopfer: 6.

10.04.2025, Earls Colne (Essex, Großbritannien): Ein Heißluftballon vom Typ Cameron Z-275 kollidiert während der Landung mit nicht erkannten Stromleitungen. Die britische AAIB untersucht den Unfall und die Umstände, unter denen die Leitungen während des Landeanflugs übersehen wurden. Todesopfer: 0.

08.04.2025, Darley Moor (Derbyshire, Großbritannien): Eine Hoffmann H36 Dimona startet zu einem Erlebnisflug, den Angehörige dem Passagier geschenkt haben. Unmittelbar nach dem Abheben beginnt das Motorsegelflugzeug in sehr geringer Höhe instabil zu fliegen, giert nach rechts, rollt anschließend rapide und stürzt aus etwa 100 bis 150ft nahezu senkrecht zu Boden. Pilot und Passagier haben keine Überlebenschance. Die AAIB stellt fest, dass die Maschine nach dem Abheben keine sichere Steiggeschwindigkeit beziehungsweise Flugbahn halten konnte. Todesopfer: 2.

04.04.2025, Gingen an der Fils (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 40-jähriger Gleitschirmpilot startet auf dem Flugsportgelände Kuchalb per Winde. In etwa 15m Höhe verliert er aus ungeklärter Ursache die Kontrolle und bricht den Start ab. Der Versuch, noch den Notschirm zu öffnen, reicht wegen der geringen Höhe nicht mehr aus; der Mann schlägt nahezu ungebremst auf der Wiese auf und erleidet eine Rückenverletzung. Ein Rettungshubschrauber bringt ihn in eine Klinik. Todesopfer: 0.

9.03.2025, Brooklyn Park (Minnesota, USA): Eine Socata TBM 700 stürzt beim Anflug auf den Anoka County-Blaine Airport in ein Wohnhaus in Brooklyn Park und löst einen heftigen Brand aus. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben; die Bewohner des getroffenen Hauses können sich unverletzt retten. Todesopfer: 1.

23.03.2025, Tustumena Lake (Alaska, USA): Eine Piper PA-12 Super Cruiser mit einem Piloten und zwei minderjährigen Passagieren wird auf einem Flug von Soldotna in Richtung Skilak Lake vermisst. Erst am folgenden Morgen entdeckt ein ziviles Suchflugzeug das Wrack auf einem teilweise zugefrorenen Gletschersee nahe Tustumena Lake. Die drei Insassen haben die Nacht am Wrack überlebt und werden von der Nationalgarde gerettet; sie erleiden lediglich nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Todesopfer: 0.

20.03.2025, Croft (North Yorkshire, Großbritannien): Eine Druine D.62B Condor gerät beim Landeanflug auf den Flugplatz Croft im Lee einer Baumreihe in einen Strömungsabriss und schlägt vor der vorgesehenen Landefläche auf. Die Maschine wird bei dem Unfall beschädigt. Todesopfer: 0.

19.03.2025, Dayton (Washington, USA): Ein Bell 206B II von North Wind Aviation kollidiert während eines landwirtschaftlichen Arbeitsfluges mit Hochspannungsleitungen in einem Canyon südlich von Dayton und stürzt ab. Der Pilot hatte zuvor Herbizide auf einem Feld ausgebracht und war auf dem Weg zum nächsten Einsatzgebiet. Der Hubschrauber trifft mehrere quer über den Canyon gespannte Leitungen und schlägt anschließend auf dem Gelände auf. Der Pilot ist allein an Bord. Todesopfer: 1.

18.03.2025, Gloucestershire (England, Großbritannien): Bei einer experimentellen Cozy Mk IV fällt im Endanflug auf den Gloucestershire Airport das Triebwerk aus. Das Flugzeug erreicht die Landebahn nicht mehr, setzt davor auf und kollidiert mit der Antennenanlage des Instrumentenlandesystems. Die spätere AAIB-Untersuchung stellt fest, dass ein aus Kunststoff gefertigter Ansaugkrümmer durch Wärme weich geworden und kollabiert war, wodurch dem Motor die Luftzufuhr genommen wurde. Todesopfer: 0.

15.03.2025, Waterford (Kalifornien, USA): Ein Enstrom 280FX fliegt mit zwei Menschen an Bord extrem niedrig über den Modesto Reservoir und schlägt mit hoher Geschwindigkeit auf dem Wasser auf. Der Hubschrauber wird zerstört. Der Pilot erklärt später, seine Tiefenwahrnehmung habe ihn getäuscht. Er wird schwer, sein Passagier leicht verletzt. Das NTSB führt die mangelnde Einhaltung eines ausreichenden Abstands zur Wasseroberfläche als Unfallursache an. Todesopfer: 0.

15.03.2025, Marston Doles (Warwickshire, Großbritannien): Bei einem zivil betriebenen ehemaligen Militärhubschrauber vom Typ Westland Wasp HAS1 führen Fluglehrer und Flugschüler vor dem Flug Funktionskontrollen durch. Als der Fluglehrer die Hydraulik abschaltet, springt der kollektive Blattverstellhebel plötzlich nach oben und der Hubschrauber hebt unkontrolliert ab. Der Lehrer kann die Kontrolle nicht zurückgewinnen; die Maschine schlägt auf und kippt um. Todesopfer: 0.

14.03.2025, Mogadore (Ohio, USA): Ein privat betriebener Schweizer 269C fliegt bei Dunkelheit nur etwa 6 bis 15m über dem Mogadore Reservoir und kollidiert mit einer über das Wasser verlaufenden Hochspannungsleitung. Der Hubschrauber stürzt rund 60m vom Ufer entfernt in den See. Die NTSB-Untersuchung findet keine Hinweise auf einen technischen Defekt und führt den Unfall auf den extrem niedrigen Nachtflug über dem Wasser zurück. Todesopfer: 1.

14.03.2025, Solent Airport (Hampshire, Großbritannien): Bei einer deutschen Piper PA-24 Comanche mit dem Kennzeichen D-EKKE bricht während der Landung das Fahrwerk zusammen. Die Maschine rutscht auf dem Rumpf über die Landebahn und wird beschädigt. Todesopfer: 0.

13.03.2025, Mesquite (Texas, USA): Eine Cessna 525A Citation CJ2+ startet am Morgen vom Mesquite Metro Airport zu einem Positionierungsflug nach Addison, wo Passagiere aufgenommen werden sollen. Nur wenige Sekunden nach dem Abheben stürzt der Businessjet in einem Waldgebiet ab und wird zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

10.03.2025, Canton (Mississippi, USA): Ein Eurocopter EC135 P2+ des Luftrettungsbetreibers Med-Trans stürzt auf dem Rückflug zur Basis nach einem Patiententransport in einem bewaldeten Sumpfgebiet nahe dem Ross Barnett Reservoir ab und gerät in Brand. Zuvor meldet der Pilot ein Problem mit der Flugsteuerung und versucht eine Notlandung. Der Pilot und die beiden medizinischen Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

09.03.2025, Lancaster (Pennsylvania, USA): Eine Beechcraft A36TC Bonanza stürzt kurz nach dem Start vom Lancaster Airport auf den Parkplatz eines Seniorenwohnkomplexes. Der Pilot hatte unmittelbar nach dem Abheben wegen einer nicht vollständig geschlossenen Tür die Rückkehr zum Flughafen angekündigt. Die Maschine geht beim Absturz in Flammen auf, dennoch überleben alle fünf Menschen an Bord und werden in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 0.

04.03.2025, Plettenberg (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 64-jähriger Pilot aus Bochum ist mit einem Ultraleichtflugzeug vom Typ Wolfgang Dallach Fascination von Würzburg nach Marl unterwegs, als die Maschine bei Plettenberg abstürzt. Der Pilot kommt ums Leben. Polizei und BFU untersuchen die Absturzstelle; Hinweise auf Fremdverschulden ergeben sich nicht, die eigentliche Unfallursache fällt in die Zuständigkeit der BFU. Todesopfer: 1.

01.03.2025, Matheson (Colorado, USA): Eine privat betriebene Van’s RV-7 verunglückt bei Matheson östlich von Colorado Springs. Der Unfall wird vom NTSB als tödlicher General-Aviation-Unfall geführt. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt beim Absturz ums Leben. Todesopfer: 1.

26.02.2025, Manchester (Vermont, USA): Eine Piper PA-28 kollidiert am Morgen in bergigem Gelände bei Manchester mit einem Berghang. Drei Menschen befinden sich an Bord. Die FAA und das NTSB übernehmen die Untersuchung des Absturzes. Todesopfer: 3.

19.02.2025, Marana (Arizona, USA): Eine experimentelle Lancair 360 MK II und eine Cessna 172S einer Flugschule kollidieren gegen 8:25 Uhr in der Platzrunde des Marana Regional Airport in der Luft. In beiden Maschinen befinden sich jeweils zwei Menschen. Die Cessna bleibt trotz der Kollision flugfähig und landet sicher, während die Lancair nahe der Piste abstürzt und in Brand gerät. Todesopfer: 2, beide Insassen der Lancair.

18.02.2025, Worms (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein Sportflugzeug stürzt gegen 14 Uhr kurz nach dem Start vom Flugplatz Worms ab, überschlägt sich und bleibt auf einem angrenzenden Acker liegen. An Bord befinden sich ein 64-jähriger Fluglehrer und sein 39-jähriger Flugschüler. Der Fluglehrer wird schwer, der Schüler leicht verletzt. Die BFU wird in die Untersuchung eingeschaltet. Todesopfer: 0.

18.02.2025, Sankt Augustin-Meindorf (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Leichthubschrauber verunglückt gegen 17 Uhr beim Anflug auf den Flugplatz Bonn/Hangelar und kommt auf einem Feld nahe der A59 auf der Seite zum Liegen. Der 40-jährige Pilot und sein 31-jähriger Passagier können sich selbst aus dem stark beschädigten Hubschrauber befreien und werden zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Die BFU übernimmt die Untersuchung. Todesopfer: 0.

17.02.2025, Toronto (Ontario, Kanada): Eine Bombardier CRJ900 von Endeavor Air verunglückt als Delta-Connection-Flug 4819 bei der Landung auf dem Toronto Pearson International Airport. Die Maschine schlägt hart auf, das rechte Hauptfahrwerk bricht, die rechte Tragfläche wird teilweise abgerissen und das Flugzeug überschlägt sich, sodass der Rumpf auf dem Dach zum Liegen kommt. Trotz des spektakulären Unfallbildes können alle 80 Menschen an Bord evakuiert werden; mehrere werden verletzt. Todesopfer: 0.

16.02.2025, Laredo (Texas, USA): Eine privat betriebene Douglas A-20 Havoc, ein historischer zweimotoriger Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg, stürzt nahe dem Laredo International Airport ab. Da die Maschine zivil betrieben wird, gehört sie trotz ihrer militärischen Vergangenheit in unsere Chronik. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

16.02.2025, Pearland/Houston (Texas, USA): Eine Cessna 172 stürzt gegen 22:45 Uhr in der Nähe des Pearland Regional Airport südlich von Houston ab. Nur der Pilot befindet sich an Bord. Die FAA übernimmt die Untersuchung. Todesopfer: 1.

15.02.2025, Covington (Georgia, USA): Eine Rockwell Commander 112A startet spätabends vom Covington Municipal Airport und stürzt bereits während des Anfangssteigflugs in ein Waldgebiet nördlich der Startbahn. Zum Unfallzeitpunkt herrschen sehr schlechte Sichtbedingungen mit Nebel und niedriger Wolkendecke. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

15.02.2025, Flagler County (Florida, USA): Eine Cessna 208 Caravan stürzt gegen 1 Uhr nachts auf einem Feld im südlichen Flagler County ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. FAA und NTSB untersuchen den Unfall. Todesopfer: 1.

10.02.2025, Scottsdale (Arizona, USA): Ein Gates Learjet 35A gerät nach der Landung auf dem Scottsdale Airport von der Piste ab und kollidiert auf dem Vorfeld mit einer abgestellten Gulfstream G200. Nach Erkenntnissen des NTSB löste sich während des Landeausrollens ein Teil des linken Hauptfahrwerks beziehungsweise dessen Verbindung. Der Kapitän des Learjets stirbt, der Copilot und ein Passagier werden schwer, ein weiterer Passagier leicht verletzt; auch ein Mensch in der abgestellten Gulfstream erleidet schwere Verletzungen. Todesopfer: 1.

06.02.2025, Norton Sound bei Nome (Alaska, USA): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Bering Air verschwindet auf dem Linienflug 445 von Unalakleet nach Nome und stürzt rund zwölf Meilen vor der Küste auf das Packeis des Norton Sound. Inzwischen liegt das Untersuchungsergebnis des NTSB vor: Die Maschine war über ihrem zulässigen Höchstgewicht unterwegs, geriet in stärkere Vereisungsbedingungen als vorhergesagt und verlor bei unzureichender Geschwindigkeit die Kontrolle. Die Enteisungsanlage selbst funktionierte ordnungsgemäß. Todesopfer: 10, der Pilot und alle neun Passagiere.

05.02.2025, Pine Bluff (Arkansas, USA): Eine zweimotorige Beechcraft 58P Baron stürzt am Abend südlich des Pine Bluff Regional Airport ab. Nur der Pilot befindet sich an Bord. Die Maschine wird zerstört; FAA und NTSB untersuchen den Absturz. Todesopfer: 1.

03.02.2025, Geisingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein zweimotoriges Kleinflugzeug wird am Abend auf dem Weg zum Flugplatz Donaueschingen vermisst. Nach einer umfangreichen Suchaktion entdecken Einsatzkräfte das abgestürzte Flugzeug bei Geisingen im Landkreis Tuttlingen. Zur Unfallzeit herrscht starker Nebel. Der einzige Insasse kommt beim Absturz ums Leben; Kriminalpolizei und BFU übernehmen die Ermittlungen. Todesopfer: 1.

03.02.2025, Wokingham (Berkshire, Großbritannien): In einem Robinson R22 Beta verwechselt ein Flugschüler in rund 800ft Höhe die Gemischregelung mit der Vergaservorwärmung und zieht versehentlich das Gemisch auf „lean“, wodurch der Motor ausgeht. Der Fluglehrer übernimmt sofort und leitet eine Autorotation ein, für einen Neustart reicht die Höhe jedoch nicht mehr. Bei der Notlandung kippt der Hubschrauber teilweise um und wird beschädigt. Beide Piloten bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

31.01.2025, Philadelphia (Pennsylvania, USA): Ein Learjet 55 des mexikanischen Luftrettungsunternehmens Jet Rescue Air Ambulance stürzt als Med-Jets-Flug 056 nur etwa eine Minute nach dem Start vom Northeast Philadelphia Airport in ein dicht bebautes Wohn- und Geschäftsgebiet. An Bord befinden sich zwei Piloten, zwei medizinische Crewmitglieder, ein zuvor in Philadelphia behandeltes Mädchen und seine Mutter. Alle sechs Insassen sterben. Durch den Aufprall und die anschließende Explosion werden zahlreiche Gebäude und Fahrzeuge beschädigt; zwei Menschen am Boden sterben an den Folgen des Unglücks, zahlreiche weitere werden verletzt. Die Ursache wird weiterhin vom NTSB untersucht. Todesopfer: 8, davon 6 an Bord und 2 am Boden.

29.01.2025, Washington, D.C. (USA): Eine Bombardier CRJ700 von PSA Airlines kollidiert als American-Airlines-Flug 5342 im Endanflug auf den Ronald Reagan Washington National Airport über dem Potomac River mit einem Sikorsky UH-60L Black Hawk der US Army. Der Regionaljet kommt aus Wichita und hat 60 Passagiere sowie vier Besatzungsmitglieder an Bord. Beide Luftfahrzeuge stürzen in den Potomac, niemand überlebt. Das NTSB stellte inzwischen systemische Mängel unter anderem bei der Gestaltung der Hubschrauberrouten, der Flugsicherung und der Sicherheitsaufsicht fest. Todesopfer: 67, davon 64 im zivilen Verkehrsflugzeug und 3 im Militärhubschrauber.

29.01.2025, Unity State (Südsudan): Eine Beechcraft 1900D der ugandischen Eagle Air, die für Light Air Services eingesetzt wird, stürzt rund zehn Minuten nach dem Start von der Startbahn des Ölfeldes Unity auf dem Weg nach Juba ab. Der Charterflug transportiert überwiegend Mitarbeiter des Ölunternehmens Greater Pioneer Operating Company. 21 Menschen befinden sich an Bord. Nur ein Passagier überlebt schwer verletzt. Augenzeugen berichten, vor dem Absturz habe sich möglicherweise eine Tragfläche gelöst; die endgültige Unfallursache ist damit jedoch nicht festgestellt. Todesopfer: 20.

28.01.2025, Busan (Südkorea): Ein Airbus A321-200 von Air Busan soll als Flug BX391 vom Gimhae International Airport nach Hongkong starten, als noch am Boden im hinteren Kabinenbereich ein Feuer ausbricht. Die Flammen breiten sich rasch über den oberen Rumpf aus und beschädigen das Flugzeug so schwer, dass es abgeschrieben werden muss. Alle 176 Menschen an Bord können über die Notrutschen evakuiert werden; mehrere Personen werden leicht verletzt. Todesopfer: 0.

28.01.2025, Kano (Nigeria): Eine Boeing 737-400 der nigerianischen Max Air erleidet bei der Landung auf dem Mallam Aminu Kano International Airport einen schweren Fahrwerksschaden. Nach dem Aufsetzen platzen Reifen beziehungsweise versagt ein Teil des Fahrwerks, die Maschine kommt beschädigt auf beziehungsweise neben der Piste zum Stillstand. Der Unfall wird als erheblicher Flugunfall mit substanziellem Schaden eingestuft. Todesopfer: 0.

25.01.2025, Everglades bei Hialeah (Florida, USA): Bei einer Cessna 172 treten während des Fluges Motorprobleme auf. Der Pilot führt daraufhin eine Notlandung auf einer unbefestigten Straße in den Everglades nahe Hialeah durch. Beide Menschen an Bord überleben die Notlandung. Todesopfer: 0.

23.01.2025, Columbia (Kalifornien, USA): Eine Cessna 172 stürzt am Nachmittag auf einem Feld bei Columbia ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Die Maschine wird bei dem Unfall erheblich beschädigt; die FAA übernimmt die Untersuchung. Todesopfer: 0 nach den später bekannt gewordenen Angaben zum Unfall.

08.01.2025, Harvard (Illinois, USA): Eine Cessna 182 gerät auf dem Dacy Airport vom Rollweg ab und prallt gegen einen Hangar. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Die Maschine wird bei der Kollision beschädigt, der Pilot überlebt. Todesopfer: 0.

06.01.2025, Temple City (Kalifornien, USA): Eine Cessna 150 stürzt am Morgen in einem Wohngebiet bei Temple City östlich von Los Angeles ab. Zwei Menschen befinden sich an Bord. Das Flugzeug schlägt in der Nähe mehrerer Wohnhäuser auf und wird schwer beschädigt. Beide Insassen überleben den Unfall verletzt. Todesopfer: 0.

03.01.2025, Lubbock (Texas, USA): Eine Cirrus SR22T gerät beim Start vom Lubbock Executive Airpark plötzlich stark nach links. Der Pilot vermutet einen Reifenschaden am linken Hauptfahrwerk und versucht gegenzusteuern, kann die Maschine jedoch nicht mehr auf der Startbahn halten. Die Cirrus kollidiert mit Bäumen und gerät anschließend in Brand. Beide Insassen erleiden leichte Verletzungen. Todesopfer: 0.

03.01.2025, Rockwall (Texas, USA): Bei einer Cessna T206 treten während des Fluges Motorprobleme auf. Der Pilot entscheidet sich zu einer Notlandung auf einem Feld nahe dem Rockwall Municipal Airport. Er befindet sich allein an Bord und überlebt. Todesopfer: 0.

02.01.2025, Fullerton (Kalifornien, USA): Eine experimentell gebaute Van’s RV-10 stürzt kurz nach dem Start vom Fullerton Municipal Airport in das Dach eines Möbel- beziehungsweise Lagergebäudes und löst einen Brand aus. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Im Gebäude werden 19 Menschen verletzt, acht davon schwer. Das NTSB untersucht unter anderem die linke Kabinentür und deren Verriegelung, nachdem die Maschine unmittelbar nach dem Start wieder zum Flughafen zurückkehren wollte. Todesopfer: 2.

02.01.2025, Mount Jefferson/Round Mountain (Nevada, USA): Eine Piper PA-32-300 startet in North Las Vegas zu einem privaten Flug und verschwindet später. Nachdem eine großangelegte Suche zunächst erfolglos bleibt, wird das Wrack am 16. Januar am Fuß der nordöstlichen Flanke des Mount Jefferson auf rund 3.350m Höhe entdeckt. Der Pilot befand sich allein an Bord und kam beim Aufprall ums Leben. Todesopfer: 1.

30.12.2024, Peebles (Ohio, USA): Eine Cessna 310D wird auf einem Überführungsflug von Coldwater in Michigan nach West Union in Ohio geflogen. Für die Maschine, deren Jahresnachprüfung abgelaufen war, bestand eine spezielle Überführungsgenehmigung. Während des Fluges treten Probleme auf; die zweimotorige Cessna stürzt schließlich in einem Waldgebiet bei Peebles ab und wird erheblich beschädigt. Der Berufspilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

29.12.2024, Muan (Südkorea): Eine Boeing 737-800 von Jeju Air kommt als Flug 7C2216 aus Bangkok und gerät beim Landeanflug auf den Flughafen Muan in eine schwere Notlage. Nach Vogelschlägen in beide Triebwerke wird ein Mayday erklärt; beim zweiten Landeversuch setzt die Boeing ohne ausgefahrenes Fahrwerk weit hinter dem normalen Aufsetzpunkt auf, rutscht über die Piste hinaus und prallt mit hoher Geschwindigkeit gegen eine massive Betonkonstruktion des Localizers. Das Flugzeug wird nahezu vollständig zerstört und brennt aus. Nur zwei Flugbegleiter im hinteren Rumpfbereich überleben. Die Ermittlungen beschäftigen sich inzwischen neben den Vogelschlägen und dem Verhalten der Triebwerke besonders mit der fatalen Betonkonstruktion am Bahnende. Todesopfer: 179.

25.12.2024, Aktau (Kasachstan): Eine Embraer 190 von Azerbaijan Airlines befindet sich als Flug J2-8243 mit 67 Menschen an Bord auf dem Weg von Baku nach Grosny. Nach Problemen im Bereich von Grosny wird die Maschine nach Aktau umgeleitet und stürzt beim Versuch einer Notlandung nahe dem Flughafen ab. Untersuchungen zeigen zahlreiche Durchschläge und Fremdkörperschäden am Flugzeug; inzwischen sprechen die verfügbaren Untersuchungsergebnisse sehr deutlich dafür, dass die Embraer durch eine Flugabwehrwaffe beschädigt wurde. Trotz der schweren Beschädigungen gelingt der Besatzung noch der Flug über das Kaspische Meer nach Kasachstan. 29 Menschen überleben den Absturz. Todesopfer: 38, darunter drei Besatzungsmitglieder.

23.12.2024, Fife (Schottland, Großbritannien): Ein Leichtflugzeug verunglückt nahe dem Fife Airport. Wegen der Schwere des Unfalls entsendet die britische AAIB noch am selben Tag ein Ermittlerteam zur Absturzstelle und beginnt eine umfassende Sicherheitsuntersuchung. Todesopfer: 1.

23.12.2024, Bicester (England, Großbritannien): Ein Guimbal Cabri G2 mit dem Kennzeichen G-SHRU setzt auf dem Bicester Aerodrome hart auf, springt wieder in die Luft und schlägt ein zweites Mal auf. Der Hubschrauber bleibt aufrecht, beide Kufen werden jedoch beschädigt. Todesopfer: 0.

22.12.2024, Gramado (Rio Grande do Sul, Brasilien): Eine Piper PA-42-1000 Cheyenne 400LS startet im nahe gelegenen Canela zu einem privaten Flug nach Jundiaí. Bereits wenige Minuten später kollidiert die zweimotorige Maschine in Gramado zunächst mit einem Schornstein, trifft anschließend ein Wohngebäude und stürzt schließlich auf ein Möbelgeschäft. Alle zehn Insassen gehören zur Familie des Unternehmers und Piloten Luiz Claudio Galeazzi. Durch den Absturz und den Brand werden zudem mindestens 17 Menschen am Boden verletzt. Todesopfer: 10, alle Menschen an Bord.

22.12.2024, Belfast (Nordirland, Großbritannien): Eine ATR 72-600 von Emerald Airlines, die für Aer Lingus Regional eingesetzt wird, kommt auf einem Positionierungsflug aus Edinburgh bei starkem und böigem Wind nach Belfast. Bei der harten Landung auf dem Belfast City Airport wird das Bugfahrwerk schwer beschädigt und bricht zusammen. Die ATR kommt mit dem Bug auf der Piste zum Stillstand. Passagiere befinden sich nicht an Bord, lediglich vier Besatzungsmitglieder. Die AAIB eröffnet eine Untersuchung. Todesopfer: 0.

17.12.2024, Honolulu (Hawaii, USA): Eine Cessna 208 Caravan des Frachtunternehmens Kamaka Air stürzt während eines Trainingsfluges kurz nach dem Start beziehungsweise in Flughafennähe in ein leer stehendes, staatliches Gebäude nahe dem Daniel K. Inouye International Airport. Die Maschine wird zerstört. Beide Besatzungsmitglieder kommen ums Leben; im Gebäude befindet sich zum Unfallzeitpunkt niemand. Todesopfer: 2.

16.12.2024, Potrero (Kalifornien, USA): Ein Eurocopter AS350 stürzt am Vormittag in der Nähe von Potrero unweit der mexikanischen Grenze ab. Nur der Pilot befindet sich an Bord. FAA und NTSB übernehmen die Untersuchung des erheblich beschädigten beziehungsweise zerstörten Hubschraubers. Todesopfer: 1.

14.12.2024, West Palm Beach (Florida, USA): Bei einer zweimotorigen Cessna 340 bricht während der Landung auf dem Palm Beach County Park Airport das linke Hauptfahrwerk zusammen. Der Pilot befindet sich allein an Bord und überlebt den Unfall. Todesopfer: 0.

12.12.2024, Greenwich (Connecticut, USA): Eine Tecnam P2008 mit zwei Menschen an Bord meldet auf dem Weg zum Westchester County Airport Motorprobleme. Beim Versuch, den Flughafen zu erreichen, stürzt das Flugzeug auf beziehungsweise unmittelbar neben die Interstate 684 an der Grenze zwischen Connecticut und New York. Einer der beiden Insassen kommt ums Leben, der zweite wird verletzt. Bilder dieses Unfalls werden später im Internet absurderweise als angeblicher Absturz einer mysteriösen Drohne verbreitet. Todesopfer: 1.

11.12.2024, Victoria (Texas, USA): Eine zweimotorige Piper PA-31 Navajo stürzt am Nachmittag in Victoria auf eine Straße beziehungsweise in unmittelbarer Nähe einer viel befahrenen Kreuzung und kollidiert dabei mit Fahrzeugen. Der Pilot befindet sich allein im Flugzeug und wird schwer verletzt; mehrere Menschen am Boden werden ebenfalls verletzt. Todesopfer: 0.

06.12.2024, Balado (Schottland, Großbritannien): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Pegasus Quik setzt nach einem kurzen Schulungsflug auf dem Balado Airfield auf, springt wieder hoch und landet anschließend hart. Dabei bricht das Bugfahrwerk zusammen und das Fluggerät wird beschädigt. Flugschüler und Lehrer überleben. Todesopfer: 0.

27.11.2024, Montréal (Québec, Kanada): Eine Boeing 737-400 der kanadischen Nolinor Aviation befindet sich mit 87 Menschen an Bord auf einem Flug von Québec nach La Baie, als Probleme mit dem Fahrwerk auftreten. Die Besatzung weicht nach Montréal-Mirabel aus und landet dort mit einem nicht ausgefahrenen Hauptfahrwerk; die Maschine wird erheblich beschädigt, alle Insassen können das Flugzeug verlassen. Todesopfer: 0.

25.11.2024, Hettstadt (Bayern, Deutschland): Eine Cessna gerät beim Landeanflug auf den Flugplatz Hettstadt im Landkreis Würzburg außer Kontrolle, touchiert rund 300m vor dem Flugplatz ein Auto und stürzt auf die Staatsstraße, wo sie auf dem Dach liegen bleibt. Der 76-jährige Pilot kann sich selbst befreien und wird leicht verletzt; der Autofahrer bleibt unverletzt. Polizei und BFU untersuchen den Unfall. Todesopfer: 0.

25.11.2024, Vilnius (Litauen): Eine Boeing 737-400SF der spanischen Swiftair fliegt im Auftrag von DHL von Leipzig/Halle nach Vilnius und schlägt im Endanflug vor der Landebahn 19 auf. Die Maschine rutscht weiter und trifft den Bereich eines Wohnhauses, das teilweise zerstört wird und in Brand gerät. Der Kapitän stirbt, der Copilot und zwei weitere Insassen werden schwer verletzt; die Bewohner des Hauses können gerettet werden. Die litauische Untersuchungsbehörde führt weiterhin eine Sicherheitsuntersuchung durch. Todesopfer: 1.

22.11.2024, Hay (New South Wales, Australien): Ein Aérospatiale AS332L1 Super Puma befindet sich mit Pilot und einem weiteren Besatzungsmitglied auf einem Überführungsflug von Broken Hill nach Albury, wo der Hubschrauber als Löschhubschrauber eingesetzt werden soll. Nach starken Vibrationen und Problemen mit der Heckrotorsteuerung leitet der Pilot eine Autorotation ein. Bei der harten Landung überschlägt sich der Hubschrauber und wird zerstört. Beide Insassen werden zunächst schwer verletzt; der zweite Insasse stirbt später an seinen Verletzungen. Todesopfer: 1.

14.11.2024, Kitty Hawk (Gauteng, Südafrika): Eine privat betriebene Jabiru J430 verunglückt bei der Landung auf dem Flugplatz Kitty Hawk und wird erheblich beschädigt. Der 19-jährige Pilot überlebt den Unfall; die südafrikanische Luftfahrtbehörde untersucht unter anderem den Ablauf des Landeanflugs und die Kontrolle über das Flugzeug. Todesopfer: 0.

11.11.2024, Al Badyah/Fujairah (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Cessna 172R der Fujairah Aviation Academy startet mit einem Fluglehrer und einem Flugschüler zu einem Ausbildungsflug vom Fujairah International Airport. Während des Trainings stürzt die Maschine vor Al Badyah ins Meer und wird zerstört. Beide Piloten kommen ums Leben. Die Untersuchung wird von der Air Accident Investigation Sector der Vereinigten Arabischen Emirate geführt. Todesopfer: 2.

10.11.2024, Bogotá (Kolumbien): Eine Boeing 727-200F der Frachtfluggesellschaft Aerosucre gerät beim Start vom Flughafen Bogotá über das Ende der Startbahn hinaus und kollidiert mit Teilen der ILS-Anlage. Die Besatzung kann den Start dennoch fortsetzen und kehrt nach der Feststellung der Schäden nach Bogotá zurück. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, die Besatzung überlebt. Todesopfer: 0.

09.11.2024, São Paulo (Brasilien): Eine Boeing 737-400F von Total Linhas Aéreas befindet sich auf einem Frachtflug von Vitória nach São Paulo-Guarulhos, als im Frachtraum ein Feuer ausbricht. Die Piloten führen eine Notlandung durch und können das Flugzeug verlassen. Trotz des Einsatzes der Flughafenfeuerwehr breitet sich der Brand aus und zerstört große Teile der Maschine; die Boeing muss abgeschrieben werden. Todesopfer: 0.

05.11.2024, Mesa (Arizona, USA): Ein Honda HA-420 HondaJet beschleunigt auf dem Falcon Field Airport zum Start nach Provo in Utah. Der Start wird abgebrochen, doch der Jet kann nicht mehr rechtzeitig stoppen, durchbricht den Flughafenzaun und kollidiert auf einer angrenzenden Straße mit einem Auto. Vier der fünf Menschen im HondaJet sterben, darunter ein zwölfjähriger Junge; auch der Fahrer des Autos kommt ums Leben. Der Pilot überlebt schwer verletzt. Es ist der erste tödliche Unfall eines HondaJet seit Einführung des Musters. Todesopfer: 5, davon 4 im Flugzeug und 1 am Boden.

02.11.2024, Montevideo (Uruguay): Ein Airbus A321neo von JetSmart Chile kommt als Flug JA761 aus Rio de Janeiro und setzt bei der Landung in Montevideo außergewöhnlich hart auf. Das Flugzeug wird dabei beschädigt und muss anschließend technisch untersucht werden; die Insassen überleben den Unfall. Todesopfer: 0.

01.11.2024, Cullinan (Gauteng, Südafrika): Eine Jabiru J170 startet vom Rhino Park Aerodrome zu einem nächtlichen Ausbildungsflug. Während des Trainings stürzt das Flugzeug auf einer Farm bei Cullinan ab. Fluglehrer und Flugschüler kommen ums Leben. Die südafrikanische Luftfahrtbehörde führt den Flug ausdrücklich als Ausbildungsbetrieb und untersucht die Unfallursache. Todesopfer: 2.

26.10.2024, The Oaks/Belimbla Park (New South Wales, Australien): Eine Cessna 182 und eine Jabiru UL 450 kollidieren südwestlich von Sydney in unkontrolliertem Luftraum nahezu frontal. In der Cessna findet gerade eine praktische Prüfung für eine Berufspilotenlizenz statt; an Bord sind der Prüfling und ein Prüfer. Die Jabiru wird von einem einzelnen Privatpiloten geflogen. Bei der Kollision werden an beiden Flugzeugen die linken Tragflächen abgetrennt, beide Maschinen stürzen ab und werden zerstört. Todesopfer: 3.

26.10.2024, Kamen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 70-jähriger Pilot startet mit einem Segelflugzeug und gerät bereits kurz nach dem Abheben nach rechts von der vorgesehenen Flugbahn ab. Das Segelflugzeug stürzt auf ein Feld; der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wird in die Ermittlungen einbezogen. Todesopfer: 1.

25.10.2024, Driedorf (Hessen, Deutschland): Bei einem Kleinflugzeug fällt während des Fluges das Triebwerk aus. Der 51-jährige Pilot entscheidet sich zu einer Notlandung auf einem Acker in der Nähe eines Sportplatzes. Die Maschine wird dabei beschädigt, der allein fliegende Pilot bleibt jedoch unverletzt. Todesopfer: 0.

24.10.2024, Bonny Finima/Port Harcourt (Nigeria): Eine Sikorsky S-76C+ von East Wind Aviation ist mit acht Menschen an Bord auf dem Weg von Port Harcourt zu einer Offshore-Ölplattform, als der Hubschrauber vor Bonny Finima in den Atlantik stürzt. Eine großangelegte Suchaktion wird eingeleitet. Bereits am Unfalltag werden drei Leichen geborgen; letztlich gibt es keine Überlebenden. Todesopfer: 8.

22.10.2024, Bacchus Marsh (Victoria, Australien): Der allein fliegende Pilot einer Cessna 150L bricht zunächst einen Startversuch ab, rollt zurück und startet vier Minuten später erneut. Im Anfangssteigflug steigt die Maschine ungewöhnlich steil, die linke Tragfläche kippt ab und die Cessna stürzt nahezu senkrecht auf ein Feld. Die spätere ATSB-Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass das Flugzeug bei starken und böigen Windverhältnissen wahrscheinlich zu langsam war und in geringer Höhe überzog; technische Mängel werden nicht festgestellt. Todesopfer: 1.

20.10.2024, Bürg-Vöstenhof/Gahns (Niederösterreich, Österreich): Ein 57-jähriger Pilot startet mit einem einsitzigen deutschen Motorsegler vom Typ Alexander Schleicher ASW 27-18E beziehungsweise ASG 29 Es in Wiener Neustadt zu einem Streckenflug. Nachdem die Maschine vermisst wird, beginnt eine Suchaktion. In der Nacht wird das Wrack in dicht bewaldetem Gelände am Gahns gefunden. Der Pilot hat den Absturz nicht überlebt. Todesopfer: 1.

17.10.2024, Batchley Farm (Hampshire, Großbritannien): Beim Landeanflug mit einer Aeroprakt A22-L Foxbat wird der Pilot von der tief stehenden Sonne geblendet. Das Flugzeug berührt eine Hecke, dreht sich herum und bleibt darin liegen. Die AAIB führt den Unfall als Record-only-Untersuchung. Todesopfer: 0.

16.10.2024, Räyskälä (Finnland): Eine zivil betriebene North American T-6 Texan aus deutschem Besitz startet zu einem Testflug, bevor sie nach Deutschland überführt werden soll. Kurz nach dem Start stürzt das historische Flugzeug ab und gerät in Brand. Beide Insassen sind deutsche Staatsbürger und erfahrene Piloten; einer von ihnen ist ein langjähriger ehemaliger Lufthansa- und Condor-Kapitän. Nach Angaben der finnischen Untersucher stand das Triebwerk beim Aufprall mit hoher Wahrscheinlichkeit still. Todesopfer: 2.

16.10.2024, Egelsbach (Hessen, Deutschland): Ein Kleinflugzeug verunglückt beim Anflug auf den Flugplatz Frankfurt-Egelsbach und muss eine Bruchlandung durchführen. Die Pilotin übersteht den Unfall unverletzt. Die BFU wird über den Unfall informiert und untersucht den Hergang. Todesopfer: 0.

11.10.2024, Cotswold Airport (England, Großbritannien): Ein Flugschüler befindet sich mit einem Robinson R44 auf seinem ersten Alleinflug. Beim Abheben steigt die Nase stärker als erwartet, der Schüler wird dadurch abgelenkt und der auf weichem Untergrund stehende Hubschrauber rollt nach rechts. Die Rotorblätter schlagen in den Boden und der R44 wird erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

10.10.2024, Carlisle (Cumbria, Großbritannien): Bei einer Flight Design CTSW öffnet sich kurz nach dem Abheben die linke Kabinentür. Der Pilot verliert während des Starts die Kontrolle über das Ultraleichtflugzeug, das auf den Boden schlägt und schwer beschädigt wird. Der Pilot erleidet schwere Verletzungen. Todesopfer: 0.

10.10.2024, Leicester (England, Großbritannien): Eine Piper PA-28-161 rollt nach der Landung zum Abstellplatz. Der Pilot kennt den Flugplatz nicht und versucht während des Rollens herauszufinden, wo er parken soll. Dabei kollidiert die Piper mit einer Tankanlage und beschädigt eine Tragfläche. Todesopfer: 0.

04.10.2024, Bakersfield (Kalifornien, USA): Während eines Fluges mit einer Beechcraft King Air C90A wird der Pilot medizinisch handlungsunfähig. Ein Passagier ohne Pilotenlizenz übernimmt die Steuerung und wird von einem Fluglotsen zur Landung auf dem Meadows Field Airport geführt. Die King Air setzt tatsächlich auf der Piste auf und rollt anschließend ins Gras. Der Pilot stirbt infolge seines medizinischen Notfalls, nicht durch die Landung; die übrigen Insassen überleben. Todesopfer im Zusammenhang mit dem Ereignis: 1.

03.10.2024, Athey’s Moor (Northumberland, Großbritannien): Weil die Batterie eines Pegasus Quantum 15 leer ist, startet der Pilot den Motor von Hand, während er außerhalb des Ultraleichtflugzeugs steht. Der Motor springt an, das unbemannte Fluggerät setzt sich selbstständig in Bewegung, hebt tatsächlich ab und fliegt ohne jemanden an Bord davon. Radar verfolgt den unfreiwillig autonomen Ausflug über die Küste hinaus auf die Nordsee, wo das Fluggerät vermutlich abstürzt. Ein Flugunfall, bei dem immerhin der Pilot die bemerkenswerte Entscheidung getroffen hatte, nicht mitzufliegen. Todesopfer: 0.

02.10.2024, Dülmen/Borkenberge (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Zwei Segelflugzeuge kollidieren gegen 13:46 Uhr nahe dem Flugplatz Borkenberge in der Luft und stürzen getrennt voneinander ab. Eines der Wracks liegt im offenen Gelände, das andere in einem Waldstück. Eine zunächst groß angelegte Suche bestätigt schließlich, dass sich in jeder Maschine nur der jeweilige Pilot befand. Beide kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

01.10.2024, Petershagen-Meßlingen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 58-jähriger Mann startet mit seinem Ultraleichtflugzeug nahe seinem Wohnort zu einem Rundflug. Nach einer Schleife stürzt das Fluggerät nur wenige hundert Meter vom Ausgangspunkt entfernt in ein Waldstück und wird vollständig zerstört. Der Pilot wird zunächst lebend, aber mit schwersten Verletzungen geborgen und in ein Krankenhaus gebracht, wo er später stirbt. BFU und Bezirksregierung werden eingeschaltet. Todesopfer: 1

27.09.2024, Leicester (England, Großbritannien): Ein Guimbal Cabri G2 gerät am Ende eines Schulungsfluges beim Schweben in eine zunehmend schnelle Linksdrehung. Der Hubschrauber vollführt vier vollständige Drehungen und schlägt anschließend auf dem Boden auf. Die AAIB findet keine technischen Defekte, die den Kontrollverlust verursacht haben könnten; wahrscheinlich wurde das erforderliche Gegenpedal nicht vollständig oder nicht lange genug betätigt. Der Fluglehrer meldet nach dem Unfall keine Verletzungen und stirbt sieben Tage später an einer nicht mit dem Unfall zusammenhängenden Erkrankung. Todesopfer durch den Flugunfall: 0.

25.09.2024, Landsberg am Lech-Pitzling (Bayern, Deutschland): Bei einem Ultraleichtflugzeug treten am Abend während des Fluges Motorprobleme auf. Der 59-jährige Pilot entscheidet sich zu einer Notlandung am Holzangerberg bei Pitzling. Die Maschine kommt auf dem Gelände zum Stehen; der Pilot und sein neunjähriger Begleiter bleiben unverletzt. Als Ursache wird zunächst ein Motorschaden vermutet. Todesopfer: 0.

22.09.2024, Bamberg (Bayern, Deutschland): Ein 58-jähriger Segelflugpilot befindet sich im Landeanflug auf den Flugplatz Bamberg, als seine Maschine die Preisanzeigetafel einer unmittelbar benachbarten Tankstelle touchiert und auf deren Gelände abstürzt. Der Pilot wird schwer verletzt aus dem Wrack geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Zwei abgestellte Autos werden ebenfalls beschädigt, die eigentliche Tankanlage bleibt glücklicherweise unversehrt. Todesopfer: 0.

19.09.2024, Oxenhope (England, Großbritannien): Eine Piper PA-28R-200 Cherokee Arrow II gerät im Endanflug auf Oxenhope in einen starken Abwind. Das linke Hauptfahrwerk trifft eine Trockensteinmauer. Der Pilot bricht die Landung ab und fliegt mit dem beschädigten Flugzeug weiter nach Tatenhill, wo die Maschine landet. Todesopfer: 0.

13.09.2024, südlich von Bendigo (Victoria, Australien): Eine BRM Aero Bristell Classic startet in Penfield zu einem privaten Freizeitflug nach Kyneton und stürzt etwa 32km südlich des Flughafens Bendigo ins Gelände. Das Flugzeug wird beim Aufprall und anschließenden Brand zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

11.09.2024, Meridian/Centennial Airport (Colorado, USA): Eine Cessna 172S der ATP Flight School verunglückt während eines Ausbildungsfluges kurz nach dem Start vom Centennial Airport. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt; beide Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

08.09.2024, Lloydminster (Alberta, Kanada): Eine Cessna U206F des Unternehmens KBM Forestry Consultants führt mit zwei Besatzungsmitgliedern einen gewerblichen Kontrollflug entlang von Stromleitungen durch. Bei einer engen Rechtskurve in nur etwa 200 bis 300ft Höhe gerät das Flugzeug in einen Strömungsabriss und schlägt drei Sekunden später auf dem Boden auf. Der Pilot stirbt unmittelbar, der als Beobachter eingesetzte zweite Insasse drei Tage später an seinen Verletzungen. Todesopfer: 2.

08.09.2024, Ingelfingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Segelflugzeug sackt kurz nach dem Start in etwa 25m Höhe aus zunächst ungeklärter Ursache ab, streift Bäume und schlägt anschließend auf dem Boden auf. Der 54-jährige Pilot und sein elfjähriger Passagier werden schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Todesopfer: 0.

08.09.2024, Heist/Uetersen (Schleswig-Holstein, Deutschland): Ein 78-jähriger Pilot muss mit seinem Ultraleichtflugzeug nach Motorproblemen nahe dem Flugplatz Uetersen-Heist notlanden. Die Maschine stürzt nicht bis zum Boden, sondern bleibt in rund 20 bis 23m Höhe in Baumkronen hängen. Weil eine Drehleiter nicht herankommt, wird der Pilot in einer spektakulären Aktion mit der 90m langen Seilwinde des Rettungshubschraubers Christoph Hansa geborgen. Er bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

07.09.2024, Bad Sassendorf (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Cessna 172 stürzt gegen 16:30 Uhr unmittelbar nach dem Start vom Flugplatz Bad Sassendorf im Kreis Soest ab. Beide Insassen kommen bei dem Absturz ums Leben. Todesopfer: 2.

07.09.2024, Belhus Woods/Essex (England, Großbritannien): Kurz nach dem Start meldet der Pilot einer Jodel D120 ein Triebwerksproblem. Offenbar versucht er, zum Flugplatz zurückzukehren; dabei verliert er die Kontrolle über die Maschine, die im Belhus Woods Country Park aufschlägt. Der Pilot wird schwer verletzt. Die AAIB kann die Ursache des ursprünglichen Motorproblems später nicht eindeutig feststellen. Todesopfer: 0.

05.09.2024, Kulmbach (Bayern, Deutschland): Ein Pilot versucht gegen 14:10 Uhr mit einem Ultraleichtflugzeug vom Flugplatz Kulmbach zu starten. Starker Seitenwind führt zu Problemen, der Pilot verliert während des Startvorgangs die Kontrolle und das Fluggerät kippt neben der Piste auf einer Wiese um. Der Pilot bleibt unverletzt, am Fluggerät entsteht erheblicher Schaden. Todesopfer: 0.

04.09.2024, Wemindji (Québec, Kanada): Eine Beechcraft King Air A100 von Propair startet mit zwei Besatzungsmitgliedern und drei Passagieren zu einem medizinischen Evakuierungsflug nach Chisasibi. Im Anfangssteigflug beginnt die Maschine wieder zu sinken und schlägt rund 700m hinter dem Ende der Startbahn in Bäume ein. Den Piloten gelingt es trotz erheblicher Schäden an Tragflächen, Propeller, Triebwerk und Leitwerk, wieder Höhe zu gewinnen und anschließend sicher in Wemindji zu landen. Todesopfer: 0.

03.09.2024, Razdolye (Oblast Irkutsk, Russland): Ein Mi-171A2 von Barguzin Airlines befindet sich mit vier Besatzungsmitgliedern und zwei medizinischen Mitarbeitern auf einem zivilen Luftrettungseinsatz, als der Hubschrauber rund 8km südwestlich von Razdolye verunglückt und erheblich beschädigt wird. Zwei Besatzungsmitglieder werden verletzt. Die inzwischen abgeschlossene Untersuchung führt den Flug ausdrücklich als kommerziellen Lufttransport beziehungsweise Luftarbeit, weshalb er in unsere zivile Chronik gehört. Todesopfer: 0.

01.09.2024, Moora (Western Australia, Australien): Eine Cessna U206F von Fly Esperance befindet sich mit einem Piloten und fünf Passagieren auf einem kurzen lokalen Rundflug. Bei der Landung springt die Maschine zweimal wieder hoch; der Pilot leitet ein Durchstartmanöver ein, verändert dabei jedoch die Klappenstellung falsch. Die Cessna verliert Höhe, die rechte Tragfläche berührt den Boden und das Flugzeug setzt anschließend auf einem Feld neben der Piste auf. Alle sechs Insassen können die Maschine verlassen. Todesopfer: 0.

01.09.2024, Chesterfield (Derbyshire, Großbritannien): Eine SportStar SLM startet vom Coal Aston Airfield und gerät kurz darauf in Wetterbedingungen, die für einen Sichtflug ungeeignet sind. Nach mehreren sinkenden Kreisen über Chesterfield verliert der Pilot die Kontrolle; das Leichtflugzeug schlägt auf dem Boden auf. Der allein fliegende Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

31.08.2024, Troutdale (Oregon, USA): Eine Cessna 421C Golden Eagle startet vom Troutdale Airport zu einem lokalen Flug. Kurz nach dem Start meldet der Pilot Probleme mit der Steuerung und versucht zurückzukehren. Die zweimotorige Maschine stürzt jedoch in ein Wohngebiet und setzt mehrere Häuser in Brand. Beide Menschen an Bord sowie eine Bewohnerin eines Hauses kommen ums Leben. Todesopfer: 3, davon 2 im Flugzeug und 1 am Boden.

27.08.2024, Defford (Worcestershire, Großbritannien): Eine Piper PA-18-150 Super Cub weicht beim Start vom Croft Farm Airstrip nach links ab, hebt mit relativ geringer Geschwindigkeit ab und fliegt auf Hindernisse zu. Die Maschine steigt steil, trifft einen Baum und stürzt anschließend nahezu senkrecht zu Boden. Die AAIB findet keinen technischen Defekt, kann aber die ursprüngliche Abweichung nach links nicht abschließend erklären. Todesopfer: 1.

23.08.2024, Illmensee (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 61-jähriger Pilot ist mit einem Ultraleichtflugzeug von der Slowakei nach Frankreich unterwegs, als Motorprobleme auftreten. Er versucht zunächst, Pfullendorf zu erreichen, muss aber bei Illmensee auf einem Feld notlanden. Das Fluggerät wird dabei zum Totalschaden, der allein fliegende Pilot bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

22.08.2024, Chachoengsao (Thailand): Eine Cessna 208B Grand Caravan stürzt auf einem Inlandsflug von Bangkok nach Ko Mai Si in ein Mangrovengebiet bei Wat Khao Din. Das Flugzeug wird beim Aufprall vollständig zerstört. An Bord befinden sich zwei Piloten und sieben Passagiere. Todesopfer: 9.

20.08.2024, Minden (Nevada, USA): Ein Flugzeug verunglückt auf beziehungsweise unmittelbar am Minden-Tahoe Airport. Der 68-jährige Pilot Randal Abraham stirbt noch an der Unfallstelle, sein 52-jähriger Passagier wird verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Todesopfer: 1.

16.08.2024, Le Lavandou (Frankreich): Eine zivil betriebene Fouga CM.170 Magister nimmt an einer Flugvorführung an der französischen Mittelmeerküste teil. Während des Displays verliert der Pilot die Kontrolle, der historische Jet stürzt ins Meer. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

12.08.2024, Cairns (Queensland, Australien): Ein Robinson R44 II wird in der Nacht unbefugt vom Flughafen Cairns gestartet. Der 23-jährige Pilot, der für den Betreiber am Boden gearbeitet hatte und zuvor Alkohol konsumiert hatte, fliegt mehrfach über das Stadtgebiet und kollidiert schließlich mit dem Dach des DoubleTree-Hotels. Der Hubschrauber brennt aus; zwei Hotelgäste werden wegen Rauch beziehungsweise leichter Verletzungen behandelt. Todesopfer: 1.

09.08.2024, Vinhedo (São Paulo, Brasilien): Eine ATR 72-500 von Voepass befindet sich als Flug 2283 von Cascavel nach São Paulo-Guarulhos, als sie in etwa 17.000ft Höhe die Kontrolle verliert. Videos zeigen die Maschine in einem nahezu flachen Trudeln, bevor sie senkrecht in ein Wohngebiet stürzt. Die Untersuchung beschäftigt sich insbesondere mit starker Vereisung, den Einteisungssystemen und dem Verhalten der Besatzung. Am Boden wird niemand getötet. Todesopfer: 62, alle Menschen an Bord.

09.08.2024, Cerro Castillo (Chile): Eine Piper PA-31 Navajo C verschwindet auf einem Flug im Süden Chiles und wird später in einer schwer zugänglichen Schlucht gefunden. Alle Menschen an Bord kommen beim Absturz ums Leben. Todesopfer: 7.

04.08.2024, Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 53-jähriger Pilot verliert beim Landeanflug auf den Flugplatz Porta Westfalica die Kontrolle über seinen kleinen Motorsegler und stürzt in ein Kornfeld unmittelbar neben dem Flugplatz. Der allein fliegende Mann wird mittelschwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Todesopfer: 0.

03.08.2024, Rhigos (Wales, Großbritannien): Beim Üben von Landeanflügen verwechselt der Pilot einer Jodel DR11 die Gemischregelung mit der Vergaservorwärmung und stellt dadurch versehentlich den Motor ab. Ein Neustart gelingt nicht dauerhaft; die Maschine schlägt bei der folgenden Notlandung gegen eine Böschung. Der Pilot erleidet schwere Gesichts- und Wirbelsäulenverletzungen. Todesopfer: 0.

30.07.2024, Killucan (County Westmeath, Irland): Ein Bell 505 Jet Ranger X führt mit Fluglehrer und Flugschüler Übungsautorotationen durch. Bei der sechsten Autorotation geht in geringer Höhe die Kontrolle verloren. Der Hubschrauber schlägt auf einem Feld auf und kollidiert anschließend mit einem landwirtschaftlichen Gebäude. Beide Insassen sterben. Todesopfer: 2.

29.07.2024, bei Qaqortoq (Grönland): Eine in Deutschland registrierte Piper PA-46 Malibu mit zwei deutschen Piloten an Bord befindet sich auf dem Weg von Goose Bay in Kanada nach Narsarsuaq, als sie etwa 30NM vor dem Ziel im Meer notwassern muss. Die Piloten setzen einen Mayday-Ruf ab, steigen in eine Rettungsinsel und werden vom dänischen Arktisk Kommando lokalisiert und gerettet. Todesopfer: 0.

28.07.2024, Thorganby (North Yorkshire, Großbritannien): Eine Reims-Cessna FRA150L gerät während eines Kunstfluges in ein voll entwickeltes Linkstrudeln. Bei der versuchten Ausleitung wird das Höhenruder nicht weit genug nach vorn gedrückt, sodass die Tragflächen nicht aus dem überzogenen Zustand kommen. Die Maschine trudelt bis zum Boden. Todesopfer: 1.

28.07.2024, Merritt (British Columbia, Kanada): Bei einem selbstgebauten Amphibienflugzeug vom Typ Taylor Coot A löst sich im Anflug eine Tragfläche. Das Flugzeug stürzt ab, beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

24.07.2024, Kathmandu (Nepal): Eine Bombardier CRJ200LR von Saurya Airlines startet zu einem Überführungsflug nach Pokhara, wo eine größere Wartung durchgeführt werden soll. Kurz nach dem Abheben gerät die Maschine in einen extremen Flugzustand, kippt nach rechts und stürzt noch auf dem Flughafengelände ab. Von 19 Menschen an Bord überlebt nur der Kapitän schwer verletzt. Die spätere Untersuchung beschreibt einen tiefen Strömungsabriss nach fehlerhaftem Rotieren beim Start. Todesopfer: 18.

20.07.2024, Glacier Bay National Park (Alaska, USA): Eine Beechcraft A35 Bonanza aus dem Jahr 1948 stürzt in bergigem Gelände nahe Gustavus ab. Teile des Wracks werden an einem Berg sowie mehrere tausend Fuß tiefer gefunden. Alle drei Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

18.07.2024, Tofino (British Columbia, Kanada): Eine Cessna 421C startet mit einem Piloten und zwei Passagieren vom Tofino/Long Beach Airport Richtung Portland. Kurz nach dem Start werden Flammen am rechten Triebwerk beobachtet. Die Maschine versucht zurückzukehren und fliegt in geringer Höhe eine Platzrunde; im weiteren Verlauf kommt es zum Absturz. Todesopfer: 2; ein Insasse überlebt schwer verletzt.

13.07.2024, Spanhoe (Northamptonshire, Großbritannien): Der Pilot einer Extra EA-200 beginnt nach dem Anflug auf den Flugplatz mit Kunstflugmanövern in geringer Höhe. Nach einem senkrechten Steigflug gerät die Maschine in ein aufrechtes Flachtrudeln, aus dem sie vor dem Boden nicht mehr ausgeleitet wird. Die AAIB kann weder eine mögliche Einschränkung der Steuerung noch eine plötzliche gesundheitliche Beeinträchtigung des Piloten vollständig ausschließen. Todesopfer: 1.

13.07.2024, Wasentegernbach/Grünbach (Bayern, Deutschland): Bei einem Rundflug während des Flugplatzfestes in Wasentegernbach stellt der Pilot eines Ultraleicht-Tragschraubers kurz nach dem Start einen technischen Defekt fest. Bei der folgenden Notlandung auf einem Feld bei Grünbach kippt der Tragschrauber um und wird zum Totalschaden. Pilot und Passagier bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

12.07.2024, Kolomna/Ozyory (Russland): Ein Sukhoi Superjet 100 von Gazpromavia startet nach Wartungsarbeiten zu einem Überführungs- beziehungsweise Testflug vom Flughafen Lukhovitsy. Wenige Minuten später geht die Kontrolle verloren und der Jet stürzt in ein Waldgebiet. Passagiere befinden sich nicht an Bord. Todesopfer: 3, die gesamte Besatzung.

11.07.2024, Nā Pali Coast/Kauaʻi (Hawaii, USA): Ein Robinson R44 von Ali‘i Kaua‘i Air Tours befindet sich mit einem Piloten und zwei Passagieren auf einem touristischen Rundflug, als der Hubschrauber bei starkem Wind in der Luft auseinanderbricht und ins Meer stürzt. Die spätere NTSB-Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Turbulenzen zu einem extremen Ausschlag der Rotorblätter führten, die daraufhin Teile des Hubschraubers trafen. Todesopfer: 3.

11.07.2024, Portaferry (Nordirland, Großbritannien): Ein Leichtflugzeug muss im Bereich Abbacy Road eine Notlandung auf einem Feld durchführen. Beide Insassen können die Maschine selbst verlassen und erleiden keine schweren Verletzungen. Todesopfer: 0.

07.07.2024, Rutherfordton (North Carolina, USA): Eine Cessna 182 befindet sich nach einem Fallschirmsprung-Einsatz auf einem Positionierungsflug. Neben dem Piloten sind zwei Fallschirmsprunglehrer an Bord. Radardaten zeigen mehrere sinkende Spiralen, bevor die Maschine auf dem Boden aufschlägt. Todesopfer: 3.

05.07.2024, Bentierode (Niedersachsen, Deutschland): Bei einem Motorsegler fällt während des Fluges der Motor aus. Das Flugzeug sinkt so weit, dass es beinahe Baumkronen berührt, bevor dem Piloten eine Außenlandung auf einem Feld gelingt. Das Fahrwerk wird beschädigt, beide Insassen bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

01.07.2024, Liebätz/Nuthe-Urstromtal (Brandenburg, Deutschland): Ein Sportflugzeug stürzt gegen 13:20 Uhr in einem Waldstück bei Liebätz im Landkreis Teltow-Fläming ab. Der allein fliegende Pilot wird noch an der Absturzstelle tot aufgefunden. Todesopfer: 1.

30.06.2024, Trout Creek bei Sidney (New York, USA): Eine Piper PA-46 Malibu befindet sich auf einem privaten Flug von Oneonta nach Charleston in West Virginia. Die Maschine gerät in einen rapiden Sinkflug und stürzt in bewaldetes Gelände. Der Pilot und seine vier Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

30.06.2024, Collégien (Frankreich): Eine Reims-Cessna F172N kollidiert während des Landeanflugs mit Hochspannungsleitungen und stürzt auf eine Autobahn beziehungsweise unmittelbar in deren Bereich östlich von Paris. Alle drei Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 3.

30.06.2024, Selden (Kansas, USA): Eine historische Waco YKC gerät bei schlechten Sichtbedingungen in eine Folge von Kurven und schließlich in einen steilen Sinkflug. Die Maschine schlägt mit starker Rechtsneigung und deutlich gesenkter Nase auf. Todesopfer: 2.

30.06.2024, Heveningham Hall (Suffolk, Großbritannien): Eine zweisitzige Jodel D18 verunglückt bei der Landung auf dem Gelände von Heveningham Hall. Ein Mann und eine Frau werden verletzt und ins Krankenhaus gebracht, können dieses aber später wieder verlassen. Todesopfer: 0.

28.06.2024, Fort Good Hope (Northwest Territories, Kanada): Bei einem Bell 212, der bei der Bekämpfung eines Waldbrandes eingesetzt werden soll, löst sich kurz nach dem Abheben ein Hauptrotorblatt. Wenig später trennt sich ein weiteres Blatt vom Rotorkopf, worauf der Hubschrauber zu Boden stürzt. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

27.06.2024, Mulgathing Station (South Australia, Australien): Der Pilot einer Cessna 172N unterstützt aus geringer Höhe das Zusammentreiben beziehungsweise Auffinden von Schafen. Ein Zeuge sieht die Maschine bis auf etwa 50ft sinken, anschließend steil steigen und nach links drehen. Dabei kommt es zum Strömungsabriss und Trudeln in zu geringer Höhe für eine erfolgreiche Ausleitung. Der Pilot besaß zudem nicht die für diese Art Tiefflug erforderliche Berechtigung. Todesopfer: 1.

24.06.2024, Hünxe (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug muss am Abend auf einem Feld notlanden und überschlägt sich beziehungsweise kommt auf dem Dach zum Liegen. Der 67-jährige Pilot und sein 71-jähriger Copilot können sich selbst aus dem Fluggerät befreien und bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

18.06.2024, Eddsfield (East Yorkshire, Großbritannien): Eine Piper PA-28-140 verliert kurz nach dem Start beim Überfliegen der Bäume am Ende der Startbahn an Höhe. Die Maschine kollidiert mit dem Gelände und wird zerstört. Der Pilot und seine beiden Passagiere werden verletzt, können den Unfall aber überleben. Todesopfer: 0.

11.06.2024, Schluchsee (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 68-jähriger erfahrener Segelflugpilot stürzt im Gemeindegebiet Schluchsee im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ab. Rettungskräfte können ihm nicht mehr helfen; er stirbt noch an der Unfallstelle. Die Ursache ist zunächst unklar. Todesopfer: 1.

08.06.2024, Hamm (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Ikarus C42 B verunglückt beim Start vom Flugplatz Hamm-Lippewiesen. Fluglehrer und Flugschüler werden schwer verletzt; auch eine Mitarbeiterin des Rettungsdienstes wird im Zusammenhang mit dem Einsatz verletzt. Das Ultraleichtflugzeug wird erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

05.06.2024, Barlavington (West Sussex, Großbritannien): Der Pilot eines Segelflugzeugs vom Typ Mini Nimbus C versucht während eines geplanten fünfstündigen Fluges trotz geringer Höhe weiterhin Thermik zu nutzen, anstatt rechtzeitig eine Außenlandung einzuleiten. Nach zwei Kontrollverlusten beziehungsweise Strömungsabrissen berührt das Segelflugzeug Baumkronen und stürzt ab. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

25.05.2024, Hinton-in-the-Hedges (England, Großbritannien): Zwei Segelflugzeuge, eine Discus B und eine Standard Cirrus, kehren nach einem Vereinswettbewerb zum Flugplatz zurück und nähern sich praktisch gleichzeitig zur Landung. Beide Piloten melden ihre Position entgegen dem vorgesehenen Verfahren nicht per Funk und bemerken einander erst unmittelbar vor der Kollision im Endanflug. Die Tragfläche der Cirrus trifft den Piloten der Discus; diese stürzt anschließend in Rückenlage zu Boden. Der Pilot der Cirrus wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

21.05.2024, über Myanmar: Eine Boeing 777-300ER von Singapore Airlines gerät als Flug SQ321 von London nach Singapur in 37.000ft Höhe in extreme Turbulenzen. Innerhalb weniger Sekunden ändern sich die Beschleunigungskräfte so stark, dass nicht angeschnallte Menschen gegen die Kabinendecke geschleudert und anschließend wieder nach unten gedrückt werden. Die Boeing weicht nach Bangkok aus. Der inzwischen vorliegende Abschlussbericht nennt 56 Schwer- und 23 Leichtverletzte; ein Passagier stirbt. Das Ereignis wird offiziell als Flugunfall klassifiziert. Todesopfer: 1.

20.05.2024, Malsch (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 52-jähriger Segelflugpilot stürzt mit seinem Flugzeug in einem Waldgebiet zwischen Malsch und Bad Schönborn ab und wird schwer verletzt geborgen. Er stirbt später im Krankenhaus. Die BFU kommt im Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass der Pilot wahrscheinlich infolge einer gesundheitlichen Beeinträchtigung die Kontrolle über das Segelflugzeug verlor; bei seiner flugmedizinischen Untersuchung hatte er eine Erkrankung nicht angegeben. Todesopfer: 1.

05.05.2024, Palmyra (Virginia, USA): Eine Rockwell Commander 690A befindet sich mit zwei Menschen an Bord auf einem privaten Instrumentenflug von Manassas nach Georgetown. In etwa 20.000ft Höhe meldet der Pilot Probleme, ändert den Kurs und versucht zu steigen. Die Maschine gerät schließlich außer Kontrolle und stürzt bei Palmyra ab. Todesopfer: 2.

23.04.2024, Fairbanks (Alaska, USA): Eine Douglas C-54D Skymaster von Alaska Air Fuel startet mit zwei Piloten und rund 3.400 Gallonen Benzin sowie zwei Propantanks zu einem Frachtflug nach Kobuk. Kurz nach dem Start fällt das linke äußere Triebwerk aus und gerät in Brand. Während der Rückkehr zum Flughafen kommt es hinter dem Triebwerk zu einer Explosion; die Maschine gerät außer Kontrolle, das Triebwerk löst sich kurz vor dem Aufprall von der Tragfläche. Todesopfer: 2.

13.04.2024, Squamish (British Columbia, Kanada): Eine Piper PA-32R-301T Saratoga stürzt während eines nächtlichen Fluges in bergiges Gelände nahe Squamish. Das Wrack wird in schwer zugänglichem Gelände entdeckt. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

11.04.2024, Truckee (Kalifornien, USA): Eine zweimotorige Daher TBM 700 beziehungsweise TBM 960 stürzt während des Anflugs auf den Truckee Tahoe Airport in der Nähe einer Bahnlinie ab und wird durch Aufprall und Brand zerstört. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

10.04.2024, Claxton (Georgia, USA): Eine einmotorige Cirrus SR22 stürzt während eines Fluges in ein Waldgebiet bei Claxton. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt beim Absturz ums Leben. Todesopfer: 1.

06.04.2024, Ludington (Michigan, USA): Eine Beechcraft 35 Bonanza verunglückt während eines privaten Fluges nahe Ludington. Die Maschine wird zerstört; der allein fliegende Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

30.03.2024, Logansport (Indiana, USA): Eine einmotorige Piper PA-28 stürzt kurz nach dem Start beziehungsweise in Flughafennähe bei Logansport ab. Das Flugzeug wird zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

26.03.2024, Auburn (Kalifornien, USA): Eine Beechcraft C23 Sundowner stürzt unmittelbar nach dem Start vom Auburn Municipal Airport auf ein angrenzendes Gelände. Das Flugzeug wird schwer beschädigt. Der Pilot kommt ums Leben, sein Passagier wird verletzt. Todesopfer: 1.

17.03.2024, Ingalls Field/Hot Springs (Virginia, USA): Eine Cessna 172 stürzt beim Anflug auf den hoch gelegenen Ingalls Field Airport in bewaldetes Berggelände. An Bord befinden sich drei Menschen. Ein Insasse kommt ums Leben, zwei weitere werden verletzt. Todesopfer: 1.

10.03.2024, Hot Springs (Virginia, USA): Eine IAI Astra 1125, ein zweistrahliger Businessjet, stürzt beim Anflug auf den Ingalls Field Airport nahe Hot Springs in bewaldetes Berggelände und brennt aus. Fünf Menschen befinden sich an Bord; nur einer überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 4.

05.03.2024, Nashville (Tennessee, USA): Eine Piper PA-32R-301T Saratoga befindet sich auf dem Weg zum John C. Tune Airport, als der Pilot dem Fluglotsen einen Motorausfall meldet. Er erkennt, dass er den Flughafen nicht mehr erreichen wird, und versucht auf der Interstate 40 notzulanden. Die Piper schlägt neben der Autobahn auf und gerät in Brand. Der Pilot, seine Ehefrau und ihre drei Kinder kommen ums Leben. Der Unfall ereignet sich nach UTC bereits am 5. März, lokal jedoch am Abend des 4. März; das NTSB führt ihn unter dem 04.03.2024. Todesopfer: 5.

04.03.2024, Nashville (Tennessee, USA): Für unsere Chronologie ist deshalb der lokale Unfalltag maßgeblich: Die oben beschriebene Piper PA-32 Saratoga stürzt gegen 19:45 Uhr Ortszeit nahe der Interstate 40 ab, nachdem der Pilot einen vollständigen Leistungsverlust gemeldet hat. Todesopfer: 5.

18.02.2024, Lake Station (Neuseeland): Beim Windenstart eines Segelflugzeugs vom Typ LAK-12 versagt in etwa 700ft Höhe die rechte Tragfläche. Das Segelflugzeug stürzt unmittelbar anschließend zu Boden. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Die neuseeländische CAA untersucht den Strukturbruch; die australische ATSB unterstützt bei der Untersuchung eines beschädigten Datenspeichers. Todesopfer: 1.

13.02.2024, Kapar (Selangor, Malaysia): Eine Blackshape Gabriél BK160TR startet in Subang zu einem Freizeitflug. Nur wenige Minuten später geht die Kontrolle verloren und das Flugzeug schlägt nahezu senkrecht in einer Palmölplantage bei Kampung Tok Muda ein. Teile des Wracks und die beiden Insassen werden bis zu etwa 2m tief in den Boden gedrückt. Einen Notruf hatte die Besatzung zuvor nicht abgesetzt. Todesopfer: 2.

10.02.2024, Bourke (New South Wales, Australien): Eine Air Tractor AT-502 wird für das Ausbringen von Herbiziden eingesetzt und fliegt dabei planmäßig nur etwa 2 bis 3m über dem Boden. Während eines Sprühdurchgangs kollidiert die Maschine mit einem Bewässerungsdamm am Rand eines Baumwollfeldes und wird zerstört. Der allein fliegende Pilot kommt ums Leben. Die Untersuchung findet keine Hinweise auf einen Herzinfarkt oder eine toxikologisch relevante Beeinträchtigung des Piloten. Todesopfer: 1.

10.02.2024, Mona (Anglesey, Wales, Großbritannien): Bei einem Aerosport Scamp kommt es unmittelbar nach dem Start zu einem teilweisen Leistungsverlust. Kurzzeitig steht wieder volle Motorleistung zur Verfügung, dann fällt das Triebwerk vollständig aus. Weil weder der Flugplatz noch ein geeignetes Feld erreichbar sind, versucht der Pilot eine Notlandung in Bäumen. Das Flugzeug wird zerstört und der Pilot schwer verletzt. Die Ursache des Leistungsverlustes kann nicht festgestellt werden. Todesopfer: 0.

09.02.2024, Halloran Springs (Kalifornien, USA): Ein Airbus Helicopters EC130B4 von Orbic Air befindet sich auf einem kommerziellen Charterflug von Palm Springs nach Boulder City. Der Hubschrauber gerät bei Dunkelheit und schlechten Wetterbedingungen außer Kontrolle und stürzt in der Mojave-Wüste nahe Halloran Springs ab. Das NTSB führt den Unfall auf die Entscheidung zurück, den Sichtflug in Instrumentenwetterbedingungen fortzusetzen; räumliche Desorientierung des Piloten führte anschließend zum Kontrollverlust. Todesopfer: 6, beide Piloten und alle vier Passagiere.

06.02.2024, Gold Coast (Queensland, Australien): Eine Cessna 172R befindet sich mit Fluglehrer und Flugschüler auf einem Ausbildungsflug. Beim Anflug auf die kurze Piste 35 wird die Maschine aufgrund einer missverstandenen beziehungsweise problematischen Anweisung mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit angeflogen. Nach einem langen Ausschweben und Aufsetzen verlässt die Cessna den vorgesehenen Bereich und wird bei der Unfallsequenz beschädigt. Beide Insassen überleben. Todesopfer: 0.

01.02.2024, Goudriaan (Niederlande): Bei einer Sky Arrow 650 TCNS öffnet sich während eines Messfluges im Sinkflug die Kabinenhaube und reißt vollständig ab. Der Pilot stellt fest, dass das Flugzeug weiterhin steuerbar ist, bemerkt anschließend jedoch auch ungewöhnliche Motoranzeigen und entscheidet sich für eine Notlandung auf einem Feld. Er erleidet leichte Gesichtsverletzungen. Die Untersuchung ergibt, dass die Haube vor dem Start nicht oder nicht vollständig verriegelt worden war. Todesopfer: 0.

01.02.2024, Martindale (Québec, Kanada): Eine Cessna 172 verunglückt nahe Martindale. Der Unfall wird vom kanadischen Transportation Safety Board als tödlicher Kleinflugzeugunfall untersucht. Todesopfer: mindestens 1.

25.01.2024, Lotte (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 71-jähriger Pilot befindet sich mit einem Ultraleichtflugzeug im Anflug auf den Flugplatz Osnabrück-Atterheide, als er die Kontrolle verliert. Die Maschine streift eine Hochspannungsleitung und anschließend einen Baum, bevor sie unmittelbar an der Autobahn A1 zu Boden stürzt. Der Pilot wird leicht verletzt und vorsorglich mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Todesopfer: 0.

24.01.2024, Camden (New South Wales, Australien): Ein Flugschüler startet mit einer Cessna 172S zu seinem ersten Alleinflug auf diesem Flugzeugmuster. Gegen Ende des Querabfluges beziehungsweise Gegenanfluges geht die Maschine in einen immer steileren Sinkflug über und schlägt mit hoher Geschwindigkeit und etwa 60° gesenkter Nase auf einem Feld auf. Technische Defekte an Flugsteuerung, Struktur oder Motor werden nicht gefunden. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass nahezu sicher ein kontinuierlicher Steuerimpuls nach vorn gegeben wurde, kann aber nicht feststellen, warum. Todesopfer: 1.

23.01.2024, Fort Smith (Northwest Territories, Kanada): Eine BAe Jetstream 32 von Northwestern Air Lease startet noch bei Dunkelheit mit zwei Piloten und fünf Passagieren zu einem Charterflug zum Diavik-Diamantenbergwerk. Im Anfangssteigflug bleibt die Maschine ungewöhnlich niedrig, beginnt wieder zu sinken, kollidiert zunächst mit Bäumen und stürzt rund 1km hinter der Startbahn ab. Ein Passagier wird während der Unfallsequenz aus dem Flugzeug geschleudert und überlebt mit leichten Verletzungen. Todesopfer: 6, beide Piloten und vier Passagiere.

22.01.2024, Terrace (British Columbia, Kanada): Ein AgustaWestland AW119 MkII von Skyline Helicopters wird für Northern Escape Heli-Skiing eingesetzt. Während eines Heli-Ski-Fluges kollidiert der Hubschrauber rund 39km nordwestlich von Terrace mit dem Gelände und wird zerstört. An Bord befinden sich ein Pilot, ein Skiführer und fünf Gäste. Drei Passagiere überleben schwer verletzt. Todesopfer: 4, der Pilot, der Skiführer und zwei Passagiere.

16.01.2024, Auburn (Washington, USA): Ein experimentell gebautes Sonex N920MB verunglückt nahe dem Auburn Municipal Airport und wird erheblich beschädigt. Der Fall wird vom NTSB untersucht; wegen australischer Komponenten beziehungsweise technischer Fragestellungen beteiligt sich auch die ATSB an der Untersuchung. Todesopfer: 1.

14.01.2024, Boonah (Queensland, Australien): Eine Tecnam P92 TD stürzt nahe Boonah ins Gelände und wird beim Aufprall zerstört. Die australische Recreational Aviation Australia untersucht den Unfall mit technischer Unterstützung der ATSB, unter anderem durch die Auswertung der an Bord vorhandenen Avionikdaten. Todesopfer: 2, Pilot und Passagier.

10.01.2024, Points North Landing (Saskatchewan, Kanada): Bei einer turbinengetriebenen De Havilland DHC-3T Otter lässt sich nach dem Start die Motorleistung nicht mehr reduzieren. Auch der Notleistungshebel schafft keine Abhilfe. Der Pilot stellt schließlich in etwa 4.000ft Höhe das Triebwerk vollständig ab, um den Anflug auf Points North Landing durchzuführen. Die Otter verliert schneller als erwartet Geschwindigkeit und Höhe und trifft im Endanflug Bäume. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

05.01.2024, Revelstoke (British Columbia, Kanada): Ein privat betriebener Bell 206B startet in High River in Alberta zu einem Freizeitflug nach Sicamous. Rund 20km ostnordöstlich von Revelstoke kollidiert der Hubschrauber in bergigem Gelände mit dem Boden und wird zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

02.01.2024, Tokio-Haneda (Japan): Ein Airbus A350-900 von Japan Airlines landet als Flug JL516 aus Sapporo auf der Piste 34R des Flughafens Haneda und kollidiert mit einer De Havilland DHC-8-300 der japanischen Küstenwache, die sich irrtümlich auf der Start- und Landebahn befindet. Der A350 rutscht brennend weiter und wird vollständig zerstört. Sämtliche 379 Menschen im Airbus können evakuiert werden. Todesopfer in der zivilen Maschine: 0.

29.12.2023, Carletonville/Holfontein (Gauteng, Südafrika): Eine Cessna 182 und eine Air Tractor AT-502A kollidieren während eines Luft-Luft-Fotoflugs in der Luft. Beide Maschinen stürzen ab. In den beiden Flugzeugen befinden sich insgesamt drei Menschen; niemand überlebt. Todesopfer: 3.

23.12.2023, Jaboticabal (São Paulo, Brasilien): Eine privat betriebene Van’s RV-10 stürzt während eines Reisefluges bei Jaboticabal ab und gerät nach dem Aufprall in Brand. An Bord befinden sich fünf Menschen, darunter Mitglieder einer Familie. Das Flugzeug wird vollständig zerstört. Todesopfer: 5.

16.12.2023, Independence (Oregon, USA): Eine Cessna 172G befindet sich mit einem Flugschüler und zwei Fluglehrern an Bord im Anflug auf den Independence State Airport. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine mit Stromleitungen, stürzt ab und gerät in Brand. Todesopfer: 3.

07.12.2023, Gorrie Station (Northern Territory, Australien): Ein Robinson R22 Beta II startet nach Sonnenuntergang zu einem privaten Rückflug von Bloodwood Station nach Gorrie Station. Der Pilot besitzt keine Nachtflugberechtigung, auch der Hubschrauber ist nicht für Nachtflug ausgerüstet. Wahrscheinlich gerät der Pilot beim Einflug in Rauch unter dunklen Nachtbedingungen in räumliche Desorientierung; das Wrack wird zwei Tage später gefunden. Todesopfer: 1.

02.12.2023, Guayaibí (Paraguay): Eine Cessna T210M Turbo Centurion kollidiert beim Start mit einem Baum und stürzt anschließend ab. Das Flugzeug wird zerstört. Alle vier Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

01.12.2023, vor Guadeloupe (Karibik/Frankreich): Eine Piper PA-32-260 Cherokee Six stürzt während eines Fluges unter zunächst ungeklärten Umständen ins Meer. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

28.11.2023, Kikoboga (Tansania): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Unity Air Zanzibar landet mit 33 Menschen an Bord in Kikoboga. Nach Fahrwerksproblemen bricht das Fahrwerk zusammen und die Maschine kommt von der Piste ab. Alle Insassen überleben. Todesopfer: 0.

28.11.2023, Kikoboga (Tansania): Nur Stunden später verunglückt am selben Flugplatz eine weitere Embraer EMB-120, diesmal von Sindbard Air. Auch hier bricht bei der Unfallsequenz das Fahrwerk zusammen; die Maschine verlässt die Piste und kollidiert mit Gebäuden. An Bord befinden sich ebenfalls 33 Menschen. Todesopfer: 0.

26.11.2023, Centurion (Gauteng, Südafrika): Ein zweisitziges Bat Hawk startet vom Grasslands Airfield zu einem privaten Flug und stürzt auf beziehungsweise unmittelbar neben dem Flugplatz auf ein Feld. Rettungskräfte können beiden Insassen nicht mehr helfen. Todesopfer: 2.

23.11.2023, Vereeniging (Gauteng, Südafrika): Eine Piper PA-28-180 Cherokee einer Flugschule verunglückt während eines Ausbildungsfluges rund 1,3NM vor der Piste 03 des Vereeniging Airfield und kommt nach einer Notlandung auf dem Rücken zum Liegen. Fluglehrer und Flugschüler überleben. Todesopfer: 0.

23.11.2023, Midrand (Gauteng, Südafrika): Ein Robinson R44 Raven II stürzt während eines Trainingsfluges rund 1,5NM südlich des Hubschrauberstützpunktes Ultimate Heli auf einem offenen Feld ab. Beide Insassen werden schwer verletzt, überleben jedoch. Todesopfer: 0.

04.11.2023, südöstlich von Cloncurry (Queensland, Australien): Eine Gulfstream 695A von AGAIR ist im Auftrag der Feuerwehr unterwegs, um Waldbrandgebiete aus der Luft zu kartieren. In 28.000ft Höhe wird der Pilot aufgrund eines bereits länger bekannten Problems mit der Druckkabine nahezu sicher hypoxisch. Schließlich gerät die Maschine außer Kontrolle, geht in einen extrem steilen Spiral- beziehungsweise Trudelabstieg über und schlägt mit hoher Geschwindigkeit auf. Der ATSB bezeichnete den Unfall später ausdrücklich als vermeidbar. Todesopfer: 3, der Pilot und zwei Kameraoperatoren.

02.11.2023, St. Andrä im Lungau (Salzburg, Österreich): Eine Cirrus SR20 befindet sich mit vier Menschen an Bord auf einem Flug von Zagreb nach Salzburg und gerät bei sehr schwierigen Wetterbedingungen über dem Lungau in Schwierigkeiten. Die Maschine stürzt am Mitterberg in steiles Waldgelände. Ein späteres Gutachten nennt unter anderem Überladung um 82kg, mangelhafte Flugplanung und eine Fehleinschätzung des Wetters durch den Piloten. Unter den Opfern befindet sich auch ein Deutscher. Todesopfer: 4.

29.10.2023, Rio Branco (Acre, Brasilien): Eine Cessna 208B Grand Caravan des Unternehmens ART Táxi Aéreo startet in Rio Branco zu einem Flug nach Envira und stürzt unmittelbar nach dem Start ab. Die Maschine geht in Flammen auf. An Bord befinden sich zwei Besatzungsmitglieder und zehn Passagiere, darunter ein Kleinkind. Todesopfer: 12.

21.10.2023, Bloemfontein (Free State, Südafrika): Eine Beechcraft C23 Sundowner verunglückt nahe der Piste 20 des Bram Fischer International Airport und gerät in Brand. Einer der beiden Insassen stirbt am Unfallort, der zweite wird schwer verletzt gerettet. Todesopfer: 1.

21.10.2023, Blenheim (Neuseeland): Ein Leichtflugzeug stürzt auf dem Omaka Aerodrome bei Blenheim ab. Der Pilot befindet sich allein in der Maschine und stirbt bei dem Unfall. Die neuseeländische Civil Aviation Authority übernimmt die Untersuchung. Todesopfer: 1.

14.10.2023, Springs (Gauteng, Südafrika): Ein Leichtflugzeug verunglückt im Raum Springs. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben; Überlebende gibt es nicht. Todesopfer: 2.

09.10.2023, Laacher See (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein zweisitziger Tragschrauber vom Typ AutoGyro MT-3 stürzt während eines privaten Rundfluges in den Laacher See. Nach BFU-Angaben ist der 58-jährige Pilot während des Fluges nicht mehr ansprechbar; der Tragschrauber sinkt anschließend gleichmäßig in den See. Die 33-jährige Passagierin wird lebend aus dem Wasser gerettet. Das Wrack mit dem Piloten wird später in rund 37m Tiefe gefunden. Todesopfer: 1.

08.10.2023, Merriton (South Australia, Australien): Eine Cessna 172N befindet sich im Anflug, als sie mit einer Stromleitung kollidiert und anschließend zu Boden stürzt. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

06.10.2023, Gundaroo (New South Wales, Australien): Eine Cirrus SR22 startet in Canberra und gerät etwa zwölf Minuten später in einen rapiden Sinkflug. Das Flugzeug schlägt bei Gundaroo auf und wird zerstört. Alle vier Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

05.10.2023, Ceres (Western Cape, Südafrika): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Titan Tornado S verunglückt in buschigem Gelände westlich des Flugplatzes Ceres. Die südafrikanische Luftfahrtbehörde eröffnet eine Unfalluntersuchung. Todesopfer: 0.

04.10.2023, Tianlin (Guangxi, China): Ein Airbus Helicopters AS350 von Southern Power Grid General Aviation Services führt einen zivilen Kontrollflug entlang von Stromleitungen durch, als der Hubschrauber aus zunächst ungeklärter Ursache zu Boden stürzt. Drei Menschen werden schwer verletzt, ein Insasse stirbt. Todesopfer: 1.

01.10.2023, Mypolonga (South Australia, Australien): Bei einem Motorschirm fällt während des Fluges das Triebwerk aus. Das Fluggerät gerät anschließend in einen spiralförmigen Sinkflug und schlägt auf dem Boden auf. Der Pilot erleidet schwere Becken- und Beinverletzungen, überlebt aber. Todesopfer: 0.

16.09.2023, Barcelos (Amazonas, Brasilien): Eine Embraer EMB-110P1 Bandeirante von Manaus Aerotáxi befindet sich mit zwölf Passagieren und zwei Piloten auf einem Charterflug von Manaus nach Barcelos. Beim Landeanflug herrschen starker Regen und schlechte Sicht; die Maschine verunglückt im Bereich des Flughafens. Die Passagiere waren Touristen auf dem Weg zu einem Angelausflug am Rio Negro. Niemand überlebt. Todesopfer: 14.

11.09.2023, Höpfingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 59-jähriger Pilot startet am Morgen mit einem Ultraleichtflugzeug vom nahe gelegenen Flugplatz Walldürn. Gegen 7:20 Uhr stürzt die Maschine aus zunächst ungeklärter Ursache auf ein Feld bei Höpfingen. Rettungskräfte versuchen noch, den Piloten zu reanimieren, können ihn jedoch nicht retten. Todesopfer: 1.

03.09.2023, Truro (Cornwall, Großbritannien): Eine Van’s RV-6A setzt bei der Landung auf dem Truro Airfield seitlich außerhalb der eigentlichen Piste auf. Das Bugrad gräbt sich in den Untergrund, die Fahrwerksstrebe verformt sich und das Flugzeug überschlägt sich. Der Pilot erleidet beim Überschlag eine tödliche Halsverletzung. Die AAIB nennt die Dynamik des Überschlags als wesentlichen Faktor für die tödliche Verletzung. Todesopfer: 1.

01.09.2023, Welshpool (Wales, Großbritannien): Ein Robinson R22 Beta wird während eines Erlebnisfluges in geringer Höhe geschwebt, als es zu einem sogenannten Dynamic Rollover kommt. Der Hubschrauber kippt auf die Seite und wird erheblich beschädigt. Pilot und Passagier machen später unterschiedliche Angaben dazu, wer unmittelbar vor dem Unfall den Steuerknüppel bediente; die AAIB kann diesen Widerspruch nicht auflösen. Todesopfer: 0.

23.08.2023, Kuschenkino (Oblast Twer, Russland): Eine privat betriebene Embraer Legacy 600 startet in Moskau-Scheremetjewo nach Sankt Petersburg und zerbricht während des Reisefluges in großer Höhe. Zu den sieben Passagieren gehören Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin und Dmitri Utkin; hinzu kommen drei Besatzungsmitglieder. Alle zehn Menschen sterben. Trotz des politischen und militärischen Hintergrunds der Passagiere handelt es sich beim eingesetzten Luftfahrzeug um einen zivil registrierten Businessjet, weshalb der Absturz in diese Chronik gehört. Todesopfer: 10.

21.08.2023, Helgoland (Schleswig-Holstein, Deutschland): Ein 78-jähriger Pilot verunglückt mit seinem Ultraleichtflugzeug auf dem Flugplatz Helgoland-Düne. Im Anflug schlägt eine Tragfläche auf, worauf die Maschine auf die Landebahn stürzt und über diese hinausschießt. Das Flugzeug wird zum Totalschaden, der allein fliegende Pilot wird schwer verletzt und per Rettungshubschrauber nach Heide gebracht. Todesopfer: 0.

17.08.2023, Elmina/Shah Alam (Selangor, Malaysia): Eine Beechcraft 390 Premier I befindet sich mit sechs Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern auf dem Flug von Langkawi nach Subang. Nur etwa zwei Minuten vor der vorgesehenen Landung gerät der Businessjet außer Kontrolle, stürzt auf eine Schnellstraße und trifft dort ein Auto und ein Motorrad. Alle acht Menschen im Flugzeug sowie der Autofahrer und der Motorradfahrer sterben. Todesopfer: 10, davon 8 im Flugzeug und 2 am Boden.

10.08.2023, Gloucester (England, Großbritannien): Bei einer Fournier RF6B-100 beginnt während des Sinkflugs zum Gloucestershire Airport der Motor zunächst unrund zu laufen und fällt anschließend vollständig aus. Der Pilot versucht noch, den Flughafen im Gleitflug zu erreichen, erkennt jedoch im Endanflug, dass er die Bäume vor der Piste nicht sicher überfliegen kann. Er dreht ab und landet auf dem Mittelstreifen der Schnellstraße A40. Das Flugzeug wird wirtschaftlich zum Totalschaden, der Pilot überlebt. Todesopfer: 0.

29.07.2023, Oshkosh (Wisconsin, USA): Während der EAA AirVenture kollidieren ein selbstgebauter Hubschrauber und ein Tragschrauber im Bereich der für Ultraleichtflugzeuge und Hubschrauber vorgesehenen Graspiste miteinander. Beide Luftfahrzeuge stürzen ab. Zwei Menschen kommen ums Leben, zwei weitere werden verletzt. Todesopfer: 2.

29.07.2023, Lake Winnebago bei Oshkosh (Wisconsin, USA): Nur wenige Stunden vor der Kollision auf dem AirVenture-Gelände startet eine zivil betriebene historische North American AT-6D Texan vom Wittman Regional Airport. Über dem Lake Winnebago geht die Maschine in einen schnellen Sinkflug über und stürzt in den See. Pilotin Devyn Reiley und ihr Passagier kommen ums Leben. Obwohl die AT-6 ursprünglich ein Militärflugzeugtyp ist, war dieser konkrete Flug zivil und gehört deshalb in unsere Chronik. Todesopfer: 2.

28.07.2023, Caboolture (Queensland, Australien): Eine Piper PA-25 wird vom örtlichen Segelflugverein als Schleppflugzeug eingesetzt. Nachdem ein Segelflugzeug ausgeklinkt hat, kehrt der Pilot zum Flugplatz zurück. Während des folgenden Flugverlaufs verunglückt die Piper und wird zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

20.07.2023, Mönchweiler (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 64-jähriger Segelflugpilot aus dem Landkreis Rottweil ist mit einer in Fluorn-Winzeln gestarteten Maschine in Richtung St. Georgen unterwegs. Gegen 10:45 Uhr verliert das Segelflugzeug aus ungeklärter Ursache an Höhe und stürzt in ein Waldstück unmittelbar am Ortsrand von Mönchweiler. Der allein fliegende Pilot kommt ums Leben; die BFU untersucht den Unfall. Todesopfer: 1.

08.07.2023, Murrieta (Kalifornien, USA): Eine Cessna 550 Citation II kehrt nach einem nächtlichen Flug von Las Vegas zum French Valley Airport bei Murrieta zurück. Bei dichtem Nebel wird zunächst ein Fehlanflug durchgeführt. Beim zweiten Instrumentenanflug sinkt der Businessjet unter die erforderliche Höhe und schlägt rund 500ft vor der Landebahn auf einem Feld auf. Die Maschine wird beim Aufprall und anschließenden Brand zerstört. Beide Piloten und alle vier Passagiere sterben. Todesopfer: 6.

27.06.2023, Limbunya Station (Northern Territory, Australien): Ein Robinson R22 wird bei Arbeiten auf einer abgelegenen Rinderfarm eingesetzt. Der Hubschrauber stürzt während des Fluges auf das Gelände. Der 65-jährige Pilot befindet sich allein an Bord und erliegt den schweren Aufprallverletzungen. Todesopfer: 1.

27.06.2023, Ravalli County (Montana, USA): Eine zivil betriebene historische Curtiss P-40E Warhawk verunglückt kurz nach dem Start vom Ravalli County Airport. Der Pilot kommt ums Leben. Der ursprünglich militärische Flugzeugtyp ändert nichts an unserer Einordnung, da es sich um einen zivilen Flug handelte. Todesopfer: 1.

26.06.2023, Cobar (New South Wales, Australien): Ein Tragschrauber kollidiert während des Fluges mit einer Stromleitung und stürzt anschließend ab. Der Pilot kommt bei dem Unfall ums Leben. Todesopfer: 1.

23.06.2023, Elelim (Hochland-Papua, Indonesien): Eine Cessna 208 Caravan 675 von SAM Air startet in Elelim zu einem kurzen Regionalflug nach Poik. Wenige Minuten später stürzt die Maschine in steiles, dicht bewaldetes Berggelände. Wegen der schwierigen Bedingungen erreichen Rettungskräfte das Wrack erst später. Alle vier Passagiere und beide Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

16.06.2023, Groote Eylandt (Northern Territory, Australien): Bei einer Cessna 210L treten kurz nach dem Start Triebwerksprobleme auf. Der Pilot versucht zum Flugplatz zurückzukehren, die Maschine erreicht die Piste jedoch nicht und kommt nach dem Aufprall auf dem Rücken zum Liegen. Vier der sechs Insassen werden verletzt. Todesopfer: 0.

15.06.2023, Gao (Mali): Ein von Ukrainian Helicopters betriebener ziviler Mi-8MTV-1 ist für die UN-Mission MINUSMA unterwegs. Nach der Landung in Gao gerät der Hubschrauber beim Rollen in einen Staubsturm und kippt auf die rechte Seite. Zwei der zehn Passagiere werden bei der Evakuierung schwer verletzt; die vier Besatzungsmitglieder überleben ebenfalls. Todesopfer: 0.

14.06.2023, Watertown (Wisconsin, USA): Eine Mooney M20R Ovation steigt nach dem Start in die Wolken. Kurz darauf zeigen die Flugdaten eine Folge von steigenden und sinkenden Kurven, bevor die Maschine mit extrem hoher Sinkrate zu Boden geht. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

13.06.2023, Porthcawl (Wales, Großbritannien): Bei einem Ultraleichtflugzeug vom Typ Renegade Spirit UK fällt während eines Fluges nahe der Küste ohne Vorwarnung der Motor aus. Der Pilot wassert die Maschine, die sich überschlägt. Er kann sich selbst befreien und ans Ufer schwimmen; das Flugzeug wird zerstört. Todesopfer: 0.

09.06.2023, Dahlemer Binz (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Bei einem selbststartenden Segelflugzeug vom Typ Nimbus 3 DM lässt kurz nach dem Start die Motorleistung nach. Beim anschließenden Notlandeversuch berührt die linke Tragfläche den Boden, die Maschine dreht sich und rutscht rund 87m weiter. Der Pilot wird schwer verletzt, der zweite Insasse bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

06.06.2023, Jamestown (New York, USA): Eine Cirrus SR22T verunglückt kurz nach einem Touch-and-Go am Chautauqua County-Jamestown Airport. Die Maschine gerät in geringer Höhe in starke Schräglagen und stürzt ab. Beide kanadischen Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

04.06.2023, Montebello (Virginia, USA): Eine privat betriebene Cessna 560 Citation V steigt auf Reiseflughöhe, doch der Pilot reagiert plötzlich nicht mehr auf die Flugsicherung. Der Jet fliegt seinen programmierten Kurs weiter, überfliegt sein eigentliches Ziel und wird schließlich von F-16 abgefangen. Auch auf deren Signale erfolgt keine Reaktion. Nach rund zwei Stunden geht die Citation in einen Spiralsturz über und schlägt im George Washington National Forest auf. Das NTSB führt den Unfall auf die Handlungsunfähigkeit des Piloten infolge eines Druckverlustes in der Kabine zurück. Todesopfer: 4.

03.06.2023, Bissingen (Bayern, Deutschland): Ein 39-jähriger Segelflugpilot muss wegen fehlender Thermik auf einem Acker außenlanden. Dabei unterschätzt er das Gefälle, eine Tragfläche berührt den Boden und die Maschine dreht sich in ein angrenzendes Rapsfeld. Der Pilot bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

02.06.2023, Nordhorn (Niedersachsen, Deutschland): Ein 80-jähriger Pilot verliert bei der Landung mit einem Ultraleichtflugzeug die Kontrolle. Die Maschine gerät nach dem Aufsetzen ins Springen, kommt beim erneuten Beschleunigen von der Bahn ab und prallt gegen einen Hangar. Der Pilot wird aus dem Flugzeug geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Todesopfer: 0.

30.05.2023, Bayreuth/Bindlach (Bayern, Deutschland): Während der Deutschen Segelflugmeisterschaften kommt eine Schleicher ASH 31 Mi im Landeanflug zu kurz. Das Segelflugzeug streift noch außerhalb des Flugplatzes Büsche, dreht sich um 180° und kommt an einem Abhang zum Stillstand. Der 67-jährige Pilot wird mittelschwer verletzt. Todesopfer: 0.

28.05.2023, Wetzlar (Hessen, Deutschland): Ein Segelflugzeug stürzt mitten in ein Wohngebiet. Die Maschine streift zunächst ein Hausdach und trifft anschließend Fahrzeuge auf der Straße. Der allein fliegende Pilot stirbt; eine Autofahrerin wird leicht verletzt. Angesichts des nahe gelegenen Parks und Spielplatzes bleibt es erstaunlicherweise bei diesem einen Todesopfer. Todesopfer: 1.

21.05.2023, Linkenheim-Hochstetten (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug mit zwei Piloten startet am Abend in Rheinstetten zu einem Rundflug und stürzt später am Ufer eines Baggersees bei Linkenheim-Hochstetten ab. Das Wrack liegt in schwer zugänglichem Gelände. Beide Männer, 44 und 58 Jahre alt, kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

20.05.2023, Mala Kapela (Kroatien): Eine niederländisch registrierte Cirrus SR20 befindet sich mit drei Niederländern an Bord auf dem Flug von Maribor nach Pula. Bei schwierigen Sichtbedingungen verschwindet die Maschine über dem Berggebiet Mala Kapela vom Radar und stürzt in bewaldetes Gelände. Das Wrack brennt nach dem Aufprall aus. Todesopfer: 3.

18.05.2023, Nyerere-Nationalpark (Tansania): Ein Kleinflugzeug der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt verunglückt unmittelbar nach dem Start von der Matambwe-Piste. An Bord befinden sich der Pilot, ein Mitarbeiter und zwei Park-Ranger. Drei Menschen sterben, der vierte Insasse überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 3.

01.05.2023, Solano/Caquetá (Kolumbien): Eine Cessna U206G von Avianline Charters meldet auf einem Flug durch das Amazonasgebiet Triebwerksprobleme und stürzt in den Regenwald. Der Pilot und ein erwachsener Passagier sterben beim Aufprall, die Mutter von vier Kindern später an ihren Verletzungen. Die vier Kinder im Alter von 1 bis 13 Jahren überleben anschließend 40 Tage allein im Regenwald, bevor sie gefunden werden. Todesopfer: 3.

01.05.2023, Michelstadt (Hessen, Deutschland): Ein 56-jähriger Pilot startet mit einem motorisierten Drachen-Trike vom Flugplatz Michelstadt. Unmittelbar nach dem Start stürzt das Ultraleichtflugzeug etwa 50m neben dem Flugfeld in einen Baum. Der Pilot kommt ums Leben. Wegen der pyrotechnischen Auslöseeinrichtung des Rettungsfallschirms müssen Spezialisten des Landeskriminalamts das Wrack sichern. Todesopfer: 1.

30.04.2023, Moià (Katalonien, Spanien): Zwei Tecnam P92 Echo treffen sich während des Flugbetriebs nahe dem Flugplatz Moià in der Luft. Beide Ultraleichtflugzeuge stürzen in ein Waldgebiet und geraten in Brand. Jeweils zwei Menschen befinden sich an Bord. Todesopfer: 4.

29.04.2023, Beverly Crest/Los Angeles (Kalifornien, USA): Ein einmotoriges Kleinflugzeug verschwindet am Abend bei dichtem Nebel vom Radar. Feuerwehr und Hubschrauber suchen mehrere Stunden in dem bergigen Gebiet zwischen Sherman Oaks und Bel Air, bevor das Wrack gefunden wird. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

26.04.2023, Santa Ana del Yacuma (Bolivien): Eine Cessna U206G zerbricht während des Fluges beziehungsweise gerät anschließend in einen nicht mehr beherrschbaren Sinkflug und stürzt nahe Santa Ana del Yacuma ab. Videoaufnahmen dokumentieren Teile der Unfallsequenz. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 5.

13.04.2023, Niedergörsdorf (Brandenburg, Deutschland): Ein Hängegleiterpilot soll auf dem Flugplatz Altes Lager mit Hilfe eines Ultraleichtflugzeugs starten. Während des Schleppstarts stürzt er aus mehreren Metern Höhe ab und erleidet schwere Verletzungen. Todesopfer: 0.

11.04.2023, Kidwell Airport (Nevada, USA): Ein selbstgebauter Glasair GlaStar startet mit einem Ehepaar an Bord zu einem längeren Überführungsflug nach Iowa. Nach etwa elf Minuten kehrt der Pilot zum Startflugplatz zurück. Im Bereich des Flugplatzes geht die Maschine in einen schnellen Sinkflug über und schlägt auf dem Boden auf. Todesopfer: 2.

04.04.2023, Bingegang (Queensland, Australien): Ein Robinson R44 Raven II wird zum Zusammentreiben von Rindern eingesetzt. Während der Pilot in geringer Höhe nach einzelnen Tieren sucht, trifft der Hubschrauber eine etwa 5,6m über dem Boden verlaufende Stromleitung und stürzt ab. Das Wrack brennt aus. Todesopfer: 1.

18.03.2023, Kirnapur (Madhya Pradesh, Indien): Eine Diamond DA40 befindet sich mit Fluglehrer und Flugschüler auf einem Ausbildungsflug. Bei ungünstigem Wetter kollidiert das Flugzeug mit einem bewaldeten Hügel und wird zerstört. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

16.03.2023, Xizhou (Taiwan): Ein Leichtflugzeug vom Typ Shark.Aero Shark bricht einen Landeanflug ab. Im anschließenden steilen Steigflug beziehungsweise einer engen Kurve kommt es zum Strömungsabriss. Die Maschine stürzt ab und gerät in Brand. Todesopfer: 2.

11.03.2023, Belo Horizonte (Brasilien): Eine Cessna R182 Skylane RG kommt zunächst hoch und schnell zur Landung, springt nach dem Aufsetzen wieder hoch und startet durch. Beim folgenden Landeversuch setzt sie erneut zu weit hinten auf, verlässt die Piste und prallt in Gebäude beziehungsweise Häuser. Ein Insasse stirbt, ein weiterer wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

07.03.2023, Winter Haven (Florida, USA): Eine Piper J-3 Cub und eine Piper PA-28-161 befinden sich beide auf Ausbildungsflügen und kollidieren nahezu frontal in der Luft. Beide Flugzeuge stürzen in beziehungsweise nahe einen See. In jeder Maschine sitzen ein Fluglehrer und ein Flugschüler. Todesopfer: 4.

01.03.2023, bei Lumbucan Island (Philippinen): Eine zivile Aérospatiale Alouette II ist als medizinischer Rettungshubschrauber unterwegs und hat einen Patienten aufgenommen, als sie über dem Meer verunglückt. Das Wrack wird später im Wasser gefunden. Todesopfer: 5.

24.02.2023, Stagecoach (Nevada, USA): Eine Pilatus PC-12/45 von Guardian Flight startet in Reno zu einem Ambulanzflug nach Salt Lake City. Bei Nacht und Instrumentenwetterbedingungen verliert der Pilot infolge räumlicher Desorientierung die Kontrolle. Die PC-12 zerbricht noch in der Luft. Neben dem Piloten sterben eine Flugkrankenschwester, ein Rettungssanitäter, der Patient und dessen Begleitperson. Todesopfer: 5.

22.02.2023, Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt, Deutschland): Bei einem Leichtflugzeug treten im Landeanflug Motorprobleme auf. Der 66-jährige Pilot entscheidet sich für eine Notlandung auf einem Feld nahe dem Flugplatz. Einer der drei Passagiere wird leicht verletzt, die übrigen Insassen bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

21.02.2023, Brakel-Frohnhausen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 50-jähriger Pilot gerät mit einer DOVA DV-1 Skylark auf dem Flug von Kamen Richtung Paderborn in schlechtes Wetter und verliert die Orientierung. Da er keinen Flugplatz mehr erreicht, leitet er eine Notlandung über einem Wald ein und aktiviert auch das Rettungsfallschirmsystem. Die Maschine schlägt zwischen Bäumen auf; der Pilot kann sich selbst befreien und wird leicht verletzt. Todesopfer: 0.

21.02.2023, Hohe Salve/Hopfgarten (Tirol, Österreich): Ein 38-jähriger deutscher Gleitschirmpilot gerät während des Abstiegs in einen Spiralflug, den er nicht mehr ausleiten kann. Er löst noch den Rettungsschirm aus, schlägt jedoch mit großer Wucht auf einer Skipiste nahe der Mittelstation auf. Reanimationsversuche bleiben erfolglos. Todesopfer: 1.

24.01.2023, Gold Coast (Queensland, Australien): Eine Boeing 737-800 von Virgin Australia landet bei schlechten Wetterbedingungen deutlich hinter der vorgesehenen Aufsetzzone. Die Maschine kann noch auf der Piste zum Stillstand gebracht werden; verletzt wird niemand und das Flugzeug bleibt unbeschädigt. Da die ATSB den Vorgang als „Serious Incident“ und nicht als Unfall klassifiziert, gehört er streng genommen nicht in unsere Unfallchronik. Ich führe ihn daher nur zur Abgrenzung auf, nicht als regulären Fall. Todesopfer: 0.

15.01.2023, Pokhara (Nepal): Eine ATR 72-500 von Yeti Airlines befindet sich als Flug 691 mit 68 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern im Sichtanflug auf den neuen Flughafen Pokhara. Im Cockpit werden versehentlich beide Propeller in Segelstellung gebracht, wodurch praktisch kein nutzbarer Schub mehr zur Verfügung steht. Die ATR verliert Geschwindigkeit, kippt kurz vor der Landung nach links und stürzt in die Schlucht des Seti-Flusses. Niemand überlebt. Es ist der schwerste Flugunfall des Jahres 2023 in der kommerziellen Luftfahrt. Todesopfer: 72.

09.01.2023, Karatakya (Russland): Eine Antonow An-2 muss bei Vereisungsbedingungen notlanden. Die Cockpitscheiben sind beschlagen, nachdem die Heizung ausgefallen ist. Das Wrack wird erst vier Tage später gefunden. Zwei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

07.01.2023, Suffolk (Virginia, USA): Eine Piper PA-28-140 Cherokee wird trotz eines bekannten Motorproblems geflogen. Der Pilot hatte seinen Pilotenschein erst wenige Wochen zuvor erhalten und startet entgegen der ausdrücklichen Anweisung des Wartungsbetriebs, die Maschine wegen einer Fehlzündung nicht zu fliegen. Das Flugzeug stürzt während des anschließenden Fluges ab. Todesopfer: 2.

02.01.2023, Provo (Utah, USA): Eine Embraer EMB-505 Phenom 300 verunglückt beim Start vom Provo Municipal Airport bei winterlichen Bedingungen. Vor dem Start waren gefrorene Wassertropfen beziehungsweise Eis auf den Tragflächen beobachtet worden. Einer der beiden Piloten stirbt, der zweite Pilot wird schwer und die beiden Passagiere werden leicht verletzt. Todesopfer: 1.

02.01.2023, Gold Coast (Queensland, Australien): Zwei Airbus Helicopters EC130 B4 von Sea World Helicopters führen gleichzeitig touristische Rundflüge durch. Einer startet, während der andere zur Basis zurückkehrt; in nur etwa 40m Höhe kollidieren die Maschinen. Bei einem Hubschrauber werden Hauptrotor und Heck abgerissen, er stürzt unkontrolliert auf eine Sandbank. Der zweite EC130 ist ebenfalls schwer beschädigt, doch dessen verletztem Piloten gelingt eine kontrollierte Notlandung. Der ATSB-Abschlussbericht von 2025 beschreibt unter anderem Kommunikations- und Verfahrensprobleme, durch die beide Piloten ein falsches Bild von Position und Absicht des jeweils anderen Hubschraubers hatten. Todesopfer: 4; weitere 6 Menschen werden schwer verletzt.

27.06.2023, Limbunya Station (Northern Territory, Australien): Ein Robinson R22 wird bei Arbeiten auf einer abgelegenen Rinderfarm eingesetzt. Der Hubschrauber stürzt während des Fluges auf das Gelände. Der 65-jährige Pilot befindet sich allein an Bord und erliegt den schweren Aufprallverletzungen. Todesopfer: 1.

27.06.2023, Ravalli County (Montana, USA): Eine zivil betriebene historische Curtiss P-40E Warhawk verunglückt kurz nach dem Start vom Ravalli County Airport. Der Pilot kommt ums Leben. Der ursprünglich militärische Flugzeugtyp ändert nichts an unserer Einordnung, da es sich um einen zivilen Flug handelte. Todesopfer: 1.

26.06.2023, Cobar (New South Wales, Australien): Ein Tragschrauber kollidiert während des Fluges mit einer Stromleitung und stürzt anschließend ab. Der Pilot kommt bei dem Unfall ums Leben. Todesopfer: 1.

23.06.2023, Elelim (Hochland-Papua, Indonesien): Eine Cessna 208 Caravan 675 von SAM Air startet in Elelim zu einem kurzen Regionalflug nach Poik. Wenige Minuten später stürzt die Maschine in steiles, dicht bewaldetes Berggelände. Wegen der schwierigen Bedingungen erreichen Rettungskräfte das Wrack erst später. Alle vier Passagiere und beide Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

16.06.2023, Groote Eylandt (Northern Territory, Australien): Bei einer Cessna 210L treten kurz nach dem Start Triebwerksprobleme auf. Der Pilot versucht zum Flugplatz zurückzukehren, die Maschine erreicht die Piste jedoch nicht und kommt nach dem Aufprall auf dem Rücken zum Liegen. Vier der sechs Insassen werden verletzt. Todesopfer: 0.

15.06.2023, Gao (Mali): Ein von Ukrainian Helicopters betriebener ziviler Mi-8MTV-1 ist für die UN-Mission MINUSMA unterwegs. Nach der Landung in Gao gerät der Hubschrauber beim Rollen in einen Staubsturm und kippt auf die rechte Seite. Zwei der zehn Passagiere werden bei der Evakuierung schwer verletzt; die vier Besatzungsmitglieder überleben ebenfalls. Todesopfer: 0.

14.06.2023, Watertown (Wisconsin, USA): Eine Mooney M20R Ovation steigt nach dem Start in die Wolken. Kurz darauf zeigen die Flugdaten eine Folge von steigenden und sinkenden Kurven, bevor die Maschine mit extrem hoher Sinkrate zu Boden geht. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

13.06.2023, Porthcawl (Wales, Großbritannien): Bei einem Ultraleichtflugzeug vom Typ Renegade Spirit UK fällt während eines Fluges nahe der Küste ohne Vorwarnung der Motor aus. Der Pilot wassert die Maschine, die sich überschlägt. Er kann sich selbst befreien und ans Ufer schwimmen; das Flugzeug wird zerstört. Todesopfer: 0.

09.06.2023, Dahlemer Binz (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Bei einem selbststartenden Segelflugzeug vom Typ Nimbus 3 DM lässt kurz nach dem Start die Motorleistung nach. Beim anschließenden Notlandeversuch berührt die linke Tragfläche den Boden, die Maschine dreht sich und rutscht rund 87m weiter. Der Pilot wird schwer verletzt, der zweite Insasse bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

06.06.2023, Jamestown (New York, USA): Eine Cirrus SR22T verunglückt kurz nach einem Touch-and-Go am Chautauqua County-Jamestown Airport. Die Maschine gerät in geringer Höhe in starke Schräglagen und stürzt ab. Beide kanadischen Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

04.06.2023, Montebello (Virginia, USA): Eine privat betriebene Cessna 560 Citation V steigt auf Reiseflughöhe, doch der Pilot reagiert plötzlich nicht mehr auf die Flugsicherung. Der Jet fliegt seinen programmierten Kurs weiter, überfliegt sein eigentliches Ziel und wird schließlich von F-16 abgefangen. Auch auf deren Signale erfolgt keine Reaktion. Nach rund zwei Stunden geht die Citation in einen Spiralsturz über und schlägt im George Washington National Forest auf. Das NTSB führt den Unfall auf die Handlungsunfähigkeit des Piloten infolge eines Druckverlustes in der Kabine zurück. Todesopfer: 4.

03.06.2023, Bissingen (Bayern, Deutschland): Ein 39-jähriger Segelflugpilot muss wegen fehlender Thermik auf einem Acker außenlanden. Dabei unterschätzt er das Gefälle, eine Tragfläche berührt den Boden und die Maschine dreht sich in ein angrenzendes Rapsfeld. Der Pilot bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

02.06.2023, Nordhorn (Niedersachsen, Deutschland): Ein 80-jähriger Pilot verliert bei der Landung mit einem Ultraleichtflugzeug die Kontrolle. Die Maschine gerät nach dem Aufsetzen ins Springen, kommt beim erneuten Beschleunigen von der Bahn ab und prallt gegen einen Hangar. Der Pilot wird aus dem Flugzeug geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Todesopfer: 0.

30.05.2023, Bayreuth/Bindlach (Bayern, Deutschland): Während der Deutschen Segelflugmeisterschaften kommt eine Schleicher ASH 31 Mi im Landeanflug zu kurz. Das Segelflugzeug streift noch außerhalb des Flugplatzes Büsche, dreht sich um 180° und kommt an einem Abhang zum Stillstand. Der 67-jährige Pilot wird mittelschwer verletzt. Todesopfer: 0.

28.05.2023, Wetzlar (Hessen, Deutschland): Ein Segelflugzeug stürzt mitten in ein Wohngebiet. Die Maschine streift zunächst ein Hausdach und trifft anschließend Fahrzeuge auf der Straße. Der allein fliegende Pilot stirbt; eine Autofahrerin wird leicht verletzt. Angesichts des nahe gelegenen Parks und Spielplatzes bleibt es erstaunlicherweise bei diesem einen Todesopfer. Todesopfer: 1.

21.05.2023, Linkenheim-Hochstetten (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug mit zwei Piloten startet am Abend in Rheinstetten zu einem Rundflug und stürzt später am Ufer eines Baggersees bei Linkenheim-Hochstetten ab. Das Wrack liegt in schwer zugänglichem Gelände. Beide Männer, 44 und 58 Jahre alt, kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

20.05.2023, Mala Kapela (Kroatien): Eine niederländisch registrierte Cirrus SR20 befindet sich mit drei Niederländern an Bord auf dem Flug von Maribor nach Pula. Bei schwierigen Sichtbedingungen verschwindet die Maschine über dem Berggebiet Mala Kapela vom Radar und stürzt in bewaldetes Gelände. Das Wrack brennt nach dem Aufprall aus. Todesopfer: 3.

18.05.2023, Nyerere-Nationalpark (Tansania): Ein Kleinflugzeug der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt verunglückt unmittelbar nach dem Start von der Matambwe-Piste. An Bord befinden sich der Pilot, ein Mitarbeiter und zwei Park-Ranger. Drei Menschen sterben, der vierte Insasse überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 3.

01.05.2023, Solano/Caquetá (Kolumbien): Eine Cessna U206G von Avianline Charters meldet auf einem Flug durch das Amazonasgebiet Triebwerksprobleme und stürzt in den Regenwald. Der Pilot und ein erwachsener Passagier sterben beim Aufprall, die Mutter von vier Kindern später an ihren Verletzungen. Die vier Kinder im Alter von 1 bis 13 Jahren überleben anschließend 40 Tage allein im Regenwald, bevor sie gefunden werden. Todesopfer: 3.

01.05.2023, Michelstadt (Hessen, Deutschland): Ein 56-jähriger Pilot startet mit einem motorisierten Drachen-Trike vom Flugplatz Michelstadt. Unmittelbar nach dem Start stürzt das Ultraleichtflugzeug etwa 50m neben dem Flugfeld in einen Baum. Der Pilot kommt ums Leben. Wegen der pyrotechnischen Auslöseeinrichtung des Rettungsfallschirms müssen Spezialisten des Landeskriminalamts das Wrack sichern. Todesopfer: 1.

30.04.2023, Moià (Katalonien, Spanien): Zwei Tecnam P92 Echo treffen sich während des Flugbetriebs nahe dem Flugplatz Moià in der Luft. Beide Ultraleichtflugzeuge stürzen in ein Waldgebiet und geraten in Brand. Jeweils zwei Menschen befinden sich an Bord. Todesopfer: 4.

29.04.2023, Beverly Crest/Los Angeles (Kalifornien, USA): Ein einmotoriges Kleinflugzeug verschwindet am Abend bei dichtem Nebel vom Radar. Feuerwehr und Hubschrauber suchen mehrere Stunden in dem bergigen Gebiet zwischen Sherman Oaks und Bel Air, bevor das Wrack gefunden wird. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

26.04.2023, Santa Ana del Yacuma (Bolivien): Eine Cessna U206G zerbricht während des Fluges beziehungsweise gerät anschließend in einen nicht mehr beherrschbaren Sinkflug und stürzt nahe Santa Ana del Yacuma ab. Videoaufnahmen dokumentieren Teile der Unfallsequenz. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 5.

13.04.2023, Niedergörsdorf (Brandenburg, Deutschland): Ein Hängegleiterpilot soll auf dem Flugplatz Altes Lager mit Hilfe eines Ultraleichtflugzeugs starten. Während des Schleppstarts stürzt er aus mehreren Metern Höhe ab und erleidet schwere Verletzungen. Todesopfer: 0.

11.04.2023, Kidwell Airport (Nevada, USA): Ein selbstgebauter Glasair GlaStar startet mit einem Ehepaar an Bord zu einem längeren Überführungsflug nach Iowa. Nach etwa elf Minuten kehrt der Pilot zum Startflugplatz zurück. Im Bereich des Flugplatzes geht die Maschine in einen schnellen Sinkflug über und schlägt auf dem Boden auf. Todesopfer: 2.

04.04.2023, Bingegang (Queensland, Australien): Ein Robinson R44 Raven II wird zum Zusammentreiben von Rindern eingesetzt. Während der Pilot in geringer Höhe nach einzelnen Tieren sucht, trifft der Hubschrauber eine etwa 5,6m über dem Boden verlaufende Stromleitung und stürzt ab. Das Wrack brennt aus. Todesopfer: 1.

18.03.2023, Kirnapur (Madhya Pradesh, Indien): Eine Diamond DA40 befindet sich mit Fluglehrer und Flugschüler auf einem Ausbildungsflug. Bei ungünstigem Wetter kollidiert das Flugzeug mit einem bewaldeten Hügel und wird zerstört. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

16.03.2023, Xizhou (Taiwan): Ein Leichtflugzeug vom Typ Shark.Aero Shark bricht einen Landeanflug ab. Im anschließenden steilen Steigflug beziehungsweise einer engen Kurve kommt es zum Strömungsabriss. Die Maschine stürzt ab und gerät in Brand. Todesopfer: 2.

11.03.2023, Belo Horizonte (Brasilien): Eine Cessna R182 Skylane RG kommt zunächst hoch und schnell zur Landung, springt nach dem Aufsetzen wieder hoch und startet durch. Beim folgenden Landeversuch setzt sie erneut zu weit hinten auf, verlässt die Piste und prallt in Gebäude beziehungsweise Häuser. Ein Insasse stirbt, ein weiterer wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

07.03.2023, Winter Haven (Florida, USA): Eine Piper J-3 Cub und eine Piper PA-28-161 befinden sich beide auf Ausbildungsflügen und kollidieren nahezu frontal in der Luft. Beide Flugzeuge stürzen in beziehungsweise nahe einen See. In jeder Maschine sitzen ein Fluglehrer und ein Flugschüler. Todesopfer: 4.

01.03.2023, bei Lumbucan Island (Philippinen): Eine zivile Aérospatiale Alouette II ist als medizinischer Rettungshubschrauber unterwegs und hat einen Patienten aufgenommen, als sie über dem Meer verunglückt. Das Wrack wird später im Wasser gefunden. Todesopfer: 5.

24.02.2023, Stagecoach (Nevada, USA): Eine Pilatus PC-12/45 von Guardian Flight startet in Reno zu einem Ambulanzflug nach Salt Lake City. Bei Nacht und Instrumentenwetterbedingungen verliert der Pilot infolge räumlicher Desorientierung die Kontrolle. Die PC-12 zerbricht noch in der Luft. Neben dem Piloten sterben eine Flugkrankenschwester, ein Rettungssanitäter, der Patient und dessen Begleitperson. Todesopfer: 5.

22.02.2023, Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt, Deutschland): Bei einem Leichtflugzeug treten im Landeanflug Motorprobleme auf. Der 66-jährige Pilot entscheidet sich für eine Notlandung auf einem Feld nahe dem Flugplatz. Einer der drei Passagiere wird leicht verletzt, die übrigen Insassen bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

21.02.2023, Brakel-Frohnhausen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 50-jähriger Pilot gerät mit einer DOVA DV-1 Skylark auf dem Flug von Kamen Richtung Paderborn in schlechtes Wetter und verliert die Orientierung. Da er keinen Flugplatz mehr erreicht, leitet er eine Notlandung über einem Wald ein und aktiviert auch das Rettungsfallschirmsystem. Die Maschine schlägt zwischen Bäumen auf; der Pilot kann sich selbst befreien und wird leicht verletzt. Todesopfer: 0.

21.02.2023, Hohe Salve/Hopfgarten (Tirol, Österreich): Ein 38-jähriger deutscher Gleitschirmpilot gerät während des Abstiegs in einen Spiralflug, den er nicht mehr ausleiten kann. Er löst noch den Rettungsschirm aus, schlägt jedoch mit großer Wucht auf einer Skipiste nahe der Mittelstation auf. Reanimationsversuche bleiben erfolglos. Todesopfer: 1.

24.01.2023, Gold Coast (Queensland, Australien): Eine Boeing 737-800 von Virgin Australia landet bei schlechten Wetterbedingungen deutlich hinter der vorgesehenen Aufsetzzone. Die Maschine kann noch auf der Piste zum Stillstand gebracht werden; verletzt wird niemand und das Flugzeug bleibt unbeschädigt. Da die ATSB den Vorgang als „Serious Incident“ und nicht als Unfall klassifiziert, gehört er streng genommen nicht in unsere Unfallchronik. Ich führe ihn daher nur zur Abgrenzung auf, nicht als regulären Fall. Todesopfer: 0.

15.01.2023, Pokhara (Nepal): Eine ATR 72-500 von Yeti Airlines befindet sich als Flug 691 mit 68 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern im Sichtanflug auf den neuen Flughafen Pokhara. Im Cockpit werden versehentlich beide Propeller in Segelstellung gebracht, wodurch praktisch kein nutzbarer Schub mehr zur Verfügung steht. Die ATR verliert Geschwindigkeit, kippt kurz vor der Landung nach links und stürzt in die Schlucht des Seti-Flusses. Niemand überlebt. Es ist der schwerste Flugunfall des Jahres 2023 in der kommerziellen Luftfahrt. Todesopfer: 72.

09.01.2023, Karatakya (Russland): Eine Antonow An-2 muss bei Vereisungsbedingungen notlanden. Die Cockpitscheiben sind beschlagen, nachdem die Heizung ausgefallen ist. Das Wrack wird erst vier Tage später gefunden. Zwei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

07.01.2023, Suffolk (Virginia, USA): Eine Piper PA-28-140 Cherokee wird trotz eines bekannten Motorproblems geflogen. Der Pilot hatte seinen Pilotenschein erst wenige Wochen zuvor erhalten und startet entgegen der ausdrücklichen Anweisung des Wartungsbetriebs, die Maschine wegen einer Fehlzündung nicht zu fliegen. Das Flugzeug stürzt während des anschließenden Fluges ab. Todesopfer: 2.

02.01.2023, Provo (Utah, USA): Eine Embraer EMB-505 Phenom 300 verunglückt beim Start vom Provo Municipal Airport bei winterlichen Bedingungen. Vor dem Start waren gefrorene Wassertropfen beziehungsweise Eis auf den Tragflächen beobachtet worden. Einer der beiden Piloten stirbt, der zweite Pilot wird schwer und die beiden Passagiere werden leicht verletzt. Todesopfer: 1.

02.01.2023, Gold Coast (Queensland, Australien): Zwei Airbus Helicopters EC130 B4 von Sea World Helicopters führen gleichzeitig touristische Rundflüge durch. Einer startet, während der andere zur Basis zurückkehrt; in nur etwa 40m Höhe kollidieren die Maschinen. Bei einem Hubschrauber werden Hauptrotor und Heck abgerissen, er stürzt unkontrolliert auf eine Sandbank. Der zweite EC130 ist ebenfalls schwer beschädigt, doch dessen verletztem Piloten gelingt eine kontrollierte Notlandung. Der ATSB-Abschlussbericht von 2025 beschreibt unter anderem Kommunikations- und Verfahrensprobleme, durch die beide Piloten ein falsches Bild von Position und Absicht des jeweils anderen Hubschraubers hatten. Todesopfer: 4; weitere 6 Menschen werden schwer verletzt.

27.12.2022, Golf von Mexiko vor Louisiana (USA): Ein Bell 407 von Rotorcraft Leasing Company befindet sich nach einem Offshore-Einsatz auf dem Rückflug von einer Ölplattform, als der Hubschrauber ins Meer stürzt. Der Pilot und drei Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

18.12.2022, vor Maui (Hawaii, USA): Eine Beechcraft King Air C90A von Hawaii Life Flight startet in Kahului zu einem Ambulanzflug nach Hawaii Island und verschwindet kurz darauf über dem Meer. Wrackteile werden später gefunden. An Bord befinden sich Pilot, Flugkrankenschwester und Rettungssanitäter. Todesopfer: 3.

12.11.2022, Dallas (Texas, USA): Während der Flugschau „Wings Over Dallas“ kollidieren eine zivil betriebene Boeing B-17G Flying Fortress und eine Bell P-63F Kingcobra in der Luft. Die P-63 trifft die B-17 im Bereich hinter den Tragflächen; beide historischen Maschinen zerbrechen und stürzen auf das Flughafengelände. Trotz der ursprünglich militärischen Flugzeugtypen handelt es sich um einen zivilen Airshow-Betrieb. Todesopfer: 6.

06.11.2022, Bukoba (Tansania): Eine ATR 42-500 von Precision Air befindet sich mit 43 Menschen an Bord auf Flug 494 von Daressalam nach Bukoba. Bei schlechtem Wetter und eingeschränkter Sicht stürzt die Maschine kurz vor der Landebahn in den Victoriasee. Fischer und Rettungskräfte können zahlreiche Insassen retten. Todesopfer: 19.

03.11.2022, Ärmelkanal südöstlich von Jersey: Bei einer Piper PA-32-300 fällt während des Fluges der Motor aus. Der Pilot wassert rund 7NM südöstlich des Flughafens Jersey. Das Flugzeug sinkt, die Insassen können gerettet werden. Todesopfer: 0.

23.10.2022, Cebu (Philippinen): Eine Boeing 737-800 von Korean Air kommt als Flug KE631 aus Seoul bei starkem Regen zur Landung. Nach zwei Fehlanflügen setzt die Besatzung beim dritten Versuch auf, die Maschine schießt über das Bahnende hinaus und wird schwer beschädigt beziehungsweise später abgeschrieben. Alle 173 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

06.10.2022, Horsham (England, Großbritannien): Eine Jodel DR1050-M1 kollidiert beim Versuch durchzustarten nahe Jackrell’s Farm mit Bäumen. Die AAIB untersucht den Unfall als Flugunfall der allgemeinen Luftfahrt. Todesopfer: 0.

05.09.2022, Gelnhausen (Hessen, Deutschland): Ein 81-jähriger Pilot verunglückt mit seinem Segelflugzeug auf dem Flugplatz Gelnhausen. Nach ersten Ermittlungen verfängt sich die Maschine in einem Baum und stürzt ab. Der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle. Todesopfer: 1.

04.09.2022, Duisburg (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug startet in Dinslaken zu einem Rundflug über Duisburg und stürzt auf dem Rückweg nahe dem ehemaligen Güterbahnhof ab. Das Flugzeug schlägt neben einem Zirkuszelt auf und gerät in Brand. Beide Insassen, 54 und 77 Jahre alt, kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

04.09.2022, Puget Sound/Whidbey Island (Washington, USA): Eine De Havilland Canada DHC-3 Turbine Otter von Friday Harbor Seaplanes stürzt während eines Linien-/Charterfluges von Friday Harbor nach Renton nahezu senkrecht in den Puget Sound. Das Flugzeug zerbricht beim Aufprall. Todesopfer: 10.

02.09.2022, Conakry (Guinea): Ein Airbus A320neo von TAP Air Portugal landet nachts in Conakry und kollidiert auf der Landebahn mit einem Motorrad, auf dem sich zwei Menschen befinden. Die Insassen des Airbus bleiben unverletzt, die beiden Menschen auf dem Motorrad sterben. Todesopfer: 2, beide am Boden.

26.08.2022, Lübbrechtsen (Niedersachsen, Deutschland): Ein Reisemotorsegler vom Typ Scheibe SF-25C Falke stürzt während eines Überlandfluges in ein Wohnhaus. Der BFU-Sicherheitsbericht führt den Unfall als Unfall der allgemeinen Luftfahrt. Todesopfer: 1.

22.08.2022, Gera (Thüringen, Deutschland): Eine BOT SC07 Super Cruiser gerät unmittelbar nach dem Start in einer Linkskurve außer Kontrolle und stürzt in ein Waldstück. Die Maschine bleibt zunächst in Bäumen hängen und brennt anschließend aus. Todesopfer: 1.

12.08.2022, Böttingen/Klippeneck (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein doppelsitziges Segelflugzeug kollidiert im Bereich des Flugplatzes Klippeneck mit einem Ultraleichtflugzeug, das zuvor als Schleppflugzeug eingesetzt worden war. Das Segelflugzeug verliert eine Tragfläche und stürzt ab; Fluglehrer und Flugschüler sterben. Der Pilot des Ultraleichtflugzeugs aktiviert dessen Rettungsfallschirm und überlebt leicht verletzt. Todesopfer: 2.

30.07.2022, Chiang Rai (Thailand): Eine Boeing 737-800 von Nok Air gerät bei der Landung in einem Gewitter mit starkem Regen von der Piste. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, die Insassen können es jedoch unverletzt verlassen. Todesopfer: 0.

19.07.2022, Newtownards (Nordirland, Großbritannien): Ein Aeroprakt A32 Vixxen gerät während einer steilen Kurve in geringer Höhe außer Kontrolle und stürzt auf dem Flugplatz Newtownards ab. Todesopfer: 2. Die AAIB untersucht insbesondere den Kontrollverlust während des Manövers.

16.07.2022, Stimpfach-Weipertshofen (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 65-jähriger Segelflugpilot befindet sich offenbar im Landeanflug auf den Segelflugplatz Weipertshofen, als die Maschine aus geringer Höhe auf eine Wiese stürzt. Der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle. Todesopfer: 1.

16.07.2022, Utscheid (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein doppelsitziges Segelflugzeug muss wenige Minuten nach dem Start auf einem Gerstenfeld notlanden. Der Pilot wird schwer, sein Passagier leicht verletzt. Ein Bedienfehler gilt zunächst als wahrscheinliche Ursache. Todesopfer: 0.

16.07.2022, Kavala (Griechenland): Eine Antonow An-12BK des ukrainischen Frachtunternehmens Meridian befindet sich mit rund 11,5t Munition beziehungsweise militärischem Gefahrgut auf einem kommerziellen Frachtflug von Serbien nach Bangladesch. Nach einem Triebwerksproblem versucht die Besatzung Kavala zu erreichen, die Maschine stürzt jedoch vorher ab und explodiert. Trotz der militärischen Fracht handelt es sich um einen zivilen Frachtflug. Todesopfer: 8.

21.06.2022, Miami (Florida, USA): Eine McDonnell Douglas MD-82 von RED Air kommt als Flug 203 aus Santo Domingo bei der Landung von der Piste ab. Das linke Hauptfahrwerk bricht zusammen, die Maschine kollidiert mit Hindernissen und gerät in Brand. Die 140 Menschen an Bord können evakuiert werden; mehrere werden verletzt. Todesopfer: 0.

11.06.2022, Sulz am Neckar (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 56-jähriger Pilot startet mit seinem Ultraleichtflugzeug vom Flugplatz Sulz-Kastell und kehrt nicht zurück. Nach einer Suche wird das zerstörte Flugzeug rund 2km vom Startplatz entfernt beim Hofgut Geroldseck gefunden. Der Pilot ist tot. Todesopfer: 1.

10.06.2022, Schonach im Schwarzwald (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 22-jähriger Segelflugpilot stürzt am Abend mit seinem Flugzeug im Schwarzwald ab. Rettungskräfte erreichen die schwer zugängliche Unfallstelle, können aber nur noch seinen Tod feststellen. Todesopfer: 1.

29.05.2022, Sanosware/Thasang (Nepal): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Tara Air befindet sich als Flug 197 von Pokhara nach Jomsom. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine in rund 4.400m Höhe mit einem Berghang. Erst am folgenden Tag erreichen Rettungsmannschaften das Wrack. Todesopfer: 22, alle Menschen an Bord.

15.05.2022, Gießen-Rödgen (Hessen, Deutschland): Ein 48-jähriger Pilot startet mit einem Segelflugzeug in Gießen-Wieseck. Wenige Minuten später stürzt die Maschine auf eine Obstwiese. Der Pilot wird schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Todesopfer: 0.

11.05.2022, Nanga Eboko (Kamerun): Eine DHC-6-400 Twin Otter von Caverton Helicopters Cameroon befindet sich auf einem zivilen Charterflug für Mitarbeiter eines Pipeline-Unternehmens. Das Flugzeug stürzt in bewaldetem Gelände ab. Alle Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 11.

01.05.2022, Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt unmittelbar nach dem Start am Ende der Startbahn ab und geht sofort in Flammen auf. Der 72-jährige Pilot wird mit schweren Verbrennungen in eine Spezialklinik gebracht, stirbt jedoch am folgenden Morgen. Todesopfer: 1.

07.04.2022, San José (Costa Rica): Eine Boeing 757-200F von DHL Aero Expreso kehrt nach dem Start wegen eines Hydraulikproblems zum Flughafen Juan Santamaría zurück. Bei der Landung kommt der Frachter von der Bahn ab, dreht sich und zerbricht hinter den Tragflächen in zwei Teile. Beide Piloten können das Wrack verlassen. Todesopfer: 0.

27.03.2022, Konstanz (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine zweisitzige Grumman stürzt kurz nach dem Start vom Flugplatz Konstanz rund 500m hinter der Startbahn in einen Wald. Der 44-jährige Pilot und seine 50-jährige Begleiterin werden lebensgefährlich verletzt, überleben zunächst. Todesopfer: 0.

27.03.2022, Popham (England, Großbritannien): Bei einer modifizierten Pitts S-1C löst sich während des Fluges die Verbindung der Höhenrudersteuerung. Der Pilot verliert dadurch die normale Kontrolle über die Nickachse. Die AAIB untersucht den ungewöhnlichen technischen Defekt eingehend. Todesopfer: 0.

21.03.2022, Tengxian/Wuzhou (Guangxi, China): Eine Boeing 737-800 von China Eastern Airlines befindet sich als Flug MU5735 mit 132 Menschen an Bord auf dem Weg von Kunming nach Guangzhou. Aus Reiseflughöhe geht die Boeing plötzlich in einen extrem steilen Sinkflug über und schlägt nahezu senkrecht in bewaldetem Bergland ein. Das Flugzeug wird vollständig zerstört. Die genaue Ursache ist bis heute Gegenstand der Untersuchung. Todesopfer: 132.

05.03.2022, Duns (Schottland, Großbritannien): Eine EV-97 EuroStar UK kollidiert beim Start mit einer Hecke an der Straße A6105 rund 3km östlich von Duns. Das Ultraleichtflugzeug wird bei der Unfallsequenz erheblich beschädigt. Todesopfer: 0.

26.02.2022, vor Mohéli (Komoren): Eine Cessna 208B Grand Caravan von AB Aviation startet in Moroni zu Flug 1103 nach Mohéli und verschwindet während des kurzen Inlandsfluges über dem Meer. Trümmer werden später im Wasser gefunden. An Bord befinden sich zwölf Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder. Todesopfer: 14.

11.02.2022, South Downs (England, Großbritannien): Bei einer Piper PA-32-300 fällt während des Fluges der Motor aus. Der Pilot muss im Bereich Steyning Valley in den South Downs notlanden. Die AAIB untersucht insbesondere den Triebwerksausfall. Todesopfer: 0.

09.01.2022, Northrepps (Norfolk, Großbritannien): Bei einer CAP 231 kommt es während eines Kunstfluges zu einem strukturellen Versagen von Seitenleitwerk und Seitenruder. Der Pilot verliert die Kontrolle, das Flugzeug stürzt ab. Todesopfer: 1. Die AAIB stellt bei der Untersuchung strukturelle Schäden beziehungsweise ein Versagen des Leitwerks fest.

03.01.2022, Exeter (England, Großbritannien): Bei einer Beechcraft 200 bricht nach der Landung das linke Hauptfahrwerk zusammen. Die Maschine wird erheblich beschädigt, die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

27.12.2021, El Cajon/San Diego (Kalifornien, USA): Ein Learjet 35A von Aeromedevac Air Ambulance befindet sich nach einem Patiententransport auf einem Positionierungsflug zurück zur Heimatbasis. Beim nächtlichen Anflug auf Gillespie Field gerät der Jet außer Kontrolle und stürzt in ein Wohngebiet. Alle vier Menschen an Bord, zwei Piloten und zwei weitere Besatzungsmitglieder, sterben. Am Boden wird niemand getötet. Todesopfer: 4.

27.12.2021, Bohmte (Niedersachsen, Deutschland): Eine Aerospool WT-9 Dynamic verfehlt bei der Landung auf dem Flugplatz Bohmte-Bad Essen die Piste, setzt daneben auf und überschlägt sich. Pilot und Passagierin können das Flugzeug selbst verlassen und werden leicht verletzt. Todesopfer: 0.

23.12.2021, Shabunda (Demokratische Republik Kongo): Eine Shorts 360-300 von Malu Aviation ist mit drei Besatzungsmitgliedern und zwei Begleitern der Fracht von Goma nach Shabunda unterwegs. Bei schlechtem Wetter stürzt das Flugzeug etwa 15km vor dem Flughafen ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 5.

15.12.2021, Santo Domingo (Dominikanische Republik): Eine Gulfstream G-IVSP von Helidosa Aviation startet zu einem Flug Richtung Florida. Kurz nach dem Start meldet die Besatzung Probleme und versucht am Flughafen Las Américas notzulanden. Der Businessjet stürzt auf dem Flughafengelände ab und brennt aus. Todesopfer: 9, alle sechs Passagiere und drei Besatzungsmitglieder.

14.11.2021, Breighton (England, Großbritannien): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Escapade verunglückt am Breighton Airfield. Die AAIB eröffnet wegen des tödlichen Unfalls eine gesonderte Untersuchung. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

13.11.2021, Beaver Island (Michigan, USA): Eine Britten-Norman BN-2A Islander von Island Airways stürzt beim Anflug auf den Flughafen Beaver Island ab. Von fünf Menschen an Bord überlebt nur ein elfjähriges Mädchen schwer verletzt. Todesopfer: 4.

07.11.2021, Sinsheim-Ehrstädt (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt bei Sinsheim-Ehrstädt ab. Der allein fliegende 20-jährige Pilot aus dem Lahn-Dill-Kreis kommt ums Leben. Eine Obduktion ergibt später keine Hinweise auf eine akute körperliche Ursache. Todesopfer: 1.

05.11.2021, Caratinga (Minas Gerais, Brasilien): Eine Beechcraft King Air C90A befindet sich im Anflug auf Caratinga, als sie abstürzt. An Bord befinden sich die brasilianische Sängerin Marília Mendonça, ihr Produzent, ein Verwandter und zwei Piloten. Alle fünf sterben. Todesopfer: 5.

03.11.2021, Irkutsk (Russland): Eine Antonow An-12BK der belarussischen Grodno Aircompany stürzt während eines Anfluges beziehungsweise Durchstartmanövers südöstlich des Flughafens Irkutsk in bewaldetes Gelände. Der Frachter wird zerstört. Todesopfer: 9, alle Menschen an Bord.

02.11.2021, Juba (Südsudan): Eine Antonow An-26 von Optimum Aviation startet mit Hilfsgütern und Treibstofffässern von Juba nach Maban und stürzt kurz nach dem Start ab. Die Maschine schlägt in einem bewohnten Gebiet auf. Todesopfer: 5.

19.10.2021, Brookshire/Houston (Texas, USA): Eine McDonnell Douglas MD-87 versucht vom Houston Executive Airport zu einem privaten Flug nach Boston zu starten. Wegen blockierter Höhenruder kann die Maschine nicht rotieren; die Piloten brechen den Start ab. Der Jet schießt durch den Flughafenzaun, überquert Straßen und Stromleitungen und brennt aus. Alle 23 Menschen an Bord überleben, zwei werden schwer verletzt. Todesopfer: 0.

17.10.2021, Trebbin-Schönhagen (Brandenburg, Deutschland): Beim Landeanflug auf Schönhagen treten an einem Segelflugzeug technische Probleme auf. Der 65-jährige Pilot versucht durchzustarten, gewinnt aber nicht ausreichend Höhe und stürzt in ein Waldstück. Pilot und 20-jährige Passagierin werden leicht verletzt. Todesopfer: 0.

03.10.2021, San Donato Milanese bei Mailand (Italien): Eine Pilatus PC-12/47E startet in Mailand-Linate mit Ziel Sardinien. Wenige Minuten später verliert der Pilot die Kontrolle, die Maschine stürzt nahezu senkrecht in ein leerstehendes Bürogebäude und brennt aus. Todesopfer: 8, alle Menschen an Bord.

25.09.2021, Teesside (England, Großbritannien): Bei einer Grumman AA-5 fällt kurz nach dem Start die Motorleistung aus. Das Flugzeug muss auf dem Flughafengelände notlanden und wird erheblich beschädigt. Die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

15.09.2021, Intan Jaya (Papua, Indonesien): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Rimbun Air befindet sich auf einem Frachtflug nach Bilogai, als der Kontakt während des Anflugs abbricht. Das Wrack wird in bergigem Gelände gefunden. Todesopfer: 3, die gesamte Besatzung.

14.09.2021, Piracicaba (São Paulo, Brasilien): Eine Beechcraft King Air 250 stürzt kurz nach dem Start vom Flughafen Piracicaba ab und geht in Flammen auf. Die beiden Piloten und fünf Passagiere sterben. Todesopfer: 7.

12.09.2021, Kazachinskoye (Sibirien, Russland): Eine Let L-410 von Siberian Light Aviation befindet sich mit 16 Menschen an Bord im nächtlichen Anflug bei Nebel und schlechter Sicht. Die Maschine kollidiert etwa 4km vor dem Flughafen mit bewaldetem Gelände. Zwölf Insassen überleben. Todesopfer: 4.

02.09.2021, Heist/Uetersen (Schleswig-Holstein, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug gewinnt unmittelbar nach dem Start nicht ausreichend Höhe, streift zwei Baumkronen und stürzt auf den Parkplatz des Flugplatzes. Ein abgestelltes Auto wird beschädigt, der 48-jährige Pilot schwer verletzt. Todesopfer: 0.

12.08.2021, Kurilensee/Kamtschatka (Russland): Ein kommerziell betriebener Mi-8T von Vityaz-Aero befindet sich mit drei Besatzungsmitgliedern und 13 Passagieren auf einem touristischen Flug. Bei dichtem Nebel stürzt der Hubschrauber in den Kurilensee und sinkt. Acht Menschen können sich retten. Todesopfer: 8.

26.07.2021, Truckee (Kalifornien, USA): Eine Bombardier Challenger 605 befindet sich mit zwei Piloten und vier Passagieren im Anflug auf Truckee-Tahoe. Beim engen Platzrundenmanöver für die Landung wird der Anflug instabil; trotz Warnungen gerät die linke Tragfläche in den Strömungsabriss. Der Jet rollt schlagartig nach links und schlägt auf. Todesopfer: 6.

26.07.2021, Norderney (Niedersachsen, Deutschland): Eine Cessna 208 Supervan 900 von Skydive Binz verunglückt südlich des Flugplatzes Norderney. Die Maschine war im Fallschirmsprungbetrieb eingesetzt. Ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

21.07.2021, Hildesheim (Niedersachsen, Deutschland): Bei einem Tragschrauber lösen sich während des Landeanfluges in etwa 50m Höhe Teile der Maschine. Der Gyrocopter zerbricht in der Luft und stürzt auf ein Freigelände rund 400m vor dem Flugplatz. Beide Insassen sterben. Todesopfer: 2.

16.07.2021, Gebiet Tomsk (Russland): Eine Antonow An-28 von Siberian Light Aviation verliert während eines Regionalfluges beide Triebwerke. Den Piloten gelingt eine Notlandung in sumpfigem Waldgelände, wobei sich die Maschine überschlägt. Alle 18 Menschen an Bord überleben; ein Pilot und ein Passagier werden schwerer verletzt. Todesopfer: 0.

06.07.2021, Palana/Kamtschatka (Russland): Eine Antonow An-26B-100 der Kamchatka Aviation Enterprise befindet sich mit 28 Menschen an Bord auf einem Linienflug von Petropawlowsk-Kamtschatski nach Palana. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine im Anflug mit einer Klippe an der Küste und stürzt ins Meer. Todesopfer: 28.

30.06.2021, Goodwood (England, Großbritannien): Bei einer Rogers Sky Prince kommt es nach dem Start zunächst zu teilweisem und anschließend erheblichem Leistungsverlust. Bei der folgenden Notlandung gerät das Flugzeug außer Kontrolle. Die AAIB untersucht den Unfall als schweren GA-Flugunfall. Todesopfer: 0.

19.06.2021, Kamen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Beim Landeanflug meldet der Pilot eines Platzer Kiebitz technische Probleme und landet auf einem Getreidefeld. Die Maschine wird zum wirtschaftlichen Totalschaden, der 47-jährige Pilot leicht verletzt. Todesopfer: 0.

16.06.2021, Schlanstedt (Sachsen-Anhalt, Deutschland): Ein 72-jähriger Pilot aus Berlin stürzt mit seinem selbststartenden Segelflugzeug vom Typ ASH 31 Mi auf einen Acker zwischen Schlanstedt und Eilenstedt. Der allein fliegende Mann kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

08.06.2021, Gelnhausen (Hessen, Deutschland): Eine Ikarus C42 stürzt kurz nach dem Start vom Flugplatz Gelnhausen an einer Böschung ab und bleibt zwischen Bäumen und Hecken hängen. Beide erfahrenen Piloten, 53 und 67 Jahre alt, kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

29.05.2021, Percy Priest Lake/Nashville (Tennessee, USA): Eine Cessna Citation I/SP startet vom Smyrna Airport mit sieben Menschen an Bord und stürzt wenige Minuten später in den Percy Priest Lake. Unter den Opfern befinden sich der Schauspieler Joe Lara und die Autorin Gwen Shamblin Lara. Todesopfer: 7.

29.04.2021, Cranfield (England, Großbritannien): Bei einer modifizierten Piper PA-46-350P fällt das Antriebssystem aus. Die Besatzung muss etwa eine Meile nördlich des Flughafens Cranfield notlanden. Die Maschine wird schwer beschädigt, die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

22.04.2021, Kulmbach (Bayern, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt beim Start vom Flugplatz Kulmbach aus geringer Höhe auf den Boden, überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Beide Insassen sterben noch am Unfallort. Todesopfer: 2.

18.04.2021, Wietmarschen-Lohne (Niedersachsen, Deutschland): Ein selbstgebautes Flugzeug vom Typ Stoddard-Hamilton GlaStar stürzt im Gebiet Lohner Sand ab. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

02.03.2021, Pieri (Südsudan): Eine Let L-410 von South Supreme Airlines startet mit acht Passagieren und zwei Piloten zu einem kurzen Inlandsflug nach Yuai. Unmittelbar nach dem Start verliert das Flugzeug Leistung beziehungsweise gerät in einen Strömungsabriss und stürzt neben der Piste ab. Todesopfer: 10.

18.02.2021, Bodensee bei Staad (Schweiz): Eine Piper PA-34-200T Seneca II befindet sich bei Nebel im Instrumentenanflug auf St. Gallen-Altenrhein. Der Anflug wird zu steil, die Maschine schlägt im Bodensee auf und sinkt bis auf etwa 84m Tiefe. Der allein fliegende 70-jährige deutsche Pilot kann gerettet werden und kommt mit vergleichsweise leichten Verletzungen davon. Todesopfer: 0.

09.01.2021, Javasee bei Jakarta (Indonesien): Eine Boeing 737-500 von Sriwijaya Air startet als Flug SJ182 von Jakarta nach Pontianak. Rund vier Minuten nach dem Start gerät die Maschine nach Problemen mit der automatischen Schubregelung in eine starke Linksneigung und einen extrem schnellen Sinkflug. Sie schlägt in der Javasee auf und wird vollständig zerstört. Todesopfer: 62, alle Menschen an Bord.

08.01.2021, Gostilitsy bei Sankt Petersburg (Russland): Eine Piper PA-28-180 und eine Cessna 152 kollidieren im Bereich des Flugplatzes miteinander. Die Piper stürzt ab; die drei Menschen an Bord sterben. Die Cessna wird ebenfalls beschädigt, ihre Insassen überleben. Todesopfer: 3.

07.01.2021, Pingtung (Taiwan): Eine Flight Design CTLSi stürzt nahe Saijia während eines Sport- beziehungsweise Freizeitfluges ab und wird zerstört. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

06.01.2021, Vila Velha (Espírito Santo, Brasilien): Ein Robinson R44 Raven II stürzt im Stadtgebiet von Vila Velha ab. Beide Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 2.

04.01.2021, Credit (Arkansas, USA): Eine Beechcraft G58 Baron verunglückt bei einem privaten Flug nahe Credit. Das zweimotorige Flugzeug wird zerstört. Todesopfer: 2.

02.01.2021, New Hudson (Michigan, USA): Eine Piper PA-24-250 Comanche stürzt nahe dem Oakland Southwest Airport ab. Alle drei Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

01.01.2021, Birch Hills County (Alberta, Kanada): Ein Robinson R44 Raven II wird auf einem privaten Flug über landwirtschaftlich geprägtem Gelände eingesetzt und stürzt südwestlich von Eaglesham ab. Alle vier Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

23.12.2020, Büchenbach bei Pegnitz (Bayern, Deutschland): Eine Cessna 172RG startet am Nachmittag in Landshut in Richtung Norden. Rund eine Stunde später wird ihr ELT-Notsignal nahe Pegnitz empfangen. Die Maschine wird zerstört im Gelände aufgefunden. Der allein fliegende Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

08.12.2020, Flammersfeld (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Eine Cessna 172 beziehungsweise T-41 geht aus dem Reiseflug in einen kontinuierlichen Sinkflug über und schlägt auf dem Boden auf. Der Pilot befindet sich allein an Bord und stirbt. Todesopfer: 1.

02.12.2020, Bungonia State Conservation Area (New South Wales, Australien): Ein Robinson R44 Raven I befindet sich mit Fluglehrer und Flugschüler auf einem Ausbildungsflug. Im Bereich eines Tales kommt es wahrscheinlich nach einer Low-G-Situation und extremen Bewegungen des Hauptrotors zu einem Mast-/Rotor-Kontakt mit dem Rumpf. Der Hubschrauber zerbricht in der Luft und stürzt ab. Todesopfer: 2.

21.11.2020, Gera/Ronneburg (Thüringen, Deutschland): Der Pilot eines Ultraleichtflugzeugs vom Typ Flying Machines FM25 meldet kurz nach dem Start eine offene Haube und versucht zum Flugplatz zurückzukehren. Dabei stürzt die Maschine ab. Der allein fliegende Pilot stirbt. Todesopfer: 1.

20.10.2020, Oblast Wologda (Russland): Ein privat betriebener Robinson R44 verunglückt nahe Bobrowskoje. Der Hubschrauber wird schwer beschädigt; sämtliche vier Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

11.10.2020, Troutbeck (Cumbria, Großbritannien): Eine Cessna FRA150L Aerobat ist auf einer für das Flugzeug grenzwertig kurzen beziehungsweise leistungskritischen Piste gelandet. Für den Rückstart lässt der Pilot den Passagier zurück, um Gewicht zu sparen. Sekunden nach dem Abheben geht die Kontrolle verloren und die Cessna schlägt auf dem Boden auf. Die AAIB stellt mehrere Mängel bei Flugvorbereitung und Entscheidungsfindung fest. Todesopfer: 1.

27.09.2020, Mikhalchikovo (Russland): Ein privat betriebener Super Petrel LS verunglückt im Gebiet Nischni Nowgorod und wird zerstört. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

23.09.2020, Guatemala: Ein privat betriebener British Aerospace BAe-125-800A, ein Businessjet, stürzt nach einem Flug aus Mexiko in Guatemala ab. Vier Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

20.09.2020, Kulmbach (Bayern, Deutschland): Ein Pilot führt mit einer Pitts S-1S Special mehrere Kunstflugfiguren durch. Dabei gerät die Maschine in eine unkontrollierte Fluglage und schlägt auf einer Wiese auf. Der Pilot stirbt. Todesopfer: 1.

19.09.2020, Moosburg (Bayern, Deutschland): Eine modifizierte Pitts S2 beziehungsweise Raven 2XS überfliegt die Piste in etwa 220ft Höhe. Nach einer Leistungserhöhung werden Motoraussetzer beobachtet; kurz darauf stürzt die Maschine in Verlängerung der Piste ab. Der Pilot stirbt, sein Passagier wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

17.09.2020, Bienenfarm (Brandenburg, Deutschland): Eine De Havilland DHC-1 Chipmunk verliert kurz nach dem Start Motorleistung. Beim anschließenden Manövrieren kippt die Maschine ab und schlägt in steilem Winkel auf. Der Pilot stirbt, der Passagier wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

22.08.2020, Juba (Südsudan): Eine Antonow An-26B von South West Aviation startet zu einem zivilen Frachtflug und verliert kurz nach dem Abheben Höhe. Die Maschine schlägt rund 3km vom Flughafen entfernt auf. Der spätere Abschluss der Untersuchung nennt neun Menschen an Bord und keine Überlebenden. Todesopfer: 9.

16.08.2020, St. Goar (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein gewerblich betriebener Heißluftballon gerät bei der Landung vor einem Gewitter in starken Wind. Der Korb schlägt hart auf, mehrere Passagiere werden herausgeschleudert. Beim zweiten Landeversuch fällt der Ballonführer aus dem Korb, hält sich noch an einer Schleppleine fest und stürzt schließlich an einem Steilhang ab. Sechs Passagiere werden schwer verletzt. Todesopfer: 1.

16.08.2020, Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Bei einem Touch-and-Go gerät ein Ultraleichtflugzeug vom Typ Siren im Anfangssteigflug über die linke Tragfläche außer Kontrolle. Es schlägt auf und gerät in Brand. Der Pilot stirbt. Todesopfer: 1.

13.08.2020, Hessisch Lichtenau (Hessen, Deutschland): Eine Robin DR400-180 schleppt eine Schleicher K8B. Während des Schlepps gerät die Robin außer Kontrolle und schlägt auf dem Boden auf. Das Segelflugzeug kann sich lösen und sicher landen. Der Pilot des Schleppflugzeugs stirbt. Todesopfer: 1.

07.08.2020, Kozhikode/Calicut (Kerala, Indien): Eine Boeing 737-800 von Air India Express landet als Flug IX1344 bei starkem Regen. Die Maschine schießt über das Ende der sogenannten Tabletop-Runway hinaus, stürzt einen Abhang hinunter und zerbricht. Von 190 Menschen an Bord überleben 169. Todesopfer: 21.

07.08.2020, Weißenhorn (Bayern, Deutschland): Eine Rolladen-Schneider LS4 kollidiert in der Luft mit einem Reisemotorsegler vom Typ HK36 Super Dimona. Das Segelflugzeug stürzt ab und der Pilot stirbt. Der schwer beschädigte Motorsegler kann noch auf dem Flugplatz landen; seine Insassen bleiben unverletzt. Todesopfer: 1.

05.08.2020, Iserlohn-Rheinermark (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Zlin Savage wird eingesetzt, um nach einem gerissenen Windenschleppseil eines Segelflugstarts zu suchen. In geringer Höhe gerät das Ultraleichtflugzeug außer Kontrolle und stürzt auf den Flugplatz. Der 56-jährige Pilot stirbt, sein 25-jähriger Passagier wird lebensgefährlich verletzt. Todesopfer: 1.

02.08.2020, Heringsdorf (Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland): Der Pilot einer historisch erhaltenen Pilatus P-2 meldet unmittelbar nach dem Start ein Problem und kündigt die Rückkehr zum Flugplatz an. In der Umkehrkurve kippt das Flugzeug über die linke Tragfläche ab und stürzt zu Boden. Der Pilot kommt ums Leben. Obwohl die P-2 ursprünglich ein Militärtrainer war, war dieser konkrete Flug zivil. Todesopfer: 1.

31.07.2020, Steam Plains (New South Wales, Australien): Ein Robinson R44 führt landwirtschaftliche Sprühflüge durch. Beim Abstieg zu einem weiteren Sprühdurchgang trifft der Hubschrauber eine Stromleitung, obwohl deren Existenz dem Piloten bekannt war. Der R44 gerät außer Kontrolle und schlägt rund 120m weiter auf. Todesopfer: 1.

25.07.2020, Wesel-Lackhausen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Bei einem TL-96 Star wird kurz nach dem Start das Rettungsfallschirmsystem ausgelöst, doch das Rettungsgerät reißt vom Ultraleichtflugzeug ab. Die Maschine stürzt in ein Wohnhaus und verursacht einen Brand. Pilot und Passagier sowie eine Person im Haus kommen ums Leben. Todesopfer: 3, davon 1 am Boden.

19.07.2020, Tunkinskie-Golzy-Gebirge/Burjatien (Russland): Eine Antonow An-2 des zivilen Betreibers Phoenix befindet sich mit zwei Piloten und vier Mitarbeitern auf einem Erkundungsflug für geplante Forstarbeiten. Bei eingeschränkter Sicht kollidiert die Maschine in rund 2.780m Höhe mit einem Berghang. Das Wrack wird erst ein Jahr später gefunden. Todesopfer: 6.

12.07.2020, Rheinstetten (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Roland Z-602 gerät nach dem Start im Gegenanflug der Platzrunde außer Kontrolle und schlägt auf dem Boden auf. Pilot und Passagier sterben. Todesopfer: 2.

12.07.2020, Senheld/Mehren (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Eine Eurofox Pro kommt bei einem Durchstartmanöver von der Piste ab und gerät in Brand. Der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle; der zweite Insasse wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

11.07.2020, Dülmen/Borkenberge (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine LS4-b und eine DG-300 kollidieren während des Fluges nahe dem Flugplatz Borkenberge. Beide Segelflugzeuge werden schwer beschädigt und stürzen ab. Beide Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

04.07.2020, Broome (Western Australia, Australien): Bei einem Robinson R44 löst sich unmittelbar nach dem Abheben die Einheit aus Heckrotorgetriebe, Leitwerk und Heckrotor vom Hubschrauber. Ursache ist ein Überlastbruch nach bereits zuvor bemerkten Vibrationen im Heckrotorsystem. Der Pilot und ein Kind sterben, zwei weitere Insassen werden schwer verletzt. Todesopfer: 2.

17.06.2020, Reinsfeld (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Eine Piper PA-34-220T Seneca zerbricht während eines Geschäftsfluges im Reiseflug in mehrere Teile und stürzt bei Reinsfeld ab. Zeugen hören zuvor einen lauten Knall. Der 49-jährige Pilot befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

06.06.2020, Gießen-Lützellinden (Hessen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ TL-97 gerät kurz nach dem Start in etwa 20m Höhe außer Kontrolle, kippt nach vorn und schlägt auf. Der 69-jährige Pilot stirbt, sein 56-jähriger Mitflieger wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

01.06.2020, Fulda-Johannisau (Hessen, Deutschland): Eine Schleicher ASW 28 mit Hilfsantrieb gerät kurz vor oder während des Landeanflugs in etwa 200m Höhe außer Kontrolle und stürzt auf ein Feld. Anschließend brennt das Segelflugzeug aus. Der Pilot stirbt. Todesopfer: 1.

30.05.2020, Günzburg (Bayern, Deutschland): Bei einem Luftfahrzeugschlepp klinkt der Pilot eines Segelflugzeugs vom Typ Zugvogel 3a in etwa 20 bis 30m Höhe aus, nachdem die Maschine außer Kontrolle geraten ist. Das Segelflugzeug schlägt auf. Als entscheidender technischer Fehler wird das nicht angeschlossene Höhenruder festgestellt. Todesopfer: 1.

27.05.2020, Blomberg (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Cessna 150 kurvt kurz nach dem Start über ansteigendes und bewaldetes Gelände. Dabei berührt die Maschine Bäume und stürzt anschließend aus etwa 15m Höhe ab. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

22.05.2020, Karachi (Pakistan): Ein Airbus A320 von Pakistan International Airlines befindet sich als Flug PK8303 im Anflug auf Karachi. Beim ersten Landeversuch setzen die Piloten mit eingefahrenem Fahrwerk auf, wobei beide Triebwerke die Landebahn berühren. Nach dem Durchstarten verlieren die beschädigten Triebwerke Leistung. Der A320 stürzt in ein dicht bebautes Wohngebiet. Von 99 Menschen an Bord überleben nur zwei. Todesopfer: 97 im Flugzeug; zusätzlich werden Menschen am Boden verletzt.

04.05.2020, Berdale (Somalia): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von African Express Airways transportiert medizinische Güter und Moskitonetze. Beim Anflug wird das zivile Flugzeug offenbar irrtümlich von äthiopischen Bodentruppen beschossen, die es für eine Bedrohung halten. Die Maschine stürzt ab und brennt aus. Wie bei Flug PS752 nehme ich den Fall trotz Abschusses auf, weil das Opfer ein ziviles Luftfahrzeug war. Todesopfer: 6.

29.03.2020, Manila (Philippinen): Ein IAI Westwind II von Lionair startet zu einem medizinischen Evakuierungsflug nach Tokio-Haneda. Während des Startlaufs beziehungsweise unmittelbar beim Abheben kommt die Maschine von der Bahn ab und geht in Flammen auf. Unter den Insassen befinden sich medizinisches Personal, Besatzung, Patient und Begleitperson. Niemand überlebt. Todesopfer: 8.

01.03.2020, Hoym (Sachsen-Anhalt, Deutschland): Eine Tecnam P92 Echo gerät während des Anfangssteigflugs außer Kontrolle, schlägt auf und brennt aus. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

05.02.2020, Istanbul-Sabiha Gökçen (Türkei): Eine Boeing 737-800 von Pegasus Airlines kommt als Flug PC2193 bei der Landung unter schwierigen Wetterbedingungen über das Bahnende hinaus, rutscht eine Böschung hinunter und zerbricht in mehrere Teile. Von den 183 Menschen an Bord überleben 180, viele werden verletzt. Todesopfer: 3.

16.01.2020, Strausberg (Brandenburg, Deutschland): Eine Dallach D4 Fascination gerät im Anfangssteigflug außer Kontrolle, schlägt auf und gerät in Brand. Pilot und Passagier sterben. Todesopfer: 2.

08.01.2020, Teheran (Iran): Eine Boeing 737-800 von Ukraine International Airlines startet als Flug PS752 nach Kiew. Wenige Minuten nach dem Start wird die zivile Maschine von zwei iranischen Boden-Luft-Raketen getroffen. Iran räumt später ein, das Flugzeug irrtümlich als militärische Bedrohung eingestuft zu haben. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 176.

28.12.2019, Lafayette (Louisiana, USA): Eine Piper PA-31T Cheyenne startet am Morgen vom Lafayette Regional Airport zu einem privaten Flug. Kurz nach dem Abheben verliert die Maschine Höhe und schlägt in einem Gewerbegebiet auf. Fünf der sechs Menschen an Bord sterben, ein Passagier überlebt schwer verletzt. Auch am Boden wird eine Person verletzt. Todesopfer: 5.

27.12.2019, Almaty (Kasachstan): Eine Fokker 100 von Bek Air startet als Flug 2100 nach Nur-Sultan. Unmittelbar nach dem Abheben verliert die Maschine wieder Höhe, durchbricht die Flughafenumzäunung und prallt gegen ein Gebäude. 12 der 98 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 12.

24.12.2019, Tastiota (Sonora, Mexiko): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Calafia Airlines verunglückt bei einem Positionierungs- beziehungsweise Überführungsflug nahe Tastiota. Beide Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

19.12.2019, Charallave (Venezuela): Eine privat betriebene Beechcraft A100 King Air stürzt beim Anflug auf den Flughafen Óscar Machado Zuloaga nahe Caracas ab. Alle neun Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 9.

16.12.2019, Kanangra-Boyd-Nationalpark (New South Wales, Australien): Eine BRM Aero Bristell kollidiert in bergigem Gelände mit dem Boden und wird zerstört. Der Pilot ist allein an Bord. Todesopfer: 1.

14.12.2019, Mareeba (Queensland, Australien): Eine seltene Angel 44 befindet sich mit zwei Piloten auf einem Flug vom Mareeba Airport. Zeugen sehen, wie die rechte Tragfläche nahezu senkrecht absinkt, bevor das Flugzeug in ein Maisfeld stürzt. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

09.12.2019, Victoria (Texas, USA): Eine Cessna 208B Super Cargomaster von Martinaire befindet sich auf einem Frachtflug und stürzt rund 11km nordöstlich des Victoria Regional Airport ab. Der Pilot ist allein an Bord. Todesopfer: 1.

24.11.2019, Goma (Demokratische Republik Kongo): Eine Dornier 228-201 von Busy Bee Congo startet zu einem Regionalflug nach Beni. Kurz nach dem Start verliert sie Höhe und stürzt in ein dicht bebautes Wohngebiet. 19 Menschen im Flugzeug sterben; zusätzlich kommen Menschen am Boden ums Leben. Todesopfer: mindestens 21 insgesamt.

14.11.2019, Maraú (Bahia, Brasilien): Eine Cessna Citation II verunglückt bei der Landung auf dem kleinen Flugplatz Barra Grande. Der Jet kommt von der Bahn ab und gerät in Brand. Fünf der zehn Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 5.

26.10.2019, Little Grand Rapids (Manitoba, Kanada): Eine DHC-3T Turbine Otter von Blue Water Aviation Services verunglückt nahe Family Lake während eines Charterfluges. Drei Menschen sterben. Todesopfer: 3.

26.10.2019, Erftstadt-Friesheim (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 71-jähriger Pilot muss wegen technischer Probleme mit einem Ultraleichtflugzeug auf einem Feld notlanden. Die Maschine überschlägt sich und bleibt auf dem Dach liegen. Pilot und Passagier werden leicht verletzt. Todesopfer: 0.

20.10.2019, Emkaytee (Northern Territory, Australien): Eine privat betriebene ICP Savannah XL kollidiert nahe dem Flugplatz Emkaytee mit dem Gelände und wird zerstört. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

17.10.2019, Unalaska (Alaska, USA): Eine Saab 2000 von PenAir schießt bei der Landung auf dem Tom Madsen Airport über die Bahn hinaus. Die Maschine durchbricht den Flughafenzaun und wird schwer beschädigt. Ein Passagier stirbt. Todesopfer: 1.

04.10.2019, Lwiw (Ukraine): Eine Antonow An-12BK der Ukraine Air Alliance befindet sich auf einem Frachtflug und verliert beim Anflug auf Lwiw in dichtem Nebel zu früh Höhe. Die Maschine schlägt rund 1,3km vor dem Flughafen auf. Todesopfer: 5.

02.10.2019, Windsor Locks (Connecticut, USA): Eine zivil betriebene historische Boeing B-17G der Collings Foundation verunglückt nach einem Triebwerksproblem beim Versuch, zum Bradley International Airport zurückzukehren. Sie prallt gegen Enteisungsanlagen und brennt aus. Sieben der 13 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 7.

23.09.2019, Seronera (Tansania): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Auric Air verunglückt bei einem Safari- beziehungsweise Charterflug am Seronera Airstrip in der Serengeti. Pilot und ein Passagier sterben. Todesopfer: 2.

22.09.2019, Oberlahr (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein mit zwei Männern besetzter Gyrocopter stürzt am Abend im Bereich der Bahnhofstraße ab und beschädigt dabei eine Stromoberleitung. Beide Insassen sterben. Todesopfer: 2.

20.09.2019, Dorrigo-Nationalpark (New South Wales, Australien): Eine Mooney M20J gerät auf einem VFR-Flug in ein Gebiet mit tiefen Wolken und schlechter Sicht und kollidiert mit bewaldetem Berggelände. Vater und Sohn an Bord sterben. Todesopfer: 2.

18.09.2019, Mimika (Papua, Indonesien): Eine DHC-6-400 Twin Otter von Carpediem Aviation befindet sich auf einem Frachtflug in bergigem Gelände und kollidiert nahe Kampung Mamontoga mit einem Berghang. Alle vier Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 4.

11.09.2019, Gransee/Zehdenick (Brandenburg, Deutschland): Eine Cessna 208 Caravan von GoJump hat bei einem kommerziellen Absetzflug ihre Fallschirmspringer bereits planmäßig abgesetzt. Im anschließenden Landeanflug fliegt der Pilot in geringer Höhe enge Kurven; die Maschine berührt mit einer Tragfläche den Boden und stürzt ab. Der Pilot befindet sich zu diesem Zeitpunkt allein im Flugzeug. Todesopfer: 1.

11.09.2019, Toledo (Ohio, USA): Eine Convair CV-440 stürzt kurz vor beziehungsweise nach dem Start im Bereich des Toledo Express Airport ab und wird durch Feuer zerstört. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

06.09.2019, Anna Bay (New South Wales, Australien): Ein zivil betriebener Bell UH-1H „Huey“ fliegt nach Einbruch der Dunkelheit bei sehr schlechtem Wetter über der Küste und stürzt ins Meer. Der Pilot besaß keine Nacht- beziehungsweise Instrumentenflugberechtigung. Todesopfer: 5.

06.09.2019, Vettweiß-Soller (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug streift im Landeanflug einen Baum und stürzt auf ein Feld. Der 54-jährige Pilot wird schwer verletzt in die Uniklinik Aachen geflogen; die Maschine wird zerstört. Todesopfer: 0.

01.09.2019, Calamba (Philippinen): Eine Beechcraft King Air 350 von Lionair startet in Dipolog zu einem Ambulanzflug nach Manila und stürzt in ein Resortgebiet in Calamba. Alle neun Menschen an Bord, darunter medizinisches Personal und ein Patient, sterben. Todesopfer: 9.

30.08.2019, Jakutien (Russland): Eine Antonow An-2R von Aviaspektr verunglückt nahe dem Siljan-Kuel-See. Zwei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

06.08.2019, Yukon (Kanada): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Alkan Air befindet sich auf einem Flug im dünn besiedelten Yukon und kollidiert rund 46km nordöstlich des Flughafens Mayo mit Gelände. Todesopfer: 2.

30.07.2019, Rickenbach (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 16-jähriger Flugschüler sucht mit seinem Segelflugzeug nach einer geeigneten Außenlandemöglichkeit, weil er den Flugplatz Hütten nicht mehr erreichen kann. Dabei stürzt die Maschine ab. Der Jugendliche kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

28.07.2019, Bad Gandersheim (Niedersachsen, Deutschland): Ein 18-jähriger Segelflieger verliert im Landeanflug an Höhe, streift Baumspitzen und stürzt zwischen Bäumen zu Boden. Er wird verletzt per Rettungshubschrauber in die Universitätsmedizin Göttingen gebracht. Todesopfer: 0.

26.07.2019, Addenbroke Island (British Columbia, Kanada): Eine Cessna 208 Caravan von Seair Seaplanes verunglückt während eines Linienfluges im Küstengebiet von British Columbia. Vier Menschen kommen ums Leben, fünf überleben. Todesopfer: 4.

14.07.2019, Umeå (Schweden): Eine GippsAero GA8 Airvan startet mit Fallschirmspringern vom Flughafen Umeå. Kurz nach dem Start gerät die Maschine in einen steilen Sinkflug; eine Tragfläche versagt infolge hoher aerodynamischer Belastung. Alle neun Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 9.

06.07.2019, Leigh Creek (South Australia, Australien): Eine selbstgebaute Brumby 610 Evolution kollidiert nahe Leigh Creek mit dem Gelände. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

30.06.2019, Addison/Dallas (Texas, USA): Eine Beechcraft King Air 350i verliert unmittelbar nach dem Start vom Addison Airport die Kontrolle, rollt stark nach links und stürzt in einen Hangar. Alle acht Passagiere und beide Piloten sterben. Todesopfer: 10.

27.06.2019, Nischneangarsk (Russland): Eine Antonow An-24RV von Angara Airlines erleidet im Anflug beziehungsweise kurz vor der Landung einen Triebwerksausfall. Die Maschine kommt bei der Notlandung von der Bahn ab und prallt gegen ein Gebäude. Zwei Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 2.

16.06.2019, Beuren/Hahnweide (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Segelflugzeug wird am Flugplatz Hahnweide per Flugzeugschlepp gestartet. Unmittelbar nach dem Ausklinken stürzt es in ein Waldstück. Der 62-jährige Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

16.06.2019, Mainz-Finthen (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein 49-jähriger Pilot stürzt mit einem Motorflugdrachen aus rund 50m Höhe auf ein Feld am Flugplatz Mainz-Finthen. Er stirbt noch an der Unfallstelle. Todesopfer: 1.

24.05.2019, Atlantik östlich von Florida (USA): Eine Cessna 560 Citation Encore befindet sich auf einem Flug von St. Louis nach Fort Lauderdale. Der Pilot wird offenbar handlungsunfähig; der Jet fliegt über Florida hinaus und stürzt schließlich rund 500km östlich der Küste in den Atlantik. Der Pilot ist allein an Bord. Todesopfer: 1.

22.05.2019, Indianapolis (Indiana, USA): Eine Cessna Citation S/II verunglückt nahe dem Indianapolis Regional Airport. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

13.05.2019, Ketchikan (Alaska, USA): Eine DHC-3T Turbine Otter von Taquan Air und eine DHC-2 Beaver kollidieren während zweier touristischer Rundflüge in der Luft. Beide Maschinen stürzen ab beziehungsweise müssen notwassern. Sechs Menschen sterben, wobei ein Todesopfer auf die hier erfasste Taquan-Air-Otter entfällt; insgesamt fordert die Kollision sechs Tote. Todesopfer: 6 insgesamt.

05.05.2019, Moskau-Scheremetjewo (Russland): Ein Sukhoi Superjet 100 von Aeroflot wird kurz nach dem Start von einem Blitz getroffen und kehrt zum Flughafen zurück. Bei der harten Landung springt die Maschine mehrfach auf, das Hauptfahrwerk beschädigt die Tragflächen und ein heftiger Brand entsteht im Heckbereich. Von 78 Menschen an Bord sterben 41. Todesopfer: 41.

05.05.2019, Coahuila (Mexiko): Eine Bombardier Challenger 601 befindet sich mit 13 Menschen an Bord auf dem Rückflug von Las Vegas nach Monterrey. Bei Gewittern und schwierigen Wetterbedingungen geht der Kontakt verloren; das Wrack wird später in bergigem Gelände gefunden. Niemand überlebt. Todesopfer: 13.

04.05.2019, Blaenau Ffestiniog (Wales, Großbritannien): Ein Pilot ist mit einer Rolladen-Schneider LS7 auf einem Segelflug unterwegs. Nachdem er nicht zurückkehrt, wird eine Suche eingeleitet. Das Segelflugzeug wird auf einem Feld gefunden; die Obduktion zeigt, dass der Pilot während des Fluges einen Herzinfarkt erlitten hatte. Todesopfer: 1.

16.04.2019, Puerto Montt (Chile): Eine Britten-Norman BN-2 Islander von Archipiélagos Servicios Aéreos stürzt kurz nach dem Start in ein Wohngebiet nahe dem Flughafen Marcel Marchant. Pilot und fünf Passagiere sterben. Todesopfer: 6.

14.04.2019, Lukla (Nepal): Eine Let L-410 von Summit Air kommt beim Start am extrem kurzen und geneigten Flughafen Lukla von der Bahn ab und kollidiert mit zwei abgestellten Hubschraubern. Der Copilot der L-410 und zwei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 3 insgesamt.

08.04.2019, Atherton (Queensland, Australien): Eine Cessna 182 befindet sich auf einem VFR-Flug durch ein Gebiet mit tiefen Wolken und schlechter Sicht. Der Pilot fliegt in steigendes Gelände hinein und kollidiert mit Bäumen und Boden. Er ist allein an Bord. Todesopfer: 1.

24.03.2019, Kirchheim unter Teck/Hahnweide (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein 66-jähriger Pilot startet mit einem einsitzigen Segelflugzeug per Winde. Während des Startvorgangs kippt die Maschine nach vorn und stürzt nahezu senkrecht zu Boden. Der Pilot stirbt. Todesopfer: 1.

10.03.2019, Bishoftu bei Addis Abeba (Äthiopien): Eine Boeing 737 MAX 8 von Ethiopian Airlines startet als Flug ET302 nach Nairobi. Bereits kurz nach dem Start treten Probleme mit der Flugsteuerung auf; das MCAS-System trimmt die Nase wiederholt nach unten. Rund sechs Minuten nach dem Start schlägt die Maschine mit hoher Geschwindigkeit auf einem Feld auf. Alle Menschen an Bord sterben. Der Unfall führt zusammen mit dem Lion-Air-Absturz von 2018 zur weltweiten Stilllegung der 737 MAX. Todesopfer: 157.

09.03.2019, San Martín (Kolumbien): Eine Douglas DC-3 auf einem Regionalflug gerät in Schwierigkeiten und stürzt nahe Finca La Bendición ab. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 14.

23.02.2019, Trinity Bay bei Anahuac (Texas, USA): Eine Boeing 767-300F von Atlas Air befindet sich als Amazon-Air-Flug 3591 im Anflug auf Houston. Nach einer unbeabsichtigten Aktivierung des Go-around-Modus reagiert der Erste Offizier fehlerhaft, drückt die Nase stark nach unten und die Maschine stürzt nahezu senkrecht in die Bucht. Beide Piloten und ein mitfliegender Pilot sterben. Todesopfer: 3.

08.02.2019, Atlantik vor Florida (USA): Eine Convair C-131B von Conquest Air Cargo verunglückt auf einem Frachtflug östlich von Miami. Ein Besatzungsmitglied stirbt. Todesopfer: 1.

30.01.2019, Whatì (Northwest Territories, Kanada): Eine Beechcraft 200 Super King Air von Air Tindi kollidiert rund 30km vor dem Ziel mit Gelände. Beide Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

29.01.2019, Atlantik vor Kake (Alaska, USA): Eine Beechcraft B200 King Air von Guardian Flight ist als Ambulanzflugzeug unterwegs und verschwindet über dem Meer. Pilot, Flugkrankenschwester und Rettungssanitäter kommen ums Leben; die Maschine wird nicht vollständig geborgen. Todesopfer: 3.

21.01.2019, Kidron (Ohio, USA): Eine turbopropumgerüstete DC-3 von Priority Air Charter befindet sich auf einem Frachtflug. Das Flugzeug verunglückt südöstlich des Kidron-Stoltzfus Airfield. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

20.12.2018, Kinshasa (Demokratische Republik Kongo): Eine Antonow An-26 von Gomair befindet sich auf dem Rückflug nach Kinshasa, nachdem Wahlmaterial nach Tshikapa transportiert worden war. Bei Regen und eingeschränkter Sicht sinkt die Maschine im Anflug zu früh und kollidiert rund 35km westlich des Flughafens mit hügeligem Gelände. Todesopfer: 7.

20.12.2018, Atlanta/Georgia (USA): Eine Cessna 560 Citation V gerät kurz nach dem Start in Instrumentenwetter. Der Pilot verliert offenbar infolge räumlicher Desorientierung die Kontrolle; die Maschine steigt zunächst extrem steil, kippt anschließend über die rechte Tragfläche und schlägt rund 1Meile vom Flughafen entfernt auf. Todesopfer: 4.

20.12.2018, Atlantik vor Florida (USA): Eine Piper PA-46 Malibu mit zwei Piloten an Bord gerät auf dem Flug von Florida nach New Jersey in Wetter mit Vereisungsbedingungen. Die Besatzung meldet zunehmend Kontrollprobleme, schließlich befinde sich das Flugzeug sogar in Rückenlage. Kurz darauf verschwindet es vom Radar und stürzt in den Atlantik. Todesopfer: 2.

08.12.2018, Western Arthur Range (Tasmanien, Australien): Eine Britten-Norman BN-2A Islander von Airlines of Tasmania fliegt leer nach Bathurst Harbour, um dort fünf Passagiere abzuholen. Bei tief liegenden Wolken fliegt der Pilot durch einen Gebirgspass und kollidiert in schwierigem Berggelände mit dem Hang. Todesopfer: 1.

30.11.2018, Memphis (Indiana, USA): Eine Cessna 525A Citation CJ2 startet bei Instrumentenflugbedingungen zu einem Geschäftsflug nach Chicago. Wenige Minuten später beginnt der Jet unkontrolliert nach links zu rollen, der Autopilot schaltet sich ab und die Maschine geht in einen extrem schnellen Sinkflug über. Der Pilot meldet noch einen Notfall und erklärt, die Kontrolle über das Flugzeug verloren zu haben. Todesopfer: 3.

26.11.2018, Várzea da Palma (Minas Gerais, Brasilien): Eine Cessna Citation M2 landet auf einer privaten unbefestigten Piste, kann jedoch nicht rechtzeitig zum Stillstand gebracht werden. Der Jet trifft einen Erdwall, springt hoch, gerät außer Kontrolle und brennt aus. Todesopfer: 4.

18.11.2018, Morton County (North Dakota, USA): Eine Cessna 441 Conquest von Bismarck Air Medical befindet sich auf einem Positionierungsflug, um einen Patienten abzuholen. Bei Nacht und Instrumentenwetter gerät das Flugzeug in einen Spiralsturz; beim Versuch abzufangen werden die strukturellen Belastungsgrenzen überschritten und beide Tragflächen brechen ab. Todesopfer: 3.

09.11.2018, Georgetown (Guyana): Eine Boeing 757-200 von Fly Jamaica Airways kehrt wegen eines Hydraulikproblems nach Georgetown zurück. Bei der Landung kommt sie von der Piste ab, verliert das rechte Hauptfahrwerk und wird schwer beschädigt. Zunächst überleben alle 128 Insassen; eine 86-jährige Passagierin stirbt eine Woche später an ihren Verletzungen. Todesopfer: 1.

29.10.2018, Javasee bei Jakarta (Indonesien): Eine Boeing 737 MAX 8 von Lion Air startet als Flug JT610 nach Pangkal Pinang. Wegen fehlerhafter Daten eines Anstellwinkelsensors aktiviert das MCAS wiederholt eine automatische Nose-down-Trimmung. Die Piloten kämpfen zwölf Minuten lang mit der Steuerung, bevor die Maschine mit hoher Geschwindigkeit ins Meer stürzt. Der Unfall wird später zusammen mit Ethiopian Airlines 302 zum Ausgangspunkt für die weltweite Stilllegung der 737 MAX. Todesopfer: 189.

25.10.2018, Atlantik zwischen South Carolina und den Bahamas: Eine Piper PA-31T Cheyenne mit zwei Piloten und drei Passagieren meldet in rund 24.000ft Höhe einen Notfall. Das Flugzeug gerät anschließend in einen schnellen Sinkflug und verschwindet über dem Atlantik. Suchmannschaften finden lediglich einen Ölfilm und Trümmer; das Hauptwrack wird nicht geborgen. Todesopfer: 5.

14.10.2018, Wasserkuppe (Hessen, Deutschland): Eine Cessna F172N setzt bei der Landung spät auf. Der 56-jährige Pilot versucht durchzustarten, doch das Flugzeug erreicht nicht mehr genügend Geschwindigkeit und Auftrieb, schießt über das Flugplatzende hinaus, durchbricht eine Absperrung und überquert die Landstraße. Dort erfasst es eine 39-jährige Mutter und ihre beiden Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren. Die vier Männer im Flugzeug überleben. Todesopfer: 3, alle am Boden.

28.09.2018, Chuuk (Mikronesien): Eine Boeing 737-800 von Air Niugini befindet sich als Flug PX73 im Endanflug auf Chuuk. Die Maschine sinkt trotz zahlreicher Warnungen unter den vorgesehenen Gleitpfad und schlägt etwa 460m vor der Landebahn in der Lagune auf. Fischer retten nahezu alle Insassen aus dem teilweise versunkenen Flugzeug. Ein Passagier kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

09.09.2018, Yirol (Südsudan): Eine Let L-410UVP befindet sich mit 23 Menschen auf einem Charterflug von Juba nach Yirol. Bei dichtem Nebel sinkt die Besatzung zu tief; die Maschine schlägt rund 2km vor dem Flugplatz im Yirol-See auf. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 20.

16.08.2018, Nannhausen (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug vom Typ SD-Planes SD-1 stürzt etwa 200m vom Flugplatz Nannhausen entfernt auf eine Wiese und wird zerstört. Der allein fliegende 74-jährige Pilot stirbt noch an der Unfallstelle. Todesopfer: 1.

12.08.2018, Morschenich/Merzenich (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug wird kurz nach dem Start in etwa 50m Höhe von einer Böe erfasst. Zeugen beobachten, dass sich Teile lösen, bevor die Maschine unkontrolliert zu Boden stürzt. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

04.08.2018, Piz Segnas bei Flims (Graubünden, Schweiz): Die historische Junkers Ju 52 HB-HOT von Ju-Air befindet sich auf einem kommerziellen Rundflug. Die Piloten fliegen in geringer Höhe mit zu niedriger Geschwindigkeit in ein enges Alpental und bringen die Maschine in eine Situation ohne ausreichende Ausweichmöglichkeit. Die Ju 52 gerät außer Kontrolle und schlägt nahezu senkrecht am Berg auf. Todesopfer: 20.

04.08.2018, Hergiswil (Nidwalden, Schweiz): Nur wenige Stunden vor dem Ju-Air-Unglück stürzt ein Kleinflugzeug nach dem Start in Kägiswil im Gebiet Renggpass in schwer zugängliches Waldgelände. Die Maschine brennt vollständig aus. An Bord befindet sich eine Familie mit zwei minderjährigen Kindern. Todesopfer: 4.

31.07.2018, Durango (Mexiko): Eine Embraer 190 von Aeroméxico Connect startet als Flug AM2431 bei schwierigen Wetterbedingungen. Kurz nach dem Abheben verliert die Maschine wieder Höhe, schlägt hinter der Startbahn auf und gerät in Brand. Trotz der vollständigen Zerstörung des Flugzeugs überleben alle 103 Menschen an Bord. Todesopfer: 0.

10.07.2018, Pretoria (Südafrika): Eine historische Convair 340 befindet sich auf einem Testflug vor ihrer geplanten Überführung in ein niederländisches Museum. Kurz nach dem Start entsteht ein Triebwerksbrand. Beim Versuch zurückzukehren stürzt die Maschine in ein Fabrikgebäude. Zwei Menschen im Flugzeug sowie eine Person am Boden sterben. Todesopfer: 3.

28.06.2018, Mumbai (Indien): Eine Beechcraft King Air C90 führt nach Wartungsarbeiten einen Testflug durch. Das Flugzeug gerät über dicht bebautem Stadtgebiet außer Kontrolle und stürzt auf eine Baustelle im Stadtteil Ghatkopar. Beide Piloten, zwei Wartungstechniker und ein Passant sterben. Todesopfer: 5, davon 1 am Boden.

14.06.2018, Esslingen-Jägerhaus (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Segelflugzeug wird von einem Motorsegler in die Höhe geschleppt. Unmittelbar nach dem Ausklinken stürzt es in eine Waldlichtung. Der 39-jährige Pilot wird schwer verletzt und per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Todesopfer: 0.

05.06.2018, Aberdare Range (Kenia): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Fly-SAX befindet sich als Flug 102 auf dem Linienflug von Kitale nach Nairobi. Die Maschine fliegt bei Instrumentenbedingungen unterhalb der sicheren Mindesthöhe und kollidiert am Elephant Hill mit dem Berggelände. Todesopfer: 10.

01.06.2018, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein 53-jähriger Pilot führt mit einem Doppeldecker Flugübungen auf der Bengener Heide durch. Eine Tragfläche berührt den Boden, die Maschine schlägt etwa 100m neben der Landebahn auf und gerät in Brand. Todesopfer: 1.

27.05.2018, Nürtingen/Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt im Waldgebiet Hörnle zwischen Nürtingen und Kirchheim ab. Der 60-jährige Pilot wird nach einer größeren Suchaktion tot im Wrack gefunden. Todesopfer: 1.

21.05.2018, Deutschland: Eine historische Miles M.38 Messenger verunglückt bei einem privaten lokalen Rundflug. Der Pilot wird bei dem Unfall schwer verletzt; ein Todesfall tritt nicht ein. Todesopfer: 0.

18.05.2018, Havanna (Kuba): Eine Boeing 737-200 von Global Air fliegt im Wetlease für Cubana de Aviación als Flug 972 nach Holguín. Unmittelbar nach dem Start nimmt die Maschine eine extrem steile Nase-hoch-Lage ein, rollt nach rechts und stürzt weniger als 1km vom Flughafen entfernt ab. Von 113 Menschen an Bord überlebt letztlich nur eine Passagierin. Todesopfer: 112.

17.04.2018, nahe Philadelphia (Pennsylvania, USA): Bei einer Boeing 737-700 von Southwest Airlines zerbricht während des Steigflugs eine Fan-Schaufel im linken Triebwerk. Teile der Triebwerksverkleidung durchschlagen ein Kabinenfenster; eine Passagierin wird teilweise aus dem Flugzeug gezogen und tödlich verletzt. Die Besatzung bringt Flug 1380 sicher nach Philadelphia. Todesopfer: 1.

02.04.2018, Metzingen-Glems (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein doppelsitziges Segelflugzeug kann unmittelbar nach dem Start nicht ausreichend Höhe gewinnen und stürzt auf einer angrenzenden Waldlichtung ab. Der 60-jährige Pilot stirbt, der 21-jährige Mitflieger wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

12.03.2018, Kathmandu (Nepal): Eine Bombardier DHC-8-Q400 von US-Bangla Airlines befindet sich als Flug BS211 aus Dhaka im Anflug auf Kathmandu. Nach erheblichen Missverständnissen und einem ungewöhnlichen Anflugkurs gerät die Maschine beim Landen außer Kontrolle, verlässt die Bahn und brennt aus. Von 71 Menschen an Bord sterben 51. Todesopfer: 51.

11.03.2018, Zagros-Gebirge bei Schahr-e Kord (Iran): Ein Bombardier Challenger 604 der türkischen Başaran Holding befindet sich auf einem privaten Flug von Schardscha nach Istanbul. Nach widersprüchlichen Geschwindigkeitsanzeigen gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt ins Gebirge. Todesopfer: 11.

11.03.2018, East River/New York City (USA): Ein Airbus Helicopters AS350 B2 von Liberty Helicopters führt einen sogenannten „Doors-off“-Fotoflug über Manhattan durch. Ein Passagier löst unbeabsichtigt die Kraftstoffabsperrung aus, wodurch das Triebwerk ausfällt. Der Pilot wassert kontrolliert im East River und kann entkommen. Der Hubschrauber kippt jedoch um; die fünf Passagiere können sich wegen ihrer speziellen Sicherheitsgurte nicht rechtzeitig befreien und ertrinken. Todesopfer: 5.

18.02.2018, Dena-Massiv bei Yasuj (Iran): Eine ATR 72-212 von Iran Aseman Airlines befindet sich auf einem Inlandsflug von Teheran nach Yasuj. Im Anflug sinkt die Maschine unter die sichere Höhe, gerät bei starken vertikalen Luftbewegungen in Schwierigkeiten und kollidiert mit dem Gebirge. Todesopfer: 66.

11.02.2018, Stepanowskoje bei Moskau (Russland): Eine Antonow An-148 von Saratov Airlines startet als Flug 703 von Moskau-Domodedowo nach Orsk. Weil die Pitotrohrheizung nicht eingeschaltet wird, vereisen die Geschwindigkeitssensoren und liefern widersprüchliche Werte. Die Besatzung verliert die Kontrolle, die Maschine stürzt mit hoher Geschwindigkeit auf ein verschneites Feld. Todesopfer: 71.

10.02.2018, Grand Canyon (Arizona, USA): Ein Airbus Helicopters EC130 B4 von Papillon Airways befindet sich mit sechs Touristen auf einem kommerziellen Rundflug. Beim Anflug auf eine Landestelle im Canyon gerät der Hubschrauber außer Kontrolle und schlägt auf. Zwei Menschen überleben schwer verletzt, fünf Passagiere sterben. Todesopfer: 5.

13.01.2018, Trabzon (Türkei): Eine Boeing 737-800 von Pegasus Airlines kommt bei der Landung von der Piste ab und rutscht einen steilen Hang in Richtung Schwarzes Meer hinunter. Die Maschine bleibt nur wenige Meter oberhalb des Wassers im Schlamm hängen. Alle 168 Menschen können das Flugzeug verlassen. Todesopfer: 0.

31.12.2017, Punta Islita (Costa Rica): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Nature Air startet zu einem Charterflug nach San José. Kurz nach dem Start gerät die Maschine bei böigem Wind außer Kontrolle und stürzt in bergiges Gelände. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 12.

19.12.2017, Naryan-Mar (Russland): Eine Antonow TVS-2MS, eine modernisierte An-2, verunglückt unmittelbar nach dem Start. Die Maschine verliert Höhe und schlägt nahe dem Flughafen auf. Von 13 Menschen an Bord sterben vier. Todesopfer: 4.

14.12.2017, Friedrichshafen/Bodensee (Deutschland): Eine Cessna 510 Citation Mustang von Skytaxi Luftfahrt verunglückt auf einem Geschäftsflug in Deutschland. Alle drei Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

13.12.2017, Fond-du-Lac (Saskatchewan, Kanada): Eine ATR 42-320 von West Wind Aviation startet trotz Eis- und Schneeablagerungen auf den Tragflächen. Kurz nach dem Abheben verliert die Maschine Höhe und schlägt im Gelände auf. Zunächst überleben alle 25 Menschen, ein Passagier stirbt später an seinen Verletzungen. Todesopfer: 1.

09.12.2017, Coppenbrügge/Ith (Niedersachsen, Deutschland): Ein Kleinflugzeug wird nach einer großangelegten Suche eingeschneit an einem Hang des Ith-Höhenzuges gefunden. Der allein fliegende Pilot hat den Absturz nicht überlebt. Todesopfer: 1.

15.11.2017, Nelkan (Russland): Eine Let L-410UVP-E20 von Khabarovsk Avia stürzt im Anflug auf Nelkan ab. Von sieben Menschen an Bord überlebt nur ein kleines Mädchen. Todesopfer: 6.

15.11.2017, Empakaai/Serengeti (Tansania): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Coastal Aviation befindet sich auf einem Safari- und Charterflug, als sie in bergigem Gelände nahe dem Empakaai-Krater abstürzt. Niemand überlebt. Todesopfer: 11.

14.10.2017, Abidjan (Elfenbeinküste): Eine Antonow An-26-100 von Valan International Cargo Charter stürzt beim Anflug auf Abidjan ins Meer. Die Maschine transportiert Material im Auftrag französischer Streitkräfte, wird aber zivil betrieben. Vier Besatzungsmitglieder kommen ums Leben, sechs weitere Menschen werden verletzt. Todesopfer: 4.

12.10.2017, Dundo (Angola): Eine Embraer EMB-120ER Brasilia des zivilen Betreibers Guicango verschwindet auf einem Inlandsflug. Das Wrack wird später gefunden. Alle sieben Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 7.

05.10.2017, Emmerthal (Niedersachsen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug muss wegen eines technischen Defekts auf einem Acker notlanden und überschlägt sich. Der 35-jährige Pilot bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

03.10.2017, Almaty-Region (Kasachstan): Eine Antonow An-28 des Betreibers East Wing verunglückt auf einem Ambulanzflug. Das Flugzeug kollidiert in bergigem Gelände mit dem Boden. Alle fünf Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 5.

04.09.2017, Venezuela: Ein Businessjet vom Typ BAe 125-700A verunglückt auf einem zivilen Flug. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

02.09.2017, Balaschow (Russland): Eine privat betriebene Antonow An-2V verunglückt während eines Fluges. Beide Insassen sterben. Todesopfer: 2.

25.08.2017, Andernach (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein Teilnehmer der deutschen Segelflugmeisterschaft erreicht wegen nachlassender Thermik weder Bad Breisig noch den Ausweichflugplatz Winningen und landet kontrolliert auf einem Feld bei Andernach. Weder Pilot noch Flugzeug werden nennenswert beschädigt. Todesopfer: 0.

19.08.2017, Maiquetía/Caracas (Venezuela): Ein Learjet 25D des Betreibers Aeroquest stürzt auf einem zivilen Flug ab. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

08.07.2017, Hemmingen (Niedersachsen, Deutschland): Bei einem Ultraleichtflugzeug tritt eine technische Störung an der Steuerung auf. Der 82-jährige Pilot versucht eine Notlandung und löst noch das Rettungssystem aus, dennoch schlägt die Maschine auf einem Rübenacker auf. Der Pilot wird schwer, seine gleichaltrige Begleiterin leicht verletzt. Todesopfer: 0.

29.07.2017, São Tomé (São Tomé und Príncipe): Eine Antonow An-74TK-100 von Cavok Air verunglückt beim Start eines Frachtfluges. Das Flugzeug wird schwer beschädigt, die Besatzung überlebt. Todesopfer: 0.

27.05.2017, Lukla (Nepal): Eine Let L-410UVP-E20 von Summit Air befindet sich im Anflug auf den hoch gelegenen Flughafen Lukla. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine kurz vor der Landebahn mit Gelände. Zwei Besatzungsmitglieder sterben, ein weiteres wird verletzt. Todesopfer: 2.

17.05.2017, Toluca (Mexiko): Ein Learjet 25B von Aerotransportes Huitzilin verunglückt während eines zivilen Fluges. Beide Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

15.05.2017, Carlstadt (New Jersey, USA): Ein Learjet 35A befindet sich auf einem Positionierungsflug zum Flughafen Teterboro. Beim Anflug verliert die Besatzung die Kontrolle; der Jet stürzt in ein Gewerbegebiet und brennt aus. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

13.05.2017, Dorsten (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Segelflugzeug stürzt im Bereich des Flugplatzes in eine Böschung und bleibt etwa 2m über dem Boden hängen. Die Feuerwehr befreit den leicht verletzten Piloten aus dem Cockpit. Todesopfer: 0.

05.05.2017, Charleston (West Virginia, USA): Eine Shorts 330-200 von Air Cargo Carriers befindet sich auf einem Frachtflug. Bei der Landung gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt von der Piste einen Hang hinunter. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

18.04.2017, Bobenheim-Roxheim (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Ein 32-jähriger Segelflugpilot verliert während seines Fluges die Thermik und kann den geplanten Flugplatz nicht mehr erreichen. Er landet kontrolliert auf einem Feld und bleibt unverletzt; auch das Flugzeug bleibt unbeschädigt. Todesopfer: 0.

12.04.2017, Papua (Indonesien): Eine Cessna 208 Caravan I von Spirit Avia Sentosa verunglückt auf einem zivilen Flug. Ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

28.03.2017, Jauja (Peru): Eine Boeing 737-300 von Peruvian Airlines kommt als Flug 112 bei der Landung von der Piste ab. Das Fahrwerk bricht, die Maschine gerät in Brand und wird weitgehend zerstört. Alle rund 150 Menschen an Bord können sich retten. Todesopfer: 0.

27.03.2017, nahe Harare (Simbabwe): Eine Britten-Norman BN-2A Islander von ETA Air Charter verunglückt während eines Charterfluges in bergigem Gelände. Alle sechs Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 6.

24.03.2017, Marietta (Georgia, USA): Eine Cessna 500 Citation I verunglückt auf einem zivilen Flug. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

20.03.2017, Wau (Südsudan): Eine Antonow An-26 von South Supreme Airlines verunglückt bei der Landung. Das Flugzeug gerät von der Bahn ab und brennt aus. Bemerkenswert ist der Ausgang: Trotz des spektakulären Wracks überleben sämtliche Insassen, zahlreiche Menschen werden verletzt. Todesopfer: 0.

08.03.2017, Ypsilanti (Michigan, USA): Eine McDonnell Douglas MD-83 von Ameristar Charters soll die Basketballmannschaft der University of Michigan nach Washington bringen. Wegen eines blockierten Höhenruders hebt die Maschine beim Start nicht ab, durchbricht nach dem Startabbruch das Bahnende und wird schwer beschädigt. Alle 116 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

21.02.2017, Essendon/Melbourne (Australien): Eine Beechcraft B200 King Air startet zu einem Charterflug nach King Island. Unmittelbar nach dem Start verliert sie Leistung und Höhe, rollt nach links und stürzt in ein Einkaufszentrum neben dem Flughafen. Alle fünf Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 5.

26.01.2017, Swan River/Perth (Western Australia): Eine Grumman G-73 Mallard nimmt an einer öffentlichen Flugvorführung zum Australia Day teil. Während einer engen Kurve in geringer Höhe verliert der Pilot die Kontrolle, das Amphibienflugzeug schlägt im Swan River auf. Pilot und Passagierin sterben. Todesopfer: 2.

23.01.2017, Tucson (Arizona, USA): Eine Beechcraft 300 Super King Air verunglückt auf einem privaten Geschäftsflug. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

16.01.2017, Bischkek (Kirgisistan): Eine Boeing 747-400F von ACT Airlines fliegt im Auftrag von Turkish Cargo von Hongkong über Bischkek nach Istanbul. Bei dichtem Nebel setzt der Frachter beim Anflug auf Manas zu weit hinter beziehungsweise außerhalb des vorgesehenen Landebereichs auf und stürzt in die Ortschaft Datscha-Suu. Alle vier Besatzungsmitglieder und 35 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 39.

29.12.2016, Cleveland (Ohio, USA): Eine Cessna 525 Citation CJ4 startet nachts vom Burke Lakefront Airport. Kurz nach dem Abheben gerät der Businessjet in Instrumentenbedingungen; der Pilot verliert offenbar durch räumliche Desorientierung die Kontrolle. Die Maschine stürzt in den Eriesee. Todesopfer: 6.

20.12.2016, Puerto Carreño (Kolumbien): Eine Boeing 727-200F von Aerosucre benötigt beim Start nahezu die gesamte verfügbare Pistenlänge, überrollt das Bahnende und kollidiert mit Zäunen und weiteren Hindernissen. Trotzdem hebt die Maschine noch ab, wobei Fahrwerk und ein Triebwerk schwer beschädigt werden. Wenige Minuten später stürzt der Frachter ab. Ein Besatzungsmitglied überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 5.

13.12.2016, Innamincka/Moomba (South Australia): Eine Beechcraft B200 der Royal Flying Doctor Service befindet sich auf einem medizinischen Flug. Bei der Landung kommt die Maschine von der Piste ab und wird erheblich beschädigt; die beiden Piloten können sie sicher verlassen. Todesopfer: 0.

12.12.2016, Canyonlands Field/Moab (Utah, USA): Eine Quest Kodiak 100 von Redtail Air startet nachts zu einem Positionierungsflug. In einer nahezu vollständig dunklen Umgebung ohne ausreichende visuelle Referenzen verliert der Pilot vermutlich infolge räumlicher Desorientierung die Kontrolle und stürzt rund 1Meile vom Flughafen entfernt ab. Todesopfer: 1.

07.12.2016, Havelian (Pakistan): Eine ATR 42-500 von Pakistan International Airlines befindet sich als Flug PK661 von Chitral nach Islamabad. Nach Problemen mit dem linken Triebwerk und dessen Propeller verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine stürzt in bergigem Gelände ab. Todesopfer: 47.

04.12.2016, Sotillo de las Palomas (Spanien): Eine Beechcraft King Air C90 startet in Madrid-Cuatro Vientos zu einem privaten Flug nach Cascais. Während des Steigflugs gerät das Flugzeug in einen Strömungsabriss und anschließend in ein Flachtrudeln. Im unkontrollierten Sinkflug zerbricht das Höhenleitwerk. Todesopfer: 4.

28.11.2016, Cerro Gordo bei Medellín (Kolumbien): Ein Avro RJ85 der bolivianischen LaMia transportiert die brasilianische Fußballmannschaft Chapecoense nach Medellín. Die Besatzung fliegt ohne ausreichende Treibstoffreserven und meldet den Treibstoffnotstand zu spät. Nach dem Ausfall aller vier Triebwerke stürzt die Maschine rund 18km vor dem Flughafen ab. Sechs Menschen überleben. Todesopfer: 71.

24.10.2016, Luqa (Malta): Eine Fairchild SA227-AT Merlin IVC des französischen Unternehmens CAE Aviation startet zu einem Aufklärungsflug über dem Mittelmeer. Kurz nach dem Abheben rollt die Maschine stark nach rechts und stürzt neben der Startbahn ab. Obwohl der Flug für eine staatliche Mission durchgeführt wurde, war Flugzeug und Betreiber zivil. Todesopfer: 5.

08.09.2016, Northeim (Niedersachsen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt unmittelbar östlich des Flugplatzes Northeim auf ein Feld. Ein 69-jähriger Insasse aus Göttingen stirbt, ein 68-jähriger Österreicher wird schwer verletzt aus dem Wrack gerettet. Todesopfer: 1.

05.09.2016, Nordmazedonien: Eine Piper PA-34 Seneca II mit deutscher Registrierung befindet sich auf dem Flug von Treviso nach Pristina und kollidiert bei schlechter Sicht mit bergigem Gelände nahe Skopje. Alle sechs Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

04.09.2016, nahe Sherburn-in-Elmet (England, Großbritannien): Bei einer Aero AT-3 R100 öffnet sich kurz nach dem Start die Cockpithaube teilweise. Der Pilot entscheidet sich zu einer Notlandung auf einem Feld; dabei überschlägt sich die Maschine. Der Pilot überlebt. Todesopfer: 0.

31.08.2016, Tver (Russland): Ein Robinson R44 verunglückt auf einem privaten Flug. Der Hubschrauber wird beim Aufprall zerstört. Todesopfer: 2.

05.08.2016, Bergamo (Italien): Eine Boeing 737-400F von ASL Airlines Hungary landet nachts bei starkem Regen am Flughafen Bergamo-Orio al Serio. Der Frachter schießt über das Bahnende hinaus, durchbricht die Flughafenumzäunung und kommt auf einer Straße zum Stillstand. Beide Piloten überleben. Todesopfer: 0.

03.08.2016, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Boeing 777-300 von Emirates befindet sich als Flug EK521 aus Thiruvananthapuram im Landeanflug. Nach dem Aufsetzen versucht die Besatzung durchzustarten, doch die Maschine verliert wieder Höhe, schlägt auf die Piste und brennt vollständig aus. Alle 300 Menschen an Bord können evakuiert werden; ein Feuerwehrmann kommt bei den Löscharbeiten ums Leben. Todesopfer: 1, am Boden.

30.07.2016, Lockhart (Texas, USA): Ein Heißluftballon vom Typ Kubicek BB85Z kollidiert während eines Passagierfluges mit einer Hochspannungsleitung. Der Korb fängt Feuer und trennt sich vom Ballon, bevor er aus großer Höhe auf den Boden stürzt. Es ist einer der schwersten Ballonunfälle der US-Geschichte. Todesopfer: 16.

14.07.2016, Ajdovščina (Slowenien): Eine Piper PA-32R-301T Saratoga mit dem deutschen Unternehmer und Unister-Gründer Thomas Wagner an Bord stürzt auf dem Rückflug von Venedig nach Leipzig in Slowenien ab. Alle vier Menschen an Bord sterben. Spätere Untersuchungen finden keine Hinweise auf Sabotage oder einen Anschlag. Todesopfer: 4.

01.07.2016, nahe Port Alsworth (Alaska, USA): Eine Cessna 208B Grand Caravan auf einem kommerziellen Flug kollidiert unter schwierigen Wetterbedingungen mit bergigem Gelände. Pilot und Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

28.06.2016, Singapur: Eine Boeing 777-300ER von Singapore Airlines kehrt wegen einer Warnung vor Problemen mit dem rechten Triebwerk nach Changi zurück. Nach der Landung tritt Treibstoff aus und entzündet sich; die rechte Tragfläche steht in Flammen. Sämtliche 241 Menschen an Bord bleiben am Leben. Todesopfer: 0.

17.06.2016, nahe Muan (Südkorea): Eine Cirrus SR20 befindet sich auf einem privaten beziehungsweise Ausbildungsflug und stürzt nahe dem Flughafen Muan ab. Alle drei Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

19.05.2016, Mittelmeer nördlich von Alexandria (Ägypten): Ein Airbus A320 von EgyptAir befindet sich als Flug MS804 auf dem Weg von Paris nach Kairo. Kurz vor dem Eintritt in den ägyptischen Luftraum treten Rauchwarnungen im Bereich von Cockpit und Avionik auf. Wenig später verschwindet die Maschine vom Radar und stürzt ins Mittelmeer. Die genaue Ursache blieb lange umstritten; französische Ermittler hielten einen Cockpitbrand für die wahrscheinlichste Erklärung. Todesopfer: 66.

18.05.2016, Dwyer (Afghanistan): Eine Antonow An-12B der aserbaidschanischen Silk Way Airlines verunglückt beim Start vom Flugplatz Dwyer. Nach einem technischen Problem verliert die Maschine unmittelbar nach dem Abheben die Kontrolle und brennt aus. Zwei Menschen überleben. Todesopfer: 7.

29.04.2016, Turøy bei Bergen (Norwegen): Ein Airbus Helicopters H225 von CHC Helikopter Service transportiert Arbeiter von einer Offshore-Ölplattform nach Bergen. Während des Reisefluges löst sich plötzlich der komplette Hauptrotor infolge eines Getriebeschadens vom Hubschrauber. Die Maschine stürzt auf eine kleine Insel. Todesopfer: 13.

20.04.2016, Koblenz-Winningen (Rheinland-Pfalz, Deutschland): Bei einem Einweisungsflug kommt ein Kleinflugzeug bei der Landung nicht rechtzeitig zum Stillstand, fährt über das Ende der Bahn hinaus und prallt gegen einen Zaun. Beide Insassen bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

19.03.2016, Rostow am Don (Russland): Eine Boeing 737-800 von Flydubai versucht als Flug FZ981 bei starkem Wind und schwierigen Wetterbedingungen zu landen. Nach einem zweiten Durchstartmanöver geht die Maschine in einen steilen Sinkflug über und schlägt nahezu senkrecht auf dem Flughafengelände auf. Todesopfer: 62.

09.03.2016, Cox’s Bazar (Bangladesch): Eine Antonow An-26B von True Aviation stürzt kurz nach dem Start zu einem Frachtflug ins Meer. Die Maschine transportiert Garnelen. Ein Besatzungsmitglied überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 3.

26.02.2016, Chilkhaya (Nepal): Eine PAC 750XL von Air Kasthamandap erleidet auf einem Regionalflug ein Triebwerksproblem. Die Piloten versuchen auf einem Feld notzulanden; die Maschine wird schwer beschädigt. Die beiden Piloten sterben, neun Passagiere überleben. Todesopfer: 2.

24.02.2016, Myagdi (Nepal): Eine DHC-6-400 Twin Otter von Tara Air startet in Pokhara nach Jomsom. Bei schlechtem Wetter kollidiert die Maschine in bergigem Gelände mit einem Berghang und wird völlig zerstört. Todesopfer: 23.

13.02.2016, Groß Himstedt/Söhlde (Niedersachsen, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt auf einen Acker südlich von Groß Himstedt und wird vollständig zerstört. Beide erfahrenen Piloten, 57 und 52 Jahre alt, kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

10.02.2016, Shobdon (England, Großbritannien): Eine Jodel D120A gerät unmittelbar nach dem Abheben in einen Strömungsabriss. Das Flugzeug schlägt auf dem Flugplatzgelände auf. Todesopfer: 0.

02.02.2016, Mogadischu (Somalia): In einem Airbus A321 von Daallo Airlines explodiert kurz nach dem Start eine Bombe. In der Rumpfwand entsteht ein großes Loch; der mutmaßliche Attentäter wird aus dem Flugzeug geschleudert. Der Besatzung gelingt die Rückkehr nach Mogadischu und eine sichere Landung. Todesopfer: 1.

08.01.2016, Oajevágge bei Akkajaure (Schweden): Eine Bombardier CRJ200PF von West Air Sweden befindet sich auf einem nächtlichen Frachtflug von Oslo nach Tromsø. Durch eine Fehlfunktion der Trägheitsreferenzsysteme erhält die Besatzung widersprüchliche Anzeigen über die Fluglage. Der Jet gerät in einen extrem steilen Sinkflug und schlägt mit hoher Geschwindigkeit im schwedischen Bergland auf. Todesopfer: 2

31.12.2015, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Boeing 777-300ER von Air Canada gerät bei der Landung in Dubai in Schwierigkeiten und wird beschädigt, ohne dass es Todesopfer gibt. Todesopfer: 0.

24.12.2015, Toncontin/Tegucigalpa (Honduras): Ein Geschäftsflugzeug vom Typ BAe 125 kommt bei der Landung von der Bahn ab und wird erheblich beschädigt. Die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

10.11.2015, Akron (Ohio, USA): Ein Hawker 700A von Execuflight befindet sich auf einem Charterflug und fliegt bei schlechtem Wetter einen instabilen Instrumentenanflug. Die Besatzung unterschreitet die Mindesthöhe, ohne die Landebahn in Sicht zu haben; der Jet gerät in einen Strömungsabriss und stürzt in ein Wohnhaus. Beide Piloten und sieben Passagiere sterben, am Boden wird niemand verletzt. Todesopfer: 9.

04.11.2015, Juba (Südsudan): Eine Antonow An-12BK von Allied Services startet zu einem zivilen Frachtflug nach Paloich und stürzt kurz nach dem Abheben nahe dem Weißen Nil ab. Von 39 Menschen an Bord überleben zwei. Todesopfer: 37.

31.10.2015, Sinai-Halbinsel (Ägypten): Ein Airbus A321-200 von Metrojet startet als Flug 9268 in Scharm el-Scheich nach St. Petersburg. Eine an Bord geschmuggelte Bombe zerstört die Maschine im Reiseflug über dem Sinai. Der Fall gehört trotz terroristischer Ursache in unsere Chronik, weil das Opfer ein ziviles Passagierflugzeug war. Todesopfer: 224.

05.09.2015, Senegal: Eine Boeing 737-800 von CEIBA Intercontinental kollidiert im Reiseflug mit einer Hawker 125. Die 737 kann trotz Beschädigungen sicher landen; die Hawker fliegt offenbar unkontrolliert weiter und stürzt schließlich in den Atlantik. Die sieben Menschen im Geschäftsjet sterben. Todesopfer: 7.

22.08.2015, Shoreham-by-Sea (England, Großbritannien): Eine zivil betriebene ehemalige Hawker Hunter T7 führt bei einer Flugschau ein Kunstflugmanöver durch. Die Maschine erreicht beim Abfangen nicht rechtzeitig den Horizontalflug und schlägt auf der stark befahrenen A27 auf. Der Pilot überlebt schwer verletzt, elf Menschen auf der Straße und am Straßenrand sterben. Todesopfer: 11, alle am Boden.

16.08.2015, Oksibil/Papua (Indonesien): Eine ATR 42-300 von Trigana Air Service befindet sich als Flug 267 auf einem Linienflug von Jayapura nach Oksibil. Beim Anflug kollidiert die Maschine mit dem Tanggo Mountain. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 54.

15.08.2015, Ongachan-Bucht (Russland): Ein ziviler Mil Mi-8 mit 16 Menschen an Bord stürzt während eines Fluges in der Region Chabarowsk ins Ochotskische Meer. Elf Menschen können gerettet werden. Todesopfer: 5.

31.07.2015, Blackbushe (England, Großbritannien): Ein Embraer EMB-505 Phenom 300 befindet sich auf einem Geschäftsflug aus Mailand. Der Jet kommt viel zu hoch und schnell herein, überquert die Schwelle 43kt über der Zielgeschwindigkeit, schießt über das Bahnende hinaus und prallt auf einem angrenzenden Gelände gegen Fahrzeuge. Der Pilot und drei Passagiere sterben im anschließenden Brand. Todesopfer: 4.

18.07.2015, Flensburg-Schäferhaus (Schleswig-Holstein, Deutschland): Bei einem Segelflugzeug treten während des Startvorgangs technische Probleme auf. Die Maschine stürzt aus etwa 15m Höhe ab. Der eingeklemmte Pilot wird von der Feuerwehr schwer verletzt geborgen und überlebt. Todesopfer: 0.

07.07.2015, Moncks Corner (South Carolina, USA): Eine zivile Cessna 150 kollidiert in der Luft mit einer F-16 der US Air Force. Der Militärpilot kann sich mit dem Schleudersitz retten, die beiden Menschen in der Cessna sterben. Da das zivile Flugzeug Unfallopfer der Kollision ist, gehört der Fall in unsere Chronik. Todesopfer: 2.

03.07.2015, Frisco (Colorado, USA): Ein Airbus Helicopters AS350B3e von Air Methods startet zu einem PR-Flug. Unmittelbar nach dem Abheben beginnt der Rettungshubschrauber unkontrolliert zu rotieren, schlägt auf einem Parkplatz auf und gerät in Brand. Der Pilot stirbt, zwei Flugkrankenschwestern werden schwer verletzt. Ursache sind Probleme im Zusammenhang mit dem Hydrauliksystem und dessen Überprüfung vor dem Start. Todesopfer: 1.

23.06.2015, Mühlenberg/Holzminden (Niedersachsen, Deutschland): Ein Kleinflugzeug zerbricht über dem Solling beziehungsweise stürzt in einem schwer zugänglichen Waldgebiet ab. Trümmer, darunter ein größeres Tragflächenteil, fallen bis in die Ortschaft Mühlenberg. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

02.06.2015, Sindhupalchok (Nepal): Ein ziviler Airbus/Eurocopter AS350 Écureuil von Mountain Helicopters befindet sich auf einem Hilfseinsatz nach dem schweren Nepal-Erdbeben. Der Hubschrauber kollidiert nach Augenzeugenangaben mit Stromleitungen und stürzt ab. Der Pilot und drei Mitarbeiter von Médecins Sans Frontières sterben. Todesopfer: 4.

02.05.2015, Süntel bei Bakede (Niedersachsen, Deutschland): Ein Segelflugzeug stürzt am Nachmittag in das bewaldete und schwer zugängliche Gebiet des Süntels. Ein Polizeihubschrauber lokalisiert das Wrack. Der allein fliegende 67-jährige Pilot aus Schleswig-Holstein wird tot aufgefunden. Todesopfer: 1.

19.04.2015, Jamijärvi (Finnland): Eine Comp Air 8 transportiert Fallschirmspringer auf einen Absetzflug. In großer Höhe kommt es zu einem strukturellen Versagen, die Maschine gerät außer Kontrolle und zerbricht teilweise. Drei Menschen können sich mit Fallschirmen retten, acht sterben. Todesopfer: 8.

03.04.2015, Escherode/Nieste (Hessen/Niedersachsen, Deutschland): Eine Piper PA-28RT stürzt in einem stark bewaldeten und teilweise verschneiten Gebiet nahe der Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen ab und wird nahezu vollständig zerstört. Die Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

24.03.2015, Prads-Haute-Bléone (Alpes-de-Haute-Provence, Frankreich): Ein Airbus A320-211 der deutschen Lufthansa-Tochter Germanwings befindet sich als Flug 4U9525 mit 144 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern auf dem Linienflug von Barcelona nach Düsseldorf. Nachdem der Kapitän das Cockpit verlassen hat, verriegelt Copilot Andreas Lubitz die Cockpittür und stellt am Autopiloten eine Zielhöhe von 100ft ein. Trotz mehrfacher Funkrufe und der Versuche des Kapitäns, wieder ins Cockpit zu gelangen, setzt der Airbus seinen kontrollierten Sinkflug fort und prallt in den französischen Alpen gegen das Bergmassiv. Die französische Untersuchungsbehörde BEA kommt zu dem Ergebnis, dass der Copilot den Absturz bewusst und vorsätzlich herbeigeführt hat. Niemand überlebt. Todesopfer: 150.

09.03.2015, Villa Castelli (La Rioja, Argentinien): Zwei zivile Eurocopter AS350 Écureuil steigen für Dreharbeiten zur französischen Reality-Sendung „Dropped“ auf und kollidieren wenige Sekunden später in etwa 100m Höhe miteinander. Beide Hubschrauber stürzen ab und brennen. Unter den Opfern befinden sich die französischen Sportler Florence Arthaud, Camille Muffat und Alexis Vastine. Todesopfer: 10.

05.03.2015, New York-LaGuardia (USA): Eine McDonnell Douglas MD-88 von Delta Air Lines rutscht bei der Landung während starken Schneefalls von der Bahn, durchbricht den Flughafenzaun und bleibt unmittelbar am Flushing Bay auf einer Böschung stehen. 24 Menschen werden verletzt, aber niemand stirbt. Todesopfer: 0.

04.03.2015, Norfolk (Virginia, USA): Eine Mooney M20F befindet sich auf einem privaten Flug von Key West nach Buffalo und stürzt im Botanischen Garten von Norfolk ab. Alle drei Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

04.02.2015, Taipeh (Taiwan): Eine ATR 72-600 von TransAsia Airways startet als Flug GE235 vom Flughafen Songshan nach Kinmen. Kurz nach dem Start geht ein Triebwerk in Autofeather; die Piloten stellen anschließend irrtümlich das noch funktionierende andere Triebwerk ab. Die ATR verliert Geschwindigkeit, streift spektakulär eine Straßenbrücke und stürzt in den Keelung River. Von 58 Menschen an Bord sterben 43; 15 überleben. Todesopfer: 43.

18.01.2015, Rechberghausen (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Piper PA-24 Comanche stürzt in ein Wohngebiet. Pilot Wolfgang Dallach und seine Begleiterin werden während des Fluges durch Kohlenmonoxid bewusstlos; die Maschine fliegt unkontrolliert weiter und stürzt schließlich ab. Todesopfer: 2.

28.12.2014, Javasee (Indonesien): Ein Airbus A320-200 von Indonesia AirAsia befindet sich als Flug QZ8501 von Surabaya nach Singapur. Nach wiederholten Störungen eines Systems und Eingriffen der Besatzung gerät die Maschine in einen extremen Steigflug, verliert Geschwindigkeit und geht in einen Strömungsabriss über. Sie stürzt in die Javasee. Todesopfer: 162.

15.12.2014, Stornoway (Schottland, Großbritannien): Eine Saab 2000 von Loganair wird bei starkem Seitenwind während des Starts beziehungsweise unmittelbar danach von einem Blitz getroffen. Die Besatzung erlebt erhebliche Steuerungsprobleme, kann die Maschine aber sicher nach Aberdeen bringen. Das Ereignis wird als schwerer Zwischenfall untersucht und wäre nach unserer inzwischen engeren Abgrenzung eigentlich kein Unfall. Todesopfer: 0.

30.10.2014, Wichita (Kansas, USA): Eine Beechcraft B200 Super King Air verliert unmittelbar nach dem Start Leistung am linken Triebwerk. Der Pilot versucht zurückzukehren, verliert jedoch die Kontrolle. Das Flugzeug stürzt in ein Gebäude am Flughafen. Der Pilot und drei Menschen im Gebäude sterben. Todesopfer: 4.

29.10.2014, Sint Maarten/Karibik: Eine Shorts 360-200 von Skyway Enterprises startet zu einem Frachtflug nach Puerto Rico. Kurz nach dem Abheben verliert die Maschine Höhe und stürzt ins Meer. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

20.10.2014, Moskau-Wnukowo (Russland): Eine Dassault Falcon 50EX startet zu einem Geschäftsflug nach Paris. Beim Startlauf kollidiert der Jet mit einem Schneepflug, der sich auf der Startbahn befindet. Unter den vier Todesopfern ist der französische Total-Chef Christophe de Margerie. Todesopfer: 4.

13.09.2014, Tarbes (Frankreich): Eine Cessna U206F wird zum Absetzen von Fallschirmspringern eingesetzt. Beim Absprung öffnet sich ein Fallschirm vorzeitig und trifft das Höhenleitwerk. Das Flugzeug wird dadurch schwer beschädigt, gerät außer Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 1.

13.08.2014, Santos (Brasilien): Eine Cessna Citation 560 XLS+ befindet sich mit dem brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Eduardo Campos an Bord im Anflug auf Santos. Bei schlechtem Wetter bricht die Besatzung den Anflug ab; kurz darauf gerät der Jet außer Kontrolle und stürzt in ein Wohngebiet. Alle sieben Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 7.

10.08.2014, Teheran (Iran): Eine HESA IrAn-140 von Sepahan Airlines startet als Flug 5915 nach Tabas. Kurz nach dem Abheben kommt es zu einem Triebwerksproblem. Die Maschine verliert Geschwindigkeit und Höhe und stürzt auf eine Straße nahe dem Flughafen Mehrabad. Acht Menschen überleben. Todesopfer: 40.

24.07.2014, Gossi (Mali): Eine McDonnell Douglas MD-83 von Swiftair fliegt im Auftrag von Air Algérie als Flug AH5017 von Ouagadougou nach Algier. Bei Nacht und schlechtem Wetter kommt es unter anderem zu Vereisungsproblemen und Geschwindigkeitsverlust. Die Maschine gerät außer Kontrolle und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 116.

23.07.2014, Penghu (Taiwan): Eine ATR 72-500 von TransAsia Airways befindet sich als Flug GE222 im Anflug auf Magong. Wegen schlechten Wetters wird zunächst gewartet, anschließend versucht die Besatzung einen Anflug unter schwierigen Bedingungen. Die Maschine fliegt zu niedrig und kollidiert mit Gebäuden nahe dem Flughafen. Zehn Menschen überleben. Todesopfer: 48.

17.07.2014, Hrabowe/Donbass (Ukraine): Eine Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines fliegt als MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur. In 33.000ft Höhe wird das zivile Verkehrsflugzeug von einer Buk-Boden-Luft-Rakete getroffen und zerbricht in der Luft. Trotz der militärischen Ursache gehört MH17 in unsere Chronik, weil das Opfer ein ziviles Linienflugzeug war. Todesopfer: 298.

05.07.2014, Częstochowa (Polen): Eine Piper PA-31P Navajo befindet sich auf einem Fallschirmspringerflug. Nach Triebwerksproblemen im Steigflug verliert die Maschine Höhe und stürzt ab; anschließend bricht ein Feuer aus. Nur ein Mensch überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 11.

24.06.2014, Peschawar (Pakistan): Ein Airbus A310 von Pakistan International Airlines befindet sich als Flug PK756 aus Riad im Landeanflug. Vom Boden wird auf das zivile Flugzeug geschossen. Eine Passagierin wird tödlich getroffen, zwei Flugbegleiter werden verletzt; die Maschine kann landen. Wie bei MH17 nehme ich den Fall auf, weil ein ziviles Verkehrsflugzeug Ziel der Gewalteinwirkung war. Todesopfer: 1.

23.06.2014, Olsberg-Elpe (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Learjet 35A des zivilen Unternehmens GFD nimmt als Zieldarstellungsflugzeug an einer Abfangübung mit zwei Eurofightern der Luftwaffe teil. Während eines Manövers kollidiert der Learjet in etwa 8.000ft Höhe mit einem Eurofighter. Der Learjet wird unkontrollierbar und stürzt bei Elpe ab; der beschädigte Eurofighter kann landen. Der Fall gehört in unsere Liste, weil der Learjet von einem zivilen Luftfahrtunternehmen betrieben wurde. Todesopfer: 2.

31.05.2014, Bedford (Massachusetts, USA): Eine Gulfstream G-IV soll mit sieben Menschen an Bord nach Atlantic City fliegen. Beim Start können die Piloten das Höhenruder nicht ausreichend bewegen, weil die Gust-Lock-Verriegelung nicht korrekt gelöst wurde. Der Start wird zu spät abgebrochen, der Jet schießt über das Bahnende hinaus und brennt. Todesopfer: 7.

08.05.2014, Liepāja (Lettland): Eine Pitts S-2B verunglückt während eines Kunstfluges. Der Pilot befindet sich allein an Bord und kommt beim Absturz ums Leben. Todesopfer: 1.

08.03.2014, Indischer Ozean: Eine Boeing 777-200ER von Malaysia Airlines startet als Flug MH370 von Kuala Lumpur nach Peking. Kurz nach dem Übergang zwischen malaysischer und vietnamesischer Flugsicherung verschwindet die Maschine vom zivilen Radar. Militärische Radardaten zeigen später eine Kursänderung zurück über Malaysia; Satellitendaten weisen auf einen Weiterflug in den südlichen Indischen Ozean hin. Bis heute wurde das Hauptwrack nicht gefunden, einzelne zweifelsfrei oder mit hoher Wahrscheinlichkeit MH370 zugeordnete Trümmer wurden jedoch geborgen. Alle Insassen gelten als tot. Todesopfer: 239.

16.02.2014, Arghakhanchi (Nepal): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Nepal Airlines befindet sich als Flug 183 auf dem Weg von Pokhara nach Jumla. Die Besatzung gerät bei einem VFR-Flug in Wolken und verliert in schwierigem Berggelände das Situationsbewusstsein. Die Twin Otter kollidiert in mehr als 7.000ft Höhe mit einem Berghang. Todesopfer: 18.

20.01.2014, Apuseni-Gebirge (Rumänien): Eine Britten-Norman BN-2 Islander der rumänischen zivilen Luftfahrtschule transportiert ein medizinisches Team zu einer Organtransplantation. Bei schlechtem Wetter verunglückt die Maschine im Gebirge. Fünf Menschen werden verletzt gerettet, der Pilot und eine junge Ärztin sterben. Todesopfer: 2.

29.11.2013, Bwabwata-Nationalpark (Namibia): Eine Embraer 190 von LAM Mozambique Airlines befindet sich als Flug TM470 von Maputo nach Luanda. Nachdem der Copilot das Cockpit verlassen hat, leitet der Kapitän allein einen kontrollierten Sinkflug bis zum Boden ein. Die Ermittler kommen später zu dem Schluss, dass der Absturz vorsätzlich durch den Kapitän herbeigeführt wurde. Wie bei Germanwings 9525 nehme ich den Fall trotzdem auf, weil ein ziviles Linienflugzeug betroffen war. Todesopfer: 33.

17.11.2013, Kasan (Russland): Eine Boeing 737-500 von Tatarstan Airlines startet während eines instabilen Anflugs durch. Die Piloten verlieren beim Go-around die Kontrolle; die Maschine geht in einen extrem steilen Sinkflug über und schlägt mit hoher Geschwindigkeit innerhalb des Flughafengeländes auf. Todesopfer: 50.

16.10.2013, Pakse (Laos): Eine ATR 72-600 von Lao Airlines führt bei schlechtem Wetter einen Fehlanflug durch. Die Besatzung steigt dabei nicht entsprechend dem vorgeschriebenen Verfahren, das Flugzeug kollidiert mit Gelände und stürzt anschließend in den Mekong. Todesopfer: 49.

14.10.2013, Loreto (Baja California Sur, Mexiko): Eine Cessna 208B Grand Caravan startet mit 13 Passagieren nach Ciudad Constitución. Bei starkem Regen und eingeschränkter Sicht infolge des Tropensturms „Octave“ kollidiert die Maschine wenige Minuten nach dem Start mit bergigem Gelände. Todesopfer: 14.

03.10.2013, Lagos (Nigeria): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Associated Aviation startet zu einem Charterflug nach Akure. Nach Problemen beim Start verliert die Maschine Höhe, schlägt auf dem Flughafengelände auf und gerät in Brand. Vier der 20 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 16.

23.08.2013, Sumburgh/Shetlandinseln (Schottland, Großbritannien): Ein AS332 L2 Super Puma mit 18 Menschen an Bord befindet sich auf einem kommerziellen Offshore-Passagierflug und stürzt rund 1,5NM westlich des Flughafens Sumburgh während des Anflugs ins Meer. 14 Menschen überleben. Todesopfer: 4.

14.08.2013, Birmingham (Alabama, USA): Ein Airbus A300-600F von UPS befindet sich nachts auf einem Nichtpräzisionsanflug. Der Frachter sinkt unter das vorgesehene Anflugprofil und schlägt vor der Landebahn auf. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

07.08.2013, Heist (Schleswig-Holstein, Deutschland): Ein Kleinflugzeug stürzt gegen 11:40Uhr in einem Waldstück unweit des Flugplatzes Uetersen/Heist ab. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

07.07.2013, Soldotna (Alaska, USA): Eine DHC-3 Otter von Rediske Air startet zu einem kommerziellen Charterflug. Das Flugzeug ist außerhalb der zulässigen Gewichts- und Schwerpunktgrenzen beladen, gerät kurz nach dem Start in einen aerodynamischen Strömungsabriss und stürzt ab. Pilot und neun Passagiere sterben. Todesopfer: 10.

06.07.2013, San Francisco (Kalifornien, USA): Eine Boeing 777-200ER von Asiana Airlines befindet sich als Flug 214 im Anflug auf San Francisco. Die Maschine kommt zu niedrig und zu langsam herein, das Hauptfahrwerk und Heck treffen die Ufermauer vor der Landebahn. Das Flugzeug zerbricht teilweise und gerät in Brand. Von 307 Menschen an Bord sterben drei Passagiere. Todesopfer: 3.

29.04.2013, Bagram (Afghanistan): Eine Boeing 747-400F von National Airlines startet mit schwerem militärischem Frachtgut zu einem zivil betriebenen Frachtflug. Kurz nach dem Abheben verschiebt sich die Ladung, beschädigt wichtige Systeme und verändert den Schwerpunkt drastisch. Die 747 bäumt sich auf, gerät in einen Strömungsabriss und schlägt neben dem Flugplatz auf. Todesopfer: 7.

13.04.2013, Denpasar/Bali (Indonesien): Eine Boeing 737-800 von Lion Air befindet sich als Flug 904 im Endanflug. Bei starkem Regen verliert die Besatzung die Sicht auf die Landebahn, setzt den Sinkflug jedoch fort. Die Maschine schlägt kurz vor der Piste im Meer auf und zerbricht in zwei große Teile. Erstaunlicherweise überleben alle 108 Menschen an Bord. Todesopfer: 0.

03.03.2013, Goma (Demokratische Republik Kongo): Eine Fokker 50 von Compagnie Africaine d’Aviation befindet sich bei schlechtem Wetter im Anflug auf Goma und stürzt kurz vor dem Flughafen in ein bebautes Gebiet. Drei Menschen überleben den Unfall. Todesopfer: 6.

13.02.2013, Donezk (Ukraine): Eine Antonow An-24 von South Airlines befindet sich mit Fußballfans auf dem Weg von Odessa nach Donezk. Bei dichtem Nebel verunglückt die Maschine bei der Landung neben der Piste. Von 52 Menschen an Bord überleben 47. Todesopfer: 5.

29.01.2013, Almaty (Kasachstan): Eine Bombardier CRJ200 von SCAT Airlines befindet sich bei dichtem Nebel im Anflug auf Almaty. Während eines Durchstartmanövers geht die Maschine plötzlich in einen steilen Sinkflug über und schlägt rund 1,6km vom Flughafen entfernt auf. Die Untersuchung kann die Ursache des abrupten Kontrollverlustes nicht abschließend klären. Todesopfer: 21.

16.01.2013, London-Vauxhall (Großbritannien): Ein kommerziell betriebener Agusta A109E fliegt bei eingeschränkter Sicht über London und kollidiert in etwa 700ft Höhe mit dem Ausleger eines Baukrans. Der Hubschrauber stürzt auf eine Straße und brennt. Der Pilot sowie ein Fußgänger sterben. Todesopfer: 2, davon 1 am Boden.

25.12.2012, Heber Springs (Arkansas, USA): Eine Beechcraft B35 Bonanza befindet sich auf einem privaten Flug, als der Pilot bei schlechtem Wetter die Kontrolle verliert und die Maschine in bewaldetes Gelände stürzt. Todesopfer: 3.

09.12.2012, Nuevo León (Mexiko): Ein Learjet 25 mit der mexikanisch-amerikanischen Sängerin Jenni Rivera an Bord startet in Monterrey zu einem privaten Flug nach Toluca. Wenige Minuten später geht der Jet in einen extrem schnellen Sinkflug über und schlägt nahezu senkrecht im Gelände auf. Die genaue Ursache kann wegen der massiven Zerstörung nicht abschließend festgestellt werden. Todesopfer: 7.

30.11.2012, Brazzaville (Republik Kongo): Eine Iljuschin Il-76T von Aero-Service befindet sich auf einem Frachtflug und verunglückt bei schlechtem Wetter im Anflug auf Brazzaville. Der Frachter schießt über beziehungsweise vor die Landebahn hinaus in ein Wohngebiet. Die fünf Besatzungsmitglieder und mindestens 27 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: mindestens 32.

18.11.2012, Witten (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Kleinflugzeug stürzt im Bereich des Flugplatzes Witten-Ardey ab. Die Maschine wird schwer beschädigt; der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

15.11.2012, Haaslava (Estland): Eine Robinson R44 verunglückt während eines privaten Fluges. Der Hubschrauber wird beim Aufprall zerstört, die beiden Insassen sterben. Todesopfer: 2.

04.11.2012, São Paulo (Brasilien): Eine Beechcraft King Air C90GTi stürzt kurz nach dem Start vom Campo-de-Marte-Flughafen in ein Wohngebiet. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

07.10.2012, Keltern (Baden-Württemberg, Deutschland): Ein Kleinflugzeug kollidiert bei schlechter Sicht beziehungsweise tiefen Wolken mit bewaldetem Gelände im Nordschwarzwald. Die Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

28.09.2012, Kathmandu (Nepal): Eine Dornier 228-200 von Sita Air startet als Flug 601 nach Lukla. Kurz nach dem Abheben treten Leistungsprobleme auf; die Maschine stürzt am Ufer des Manohara-Flusses ab und brennt aus. Todesopfer: 19.

11.09.2012, Petropawlowsk-Kamtschatski/Palana (Russland): Eine Antonow An-28 von Petropavlovsk-Kamchatsky Air Enterprise befindet sich im Anflug auf Palana. Die Besatzung fliegt bei schlechtem Wetter unter die vorgeschriebene Mindesthöhe und kollidiert mit einem bewaldeten Berghang. Vier Menschen überleben. Todesopfer: 10.

06.09.2012, Elbersreuth bei Presseck (Bayern, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt in Oberfranken in ein Waldgebiet. Die Maschine wird zerstört, beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

25.08.2012, Wanaka (Neuseeland): Ein Fletcher FU-24-950 wird für einen Fallschirmspringerflug eingesetzt. Kurz nach dem Start treten Probleme auf; das Flugzeug stürzt ab. Die Insassen können sich teilweise retten beziehungsweise überleben den Aufprall. Todesopfer: 0.

19.08.2012, Talkeetna (Alaska, USA): Eine Piper PA-32 befindet sich auf einem privaten Flug in schwierigem Berggelände. Das Flugzeug kollidiert mit Gelände und wird zerstört. Todesopfer: 4.

03.08.2012, Großostheim (Bayern, Deutschland): Ein Kleinflugzeug verunglückt im Bereich des Verkehrslandeplatzes Aschaffenburg. Bei dem Unfall kommt ein Insasse ums Leben, ein weiterer wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

13.07.2012, Le Castellet (Frankreich): Eine Gulfstream G-IV kommt bei der Landung auf dem Flughafen Le Castellet von der Piste ab, durchbricht die Umzäunung und gerät in Brand. Alle drei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

06.07.2012, Brégnier-Cordon (Frankreich): Ein Hubschrauber vom Typ Eurocopter AS350 verunglückt während eines zivilen Fluges in der Region Ain. Die Maschine stürzt ab und wird zerstört. Todesopfer: 5.

03.06.2012, Lagos (Nigeria): Eine McDonnell Douglas MD-83 von Dana Air befindet sich als Flug 992 von Abuja nach Lagos. Im Anflug verlieren beide Triebwerke Leistung. Die Maschine stürzt in ein dicht bebautes Wohngebiet. Alle 153 Menschen an Bord sowie sechs Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 159.

14.05.2012, Jomsom (Nepal): Eine Dornier 228 von Agni Air befindet sich im Anflug auf den hoch gelegenen Flughafen Jomsom. Nach einem abgebrochenen Anflug kollidiert die Maschine beim erneuten Manövrieren mit einem Berghang. Sechs Menschen überleben. Todesopfer: 15.

09.05.2012, Jakarta/Salak-Vulkan (Indonesien): Ein Sukhoi Superjet 100 befindet sich auf einem zivilen Demonstrationsflug mit potenziellen Kunden und Journalisten an Bord. Die Besatzung erhält die Freigabe zum Sinkflug und kollidiert wenig später mit dem Mount Salak. Todesopfer: 45.

20.04.2012, Bhoja (Pakistan): Eine Boeing 737-200 von Bhoja Air befindet sich als Flug 213 von Karachi nach Islamabad. Beim Anflug herrschen schwere Gewitter. Die Maschine gerät in extreme Wetterbedingungen und stürzt wenige Kilometer vor dem Flughafen ab. Todesopfer: 127.

06.04.2012, Virginia Beach (Virginia, USA): Eine F/A-18D des US Marine Corps stürzt nach dem Start in einen Wohnkomplex. Da es sich um ein Militärflugzeug auf einem militärischen Flug handelt, gehört der Fall ausdrücklich nicht in unsere Chronik. Am Boden kommt glücklicherweise niemand ums Leben.

02.04.2012, Tjumen (Russland): Eine ATR 72-200 von UTair startet als Flug 120 nach Surgut. Auf den Tragflächen befinden sich Eis- und Schneeablagerungen, weil die Besatzung auf eine Enteisung verzichtet hat. Kurz nach dem Start gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Zehn Menschen überleben. Todesopfer: 33.

16.03.2012, Kabul (Afghanistan): Eine zivile Sikorsky S-76A++ von AAR Airlift befindet sich auf einem Unterstützungsflug und verunglückt außerhalb Kabuls. Die Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Obwohl der Auftrag im Umfeld internationaler Kräfte erfolgt, handelt es sich um einen zivil betriebenen Hubschrauber. Todesopfer: 2.

14.03.2012, Nordhorn-Lingen (Niedersachsen, Deutschland): Ein ziviles Kleinflugzeug verunglückt im Bereich des Flugplatzes beziehungsweise während eines privaten Fluges. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

12.02.2012, Bukavu (Demokratische Republik Kongo): Eine Gulfstream G-IV mit dem kongolesischen Finanzminister und weiteren Regierungsvertretern an Bord schießt bei der Landung über das Bahnende hinaus. Der Jet prallt gegen Gebäude und zerbricht. Zwei Menschen im Flugzeug und zwei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 4.

02.02.2012, Port Moresby (Papua-Neuguinea): Eine Cessna 208B Grand Caravan verunglückt während eines zivilen Charterfluges in schwierigem Gelände. Mehrere Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

23.01.2012, Florida (USA): Eine Piper PA-32 Saratoga gerät während eines privaten Fluges in schwierige Wetterbedingungen und stürzt ab. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

07.01.2012, Carterton (Neuseeland): Ein Heißluftballon mit zehn Passagieren und dem Piloten kollidiert während des Landeanflugs mit einer Hochspannungsleitung. Der Korb fängt Feuer; der Ballon steigt nach dem Kontakt erneut stark an und stürzt anschließend aus großer Höhe ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 11.

20.12.2011, New York City (New York, USA): Ein ziviler Hubschrauber vom Typ Bell 206B stürzt während eines privaten Rundfluges in den East River. Der Pilot und drei Passagiere werden zunächst gerettet, eine Passagierin stirbt jedoch an den Folgen des Unfalls. Todesopfer: 1.

23.11.2011, Sugapa/Papua (Indonesien): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Susi Air befindet sich auf einem regionalen Passagierflug. Beim Durchstarten nahe dem Flugplatz Bilogai kollidiert die Maschine mit bergigem Gelände. Der Copilot kommt ums Leben, der Pilot wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

27.10.2011, Vancouver (British Columbia, Kanada): Eine Beechcraft King Air 100 von Northern Thunderbird Air kehrt kurz nach dem Start wegen einer technischen Störung nach Vancouver zurück. Im Endanflug verliert die Maschine an Höhe, schlägt auf einer Straße auf und gerät in Brand. Beide Piloten sterben, sieben Passagiere überleben teilweise schwer verletzt. Todesopfer: 2.

14.10.2011, Xakanaka (Botswana): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Moremi Air startet mit Touristen von einer Safari-Landepiste. Unmittelbar nach dem Abheben fällt das Triebwerk aus; das Flugzeug kollidiert mit Bäumen, stürzt ab und brennt. Vier der zwölf Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 8.

13.10.2011, Madang (Papua-Neuguinea): Eine DHC-8-100 von Airlines PNG befindet sich als Flug 1600 von Lae nach Madang. Während des Sinkflugs geraten beide Propeller in einen gefährlichen Überdrehzahlzustand; schließlich steht keine nutzbare Triebwerksleistung mehr zur Verfügung. Bei der Notlandung in bewaldetem Gelände wird die Dash 8 zerstört. Vier Menschen überleben. Todesopfer: 28.

04.10.2011, Great Slave Lake (Northwest Territories, Kanada): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Air Tindi befindet sich auf einem Charterflug nach Lutsel K’e. Bei schlechtem Wetter kollidiert sie nahe Utsingi Point mit Gelände. Zwei Menschen sterben, zwei überleben. Todesopfer: 2.

25.09.2011, Kathmandu (Nepal): Eine Beechcraft 1900D von Buddha Air befindet sich mit Touristen auf einem Rundflug zum Mount Everest. Beim Anflug auf Kathmandu fliegt die Besatzung bei schlechtem Wetter unter die sichere Höhe; die Maschine kollidiert mit einem Hügel. Ein Passagier wird zunächst lebend geborgen, stirbt aber im Krankenhaus. Todesopfer: 19.

07.09.2011, Tunoshna/Jaroslawl (Russland): Eine Jakowlew Jak-42D von Yak Service startet mit der Eishockeymannschaft Lokomotive Jaroslawl zu einem Charterflug nach Minsk. Wegen fehlerhafter Starttechnik und unbeabsichtigter Bremswirkung erreicht das Flugzeug nur mit Mühe Fluggeschwindigkeit, hebt erst hinter dem Bahnende ab, kollidiert mit einer Antenne und stürzt ab. Von 45 Menschen überlebt nur ein Besatzungsmitglied. Todesopfer: 44.

20.08.2011, Resolute Bay (Nunavut, Kanada): Eine Boeing 737-200C von First Air befindet sich als Flug 6560 im Anflug auf Resolute Bay. Die Maschine weicht vom korrekten Anflugkurs ab und kollidiert etwa 1NM östlich der Landebahn mit einem Hügel. Drei Passagiere überleben schwer verletzt. Todesopfer: 12.

13.07.2011, Recife (Brasilien): Eine Let L-410UVP-E20 von Noar Linhas Aéreas erleidet wenige Sekunden nach dem Start einen Ausfall des linken Triebwerks. Beim Versuch, zum Flughafen zurückzukehren, verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine stürzt auf ein unbebautes Grundstück und brennt aus. Todesopfer: 16.

08.07.2011, Kisangani (Demokratische Republik Kongo): Eine Boeing 727-100 von Hewa Bora Airways befindet sich als Flug 952 im Anflug auf Kisangani. Bei Gewitter und stark eingeschränkter Sicht schlägt die Maschine kurz vor der Landebahn auf. Die Angaben zur Belegung und Opferzahl schwanken je nach Quelle; die offizielle Untersuchung kam auf 74 Todesopfer und 44 Überlebende. Todesopfer: 74.

20.06.2011, Petrosawodsk (Russland): Eine Tupolew Tu-134A-3 von RusAir befindet sich nachts bei schlechtem Wetter im Anflug auf Petrosawodsk. Die Besatzung sinkt unter die vorgeschriebene Mindesthöhe; die Maschine trifft Bäume und eine Hochspannungsleitung und stürzt auf eine Straße. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 47.

18.05.2011, Los Menucos (Argentinien): Eine Saab 340A von Sol Líneas Aéreas befindet sich als Flug 5428 auf einem Linienflug nach Comodoro Rivadavia. In starker Vereisung verliert die Maschine Geschwindigkeit und gerät außer Kontrolle. Sie stürzt nachts in der Provinz Río Negro ab. Todesopfer: 22.

07.05.2011, Kaimana/Westpapua (Indonesien): Eine Xian MA60 von Merpati Nusantara Airlines befindet sich als Flug 8968 bei starkem Regen im Anflug auf Kaimana. Beim Durchstartversuch gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt vor der Küste ins Meer. Todesopfer: 25.

04.04.2011, Kinshasa (Demokratische Republik Kongo): Eine Bombardier CRJ100 von Georgian Airways fliegt im Auftrag der Vereinten Nationen als ziviler Passagierflug. Beim Anflug auf Kinshasa gerät die Maschine in extremes Wetter, verliert kurz vor der Landebahn die Kontrolle und zerbricht beim Aufprall. Ein Passagier überlebt. Todesopfer: 32.

20.03.2011, Wiemersdorf (Schleswig-Holstein, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug muss kurz nach dem Start in Hartenholm wegen eines technischen Defekts auf einem Feld notlanden. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, der 50-jährige Pilot bleibt unverletzt. Todesopfer: 0.

13.03.2011, Grovesend bei Swansea (Wales, Großbritannien): Bei einer Jodel D117A fällt das Triebwerk teilweise aus. Bei der anschließenden Notlandung schießt die Maschine über das ausgewählte Feld hinaus, streift Bäume, trifft eine Leitung und schlägt kopfüber auf. Der Pilot stirbt, der zweite Insasse wird schwer verletzt. Todesopfer: 1.

14.02.2011, Tegucigalpa (Honduras): Eine Let L-410UVP-E20 der Central American Airways befindet sich auf einem Inlandsflug von San Pedro Sula nach Tegucigalpa. Bei tiefen Wolken und schlechter Sicht kollidiert die Maschine während des Anflugs mit einem Berghang. Todesopfer: 14.

10.02.2011, Cork (Irland): Eine Fairchild SA227-BC Metro III fliegt im Auftrag von Manx2 von Belfast nach Cork. Bei dichtem Nebel scheitern zwei Anflüge. Beim dritten Anflug versucht die Besatzung erneut durchzustarten; das Flugzeug schlägt auf, überschlägt sich und gerät in Brand. Sechs der zwölf Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 6.

10.01.2011, Orumiyeh/Urmia (Iran): Eine Boeing 727-200 von Iran Air befindet sich als Flug 277 im Anflug auf Urmia. Bei starkem Schneefall und schlechter Sicht wird der erste Anflug abgebrochen. Beim erneuten Anflug gerät die Maschine nach Problemen mit den Triebwerken außer Kontrolle und stürzt etwa 15km vom Flughafen entfernt ab. 27 Menschen überleben. Todesopfer: 77.

15.12.2010, Okhaldhunga (Nepal): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Tara Air befindet sich auf einem Linienflug von Lamidanda nach Kathmandu. Die Besatzung sinkt trotz des gebirgigen Geländes auf 8.500ft und fliegt in Wolken; die rechte Tragfläche kollidiert mit dem Gelände am Palunge Hill. Todesopfer: 22.

04.12.2010, Moskau-Domodedowo (Russland): Eine Tupolew Tu-154M von Dagestan Airlines verliert kurz nach dem Start nacheinander Leistung beziehungsweise Funktionsfähigkeit mehrerer Triebwerke. Bei der Notlandung in Domodedowo schießt die Maschine über die Piste hinaus und zerbricht. Die große Mehrheit der mehr als 160 Menschen an Bord überlebt. Todesopfer: 2.

28.11.2010, Karatschi (Pakistan): Eine Iljuschin Il-76TD der georgischen Sun Way startet mit Fracht Richtung Khartum. Kurz nach dem Abheben versagt ein Triebwerk katastrophal; Trümmer beschädigen weitere Systeme und die Maschine stürzt in einen Gebäudekomplex. Alle acht Menschen an Bord sowie vier Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 12.

05.11.2010, Karatschi (Pakistan): Eine Beechcraft 1900C von JS Air soll Mitarbeiter zu einem Gasfeld transportieren. Kurz nach dem Start treten Triebwerksprobleme auf; beim Versuch der Rückkehr verliert die Besatzung die Kontrolle und das Flugzeug stürzt ab. Todesopfer: 21.

04.11.2010, Guasimal/Sancti Spíritus (Kuba): Eine ATR 72-212 von Aero Caribbean befindet sich als Flug 883 von Santiago de Cuba nach Havanna. In Vereisungsbedingungen verliert die Besatzung die Kontrolle; das Flugzeug stürzt in bergigem Gelände ab. Todesopfer: 68.

15.10.2010, Minatitlán (Mexiko): Ein ziviler Bell 212 verunglückt während eines Hubschrauberfluges im Bundesstaat Veracruz. Alle acht Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

12.10.2010, Kabul (Afghanistan): Eine zivile Lockheed L-100-30 Hercules von Transafrik International verunglückt auf einem Frachtflug von Bagram nach Kabul. Die Maschine kollidiert im Anflug mit bergigem Gelände. Todesopfer: 8.

05.10.2010, Nassau (Bahamas): Eine Cessna 402C von Lebocruise Air stürzt kurz nach dem Start vom Flughafen Nassau ins Meer. Die Maschine war auf einem zivilen Charterflug. Todesopfer: 9.

03.09.2010, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Boeing 747-400F von UPS Airlines startet als Flug 6 nach Köln/Bonn. Im Hauptfrachtdeck entsteht ein Feuer, das sich rasch ausbreitet und wichtige Systeme beeinträchtigt. Die Piloten versuchen nach Dubai zurückzukehren, verlieren jedoch schließlich die Kontrolle über den Frachter. Todesopfer: 2.

04.09.2010, Fox Glacier (Neuseeland): Eine Fletcher FU-24-950 startet mit Fallschirmspringern vom Fox Glacier Aerodrome. Unmittelbar nach dem Abheben gerät das Flugzeug außer Kontrolle und stürzt neben dem Flugplatz ab. Todesopfer: 9.

31.08.2010, Misima Island (Papua-Neuguinea): Eine Cessna Citation 550 von Trans Air befindet sich auf einem Charterflug und kollidiert beim Anflug mit bergigem Gelände. Todesopfer: 4.

25.08.2010, Bandundu (Demokratische Republik Kongo): Eine Let L-410UVP-E20 von Filair befindet sich auf einem Inlandsflug nach Bandundu und stürzt beim Anflug auf ein Haus. Ein Mensch überlebt. Todesopfer: 20.

24.08.2010, Yichun (China): Eine Embraer 190 von Henan Airlines befindet sich als Flug 8387 bei Nebel im Anflug auf Yichun. Die Maschine setzt vor der Landebahn auf, zerbricht und gerät in Brand. 52 Menschen überleben. Todesopfer: 44.

24.08.2010, Makwanpur (Nepal): Eine Dornier 228 von Agni Air befindet sich auf einem Linienflug nach Lukla. Wegen schlechten Wetters kehrt die Besatzung um, verliert jedoch unter Instrumentenflugbedingungen die Kontrolle. Todesopfer: 14.

16.08.2010, San Andrés (Kolumbien): Eine Boeing 737-700 von AIRES landet während eines schweren Gewitters. Die Maschine schlägt kurz vor beziehungsweise im Bereich der Landebahn hart auf, zerbricht in mehrere Teile und kommt neben der Piste zum Stillstand. Von 131 Menschen an Bord überleben 129. Todesopfer: 2.

09.08.2010, Aleknagik (Alaska, USA): Eine DHC-3T Turbine Otter befindet sich auf einem privaten Flug mit mehreren prominenten Passagieren, darunter der frühere US-Senator Ted Stevens. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine mit einem Berghang. Vier Menschen überleben. Todesopfer: 5.

03.08.2010, Igarka (Russland): Eine Antonow An-24RV von Katekavia befindet sich nachts im Anflug auf Igarka. Bei schlechter Sicht sinkt die Besatzung unter die sichere Höhe und kollidiert vor der Landebahn mit Bäumen und Gelände. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 12.

28.07.2010, Margalla Hills bei Islamabad (Pakistan): Ein Airbus A321 von Airblue befindet sich als Flug 202 im Anflug auf Islamabad. Bei schlechtem Wetter weicht die Besatzung vom vorgesehenen Verfahren ab und kollidiert mit den Margalla Hills. Niemand überlebt. Todesopfer: 152.

27.07.2010, Riad (Saudi-Arabien): Eine McDonnell Douglas MD-11F von Lufthansa Cargo befindet sich als Flug 8460 aus Frankfurt im Landeanflug. Die Maschine setzt sehr hart auf, das Fahrwerk bricht, der Frachter rutscht von der Piste und brennt aus. Beide Piloten können sich retten. Todesopfer: 0.

23.06.2010, Québec (Kanada): Eine Beechcraft A100 King Air von Aeropro stürzt kurz nach dem Start vom Flughafen Québec ab und gerät in Brand. Todesopfer: 7.

19.06.2010, Djoum (Kamerun): Eine CASA C-212 Aviocar befindet sich auf einem Charterflug von Yaoundé nach Yangadou in der Republik Kongo. Die Maschine kollidiert in schlechtem Wetter mit bergigem beziehungsweise bewaldetem Gelände. Unter den Opfern befindet sich nahezu die gesamte Führung des australischen Bergbauunternehmens Sundance Resources. Todesopfer: 11.

19.06.2010, Berlin-Schönefeld (Deutschland): Eine historische Douglas DC-3 der Air Service Berlin erleidet kurz nach dem Start einen Triebwerksausfall. Die Piloten führen eine Notlandung auf einem Feld nahe dem Flughafen durch; die Maschine wird erheblich beschädigt und mehrere Insassen verletzt, aber alle überleben. Todesopfer: 0.

31.05.2010, Bielefeld (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Cirrus SR22 mit polnischer Registrierung verunglückt im Raum Bielefeld. Alle vier Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

23.05.2010, Mönchgrün bei Schleiz (Thüringen, Deutschland): Ein Fairchild-Hiller FH-1100 stürzt während eines privat organisierten Rundfluges aus geringer Höhe auf ein Feld und wird völlig zerstört. Der 49-jährige Pilot und seine drei Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

22.05.2010, Mangalore (Indien): Eine Boeing 737-800 von Air India Express kommt als Flug 812 aus Dubai. Die Maschine setzt viel zu spät auf der sogenannten Tabletop-Piste auf, schießt über deren Ende hinaus und stürzt eine Böschung hinunter. Acht Menschen überleben. Todesopfer: 158.

17.05.2010, Salang-Pass (Afghanistan): Eine Antonow An-24 von Pamir Airways befindet sich auf einem Linienflug von Kunduz nach Kabul und kollidiert bei schlechtem Wetter mit dem Gebirge. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 44.

12.05.2010, Tripolis (Libyen): Ein Airbus A330-200 von Afriqiyah Airways befindet sich als Flug 771 aus Johannesburg im Anflug auf Tripolis. Nach einem Fehlanflug verliert die Besatzung infolge räumlicher Desorientierung die Kontrolle; das Flugzeug schlägt rund 1km vor der Landebahn auf. Ein neunjähriger Junge überlebt als einziger der 104 Menschen an Bord. Todesopfer: 103.

14.04.2010, Monterrey (Mexiko): Ein Airbus A300B4-Frachter von AeroUnion befindet sich nachts bei Regen im Anflug auf Monterrey und schlägt etwa 2km vor der Landebahn auf. Alle fünf Menschen an Bord sowie ein Mensch am Boden kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

25.02.2010, Nazca (Peru): Eine Cessna U206F von Nazca Airlines befindet sich auf einem touristischen Rundflug über den Nazca-Linien und stürzt ab. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 7.

14.02.2010, Cave Creek (Arizona, USA): Ein ziviler Eurocopter EC135 verunglückt während eines privaten Hubschrauberfluges in bergigem Gelände. Alle fünf Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

25.01.2010, Mittelmeer vor Beirut (Libanon): Eine Boeing 737-800 von Ethiopian Airlines startet als Flug 409 bei Gewitter von Beirut nach Addis Abeba. Wenige Minuten nach dem Start verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine stürzt ins Mittelmeer. Todesopfer: 90.

22.12.2009, Kingston (Jamaika): Eine Boeing 737-800 von American Airlines landet als Flug 331 bei starkem Regen und Rückenwind. Die Maschine setzt weit hinter der Schwelle auf, schießt über das Bahnende hinaus, durchbricht die Flughafenumzäunung und zerbricht teilweise. Trotz der erheblichen Zerstörung überleben alle 154 Menschen an Bord. Todesopfer: 0.

28.11.2009, Shanghai (China): Eine McDonnell Douglas MD-11F von Avient Aviation startet zu einem Frachtflug nach Bischkek. Der Frachter hebt erst spät ab, erreicht nicht genügend Höhe und stürzt hinter dem Bahnende ab. Vier Besatzungsmitglieder überleben. Todesopfer: 3.

12.11.2009, Kigali (Ruanda): Eine Bombardier CRJ100 von RwandAir/JetLink rollt nach einer zunächst normalen Landung plötzlich mit hoher Leistung weiter, durchbricht Absperrungen und prallt in das VIP-Terminal. Ein Passagier stirbt, weitere Menschen werden verletzt. Todesopfer: 1.

09.11.2009, Nairobi (Kenia): Eine Beechcraft 1900D von Blue Bird Aviation verunglückt auf einem zivilen Flug vom Wilson Airport. Ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

21.10.2009, Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Boeing 707-330C von Azza Transport startet zu einem Frachtflug nach Khartum. Kurz nach dem Abheben verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine stürzt etwa 1,6km hinter der Startbahn ab und brennt aus. Todesopfer: 6.

17.10.2009, Manila (Philippinen): Eine Douglas DC-3C von Victoria Air befindet sich auf einem Frachtflug und stürzt kurz nach dem Start vom Flughafen Manila in ein Industriegebiet. Todesopfer: 4.

04.10.2009, Straßham bei Pastetten (Bayern, Deutschland): Bei einem Fliegerfest stürzt ein Ultraleichtflugzeug mit zwei Menschen an Bord während des Landeanflugs auf die Landebahn. Beide Insassen werden schwer verletzt, einer zunächst lebensgefährlich. Todesopfer: 0.

24.09.2009, Durban (Südafrika): Eine BAe Jetstream 41 von SA Airlink startet zu einem Positionierungsflug. Nach einem Triebwerksproblem wird versehentlich das noch funktionierende Triebwerk abgestellt; das Flugzeug stürzt auf das Gelände einer Schule. Einer der drei Menschen an Bord stirbt später an seinen Verletzungen. Todesopfer: 1.

05.09.2009, Löwendorf bei Trebbin (Brandenburg, Deutschland): Ein Ultraleichtflugzeug stürzt wenige Minuten nach dem Start vom Flugplatz Schönhagen in einen Wald und gerät in Brand. Der frühere Berliner Justizsenator Klaus Riebschläger kommt dabei ums Leben. Todesopfer: 1.

26.08.2009, Brazzaville (Republik Kongo): Eine Antonow An-12BK von Aero Fret Business verunglückt während eines Frachtfluges beim Anflug beziehungsweise in Flughafennähe. Todesopfer: 6.

23.08.2009, Ellwangen-Erpfental (Baden-Württemberg, Deutschland): Während eines Flugplatzfestes kollidiert eine Cessna, die zuvor Fallschirmspringer abgesetzt hatte, in der Luft mit einem zivilen Hubschrauber auf einem Rundflug. Der Hubschrauber stürzt auf ein Feld und brennt aus; Pilot und drei Passagiere sterben. Der Cessna-Pilot kann die schwer beschädigte Maschine noch zu Boden bringen und wird schwer verletzt. Todesopfer: 4.

23.08.2009, Fronreute bei Ravensburg (Baden-Württemberg, Deutschland): Nur wenige Stunden nach dem Unfall bei Ellwangen zerbricht ein Ultraleichtflugzeug wenige Minuten nach dem Start vom Flugplatz Berg in der Luft. Die Trümmer verteilen sich über rund 1km. Beide erfahrenen Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

14.08.2009, Évora (Portugal): Eine Beechcraft 99 wird für einen Fallschirmspringerflug eingesetzt. Das Flugzeug verunglückt während des Einsatzes nahe dem Flugplatz; zwei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

11.08.2009, Kokoda (Papua-Neuguinea): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Airlines PNG befindet sich auf einem Regionalflug von Port Moresby nach Kokoda. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine im Owen-Stanley-Gebirge mit einem Berghang. Todesopfer: 13.

08.08.2009, Hudson River bei New York City (USA): Eine private Piper PA-32R mit drei Menschen an Bord und ein Eurocopter AS350BA von Liberty Helicopters mit sechs Menschen auf einem touristischen Rundflug kollidieren über dem Hudson River. Beide Luftfahrzeuge stürzen ins Wasser. Todesopfer: 9.

04.08.2009, Ko Samui (Thailand): Eine ATR 72-500 von Bangkok Airways kommt als Flug 266 bei der Landung auf nasser Bahn von der Piste ab und prallt gegen einen stillgelegten Kontrollturm. Der Kapitän stirbt, zahlreiche Passagiere werden verletzt. Todesopfer: 1.

02.08.2009, Oksibil (Indonesien): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Merpati Nusantara Airlines befindet sich auf einem Linienflug in Papua und kollidiert während des Anflugs auf Oksibil mit bergigem Gelände. Todesopfer: 15.

24.07.2009, Maschhad (Iran): Eine Iljuschin Il-62M von Aria Air kommt bei der Landung mit hoher Geschwindigkeit von der Bahn ab und prallt gegen eine Betonmauer. Der vordere Rumpfbereich wird schwer zerstört. Todesopfer: 16.

15.07.2009, Qazvin (Iran): Eine Tupolew Tu-154M von Caspian Airlines befindet sich als Flug 7908 von Teheran nach Jerewan. Rund 16Minuten nach dem Start stürzt die Maschine nahe Qazvin auf ein Feld und wird vollständig zerstört. Todesopfer: 168.

30.06.2009, vor Grande Comore (Komoren): Ein Airbus A310-300 von Yemenia befindet sich als Flug 626 im nächtlichen Anflug auf Moroni. Nach einem misslungenen Anflug gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt in den Indischen Ozean. Eine 14-jährige Passagierin überlebt als einzige der 153 Menschen an Bord. Todesopfer: 152.

29.06.2009, Wamena (Indonesien): Eine DHC-6 Twin Otter von Aviastar Mandiri verunglückt während eines zivilen Fluges im bergigen Papua. Todesopfer: 3.

14.06.2009, Großbritannien: Zwei zivile Luftfahrzeuge der General Aviation sind in einen schweren Unfall verwickelt, der von der britischen AAIB als formell untersuchter Unfall geführt wird. Der Fall gehört damit grundsätzlich in unseren erweiterten GA-Bereich.

01.06.2009, Atlantik zwischen Brasilien und Westafrika: Ein Airbus A330-200 von Air France befindet sich als Flug AF447 von Rio de Janeiro nach Paris. Vereiste Pitotrohre führen vorübergehend zu widersprüchlichen Geschwindigkeitsanzeigen und zum Abschalten des Autopiloten. Die Piloten bringen das Flugzeug in einen Strömungsabriss, erkennen diesen nicht und die Maschine fällt aus großer Höhe in den Atlantik. Todesopfer: 228.

26.05.2009, Isiro (Demokratische Republik Kongo): Eine Antonow An-26 von Service Air verunglückt während eines kommerziellen Frachtfluges am Flughafen Isiro-Matari. Todesopfer: 3.

29.04.2009, Massamba (Demokratische Republik Kongo): Eine Boeing 737-200 von Bako Air verunglückt während eines zivilen Fluges. Todesopfer: 7.

09.04.2009, Wamena (Indonesien): Eine BAe 146-300 von Aviastar Mandiri befindet sich auf einem Frachtflug. Beim zweiten Anflug auf Wamena kollidiert die Maschine mit einem Berg. Todesopfer: 6.

01.04.2009, Nordsee nordöstlich von Peterhead (Schottland): Ein Eurocopter AS332L2 Super Puma von Bond Offshore Helicopters bringt Arbeiter von der Miller-Ölplattform zurück nach Aberdeen. Im Reiseflug versagt das Hauptgetriebe katastrophal; der Hauptrotor trennt sich vom Hubschrauber und die Maschine stürzt nahezu senkrecht ins Meer. Todesopfer: 16.

25.03.2009, Mount Keş (Türkei): Ein ziviler Bell 206 von Medair kollidiert während eines Fluges mit bergigem Gelände. Ein Insasse überlebt zunächst, stirbt jedoch später ebenfalls an seinen Verletzungen. Todesopfer: 6.

23.03.2009, Tokio-Narita (Japan): Eine McDonnell Douglas MD-11F von FedEx Express landet bei böigem Seitenwind. Nach einem harten Aufsetzen springt der Frachter wieder hoch, setzt erneut auf, das linke Fahrwerk bricht und die Maschine überschlägt sich und brennt aus. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

18.02.2009, Nordsee bei der ETAP-Plattform (Großbritannien): Ein Eurocopter EC225 Super Puma von Bond Offshore Helicopters befindet sich auf einem kommerziellen Offshore-Passagierflug. Beim nächtlichen Anflug auf die Plattform schlägt der Hubschrauber auf dem Wasser auf. Alle 18 Menschen an Bord können gerettet werden. Todesopfer: 0.

12.02.2009, Clarence Center bei Buffalo (New York, USA): Eine Bombardier DHC-8 Q400 von Colgan Air befindet sich als Continental-Connection-Flug 3407 im Anflug auf Buffalo. Nach Aktivierung des Stick Shakers reagiert der Kapitän falsch, die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt auf ein Wohnhaus. Alle 49 Menschen an Bord sowie ein Bewohner des Hauses sterben. Todesopfer: 50.

25.02.2009, Amsterdam-Schiphol (Niederlande): Eine Boeing 737-800 von Turkish Airlines befindet sich als Flug 1951 im Anflug auf Schiphol. Ein fehlerhafter Funkhöhenmesser führt dazu, dass die automatische Schubregelung die Leistung zu früh reduziert. Die Geschwindigkeit fällt ab, die Besatzung reagiert zu spät und die Maschine stürzt kurz vor der Landebahn auf ein Feld. Todesopfer: 9.

07.02.2009, Manacapuru bei Manaus (Brasilien): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante von Manaus Aerotáxi befindet sich auf einem Regionalflug. Wegen schlechten Wetters kehrt die Besatzung um; die Maschine stürzt in den Manacapuru-Fluss. Vier Menschen überleben. Todesopfer: 24.

27.01.2009, Lubbock (Texas, USA): Eine ATR 42-320 von Empire Airlines fliegt als FedEx-Feeder-Flug 8284. Beim Anflug unter Vereisungsbedingungen verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine schlägt vor der Landebahn auf und wird durch Feuer weitgehend zerstört. Beide Piloten überleben verletzt. Todesopfer: 0.

15.12.2008, Providenciales (Turks- und Caicosinseln): Eine Britten-Norman BN-2A Mk III Trislander stürzt während eines zivilen Fluges ins Meer. Alle zwölf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 12.

11.12.2008, Sabine Pass (Texas, USA): Ein Bell 206L-4 von Rotorcraft Leasing befindet sich auf einem kommerziellen Offshore-Flug zu einer Plattform im Golf von Mexiko. Der Hubschrauber stürzt in einem Sumpfgebiet ab. Todesopfer: 5.

27.11.2008, Canet-en-Roussillon bei Perpignan (Frankreich): Ein Airbus A320 von XL Airways Germany führt nach Wartungsarbeiten einen Abnahme- und Testflug vor der Rückgabe an Air New Zealand durch. Vereiste beziehungsweise blockierte Anstellwinkelsensoren liefern falsche Werte; bei einem Test der Stall-Protection verliert die Besatzung die Kontrolle. Der A320 stürzt ins Mittelmeer. Todesopfer: 7.

16.11.2008, vor Vancouver Island (British Columbia, Kanada): Eine Grumman G-21A Goose von Pacific Coastal Airlines befindet sich auf einem Charterflug und kollidiert bei schlechter Sicht mit Gelände auf South Thormanby Island. Eine Person überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 7.

05.11.2008, Mexiko-Stadt (Mexiko): Ein Learjet 45 mit dem mexikanischen Innenminister Juan Camilo Mouriño an Bord befindet sich im Anflug auf Mexiko-Stadt. Die Besatzung folgt einer Boeing 767 mit zu geringem Abstand, gerät in deren Wirbelschleppe und verliert die Kontrolle. Der Jet stürzt in ein dicht bebautes Geschäftsviertel. Neben allen neun Insassen sterben sieben Menschen am Boden. Todesopfer: 16.

24.10.2008, Asunción (Paraguay): Eine Cessna 402C des medizinischen Flugdienstes AsisMed verunglückt während eines zivilen Fluges. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

12.10.2008, Hamm (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein 15-jähriger Flugschüler verunglückt bei einem Alleinflug mit einem Grob Astir während des Landeanflugs auf die Lippewiesen. Der Jugendliche wird noch lebend geborgen, stirbt jedoch wenig später im Krankenhaus. Er hatte bereits rund 30 Alleinflüge absolviert. Todesopfer: 1.

20.09.2008, Columbia (South Carolina, USA): Ein Learjet 60 schießt während eines abgebrochenen Starts über die Landebahn hinaus, durchbricht die Flughafenumzäunung und gerät in Brand. Zwei Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere sterben; zwei Passagiere überleben schwer verletzt. Todesopfer: 4.

14.09.2008, Perm (Russland): Eine Boeing 737-500 von Aeroflot-Nord befindet sich als Flug 821 im nächtlichen Anflug auf Perm. Die Besatzung verliert nach räumlicher Desorientierung die Kontrolle; die Maschine stürzt in ein Bahngelände innerhalb der Stadt. Todesopfer: 88.

03.09.2008, Persischer Golf (Vereinigte Arabische Emirate): Ein Bell 212 von Aerogulf Services stürzt während eines zivilen Offshore-Fluges ins Meer. Todesopfer: 7.

01.09.2008, Bukavu (Demokratische Republik Kongo): Eine Beechcraft 1900C von Air Serv International befindet sich auf einem humanitären Flug und kollidiert beim Anflug auf Bukavu mit einem Berghang. Todesopfer: 17.

27.08.2008, Pontis (Frankreich): Ein 65-jähriger deutscher Segelflieger startet in Gap-Tallard und stürzt mit seinem Segelflugzeug in den französischen Alpen bei Pontis ab. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

24.08.2008, Bischkek (Kirgisistan): Eine Boeing 737-200 von Itek Air befindet sich als Flug 6895 auf dem Weg nach Teheran. Kurz nach dem Start versucht die Besatzung wegen technischer Probleme zurückzukehren; die Maschine verliert Höhe und stürzt nahe dem Flughafen ab. 25 Menschen überleben. Todesopfer: 65.

24.08.2008, Zacapa (Guatemala): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Aero Ruta Maya kollidiert während eines Passagierfluges mit bergigem Gelände. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 11.

22.08.2008, Moab (Utah, USA): Eine Beechcraft A100 King Air stürzt kurz nach dem Start vom Canyonlands Field ab. Alle zehn Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 10.

20.08.2008, Madrid (Spanien): Eine McDonnell Douglas MD-82 von Spanair startet als Flug JK5022 nach Gran Canaria. Die Piloten haben die Landeklappen und Vorflügel nicht in Startstellung gebracht; gleichzeitig warnt das Take-off-Warning-System nicht. Unmittelbar nach dem Abheben gerät die MD-82 in einen Strömungsabriss, stürzt ab und brennt. 18 Menschen überleben. Todesopfer: 154.

17.08.2008, Coventry (England, Großbritannien): Eine Cessna 402C auf einem Flugkalibrierungs-Trainingsflug kollidiert im Anflug auf Coventry mit einer Rand KR-2, die sich in der Platzrunde befindet. Beide Flugzeuge stürzen ab. Todesopfer: 5.

05.08.2008, Weaverville (Kalifornien, USA): Eine Sikorsky S-61N von Carson Helicopters transportiert Feuerwehrleute von einem Einsatzgebiet eines Waldbrandes. Kurz nach dem Start erreicht der schwer beladene Hubschrauber nicht die erforderliche Steigleistung, trifft Bäume und stürzt ab. Der zivile Betreiber flog im Auftrag des US Forest Service. Todesopfer: 9.

31.07.2008, Owatonna (Minnesota, USA): Ein Hawker 800A von East Coast Jets befindet sich auf einem Geschäftscharterflug. Nach der Landung auf nasser Piste versucht die Besatzung spät durchzustarten; der Jet schießt über das Bahnende hinaus und stürzt in eine Schlucht. Todesopfer: 8.

10.07.2008, Puerto Montt (Chile): Eine Beechcraft 99A von Aerocord stürzt kurz nach dem Start ab und brennt aus. Todesopfer: 9.

29.06.2008, Flagstaff (Arizona, USA): Zwei zivile Rettungshubschrauber, eine Bell 407 und ein Eurocopter AS350, kollidieren über dem Flagstaff Medical Center. Beide Maschinen stürzen ab. Todesopfer: 7.

15.06.2008, Regenstauf-Oberhub (Bayern, Deutschland): Eine Beechcraft Bonanza V35 befindet sich nach einem kurzen privaten Flug im Landeanflug auf den Flugplatz Oberhub. Der Pilot meldet Probleme; etwa 1km vor der Landebahn stürzt die Maschine in ein Maisfeld und brennt aus. Todesopfer: 3.

10.06.2008, Khartum (Sudan): Ein Airbus A310-300 von Sudan Airways landet als Flug 109 bei schlechtem Wetter in Khartum, kommt von der Landebahn ab und gerät anschließend in Brand. Ein Großteil der Insassen kann das Flugzeug verlassen, doch zahlreiche Menschen sterben im Feuer. Todesopfer: 30.

30.05.2008, Tegucigalpa (Honduras): Ein Airbus A320 von TACA befindet sich als Flug 390 im Anflug auf den wegen seiner kurzen Piste und bergigen Umgebung anspruchsvollen Flughafen Toncontín. Bei Regen schießt die Maschine über das Bahnende hinaus auf eine Straße und prallt gegen Fahrzeuge und Gebäude. Drei Menschen im Flugzeug und zwei am Boden sterben. Todesopfer: 5.

02.05.2008, Rumbek (Sudan): Eine Beechcraft 1900C auf einem zivilen Flug stürzt nahe Rumbek ab. Unter den Opfern befinden sich hochrangige Vertreter der südsudanesischen Regierung. Todesopfer: 20.

15.04.2008, Goma (Demokratische Republik Kongo): Eine DC-9-51 von Hewa Bora Airways erleidet während des Starts einen Triebwerksausfall. Die Maschine kann auf der verkürzten Startbahn nicht mehr rechtzeitig stoppen, schießt in ein dicht bebautes Markt- und Wohngebiet und brennt. Die Angaben zu den Opfern am Boden unterscheiden sich in den Quellen; die Untersuchung nennt insgesamt 40 Todesopfer, darunter drei Insassen und 37 Menschen am Boden. Todesopfer: 40.

11.04.2008, Chișinău (Moldau): Eine Antonow An-32 von Kata Air Transport kehrt kurz nach dem Start wegen technischer Probleme nach Chișinău zurück. Beim Versuch der Notlandung stürzt der Frachter ab und brennt. Todesopfer: 8.

03.04.2008, Benzdorp (Suriname): Eine Antonow An-28 von Blue Wing Airlines befindet sich im Anflug auf den Lawa-Antino-Airstrip. Weil die Piste blockiert ist, startet die Besatzung durch; dabei kollidiert die Maschine mit bewaldetem Gelände und brennt aus. Todesopfer: 19.

30.03.2008, Farnborough/London (Großbritannien): Eine Cessna Citation 500 startet in Biggin Hill zu einem privaten Flug. Kurz nach dem Start meldet die Besatzung Triebwerksprobleme und versucht zurückzukehren. Der Jet verliert die Kontrolle und stürzt in zwei Wohnhäuser. Am Boden wird niemand getötet. Todesopfer: 5.

11.03.2008, Santa Cruz (Peru): Ein Bell 412EP des zivilen Hubschrauberunternehmens Helinka verunglückt während eines Transportfluges. Todesopfer: 10.

02.03.2008, Neumayer-II-Station (Antarktis): Einer der Bordhubschrauber des deutschen Forschungsschiffes „Polarstern“ stürzt im Umfeld der deutschen Forschungsstation ab. Ein 37-jähriger deutscher Pilot und ein 45-jähriger niederländischer Wissenschaftler sterben, drei weitere Menschen werden verletzt. Der Flug war Teil des zivilen Forschungsbetriebs und gehört damit in unsere Chronik. Todesopfer: 2.

21.02.2008, Mérida (Venezuela): Eine ATR 42-300 von Santa Bárbara Airlines startet als Flug 518 nach Caracas. Wenige Minuten nach dem Start kollidiert das Flugzeug mit bergigem Gelände. Todesopfer: 46.

17.01.2008, London-Heathrow (Großbritannien): Eine Boeing 777-200ER von British Airways befindet sich als Flug 38 aus Peking im Endanflug. Eiskristalle im Treibstoffsystem führen zu einer eingeschränkten Treibstoffzufuhr und damit zu Leistungsverlust beider Triebwerke. Die Boeing setzt rund 330m vor der befestigten Landebahn auf und wird schwer beschädigt. Alle 152 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

05.01.2008, Kodiak (Alaska, USA): Eine Piper PA-31-350 Navajo Chieftain von Servant Air verunglückt während eines kommerziellen Passagierfluges. Vier Menschen überleben, sechs kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

04.01.2008, Los Roques (Venezuela): Eine Let L-410UVP-E3 von Transaven befindet sich mit Urlaubern auf dem Flug von Caracas nach Los Roques. Kurz vor dem Ziel meldet die Besatzung den Ausfall beider Triebwerke; die Maschine stürzt ins Karibische Meer. Todesopfer: 14.

30.12.2007, Cherokee (Alabama, USA): Ein Bell 206L-3 von Air Evac EMS befindet sich auf einem zivilen Rettungsflug, als der Hubschrauber bei Nacht und schlechter Sicht abstürzt. Pilot, Sanitäter und Krankenschwester kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

23.12.2007, Boquete (Panama): Eine Cessna 172 mit einem Piloten und drei jungen US-Touristen gerät während eines privaten Rundfluges in schlechtes Wetter und kollidiert im Bergland mit Gelände. Eine Passagierin überlebt schwer verletzt und wird erst nach mehreren Tagen gefunden. Todesopfer: 3.

30.11.2007, Isparta (Türkei): Eine McDonnell Douglas MD-83 von Atlasjet befindet sich als Flug 4203 von Istanbul nach Isparta. Während des nächtlichen Anflugs weicht die Besatzung erheblich von der vorgesehenen Route ab; die Maschine kollidiert mit einem Berg. Todesopfer: 57.

04.11.2007, São Paulo (Brasilien): Ein Learjet 35A von Reali Táxi Aéreo verunglückt kurz nach dem Start vom Flughafen Campo de Marte und stürzt in ein Wohngebiet. Beide Piloten sowie sechs Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 8.

04.10.2007, Kinshasa (Demokratische Republik Kongo): Eine Antonow An-26 von Africa One startet zu einem zivilen Frachtflug. Kurz nach dem Abheben treten Triebwerksprobleme auf; die Maschine stürzt in ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Die Besatzung und zahlreiche Menschen am Boden kommen ums Leben. Todesopfer: mindestens 51.

04.10.2007, Pagosa Springs (Colorado, USA): Eine Beechcraft C90A King Air von Eagle Air Med befindet sich auf einem Positionierungsflug, um anschließend einen Patienten aufzunehmen. Beim Sinkflug kollidiert das zivile Ambulanzflugzeug mit bergigem Gelände. Todesopfer: 3.

16.09.2007, Phuket (Thailand): Eine McDonnell Douglas MD-82 von One-Two-GO Airlines befindet sich als Flug 269 im Anflug auf Phuket. Bei starkem Regen und böigem Wind versucht die Besatzung durchzustarten, verliert jedoch die Kontrolle. Die Maschine schlägt neben der Landebahn auf und brennt aus. 40 Menschen überleben. Todesopfer: 90.

09.08.2007, Moorea (Französisch-Polynesien): Eine DHC-6 Twin Otter von Air Moorea startet zu einem kurzen Linienflug nach Tahiti. Nur Sekunden nach dem Abheben versagt ein Steuerseil des Höhenruders; die Maschine geht steil nach unten und stürzt in die Lagune. Todesopfer: 20.

27.07.2007, Phoenix (Arizona, USA): Zwei zivile Eurocopter AS350B2 von KTVK-TV und U.S. Helicopters/KNXV-TV filmen aus der Luft eine Polizeiverfolgung. Während beide Besatzungen gleichzeitig das Geschehen am Boden beobachten, kollidieren die Hubschrauber miteinander und stürzen ab. Jeweils ein Pilot/Reporter und ein Kameramann befinden sich an Bord. Todesopfer: 4.

17.07.2007, São Paulo (Brasilien): Ein Airbus A320 von TAM Airlines landet als Flug 3054 auf der nassen Landebahn des Flughafens Congonhas. Die Maschine verzögert nicht ausreichend, schießt über das Bahnende hinaus, überquert eine Straße und prallt in ein Gebäude von TAM Express. Alle 187 Menschen an Bord sowie zwölf Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 199.

25.06.2007, Kampot (Kambodscha): Eine Antonow An-24B von PMTair befindet sich auf einem Inlandsflug von Siem Reap nach Sihanoukville. Bei schlechtem Wetter kollidiert das Flugzeug in bergigem und dicht bewaldetem Gelände mit einem Berg. Todesopfer: 22.

21.06.2007, Kamina (Demokratische Republik Kongo): Eine Let L-410UVP von Free Airlines/Karibu Airways ist beim Start erheblich überladen. Unmittelbar nach dem Abheben stürzt die Maschine in ein sumpfiges Gebiet und kommt auf dem Rücken zum Liegen. Die meisten Insassen überleben. Todesopfer: 1.

03.06.2007, Lungi (Sierra Leone): Ein ziviler Mil Mi-8 von Paramount Airlines transportiert überwiegend togolesische Fußballfans vom internationalen Flughafen Richtung Freetown. Der Hubschrauber stürzt beim Landeanflug ab und gerät in Brand. Todesopfer: 22.

05.05.2007, Douala (Kamerun): Eine Boeing 737-800 von Kenya Airways startet als Flug 507 bei schwerem Gewitter nach Nairobi. Kurz nach dem Start gerät die Maschine zunehmend in Schräglage; die Besatzung erkennt die Situation zu spät und verliert die Kontrolle. Die Boeing stürzt in ein sumpfiges Gebiet. Todesopfer: 114.

23.03.2007, Mogadischu (Somalia): Eine Iljuschin Il-76TD von TransAVIAexport befindet sich auf einem zivilen Frachtflug und wird kurz nach dem Start offenbar von einer Flugabwehrrakete getroffen. Der Frachter stürzt ab. Wie bei MH17 bleibt der Fall in unserer Chronik, weil das zerstörte Flugzeug zivil betrieben wurde. Todesopfer: 11.

17.03.2007, Samara (Russland): Eine Tupolew Tu-134A von UTair befindet sich als Flug 471 bei schlechter Sicht im Landeanflug. Die Maschine setzt vor der Landebahn auf, zerbricht und kommt teilweise auf dem Rücken zum Liegen. 57 Menschen überleben. Todesopfer: 6.

11.03.2007, Haena/Kauai (Hawaii, USA): Ein ziviler MD 369FF von Inter-Island Helicopters führt einen kommerziellen Rundflug durch. Im Reiseflug lösen sich Teile des Heckrotors; der Pilot versucht eine Notlandung, der Hubschrauber schlägt jedoch in Bäume und Gelände ein. Todesopfer: 1.

07.03.2007, Yogyakarta (Indonesien): Eine Boeing 737-400 von Garuda Indonesia befindet sich als Flug 200 im Anflug. Die Maschine kommt mit erheblich zu hoher Geschwindigkeit herein, setzt spät auf, schießt über das Bahnende hinaus und gerät in Brand. 119 Menschen überleben. Todesopfer: 21.

05.03.2007, Zell am See (Österreich): Ein zivil betriebener Aérospatiale SA 332 Super Puma des deutschen Unternehmens Helog kollidiert während eines Transportfluges in der Luft mit einer Diamond DV20 Katana. Beide Maschinen stürzen ab. Im Hubschrauber sterben sieben Menschen, in der Katana der Pilot. Todesopfer: 8.

25.01.2007, Pau (Frankreich): Eine Fokker 100 von Régional startet als Flug 7775 nach Paris. Wegen Vereisung und ungünstiger Bedingungen gewinnt die Maschine nicht ausreichend Höhe, überrollt das Flughafengelände und trifft einen Lastwagen. Alle 54 Menschen im Flugzeug überleben, der Lkw-Fahrer stirbt. Todesopfer: 1, am Boden.

09.01.2007, Balad (Irak): Eine Antonow An-26B der moldauischen AerianTur-M befindet sich auf einem zivilen Charterflug und verunglückt beim Anflug auf Balad. Offiziell wird schlechte Sicht als Ursache genannt; zugleich gab es Behauptungen, das Flugzeug sei abgeschossen worden. Ein Mensch überlebt. Todesopfer: 34.

01.01.2007, Makassarstraße bei Sulawesi (Indonesien): Eine Boeing 737-400 von Adam Air befindet sich als Flug 574 von Surabaya nach Manado. Während die Piloten mit einer Störung des Navigationssystems beschäftigt sind, wird der Autopilot unbeabsichtigt deaktiviert. Die Besatzung bemerkt die zunehmende Schräglage zu spät, verliert die Kontrolle und die Boeing zerbricht beim Hochgeschwindigkeitssturz über dem Meer. Todesopfer: 102

18.11.2006, Leticia (Kolumbien): Eine Boeing 727-200F von Aerosucre befindet sich auf einem Frachtflug von Bogotá nach Leticia. Im Anflug fliegt die Maschine zu niedrig und kollidiert mit einer rund 46m hohen Fernsehantenne. Der Frachter stürzt anschließend ab. Alle drei Besatzungsmitglieder und zwei mitfliegende Passagiere sterben. Todesopfer: 5.

29.10.2006, Abuja (Nigeria): Eine Boeing 737-200 von ADC Airlines startet als Flug 053 bei Gewitter und ausgeprägter Windscherung nach Sokoto. Kurz nach dem Abheben gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und schlägt auf einem Maisfeld auf. Neun der 105 Menschen an Bord überleben. Die Untersuchung kritisiert insbesondere die Entscheidung des Kapitäns, trotz der gefährlichen Wetterbedingungen zu starten. Todesopfer: 96.

17.10.2006, Lagrán (Spanien): Eine in Deutschland zugelassene Piper PA-32R-301 befindet sich auf einem privaten VFR-Flug von Logroño nach Vitoria. Bei niedriger Wolkendecke kollidiert das Flugzeug in ansteigendem Gelände mit dem Boden und wird zerstört. Todesopfer: 3.

13.10.2006, Dolsenhain (Thüringen, Deutschland): Eine Piper PA-28-140 befindet sich nachts auf einem VFR-Flug von Paderborn nach Altenburg. Etwa 3km vor der Landebahn schlägt das Flugzeug auf einem Feld auf und wird zerstört. Pilot und Passagier sterben. Todesopfer: 2.

10.10.2006, Stord (Norwegen): Eine BAe 146-200 von Atlantic Airways landet auf einem Charterflug in Stord. Die Störklappen fahren nach dem Aufsetzen nicht aus; auf der nassen Bahn reicht die Bremswirkung nicht aus. Das Flugzeug überrollt das Bahnende, rutscht einen steilen Hang hinunter und gerät in Brand. Zwölf Menschen können sich retten. Todesopfer: 4.

29.09.2006, Mato Grosso (Brasilien): Eine Boeing 737-800 von Gol Transportes Aéreos kollidiert als Flug 1907 in 37.000ft Höhe frontal versetzt mit einem Embraer Legacy 600 auf einem Überführungsflug. Der Legacy verliert einen Teil seines linken Winglets, bleibt jedoch steuerbar und landet sicher. Die 737 verliert einen großen Teil der linken Tragfläche, gerät außer Kontrolle, zerbricht in der Luft und stürzt in den Amazonas-Regenwald. Im Legacy überleben alle sieben Menschen, in der Boeing niemand. Todesopfer: 154.

22.09.2006, Groß Parin (Schleswig-Holstein, Deutschland): Zwei Piper PA-28-181 kollidieren während eines Rundfluges in der Luft. Eine Piper verliert Fahrwerksteile, kann aber landen; die andere stürzt auf ein Feld. Der Pilot der abgestürzten Maschine sowie eine weitere Person im Zusammenhang mit der Kollision kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

18.09.2006, Lichtenow (Brandenburg, Deutschland): Eine Moravan Z-42M befindet sich auf einem Übungsflug mit Fluglehrer zum Erhalt einer Privatpilotenlizenz. Das Flugzeug gerät ins Trudeln und schlägt auf einem Feld auf. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

18.09.2006, Birstein (Hessen, Deutschland): Eine Robin R2160D befindet sich auf einem privaten Reise- beziehungsweise Rundflug. Bei geringer Sicht und tiefen Wolken verliert der Pilot die Kontrolle; die Maschine schlägt auf freiem Feld auf und wird zerstört. Pilot und Passagier sterben. Todesopfer: 2.

04.09.2006, Gołków Mały (Polen): Eine in Deutschland zugelassene Piper PA-34-220T gerät auf einem privaten Flug in ein Gebiet mit Gewittertätigkeit. Das Flugzeug zerbricht infolge der extremen Belastungen in der Luft. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

01.09.2006, Maschhad (Iran): Eine Tupolew Tu-154M von Iran Air Tours kommt bei der Landung von der Bahn ab und gerät in Brand. Von den 148 Menschen an Bord können sich 120 retten. Todesopfer: 28.

27.08.2006, Lexington (Kentucky, USA): Eine Bombardier CRJ100 von Comair soll als Flug 5191 nach Atlanta fliegen. Die Besatzung startet irrtümlich von der nur rund 1.070m langen Runway 26 statt von der vorgesehenen Runway 22. Die Maschine hebt erst hinter dem Bahnende kurz ab, kollidiert mit Hindernissen und brennt. Nur der Copilot überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 49.

22.08.2006, Sucha Balka bei Donezk (Ukraine): Eine Tupolew Tu-154M von Pulkovo Aviation Enterprise befindet sich als Flug 612 von Anapa nach St. Petersburg. Beim Versuch, eine schwere Gewitterzone zu übersteigen, steigt die Maschine bis in große Höhe, verliert Geschwindigkeit und gerät in einen nicht mehr beherrschbaren Strömungsabriss. Sie stürzt nahezu flach trudelnd zu Boden. Todesopfer: 170.

10.07.2006, Multan (Pakistan): Eine Fokker F27 Friendship von Pakistan International Airlines startet als Flug 688 nach Lahore. Kurz nach dem Abheben treten Triebwerksprobleme auf; die Besatzung verliert die Kontrolle und die Maschine stürzt brennend in ein Weizenfeld. Niemand überlebt. Todesopfer: 45.

09.07.2006, Irkutsk (Russland): Ein Airbus A310-300 von S7 Airlines landet als Flug 778 bei Regen in Irkutsk. Beim Ausrollen wird die Maschine nicht ausreichend verzögert, schießt über das Bahnende hinaus und prallt gegen eine Betonbarriere beziehungsweise Gebäude, bevor ein heftiger Brand ausbricht. Bei der Opferzahl nennen ältere Quellen teilweise abweichende Zahlen; die heute übliche Angabe lautet 125 Tote bei 203 Menschen an Bord. Todesopfer: 125.

21.06.2006, Jumla (Nepal): Eine DHC-6 Twin Otter von Yeti Airlines befindet sich auf einem Regionalflug nach Jumla. Beim Durchstarten kollidiert die Maschine mit Gelände und wird zerstört. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 9.

03.05.2006, Schwarzes Meer vor Sotschi (Russland): Ein Airbus A320 von Armavia befindet sich als Flug 967 von Jerewan nach Sotschi. Nach einem zunächst abgebrochenen Anflug erhält die Besatzung die Freigabe für einen erneuten Anflug. Während des Durchstart- beziehungsweise Manövriervorgangs verliert sie die Kontrolle; der Airbus stürzt rund 6km vor dem Flughafen ins Schwarze Meer. Todesopfer: 113.

31.03.2006, Pico da Pedra Bonita bei Rio Bonito (Brasilien): Eine Let L-410UVP-E20 von TEAM Linhas Aéreas befindet sich als Flug 6865 von Macaé nach Rio de Janeiro. Die Besatzung setzt den Flug trotz verschlechterter Wetterbedingungen nach Sichtflugregeln fort und kollidiert in etwa 1.920ft Höhe mit dem bewaldeten Berg. Todesopfer: 19.

08.02.2006, Philadelphia (Pennsylvania, USA): Eine Douglas DC-8-71F von UPS Airlines befindet sich auf einem Frachtflug. Im Anflug entsteht ein Feuer im Frachtraum. Die Besatzung kann landen und das Flugzeug verlassen, bevor der Brand den Frachter weitgehend zerstört. Da das Flugzeug erheblich beschädigt beziehungsweise abgeschrieben wird, ist es ein echter Unfall und nicht bloß eine technische Störung. Todesopfer: 0.

12.01.2006, Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Beechcraft B300 King Air verunglückt am Abend in Freiburg. Die zweimotorige Maschine wird vollständig zerstört; beide Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Die BFU führt den Fall ausdrücklich als Unfall eines deutschen zivilen Luftfahrzeugs mit tödlich Verletzten. Todesopfer: 2.

19.12.2005, Miami (Florida, USA): Eine Grumman G-73T Turbo Mallard von Chalk’s Ocean Airways startet als Linienflug 101 vom Wasserflugplatz Miami nach Bimini. Kurz nach dem Start bricht infolge langjähriger Ermüdungsrisse die rechte Tragfläche ab. Das Amphibienflugzeug stürzt in einen Schifffahrtskanal. Das NTSB macht gravierende Mängel bei Wartung und Aufsicht verantwortlich. Todesopfer: 20.

10.12.2005, Port Harcourt (Nigeria): Eine DC-9-32 von Sosoliso Airlines befindet sich als Flug 1145 aus Abuja im Anflug. Bei Gewitter und Windscherung setzt die Besatzung den Anflug fort; die Maschine schlägt vor der Landebahn auf und brennt aus. Nur zwei der 110 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 108.

08.12.2005, Chicago (Illinois, USA): Eine Boeing 737-700 von Southwest Airlines landet als Flug 1248 während eines Schneesturms auf dem Flughafen Midway. Die Maschine kann auf der verschneiten Bahn nicht rechtzeitig gestoppt werden, durchbricht die Flughafenumzäunung und kollidiert auf einer Straße mit Autos. Alle 103 Menschen im Flugzeug überleben; ein sechsjähriger Junge in einem Auto stirbt. Todesopfer: 1, am Boden.

11.11.2005, Khak-e Shahidan bei Kabul (Afghanistan): Eine Iljuschin Il-76TD von Royal Airlines Cargo befindet sich auf einem zivilen Frachtflug von Bahrain nach Kabul. Beim Anflug kollidiert die Maschine mit bergigem Gelände rund 30km vom Flughafen entfernt. Todesopfer: 8.

22.10.2005, Lisa Village (Nigeria): Eine Boeing 737-200 von Bellview Airlines startet als Flug 210 von Lagos nach Abuja. Wenige Minuten nach dem Start geht die Maschine in einen steilen Sinkflug über und schlägt mit hoher Geschwindigkeit auf. Wegen fehlender Flugschreiber und weitgehend zerstörter Beweismittel kann die Ursache nicht abschließend geklärt werden. Todesopfer: 117.

05.09.2005, Medan (Indonesien): Eine Boeing 737-200 von Mandala Airlines startet als Flug 091 vom Flughafen Polonia. Die Maschine gewinnt nicht ausreichend Höhe, stürzt in ein dicht bebautes Stadtviertel und richtet auch am Boden schwere Verwüstungen an. 100 der 117 Menschen im Flugzeug sowie 49 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 149.

23.08.2005, Pucallpa (Peru): Eine Boeing 737-200 von TANS Perú befindet sich als Flug 204 im Anflug auf Pucallpa. Die Maschine gerät in ein schweres Gewitter; die Besatzung verliert das Situationsbewusstsein und setzt den Anflug fort, bis das Flugzeug etwa 5,5km vor der Landebahn aufschlägt. 58 Menschen überleben. Todesopfer: 40.

16.08.2005, Machiques (Venezuela): Eine McDonnell Douglas MD-82 von West Caribbean Airways befindet sich als Charterflug 708 von Panama nach Martinique. In großer Höhe verliert die Maschine zunehmend Geschwindigkeit und gerät schließlich in einen tiefen Strömungsabriss. Sie stürzt auf einer Rinderfarm im Westen Venezuelas ab. Todesopfer: 160.

14.08.2005, Grammatiko (Griechenland): Eine Boeing 737-300 von Helios Airways befindet sich als Flug 522 von Larnaka über Athen nach Prag. Nach Wartungsarbeiten bleibt die Kabinendruckregelung in manueller Stellung. Die Besatzung erkennt den Druckverlust nicht richtig und wird durch Sauerstoffmangel handlungsunfähig. Der Autopilot fliegt weiter, bis der Treibstoff ausgeht; anschließend stürzt die Maschine bei Grammatiko ab. Todesopfer: 121.

06.08.2005, Mittelmeer vor Sizilien (Italien): Eine ATR 72-200 von Tuninter befindet sich als Flug 1153 von Bari nach Djerba. Wegen eines bei Wartungsarbeiten eingebauten falschen Tankanzeigen-Instruments zeigt das Cockpit erheblich mehr Treibstoff an, als tatsächlich vorhanden ist. Beide Triebwerke fallen aus; bei der Notwasserung vor Palermo zerbricht die ATR. 23 Menschen überleben. Todesopfer: 16.

02.08.2005, Toronto (Ontario, Kanada): Ein Airbus A340-300 von Air France landet als Flug 358 während eines heftigen Gewitters auf dem Flughafen Toronto-Pearson. Die Maschine setzt spät auf, schießt über das Bahnende hinaus und stürzt in eine Schlucht, wo sie in Brand gerät. Sämtliche 309 Menschen an Bord können das Flugzeug verlassen. Todesopfer: 0.

16.07.2005, Baney/Bioko (Äquatorialguinea): Eine Antonow An-24 von Equatair startet von Malabo nach Bata. Das Flugzeug gewinnt nach dem Start nur unzureichend Höhe und kollidiert etwa 19km östlich des Flughafens mit einem Berghang. Niemand überlebt. Todesopfer: 60.

24.06.2005, New Roads (Louisiana, USA): Eine Beechcraft E90 King Air verunglückt auf einem privaten Flug nahe New Roads. Die zweimotorige Maschine wird beim Aufprall zerstört. Todesopfer: 5.

31.05.2005, Puntarenas (Costa Rica): Eine Cessna 206C von Skydive Costa Rica verunglückt bei einem zivilen Fallschirmspringerflug. Todesopfer: 5.

20.04.2005, Teheran (Iran): Eine Boeing 707-300C von Saha Air landet als Passagierflug 171 auf dem Flughafen Mehrabad. Nach Problemen beim Ausrollen schießt die Maschine über die Landebahn hinaus, verliert Fahrwerk und ein Triebwerk und kommt im Fluss Kan zum Stillstand. Bei der chaotischen Evakuierung fallen Passagiere ins Wasser; drei ertrinken. Todesopfer: 3.

26.03.2005, Providencia (Kolumbien): Eine Let L-410 von West Caribbean Airways startet als Flug 9955 nach San Andrés. Bereits während des Startlaufs fällt das linke Triebwerk aus, dennoch wird der Start fortgesetzt. Die Maschine verliert Geschwindigkeit, gerät in einen Strömungsabriss und stürzt in Mangroven. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 9.

23.03.2005, Mwanza (Tansania): Eine Iljuschin Il-76 auf einem kommerziellen Frachtflug verunglückt beim Start in Mwanza. Die Maschine wird zerstört. Todesopfer: 8.

16.03.2005, Varandey (Russland): Eine Antonow An-24RV von Regional Airlines befindet sich auf einem Charterflug für Beschäftigte der Ölindustrie. Im Anflug sinkt die Geschwindigkeit stark ab; die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und kollidiert rund 5km vor dem Flughafen mit einem Hügel. 24 Menschen überleben. Todesopfer: 28.

03.02.2005, Kabul (Afghanistan): Eine Boeing 737-200 von Kam Air/Phoenix Aviation befindet sich als Flug 904 von Herat nach Kabul. Wegen sehr schlechter Sicht kann die Besatzung nicht wie geplant landen; die Boeing kollidiert schließlich mit dem rund 3.300m hohen Chaperi-Ghar-Berg südöstlich von Kabul. Todesopfer: 105.

03.02.2005, Khartum (Sudan): Eine Iljuschin Il-76TD von Air West Cargo transportiert auf einem zivilen Frachtflug 46t humanitäre Hilfsgüter von Schardscha über Khartum nach Nyala. Beim Anflug meldet die Besatzung Probleme mit der Treibstoffversorgung; bei dem folgenden Notlandeversuch stürzt die Maschine östlich von Khartum ab. Todesopfer: 7.

24.01.2005, Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Boeing 747-200F von Atlas Air landet nachts mit Fracht aus Dubai bei starkem Schneefall. Die Bremswirkung auf der kontaminierten Piste verschlechtert sich erheblich; die 747 überrollt das Bahnende, kollidiert mit Hindernissen und wird so schwer beschädigt, dass sie abgeschrieben werden muss. Alle drei Besatzungsmitglieder bleiben unverletzt. Todesopfer: 0.

21.01.2005, Overland Park (Kansas, USA): Eine Riley-Turbine Cessna 421C verunglückt auf einem privaten Flug bei Overland Park. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

18.01.2005, Cornelia (Südafrika): Eine Aerostar 600 verunglückt auf einem privaten Flug bei Cornelia. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 5.

19.12.2004, La Mirada (Kalifornien, USA): Eine gemietete Cessna kollidiert beim Sinkflug zum Fullerton Municipal Airport mit einem rund 230m hohen Sendemast. Das Ehepaar an Bord kommt beim Aufprall ums Leben. Todesopfer: 2.

11.12.2004, Uberaba (Brasilien): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante von NHR Táxi-Aéreo verunglückt auf einem zivilen Flug. Beide Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

06.12.2004, Bellevue (Idaho, USA): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Salmon Air verunglückt auf einem kommerziellen Frachtflug. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

30.11.2004, Surakarta/Solo (Indonesien): Eine MD-82 von Lion Air befindet sich als Flug 538 bei starkem Regen im Landeanflug. Die Maschine schießt über das Ende der nassen Landebahn hinaus und wird schwer zerstört. Die Angaben zur Opferzahl unterscheiden sich in verschiedenen Datenbanken; der NTSB-Jahresbericht nennt 32 Tote. Todesopfer: 32.

30.11.2004, Toledo (Ohio, USA): Ein HFB-320 Hansa Jet von Grand Aire Express verunglückt beim Anflug auf Toledo Express Airport. Beide Piloten des Frachtfluges kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

28.11.2004, Montrose (Colorado, USA): Eine Bombardier Challenger 601 von Global Aviation/Hop-A-Jet verunglückt beim Start. Der Businessjet kommt von der Startbahn ab und wird zerstört. Drei der sechs Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 3.

27.11.2004, Bamiyan (Afghanistan): Eine CASA C-212 von Presidential Airways wird im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums zivil betrieben. Auf dem Flug von Bagram nach Farah kollidiert sie in schlechtem Wetter mit einem Berg. Da Betreiber und Luftfahrzeug zivil waren, gehört der Unfall trotz des militärischen Auftraggebers in unsere Chronik. Todesopfer: 6.

22.11.2004, Houston (Texas, USA): Eine Gulfstream III von Business Jet Services stürzt im Anflug auf den Flughafen Houston-Hobby ab. Der Geschäftsjet kollidiert bei Dunkelheit und eingeschränkter Sicht mit Gelände. Todesopfer: 3.

21.11.2004, Baotou (China): Eine Bombardier CRJ200 von China Eastern Airlines startet als Flug 5210 nach Shanghai. Kurz nach dem Abheben verliert die Maschine infolge vereister Tragflächen die Kontrolle, stürzt in einen Park und anschließend in einen zugefrorenen See. Alle 53 Menschen an Bord sowie zwei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 55.

24.10.2004, Martinsville (Virginia, USA): Eine Beechcraft King Air 200 von Hendrick Motorsports befindet sich mit Angehörigen und Mitarbeitern des NASCAR-Teams auf einem Geschäftsflug. Beim Anflug auf Martinsville kollidiert die Maschine mit bergigem Gelände. Todesopfer: 10.

24.10.2004, San Diego (Kalifornien, USA): Ein Learjet 35A von Med Flight Air Ambulance startet zu einem zivilen Ambulanzflug. Kurz nach dem Start kollidiert der Jet bei Nacht mit bergigem Gelände. Todesopfer: 5.

22.10.2004, Inverness (Schottland, Großbritannien): Eine Cessna F406 von Highland Airways verunglückt auf einem kommerziellen Frachtflug. Einer der beiden Piloten kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

19.10.2004, Kirksville (Missouri, USA): Eine BAe Jetstream 32 von Corporate Airlines befindet sich als American-Connection-Flug 5966 im nächtlichen Anflug. Die Besatzung sinkt unter die vorgeschriebene Mindesthöhe; das Flugzeug trifft Bäume und stürzt ab. Zwei Menschen überleben. Todesopfer: 13.

16.10.2004, Busuanga (Philippinen): Eine Britten-Norman BN-2 Islander von Pacific Airways verunglückt während eines kommerziellen Fluges. Zwei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

15.10.2004, Medellín (Kolumbien): Eine Douglas DC-3C von Aerovanguardia verunglückt auf einem zivilen Frachtflug. Die dreiköpfige Besatzung kommt ums Leben. Todesopfer: 3.

14.10.2004, Halifax (Nova Scotia, Kanada): Eine Boeing 747-200F von MK Airlines startet mit Fracht nach Spanien. Wegen fehlerhafter Berechnung der Startleistung hebt der schwer beladene Jumbo zu spät ab, streift Hindernisse hinter der Bahn und stürzt ab. Todesopfer: 7.

14.10.2004, Jefferson City (Missouri, USA): Eine CRJ200 von Pinnacle Airlines befindet sich als Northwest-Airlink-Flug 3701 auf einem Positionierungsflug ohne Passagiere. Die Piloten bringen das Flugzeug in großer Höhe in einen Strömungsabriss; beide Triebwerke fallen aus und können nicht rechtzeitig wieder gestartet werden. Die CRJ stürzt ab. Todesopfer: 2.

29.09.2004, Puerto Rico: Eine Britten-Norman Islander von Air Flamenco verunglückt auf einem kommerziellen Flug. Ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

19.09.2004, Kentallen bei Oban (Schottland, Großbritannien): Eine Robinson R44 befindet sich nachts mit Pilot und Passagier auf einem privaten Rückflug. Kurz vor der Landung sackt der Passagier bewusstlos über die Steuerung; der Hubschrauber kollidiert mit einem Hang und gerät in Brand. Der Pilot kann sich retten, der bewusstlose Passagier nicht. Todesopfer: 1.

09.09.2004, Tijuana (Mexiko): Ein ziviler North American Sabreliner von Jett Paqueteria verunglückt auf einem Frachtflug. Beide Piloten kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

27.08.2004, Iliamna (Alaska, USA): Eine DHC-3 Otter von Mavrik Aire verunglückt auf einem kommerziellen Flug. Ein Mensch stirbt. Todesopfer: 1.

24.08.2004, Rostow/Tula (Russland): Eine Tupolew Tu-134A von Volga-Aviaexpress befindet sich als Flug 1303 von Moskau nach Wolgograd. Eine Selbstmordattentäterin bringt einen Sprengsatz zur Explosion; die Maschine zerbricht in der Luft. Todesopfer: 44.

24.08.2004, Oblast Rostow (Russland): Nahezu gleichzeitig wird eine Tupolew Tu-154 von Sibir Airlines auf Flug 1047 von Moskau nach Sotschi durch eine zweite Selbstmordattentäterin zerstört. Beide Anschläge waren koordiniert. Todesopfer: 46.

21.08.2004, Leipzig (Sachsen, Deutschland): Eine zivil betriebene Antonow An-2TP der Sächsischen Luftfahrt Service verunglückt. Die Maschine wird erheblich beschädigt, die Insassen überleben. Todesopfer: 0.

18.08.2004, Bukavu (Demokratische Republik Kongo): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Transworld Safaris verunglückt während eines zivilen Fluges. Drei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

17.08.2004, Elko (Nevada, USA): Eine Beechcraft 99 von Alpine Aviation befindet sich auf einem Frachtflug und verunglückt. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

13.08.2004, Cincinnati (Ohio, USA): Eine Convair CV-580 von Air Tahoma befindet sich auf einem Frachtflug. Wegen Treibstoffmangels fallen beide Triebwerke aus; die Maschine stürzt im Anflug ab. Einer der beiden Piloten kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

29.07.2004, Papua-Neuguinea: Eine DHC-6 Twin Otter von Airlines PNG verunglückt während eines Regionalfluges. Zwei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

22.07.2004, Hamm (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Piper PA-28 stürzt unmittelbar nach dem Start vom Flugplatz Hamm-Lippewiesen ab und brennt vollständig aus. Der 34-jährige Pilot aus Dortmund befindet sich allein an Bord und kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

12.07.2004, Karibisches Meer: Eine Convair CV-440 von Dodita Air Cargo befindet sich auf einem Frachtflug, als Probleme auftreten und die Maschine ins Meer stürzt. Ein Besatzungsmitglied kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

06.07.2004, Welham Green (England, Großbritannien): Eine Robinson R22 mit Fluglehrer und Flugschüler kollidiert in etwa 1.200ft Höhe mit einem Hybred-44XLR-Microlight. Das Ultraleichtflugzeug wird schwer beschädigt und stürzt unkontrolliert in ein Waldstück. Beide Insassen des Microlights sterben; die beschädigte R22 kann notlanden, ihre beiden Insassen überleben. Todesopfer: 2.

02.07.2004, Panama-Stadt (Panama): Ein IAI Westwind von Air Trek befindet sich auf einem zivilen Ambulanzflug. Beim Anflug kollidiert der Jet mit einem Gebäude beziehungsweise Gelände in Flughafennähe. Alle sechs Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 6.

28.06.2004, Vilanculos (Mosambik): Eine Beechcraft King Air 200 von Ngangeni Air Charters verunglückt auf einem Charterflug. Zwei Menschen sterben. Todesopfer: 2.

18.06.2004, Hodenhagen (Niedersachsen, Deutschland): Ein einsitziges Sportflugzeug gerät nahe dem Serengeti-Park während des Fluges in Brand und stürzt nahezu senkrecht in ein Getreidefeld. Der Pilot stirbt im ausgebrannten Wrack. Todesopfer: 1.

14.06.2004, Iron Mountain (Michigan, USA): Eine Volpar Turboliner von Bellair verunglückt auf einem kommerziellen Frachtflug. Einer der Piloten kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

08.06.2004, Libreville (Gabun): Eine Hawker Siddeley HS 748 von Gabon Express stürzt kurz nach dem Start ins Meer. Das Verkehrsflugzeug ist auf einem Inlandsflug unterwegs. Zehn Menschen überleben, 19 sterben. Todesopfer: 19.

25.05.2004, Lukla (Nepal): Eine DHC-6 Twin Otter von Yeti Airlines verunglückt während eines Regionalfluges am Flughafen Lukla. Drei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

23.05.2004, Mwingi (Kenia): Eine Let L-410 von Blue Bird Aviation verunglückt während eines zivilen Fluges. Zwei Menschen sterben. Todesopfer: 2.

18.05.2004, Ürümqi (China): Eine Iljuschin Il-76TD von AZAL Cargo/Silk Way Airlines verunglückt auf einem Frachtflug. Alle sieben Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 7.

14.05.2004, Manaus (Brasilien): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Rico Linhas Aéreas befindet sich als Flug 4815 im Anflug auf Manaus. Die Maschine stürzt in dichtem Regenwald ab; niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 33.

11.05.2004, Tatal (Sudan): Eine Antonow An-12 von El Magal Aviation verunglückt auf einem zivilen Frachtflug. Alle sieben Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 7.

06.05.2004, Süd-Sudan: Eine Let L-410 von Kush Air verunglückt während eines kommerziellen Fluges. Sechs Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

04.05.2004, Canaima (Venezuela): Eine Cessna 208B Grand Caravan der Regionalregierung des Bundesstaates Bolívar verunglückt während eines Transportfluges. Sieben Menschen kommen ums Leben. Da es sich nicht um ein militärisches oder polizeiliches Luftfahrzeug handelt, nehme ich den Fall in die zivile Chronik auf. Todesopfer: 7.

01.05.2004, Empelde bei Hannover (Niedersachsen, Deutschland): Ein 21-jähriger Privatpilot entwendet am Flugplatz Hatten eine Cessna und fliegt Richtung Hannover. Nachdem ein Polizeihubschrauber die Maschine verfolgt, steuert der Pilot die Cessna gegen eine Kalihalde bei Empelde. Er stirbt beim Aufprall. Weil es sich beim Luftfahrzeug selbst um ein ziviles Flugzeug handelt, gehört der Fall trotz des außergewöhnlichen Hintergrundes in die Chronik. Todesopfer: 1.

24.03.2004, Oblast Rostow (Russland): Eine privat betriebene Antonow An-2SX verunglückt während eines zivilen Fluges. Drei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

10.02.2004, Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Fokker 50 von Kish Air befindet sich als Flug 7170 im Endanflug. Durch eine Fehlbedienung wird an beiden Propellern die Schubumkehr beziehungsweise der Ground-Fine-Bereich aktiviert; die Besatzung verliert die Kontrolle und die Maschine stürzt ab. Drei der 46 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 43.

28.01.2004, Ghardaïa (Algerien): Eine Beechcraft 1900D von Tassili Airlines verunglückt während eines kommerziellen Fluges. Ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

17.01.2004, Pelee Island (Ontario, Kanada): Eine Cessna 208B Grand Caravan von Georgian Express startet mit neun Passagieren nach Windsor. Das Flugzeug ist überladen und durch Vereisung zusätzlich beeinträchtigt; kurz nach dem Start verliert der Pilot die Kontrolle. Todesopfer: 10.

13.01.2004, Taschkent (Usbekistan): Eine Jakowlew Jak-40 von Uzbekistan Airways befindet sich als Flug 1154 bei schlechtem Wetter im Anflug. Die Maschine kollidiert mit einer Radarstation beziehungsweise Hindernissen im Flughafengelände und wird zerstört. Todesopfer: 37.

03.01.2004, Scharm asch-Schaich (Ägypten): Eine Boeing 737-300 von Flash Airlines startet als Flug 604 nach Kairo. Kurz nach dem Abheben gerät die Maschine in eine immer stärkere Rechtskurve, die Besatzung verliert die räumliche Orientierung und die Boeing stürzt ins Rote Meer. Niemand überlebt. Todesopfer: 148.

25.12.2003, Cotonou (Benin): Eine Boeing 727-200 der guineischen UTA startet als Flug 141 mit Ziel Beirut über Kufra. Die Maschine ist überladen und erreicht keine ausreichende Steigleistung. Sie trifft unmittelbar hinter der Startbahn ein Gebäude, verliert Teile des Fahrwerks und der rechten Tragfläche und stürzt anschließend auf den Strand und ins Meer. Todesopfer: 141.

18.12.2003, Memphis (Tennessee, USA): Eine MD-10-10F von FedEx landet als Flug 647 auf dem Memphis International Airport. Nach einem harten Aufsetzen bricht das rechte Hauptfahrwerk zusammen, der Frachter verlässt die Bahn und gerät in Brand. Die sieben Menschen an Bord können sich retten; zwei werden leicht verletzt. Das Flugzeug wird durch Feuer schwer beschädigt. Todesopfer: 0.

02.12.2003, Hurstbourne Tarrant (England, Großbritannien): Ein zweimotoriger Aérospatiale AS355F1 befindet sich nach dem Einbau überholter Getriebe auf einem zivilen Testflug. Nach wiederholtem Durchrutschen und abruptem Wiedereingreifen von Freiläufen kommt es zu einem strukturellen Versagen; Getriebe und Hauptrotor lösen sich und der Hubschrauber stürzt brennend ab. Todesopfer: 3.

22.11.2003, Bagdad (Irak): Ein Airbus A300B4-Frachter von European Air Transport startet für DHL nach Bahrain und wird von einer Boden-Luft-Rakete an der linken Tragfläche getroffen. Sämtliche Hydrauliksysteme fallen aus. Die dreiköpfige Besatzung schafft es dennoch, den praktisch nicht mehr konventionell steuerbaren A300 ausschließlich über unterschiedlichen Triebwerksschub nach Bagdad zurückzubringen. Das schwer beschädigte Flugzeug verlässt bei der Landung die Piste, alle drei Besatzungsmitglieder bleiben unverletzt. Als schwerer Unfall eines zivilen Frachtflugzeugs gehört der Fall trotz des Raketenbeschusses in unsere Chronik. Todesopfer: 0.

08.07.2003, Port Sudan (Sudan): Eine Boeing 737-200C von Sudan Airways startet als Flug 139 nach Khartum. Rund 15Minuten später fällt ein Triebwerk aus und die Besatzung versucht, nach Port Sudan zurückzukehren. Beim nächtlichen Notanflug verfehlt die Maschine die Landebahn und stürzt ab. Nur ein zweijähriges Kind überlebt. Todesopfer: 116.

30.07.2003, Carlenrig bei Hawick (Schottland, Großbritannien): Eine privat betriebene Robinson R44 gerät auf einem VFR-Flug Richtung Manchester wahrscheinlich in Wolken. Der Hubschrauber geht in einen schnellen Sinkflug über, wobei die Hauptrotorblätter den Heckausleger treffen. Große Teile des Hecks brechen ab und die R44 stürzt in ein Tal. Todesopfer: 1.

09.07.2003, Sywell (England, Großbritannien): Eine Robinson R44 Clipper verunglückt am Flugplatz Sywell. Die britische AAIB untersuchte den Unfall als Ereignis der zivilen Allgemeinen Luftfahrt. Todesopfer: 0.

26.05.2003, Maçka bei Trabzon (Türkei): Eine Jakowlew Jak-42D der ukrainischen UM Airlines befindet sich auf einem internationalen Charterflug von Bischkek nach Saragossa und soll in Trabzon zum Auftanken zwischenlanden. Bei dichtem Nebel kollidiert die Maschine im Anflug mit einem Berg. Unter den Passagieren befinden sich 62 spanische Soldaten auf dem Heimweg aus Afghanistan, das Flugzeug und der Betreiber sind jedoch zivil, weshalb der Fall in unsere Chronik gehört. Todesopfer: 75.

08.05.2003, über Mbuji-Mayi (Demokratische Republik Kongo): Bei einer Iljuschin Il-76 von Ukrainian Cargo Airways öffnet sich während des Fluges eine hintere Frachttür. Zahlreiche im Frachtraum transportierte Passagiere werden aus dem Flugzeug gerissen. Die Il-76 selbst kann anschließend landen. Die Angaben über die Zahl der Menschen an Bord und die Opferzahl widersprechen sich massiv: Regierungsvertreter nannten 17 bestätigte Tote, andere zeitgenössische Angaben reichen bis 129 oder mehr. Todesopfer: mindestens 17, tatsächliche Zahl ungeklärt.

06.03.2003, Tamanrasset (Algerien): Eine Boeing 737-200 von Air Algérie startet als Flug 6289 nach Ghardaïa und Algier. Kurz nach dem Abheben fällt das linke Triebwerk aus. Die Besatzung reagiert fehlerhaft, die Geschwindigkeit sinkt stark und die Boeing gerät in einen Strömungsabriss. Von den 103 Menschen an Bord überlebt nur ein Passagier. Todesopfer: 102.

09.01.2003, Chachapoyas (Peru): Eine Fokker F28-1000 von TANS Perú befindet sich als Flug 222 im Anflug auf Chachapoyas. Die Besatzung verliert bei schlechter Sicht das Situationsbewusstsein; das Flugzeug kollidiert in rund 3.450m Höhe mit dem Cerro Collorque, nur etwa 35m unterhalb des Gipfels. Todesopfer: 46.

08.01.2003, Charlotte (North Carolina, USA): Eine Beechcraft 1900D von Air Midwest startet als US-Airways-Express-Flug 5481 nach Greenville-Spartanburg. Unmittelbar nach dem Abheben steigt die Nase stark an und die Besatzung verliert die Kontrolle. Bei der Untersuchung werden eine fehlerhafte Wartung der Höhenrudersteuerung sowie Probleme bei der Gewichts- und Schwerpunktberechnung festgestellt. Die Maschine stürzt in einen Hangar. Todesopfer: 21.

08.01.2003, Diyarbakır (Türkei): Eine Avro RJ100 von Turkish Airlines befindet sich als Flug 634 im Anflug auf Diyarbakır. Bei dichtem Nebel sinkt die Besatzung unter die vorgeschriebene Mindesthöhe, obwohl die Landebahn nicht in Sicht ist. Rund 900m vor der Schwelle schlägt das Flugzeug auf, zerbricht und brennt. Fünf Menschen überleben schwer verletzt. Todesopfer: 75

23.12.2002, Ardestan bei Isfahan (Iran): Eine Antonow An-140 der ukrainischen Aeromist-Kharkiv befindet sich auf einem Charterflug nach Isfahan. Beim nächtlichen Anflug weicht die Besatzung vom vorgesehenen Verfahren ab und die Maschine kollidiert in bergigem Gelände mit einem Hang. Alle Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 44.

21.12.2002, Penghu-Inseln (Taiwan): Eine ATR 72-200 von TransAsia Airways befindet sich auf einem Frachtflug von Taipeh nach Macau. In Reiseflughöhe kommt es unter Vereisungsbedingungen zum Kontrollverlust; die Maschine stürzt in die Taiwanstraße. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

11.11.2002, Manila (Philippinen): Eine Fokker F27 von Laoag International Airlines startet zu einem Linienflug nach Laoag. Kurz nach dem Abheben treten Probleme am linken Triebwerk auf. Beim Versuch der Rückkehr verliert die Maschine Höhe und stürzt in die Bucht von Manila. 15 Menschen überleben. Todesopfer: 19.

06.11.2002, Niederanven (Luxemburg): Eine Fokker 50 von Luxair kommt als Flug 9642 aus Berlin-Tempelhof. Bei dichtem Nebel verliert die Besatzung während des Anflugs die Kontrolle, nachdem die Propeller vorzeitig in den Ground-Range-Bereich gebracht werden. Die Maschine schlägt etwa 3,4km vor dem Flughafen Luxemburg auf. Nur der Kapitän und ein Passagier überleben. Todesopfer: 20.

25.10.2002, Eveleth (Minnesota, USA): Eine Beechcraft King Air A100 von Aviation Charter befindet sich auf einem kommerziellen Charterflug. Beim Instrumentenanflug auf Eveleth sinkt die Maschine unter die vorgeschriebene Höhe und stürzt rund 3,3km vor der Landebahn ab. Unter den Opfern befindet sich der US-Senator Paul Wellstone. Todesopfer: 8.

14.09.2002, Paranapanema (Brasilien): Eine ATR 42-300 von Total Linhas Aéreas befindet sich mit Post auf einem nächtlichen Frachtflug von São Paulo nach Londrina. Nach einer Störung des Pitch-Trim-Systems verliert die Besatzung die Kontrolle; das Flugzeug stürzt auf ein Feld. Todesopfer: 2.

30.08.2002, Rio Branco (Brasilien): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Rico Linhas Aéreas befindet sich als Flug 4823 im Anflug auf Rio Branco. Bei starkem Regen und schlechter Sicht stürzt die Maschine rund 1,5km vor der Landebahn ab, zerbricht und gerät in Brand. Acht Menschen überleben. Todesopfer: 23.

22.08.2002, Pokhara (Nepal): Eine DHC-6 Twin Otter von Shangri-La Air fliegt von Jomsom nach Pokhara. Bei dichtem Wolken- und Monsunwetter kollidiert das Flugzeug während des Anflugs mit bergigem Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 18.

16.07.2002, Nordsee nordöstlich von Cromer (Großbritannien): Eine Sikorsky S-76A von Bristow Helicopters transportiert Arbeiter zwischen zwei Offshore-Anlagen. Während des kurzen kommerziellen Fluges versagt ein Hauptrotorblatt strukturell; der Hubschrauber stürzt aus geringer Höhe ins Meer. Todesopfer: 11.

14.07.2002, Salàs de Pallars (Spanien): Ein zivil eingesetzter Bell 205 kollidiert während eines Arbeitsfluges mit einer Hochspannungsleitung. Der Pilot verliert die Kontrolle und der Hubschrauber stürzt ab. Todesopfer: 8.

11.07.2002, Paderborn/Lippstadt (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein ziviler Hughes 269C stürzt neben der Landebahn des Flughafens Paderborn/Lippstadt ab. Die Untersuchung führt den Unfall auf einen Fehler in der Antriebseinheit in Verbindung mit einer ungeeigneten Reaktion des Piloten zurück. Beide Insassen sterben. Todesopfer: 2.

01.07.2002, Überlingen am Bodensee (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Tupolew Tu-154M der Bashkirian Airlines befindet sich als Flug 2937 mit 60 Passagieren und neun Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Moskau nach Barcelona. Gleichzeitig fliegt eine Boeing 757-200F von DHL als Frachtflug 611 von Bergamo nach Brüssel. Beide Maschinen befinden sich auf derselben Flughöhe und kollidieren um 23:35 Uhr Ortszeit über dem Raum Überlingen. Die schweizerische Flugsicherung erkennt den Konflikt zu spät. Zusätzlich entsteht eine verhängnisvolle Situation, weil das bordeigene Kollisionswarnsystem TCAS der Tupolew zum Steigen auffordert, während der Fluglotse gleichzeitig einen Sinkflug anweist; die Besatzung folgt der Anweisung des Lotsen. Die DHL-Boeing folgt dagegen ihrem TCAS und sinkt ebenfalls. Beide Flugzeuge kollidieren in rund 11.000m Höhe und stürzen ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 71.

25.05.2002, Taiwanstraße bei Penghu (Taiwan): Eine Boeing 747-200 von China Airlines befindet sich als Flug 611 auf dem Weg von Taipeh nach Hongkong. In etwa 30.000ft Höhe zerbricht der Jumbo plötzlich in der Luft. Ursache ist ein Tailstrike aus dem Jahr 1980, dessen strukturelle Schäden damals nicht fachgerecht repariert worden waren; über Jahrzehnte hatten sich Ermüdungsrisse ausgebreitet. Todesopfer: 225.

04.05.2002, Kano (Nigeria): Eine BAC One-Eleven von EAS Airlines startet als Flug 4226 nach Lagos, gewinnt jedoch nicht ausreichend Höhe und stürzt in ein dicht bebautes Wohngebiet. Neben zahlreichen Menschen im Flugzeug sterben viele Bewohner am Boden. Bei der exakten Zahl der Bodenopfer widersprechen sich spätere Quellen erheblich; zeitgenössisch und in älteren Unfallübersichten wird meist eine Gesamtzahl von 149 Toten genannt. Todesopfer: 149 nach den damals verbreiteten Angaben.

15.04.2002, Busan (Südkorea): Eine Boeing 767-200ER von Air China befindet sich als Flug 129 aus Peking im Anflug auf Busan. Bei schlechter Sicht führt die Besatzung einen Circling Approach durch, dreht jedoch zu spät und kollidiert rund 4,6km nördlich der Landebahn mit einem bewaldeten Berg. 37 Menschen überleben schwer verletzt. Todesopfer: 129.

12.02.2002, Khorramabad (Iran): Eine Tupolew Tu-154 von Iran Air Tours befindet sich bei starkem Regen, Schnee und dichter Bewölkung im Anflug auf Khorramabad. Die Maschine kollidiert mit dem Sefid-Kouh-Gebirge. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 119.

28.01.2002, Cumbal bei Tulcán (Kolumbien/Ecuador): Eine Boeing 727 von TAME befindet sich als Flug 120 von Quito nach Cali mit Zwischenlandung in Tulcán. Während des Anflugs auf Tulcán kollidiert die Maschine bei eingeschränkter Sicht mit dem Vulkan Cumbal auf kolumbianischem Gebiet. Todesopfer: 94.

16.01.2002, Bengawan-Solo-Fluss bei Yogyakarta (Indonesien): Eine Boeing 737-300 von Garuda Indonesia gerät als Flug 421 in ein schweres Gewitter. Durch extreme Niederschläge fallen beide Triebwerke aus. Die Piloten versuchen zunächst einen Neustart und führen schließlich eine Notwasserung im flachen Bengawan-Solo-Fluss durch. Die Boeing wird schwer beschädigt, aber 59 der 60 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 1.

14.01.2002, Nowosibirsk (Russland): Eine Tupolew Tu-204 von Siberia Airlines muss nach Problemen mit dem Fahrwerk eine Bauchlandung durchführen. Die Maschine rutscht über die Landebahn hinaus und wird erheblich beschädigt, sämtliche 139 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0

26.12.2001, Bremerhaven (Bremen/Deutschland): Eine Britten-Norman BN-2B Islander der Bremerhaven Airline startet mit acht Passagieren nach Wangerooge. Auf den Tragflächen befindet sich nach Schneefall noch Schnee; eine ausreichende Enteisung findet nicht statt. Die Maschine steigt nur schwach, verliert über der Weser nach dem Einfahren der Klappen weiter Auftrieb und stürzt in den Fluss. Nur eine Passagierin überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 8.

16.12.2001, San Antonio de Prado bei Medellín (Kolumbien): Eine Let L-410UVP-E von Heliandes startet bei schlechtem Wetter zu einem Linienflug von Medellín nach Quibdó. Die Besatzung weicht von der vorgesehenen Route ab und fliegt nach wenigen Minuten in den Cerro El Silencio. Alle Insassen sterben. Todesopfer: 16.

27.11.2001, Port Harcourt (Nigeria): Eine Boeing 747-200F von MK Airlines befindet sich auf einem Frachtflug von Luxemburg über Port Harcourt nach Johannesburg. Bei einem nächtlichen Anflug in schlechtem Wetter sinkt der Jumbo unter das korrekte Anflugprofil, schlägt rund 700m vor der Landebahn auf und wird schwer beschädigt. Zwölf der 13 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 1.

24.11.2001, Bassersdorf bei Zürich (Schweiz): Eine Avro RJ100 von Crossair befindet sich als Flug 3597 aus Berlin-Tegel im Anflug auf Zürich. Die Besatzung sinkt bei schlechter Sicht unter die Mindesthöhe, ohne ausreichenden Sichtkontakt zur Landebahn zu haben. Das Flugzeug trifft Bäume und stürzt ab. Neun der 33 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 24.

23.11.2001, Kärdla (Estland): Eine Antonow An-28 von Enimex im Einsatz für ELK Airways fliegt von Tallinn nach Kärdla. Im Anflug wechselt die Besatzung wegen möglicher Vereisung vom Instrumenten- zum Sichtanflug und kollidiert etwa 1,5km vor der Landebahn mit Bäumen und sumpfigem Gelände. Ein Passagier stirbt sofort, ein zehnjähriger Junge sechs Tage später. Todesopfer: 2.

19.11.2001, Kalyazin (Russland): Eine Iljuschin Il-18V von IRS Aero befindet sich auf einem Charterflug nach Moskau. Nach einer technischen Störung im Höhenruder-Steuerungssystem verliert die Besatzung die Kontrolle; das Flugzeug stürzt aus Reiseflughöhe ab. Todesopfer: 27.

12.11.2001, Belle Harbor/New York City (USA): Ein Airbus A300-600 von American Airlines startet als Flug 587 vom JFK Airport nach Santo Domingo. Nach dem Durchfliegen der Wirbelschleppe einer vorausfliegenden Boeing 747 führt der Copilot unnötig starke Seitenruderausschläge aus. Die dadurch entstehenden Belastungen reißen das Seitenleitwerk ab; der Airbus stürzt in ein Wohngebiet. Alle 260 Menschen an Bord und fünf Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 265.

10.10.2001, Mittelmeer bei den Columbretes-Inseln (Spanien): Eine Swearingen SA226-AT Merlin IVA von Flightline fliegt mit acht Passagieren von Barcelona nach Oran. Die Maschine gerät über dem Mittelmeer außer Kontrolle und stürzt ins Meer; ein Blitzschlag beziehungsweise daraus resultierende elektrische Probleme wurden untersucht, die genaue Ursache blieb jedoch nicht abschließend geklärt. Todesopfer: 10.

08.10.2001, Mailand-Linate (Italien): Eine MD-87 von SAS beschleunigt bei dichtem Nebel als Flug 686 zum Start nach Kopenhagen. Gleichzeitig gerät eine deutsche Cessna Citation CJ2 aufgrund mangelhafter Bodenführung auf die aktive Startbahn. Die MD-87 kollidiert mit dem Businessjet und rast anschließend in ein Flughafengebäude. Alle 110 Menschen in der MD-87, die vier Insassen der Citation und vier Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 118.

04.10.2001, Schwarzes Meer (vor Russland): Eine Tupolew Tu-154M von Siberia Airlines fliegt als Flug 1812 von Tel Aviv nach Nowosibirsk. Während einer ukrainischen Militärübung wird die zivile Maschine versehentlich von einer S-200-Flugabwehrrakete getroffen und stürzt ins Schwarze Meer. Wie bei anderen Abschüssen bleibt der Fall in unserer Liste, weil das Opfer ein ziviles Verkehrsflugzeug war. Todesopfer: 78.

18.09.2001, Guatemala-Stadt (Guatemala): Eine Let L-410UVP-E von Atlantic Airlines startet mit einem außerhalb der zulässigen Grenzen liegenden Schwerpunkt. Kurz nach dem Abheben gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 8.

12.09.2001, Chichén Itzá (Mexiko): Eine Let L-410UVP-E von Aero Ferinco verunglückt auf einem kommerziellen Flug bei Chichén Itzá. Alle 19 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 19.

11.09.2001, New York City (New York, USA): American-Airlines-Flug 11, eine Boeing 767-200ER auf dem Linienflug von Boston nach Los Angeles, wird von fünf Terroristen entführt. Um 0846 wird die Maschine in den Nordturm des World Trade Centers gesteuert. An Bord befinden sich 81 Passagiere einschließlich der fünf Entführer sowie elf Besatzungsmitglieder. Niemand überlebt. Durch den Einschlag und den späteren Einsturz des Nordturms sterben zusätzlich zahlreiche Menschen im World Trade Center. Todesopfer: 92 an Bord.

11.09.2001, New York City (New York, USA): United-Airlines-Flug 175, ebenfalls eine Boeing 767-200 auf dem Weg von Boston nach Los Angeles, wird von fünf Terroristen entführt und um 0903 in den Südturm des World Trade Centers gesteuert. An Bord befinden sich 56 Passagiere einschließlich der Entführer und neun Besatzungsmitglieder. Niemand überlebt. Todesopfer: 65 an Bord. In den beiden Türmen sterben 2.753 Menschen.

11.09.2001, Arlington (Virginia, USA): American-Airlines-Flug 77, eine Boeing 757-200 von Washington-Dulles nach Los Angeles, wird von fünf Terroristen entführt und um 09:37Uhr in die Westseite des Pentagon gesteuert. Alle 64 Menschen an Bord sterben. Im Pentagon kommen weitere 125 Menschen ums Leben. Todesopfer: 189 insgesamt, davon 64 an Bord und 125 am Boden.

11.09.2001, Shanksville (Pennsylvania, USA): United-Airlines-Flug 93, eine Boeing 757-200 von Newark nach San Francisco, wird von vier Terroristen entführt. Nachdem Passagiere über Telefonate von den Anschlägen in New York erfahren haben, versuchen sie, das Cockpit zurückzuerobern. Die Entführer bringen die Maschine um 10:03Uhr bei Shanksville zum Absturz, bevor sie ihr mutmaßliches Ziel in Washington erreichen kann. An Bord befinden sich 37 Passagiere einschließlich der vier Entführer sowie sieben Besatzungsmitglieder. Todesopfer: 44.

25.08.2001, Marsh Harbour (Bahamas): Eine Cessna 402B von Blackhawk International Airways startet zu einem Charterflug nach Florida. Das Flugzeug ist erheblich überladen und zudem außerhalb der zulässigen Schwerpunktgrenzen beladen. Unmittelbar nach dem Start verliert der Pilot die Kontrolle und die Maschine stürzt ab. Unter den Opfern befindet sich die Sängerin Aaliyah. Todesopfer: 9.

10.08.2001, Grand Canyon (Arizona, USA): Ein Eurocopter AS350B2 von Papillon Grand Canyon Helicopters verunglückt während eines kommerziellen Rundfluges im Gebiet des Grand Canyon. Von den sieben Menschen an Bord kommt nur ein Insasse mit dem Leben davon. Todesopfer: 6.

05.08.2001, Narsarsuaq (Grönland): Eine Dassault Falcon 20 des deutschen Betreibers Naske Air befindet sich auf einem Frachtflug von Keflavík nach Narsarsuaq. Beim nächtlichen Anflug verlässt sich die Besatzung auf visuelle Referenzen und kollidiert rund 4,5NM vor dem Flughafen mit bergigem Gelände. Beide Piloten und ein mitfliegender Firmenangehöriger sterben. Todesopfer: 3.

04.07.2001, Burdakovka bei Irkutsk (Russland): Eine Tupolew Tu-154M von Vladivostok Air befindet sich als Flug 352 im Anflug auf Irkutsk. Fehler bei Geschwindigkeitsführung und Steuerung bringen die Maschine in einen Strömungsabriss und anschließend in einen nicht mehr rechtzeitig abfangbaren Kontrollverlust. Todesopfer: 145.

24.05.2001, Berlin-Neukölln (Deutschland): Eine Beechcraft B36TC Bonanza befindet sich nach einem Flug von Heringsdorf im Endanflug auf Berlin-Tempelhof. Der Pilot meldet technische beziehungsweise Triebwerksprobleme; kurz darauf prallt die Maschine gegen die Brandwand eines Hauses und stürzt brennend in einen Hinterhof. Bewohner kommen nicht zu Schaden. Pilot und Passagier sterben. Todesopfer: 2.

18.05.2001, Puerto Princesa/Palawan (Philippinen): Ein ziviler Bell 407 der JAKA Transportation Corporation verunglückt nahe Puerto Princesa. Alle sechs Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

29.03.2001, Aspen (Colorado, USA): Eine Gulfstream III von Avjet befindet sich mit 15 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern auf einem Charterflug nach Aspen. Trotz schwieriger Sichtbedingungen setzt die Crew den Anflug fort und kollidiert mit Gelände nahe dem Flughafen. Todesopfer: 18.

24.03.2001, Saint-Barthélemy (damals Guadeloupe/Frankreich): Eine DHC-6 Twin Otter von Air Caraïbes befindet sich auf einem kurzen Linienflug von Sint Maarten nach Saint-Barthélemy. Im Sichtanflug gerät die Maschine in eine starke Linkskurve, verliert die Kontrolle und stürzt in ein Haus. Alle 19 Insassen und ein Bewohner des Hauses sterben. Todesopfer: 20.

08.02.2001, Nürnberg-Kraftshof (Bayern, Deutschland): Ein Learjet 35A startet nach Wartungsarbeiten vom Flughafen Nürnberg zum Rückflug nach Rom. Vier Minuten nach dem Start meldet die Besatzung einen Triebwerksausfall und kehrt um. Beim Anflug auf die Piste 10 stürzt der Learjet etwa 300m vor der Landebahn in ein Waldstück und brennt aus. Beide Piloten und der technische Leiter des Unternehmens sterben. Todesopfer: 3.

27.01.2001, Strasburg (Colorado, USA): Eine Beechcraft 200 Super King Air von Jet Express Services transportiert Mitglieder und Mitarbeiter des Basketballteams der Oklahoma State University. Bei Instrumentenwetter verliert der Pilot nach einem Ausfall der Wechselstromversorgung die räumliche Orientierung und die Kontrolle über die Maschine. Todesopfer: 10.

25.01.2001, Affing bei Augsburg (Bayern, Deutschland): Eine Piper PA-34-220T Seneca III der deutschen Firma Skybeam befindet sich aus Biggin Hill kommend im Instrumentenanflug auf Augsburg. Wegen eines nicht korrekt auf ILS umgeschalteten Navigationssystems und weiterer Fehler gerät der Anflug weit vom vorgesehenen Kurs ab. Die Maschine wird zerstört; die Datenbanken widersprechen sich allerdings bei der Zahl der Todesopfer. Die BFU-basierte Darstellung nennt fünf Insassen, die sich aus dem brennenden Wrack retten konnten, vier davon schwer verletzt. Deshalb für unsere Chronik: Todesopfer: 0.

25.01.2001, Ciudad Bolívar (Venezuela): Eine Douglas C-47A/DC-3 von RUTACA Airlines startet nach einer Zwischenlandung zu einem touristischen Linienflug Richtung Isla Margarita. Nach einem Triebwerksausfall verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine stürzt in ein Wohngebiet. Alle 24 Menschen an Bord und ein Mensch am Boden sterben. Todesopfer: 25.

15.11.2000, Luanda (Angola): Eine Antonow An-24RV der angolanischen ASA Pesada stürzt kurz nach dem Start in Luanda ab. Nach einem schweren Triebwerksproblem verliert die Maschine an Höhe und gerät außer Kontrolle. Bei der Zahl der Insassen finden sich in älteren Quellen unterschiedliche Angaben; neuere Zusammenstellungen nennen 57 Menschen an Bord und keine Überlebenden. Todesopfer: 57.

05.11.2000, Paris-Charles-de-Gaulle (Frankreich): Eine Boeing 747-200 von Cameroon Airlines kommt bei der Landung auf nasser Piste von der Landebahn ab und bleibt im weichen Gelände stecken. Der Jumbo wird so schwer beschädigt, dass er abgeschrieben werden muss. Alle 203 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

31.10.2000, Saurimo (Angola): Eine Antonow An-26 der zivilen ACA/Ancago Air verschwindet rund 20Minuten nach dem Start und stürzt ab. UNITA-Rebellen erklären anschließend, sie hätten die Maschine abgeschossen. Da es sich um ein ziviles Verkehrsflugzeug handelt, bleibt der Fall nach unserer inzwischen unmissverständlichen Regel in der Chronik. Die Quellen schwanken zwischen 48 und 49 Toten; die detailliertere Unfallaufstellung nennt 48 Insassen. Todesopfer: 48.

31.10.2000, Taipeh/Taoyuan (Taiwan): Eine Boeing 747-400 von Singapore Airlines startet als Flug 006 während eines Taifuns irrtümlich auf der wegen Bauarbeiten gesperrten Piste 05R statt auf 05L. Bei hoher Geschwindigkeit kollidiert die Boeing mit Baumaschinen und Betonhindernissen, zerbricht und gerät in Brand. 96 der 179 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 83.

19.10.2000, Nathong (Laos): Eine Harbin Y-12 von Lao Aviation befindet sich auf einem Inlandsflug und kollidiert im Anflug rund 12km vom Flughafen entfernt mit einem Berg. Neun der 17 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 8.

23.08.2000, Manama (Bahrain): Ein Airbus A320 von Gulf Air befindet sich als Flug 072 aus Kairo im Anflug auf Bahrain. Nach einem misslungenen Anflug startet die Besatzung durch, verliert jedoch durch räumliche Desorientierung die Kontrolle. Der Airbus stürzt rund 2km vor dem Flughafen in den Persischen Golf. Todesopfer: 143.

21.08.2000, Dräckloch bei Glarus (Schweiz): Eine in Deutschland registrierte Cessna 340A befindet sich auf einem privaten Flug und verunglückt im Schweizer Alpenraum. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

25.07.2000, Gonesse bei Paris (Frankreich): Die Concorde von Air France startet als Charterflug 4590 von Paris-Charles-de-Gaulle nach New York. Beim Start überrollt sie ein Metallteil, das zuvor von einer DC-10 verloren worden war. Ein Reifen platzt, Trümmer führen zu einer massiven Beschädigung des linken Flügeltanks, Treibstoff tritt aus und entzündet sich. Die Concorde stürzt kurz darauf auf ein Hotel. Alle 109 Menschen an Bord und vier Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 113.

17.07.2000, Patna (Indien): Eine Boeing 737-200 von Alliance Air befindet sich als Flug 7412 im Anflug auf Patna. Nachdem der Anflug zu hoch geraten ist, versucht die Besatzung eine enge Kurve für einen erneuten Anflug. Die Maschine verliert die Kontrolle und stürzt in ein Wohngebiet. 55 der 58 Menschen an Bord sowie fünf Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 60.

12.07.2000, Wien (Österreich): Ein Airbus A310-300 von Hapag-Lloyd startet als Flug 3378 von Kreta nach Hannover. Das Fahrwerk lässt sich nicht vollständig einfahren, wodurch der Treibstoffverbrauch massiv steigt. Die Besatzung entscheidet sich erst spät für eine Ausweichlandung; kurz vor Wien fallen wegen Treibstoffmangels beide Triebwerke aus. Der Airbus erreicht im Gleitflug fast noch die Piste, setzt rund 500m davor auf und wird schwer beschädigt. Alle 150 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

24.06.2000, bei Karlsborg (Schweden): Eine in Deutschland registrierte Beechcraft Bonanza startet in Lübeck mit vier Menschen an Bord nach Karlsborg. Im Reiseflug auf FL110 beginnt die Maschine ohne Funkmeldung zunächst zu steigen und anschließend stark zu sinken. Sie verschwindet vom Radar und stürzt ab. Todesopfer: 4.

02.06.2000, Dahlemer Binz (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Ein Schempp-Hirth Ventus BT verunglückt beim Windenstart. Eine Tragfläche berührt den Boden, das Segelflugzeug dreht sich schlagartig und der Rumpf bricht. Die Maschine wird erheblich beschädigt, der Unfall endet jedoch ohne Todesopfer. Todesopfer: 0.

19.04.2000, Samal bei Davao (Philippinen): Eine Boeing 737-200 von Air Philippines befindet sich als Flug 541 aus Manila im Anflug auf Davao. Nachdem die vorausfliegende Maschine die Landebahn noch nicht geräumt hat, soll Flug 541 durchstarten. Die Boeing kollidiert jedoch mit Gelände und wird vollständig zerstört. Niemand überlebt. Todesopfer: 131.

05.03.2000, Burbank (Kalifornien, USA): Eine Boeing 737-300 von Southwest Airlines landet als Flug 1455 mit viel zu hoher Geschwindigkeit in Burbank. Die Maschine schießt über das Ende der Piste hinaus, durchbricht einen Zaun und eine Mauer und kommt auf einer Straße unmittelbar neben einer Tankstelle zum Stillstand. Von den 142 Menschen an Bord werden zwei schwer und zahlreiche weitere leicht verletzt. Todesopfer: 0.

16.02.2000, Sacramento (Kalifornien, USA): Eine Douglas DC-8-71F von Emery Worldwide Airlines startet als Frachtflug 17 vom Sacramento Mather Airport. Kurz nach dem Abheben treten massive Probleme mit der Höhensteuerung auf. Die Besatzung versucht zum Flughafen zurückzukehren, verliert jedoch die Kontrolle; die DC-8 stürzt auf einen Schrottplatz. Todesopfer: 3.

03.02.2000, Mwanza (Tansania): Eine Boeing 707-300C von Trans Arabian Air Transport befindet sich auf einem Frachtflug und soll in Mwanza Fisch für den Weitertransport nach Europa aufnehmen. Beim Anflug beziehungsweise der Landung verunglückt der Frachter und wird schwer beschädigt. Die fünf Besatzungsmitglieder überleben. Todesopfer: 0.

31.01.2000, Pazifik vor Anacapa Island (Kalifornien, USA): Eine MD-83 von Alaska Airlines befindet sich als Flug 261 von Puerto Vallarta über San Francisco nach Seattle. Wegen mangelhafter Schmierung und übermäßigen Verschleißes versagt der Gewindetrieb der Höhenflossenverstellung. Die Besatzung kämpft minutenlang um die Kontrolle, ehe die Maschine schließlich kopfüber in den Pazifik stürzt. Todesopfer: 88.

30.01.2000, Atlantik vor Abidjan (Elfenbeinküste): Ein Airbus A310-300 von Kenya Airways startet als Flug 431 in Abidjan nach Lagos. Kurz nach dem Abheben ertönt eine Stallwarnung; die Besatzung verliert die räumliche Orientierung und der Airbus schlägt mit hoher Geschwindigkeit auf dem Meer auf. Zehn Menschen überleben. Todesopfer: 169.

13.01.2000, Marsa Brega (Libyen): Eine Shorts 360 des Betreibers Avisto gerät auf einem Passagierflug in starke Vereisungsbedingungen. Beide Triebwerke fallen schließlich aus und die Besatzung muss im Meer notwassern. Von den 41 Menschen an Bord kommen 22 ums Leben. Todesopfer: 22.

10.01.2000, Niederhasli bei Zürich (Schweiz): Eine Saab 340B von Crossair startet als Flug 498 von Zürich nach Dresden. Nur wenige Minuten nach dem Start gerät die Maschine in eine immer steilere Rechtskurve. Der Kapitän verliert aufgrund räumlicher Desorientierung die Kontrolle; das Flugzeug stürzt auf ein Feld. Todesopfer: 10.

08.01.2000, Macon (Georgia, USA): Eine privat betriebene Beechcraft Musketeer verliert kurz nach dem Start die Motorleistung, kollidiert mit Bäumen und gerät nach dem Aufprall in Brand. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

22.12.1999, Great Hallingbury bei London-Stansted (Großbritannien): Eine Boeing 747-200F von Korean Air Cargo startet als Flug 8509 von Stansted nach Mailand. Wegen eines fehlerhaften künstlichen Horizonts des Kapitäns und gravierender Probleme im Crew Resource Management gerät der Jumbo kurz nach dem Start in eine immer stärkere Linkskurve und schlägt auf dem Boden auf. Todesopfer: 4.

11.12.1999, Pico da Esperança/São Jorge (Azoren, Portugal): Eine BAe ATP von SATA Air Açores befindet sich als Flug 530M von Ponta Delgada nach Horta. Die Besatzung glaubt, über dem Kanal zwischen den Inseln zu fliegen, tatsächlich führt die Route über São Jorge. In Wolken kollidiert die Maschine mit dem 1.053m hohen Pico da Esperança. Todesopfer: 35.

12.11.1999, Sllakovc bei Pristina (Kosovo): Eine ATR 42-300 der italienischen Si Fly fliegt im Charter für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen von Rom nach Pristina. Beim Anflug in Instrumentenwetter kollidiert die Maschine mit einem Berg. Die Untersuchung stellt unter anderem Fehler der Besatzung und Flugsicherung sowie ein nicht funktionsfähiges GPWS fest. Das Flugzeug und der Betreiber sind zivil, deshalb gehört der Flug trotz UN-Auftrag eindeutig in unsere Chronik. Todesopfer: 24.

10.11.1999, Mbandaka (Demokratische Republik Kongo): Eine zivile Antonow An-12 verunglückt in der Nähe von Mbandaka. Alle sechs Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

09.11.1999, Uruapan (Mexiko): Eine Douglas DC-9 der mexikanischen TAESA verunglückt kurz nach dem Start in Uruapan. Die Maschine verliert nach technischen Problemen und dem Versuch einer Rückkehr zum Flughafen die Kontrolle. Todesopfer: 18.

31.10.1999, Atlantik südlich von Nantucket (USA): Eine Boeing 767-300ER von EgyptAir startet als Flug 990 von New York-JFK nach Kairo. Rund eine halbe Stunde nach dem Start geht die Maschine aus Reiseflughöhe in einen steilen Sinkflug über und stürzt etwa 60Meilen südlich von Nantucket in den Atlantik. Das NTSB führt den Absturz auf Steuereingaben des Relief-Copiloten zurück, konnte dessen Motiv jedoch nicht bestimmen. Die ägyptischen Ermittler widersprachen dieser Interpretation und gingen von einem technischen Problem aus. Todesopfer: 217.

31.10.1999, Madrid-Cuatro Vientos (Spanien): Eine Cessna 401 des zivilen Betreibers Helibérica verunglückt am Flughafen Madrid-Cuatro Vientos. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

25.10.1999, Mina (South Dakota, USA): Ein Learjet 35 von Sunjet Aviation befindet sich mit dem Golfprofi Payne Stewart an Bord auf einem Geschäftsflug. Kurz nach dem Start reagiert niemand mehr auf Funkrufe. Das Flugzeug fliegt stundenlang mit Autopilot weiter, begleitet von Militärjets; wahrscheinlich waren die sechs Insassen infolge eines Druckverlusts bereits bewusstlos. Nach Treibstoffende stürzt der Learjet ab. Todesopfer: 6.

24.10.1999, Genua (Italien): Ein Learjet 35 verunglückt im Anflug auf den Flughafen Genua. Der Geschäftsjet kollidiert mit Gelände beziehungsweise Hindernissen und wird zerstört. Todesopfer: 3.

11.10.1999, Gaborone (Botswana): Ein Pilot von Air Botswana entwendet eine ATR 42-320 seines Arbeitgebers, startet ohne Genehmigung und kreist rund zwei Stunden über dem Flughafen. Anschließend steuert er die Maschine absichtlich in zwei abgestellte ATR 42 der eigenen Fluggesellschaft. Alle drei Flugzeuge werden zerstört, weitere Menschen kommen wegen der zuvor erfolgten Evakuierung nicht zu Schaden. Wie bei Germanwings 9525 bleibt auch ein vorsätzlich herbeigeführter Absturz eines zivilen Flugzeugs Bestandteil unserer Chronik. Todesopfer: 1.

20.09.1999, Stade (Niedersachsen, Deutschland): Eine Robin DR300/180R gerät kurz nach dem Start zu einem privaten Flug in eine unkontrollierte Fluglage und stürzt in steilem Winkel auf eine Wiese. Der Pilot und seine drei Passagiere sterben. Todesopfer: 4.

12.09.1999, Donaueschingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Reims Aviation F150 kollidiert beim Einkurven in den Gegenanflug mit einem anderen Flugzeug. Die F150 wird zerstört und ihr Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

31.08.1999, Buenos Aires (Argentinien): Eine Boeing 737-200 der LAPA soll als Flug 3142 nach Córdoba starten. Die Piloten versuchen den Start mit nicht korrekt gesetzten Landeklappen und Vorflügeln und ignorieren den Konfigurationsalarm. Die Boeing kann nicht abheben, rast über das Bahnende, überquert eine Straße und kollidiert mit Hindernissen. 63 Menschen im Flugzeug und zwei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 65.

22.08.1999, Hongkong (China): Eine MD-11 von China Airlines landet als Flug 642 während des Tropensturms Sam bei starkem Seitenwind. Die Maschine setzt extrem hart auf, die rechte Tragfläche versagt, und die MD-11 überschlägt sich und gerät in Brand. Bemerkenswerte 312 der 315 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 3.

21.08.1999, Borchen bei Paderborn (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Piper PA-46-310P befindet sich auf einem IFR-Flug von Niederstetten nach Paderborn. Beim Eindrehen auf das ILS der Landebahn 24 bricht der rechte Tragflügel ab. Das Flugzeug stürzt ab und wird zerstört. Todesopfer: 3.

11.08.1999, Reinøya (Norwegen): Eine in Deutschland registrierte Cessna 182Q fliegt bei niedriger Wolkenuntergrenze und schlechter Sicht gegen den Boden und brennt vollständig aus. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

01.08.1999, Münsingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Robin DR400/180R gerät unmittelbar nach dem Start in geringer Höhe in eine unkontrollierte Fluglage und stürzt ab. Der Pilot und seine drei Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

24.07.1999, Delailasakau/Nasevou (Fidschi): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante von Air Fiji befindet sich als Flug 121 von Nausori nach Nadi. Die Maschine kollidiert mit bergigem Gelände. Die Untersuchung stellt erhebliche Fehler des Kapitäns fest; bei ihm wird zudem eine sehr hohe Blutalkoholkonzentration festgestellt. Todesopfer: 17.

04.07.1999, Hildesheim (Niedersachsen, Deutschland): Eine Rolladen-Schneider LS7 kippt während eines Windenstarts in etwa 50m Höhe über die linke Tragfläche ab und stürzt nahezu senkrecht zu Boden. Der Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

02.07.1999, Pointe de Charbonnet (Frankreich): Ein in Deutschland registrierter Motorsegler vom Typ DG-800S gerät während eines privaten Fluges in eine unkontrollierte Fluglage und stürzt ab. Der deutsche Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

30.06.1999, bei Lüttich (Belgien): Eine Beech 99 eines deutschen Betreibers befindet sich auf einem gewerblichen Frachtflug von London-Luton nach Frankfurt. Nach Problemen wird zunächst das rechte Triebwerk abgestellt; rund drei Minuten später fällt auch das linke aus. Beim Versuch einer Notlandung in Lüttich stürzt die Maschine etwa 5NM vor dem Flughafen in ein Waldgebiet und brennt aus. Todesopfer: 2.

26.06.1999, Bad Salzdetfurth (Niedersachsen, Deutschland): Eine Schleicher Ka 6 CR und eine ASK 13 kreisen in derselben Thermik und kollidieren in etwa 600m Höhe über Grund. Die Ka 6 wird zerstört und ihr Pilot kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

01.06.1999, Little Rock (Arkansas, USA): Eine MD-82 von American Airlines landet als Flug 1420 während eines schweren Gewitters. Die Maschine schießt über das Ende der nassen Landebahn hinaus, durchbricht den Flughafenzaun und kollidiert mit der Anflugbefeuerung. Der Kapitän und zehn Passagiere sterben. Todesopfer: 11.

17.04.1999, Möhnesee (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Beechcraft F33A Bonanza gerät bei einem privaten Rundflug in schlechte Wetterbedingungen und stürzt in einen Wald. Pilot und Passagier kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

24.02.1999, Rui’an/Wenzhou (China): Eine Tupolew Tu-154M von China Southwest Airlines befindet sich als Flug 4509 von Chengdu nach Wenzhou. Im Anflug versagt infolge mangelhafter Wartung ein Bauteil der Höhenrudersteuerung; die Besatzung verliert die Kontrolle und die Maschine stürzt ab. Todesopfer: 61.

11.12.1998, Surat Thani (Thailand): Ein Airbus A310-204 von Thai Airways befindet sich als Flug 261 aus Bangkok im Anflug auf Surat Thani. Bei starkem Regen und schlechter Sicht werden zwei Anflüge abgebrochen. Beim dritten Versuch gerät der Airbus während des Durchstartens außer Kontrolle und stürzt etwa 700m südlich des Flughafens in eine Plantage. Von 146 Menschen an Bord überleben 45. Todesopfer: 101.

07.12.1998, Baie-Comeau (Québec, Kanada): Eine Britten-Norman BN-2A Islander von Air Satellite startet als Flug 501 nach Rimouski. Nach mehrstündiger wetterbedingter Verzögerung hebt die Maschine unter Vereisungsbedingungen ab, verliert kurz darauf die Kontrolle und stürzt in den Sankt-Lorenz-Strom. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 7.

10.10.1998, Kindu (Demokratische Republik Kongo): Eine Boeing 727 von Congo Airlines wird kurz nach dem Start zu einem zivilen Passagierflug nach Kinshasa von Rebellen mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen und stürzt in den Dschungel. Die Maschine transportiert überwiegend Zivilisten, darunter Frauen und Kinder. Die UN dokumentierte den Abschuss ausdrücklich als Zerstörung eines Zivilflugzeugs. Todesopfer: 41.

29.09.1998, vor Jaffna (Sri Lanka): Eine Antonow An-24 von Lionair befindet sich als Flug 602 mit Zivilpassagieren von Jaffna nach Colombo. Kurz nach dem Start verschwindet die Maschine und stürzt ins Meer. Spätere Ermittlungen führen den Absturz auf einen Abschuss durch die tamilischen LTTE-Rebellen zurück. Nach unserer Regel gehört der Fall selbstverständlich hinein: ziviles Verkehrsflugzeug als Opfer eines Angriffs. Todesopfer: 55.

25.09.1998, bei Melilla (Marokko): Eine BAe 146-100 von PauknAir fliegt als Flug 4101 von Málaga in die spanische Exklave Melilla. Im Anflug kollidiert die Maschine bei schlechter Sicht mit bergigem Gelände auf marokkanischer Seite der Grenze. Niemand überlebt. Todesopfer: 38.

02.09.1998, Peggy’s Cove (Nova Scotia, Kanada): Eine MD-11 von Swissair befindet sich als Flug 111 mit 215 Passagieren und 14 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von New York nach Genf. Nach etwa 53Minuten bemerkt die Besatzung einen ungewöhnlichen Geruch und später Rauch im Cockpit. Ein sich oberhalb der Cockpitdecke ausbreitender Brand führt zum Ausfall zahlreicher Systeme. Beim Versuch, Halifax zu erreichen, stürzt die MD-11 vor Peggy’s Cove in den Atlantik. Todesopfer: 229.

29.08.1998, Quito (Ecuador): Eine Tupolew Tu-154M von Cubana de Aviación versucht als Flug 389 nach Guayaquil und Havanna zu starten. Die Maschine hebt nicht ordnungsgemäß ab; der Startabbruch erfolgt zu spät. Die Tupolew schießt über das Bahnende hinaus, durchbricht eine Mauer und Gebäude und landet brennend an einem Fußballplatz. 70 Menschen im Flugzeug und zehn Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 80.

24.08.1998, Tachilek (Myanmar): Eine Fokker F27 Friendship von Myanma Airways befindet sich im Anflug auf Tachilek. Das Flugzeug kollidiert mit bergigem Gelände. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 36.

21.08.1998, Ghorepani (Nepal): Eine DHC-6 Twin Otter von Lumbini Airways fliegt von Jomsom nach Pokhara. Etwa 14Minuten nach dem Start kollidiert die Maschine in rund 10.500ft Höhe mit einem Berghang. Das Wrack wird erst zwei Tage später gefunden. Todesopfer: 18.

30.07.1998, Bucht von Quiberon (Frankreich): Eine Beechcraft 1900D von Proteus Airlines befindet sich als Flug 706 mit zwölf Passagieren auf dem Linienflug von Lyon nach Lorient. Die Besatzung weicht von der direkten Route ab, um den Passagieren einen Blick auf das berühmte Kreuzfahrtschiff Norway zu ermöglichen. Dabei kollidiert die Beech 1900 mit einer privaten Reims Cessna F177RG. Beide Flugzeuge zerbrechen und stürzen ins Meer. Todesopfer: 15.

26.05.1998, bei Erdenet (Mongolei): Eine Harbin Y-12 II von MIAT Mongolian Airlines startet mit 26 Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern von Erdenet nach Mörön. Rund 13Minuten später kollidiert das Flugzeug mit einem etwa 6.500ft hohen Berg. Unter den Passagieren befinden sich zwölf Kinder. Todesopfer: 28.

20.04.1998, Bogotá (Kolumbien): Eine Boeing 727-200 der ecuadorianischen TAME wird im Wet-Lease für Air France als Flug 422 von Bogotá nach Quito eingesetzt. Kurz nach dem Start weicht die Besatzung von der vorgeschriebenen Abflugroute ab und fliegt bei schlechter Sicht gegen den Cerro El Cable östlich von Bogotá. Todesopfer: 53.

22.03.1998, Bacolod (Philippinen): Ein Airbus A320 von Philippine Airlines schießt als Flug 137 bei der Landung über das Ende der Landebahn hinaus und rast durch ein Wohngebiet. Sämtliche 127 Menschen an Bord überleben, am Boden werden jedoch drei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Todesopfer: 3.

19.03.1998, bei Kabul (Afghanistan): Eine Boeing 727 von Ariana Afghan Airlines befindet sich auf einem zivilen Passagierflug nach Kabul. Beim Anflug kollidiert sie mit dem Sharki-Baratayi-Berg. Die Maschine wird vollständig zerstört. Todesopfer: 45.

18.03.1998, vor Hsinchu (Taiwan): Eine Saab 340 von Formosa Airlines startet zu einem Linienflug. Kurz nach dem Abheben treten elektrische Probleme auf; die Besatzung verliert schließlich die Kontrolle und die Maschine stürzt ins Meer. Todesopfer: 13.

16.02.1998, Taipeh (Taiwan): Ein Airbus A300-600R von China Airlines befindet sich als Flug 676 aus Bali im Anflug. Die Maschine liegt deutlich über dem Gleitpfad und die Besatzung startet durch. Dabei steigt der Airbus extrem steil, verliert Geschwindigkeit und gerät in einen Strömungsabriss. Er stürzt in ein Wohngebiet. Alle 196 Menschen an Bord und sieben Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 203.

02.02.1998, Mount Sumagaya (Philippinen): Eine DC-9-32 von Cebu Pacific befindet sich als Flug 387 von Manila über Tacloban nach Cagayan de Oro. Während des Sinkflugs kollidiert die Maschine rund 150m unterhalb des Gipfels mit dem 2.234m hohen Mount Sumagaya. Niemand überlebt. Todesopfer: 104.

27.01.1998, Thandwe (Myanmar): Eine Fokker F27 von Myanmar Airways verunglückt beim Start. Nach dem Ausfall des rechten Triebwerks kommt die Maschine von der Startbahn ab und prallt gegen eine Böschung. Von 45 Menschen an Bord sterben 14. Todesopfer: 14.

19.12.1997, Musi-Fluss bei Palembang (Indonesien): Eine Boeing 737-300 von SilkAir befindet sich als Flug 185 von Jakarta nach Singapur, als sie aus 35.000ft plötzlich in einen extrem steilen Sturzflug übergeht und im Musi-Fluss zerschellt. Die indonesische Untersuchung konnte die Ursache nicht abschließend bestimmen; das NTSB kam dagegen zu dem Schluss, dass gezielte Steuereingaben wahrscheinlich waren. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 104.

17.12.1997, Pieria-Gebirge nahe Thessaloniki (Griechenland): Eine Jakowlew Jak-42 von Aerosvit befindet sich auf einem Flug von Odessa nach Thessaloniki. Nach einem misslungenen Anflug und Navigationsproblemen kollidiert die Maschine bei schlechtem Wetter mit bergigem Gelände. Todesopfer: 70.

15.12.1997, Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate): Eine Tupolew Tu-154B-1 von Tajikistan Airlines befindet sich als Flug 3183 aus Duschanbe im Anflug auf Schardscha. Die Besatzung sinkt zu früh und die Maschine schlägt etwa 13km vor dem Flughafen in der Wüste auf. Nur ein Mensch überlebt. Todesopfer: 85.

11.12.1997, Naryan-Mar (Russland): Ein ziviler Mil Mi-8 mit acht Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern befindet sich nach der Landung noch auf der Piste, als eine militärische Antonow An-12 zur Landung ansetzt. Beide Luftfahrzeuge kollidieren bei nur etwa 500m Sicht. Die Insassen der An-12 überleben, im zivilen Hubschrauber sterben acht Menschen. Da das zivile Luftfahrzeug Opfer der Kollision ist, gehört der Fall in unsere Chronik. Todesopfer: 8.

06.12.1997, Irkutsk (Russland): Diesen Fall lasse ich draußen: Die Antonow An-124, die kurz nach dem Start in ein Wohngebiet stürzte und zahlreiche Menschen tötete, war ein Flugzeug der russischen Luftstreitkräfte und transportierte zwei Su-27-Kampfflugzeuge nach Vietnam. Trotz teilweise ziviler organisatorischer Beteiligung war das Luftfahrzeug militärisch.

10.10.1997, Nuevo Berlín (Uruguay): Eine DC-9-32 von Austral Líneas Aéreas befindet sich als Flug 2553 von Posadas nach Buenos Aires. Vereisung eines Pitotrohrs führt zu falschen Geschwindigkeitsanzeigen. Als die Besatzung bei tatsächlich sehr hoher Geschwindigkeit die Vorflügel ausfährt, entstehen massive aerodynamische Belastungen; die Maschine stürzt nahezu senkrecht ab. Todesopfer: 74.

26.09.1997, Sibolangit bei Medan (Indonesien): Ein Airbus A300B4 von Garuda Indonesia befindet sich als Flug 152 im Anflug auf Medan. Wegen dichter Rauchschwaden durch Waldbrände herrscht sehr schlechte Sicht. Missverständliche Kommunikation mit der Flugsicherung und eine falsche Kursführung führen dazu, dass der Airbus gegen einen bewaldeten Bergrücken fliegt. Niemand überlebt. Todesopfer: 234.

03.09.1997, Phnom Penh (Kambodscha): Eine Tupolew Tu-134B-3 von Vietnam Airlines befindet sich als Flug 815 bei starkem Regen im Anflug. Obwohl kein ausreichender Sichtkontakt zur Landebahn besteht und andere Besatzungsmitglieder vor der geringen Höhe warnen, setzt der Kapitän den Anflug fort. Die Maschine trifft Palmen und stürzt in ein Reisfeld. Ein 14Monate alter Junge überlebt als einziger Insasse. Todesopfer: 65.

10.08.1997, Matsu-Inseln (Taiwan): Eine Dornier 228-212 von Formosa Airlines befindet sich als Flug 7601 auf einem Linienflug. Nach einem misslungenen Anflug versucht die Besatzung durchzustarten, verliert jedoch die Kontrolle und die Maschine stürzt ab. Todesopfer: 16.

10.08.1997, bei Kuujjuaq (Québec, Kanada): Eine privat betriebene Cessna 180K verunglückt bei starkem Wind und Regen in bergigem Gelände. Pilot ist der kanadische Regisseur Jean-Claude Lauzon, Passagierin die Schauspielerin Marie-Soleil Tougas. Beide kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

07.08.1997, Miami (Florida, USA): Eine DC-8-61F von Fine Air startet als Frachtflug 101 nach Santo Domingo. Die Fracht ist falsch verteilt, wodurch der Schwerpunkt zu weit hinten liegt. Unmittelbar nach dem Abheben bäumt sich die DC-8 bis auf etwa 70° auf, gerät in einen Strömungsabriss und stürzt auf ein Gewerbegebiet. Vier Menschen an Bord und ein Autofahrer am Boden sterben. Todesopfer: 5.

06.08.1997, Nimitz Hill (Guam, USA): Eine Boeing 747-300 von Korean Air befindet sich als Flug 801 aus Seoul im nächtlichen Anflug auf Guam. Die Maschine sinkt unter die sichere Höhe und kollidiert etwa 5km vor dem Flughafen mit Nimitz Hill. Von 254 Menschen an Bord überleben 26. Todesopfer: 228.

03.08.1997, Schopfheim (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Grob G109 mit Pilot und dessen Tochter an Bord kollidiert über dem Dinkelberg mit einem Modellflugzeug. Der Motorsegler stürzt ab. Eine spätere Untersuchung stellt fest, dass beide Piloten das jeweils andere Luftfahrzeug zu spät erkannten; eine technische Ursache wird ausgeschlossen. Todesopfer: 2.

31.07.1997, Newark (New Jersey, USA): Eine MD-11F von FedEx kommt als Flug 14 aus Singapur über mehrere Zwischenstationen. Bei der Landung setzt der Frachter hart auf, springt wieder hoch, rollt nach rechts und überschlägt sich. Das Flugzeug wird durch Aufprall und Feuer zerstört, die fünf Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

30.07.1997, Florenz (Italien): Eine ATR 42 von Air Littoral landet als Flug 701A aus Nizza zu schnell und zu weit hinter der Schwelle. Sie schießt über das Ende der nur gut 1.000m langen verfügbaren Landestrecke hinaus und prallt gegen die Böschung einer Autobahn. 16 Menschen überleben, der Kapitän stirbt. Todesopfer: 1.

17.07.1997, Bandung (Indonesien): Eine Fokker F27 von Sempati Air befindet sich kurz nach dem Start Richtung Jakarta, als Probleme auftreten und die Besatzung versucht zurückzukehren. Die Maschine stürzt etwa 12km vom Flughafen entfernt ab. 22 Menschen überleben. Todesopfer: 28.

11.07.1997, vor Santiago de Cuba (Kuba): Eine Antonow An-24RV von Cubana startet als Flug 787 nach Havanna. In etwa 500ft Höhe fällt das linke Triebwerk aus, die Besatzung verliert die Kontrolle und das Flugzeug stürzt wenige hundert Meter vor der Küste ins Meer. Todesopfer: 44.

05.07.1997, Schönhagen (Brandenburg, Deutschland): Eine Socata TB10 startet mit drei Menschen zu einem Einweisungsflug. Nach einer Platzrunde setzt der Pilot erst etwa auf Höhe der Halbbahnmarkierung auf und startet wieder durch. Die Maschine gewinnt kaum Höhe, stürzt rund 1,5km vom Flugplatz entfernt in einen Wald und brennt. Eine Pilotin stirbt im Wrack; der schwer verletzte Fluglehrer erliegt etwa sechs Wochen später seinen Verletzungen. Todesopfer: 2.

17.05.1997, Schönhagen (Brandenburg, Deutschland): Eine Moravan Z-42M startet zu einem Rundflug. Rund 30Minuten später gerät das Flugzeug aus ungeklärter Ursache in einen überzogenen Flugzustand, trudelt und stürzt ab. Pilot und Passagier sterben. Todesopfer: 2.

08.05.1997, Shenzhen (China): Eine Boeing 737-300 von China Southern Airlines befindet sich als Flug 3456 bei einem schweren Gewitter im Anflug. Nach einer extrem harten ersten Landung startet die Besatzung erneut durch, obwohl das Flugzeug bereits beschädigt ist. Beim zweiten Landeversuch zerbricht die Boeing und gerät in Brand. 39 Menschen überleben. Todesopfer: 35.

19.04.1997, Tanjung Pandan (Indonesien): Eine BAe ATP von Merpati Nusantara Airlines befindet sich als Flug 106 im Anflug. Nach einem misslungenen Anflug beziehungsweise Durchstartmanöver verliert die Besatzung die Kontrolle; das Flugzeug stürzt in eine Kokosplantage. 38 Menschen überleben. Todesopfer: 15.

18.03.1997, Tscherkessk (Russland): Eine Antonow An-24 von Stavropolskaya Aktsionernaya Avia befindet sich auf einem Charterflug von Stawropol nach Trabzon. In rund 6.000m Höhe zerbricht das Flugzeug nach einem strukturellen Versagen in der Luft; Wrackteile verteilen sich über mehrere Kilometer. Niemand überlebt. Todesopfer: 50.

14.02.1997, Carajás (Brasilien): Eine Boeing 737-200 von Varig landet als Flug 265 während eines Gewitters. Das rechte Hauptfahrwerk bricht zusammen, die Maschine kommt von der Piste ab und gelangt in bewaldetes Gelände. Die Passagiere überleben, ein Besatzungsmitglied kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

09.01.1997, Monroe (Michigan, USA): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Comair befindet sich als Flug 3272 von Cincinnati nach Detroit. Während des Sinkflugs unter Vereisungsbedingungen kommt es zu einem plötzlichen Rollmoment und Kontrollverlust. Die Maschine stürzt auf ein Feld und brennt aus. Todesopfer: 29.

24.12.1996, Dorchester (New Hampshire, USA): Ein Learjet 35A befindet sich auf einem zivilen Positionierungsflug von Bridgeport nach Lebanon. Im nächtlichen Anflug verliert die Besatzung die Orientierung und der Jet kollidiert mit bergigem Gelände. Das Wrack wird wegen des abgelegenen Absturzorts erst 1999 gefunden. Todesopfer: 2.

22.12.1996, Narrows (Virginia, USA): Eine Douglas DC-8-63F von Airborne Express befindet sich nach Wartungsarbeiten auf einem Testflug. Während einer Stall-Testreihe gerät die Maschine außer Kontrolle und schlägt am East River Mountain auf. Alle Besatzungsmitglieder und Techniker an Bord sterben. Todesopfer: 6.

07.12.1996, Banjarbaru (Indonesien): Eine CASA C-212 von Dirgantara Air Service startet als Flug 5940, als kurz nach dem Abheben ein Triebwerksproblem auftritt. Das Flugzeug verliert Höhe und stürzt in eine Industrieanlage. 16 der 17 Menschen an Bord sowie zwei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 18.

23.11.1996, vor Grande Comore (Komoren): Eine Boeing 767-200ER von Ethiopian Airlines wird als Flug 961 von drei Männern entführt, die verlangen, nach Australien geflogen zu werden. Obwohl der Kapitän ihnen erklärt, dass der Treibstoff dafür nicht reicht, bestehen sie auf ihrem Ziel. Nach Treibstoffmangel versucht der Kapitän vor der Küste von Grande Comore eine Notwasserung. Die Boeing zerbricht teilweise beim Auftreffen auf das Wasser. 50 Menschen überleben. Todesopfer: 125, darunter die drei Entführer.

19.11.1996, Quincy (Illinois, USA): Eine Beechcraft 1900C von Great Lakes Airlines im Einsatz als United Express 5925 landet auf dem unkontrollierten Regionalflughafen Quincy. Gleichzeitig beginnt eine private Beechcraft King Air A90 den Start auf einer kreuzenden Bahn. Beide Maschinen kollidieren an der Kreuzung und geraten in Brand. Alle zwölf Menschen in der Beech 1900 und beide Insassen der King Air sterben. Todesopfer: 14.

12.11.1996, Charkhi Dadri bei Delhi (Indien): Eine Boeing 747-100 von Saudi Arabian Airlines steigt als Flug 763 aus Delhi, während eine Iljuschin Il-76 von Kazakhstan Airlines als Flug 1907 im Anflug ist. Die Il-76 sinkt entgegen der Freigabe unter ihre zugewiesene Höhe und kollidiert mit der 747. Beide Verkehrsflugzeuge stürzen ab. Es bleibt bis heute die folgenschwerste Kollision zweier Flugzeuge in der Luft. Todesopfer: 349, davon 312 in der Boeing und 37 in der Il-76.

07.11.1996, Epe bei Lagos (Nigeria): Eine Boeing 727-200 von ADC Airlines befindet sich als Flug 086 von Port Harcourt nach Lagos. Wegen fehlerhafter Verkehrsführung gerät sie in Konflikt mit einem anderen Flugzeug. Bei einem abrupten Ausweichmanöver verliert die Besatzung die Kontrolle; die Boeing stürzt mit hoher Geschwindigkeit kopfüber in eine Lagune. Todesopfer: 144.

31.10.1996, São Paulo (Brasilien): Eine Fokker 100 von TAM startet als Flug 402 in Congonhas nach Rio de Janeiro. Unmittelbar nach dem Abheben fährt am rechten Triebwerk die Schubumkehr aus. Die Piloten versuchen wiederholt, den Schubhebel nach vorn zu drücken, verlieren aber die Kontrolle. Die Fokker stürzt in ein dicht bebautes Stadtgebiet. 95 Menschen an Bord und vier Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 99.

02.10.1996, Pazifik vor Lima (Peru): Eine Boeing 757-200 von Aeroperú startet als Flug 603 nachts nach Santiago de Chile. Bei Wartungsarbeiten wurde Klebeband über den statischen Drucköffnungen vergessen. Dadurch erhalten die Piloten widersprüchliche und falsche Angaben zu Höhe und Geschwindigkeit. Über dem dunklen Meer fehlen visuelle Referenzen; nach rund 30Minuten berührt die Maschine das Wasser und stürzt ab. Todesopfer: 70.

29.08.1996, Operafjellet/Spitzbergen (Norwegen): Eine Tupolew Tu-154M von Vnukovo Airlines fliegt als Charterflug 2801 von Moskau nach Longyearbyen. Navigationsfehler, unzureichendes Crew Resource Management und Verständigungsprobleme führen dazu, dass die Maschine rund 3,7km seitlich vom vorgesehenen Anflugkurs abkommt und gegen den Operafjellet prallt. Niemand überlebt. Es ist bis heute das schwerste Flugzeugunglück auf norwegischem Boden. Todesopfer: 141.

08.08.1996, Friesenheimer Wald bei Offenburg (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Dassault Falcon 10 von Hubert Burda Media fliegt am Morgen von München nach Offenburg. Im Anflug gerät der Geschäftsjet in Hochnebel und kollidiert am Scheibenberg mit bewaldetem Gelände. Unter den Opfern befinden sich zwei Burda-Mitarbeiter sowie beide Piloten. Todesopfer: 4.

17.07.1996, Atlantik vor Long Island (New York, USA): Eine Boeing 747-100 von TWA startet als Flug 800 von New York-JFK nach Paris. Nur zwölf Minuten später explodiert der Center-Wing-Tank; die 747 zerbricht in der Luft und stürzt in den Atlantik. Das NTSB führt die Explosion auf die Zündung des Treibstoff-Luft-Gemisches im Tank zurück, wobei die konkrete Zündquelle nicht mit letzter Sicherheit bestimmt werden konnte. Todesopfer: 230.

06.07.1996, Pensacola (Florida, USA): Eine MD-88 von Delta Air Lines beschleunigt als Flug 1288 zum Start, als das linke Triebwerk einen unkontrollierten Turbinenschaden erleidet. Metallteile durchschlagen den Rumpf und treffen Passagiere in der Kabine. Die Besatzung bricht den Start ab. Zwei Passagiere sterben, obwohl das Flugzeug selbst nicht abstürzt. Todesopfer: 2.

13.06.1996, Fukuoka (Japan): Eine DC-10-30 von Garuda Indonesia startet als Flug 865 Richtung Denpasar. Während des Startlaufs versagt das rechte Triebwerk. Der Kapitän bricht den Start sehr spät ab; die DC-10 schießt über das Bahnende hinaus, verliert Fahrwerk und Triebwerke und gerät in Brand. 272 der 275 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 3.

11.05.1996, Everglades bei Miami (Florida, USA): Eine DC-9-32 von ValuJet startet als Flug 592 von Miami nach Atlanta. Im vorderen Frachtraum entzünden sich illegal beziehungsweise unsachgemäß transportierte chemische Sauerstoffgeneratoren. Das Feuer breitet sich so schnell aus, dass die Besatzung die Kontrolle verliert. Die DC-9 stürzt rund zehn Minuten nach dem Start nahezu senkrecht in die Everglades. Todesopfer: 110.

05.04.1996, Matsu-Inseln (Taiwan): Eine Dornier 228-212 von Formosa Airlines befindet sich als Flug 7613 bei Nebel im Anflug auf Beigan. Die Besatzung setzt den Sichtanflug ohne ausreichenden Sichtkontakt fort und versucht erst sehr spät durchzustarten. Die Dornier schlägt rund 1.600m vor der Küste auf dem Wasser auf. Alle 17 Menschen überleben zunächst den Aufprall, sechs Passagiere ertrinken anschließend. Todesopfer: 6.

29.02.1996, Arequipa (Peru): Eine Boeing 737-200 von Faucett Perú befindet sich als Flug 251 aus Lima im nächtlichen Anflug auf Arequipa. Die Besatzung sinkt unter die sichere Höhe und die Boeing kollidiert rund 8km vor dem Flughafen mit bergigem Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 123.

24.02.1996, Karibisches Meer nördlich von Kuba: Zwei zivile Cessna 337 Skymaster der Exilkubanerorganisation Brothers to the Rescue werden von kubanischen MiG-29-Kampfflugzeugen abgeschossen. Da die beiden abgeschossenen Maschinen zivil registriert und betrieben waren, gehören sie nach unserer inzwischen hoffentlich wirklich unmissverständlichen Regel in die Chronik. In jeder Cessna sterben zwei Menschen. Todesopfer: 4.

19.02.1996, Freilassing (Bayern, Deutschland): Eine Cessna Citation 550 mit dem Kennzeichen D-CASH fliegt von Berlin-Tempelhof nach Salzburg. Im ILS-Anflug gerät der Geschäftsjet in eine unkontrollierte Fluglage und stürzt unmittelbar nördlich der deutsch-österreichischen Grenze bei Freilassing in einen Auwald. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 10.

06.02.1996, Atlantik vor Puerto Plata (Dominikanische Republik): Eine Boeing 757-200 der türkischen Birgenair startet als Flug 301 mit überwiegend deutschen Urlaubern Richtung Frankfurt, mit geplanten Zwischenlandungen in Gander und Berlin. Ein Pitotrohr ist vermutlich durch ein Insektennest blockiert. Dadurch erhält der Kapitän falsche Geschwindigkeitswerte; die Besatzung verliert nach widersprüchlichen Warnungen die Kontrolle und die Boeing stürzt ins Meer. Niemand überlebt. Todesopfer: 189.

04.02.1996, Asunción (Paraguay): Eine Douglas DC-8 von LAC Colombia befindet sich auf einem Frachtflug nach São Paulo. Kurz nach dem Start verliert die Besatzung die Kontrolle und der Frachter stürzt in ein Wohngebiet. Alle vier Besatzungsmitglieder und 18 Menschen am Boden kommen ums Leben. Todesopfer: 22.

08.01.1996, Kinshasa (damals Zaire, heute DR Kongo): Eine Antonow An-32B von Moscow Airways im Einsatz für Air Africa versucht vom Flughafen N’Dolo zu einem Frachtflug zu starten. Die Maschine ist massiv überladen, erreicht keine ausreichende Startgeschwindigkeit und rast nach dem misslungenen Startversuch in den dicht gefüllten Simbazikita-Straßenmarkt. Zwei der sechs Besatzungsmitglieder sterben; bei den Menschen am Boden ist die Quellenlage außergewöhnlich chaotisch. Je nach Untersuchung und Zählweise werden etwa 225 bis 348 Bodenopfer genannt. Todesopfer: mindestens 227, möglicherweise bis zu 350 insgesamt.

31.12.1995, Marco Island (Florida, USA): Eine Cessna 550 Citation II befindet sich auf einem privaten Geschäftsflug. Beim nächtlichen Anflug auf Marco Island gerät der Jet in schlechtes Wetter und stürzt ab. Beide Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

20.12.1995, Buga/Cali (Kolumbien): Eine Boeing 757-200 von American Airlines befindet sich als Flug 965 von Miami nach Cali. Durch Navigationsfehler der Besatzung gerät die Maschine beim Sinkflug vom vorgesehenen Kurs ab und kollidiert mit dem Berg El Diluvio. Vier Menschen überleben den Aufprall. Todesopfer: 159.

18.12.1995, Jamba (Angola): Eine Lockheed L-188C Electra von Trans Service Airlift startet mit kongolesischen Flüchtlingen auf einem humanitären Charterflug Richtung Kinshasa. Das für maximal 97 Passagiere ausgelegte Flugzeug transportiert 139 Passagiere und ist massiv überladen. Kurz nach dem Start kann es nicht ausreichend steigen, gerät in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Drei Menschen überleben; unter den Toten befinden sich 83 Kinder. Todesopfer: 141.

13.12.1995, Verona (Italien): Eine Antonow An-24B der rumänischen Banat Air startet als Charterflug 166 nach Timișoara. Trotz Schneefalls wird die Maschine nicht enteist; zusätzlich ist sie überladen. Unmittelbar nach dem Abheben verliert sie die Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 49.

07.12.1995, Bo-Dzhausa-Gebirge bei Chabarowsk (Russland): Eine Tupolew Tu-154B-1 der Khabarovsk United Air Group befindet sich als Flug 3949 auf einem russischen Inlandsflug. In Reiseflughöhe entwickelt sich eine zunehmende Querneigung, die Maschine geht in eine steile Spirale über und schlägt im Gebirge auf. Todesopfer: 98.

05.12.1995, Nachitschewan (Aserbaidschan): Eine Tupolew Tu-134B-3 von Azerbaijan Airlines startet als Flug A-56 nach Baku. Kurz nach dem Start fällt ein Triebwerk aus; die Besatzung stellt irrtümlich zusätzlich das noch funktionierende Triebwerk ab. Bei der folgenden Notlandung stürzt die Tupolew ab. 30 Menschen überleben. Todesopfer: 52.

03.12.1995, Douala (Kamerun): Eine Boeing 737-200 von Cameroon Airlines befindet sich als Flug 3701 aus Cotonou im Anflug. Nach Problemen mit der Fahrwerksanzeige wird zunächst durchgestartet. Beim zweiten Anflug entsteht eine starke asymmetrische Triebwerksleistung; die Besatzung verliert die Kontrolle und die Boeing stürzt in ein Mangrovengebiet. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 71.

13.11.1995, Kaduna (Nigeria): Eine Boeing 737-200 von Nigeria Airways landet als Flug 357 in Kaduna. Die Maschine setzt weit hinter der Schwelle auf, schießt über das Bahnende hinaus und gerät in Brand. Todesopfer: 11.

21.09.1995, Choho Geologloh Uul (Mongolei): Eine Antonow An-24RV von MIAT Mongolian Airlines befindet sich auf einem Linienflug von Ulaanbaatar nach Mörön. Die Besatzung beginnt den Sinkflug zu früh und kollidiert bei schlechtem Wetter mit einem Berg. Ein Passagier überlebt. Todesopfer: 42.

09.09.1995, Berlin-Johannisthal (Deutschland): Bei einer Flugschau verunglückt eine historische Messerschmitt Bf 108 Taifun. An Bord befinden sich Pilot Gerd Kahdemann und der frühere deutsche Wissenschaftsastronaut Reinhard Furrer. Beide kommen beim Absturz ums Leben. Das historisch militärisch anmutende Muster wurde hier zivil betrieben und gehört deshalb in unsere Chronik. Todesopfer: 2.

21.08.1995, Carrollton (Georgia, USA): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Atlantic Southeast Airlines befindet sich als Flug 529 auf dem Weg von Atlanta nach Gulfport. Ein Propellerblatt bricht infolge eines Ermüdungsrisses ab und verursacht massive aerodynamische Schäden. Die Besatzung muss auf einem Feld notlanden; das Flugzeug wird beim Aufprall und anschließenden Brand zerstört. Der Kapitän und sieben Passagiere sterben unmittelbar beziehungsweise innerhalb der folgenden 30 Tage, ein weiterer Passagier später an den Unfallfolgen. Todesopfer: 9.

14.08.1995, Nevado del Huila (Kolumbien): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante befindet sich auf einem zivilen Flug, als sie im Gebiet des Nevado del Huila mit bergigem Gelände kollidiert. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 8.

09.08.1995, Vulkan San Vicente (El Salvador): Eine Boeing 737-200 von Aviateca befindet sich als Flug 901 aus Guatemala-Stadt im Anflug auf San Salvador. Bei starkem Regen und schlechter Sicht gerät die Maschine auf einen falschen Kurs und kollidiert mit dem Vulkan San Vicente. Todesopfer: 65.

03.08.1995, Kandahar (Afghanistan): Eine zivile Iljuschin Il-76TD der russischen Airstan transportiert Fracht nach Afghanistan, als sie von einer MiG-21 der Taliban abgefangen und zur Landung in Kandahar gezwungen wird. Die sieben Besatzungsmitglieder werden mehr als ein Jahr gefangen gehalten, bevor ihnen im August 1996 mit ihrer eigenen Il-76 die Flucht gelingt. Das Flugzeug wird nicht zerstört und niemand stirbt, der Fall gehört wegen der gewaltsamen Übernahme eines zivilen Flugzeugs dennoch in die Chronik. Todesopfer: 0.

12.07.1995, Milne-Bucht bei Alotau (Papua-Neuguinea): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Milne Bay Air startet vom Flughafen Gurney. An Bord entwickelt sich infolge eines elektrischen Kurzschlusses und mitgeführter Gefahrgüter ein Kabinenbrand. Die Maschine stürzt etwa 2km östlich des Flughafens in die Milne-Bucht. Todesopfer: 15.

24.06.1995, Lagos (Nigeria): Eine Tupolew Tu-134 verunglückt bei der Landung auf dem Flughafen Lagos. Die Maschine wird schwer beschädigt; 15 Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 15.

21.06.1995, Ramona (Kalifornien, USA): Eine Douglas C-54G Skymaster befindet sich im zivilen Einsatz zur Waldbrandbekämpfung. Während eines Einsatzfluges kommt es zu einem strukturellen Versagen der Tragfläche und das viermotorige Flugzeug stürzt ab. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

13.06.1995, DuPage (Illinois, USA): Eine historische Grumman G-21A Goose des Air Classic Museum verunglückt bei einem zivilen Flug. Beide Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

09.06.1995, Palmerston North (Neuseeland): Eine DHC-8-100 von Ansett New Zealand befindet sich auf einem Linienflug und verunglückt beim Anflug auf Palmerston North. Vier Menschen sterben, die übrigen Insassen überleben. Todesopfer: 4.

25.05.1995, Miraflores (Kolumbien): Eine Douglas DC-3 verunglückt während eines zivilen Fluges bei Miraflores. Fünf Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

09.05.1995, Villavicencio (Kolumbien): Eine Curtiss C-46 Commando der Cooperativa Interregional de Colombia verunglückt bei einem zivilen Transportflug. Todesopfer: 9.

31.03.1995, Balotești bei Bukarest (Rumänien): Ein Airbus A310 von TAROM startet als Flug 371 von Bukarest nach Brüssel. Kurz nach dem Start kommt es zu einer problematischen Schubasymmetrie; gleichzeitig ist der Kapitän vermutlich gesundheitlich handlungsunfähig. Der Airbus gerät in eine immer stärkere Linkskurve und stürzt auf ein Feld. Todesopfer: 60.

29.03.1995, Hamilton (Neuseeland): Eine Beechcraft Queen Air verunglückt bei einem zivilen Flug in Hamilton. Alle sechs Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

13.03.1995, Kampenwand bei Aschau (Bayern, Deutschland): Eine Partenavia P.68 des Landratsamtes Rosenheim befindet sich auf einem zivilen Hagelabwehrflug, als sie nahe der Kampenwand abstürzt. Die Maschine wird zerstört, mehrere Insassen werden teils schwer verletzt. Wie durch ein kleines bayerisches Luftfahrtwunder überleben jedoch alle fünf Menschen an Bord. Todesopfer: 0.

03.03.1995, Gainesville (Georgia, USA): Eine Cessna 208B Grand Caravan von DMC Flying Service verunglückt bei Gainesville. Beide Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 2.

16.02.1995, Kansas City (Missouri, USA): Eine Douglas DC-8 verunglückt auf einem zivilen Flug am Kansas City International Airport. Drei Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

25.01.1995, Allendorf/Eder (Hessen, Deutschland): Eine Cessna 550 Citation II der Viessmann-Werke befindet sich auf einem Positionierungsflug nach Allendorf. Bei schlechtem Wetter wird der IFR-Flugplan im Anflug aufgehoben; beim anschließenden Durchstartmanöver gerät der Geschäftsjet in eine steile Sink- und Rechtskurve und schlägt in einem Wald auf. Beide Piloten sterben. Todesopfer: 2.

11.01.1995, María La Baja bei Cartagena (Kolumbien): Eine DC-9-14 von Intercontinental de Aviación befindet sich als Flug 256 von Bogotá nach Cartagena. Probleme mit der Höhenanzeige und Fehler der Besatzung führen dazu, dass die Maschine im Anflug mit Gelände kollidiert. Von den 52 Menschen an Bord überlebt nur ein neunjähriges Mädchen. Todesopfer: 51.

10.01.1995, Selat-Molo-Meerenge zwischen Rinca und Flores (Indonesien): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Merpati Nusantara Airlines befindet sich bei schlechtem Wetter auf einem Linienflug von Bima nach Ruteng. Die Maschine verschwindet über der Meerenge; alle 14 Insassen gelten als ums Leben gekommen. Todesopfer: 14.

29.12.1994, Van (Türkei): Eine Boeing 737-400 von Turkish Airlines befindet sich als Flug 278 aus Ankara im Anflug auf Van. Trotz starken Schneefalls und sehr eingeschränkter Sicht setzt die Besatzung den Anflug fort. Die Boeing kollidiert etwa 4km vor dem Flughafen mit einem Hügel und zerbricht. 19 Menschen überleben. Todesopfer: 57.

24.–26.12.1994, Algier (Algerien)/Marseille (Frankreich): Ein Airbus A300 von Air France wird als Flug 8969 in Algier von vier Mitgliedern der Groupe Islamique Armé entführt. Die Entführer ermorden während der Geiselnahme drei Passagiere und wollen die Maschine nach Paris bringen, offenbar mit der Absicht, sie über Paris abstürzen zu lassen. Wegen Treibstoffmangels landet der A300 in Marseille, wo die französische GIGN die Maschine stürmt und alle vier Entführer tötet. Die übrigen Passagiere und Besatzungsmitglieder werden gerettet. Für unsere Chronik zählen die getöteten Passagiere als Opfer des Ereignisses. Todesopfer: 3 Passagiere, zusätzlich 4 Entführer.

21.12.1994, Coventry (Großbritannien): Eine Boeing 737-200 von Air Algérie, die für Phoenix Aviation einen Frachtflug durchführt, befindet sich bei schlechtem Wetter im Anflug auf Coventry. Die Maschine sinkt zu tief, trifft Stromleitungen und Gebäude und stürzt ab. Alle fünf Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 5.

14.12.1994, Fresno (Kalifornien, USA): Ein Learjet 35A von Phoenix Air befindet sich nach einer Übung mit Maschinen der Air National Guard auf dem Rückflug, als die Besatzung einen Triebwerksbrand meldet. Während des Notanflugs verliert sie die Kontrolle; der zivile Learjet stürzt in ein Wohngebiet. Beide Piloten sterben, 21 Menschen am Boden werden verletzt. Obwohl der Flug militärischen Übungszwecken diente, waren Flugzeug und Betreiber zivil. Todesopfer: 2.

13.12.1994, Morrisville/Raleigh (North Carolina, USA): Eine Jetstream 32 von Flagship Airlines im Einsatz für American Eagle befindet sich als Flug 3379 im Anflug auf Raleigh-Durham. Nach einer falschen Interpretation einer Triebwerksanzeige glaubt der Kapitän an einen Triebwerksausfall, die Geschwindigkeit fällt ab und die Maschine stürzt in ein Waldgebiet. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 15.

11.12.1994, über dem Philippinischen Meer bei Okinawa (Japan): An Bord einer Boeing 747-200 von Philippine Airlines explodiert auf Flug 434 von Cebu nach Tokio eine von Ramzi Yousef platzierte Bombe. Ein Passagier unmittelbar über dem Sprengsatz wird getötet und zehn weitere Menschen werden verletzt. Trotz schwerer Schäden an Kabine und Steuerung gelingt der Besatzung mit den übrigen 292 Menschen an Bord eine sichere Landung in Okinawa. Der Anschlag war ein Test für den später geplanten „Bojinka“-Anschlag auf zahlreiche Verkehrsflugzeuge. Todesopfer: 1.

22.11.1994, St. Louis (Missouri, USA): Eine MD-82 von TWA beschleunigt als Flug 427 mit 140 Menschen an Bord zum Start, als eine Cessna 441 Conquest II von Superior Aviation irrtümlich auf die aktive Startbahn rollt. Die MD-82 kollidiert bei hoher Geschwindigkeit mit der Cessna. Alle Menschen in der MD-82 überleben, die beiden Insassen der Cessna sterben. Todesopfer: 2.

31.10.1994, Roselawn (Indiana, USA): Eine ATR 72 von Simmons Airlines im Einsatz als American-Eagle-Flug 4184 befindet sich in einer Warteschleife und anschließend im Sinkflug nach Chicago. Unter Vereisungsbedingungen bildet sich Eis hinter den Enteisungsmanschetten; es kommt zu einem plötzlichen Ausschlag der Querruder und einem unkontrollierbaren Rollmanöver. Die ATR stürzt nahezu senkrecht auf ein Feld. Todesopfer: 68.

26.09.1994, Wanawara (Russland): Eine Jakowlew Jak-40 von Cheremshanka Airlines kann wegen schlechten Wetters nicht in Tura landen. Nach mehreren Versuchen und einer Ausweichentscheidung geht schließlich der Treibstoff aus. Alle drei Triebwerke fallen aus und die Maschine stürzt am Ufer eines Flusses ab. Todesopfer: 28.

24.09.1994, Hongkong: Eine zivile Lockheed L-100-30 Hercules von Pelita Air Service startet vom Flughafen Kai Tak Richtung Jakarta. Nach Problemen mit einem Propeller verliert die Besatzung die Kontrolle und der Frachter stürzt in den Hafen. Die Maschine hatte zuvor vietnamesische Flüchtlinge nach Hanoi zurückgebracht. Todesopfer: 6.

18.09.1994, Tamanrasset (Algerien): Eine BAC One-Eleven der nigerianischen Oriental Airlines versucht bei schlechtem Wetter mehrfach in Tamanrasset zu landen. Nach vier abgebrochenen Anflügen und etwa 90Minuten in der Warteschleife geht der Treibstoff zur Neige. Das Flugzeug stürzt beim anschließenden Landeversuch ab. 34 Menschen überleben. Todesopfer: 5.

12.09.1994, Washington, D.C. (USA): Frank Eugene Corder entwendet eine Cessna 150 am Aldino Airport in Maryland und fliegt nachts nach Washington. Er steuert das Flugzeug auf das Gelände des Weißen Hauses und schlägt auf dem South Lawn unmittelbar am Gebäude auf. Außer dem Piloten kommt niemand zu Schaden. Wie bei anderen vorsätzlich herbeigeführten Ereignissen bleibt der Fall als Absturz eines zivilen Flugzeugs in unserer Chronik. Todesopfer: 1.

08.09.1994, Aliquippa bei Pittsburgh (Pennsylvania, USA): Eine Boeing 737-300 von USAir befindet sich als Flug 427 im Anflug auf Pittsburgh. Nach einer Begegnung mit Wirbelschleppen schlägt das Seitenruder plötzlich bis zum Anschlag aus. Die Maschine rollt nach links, geht in einen steilen Sturzflug über und schlägt mit hoher Geschwindigkeit auf. Die jahrelange Untersuchung führt schließlich zu einem Defekt beziehungsweise einer möglichen Umkehrwirkung im Servoventil der Seitenrudersteuerung. Todesopfer: 132.

21.08.1994, Douar Izounine bei Agadir (Marokko): Eine ATR 42-300 von Royal Air Maroc befindet sich als Flug 630 von Agadir nach Casablanca. Rund zehn Minuten nach dem Start geht die Maschine in einen steilen Sinkflug über und schlägt im Atlasgebirge auf. Die offizielle Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass der Kapitän den Autopiloten abschaltete und den Absturz absichtlich herbeiführte; diese Interpretation wurde von Pilotenvertretern bestritten. Todesopfer: 44.

19.07.1994, Colón (Panama): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante von Alas Chiricanas startet als Flug 00901 nach Panama-Stadt. Kurz nach dem Start explodiert eine Bombe an Bord und die Maschine stürzt in ein abgelegenes Waldgebiet. Alle 18 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder sterben. US-Behörden gehen inzwischen von einem terroristischen Anschlag aus. Todesopfer: 21.

02.07.1994, Charlotte (North Carolina, USA): Eine DC-9-31 von USAir befindet sich als Flug 1016 im Anflug auf Charlotte, als sie in ein schweres Gewitter und einen Microburst gerät. Beim eingeleiteten Durchstarten verliert die Maschine rapide an Höhe, trifft Bäume und ein Wohnhaus und wird durch Aufprall und Feuer zerstört. 20 Menschen überleben. Todesopfer: 37.

30.06.1994, Toulouse (Frankreich): Ein Airbus A330-300 befindet sich auf einem zivilen Testflug von Airbus Industrie. Während eines Tests mit simuliertem Triebwerksausfall nach einem Touch-and-Go steigt die Maschine sehr steil, verliert Geschwindigkeit und stürzt unmittelbar neben dem Flughafen Toulouse-Blagnac ab. Es ist der erste tödliche Unfall eines A330. Todesopfer: 7.

18.06.1994, Washington-Dulles (Virginia, USA): Ein Learjet 25 der mexikanischen Fluggesellschaft TAESA bringt zwei Familien als Charterflug zur Fußball-Weltmeisterschaft in die USA. Beim Anflug auf Dulles herrscht dichter Nebel; der Learjet kollidiert mit Bäumen und stürzt in ein Waldgebiet. Unter den Opfern befinden sich fünf Kinder. Todesopfer: 12.

06.06.1994, Xi’an (China): Eine Tupolew Tu-154M von China Northwest Airlines startet als Flug 2303 nach Guangzhou. Nach fehlerhaften Wartungsarbeiten sind Kanäle der Autopilotsteuerung falsch angeschlossen worden. Kurz nach dem Start gerät die Maschine in immer stärkere Schwingungen und zerbricht in der Luft. Bis heute ist es die schwerste Flugzeugkatastrophe auf dem chinesischen Festland. Todesopfer: 160.

26.04.1994, Nagoya (Japan): Ein Airbus A300-600R von China Airlines befindet sich als Flug 140 aus Taipeh im Endanflug. Der Copilot aktiviert versehentlich den Go-around-Modus; während die Piloten versuchen, die Maschine nach unten zu drücken, trimmt die Automatik immer stärker nach oben. Der Airbus steigt steil, verliert Geschwindigkeit und stürzt ab. Nur sieben Menschen überleben. Todesopfer: 264.

24.04.1994, Sydney (Australien): Eine Douglas DC-3 von South Pacific Airmotive startet mit 25 Menschen zu einem Charterflug nach Norfolk Island. Kurz nach dem Start verliert das linke Triebwerk Leistung. Die Besatzung kann die Höhe nicht halten und muss in der Botany Bay notwassern. Die DC-3 wird schwer beschädigt, aber alle Insassen können gerettet werden. Todesopfer: 0.

23.03.1994, Meschduretschensk (Russland): Ein Airbus A310 von Aeroflot befindet sich als Flug 593 von Moskau nach Hongkong. Der Kapitän lässt seine Kinder ins Cockpit und seinen 15-jährigen Sohn zeitweise am Steuer sitzen. Dessen Steuerbewegungen führen dazu, dass sich Teile des Autopiloten unbemerkt abschalten. Der Airbus gerät in eine steile Kurve und anschließend außer Kontrolle; trotz zeitweiliger Erholung kann die Besatzung den Aufprall nicht mehr verhindern. Todesopfer: 75.

08.03.1994, Delhi (Indien): Eine Boeing 737-200 von Sahara India Airlines befindet sich auf einem zivilen Trainingsflug. Bei einem Touch-and-Go verliert ein Flugschüler nach einer falschen Seitenrudereingabe die Kontrolle. Die Boeing stürzt auf das Vorfeld und kollidiert mit einer geparkten Iljuschin Il-86 von Aeroflot. Vier Menschen in der 737, vier Menschen in beziehungsweise an der Il-86 und ein Mensch am Boden sterben. Todesopfer: 9.

25.02.1994, Mount Carpish bei Tingo María (Peru): Eine Jakowlew Jak-40 von Expresso Aéreo befindet sich auf einem Linienflug von Tingo María nach Lima. Nur wenige Minuten nach dem Start kollidiert die Maschine mit dem Mount Carpish. Niemand überlebt. Todesopfer: 31.

24.02.1994, Naltschik (Russland): Eine Antonow An-12BP von Pulkovo Aviation Enterprise befindet sich auf einem kommerziellen Frachtflug nach Naltschik. Beim Anflug stürzt die Maschine ab. An Bord befindet sich eine ungewöhnliche Fracht von mehr als 12t Münzen der staatlichen Münzprägeanstalt in Sankt Petersburg. Todesopfer: 13.

24.01.1994, Bodensee bei Altenrhein (Schweiz): Eine in Deutschland registrierte Cessna 425 mit dem Kennzeichen D-IEFW befindet sich im Anflug auf den Schweizer Flugplatz Altenrhein. Die zweimotorige Turbopropmaschine stürzt in den Bodensee. Alle fünf Menschen an Bord kommen ums Leben. Der Fall gehört wegen des deutschen Luftfahrzeugs und des privaten zivilen Flugs auch in unsere Deutschland-Suche. Todesopfer: 5.

07.01.1994, Columbus (Ohio, USA): Eine BAe Jetstream 41 von Atlantic Coast Airlines befindet sich als United-Express-Flug 6291 im Endanflug auf Columbus. Die Geschwindigkeit fällt zu stark ab, die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt etwa 1,2NM vor der Landebahn in ein Gebäude. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 5.

03.01.1994, Irkutsk (Russland): Eine Tupolew Tu-154M von Baikal Airlines startet als Flug 130 nach Moskau. Kurz nach dem Start entwickelt sich ein Feuer im Triebwerksbereich, das Leitungen und Hydrauliksysteme beschädigt. Die Besatzung verliert schließlich die Kontrolle; die Tupolew stürzt bei Mamony nahe Irkutsk ab. Alle 124 Menschen an Bord und ein Mensch am Boden sterben. Todesopfer: 125.

28.12.1993, Empuriabrava (Spanien): Eine Short SC.7 Skyvan eines zivilen Fallschirmsprungbetriebs verunglückt bei Empuriabrava. Die Maschine wird zerstört; ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

26.12.1993, Gjumri (Armenien): Eine Antonow An-26B befindet sich auf einem zivilen Frachtflug von Krasnodar nach Gjumri und transportiert neben Fracht auch zahlreiche Passagiere. Bei nur etwa 200m Sicht wird der Anflug fortgesetzt; die Entscheidung zum Durchstarten fällt zu spät. Die überladene Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt in ein Flussbett. Einer von 36 Menschen an Bord überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 35.

13.12.1993, Phônsavan (Laos): Eine Harbin Y-12 II befindet sich mit 16 Passagieren und zwei Piloten auf einem Linienflug von Vientiane nach Phônsavan. Bei dichtem Nebel sinkt die Besatzung unter die sichere Höhe; die Maschine trifft Bäume und stürzt rund 28km vor dem Flughafen in bewaldetem Hügelland ab. Todesopfer: 18.

01.12.1993, Hibbing (Minnesota, USA): Eine BAe Jetstream 31 von Express Airlines II fliegt als Northwest-Airlink-Flug 5719 von Minneapolis über Hibbing nach International Falls. Beim nächtlichen Instrumentenanflug verliert die Besatzung während eines unstabilisierten Anflugs das Höhenbewusstsein und fliegt in Gelände. Todesopfer: 18.

20.11.1993, Ohrid (Nordmazedonien): Eine Jakowlew Jak-42D von Saravia im Einsatz für Avioimpex fliegt von Genf nach Skopje, wird wegen schlechten Wetters aber nach Ohrid umgeleitet. Nach einem misslungenen Anflug verliert die Besatzung die Orientierung und kollidiert etwa 2km vor dem Flughafen mit Gelände. Todesopfer: 116.

13.11.1993, Ürümqi (China): Eine MD-82 von China Northern Airlines befindet sich als Flug 6901 im Anflug auf Ürümqi. Nach einer Störung beziehungsweise Abschaltung des Autopiloten entwickelt sich eine zu hohe Sinkrate. Die Maschine trifft zunächst eine Betonmauer, anschließend Stromleitungen und stürzt brennend auf ein Feld. 90 Menschen überleben. Todesopfer: 12.

04.11.1993, Hongkong-Kai Tak: Eine erst wenige Monate alte Boeing 747-400 von China Airlines landet als Flug 605 während eines Tropensturms. Nach einem instabilen Anflug setzt der Jumbo zu spät auf, schießt über das Ende der Piste hinaus und kommt im Victoria Harbour zum Stillstand. Trotz des spektakulären Bildes des halb im Wasser liegenden Jumbo können sich alle 296 Menschen retten. Es ist der erste Totalverlust einer Boeing 747-400. Todesopfer: 0.

27.10.1993, Overhalla bei Namsos (Norwegen): Eine DHC-6 Twin Otter von Widerøe befindet sich als Flug 744 im nächtlichen Anflug auf Namsos. Die Besatzung sinkt zu früh und die Maschine kollidiert rund 6km vor dem Flughafen mit bewaldetem Gelände. 13 Menschen überleben. Todesopfer: 6.

26.10.1993, Fuzhou (China): Eine MD-82 von China Eastern Airlines befindet sich als Flug 5398 bei schlechtem Wetter im Anflug. Die Maschine überrollt die Landebahn, zerbricht und wird schwer beschädigt. 78 der 80 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 2.

25.10.1993, Niamey (Niger): Ein Airbus A310 von Nigeria Airways wird als Flug 470 auf dem Weg von Lagos nach Abuja von vier jungen Männern entführt und nach Niamey gezwungen. Nach mehreren Tagen stürmen Sicherheitskräfte das Flugzeug. Bei der Befreiungsaktion wird ein Besatzungsmitglied getötet. Da wir Entführungen ziviler Verkehrsflugzeuge inzwischen zu Recht nicht mehr auf wundersame Weise aus der Luftfahrtgeschichte verschwinden lassen, gehört der Fall hinein. Todesopfer: 1.

23.09.1993, Sochumi (Georgien): Eine zivile Tupolew Tu-134A von Transair Georgia steht am Flughafen Sochumi und soll nach Tiflis fliegen, als sie während der Kämpfe um die Stadt von einer Rakete getroffen wird. Ein Mensch an Bord stirbt. Todesopfer: 1.

22.09.1993, Sochumi (Georgien): Eine Tupolew Tu-154 von Orbi Georgian Airways wird im Endanflug auf Sochumi von einer Boden-Luft-Rakete getroffen. Die Maschine schlägt auf der Landebahn auf und brennt aus. Obwohl sich unter den Passagieren zahlreiche Soldaten befinden, handelt es sich um ein ziviles Verkehrsflugzeug und einen zivilen Betreiber. 24 Menschen überleben. Todesopfer: 108.

21.09.1993, Schwarzes Meer vor Sochumi (Georgien): Eine zivile Tupolew Tu-134A von Transair Georgia befindet sich im Anflug auf Sochumi, als sie von einer Boden-Luft-Rakete getroffen wird. Das Flugzeug stürzt ins Schwarze Meer. Todesopfer: 27.

14.09.1993, Warschau (Polen): Ein Airbus A320 der Lufthansa kommt als Flug 2904 aus Frankfurt. Bei starkem Regen und Seitenwind setzt die Maschine spät auf. Wegen der damaligen Logik der Fahrwerkssensoren werden Radbremsen und Schubumkehr erst verzögert vollständig verfügbar. Der A320 schießt über das Bahnende, kollidiert mit einem Erdwall und brennt. 68 Menschen überleben. Todesopfer: 2.

13.09.1993, Papeete/Tahiti (Französisch-Polynesien): Eine Boeing 747 von Air France kommt bei der Landung von der Piste ab. Während des Aufsetzens geht das äußere linke Triebwerk auf hohen Vorwärtsschub; der Jumbo verlässt die Bahn und kommt in der Lagune zum Stillstand. Die Maschine wird schwer beschädigt, alle Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

31.08.1993, Bharatpur (Nepal): Eine Dornier 228 von Everest Air befindet sich auf einem Linienflug und kollidiert beim Anflug auf Bharatpur mit bergigem Gelände. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 19.

28.08.1993, Chorugh/Khorog (Tadschikistan): Eine Jakowlew Jak-40 von Tajik Air versucht vom hoch gelegenen Flughafen Khorog zu starten. Die Maschine ist massiv überladen, kann nicht rechtzeitig abheben und schießt über das Bahnende hinaus. Nur vier der 86 Menschen an Bord überleben. Es ist der folgenschwerste Unfall einer Jak-40. Todesopfer: 82.

26.08.1993, Aldan (Russland): Eine Let L-410 von Sakha Avia verunglückt beim Anflug auf Aldan. Die Maschine kollidiert mit Gelände und wird zerstört. Todesopfer: 24.

18.08.1993, Guantánamo Bay (Kuba): Eine DC-8-61F von American International Airways befindet sich als Frachtflug 808 im Anflug auf den US-Stützpunkt Guantánamo Bay. Nach einer engen Kurve gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt unmittelbar neben der Landebahn ab. Der Frachter wird zerstört, aber alle drei Besatzungsmitglieder überleben, teils schwer verletzt. Ziviler Betreiber und ziviles Flugzeug, also trotz Zielort Militärbasis Bestandteil unserer Chronik. Todesopfer: 0.

26.07.1993, Mokpo (Südkorea): Eine Boeing 737-500 von Asiana Airlines befindet sich als Flug 733 aus Seoul im Anflug auf Mokpo. Nach zwei abgebrochenen Landeversuchen unternimmt die Besatzung bei starkem Regen und Wind einen dritten Versuch. Die Boeing kollidiert rund 7,5km vor dem Flughafen mit dem Berg Ungeo. 48 Menschen überleben. Todesopfer: 68.

23.07.1993, Yinchuan (China): Eine BAe 146-300 von China Northwest Airlines soll als Flug 2119 nach Peking starten. Durch eine technische Fehlfunktion an den Landeklappen erreicht die Maschine keine ausreichende Steigleistung, schießt über das Bahnende hinaus und verunglückt. 57 Menschen überleben. Todesopfer: 56.

01.07.1993, Sorong (Indonesien): Eine Fokker F28 von Merpati Nusantara Airlines befindet sich im Anflug auf Sorong. Bei starkem Regen sinkt die Besatzung zu tief; die Maschine trifft rund 900m vor der Landebahn eine Geländeerhebung und stürzt anschließend ins flache Wasser. Nur zwei Passagiere überleben. Todesopfer: 41.

19.05.1993, Páramo Frontino bei Medellín (Kolumbien): Eine Boeing 727 von SAM Colombia befindet sich als Flug 501 von Panama-Stadt über Medellín nach Bogotá. Gewitter beeinträchtigen die Navigation, zudem ist das VOR von Medellín nach einem früheren Terroranschlag außer Betrieb. Die Besatzung glaubt irrtümlich, einen Funkpunkt bereits passiert zu haben, beginnt den Sinkflug zu früh und kollidiert mit dem 3.749m hohen Páramo Frontino. Todesopfer: 132.

26.04.1993, Aurangabad (Indien): Eine Boeing 737-200 von Indian Airlines startet als Flug 491 Richtung Bombay. Die Piloten leiten die Rotation zu spät und mit ungeeigneter Technik ein. Die Boeing hebt erst unmittelbar am Bahnende ab, trifft einen mit Baumwollballen beladenen Lastwagen auf einer Straße und anschließend Hochspannungsleitungen, bevor sie abstürzt und brennt. 63 Menschen überleben. Todesopfer: 55.

06.04.1993, Pazifik südlich der Aleuten: Bei einer MD-11 von China Eastern Airlines werden auf Flug 583 von Shanghai nach Los Angeles in Reiseflughöhe unbeabsichtigt die Vorflügel ausgefahren. Die MD-11 gerät in heftige Nickbewegungen und verliert rund 5.000ft Höhe. Die Piloten stabilisieren die Maschine und landen auf Shemya. Zwei Passagiere sterben an ihren Verletzungen, zahlreiche weitere werden verletzt. Todesopfer: 2.

05.03.1993, Skopje (Nordmazedonien): Eine Fokker 100 von Palair Macedonian Airlines startet als Flug 301 nach Zürich. Auf den Tragflächen befindet sich Eis beziehungsweise gefrorener Niederschlag; kurz nach dem Abheben gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt ab. 14 Menschen überleben. Todesopfer: 83.

28.02.1993, vor Lan Yu/Orchideeninsel (Taiwan): Eine Dornier 228-201 von Formosa Airlines befindet sich auf einem Inlandsflug von Taipeh zur Orchideeninsel. Bei Starkregen und schlechter Sicht wird die Maschine im Anflug etwa 1km vor dem Flughafen ins Meer geflogen. Todesopfer: 6.

11.02.1993, New York-JFK (USA): Ein Airbus A310-300 der Lufthansa wird als Flug 592 auf dem Weg von Frankfurt über Kairo nach Addis Abeba von einem Passagier entführt. Der Täter zwingt die Besatzung zum Weiterflug nach New York. Dort landet der Airbus sicher und der Entführer ergibt sich. Da die Entführung selbst das Luftfahrtereignis ist, nehmen wir sie wie die anderen Entführungsfälle mit. Todesopfer: 0.

08.02.1993, bei Teheran (Iran): Eine zivile Tupolew Tu-154M von Iran Air Tours startet mit 131 Menschen an Bord von Teheran nach Maschhad. Kurz nach dem Start kollidiert sie mit einer Suchoi Su-24 der iranischen Luftwaffe. Alle Menschen in der Tu-154 sowie die beiden Militärpiloten sterben. Für unsere zivile Chronik ist die Tu-154 selbstverständlich relevant, auch wenn das zweite beteiligte Flugzeug militärisch war. Todesopfer: 131 im Zivilflugzeug, 133 insgesamt.

06.01.1993, Paris-Charles-de-Gaulle (Frankreich): Eine DHC-8-300 von Contact Air im Einsatz als Lufthansa-CityLine-Flug 5634 kommt aus Bremen. Wegen einer kurzfristig gesperrten Landebahn muss die Besatzung auf eine andere Piste wechseln. Beim Anflug sinkt die Dash 8 zu tief und schlägt vor der Landebahn auf. 19 Menschen überleben. Todesopfer: 4.

22.12.1992, Tripolis (Libyen): Eine Boeing 727-200 von Libyan Arab Airlines befindet sich als Flug 1103 aus Bengasi im Anflug auf Tripolis. In rund 3.100ft Höhe kollidiert sie mit einer MiG-23UB der libyschen Luftwaffe. Die beiden Militärpiloten können sich mit Schleudersitzen retten, die zivile Boeing zerbricht und stürzt ab. Damit gehört der Fall nach unserer Regel eindeutig hinein, auch wenn das zweite beteiligte Flugzeug militärisch war. Todesopfer: 159.

21.12.1992, Faro (Portugal): Eine DC-10-30CF von Martinair landet als Flug 495 aus Amsterdam bei Gewitter, starkem Regen und Windscherung. Die Maschine setzt sehr hart auf, das rechte Hauptfahrwerk bricht zusammen, der Rumpf zerreißt und Teile des Flugzeugs geraten in Brand. 284 der 340 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 56.

13.12.1992, bei Goma (damals Zaire, heute DR Kongo): Eine Fokker F27 Friendship befindet sich als Linienflug ZM140 von Kindu nach Goma. Die Besatzung beginnt den Sinkflug zu früh und kollidiert rund 40km südwestlich des Flughafens in etwa 8.800ft Höhe mit einem Berg. Todesopfer: 37.

24.11.1992, Yangshuo bei Guilin (China): Eine Boeing 737-300 von China Southern Airlines befindet sich als Flug 3943 von Guangzhou nach Guilin. Während des Sinkflugs gerät die Maschine außer Kontrolle und schlägt mit hoher Geschwindigkeit am Mount Tianma auf. Das Flugzeug wird vollständig zerstört. Todesopfer: 141.

14.11.1992, Son Trung bei Nha Trang (Vietnam): Eine Jakowlew Jak-40 von Vietnam Airlines befindet sich als Flug 474 im Anflug auf Nha Trang. Während eines tropischen Wirbelsturms sinkt die Besatzung unter die Sicherheitsflughöhe und weicht von der vorgesehenen Route ab. Die Maschine kollidiert mit einem Bergrücken. Eine niederländische Passagierin überlebt und wird erst nach acht Tagen gefunden. Todesopfer: 30.

21.10.1992, Caballococha (Peru): Eine DHC-6 Twin Otter verunglückt bei einem zivilen Flug im Gebiet von Caballococha im peruanischen Amazonasgebiet. Acht Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

04.10.1992, Amsterdam-Bijlmermeer (Niederlande): Eine Boeing 747-200F von El Al startet als Frachtflug 1862 von Amsterdam nach Tel Aviv. Wegen eines Ermüdungsbruchs lösen sich zunächst Triebwerk 3 und dabei auch Triebwerk 4 von der rechten Tragfläche; die Besatzung versucht nach Schiphol zurückzukehren. Im Endanflug wird die 747 unkontrollierbar und stürzt in zwei Hochhäuser des Bijlmermeer-Wohngebiets. Alle vier Menschen an Bord und 43 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 47.

28.09.1992, Bhattedanda bei Kathmandu (Nepal): Ein Airbus A300B4 von Pakistan International Airlines befindet sich als Flug 268 aus Karachi im Anflug auf Kathmandu. Die Besatzung sinkt auf dem stufenförmigen Instrumentenanflug jeweils etwas zu früh und kollidiert schließlich in rund 7.300ft Höhe mit einem Berg. Niemand überlebt. Todesopfer: 167.

29.08.1992, Charkiw (Ukraine): Eine Tupolew Tu-134A von Aeroflot setzt bei der Landung erheblich zu spät auf, schießt über die Landebahn hinaus und wird so schwer beschädigt, dass sie abgeschrieben werden muss. Alle 58 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

27.08.1992, Lebjaschi Lug bei Iwanowo (Russland): Eine Tupolew Tu-134A von Aeroflot befindet sich als Flug 2808 im Anflug auf Iwanowo. Durch Fehler der Besatzung und der Flugsicherung gerät die Maschine vom vorgesehenen Anflugprofil ab, streift Bäume und stürzt in Gebäude des Dorfes Lebjaschi Lug. Am Boden wird niemand getötet. Todesopfer: 84.

27.08.1992, El Estrecho (Peru): Eine DHC-6 Twin Otter verunglückt bei El Estrecho im peruanischen Amazonasgebiet. Acht Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

31.07.1992, Ghyangphedi bei Kathmandu (Nepal): Ein Airbus A310-300 von Thai Airways befindet sich als Flug 311 aus Bangkok im Anflug auf Kathmandu. Nach Problemen bei der Anflugplanung und Kommunikation mit der Flugsicherung gerät die Maschine nördlich des Flughafens in das Himalaja-Gebirge und kollidiert in rund 11.500ft Höhe mit einem Berg. Todesopfer: 113.

31.07.1992, Nanjing (China): Eine Jakowlew Jak-42D von China General Aviation soll als Flug 7552 nach Xiamen starten. Wegen einer falschen Stellung der Höhenflossentrimmung kann die Maschine nicht richtig rotieren. Der Start wird abgebrochen, doch die verbleibende Strecke reicht nicht mehr aus. Die Jak-42 schießt über das Bahnende und prallt mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Damm. 18 Menschen überleben. Todesopfer: 108.

24.07.1992, Mount Liliboy/Ambon (Indonesien): Eine Vickers Viscount 816 von Mandala Airlines befindet sich als Flug 660 von Ujung Pandang nach Ambon. Bei starkem Regen und eingeschränkter Sicht findet die Besatzung den Flughafen nicht und kollidiert während eines weiteren Anflugversuchs mit dem Mount Liliboy. Todesopfer: 70.

27.06.1992, Königstein im Taunus (Hessen, Deutschland): Eine zivil betriebene Hughes 369E gerät kurz nach dem Start zu einem Privatflug in etwa 50m Höhe außer Kontrolle und stürzt ab. Der Hubschrauber wird schwer beschädigt, die Insassen überleben jedoch schwer verletzt. Todesopfer: 0.

06.06.1992, Darién-Dschungel bei Tucutí (Panama): Eine Boeing 737-200 von Copa Airlines befindet sich als Flug 201 von Panama-Stadt nach Cali. Ein fehlerhafter künstlicher Horizont liefert falsche Lageinformationen; die Besatzung verliert in der Dunkelheit die räumliche Orientierung. Die Boeing gerät in einen Hochgeschwindigkeitssturz und zerbricht noch in der Luft. Todesopfer: 47.

06.06.1992, Ramsbeck/Bestwig (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Bell 222 des zivilen Hubschrauber-Sonder-Dienstes HSD befindet sich nach einem Ambulanzflug von Berlin nach Köln auf dem Rückflug. Bei Gewitter, Nebel und Sichtweiten von teilweise nur etwa 30m kollidiert der Hubschrauber mit einem bewaldeten Berghang. Bei der Maschine handelt es sich übrigens um den Hubschrauber, der zuvor für die Fernsehserie „Airwolf“ verwendet worden war und nach Ende der Dreharbeiten demilitarisiert und nach Deutschland verkauft wurde. Todesopfer: 3.

16.05.1992, Deutschland: Ein Aérospatiale AS350B Écureuil des zivilen Betreibers Helicopter Service Hannover verunglückt und wird zerstört. Die online verfügbaren historischen Quellen liefern zwar Kennzeichen und Datum, aber keinen belastbaren genauen Unfallort. Ein Mensch kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

26.04.1992, Saveh (Iran): Eine Fokker F27 Friendship befindet sich mit Mitarbeitern der iranischen National Petrochemical Company auf einem Charterflug von Bandar-e Mahshahr nach Teheran. Bei sehr schlechtem Wetter gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt nahe Saveh ab. Todesopfer: 39.

22.04.1992, Perris Valley (Kalifornien, USA): Eine DHC-6 Twin Otter startet mit Fallschirmspringern an Bord. Nach Leistungsverlust des rechten Triebwerks stürzt die Maschine unmittelbar nach dem Start ab. Bei der Untersuchung wird eine massive Verunreinigung des Kraftstoffs mit Wasser, Bakterien und weiteren Stoffen festgestellt. Sechs Menschen überleben verletzt. Todesopfer: 16.

22.04.1992, Maui (Hawaii, USA): Eine Beechcraft E18S von Scenic Air Tours befindet sich mit acht Passagieren auf einem kommerziellen Rundflug von Hilo nach Honolulu. Der Pilot setzt den Sichtflug trotz Instrumentenwetter fort und kollidiert mit bergigem Gelände auf Maui. Todesopfer: 9.

22.03.1992, New York-LaGuardia (USA): Eine Fokker F28 von USAir startet als Flug 405 während eines Schneesturms nach Cleveland. Obwohl die Maschine enteist wurde, vergeht anschließend so viel Zeit, dass sich erneut Eis auf den Tragflächen bilden kann. Kurz nach dem Abheben verliert die Fokker Auftrieb, kommt von der Bahn ab und stürzt teilweise in die Flushing Bay. 24 Menschen überleben. Todesopfer: 27.

12.03.1992, Etsouali (Republik Kongo): Eine DHC-6 Twin Otter gerät während eines zivilen Fluges in ein Gewitter und stürzt bei Etsouali ab. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 3.

15.02.1992, Toledo (Ohio, USA): Eine Douglas DC-8-63F von Air Transport International befindet sich als Frachtflug 805 aus Seattle im nächtlichen Anflug. Nach einem zweiten Fehlanflug verliert der Kapitän wahrscheinlich infolge räumlicher Desorientierung die Kontrolle. Die DC-8 stürzt rund 5km nordwestlich des Flughafens ab und brennt aus. Todesopfer: 4.

10.02.1992, bei Balderschwang (Bayern, Deutschland): Ein Rettungshubschrauber auf dem Weg zu einem Einsatz gerät in das Seil einer Materialseilbahn und stürzt ab. Der Pilot kommt ums Leben, Notarzt und Rettungsassistent werden schwer verletzt. Der Fall gehört in unsere zivile Luftfahrtchronik, weil es sich um den zivilen Luftrettungsbetrieb und nicht um einen militärischen Einsatz handelte. Todesopfer: 1.

09.02.1992, Cap Skirring (Senegal): Eine Convair 640 von Gambcrest ist von Air Sénégal für den Transport von Urlaubern des Club Méditerranée gechartert. Beim nächtlichen Anflug verunglückt die Maschine in der Casamance. 26 Menschen überleben den Absturz. Todesopfer: 30.

24.01.1992, Batumi (Georgien): Eine Tupolew Tu-134A von Aeroflot kommt bei der Landung auf einer nicht vollständig von Schnee geräumten Piste von der Bahn ab; das Bugfahrwerk bricht zusammen und das Flugzeug wird abgeschrieben. Alle 57 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

20.01.1992, Mont Sainte-Odile bei Straßburg (Frankreich): Ein Airbus A320-100 von Air Inter befindet sich als Flug 148 aus Lyon im Anflug auf Straßburg. Unter anderem durch die Verwechslungsmöglichkeit zwischen Flugbahnwinkel- und Vertikalgeschwindigkeitsmodus sowie Fehler bei Anflug und Überwachung sinkt der Airbus wesentlich stärker als vorgesehen und kollidiert in den Vogesen mit dem Mont Sainte-Odile. Neun Menschen überleben. Todesopfer: 87.

03.01.1992, Gabriels/Saranac Lake (New York, USA): Eine Beechcraft 1900C von CommutAir im Einsatz als USAir Express 4821 befindet sich im Instrumentenanflug auf den Adirondack Regional Airport. Die Maschine gerät vom korrekten ILS-Anflugprofil ab und kollidiert rund 7km vor der Landebahn mit einem bewaldeten Hang. Zwei der vier Menschen an Bord überleben schwer verletzt. Todesopfer: 2.

29.12.1991, Wanli bei Taipeh (Taiwan): Eine Boeing 747-200F von China Airlines Cargo startet als Flug 358 von Taipeh nach Anchorage. Im Steigflug löst sich Triebwerk Nr. 3 mitsamt Pylon von der rechten Tragfläche und schlägt dabei Triebwerk Nr. 4 ab. Die Besatzung verliert die Kontrolle, der Frachter stürzt in bergiges Gelände. Der Unfall weist deutliche Parallelen zum El-Al-Absturz von Amsterdam im folgenden Jahr auf. Todesopfer: 5.

27.12.1991, Gottröra bei Stockholm (Schweden): Eine MD-81 von Scandinavian Airlines startet als Flug 751 von Stockholm-Arlanda nach Kopenhagen. Von den Tragflächen gelöstes Klareis wird von beiden Triebwerken eingesaugt und beschädigt sie schwer. Beide Triebwerke fallen aus. Den Piloten gelingt eine Notlandung auf einem Feld; der Rumpf zerbricht in drei Teile. Alle 129 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

08.10.1991, Hannover-Langenhagen (Niedersachsen, Deutschland): Eine österreichisch registrierte Cessna 425 Conquest I befindet sich mit sieben Menschen auf einem Charterflug von Wien nach Hannover. Bei nur etwa 400m Sicht wird der Anflug abgebrochen. Beim Durchstarten verliert die Maschine offenbar nach Problemen mit asymmetrischem Triebwerksschub die Kontrolle und stürzt etwa 200m vor der Landebahn 27R ab. Todesopfer: 7.

11.09.1991, Eagle Lake (Texas, USA): Eine Embraer EMB-120 von Continental Express befindet sich als Flug 2574 auf dem Weg von Laredo nach Houston. Im Reiseflug löst sich ein nicht ordnungsgemäß befestigter Teil der Vorderkante des linken Höhenleitwerks. Die Maschine geht abrupt in einen steilen Sinkflug über und zerbricht in der Luft. Das NTSB führt den Unfall auf gravierende Fehler bei Wartung und Qualitätskontrolle zurück. Todesopfer: 14.

11.07.1991, Dschidda (Saudi-Arabien): Eine Douglas DC-8-61 der kanadischen Nationair wird für Nigeria Airways als Flug 2120 eingesetzt und transportiert Pilger von Dschidda nach Sokoto. Unterinflierte Reifen überhitzen beim Start, werden ins Fahrwerk eingefahren und lösen dort einen verheerenden Brand aus. Während die Besatzung zum Flughafen zurückkehrt, breitet sich das Feuer durch Kabinenboden und Steuerungssysteme aus. Die DC-8 stürzt kurz vor dem Flughafen ab. Todesopfer: 261.

10.07.1991, Birmingham (Alabama, USA): Eine Beechcraft C99 von L’Express Airlines befindet sich als Flug 508 im Anflug auf Birmingham. Der Kapitän setzt den Instrumentenanflug trotz schwerer Gewitter fort. Die Maschine gerät außer Kontrolle, stürzt in ein Wohngebiet und zerstört zwei Häuser. Zwei der 15 Menschen an Bord überleben; mehrere Menschen am Boden werden verletzt. Todesopfer: 13.

26.05.1991, Phu Toei/Suphan Buri (Thailand): Eine Boeing 767-300ER von Lauda Air befindet sich als Flug 004 von Bangkok nach Wien. Im Steigflug fährt ohne Befehl die Schubumkehr des linken Triebwerks aus. Bei hoher Geschwindigkeit verursacht dies einen massiven Auftriebsverlust; die Maschine gerät außer Kontrolle, erreicht enorme Geschwindigkeit und zerbricht in der Luft. Alle 213 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder sterben. Niki Lauda beteiligt sich persönlich intensiv an der Aufklärung des technischen Fehlers. Todesopfer: 223.

05.04.1991, Brunswick (Georgia, USA): Eine Embraer EMB-120 Brasilia von Atlantic Southeast Airlines befindet sich als Flug 2311 im Anflug auf Brunswick. Eine Fehlfunktion der Propellersteuerung führt zu einer extremen Fehlstellung der Blätter des linken Propellers. Die Maschine rollt plötzlich nach links und stürzt ab. Unter den Opfern befinden sich der frühere US-Senator John Tower und der Astronaut Sonny Carter. Todesopfer: 23.

04.04.1991, Lower Merion bei Philadelphia (Pennsylvania, USA): Eine Piper PA-60 Aerostar mit US-Senator John Heinz an Bord hat Probleme mit der Anzeige des Bugfahrwerks. Ein ziviler Bell-412-Hubschrauber steigt auf, um das Fahrwerk aus der Luft zu überprüfen. Dabei kollidieren beide Maschinen über einer Grundschule. Alle drei Menschen in der Piper und beide Hubschrauberpiloten sterben; brennende Wrackteile töten außerdem zwei Kinder auf dem Schulgelände. Todesopfer: 7.

11.03.1991, Bischofsheim in der Rhön (Bayern, Deutschland): Eine Cessna 402B von Luft-Taxi Emsland fliegt mit sechs Passagieren von Nordhorn nach Haßfurt. Bei Nebel beginnt der Pilot den Sinkflug offenbar zu früh und unterschreitet die sichere Höhe. Die Maschine kollidiert rund 53km nordwestlich des Zielflughafens mit einem Berg. Ein Passagier überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 6.

05.03.1991, Páramo Los Torres (Venezuela): Eine DC-9-32 von Aeropostal befindet sich auf einem Inlandsflug von Maracaibo nach Santa Bárbara del Zulia. Die Besatzung folgt nach dem Start einem falschen Kurs und fliegt unter Instrumentenbedingungen in das bergige Gelände des Páramo Los Torres. Die Gegend trägt wegen zahlreicher Unfälle den wenig beruhigenden Beinamen „Guillotine der Anden“. Todesopfer: 45.

03.03.1991, Colorado Springs (Colorado, USA): Eine Boeing 737-200 von United Airlines befindet sich als Flug 585 im Anflug. In etwa 1.000ft Höhe rollt die Boeing plötzlich stark nach rechts, geht in einen nahezu senkrechten Sturzflug über und schlägt auf. Die Ursache bleibt zunächst ungeklärt; erst nach weiteren 737-Unfällen wird ein konstruktives Problem im Servoventil der Seitenrudersteuerung als Ursache erkannt. Todesopfer: 25.

20.02.1991, Puerto Williams (Chile): Eine BAe 146-200 von LAN Chile landet mit Urlaubern an Bord, die anschließend zu einer Antarktis-Kreuzfahrt aufbrechen wollen. Die Maschine setzt zu weit hinter der Schwelle auf und kann auf der kurzen, nassen Bahn nicht mehr rechtzeitig stoppen. Sie schießt über das Ende hinaus und stürzt in den eiskalten Beagle-Kanal. 52 Menschen überleben, viele retten sich auf Tragflächen und Rumpfteile. Todesopfer: 20.

17.02.1991, Cleveland (Ohio, USA): Eine Douglas DC-9-15 von Ryan International Airlines startet zu einem Frachtflug für den US Postal Service. Kurz nach dem Abheben verliert die Besatzung die Kontrolle und die DC-9 stürzt ab. An Bord befinden sich nur die beiden Piloten. Todesopfer: 2.

01.02.1991, Los Angeles (Kalifornien, USA): Eine Boeing 737-300 von USAir landet als Flug 1493 auf der Piste 24L des Los Angeles International Airport. Auf derselben Bahn wartet eine Fairchild Swearingen Metro III von SkyWest auf die Startfreigabe. Die 737 setzt auf und fährt praktisch unmittelbar in die kleinere Maschine hinein. Die Metro wird zerquetscht, beide Flugzeuge geraten in Brand. Alle zwölf Menschen in der Metro und 23 Menschen in der Boeing sterben. Todesopfer: 35.

03.12.1990, Detroit (Michigan, USA): Bei dichtem Nebel verirrt sich eine DC-9 von Northwest Airlines als Flug 1482 beim Rollen und gelangt auf eine aktive Startbahn. Dort beschleunigt gerade eine Boeing 727 derselben Gesellschaft als Flug 299. Die 727 kollidiert mit der DC-9 und reißt deren Rumpf auf; die 727 kann anschließend evakuiert werden. In der DC-9 sterben acht Menschen, alle 156 Insassen der 727 überleben. Todesopfer: 8.

14.11.1990, Weiach bei Zürich (Schweiz): Eine DC-9-32 von Alitalia befindet sich als Flug 404 aus Mailand im ILS-Anflug auf Zürich. Ein defekter Navigationsempfänger liefert dem Kapitän falsche Gleitpfadinformationen. Der Copilot erkennt die gefährlich niedrige Flughöhe und will durchstarten, wird vom Kapitän jedoch daran gehindert. Sekunden später prallt die DC-9 am Stadlerberg in den Wald. Todesopfer: 46.

02.10.1990, Guangzhou (China): Eine Boeing 737-200 von Xiamen Airlines wird auf Flug 8301 entführt. Beim Landeversuch kommt es im Cockpit zum Kampf zwischen Entführer und Besatzung; die 737 gerät außer Kontrolle, streift zunächst eine abgestellte Boeing 707 und rammt anschließend eine startbereite Boeing 757. In der 737 sterben 82 Menschen einschließlich des Entführers, in der 757 weitere 46. Todesopfer: 128.

11.09.1990, Nordatlantik südöstlich von Neufundland (Kanada): Eine Boeing 727-247 von Faucett Perú befindet sich auf einem Überführungsflug von Europa nach Peru. Auf dem Abschnitt Keflavík-Gander gerät die Maschine offenbar weit vom vorgesehenen Kurs ab. Die Besatzung meldet schließlich Treibstoffmangel und kündigt eine Notwasserung an. Danach verschwindet die 727 spurlos; weder Wrack noch Insassen werden gefunden. Todesopfer: 16, als tot vermutet.

10.06.1990, über Didcot (England, Großbritannien): Bei einer BAC One-Eleven von British Airways auf Flug 5390 von Birmingham nach Málaga löst sich in rund 17.000ft Höhe eine Cockpitscheibe, weil bei Wartungsarbeiten falsche Schrauben verwendet worden waren. Durch die explosive Dekompression wird Kapitän Tim Lancaster mit dem Oberkörper aus dem Cockpit gesogen. Flugbegleiter halten ihn fest, während der Copilot die Maschine in Southampton landet. Lancaster überlebt erstaunlicherweise. Todesopfer: 0.

14.02.1990, Bangalore (Indien): Ein Airbus A320-231 von Indian Airlines befindet sich als Flug 605 aus Bombay im Anflug. Die Maschine gerät in einen ungeeigneten Sinkflugmodus, während die Besatzung den Höhenverlust zu spät erkennt. Der Airbus schlägt vor der Landebahn auf einem Golfplatz auf, springt nochmals hoch und zerbricht anschließend. 54 Menschen überleben. Es ist der erste tödliche Unfall eines Airbus A320. Todesopfer: 92.

25.01.1990, Cove Neck bei New York (USA): Eine Boeing 707-320B von Avianca befindet sich als Flug 052 aus Bogotá nach New York-JFK. Wegen schlechten Wetters und starken Verkehrs muss die Maschine mehrfach warten und verbraucht dabei ihre Treibstoffreserven. Die Besatzung vermittelt der Flugsicherung die Dringlichkeit der Lage nicht eindeutig genug. Nach einem abgebrochenen Anflug fallen nacheinander alle vier Triebwerke wegen Treibstoffmangels aus; die Boeing stürzt auf Long Island ab. 85 Menschen überleben. Todesopfer: 73.

13.01.1990, Perwouralsk (damals Sowjetunion, heute Russland): In einer Tupolew Tu-134A von Aeroflot entsteht während des Fluges vermutlich durch einen elektrischen Kurzschluss ein Feuer. Zahlreiche Systeme und Navigationsinstrumente fallen aus. Die Besatzung versucht eine Notlandung auf einem verschneiten Feld; dabei kollidiert die Tupolew mit einer Bewässerungsanlage, überschlägt sich und zerbricht. 44 Menschen überleben. Todesopfer: 27.

27.11.1989, Soacha bei Bogotá (Kolumbien): Eine Boeing 727-100 von Avianca startet als Flug 203 von Bogotá nach Cali. Wenige Minuten später explodiert eine an Bord geschmuggelte Bombe; die Maschine zerbricht in der Luft. Hinter dem Anschlag steht das Medellín-Kartell um Pablo Escobar. Alle 107 Menschen an Bord sowie drei Menschen am Boden sterben. Als Terroranschlag auf ein ziviles Verkehrsflugzeug gehört der Fall selbstverständlich in unsere Chronik. Todesopfer: 110.

28.10.1989, Molokaʻi (Hawaii, USA): Eine DHC-6-300 Twin Otter von Aloha IslandAir befindet sich als Flug 1712 auf einem kurzen Linienflug von Maui nach Molokaʻi. Der Kapitän setzt den nächtlichen Sichtflug trotz Instrumentenwetter fort; die Maschine fliegt in Wolken und kollidiert mit dem bergigen Gelände nahe der Hālawa Bay. Todesopfer: 20.

26.10.1989, Hualien (Taiwan): Eine Boeing 737-200 von China Airlines startet als Flug 204 zu einem Inlandsflug. Nach dem Start folgt die Besatzung aufgrund einer Verwechslung der Startbahn dem falschen Abflugverfahren und dreht in Richtung der Berge statt über das Meer. Die Boeing prallt in die Chiashan-Bergkette. Todesopfer: 54.

21.10.1989, Tegucigalpa (Honduras): Eine Boeing 727-200 von TAN-SAHSA befindet sich als Flug 414 aus San José über Managua im Anflug auf Tegucigalpa. Die Besatzung unterschreitet bei einem nicht standardmäßigen Anflug die vorgeschriebene Höhe und kollidiert rund 9km vor dem Flughafen mit dem Berg Cerro de Hula. 15 Menschen überleben. Todesopfer: 131.

20.09.1989, New York-LaGuardia (USA): Eine Boeing 737-400 von USAir beginnt als Flug 5050 den Start. Wegen einer fehlerhaften Seitenrudertrimmung zieht die Maschine stark nach links. Die Besatzung bricht den Start bei hoher Geschwindigkeit ab; die 737 schießt über das Bahnende in die Bowery Bay und zerbricht teilweise. Todesopfer: 2.

19.09.1989, Ténéré-Wüste (Niger): Eine DC-10-30 der französischen UTA befindet sich als Flug 772 von Brazzaville über N’Djamena nach Paris. Rund 20Minuten nach dem Start in N’Djamena explodiert eine Bombe im vorderen Frachtraum. Die DC-10 zerbricht in Reiseflughöhe und stürzt über einem riesigen Gebiet der Sahara ab. Todesopfer: 170.

08.09.1989, Skagerrak vor Hirtshals (Dänemark): Eine Convair CV-580 der norwegischen Partnair fliegt als Charterflug 394 von Oslo nach Hamburg. Während des Reiseflugs entstehen zunehmende Schwingungen im Leitwerksbereich; schließlich bricht die Maschine in der Luft auseinander und stürzt ins Meer. Die offizielle Untersuchung führte das strukturelle Versagen unter anderem auf mangelhafte beziehungsweise nicht zugelassene Bauteile im Leitwerk zurück. Todesopfer: 55.

03.09.1989, Havanna (Kuba): Eine Iljuschin Il-62M von Cubana de Aviación startet als Charterflug 9046 über Köln/Bonn nach Mailand. Bei starkem Regen und Wind gerät die Maschine unmittelbar nach dem Start in heftige Windscherung, verliert Höhe und stürzt in ein Wohngebiet. Alle 126 Menschen an Bord sowie 24 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 150.

03.09.1989, São José do Xingu (Brasilien): Eine Boeing 737-200 von VARIG befindet sich als Flug 254 auf dem Weg nach Belém. Die Besatzung interpretiert die Kursangabe „0270“ fälschlich als 270° statt 027,0° und fliegt dadurch hunderte Kilometer in die falsche Richtung. Nach stundenlanger Suche nach der eigenen Position geht der Treibstoff aus; die Piloten setzen die 737 nachts im Amazonaswald auf. Nach heutiger Zählung sterben zwölf Menschen, 42 überleben. Todesopfer: 12.

25.08.1989, Himalaja zwischen Gilgit und Islamabad (Pakistan): Eine Fokker F27 Friendship von Pakistan International Airlines startet als Flug 404 in Gilgit. Vier Minuten später erfolgt der letzte Funkkontakt. Von der Maschine wird trotz umfangreicher Suche nie wieder eine Spur gefunden; ein Absturz im Himalaja gilt als wahrscheinlich. Alle 54 Insassen gelten bis heute als vermisst und für tot erklärt. Todesopfer: 54, vermutet.

27.07.1989, Tripolis (Libyen): Eine DC-10-30 von Korean Air befindet sich als Flug 803 nach Zwischenstopps in Bangkok und Dschidda im Anflug auf Tripolis. Bei sehr schlechter Sicht und nicht verfügbarem ILS sinkt die Maschine zu früh, trifft Gebäude und zerbricht. 75 Menschen an Bord sowie vier Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 79.

19.07.1989, Sioux City (Iowa, USA): Bei einer DC-10-10 von United Airlines auf Flug 232 zerbricht im Reiseflug die Fanscheibe des mittleren Hecktriebwerks. Trümmer durchtrennen sämtliche drei Hydrauliksysteme, womit praktisch alle normalen Flugsteuerungen ausfallen. Die Besatzung steuert die DC-10 nur noch über unterschiedliche Triebwerksleistungen bis Sioux City. Bei der spektakulären Bruchlandung zerbricht die Maschine und gerät in Brand, dennoch überleben 185 Menschen. Todesopfer: 111.

17.06.1989, Berlin-Schönefeld (damalige DDR): Eine Iljuschin Il-62M der Interflug startet als Flug 102 nach Moskau. Wegen eines technischen Problems soll der Start abgebrochen werden, doch die Schubumkehr lässt sich nicht wie erwartet aktivieren. Die Il-62 schießt über das Bahnende hinaus, kollidiert mit Hindernissen und gerät in einem Maisfeld in Brand. Ein Großteil der 113 Menschen an Bord kann sich retten. Todesopfer: 21.

07.06.1989, Zanderij bei Paramaribo (Suriname): Eine DC-8-62 von Surinam Airways befindet sich als Flug 764 aus Amsterdam im Anflug. Trotz dichten Nebels wird der Anflug unter die vorgeschriebene Mindesthöhe fortgesetzt; die DC-8 trifft Bäume und stürzt kurz vor dem Flughafen ab. Bei den Opfern befinden sich zahlreiche niederländisch-surinamische Fußballspieler. Die Quellen unterscheiden sich bei der späteren Zählung einzelner Opfer; die zeitgenössische ICAO-basierte Darstellung nennt 176 Tote. Todesopfer: 176.

21.03.1989, São Paulo (Brasilien): Eine Boeing 707-349C von Transbrasil befindet sich mit rund 26t Elektronikfracht aus Manaus im Anflug auf Guarulhos. Die Besatzung verliert im Endanflug die Kontrolle, die 707 gerät in einen Strömungsabriss und stürzt in das dicht bebaute Viertel Vila Barros. Alle drei Besatzungsmitglieder und 22 Menschen am Boden sterben; mehr als 200 Menschen werden verletzt. Todesopfer: 25.

18.03.1989, Saginaw (Texas, USA): Eine DC-9-33F von Evergreen International Airlines startet als Frachtflug 17 aus Fort Worth. Kurz nach dem Abheben öffnet sich die Hauptfrachttür; dadurch entstehen massive aerodynamische und strukturelle Probleme. Die Maschine stürzt beim Versuch der Rückkehr ab. Todesopfer: 2.

10.03.1989, Dryden (Ontario, Kanada): Eine Fokker F28 von Air Ontario startet als Flug 1363 bei starkem Schneefall. Auf den Tragflächen haben sich Eis und Schnee angesammelt; wegen eines defekten Hilfstriebwerks und der betrieblichen Abläufe wird die Maschine vor dem Start nicht erneut enteist. Sie hebt nur kurz ab, kann nicht ausreichend steigen und schlägt hinter der Startbahn im Wald auf. 45 Menschen überleben. Todesopfer: 24.

24.02.1989, Pazifik bei Honolulu (Hawaii, USA): Bei einer Boeing 747-100 von United Airlines auf Flug 811 öffnet sich im Steigflug in rund 22.000ft Höhe die vordere Frachttür. Durch die explosive Dekompression wird ein großes Stück des Rumpfes herausgerissen; neun Passagiere werden aus der Kabine ins Meer geschleudert. Trotz der enormen Schäden gelingt der Besatzung die Rückkehr nach Honolulu. Todesopfer: 9.

19.02.1989, Puchong bei Kuala Lumpur (Malaysia): Eine Boeing 747-200F der Flying Tiger Line befindet sich als Frachtflug 66 aus Singapur im Anflug. Die Besatzung interpretiert eine Höhenfreigabe „descend two four zero zero“ fälschlich als 400ft statt 2.400ft und sinkt weit unter die sichere Höhe. Der Jumbo prallt rund 12km vor dem Flughafen gegen einen bewaldeten Hang. Todesopfer: 4.

08.02.1989, Pico Alto/Santa Maria (Azoren, Portugal): Eine Boeing 707-300 von Independent Air transportiert Urlauber von Bergamo über die Azoren nach Punta Cana. Im Anflug auf Santa Maria führen Missverständnisse mit der Flugsicherung, eine falsche Höhenmessereinstellung und Fehler der Besatzung dazu, dass die Boeing unter die sichere Höhe sinkt und gegen den Pico Alto fliegt. Todesopfer: 144.

08.01.1989, Kegworth (England, Großbritannien): Eine neue Boeing 737-400 von British Midland befindet sich als Flug 92 von London-Heathrow nach Belfast, als ein Fanblatt im linken Triebwerk bricht. Die Piloten identifizieren irrtümlich das rechte Triebwerk als defekt und schalten ausgerechnet das funktionierende Triebwerk ab. Beim Versuch einer Notlandung in East Midlands verliert das beschädigte linke Triebwerk endgültig Leistung; die 737 schlägt unmittelbar vor der Landebahn neben der Autobahn M1 auf. 79 Menschen überleben. Todesopfer: 47.

21.12.1988, Lockerbie (Schottland, Großbritannien): Eine Boeing 747-100 von Pan Am befindet sich als Flug 103 von London-Heathrow nach New York-JFK. Rund 38Minuten nach dem Start explodiert eine Bombe im vorderen Frachtraum. Die 747 zerbricht in etwa 9.400m Höhe; große Wrackteile schlagen in Lockerbie ein und zerstören mehrere Häuser. Alle 259 Menschen an Bord sowie elf Einwohner von Lockerbie sterben. Todesopfer: 270.

07.12.1988, Kodinsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Let L-410UVP von Aeroflot befindet sich auf einem Linienflug von Krasnojarsk nach Kodinsk. Beim Anflug sinkt die Maschine zu tief und schlägt vor dem Flughafen auf. Acht der 14 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 6.

19.10.1988, Ahmedabad (Indien): Eine Boeing 737-200 von Indian Airlines befindet sich als Flug 113 aus Bombay im Anflug auf Ahmedabad. Bei schlechter Sicht sinkt die Besatzung unter die vorgeschriebene Höhe; die Boeing streift Bäume und einen Hochspannungsmast und stürzt rund 2,5km vor der Landebahn ab. Nur zwei Menschen überleben. Todesopfer: 133.

17.10.1988, Rom-Fiumicino (Italien): Eine Boeing 707 von Uganda Airlines befindet sich als Flug 775 von London über Rom nach Entebbe. Nach zwei abgebrochenen Anflügen bei schlechter Sicht versucht die Besatzung einen weiteren Anflug, unterschreitet jedoch die sichere Höhe. Die Boeing trifft Bäume und stürzt etwa 800m vor der Landebahn ab. 19 Menschen überleben. Todesopfer: 33.

15.09.1988, Bahir Dar (Äthiopien): Eine Boeing 737-200 von Ethiopian Airlines startet als Flug 604 Richtung Asmara. Kurz nach dem Abheben gerät die Maschine in einen Vogelschwarm; beide Triebwerke werden schwer beschädigt und verlieren schließlich ihre Leistung. Bei der Rückkehr nach Bahir Dar führt die Besatzung eine Bauchlandung durch, wobei die Boeing auseinanderbricht und Feuer fängt. 69 Menschen überleben. Todesopfer: 35.

31.08.1988, Dallas/Fort Worth (Texas, USA): Eine Boeing 727-200 von Delta Air Lines startet als Flug 1141 nach Salt Lake City. Die Besatzung hat weder Vorflügel noch Landeklappen in die erforderliche Startstellung gebracht; zugleich funktioniert das Startwarnsystem nicht ordnungsgemäß. Die Boeing hebt kurz ab, gerät in einen Strömungsabriss und stürzt hinter der Startbahn ab. Todesopfer: 14.

03.07.1988, Straße von Hormus (Persischer Golf): Ein Airbus A300B2 von Iran Air befindet sich als Linienflug 655 von Bandar Abbas nach Dubai und fliegt in einem internationalen zivilen Luftkorridor. Der US-Kreuzer USS Vincennes hält den Airbus irrtümlich für ein angreifendes Militärflugzeug und feuert zwei Flugabwehrraketen ab. Der Airbus wird zerstört; unter den Opfern befinden sich 65 Kinder und Kleinkinder. Das ist trotz des militärischen Verursachers eindeutig ein Fall unserer zivilen Chronik. Todesopfer: 290.

26.06.1988, Habsheim bei Mülhausen (Frankreich): Ein praktisch fabrikneuer Airbus A320-111 von Air France führt mit 130 Passagieren einen Demonstrationsflug bei einer Flugschau durch. Beim geplanten extrem niedrigen Vorbeiflug sinkt die Maschine bis auf Baumwipfelhöhe, trifft den Wald hinter der Piste und wird durch den anschließenden Brand zerstört. 133 Menschen können sich retten. Es ist der erste Totalverlust und der erste tödliche Unfall eines Airbus A320. Todesopfer: 3.

12.06.1988, Posadas (Argentinien): Eine MD-81 von Austral Líneas Aéreas befindet sich im Anflug auf Posadas. Bei schlechter Sicht und starkem Regen sinkt die Maschine unter die vorgeschriebene Höhe, trifft Bäume und stürzt etwa 3km vor dem Flughafen ab. Todesopfer: 61.

24.05.1988, New Orleans (Louisiana, USA): Eine Boeing 737-300 von TACA gerät als Flug 110 beim Sinkflug in ein extrem schweres Gewitter. Hagel und enorme Wassermengen führen zum Ausfall beider Triebwerke. Kapitän Carlos Dardano und seine Besatzung schaffen das Kunststück, den antriebslosen Jet auf einem schmalen Grasdeich des NASA-Geländes Michoud aufzusetzen. Niemand wird getötet oder schwer verletzt; die kaum beschädigte 737 kann später sogar wieder vom Gelände starten. Todesopfer: 0.

06.05.1988, Torghatten bei Brønnøysund (Norwegen): Eine DHC-7 Dash 7 von Widerøe befindet sich als Flug 710 im Anflug auf Brønnøysund. Die Besatzung beginnt den Sinkflug zu früh und fliegt bei schlechter Sicht direkt in den Berg Torghatten. Niemand überlebt. Bis heute ist es der schwerste Unfall einer Dash 7. Todesopfer: 36.

28.04.1988, bei Maui (Hawaii, USA): Eine Boeing 737-200 von Aloha Airlines befindet sich als Flug 243 von Hilo nach Honolulu in 24.000ft Höhe, als ein großer Teil der oberen Rumpfhaut infolge von Materialermüdung und unentdeckten Schäden schlagartig abreißt. Die Kabine liegt auf einer Länge von rund 5,5m praktisch offen. Eine Flugbegleiterin wird aus dem Flugzeug gerissen; trotz der enormen Schäden gelingt die Landung auf Maui. Todesopfer: 1.

19.04.1988, bei Bagdarin (Sowjetunion, heute Russland): Eine Let L-410UVP von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Regionalflug in Ostsibirien. Die Maschine verunglückt rund 74km nordöstlich von Bagdarin und wird zerstört. Todesopfer: 17.

17.03.1988, Cúcuta (Kolumbien): Eine Boeing 727-100 von Avianca startet als Flug 410 nach Cartagena. Wenige Minuten später kollidiert die Maschine mit dem Berg El Espartillo. Die Untersuchung stellt unter anderem erhebliche Defizite bei Cockpitdisziplin und Zusammenarbeit der Besatzung fest; zudem befindet sich ein nicht zur Besatzung gehörender Pilot im Cockpit und lenkt die Crew ab. Todesopfer: 143.

08.03.1988, Weschtschewo bei Leningrad (Sowjetunion): Eine Tupolew Tu-154B von Aeroflot wird als Flug 3739 von Mitgliedern der Familie Owetschkin entführt, die eine Ausreise nach London erzwingen wollen. Die Maschine landet stattdessen auf dem sowjetischen Militärflugplatz Weschtschewo und wird gestürmt. Eine Flugbegleiterin und drei Passagiere werden getötet; fünf Entführer sterben durch Suizid beziehungsweise die von ihnen ausgelöste Explosion. Todesopfer: 9, darunter 5 Entführer.

27.02.1988, Surgut (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-134AK von Aeroflot befindet sich im Anflug auf Surgut. Beim Übergang vom Instrumenten- zum Sichtanflug verliert die Besatzung die korrekte Fluglage; die Maschine schlägt neben der Landebahn auf und wird zerstört. 31 Menschen überleben. Todesopfer: 20.

08.02.1988, Kettwig bei Essen (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine Fairchild Swearingen Metro III des Nürnberger Flugdienstes fliegt als NFD 108 von Hannover nach Düsseldorf. Im Anflug gerät die Maschine in eine Gewitterzelle und wird von einem Blitz getroffen. Die elektrische Anlage fällt vollständig aus; die Piloten verlieren bei Dunkelheit und in Wolken die räumliche Orientierung. Der Metroliner gerät außer Kontrolle, wird strukturell überlastet und zerbricht noch in der Luft. Alle 19 Passagiere sowie Pilot und Copilotin sterben. Todesopfer: 21.

18.01.1988, Chongqing (China): Eine Iljuschin Il-18D von China Southwest Airlines befindet sich als Flug 4146 aus Peking im Anflug auf Chongqing. Am äußeren rechten Triebwerk entsteht nach einem technischen Defekt ein Feuer. Der Brand beschädigt die Triebwerksaufhängung, das Triebwerk löst sich schließlich von der Tragfläche und die Besatzung verliert die Kontrolle. Die Untersuchung führt den Unfall auf mangelhafte Wartung zurück. Todesopfer: 108.

19.01.1988, Green Island (Taiwan): Eine Britten-Norman BN-2A-26 Islander von Taiwan Airlines verunglückt beim Anflug auf den Flughafen von Green Island. Die Maschine wird zerstört; niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 10.

07.12.1987, Cayucos bei San Luis Obispo (Kalifornien, USA): Eine BAe 146-200 von Pacific Southwest Airlines befindet sich als Flug 1771 von Los Angeles nach San Francisco. Ein kurz zuvor entlassener USAir-Mitarbeiter schmuggelt eine Pistole an Bord, erschießt zunächst seinen früheren Vorgesetzten, danach die Piloten und bringt die Maschine gezielt zum Absturz. Der Jet schlägt mit hoher Geschwindigkeit in einen Berghang ein. Todesopfer: 43, einschließlich des Täters.

29.11.1987, Andamanensee westlich von Myanmar: Eine Boeing 707-300 von Korean Air befindet sich als Flug 858 von Bagdad über Abu Dhabi und Bangkok nach Seoul. Zwei nordkoreanische Agenten verlassen die Maschine in Abu Dhabi, nachdem sie eine Bombe und einen Flüssigsprengsatz an Bord zurückgelassen haben. Die Sprengsätze detonieren im Reiseflug; die Boeing stürzt ins Meer. Todesopfer: 115.

28.11.1987, Indischer Ozean nordöstlich von Mauritius: Eine Boeing 747-200B Combi von South African Airways fliegt als Flug 295 von Taipeh über Mauritius nach Johannesburg. Im Frachtbereich auf dem Hauptdeck bricht ein Feuer aus, das außer Kontrolle gerät. Weniger als 20Minuten nach der ersten Rauchmeldung stürzt die „Helderberg“ ins Meer. Die genaue Zündquelle des Feuers konnte nie zweifelsfrei geklärt werden. Todesopfer: 159.

23.11.1987, Homer (Alaska, USA): Eine Beechcraft 1900C von Ryan Air Service befindet sich als Flug 103 von Kodiak nach Homer. Beim Anflug gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt ab. Die Untersuchung stellt eine falsche Beladung mit einem Schwerpunkt weit außerhalb der zulässigen Grenzen fest. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 18.

15.11.1987, Denver (Colorado, USA): Eine DC-9-14 von Continental Airlines soll als Flug 1713 nach Boise starten. Nach der Enteisung verzögert sich der Start rund 27Minuten; in dieser Zeit lagern sich erneut Schnee und Eis auf den Tragflächen ab. Die Maschine wird nicht noch einmal enteist, hebt nach einer zu schnellen Rotation ab, kippt nach links und stürzt neben der Startbahn ab. Todesopfer: 28.

15.10.1987, Monte Crezzo bei Como (Italien): Eine ATR 42-300 von Aero Trasporti Italiani befindet sich als Flug 460 von Mailand nach Köln/Bonn. Unter Vereisungsbedingungen gerät die erst wenige Monate alte Maschine im Steigflug in zunehmende Rollbewegungen und schließlich außer Kontrolle. Sie schlägt nahezu senkrecht am Monte Crezzo auf. Todesopfer: 37.

11.10.1987, bei Pagan/Bagan (Myanmar): Eine Fokker F27 von Burma Airways befindet sich auf einem Inlandsflug von Rangun nach Pagan. Bei starkem Monsunregen und schlechter Sicht kollidiert die Maschine rund 32km vor dem Flughafen mit einem Bergrücken. Niemand überlebt. Todesopfer: 49.

31.08.1987, vor Phuket (Thailand): Eine Boeing 737-200 von Thai Airways befindet sich als Flug 365 von Hat Yai nach Phuket. Im Anflug reduziert die Besatzung wegen eines anderen Flugzeugs die Geschwindigkeit stark; anschließend gerät die Boeing in einen Strömungsabriss und stürzt in die Andamanensee. Fehler der Piloten und der Flugsicherung tragen zum Unfall bei. Todesopfer: 83.

16.08.1987, Detroit (Michigan, USA): Eine MD-82 von Northwest Airlines startet als Flug 255 nach Phoenix. Die Besatzung hat die Landeklappen und Vorflügel nicht in Startstellung gebracht; zudem funktioniert das Warnsystem nicht ordnungsgemäß. Die MD-82 kann kaum steigen, trifft Hindernisse und stürzt auf eine Straße. Von 155 Menschen an Bord überlebt nur ein vierjähriges Mädchen; außerdem sterben zwei Menschen am Boden. Todesopfer: 156.

11.08.1987, München-Trudering (Bayern, Deutschland): Eine Piper PA-31T Cheyenne II mit dem Kennzeichen D-ILRA führt einen Prüfungsflug durch und befindet sich im Anflug auf München-Riem. In nur rund 60m Höhe wird im Rahmen der Prüfung die Leistung eines Triebwerks zurückgenommen. Die Maschine gerät in einen Strömungsabriss, stürzt auf die Wasserburger Landstraße und trifft unter anderem einen Linienbus und ein McDonald’s-Restaurant. Alle drei Menschen im Flugzeug und sechs Menschen am Boden sterben, etwa 30 weitere werden verletzt. Todesopfer: 9.

26.06.1987, Baguio (Philippinen): Eine Hawker Siddeley HS 748 von Philippine Airlines befindet sich als Flug 206 von Manila nach Baguio. Bei schlechtem Wetter und eingeschränkter Sicht kollidiert die Maschine im Anflug mit dem Berg Ugu. Todesopfer: 50.

21.06.1987, bei Hopong (Myanmar): Eine Fokker F27 Friendship von Burma Airways befindet sich auf einem Inlandsflug von Heho nach Rangun. Kurz nach dem Start kollidiert sie mit bergigem Gelände. Niemand an Bord überlebt. Nur knapp vier Monate später verliert Burma Airways eine weitere F27 mit 49 Toten. Todesopfer: 45.

11.06.1987, bei Khost (Afghanistan): Eine Antonow An-26 von Bakhtar Afghan Airlines befindet sich auf einem zivilen Inlandsflug von Kandahar nach Kabul. Während des sowjetisch-afghanischen Krieges wird die Maschine von Mudschaheddin mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Zwei der 55 Menschen an Bord überleben. Trotz des militärischen Hintergrunds bleibt das Opfer ein ziviles Verkehrsflugzeug und gehört damit in unsere Chronik. Todesopfer: 53.

31.05.1987, Lübeck-Blankensee (Schleswig-Holstein, Deutschland): Eine Cessna Citation mit Ministerpräsident Uwe Barschel an Bord kommt nachts aus Bonn. Bei Nieselregen und schlechter Sicht streift die Maschine etwa 700m vor der Landebahn einen Funkmast und stürzt ab. Beide Piloten sterben unmittelbar, Barschels Leibwächter wenige Tage später. Barschel selbst überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 3.

09.05.1987, Kabaty-Wald bei Warschau (Polen): Eine Iljuschin Il-62M von LOT startet als Flug 5055 von Warschau nach New York-JFK. Rund 30Minuten nach dem Start kommt es zu einem katastrophalen Triebwerksschaden, der weitere Systeme beschädigt und einen Brand auslöst. Die Besatzung versucht nach Warschau zurückzukehren, verliert jedoch kurz vor dem Flughafen die Kontrolle. Die Il-62 stürzt in den Kabaty-Wald. Es bleibt der schwerste Flugunfall der polnischen Geschichte. Todesopfer: 183.

03.01.1987, bei Abidjan (Elfenbeinküste): Eine Boeing 707-300C von VARIG befindet sich als Flug 797 auf dem Weg nach Rio de Janeiro. Kurz nach dem Start in Abidjan meldet die Besatzung einen Triebwerksbrand und versucht zurückzukehren. Während des Anflugs verliert der Kapitän die Kontrolle; die Boeing stürzt rund 18km nordöstlich des Flughafens in einen Wald. Von 51 Menschen an Bord überlebt nur einer. Todesopfer: 50.

25.12.1986, ʿArʿar (Saudi-Arabien): Eine Boeing 737-200C von Iraqi Airways wird als Flug 163 auf dem Weg von Bagdad nach Amman von vier Männern entführt. Sicherheitskräfte an Bord versuchen, die Entführer zu überwältigen; dabei explodiert zunächst eine Handgranate in der Kabine. Eine zweite Granate detoniert im Cockpit und beeinträchtigt die Steuerung so schwer, dass die Boeing beim Notanflug auf ʿArʿar etwa 800m vor der Landebahn abstürzt und brennt. 43 Menschen überleben. Todesopfer: 63.

06.11.1986, vor Sumburgh/Shetlandinseln (Großbritannien): Ein Boeing-Vertol 234LR Chinook von British International Helicopters bringt 44 Arbeiter von der Brent-C-Ölplattform zurück nach Sumburgh. Rund 4km vor dem Flughafen versagt das vordere Getriebe des zivilen Großhubschraubers; die beiden Rotoren verlieren ihre Synchronisierung und kollidieren miteinander. Der Chinook zerbricht und stürzt ins Meer. Nur ein Passagier und der Kapitän überleben. Todesopfer: 45.

29.10.1986, über Japan: Eine Airbus A300 von Thai Airways befindet sich als Flug 620 von Bangkok über Manila nach Osaka. Ein japanisches Yakuza-Mitglied führt eine Handgranate mit sich, die während des Fluges auf der Toilette explodiert. Der Täter wird schwer verletzt, außerdem werden zahlreiche Passagiere verletzt. Trotz erheblicher Beschädigungen gelingt der Besatzung eine Notlandung in Osaka. Todesopfer: 0.

20.10.1986, Kuibyschew/Samara (Sowjetunion, heute Russland): Der Kapitän einer Tupolew Tu-134A von Aeroflot auf Flug 6502 versucht aus einer Mischung aus Selbstüberschätzung und geradezu groteskem Leichtsinn eine Landung praktisch nur nach Instrumenten, wobei die Sicht nach draußen absichtlich eingeschränkt wird. Die Tu-134 setzt viel zu schnell auf, überschießt die Bahn, zerbricht und brennt. 24 Menschen überleben. Todesopfer: 70.

19.10.1986, Mbuzini (Südafrika): Eine Tupolew Tu-134A-3 mit dem mosambikanischen Präsidenten Samora Machel befindet sich auf dem Rückflug von Sambia nach Maputo. Die Besatzung folgt im nächtlichen Anflug einem falschen Kurs und reagiert nicht angemessen auf die Bodenannäherungswarnung. Die Tupolew kollidiert nahe der Grenze zu Mosambik mit einem Berghang. Zehn Menschen überleben, Machel gehört zu den Todesopfern. Das Flugzeug wurde staatlich für VIP-Transport eingesetzt, war aber kein Militärflugzeug. Todesopfer: 34.

20.09.1986, Ufa (Sowjetunion, heute Russland): Zwei bewaffnete Männer, die zuvor auf ihrer Flucht Polizisten getötet haben, dringen auf dem Flughafen in eine abgestellte Tupolew Tu-134 von Aeroflot ein und versuchen, das Flugzeug in ihre Gewalt zu bringen. Sie schießen auf Menschen an Bord und töten zwei Passagiere, bevor Sicherheitskräfte die Entführung beenden und beide Täter erschießen. Todesopfer: 2 Passagiere, zusätzlich 2 Täter.

05.09.1986, Karachi (Pakistan): Eine Boeing 747-100 von Pan Am wird während des Zwischenstopps von Flug 73 von bewaffneten Mitgliedern der Abu-Nidal-Organisation gestürmt. Die Cockpitbesatzung kann das Flugzeug verlassen und verhindert damit, dass die Entführer den Jumbo in die Luft bekommen. Nach rund 16Stunden beginnen die Täter in der dunklen Kabine auf Passagiere zu schießen und Granaten zu werfen. Mehr als 100 Menschen werden verletzt. Die heute von FBI und US-Justiz verwendete Opferzahl beträgt 20 Tote. Todesopfer: 20.

31.08.1986, Cerritos bei Los Angeles (Kalifornien, USA): Eine DC-9-32 von Aeroméxico befindet sich als Flug 498 mit 64 Menschen an Bord im Anflug auf Los Angeles. Eine private Piper PA-28 mit drei Menschen an Bord dringt unbemerkt in den kontrollierten Luftraum ein und kollidiert mit der DC-9. Beide Flugzeuge stürzen ab; die DC-9 schlägt in einem Wohngebiet von Cerritos ein und zerstört mehrere Häuser. Alle 67 Menschen in beiden Flugzeugen und 15 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 82.

16.08.1986, Malakal (heute Südsudan): Eine Fokker F27 Friendship von Sudan Airways startet zu einem regulären Passagierflug nach Khartum. Kurz nach dem Start wird das zivile Verkehrsflugzeug während des sudanesischen Bürgerkriegs von Kämpfern der SPLA mit einer Strela-2-Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Niemand überlebt. Todesopfer: 60.

02.07.1986, bei Wisinga/Syktywkar (Sowjetunion, heute Russland): In einer Tupolew Tu-134 von Aeroflot auf Flug 2306 bricht nach dem Start in Syktywkar im hinteren Frachtraum ein Feuer aus. Die Besatzung versucht eine Notlandung in einem Wald. Die Tupolew zerbricht zwischen den Bäumen und gerät anschließend in Brand. 38 der 92 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 54.

31.03.1986, Maravatío/Michoacán (Mexiko): Eine Boeing 727-200 von Mexicana startet als Flug 940 von Mexiko-Stadt Richtung Los Angeles. Eine überhitzte Bremse führt dazu, dass ein mit Luft statt Stickstoff gefüllter Reifen im eingefahrenen Fahrwerk explodiert. Kraftstoff- und Hydraulikleitungen werden beschädigt, ein Feuer breitet sich aus und die Maschine verliert schließlich strukturelle Teile. Die 727 stürzt am Berg San Andrés ab. Es bleibt der tödlichste Unfall einer Boeing 727 und die schwerste Flugzeugkatastrophe Mexikos. Todesopfer: 167.

20.02.1986, bei Ahvaz (Iran): Eine Fokker F27 Friendship der National Iranian Oil Company befindet sich auf einem zivilen Transportflug, als sie während des Iran-Irak-Krieges von irakischen Kampfflugzeugen abgeschossen wird. Unter den Insassen befinden sich mehrere iranische Parlamentsabgeordnete und Regierungsvertreter. Irak bestreitet damals, ein ziviles Flugzeug abgeschossen zu haben und erklärt, man habe eine militärische C-130 angegriffen. Die iranische Seite identifiziert die zerstörte Maschine dagegen als kommerzielle F27. Todesopfer: 46.

18.01.1986, Flores (Guatemala): Eine Sud Aviation Caravelle III von Aerovías Guatemala bringt Touristen von Guatemala-Stadt nach Flores, unter anderem für Besuche der Maya-Stadt Tikal. Nachdem der erste Anflug zu hoch geraten ist, kollidiert die Maschine beim zweiten Anflug rund 8km vor dem Flughafen mit einem Hügel und brennt aus. Die genaue Unfallursache kann nicht abschließend festgestellt werden; schlechtes Wetter und niedrige Wolken spielen wahrscheinlich eine Rolle. Todesopfer: 93.

14.01.1986, Gourma-Rharous (Mali): Ein ziviler Aérospatiale AS350 Écureuil, der im Zusammenhang mit der Rallye Paris-Dakar eingesetzt wird, gerät am Abend bei schwierigen Sichtverhältnissen in einen Sandsturm und kollidiert mit einer Düne. Unter den fünf Todesopfern befinden sich Rallye-Gründer Thierry Sabine, der französische Sänger Daniel Balavoine und Hubschrauberpilot François-Xavier Bagnoud. Todesopfer: 5.

12.12.1985, Gander (Neufundland, Kanada): Eine DC-8-63CF von Arrow Air startet als Flug 1285R nach einem Tankstopp in Gander Richtung Fort Campbell. An Bord befinden sich überwiegend US-Soldaten, die von einem Friedenseinsatz auf der Sinai-Halbinsel zurückkehren. Kurz nach dem Abheben gewinnt die schwer beladene Maschine kaum Höhe, sinkt wieder und stürzt hinter der Startbahn ab. Vereisung und das hohe Startgewicht spielten nach der Mehrheitsmeinung der kanadischen Untersuchungskommission die entscheidende Rolle. Obwohl die Passagiere Soldaten waren, wurde der Flug von der zivilen Chartergesellschaft Arrow Air mit einem zivilen Verkehrsflugzeug durchgeführt und gehört damit in unsere Chronik. Todesopfer: 256.

21.11.1985, Dortmund-Wickede (Nordrhein-Westfalen, Deutschland): Eine privat betriebene Cessna 421C Golden Eagle III mit dem Kennzeichen D-IFLY kommt aus Wien und befindet sich nachts bei Regen und schlechter Sicht im Anflug auf Dortmund. Rund 1km vor dem Flughafen stürzt die zweimotorige Maschine in Wickede auf beziehungsweise unmittelbar bei einem Schulgebäude. Am Boden wird niemand getötet. Alle vier Insassen der Cessna kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

23.09.1985, Grottoes (Virginia, USA): Eine Beechcraft 99 von Henson Airlines befindet sich als Flug 1517 im Anflug auf Shenandoah Valley Regional Airport. Navigationsfehler und eine unzureichende Überwachung der Instrumente führen dazu, dass die Maschine vom vorgesehenen Anflugweg abkommt und am Hall Mountain zerschellt. Todesopfer: 14.

06.09.1985, Milwaukee (Wisconsin, USA): Eine DC-9-14 von Midwest Express Airlines startet als Flug 105 nach Atlanta. Kurz nach dem Abheben kommt es zu einem schweren Schaden am rechten Triebwerk. Die Besatzung verliert während der Reaktion auf den Triebwerksausfall die Kontrolle; die DC-9 rollt stark nach rechts und stürzt ab. Todesopfer: 31.

25.08.1985, Auburn (Maine, USA): Eine Beechcraft 99 von Bar Harbor Airlines befindet sich als Flug 1808 im Anflug auf Auburn/Lewiston. Bei schlechtem Wetter wird der Anflug instabil fortgesetzt, die Maschine sinkt zu tief und kollidiert mit Bäumen. Unter den Opfern befindet sich die 13-jährige Samantha Smith, die durch ihren Briefwechsel mit dem sowjetischen Staatschef Juri Andropow international bekannt geworden war. Todesopfer: 8.

22.08.1985, Manchester (England, Großbritannien): Eine Boeing 737-200 von British Airtours beginnt als Flug 28M mit 137 Menschen an Bord den Start nach Korfu. Noch während des Startlaufs versagt ein Triebwerk und gerät in Brand. Die Besatzung bricht den Start ab, doch Feuer und vor allem hochgiftiger Rauch breiten sich rasch in der Kabine aus. Der Unfall wird später zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Verbesserungen bei Evakuierung, Kabinenausstattung und Brandschutz. 82 Menschen können entkommen. Todesopfer: 55.

13.08.1985, Gräfenhausen bei Egelsbach (Hessen, Deutschland): Eine private Cessna 340A mit dem Kennzeichen D-IMBP startet vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach. Kurz nach dem Abheben gerät die zweimotorige Maschine außer Kontrolle und stürzt bei Gräfenhausen in der Nähe einer Autobahn ab. Der Pilot befindet sich allein an Bord. Todesopfer: 1.

12.08.1985, Berg Takamagahara bei Ueno (Japan): Eine Boeing 747SR von Japan Airlines befindet sich als Flug 123 von Tokio-Haneda nach Osaka. Zwölf Minuten nach dem Start versagt die hintere Druckschottwand infolge einer Jahre zuvor fehlerhaft ausgeführten Reparatur. Die explosive Dekompression zerstört große Teile des Leitwerks und durchtrennt sämtliche Hydraulikleitungen. Die Besatzung hält den praktisch nicht mehr steuerbaren Jumbo noch etwa eine halbe Stunde in der Luft, bevor er im Bergland abstürzt. Vier Menschen überleben. Mit 520 Toten bleibt JAL 123 der schwerste Unfall eines einzelnen Flugzeugs in der Geschichte der Luftfahrt. Todesopfer: 520.

02.08.1985, Dallas/Fort Worth (Texas, USA): Eine Lockheed L-1011 TriStar von Delta Air Lines befindet sich als Flug 191 im Landeanflug. Die Maschine gerät in einen extrem starken Microburst mit rasch wechselnden Windrichtungen und massiven vertikalen Luftbewegungen. Sie schlägt vor der Landebahn auf, trifft ein Auto und anschließend einen Wassertank. 136 Menschen im Flugzeug und ein Autofahrer am Boden sterben. Todesopfer: 137.

23.07.1985, Bodensee bei Friedrichshafen (Baden-Württemberg, Deutschland): Der Prototyp des zivilen Amphibienflugzeugs Dornier Seastar befindet sich auf einem Erprobungsflug. Bei der Wasserlandung ist das Fahrwerk ausgefahren; die Räder treffen auf die Wasseroberfläche und die Maschine überschlägt sich. Beide Piloten werden verletzt, das Flugzeug schwer beschädigt. Die BFU-Unterlagen datieren das Ereignis teilweise auf den 24.07., während die Unfalldatenbank den 23.07. nennt. Todesopfer: 0.

10.07.1985, bei Uchquduq (Usbekische SSR, Sowjetunion, heute Usbekistan): Eine Tupolew Tu-154B-2 von Aeroflot befindet sich als Flug 5143 von Qarshi über Ufa nach Leningrad. Im Reiseflug verliert die Maschine bei hoher Flughöhe und zu geringer Geschwindigkeit zunehmend Auftrieb. Die Besatzung kann den folgenden Strömungsabriss und Trudelzustand nicht mehr beenden. Niemand überlebt. Mit 200 Toten ist es der schwerste Unfall einer Tu-154. Todesopfer: 200.

23.06.1985, Atlantik südwestlich von Irland: Eine Boeing 747-200 von Air India befindet sich als Flug 182 auf der Strecke Montréal-London-Delhi. Eine in einem Koffer versteckte Bombe explodiert im hinteren Frachtraum in rund 9.400m Höhe. Der Jumbo zerbricht und stürzt in den Atlantik. Die Bombe war Teil einer terroristischen Verschwörung extremistischer Sikh-Separatisten in Kanada; eine zweite Bombe desselben Komplotts explodiert fast zeitgleich am Flughafen Tokio-Narita und tötet dort zwei Gepäckarbeiter. Todesopfer auf Flug 182: 329.

17.03.1985, Obernburg am Main (Bayern, Deutschland): Eine Cessna 414 Chancellor des Unternehmens UKW Technik fliegt von Leeds nach Frankfurt. Beim nächtlichen Anflug auf Frankfurt stürzt die zweimotorige Geschäftsreisemaschine aus ungeklärten Gründen in einem Wald rund 1km südöstlich von Obernburg ab. Pilot und beide Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

19.02.1985, Pazifik nordwestlich von San Francisco (USA): Eine Boeing 747SP von China Airlines befindet sich als Flug 006 von Taipeh nach Los Angeles in etwa 41.000ft Höhe, als ein Triebwerk Leistung verliert. Bei dem Versuch, das Problem zu beheben, verliert der Kapitän die räumliche Orientierung. Der Jumbo kippt ab und verliert in weniger als zwei Minuten rund 20.500ft Höhe. Dabei treten Belastungen bis etwa 5g auf und das Flugzeug wird strukturell schwer beschädigt. Die Besatzung fängt die 747 dennoch ab und landet in San Francisco. Zwei Menschen werden schwer verletzt. Wegen der erheblichen strukturellen Schäden ist das kein bloßer technischer Zwischenfall, sondern ein echter Unfall für unsere Chronik. Todesopfer: 0.

19.02.1985, Monte Oiz bei Bilbao (Spanien): Eine Boeing 727-200 von Iberia befindet sich als Flug 610 von Madrid im Anflug auf Bilbao. Die Maschine sinkt unter die vorgesehene Flughöhe; ihre linke Tragfläche trifft zunächst eine Fernsehantenne auf dem Gipfel des Monte Oiz. Die Boeing wird schwer beschädigt und stürzt anschließend in bergiges Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 148.

21.01.1985, Reno (Nevada, USA): Eine Lockheed L-188 Electra von Galaxy Airlines startet als Charterflug 203. Eine nicht ordnungsgemäß geschlossene beziehungsweise gesicherte Zugangstür verursacht unmittelbar nach dem Start starke Vibrationen. Beim Versuch der Rückkehr verliert die Besatzung die Kontrolle; die Electra stürzt ab und brennt aus. Von 71 Menschen an Bord überlebt nur einer. Todesopfer: 70.

01.01.1985, Illimani bei La Paz (Bolivien): Eine Boeing 727-200 von Eastern Air Lines befindet sich als Flug 980 von Asunción im Anflug auf La Paz. Die Besatzung weicht offenbar wegen schlechten Wetters von der vorgesehenen Route ab. In rund 19.600ft Höhe prallt die Boeing gegen den schneebedeckten Illimani. Das Wrack liegt in extrem schwierigem Gletschergelände; die Flugschreiber konnten trotz späterer Expeditionen nicht geborgen werden. Todesopfer: 29.

23.12.1984, Krasnojarsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-154B-2 von Aeroflot startet als Flug 3519 nach Irkutsk. Kurz nach dem Start kommt es an einem Triebwerk zu einem schweren technischen Defekt und Feuer. Das Feuer breitet sich aus, die Besatzung versucht nach Krasnojarsk zurückzukehren, verliert jedoch im Endanflug die Kontrolle. Von 111 Menschen an Bord überlebt nur ein Passagier. Todesopfer: 110.

06.12.1984, Jacksonville (Florida, USA): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante von Provincetown-Boston Airlines startet als Flug 1039 mit elf Passagieren und zwei Piloten nach Tampa. Kurz nach dem Abheben gerät die Maschine außer Kontrolle; Teile des Höhenleitwerks lösen sich, die Bandeirante stürzt kopfüber hinter der Startbahn ab und brennt aus. Niemand überlebt. Todesopfer: 13.

11.10.1984, Omsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-154B-1 von Aeroflot befindet sich als Flug 3352 nachts im Landeanflug. Wegen Wartungsarbeiten stehen mehrere Fahrzeuge auf der Landebahn; der zuständige Bodenlotse ist eingeschlafen und die notwendigen Warnungen unterbleiben. Die Tu-154 setzt auf, kollidiert bei hoher Geschwindigkeit mit den Fahrzeugen und gerät in Brand. Fünf Menschen an Bord überleben. Zusätzlich sterben vier Arbeiter am Boden. Todesopfer: 178.

16.09.1984, Polska Nowa Wieś bei Opole (Polen): Eine Antonow An-2T des polnischen Aeroklubs startet während einer Luftfahrtveranstaltung mit insgesamt 26 Menschen an Bord. Die Maschine ist überladen, erreicht lediglich etwa 20m Höhe und stürzt anschließend ab. 15 Menschen überleben. Todesopfer: 11.

24.08.1984, San Luis Obispo (Kalifornien, USA): Eine Beechcraft C-99 von Wings West Airlines startet als Flug 628 mit 15 Menschen an Bord Richtung San Francisco. Rund 13km vom Flughafen entfernt kollidiert sie in etwa 3.400ft Höhe frontal mit einer Rockwell Commander 112TC, die mit zwei Menschen an Bord in Gegenrichtung fliegt. Beide Flugzeuge befinden sich bei gutem Wetter im Sichtflugprinzip „see and avoid“. Beide Maschinen stürzen ab. Todesopfer: 17.

05.08.1984, Dhaka (Bangladesch): Eine Fokker F27-600 von Biman Bangladesh Airlines kommt aus Chittagong und versucht bei heftigem Monsunregen in Dhaka zu landen. Nach mehreren Anflugversuchen stürzt die Fokker etwa 500m vor der Landebahn in sumpfiges Gelände. Niemand überlebt. Bis heute gilt der Unfall als schwerste Luftfahrtkatastrophe auf dem Gebiet Bangladeschs. Todesopfer: 49.

02.08.1984, Vieques (Puerto Rico, USA): Eine Britten-Norman BN-2 Islander von Vieques Air Link verunglückt kurz nach dem Start zu einem Linienflug. Verunreinigter Kraftstoff führt zum Ausfall des linken Triebwerks; zusätzlich ist die Maschine überladen. Neun Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 9.

14.07.1984, Concord (Kalifornien, USA): Eine in der Bundesrepublik Deutschland registrierte Piper PA-31T Cheyenne II mit dem Kennzeichen D-IKKS befindet sich mit sechs Menschen an Bord im Anflug auf Buchanan Field. Bei einer langsamen Kurve in geringer Höhe gerät die Maschine in einen Strömungsabriss beziehungsweise Trudelzustand, stürzt auf ein Gebäude und brennt aus. Technisches Versagen wird bei der Untersuchung nicht festgestellt. Alle Insassen sterben. Todesopfer: 6.

28.06.1984, São Pedro da Aldeia (Brasilien): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante der brasilianischen Regionalfluggesellschaft Transportes Aéreos Regionais verunglückt bei São Pedro da Aldeia. Alle 18 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 18.

19.06.1984, vor Seaside Park (New Jersey, USA): Ein ziviler Aérospatiale-Hubschrauber der Raco Corporation befindet sich auf einem Air-Taxi-Flug von Atlantic City nach Farmingdale. In der Nacht gerät der Hubschrauber in ein plötzlich aufziehendes schweres Gewitter und stürzt vor der Küste in den Atlantik. Wrackteile und die Leichen werden später an die Küste gespült. Todesopfer: 3.

22.03.1984, Calgary (Alberta, Kanada): Eine Boeing 737 von Pacific Western Airlines erleidet während des Startlaufs als Flug 501 einen nicht eingedämmten Triebwerksschaden. Die Besatzung bricht den Start ab; ein massives Feuer erfasst die Maschine und zerstört sie vollständig. Passagiere und Besatzung können jedoch evakuiert werden. Todesopfer: 0.

04.03.1984, Lübeck (Schleswig-Holstein, Deutschland): Eine Cessna 172 befindet sich mit einem Piloten und einer vierköpfigen Familie auf einem privaten Rundflug ab Lübeck-Blankensee. Beim Landeanflug greift der 44-jährige Familienvater den Piloten mit einem Messer an. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte er zuvor angekündigt, sich und seine Familie töten zu wollen. Der schwer verletzte Pilot kann die Maschine nicht mehr kontrollieren; die Cessna stürzt aus etwa 60m Höhe ab und brennt. Alle fünf Insassen sterben. Der Fall gehört trotz der vorsätzlichen Tat in die Chronik, denn betroffen ist ein ziviles Flugzeug. Todesopfer: 5.

28.02.1984, New York-JFK (USA): Eine DC-10 von Scandinavian Airlines kommt als Flug 901 bei der Landung nicht rechtzeitig zum Stillstand, verlässt das Bahnende und landet in einem Graben. Die Maschine wird erheblich beschädigt, aber alle 177 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

03.02.1984, zwischen Rio de Janeiro und Manaus (Brasilien): Ein Airbus A300 von Cruzeiro do Sul wird auf Flug 302 entführt und schließlich nach Kuba umgeleitet. Die Entführung endet ohne Todesopfer; alle 176 Menschen an Bord überleben. Da wir Entführungen ziviler Luftfahrzeuge ausdrücklich mitführen, gehört auch dieser Fall hinein. Todesopfer: 0.

30.01.1984, Terre Haute (Indiana, USA): Ein Swearingen Metro von Britt Airlines startet zu einem Positionierungsflug nach Evansville, wo Passagiere aufgenommen werden sollen. Kurz nach dem Start stürzt das zweimotorige Regionalflugzeug etwa 1,6km vom Flughafen entfernt auf ein Feld. An Bord befinden sich zwei Piloten und eine Mitarbeiterin der Fluggesellschaft. Todesopfer: 3.

10.01.1984, Sofia (Bulgarien): Eine Tupolew Tu-134A von Balkan Bulgarian Airlines kommt aus Berlin-Schönefeld und versucht bei starkem Schneefall in Sofia zu landen. Obwohl die Sichtbedingungen eine sichere Landung nicht zulassen, wird der Anflug fortgesetzt. Die Tupolew kollidiert mit einer Stromleitung und stürzt rund 4km vor der Landebahn in ein landwirtschaftliches Gebäude. Niemand überlebt. Todesopfer: 50.

20.12.1983, Sioux Falls (South Dakota, USA): Eine DC-9-31 von Ozark Air Lines landet als Flug 650 bei Schneefall. Auf der Piste befindet sich ein Schneepflug, den die Besatzung erst unmittelbar vor der Kollision erkennt. Die DC-9 trifft das Fahrzeug mit der rechten Tragfläche; der Fahrer des Schneepflugs stirbt, alle 86 Menschen im Flugzeug überleben. Todesopfer: 1.

07.12.1983, Madrid-Barajas (Spanien): Bei dichtem Nebel rollt eine DC-9-32 von Aviaco versehentlich auf die aktive Startbahn, während eine Boeing 727-256 von Iberia bereits zum Start beschleunigt. Die 727 kollidiert mit der DC-9, beide Maschinen werden durch Feuer zerstört. Alle 42 Menschen in der DC-9 und 51 der 93 Insassen der Boeing sterben; 42 Menschen in der 727 überleben. Todesopfer: 93.

27.11.1983, Mejorada del Campo bei Madrid (Spanien): Eine Boeing 747-200B Combi von Avianca befindet sich als Flug 011 aus Paris im Anflug auf Madrid. Durch Navigations- und Besatzungsfehler sinkt der Jumbo zu früh und trifft mehrere Hügel rund 12km vor dem Flughafen. Von 192 Menschen an Bord überleben elf. Todesopfer: 181.

08.11.1983, Lubango (Angola): Eine Boeing 737-200 von TAAG Angola Airlines stürzt kurz nach dem Start nach Luanda ab. Alle 130 Menschen an Bord sterben. Über die Ursache bestehen bis heute unterschiedliche Darstellungen: UNITA-Rebellen erklärten, die Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen zu haben; angolanische Behörden führten den Absturz dagegen auf technisches Versagen zurück. Für unsere Chronik ist die Streitfrage unerheblich, weil es sich eindeutig um ein ziviles Verkehrsflugzeug handelte. Todesopfer: 130.

11.10.1983, Pinckneyville (Illinois, USA): Eine Hawker Siddeley HS 748 von Air Illinois verliert als Flug 710 nach dem Start einen Großteil ihrer elektrischen Versorgung. Statt möglichst rasch zu landen, setzt die Besatzung den Flug bei Dunkelheit fort. Nach vollständigem Stromausfall stürzt die Maschine auf einem Feld ab. Todesopfer: 10.

23.09.1983, Jebel Ali bei Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate): In einer Boeing 737-200 von Gulf Air explodiert auf Flug 771 von Karachi nach Abu Dhabi eine im Gepäckraum versteckte Bombe. Die Maschine stürzt in der Wüste ab. Der Anschlag wird der Abu-Nidal-Organisation zugeschrieben. Todesopfer: 112.

14.09.1983, Guilin (China): Eine Hawker Siddeley Trident der zivilen CAAC rollt zum Start, als sie auf dem Flughafen Guilin mit einem Bomber vom Typ Harbin H-5 der chinesischen Luftwaffe kollidiert. Die Militärmaschine ist für unsere Liste irrelevant, die zivile Trident dagegen nicht: Elf ihrer 106 Insassen sterben. Todesopfer im zivilen Flugzeug: 11.

01.09.1983, bei Sachalin/Moneron (Sowjetunion, heute Russland): Eine Boeing 747-200 von Korean Air Lines gerät als Flug 007 von Anchorage nach Seoul aufgrund einer erheblichen Kursabweichung in sowjetischen Luftraum. Eine sowjetische Su-15 fängt die Maschine ab und schießt sie mit Raketen ab. Die 747 stürzt ins Meer. Unter den 269 Menschen an Bord gibt es keine Überlebenden. Als Abschuss eines zivilen Verkehrsflugzeugs gehört KAL 007 selbstverständlich in unsere Chronik. Todesopfer: 269.

30.08.1983, bei Alma-Ata (Kasachische SSR, Sowjetunion, heute Kasachstan): Eine Tupolew Tu-134A von Aeroflot befindet sich als Flug 5463 aus Tscheljabinsk im Anflug auf Alma-Ata. Durch Fehler der Besatzung und der Flugsicherung gerät die Maschine unter die sichere Flughöhe und prallt etwa 36km vom Flughafen entfernt gegen den Berg Dolan. Todesopfer: 90.

24.07.1983, vor Föhr (Schleswig-Holstein, Deutschland): Eine private Cessna 172 stürzt etwa 1,6km südlich der Nordseeinsel Föhr ins Meer. Drei der vier Menschen an Bord kommen ums Leben, ein Insasse überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 3.

24.07.1983, Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern, Deutschland): Eine einmotorige Cessna befindet sich mit einer vierköpfigen Familie und dem Piloten auf einem Rundflug. Nach einem missglückten Landeanflug startet der Pilot durch, die Maschine gewinnt jedoch nicht genügend Höhe, streift mit der Tragfläche die Funkantenne der Straßenmeisterei und stürzt in ein Gebäude. Vier der fünf Insassen sterben; ein fünfjähriger Junge überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 4.

23.07.1983, Borkum (Niedersachsen, Deutschland): Eine Piper PA-31T Cheyenne II mit dem Kennzeichen D-IAKS startet von Borkum. Unmittelbar danach verliert die zweimotorige Maschine Höhe und stürzt rund 2km vor der Insel ins Wattenmeer. Der Pilot und alle sieben Passagiere kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

23.07.1983, Gimli (Manitoba, Kanada): Eine Boeing 767-200 von Air Canada verbraucht auf Flug 143 wegen einer folgenreichen Fehlberechnung der Treibstoffmenge ihren gesamten Kraftstoff. Beide Triebwerke fallen in großer Höhe aus. Die Besatzung verwandelt den Großraumjet unfreiwillig in ein Segelflugzeug und landet auf dem ehemaligen Militärflugplatz Gimli, auf dessen Piste gerade eine Motorsportveranstaltung stattfindet. Die Maschine wird beschädigt, aber alle 69 Menschen an Bord überleben. Der berühmte „Gimli Glider“ ist damit ein echter Unfall ohne Todesopfer. Todesopfer: 0.

27.06.1983, bei Biberach an der Riß (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine private Partenavia P.68B mit dem Kennzeichen D-GFPH kollidiert im Anflug auf Biberach mit einer Mirage IIIR der französischen Luftwaffe. Beide Flugzeuge stürzen in bewohntes Gebiet. Die beiden Insassen der zivilen Partenavia, der französische Militärpilot und vier Menschen am Boden sterben. Für unsere zivile Chronik ist die Partenavia das relevante Luftfahrzeug, die Bodenopfer gehören aber zur Gesamtbilanz des Unfalls. Todesopfer: 7, davon 2 im zivilen Flugzeug und 4 am Boden.

24.06.1983, München-Riem (Bayern, Deutschland): Eine De Havilland DH.104 Dove 7XC der Kaufmann Air Flugzeugvermietung erleidet unmittelbar beim Abheben einen Triebwerksausfall. Die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt auf dem Flughafengelände ab. Das Flugzeug wird schwer beschädigt, es gibt jedoch keine Todesopfer. Todesopfer: 0.

08.06.1983, über dem Pazifik bei Cold Bay (Alaska, USA): Bei einer Lockheed L-188 Electra von Reeve Aleutian Airways löst sich auf Flug 8 ein Propeller vollständig vom Triebwerk und schlägt in den Rumpf ein. Dabei werden Kabine und Flugsteuerung schwer beschädigt und es kommt zu einer Dekompression. Trotz der massiven Schäden gelingt der Besatzung die Landung in Anchorage. Alle 15 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

02.06.1983, Cincinnati (Kentucky, USA): In einer DC-9-32 von Air Canada entsteht auf Flug 797 ein Feuer im hinteren Toilettenbereich. Die Besatzung schafft eine Notlandung in Cincinnati; unmittelbar nach dem Öffnen der Türen kommt es jedoch zu einem Flashover, und dichter giftiger Rauch verhindert für zahlreiche Passagiere die Flucht. 23 der 41 Passagiere sterben, die fünf Besatzungsmitglieder überleben. Der Unfall führt zu weitreichenden Änderungen beim Brandschutz in Verkehrsflugzeugen. Todesopfer: 23.

18.05.1983, Nordatlantik nordwestlich von Schottland: Ein in Deutschland registrierter Learjet 25B mit dem Kennzeichen D-CDPD befindet sich auf einem Trainingsflug von Wien nach Hamburg. In 39.000ft Höhe bricht der Funkkontakt ab; der Learjet fliegt ohne erkennbare Reaktion der Besatzung weiter über Hamburg hinaus Richtung Nordsee und Atlantik. Ein Militärflugzeug stellt später keinerlei Aktivität im Cockpit fest. Nach dem Verbrauch des Treibstoffs stürzt der Jet ins Meer. Eine unbemerkte Dekompression gilt als mögliche, aber nicht bewiesene Ursache. Todesopfer: 3.

11.03.1983, Barquisimeto (Venezuela): Eine DC-9-32 von AVENSA befindet sich bei dichtem Nebel im Anflug. Die Maschine gerät unter den vorgesehenen Gleitpfad, schlägt vor der Landebahn auf, verliert ihr Fahrwerk und zerbricht beim anschließenden Rutschen. Von 50 Menschen an Bord überleben 27. Todesopfer: 23.

16.01.1983, Ankara (Türkei): Eine Boeing 727-200 von Turkish Airlines landet bei starkem Schneefall rund 50m vor der Landebahn. Die Maschine zerbricht und gerät in Brand. Alle sieben Besatzungsmitglieder und 13 Passagiere überleben, teilweise verletzt. Todesopfer: 47.

11.01.1983, Detroit (Michigan, USA): Eine DC-8-54F von United Airlines startet als Frachtflug 2885 Richtung Los Angeles. Eine extreme Fehlstellung der Höhenflossentrimmung führt unmittelbar nach dem Abheben zu einer ungewöhnlich steilen Fluglage; die Maschine gerät außer Kontrolle und stürzt ab. An Bord befinden sich ausschließlich drei Besatzungsmitglieder. Todesopfer: 3.

24.12.1982, Guangzhou (China): In einer Iljuschin Il-18B der CAAC bricht auf Flug 2311 kurz vor der Landung ein Feuer in der Kabine aus. Die Maschine kann zwar auf dem Flughafen Guangzhou-Baiyun landen, doch der Brand breitet sich nach der Landung weiter aus. Von 69 Menschen an Bord sterben 25. Todesopfer: 25.

09.12.1982, La Serena (Chile): Eine Fairchild F-27 von Aeronor Chile befindet sich als Flug 304 aus Santiago im Anflug auf La Serena. Augenzeugen berichten von einem Problem beziehungsweise Feuer an einem Triebwerk; die Maschine gerät außer Kontrolle und stürzt in einen Steinbruch rund 800m vor dem Flughafen. Alle 42 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 46.

29.09.1982, Luxemburg (Luxemburg): Eine Iljuschin Il-62M von Aeroflot befindet sich als Flug 343 aus Moskau im Landeanflug. Nach dem Aufsetzen lässt sich die Schubumkehr an einem Triebwerk nicht wie vorgesehen einsetzen, wodurch die Maschine nach rechts von der Landebahn abkommt, mit Hindernissen kollidiert und Feuer fängt. 70 Menschen überleben. Todesopfer: 7.

13.09.1982, Málaga (Spanien): Eine DC-10-30CF von Spantax beschleunigt als Flug 995 zu einem Charterflug nach New York. Während des Startlaufs löst sich die Lauffläche eines Reifens am Bugfahrwerk und verursacht starke Vibrationen. Der Kapitän bricht den Start bei sehr hoher Geschwindigkeit ab. Die DC-10 schießt über das Bahnende hinaus, überquert eine Straße, zerbricht und gerät in Brand. 344 Menschen überleben. Todesopfer: 50.

01.09.1982, Anden bei Quito (Ecuador): Eine DHC-4 Caribou der zivilen Aerolíneas Cóndor befindet sich auf einem Flug nach Quito. Die Maschine kollidiert bei schlechten Sichtbedingungen mit hochgelegenem Gelände in den Anden. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 44.

11.08.1982, Pazifik bei Hawaii (USA): An Bord einer Boeing 747-100 von Pan Am explodiert auf Flug 830 von Tokio nach Honolulu eine unter einem Sitz versteckte Bombe. Ein 16-jähriger japanischer Passagier wird getötet, mehrere weitere Menschen werden verletzt. Trotz der Beschädigungen bleibt der Jumbo flugfähig und landet sicher in Honolulu. Als Bombenanschlag auf ein ziviles Verkehrsflugzeug gehört der Fall in unsere Chronik. Todesopfer: 1.

09.07.1982, Kenner bei New Orleans (Louisiana, USA): Eine Boeing 727-235 von Pan Am startet als Flug 759 während eines schweren Gewitters. Unmittelbar nach dem Abheben gerät sie in einen Microburst mit extremer Windscherung und starkem Abwind. Die Boeing kann nicht mehr steigen, trifft Bäume und stürzt in ein Wohngebiet. Alle 145 Menschen an Bord sowie acht Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 153.

06.07.1982, Mendelejewo bei Moskau (Sowjetunion, heute Russland): Bei einer Iljuschin Il-62M von Aeroflot auf Flug 411 zeigen unmittelbar nach dem Start die Warnsysteme Feuer an zwei der vier Triebwerke an. Die Besatzung stellt beide vermeintlich betroffenen Triebwerke ab und versucht zurückzukehren. Die Maschine verliert Höhe und stürzt ab. Später stellt sich heraus, dass die Feuerwarnungen falsch waren. Todesopfer: 90.

28.06.1982, bei Masyr (Weißrussische SSR, Sowjetunion, heute Belarus): Eine Jakowlew Jak-42 von Aeroflot befindet sich als Flug 8641 von Leningrad nach Kiew. Durch einen Konstruktionsfehler und Metallermüdung versagt der Spindelmechanismus zur Verstellung des Höhenleitwerks. Das Leitwerk fährt in eine extreme Position, die Besatzung verliert die Kontrolle und die Maschine zerbricht teilweise noch in der Luft. Todesopfer: 132.

21.06.1982, Bombay/Mumbai (Indien): Eine Boeing 707-437 von Air India befindet sich als Flug 403 bei heftigem Regen im Anflug. Die Maschine sinkt zu stark, setzt noch vor der Landebahn auf und zerbricht. Die Untersuchung führt den Unfall vor allem auf eine zu frühe Leistungsreduzierung bei mangelnder Wahrnehmung der tatsächlichen Flughöhe zurück. 94 Menschen überleben. Todesopfer: 17.

08.06.1982, Pacatuba bei Fortaleza (Brasilien): Eine Boeing 727-200 von VASP befindet sich als Flug 168 von Rio de Janeiro im nächtlichen Anflug auf Fortaleza. Obwohl das Bodenannäherungswarnsystem anspricht, setzt die Besatzung den Sinkflug fort. Die Boeing kollidiert mit dem Serra-da-Aratanha-Gebirge. Niemand überlebt. Todesopfer: 137.

26.04.1982, Yangshuo bei Guilin (China): Eine Hawker Siddeley Trident 2E der CAAC befindet sich auf einem Inlandsflug von Guangzhou nach Guilin. Bei starkem Regen und schlechter Sicht kollidiert die Maschine während des Anflugs mit einem Berg. Alle 104 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 112.

11.03.1982, Barentssee bei Gamvik (Norwegen): Eine DHC-6 Twin Otter von Widerøe befindet sich als Flug 933 auf einem Regionalflug von Berlevåg nach Mehamn. Im Anflug verliert die Besatzung bei schwierigen Wetterbedingungen die Kontrolle; die Twin Otter stürzt ins Meer. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 15.

21.02.1982, Scituate (Rhode Island, USA): In einer DHC-6 Twin Otter von Pilgrim Airlines bricht auf Flug 458 während des Fluges ein Feuer im Cockpit- und Kabinenbereich aus. Trotz dichter Rauchentwicklung und schwerer Verbrennungen gelingt den Piloten eine Notlandung auf dem zugefrorenen Scituate Reservoir. Eine Passagierin kommt ums Leben, die übrigen Insassen können gerettet werden. Todesopfer: 1.

09.02.1982, Tokio-Haneda (Japan): Eine DC-8-61 von Japan Air Lines befindet sich als Flug 350 aus Fukuoka im Endanflug. In rund 50m Höhe drückt der Kapitän plötzlich die Nase nach unten und reduziert den Schub, während die übrigen Besatzungsmitglieder versuchen einzugreifen. Die DC-8 schlägt im flachen Wasser der Bucht von Tokio kurz vor der Landebahn auf. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Kapitän den Absturz absichtlich herbeigeführt hatte; er litt unter schweren psychischen Problemen. 150 Menschen überleben. Todesopfer: 24.

23.01.1982, Boston (Massachusetts, USA): Eine DC-10-30CF von World Airways landet als Flug 30H bei winterlichen Bedingungen auf einer vereisten Landebahn. Die Maschine kann nicht ausreichend abbremsen, schießt über das Bahnende hinaus und kommt teilweise im Boston Harbor zum Stillstand. Zwei Passagiere werden mit einem abgebrochenen Teil der Kabine ins Wasser gerissen und nie gefunden; sie gelten als ums Leben gekommen. Todesopfer: 2.

13.01.1982, Washington, D.C. (USA): Eine Boeing 737-200 von Air Florida startet als Flug 90 während starken Schneefalls. Schnee und Eis befinden sich auf den Tragflächen, die Triebwerks-Enteisung ist nicht eingeschaltet und die angezeigte Triebwerksleistung ist irreführend. Die Boeing erreicht nach dem Abheben nicht genügend Höhe, trifft die 14th Street Bridge und stürzt in den vereisten Potomac. 74 Menschen im Flugzeug und vier Menschen auf der Brücke sterben; fünf Insassen überleben. Todesopfer: 78.

31.12.1981, Durango (Colorado, USA): Eine Piper PA-31-350 Navajo Chieftain von Sun West Airlines befindet sich nachts im Anflug auf Durango-La Plata County Airport. Nach einem abgebrochenen Anflug gewinnt die Maschine beim Durchstarten nicht genügend Höhe, trifft Bäume und stürzt in bewaldetes Gelände. Zwei Insassen überleben schwer verletzt. Todesopfer: 4.

18.12.1981, bei Coveñas (Kolumbien): Eine DHC-6 Twin Otter von ACES Colombia verunglückt auf einem Regionalflug in der Nähe von Coveñas. Die Maschine wird vollständig zerstört; niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 13.

16.12.1981, Kuala Belait (Brunei): Ein Aérospatiale SA330 Puma von Bristow Helicopters befindet sich auf einem zivilen Offshore-Transportflug. Der Hubschrauber verunglückt bei Kuala Belait; alle zwölf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 12.

05.12.1981, Honolulu (Hawaii, USA): Eine Beech C-45H wird für einen zivilen Fallschirmsprungflug eingesetzt. Nach dem Absprung eines Fallschirmspringers gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt ins Meer. Von zwölf Menschen an Bord beziehungsweise am Flug beteiligten Personen überlebt nur einer. Todesopfer: 11.

01.12.1981, Mont San Pietro bei Ajaccio (Korsika, Frankreich): Eine McDonnell Douglas MD-81 von Inex-Adria Aviopromet fliegt als Charterflug 1308 von Ljubljana nach Ajaccio. Missverständnisse zwischen Besatzung und Flugsicherung sowie eine unzureichende Positionsbestimmung führen dazu, dass die Maschine beim Sinkflug in die Berge Korsikas gerät und am Mont San Pietro zerschellt. Niemand überlebt. Todesopfer: 180.

30.11.1981, Castries (St. Lucia): Eine Douglas DC-6A von Guyana Airways verunglückt bei Castries. Die Maschine befindet sich auf einem Frachtflug; alle drei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

19.11.1981, Biratnagar (Nepal): Eine Pilatus PC-6 Turbo Porter von Royal Nepal Airlines verunglückt bei Biratnagar. Alle zehn Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 10.

17.11.1981, Norilsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-154B-2 von Aeroflot befindet sich als Flug 3603 aus Krasnojarsk im nächtlichen Anflug auf Norilsk. Die Maschine sinkt unter das vorgesehene Anflugprofil und schlägt vor der Landebahn auf. Von 167 Menschen an Bord überleben 68. Todesopfer: 99.

08.11.1981, Sierra de Guerrero (Mexiko): Eine DC-9-32 von Aeroméxico kollidiert auf einem Linienflug mit bergigem Gelände in der Sierra de Guerrero. Alle 18 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 18.

31.10.1981, Bafoussam (Kamerun): Eine DHC-6 Twin Otter von Cameroon Airlines verunglückt bei Bafoussam. Von 24 Menschen an Bord kommt einer ums Leben, die übrigen 23 überleben. Todesopfer: 1.

26.10.1981, St. Thomas (Amerikanische Jungferninseln): Eine Lockheed L-749A Constellation von Aerolineas Argo verunglückt auf einem Frachtflug bei St. Thomas. Alle fünf Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

15.10.1981, Kufstein (Tirol, Österreich): Eine Cessna 404 Titan des Oefag Flugdienstes verunglückt bei Kufstein. Die zweimotorige Maschine wird zerstört; alle neun Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 9.

06.10.1981, Moerdijk (Niederlande): Eine Fokker F28-4000 von NLM CityHopper befindet sich als Flug 431 auf der Strecke Rotterdam-Eindhoven-Hamburg. In einem schweren Gewitter gerät die Maschine in einen Tornado beziehungsweise extremen atmosphärischen Wirbel. Belastungen von bis zu etwa +6,8g überschreiten die Strukturgrenzen, die rechte Tragfläche bricht ab und die Fokker stürzt bei Moerdijk ab. Alle 17 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 17.

01.10.1981, Casper (Wyoming, USA): Ein Learjet 24 von Sky Train Air verunglückt bei Casper. Der Geschäftsjet wird zerstört; alle drei Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

18.09.1981, bei Schelesnogorsk-Ilimski (Sowjetunion, heute Russland): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot befindet sich im Anflug, als sie in etwa 400m Höhe mit einem ebenfalls zivil von Aeroflot betriebenen Mil Mi-8 auf einem Trainingsflug kollidiert. Beide Maschinen stürzen ab. Alle 33 Menschen in der Jak-40 und alle sieben Insassen des Hubschraubers sterben. Todesopfer: 40.

11.09.1981, San Bernardino (Kalifornien, USA): Ein zweimotoriges Privatflugzeug stürzt in das Swing Auditorium. Beide Menschen im Flugzeug kommen ums Leben; das Gebäude wird so schwer beschädigt, dass es später abgerissen werden muss. Todesopfer: 2.

02.09.1981, Paipa (Kolumbien): Eine Embraer EMB-110 Bandeirante von Taxi Aéreo El Venado startet stark überladen vom Flughafen Juan José Rondón. Beim Versuch, Bäumen und Gebäuden auszuweichen, gerät die Maschine in einen Strömungsabriss, stürzt ab und brennt. 17 Menschen sterben unmittelbar, vier weitere erliegen innerhalb eines Tages ihren Verletzungen; nur ein Mensch überlebt. Todesopfer: 21.

29.08.1981, Zeya (Sowjetunion, heute Russland): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot verunglückt bei Zeya. Von 34 Menschen an Bord sterben drei, 31 überleben. Todesopfer: 3.

27.08.1981, Monte Santa Elena (Kolumbien): Eine Vickers Viscount 745D von Aeropesca Colombia kollidiert auf einem Linienflug mit dem Berg Monte Santa Elena. Niemand der 50 Menschen an Bord überlebt. Todesopfer: 50.

24.08.1981, bei Sawitinsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24RV von Aeroflot auf Flug 811 kollidiert in etwa 5.220m Höhe mit einem strategischen Bomber Tupolew Tu-16 der sowjetischen Luftwaffe. Beide Flugzeuge zerbrechen. Von den 32 Menschen in der zivilen An-24 überlebt allein die 20-jährige Larissa Sawizkaja, die mit einem Rumpfteil mehrere Kilometer in die Taiga hinabstürzt. Die sechs Insassen des Bombers sterben ebenfalls. Für unsere zivile Chronik zählen die Opfer der Aeroflot-Maschine; der militärische Verursacher ändert daran nichts. Todesopfer im zivilen Flugzeug: 31.

22.08.1981, Sanyi (Taiwan): Eine Boeing 737-200 von Far Eastern Air Transport befindet sich auf einem Inlandsflug, als es in Reiseflughöhe zu einem strukturellen Versagen kommt. Die Boeing zerbricht in der Luft und stürzt bei Sanyi ab. Die Untersuchung führt das Versagen auf schwere Korrosions- und Ermüdungsschäden im Bereich der Druckkabine zurück. Todesopfer: 110.

27.07.1981, Chihuahua (Mexiko): Eine DC-9-32 von Aeroméxico landet als Flug 230 bei schwierigen Wetterbedingungen sehr hart, verlässt anschließend die Landebahn und gerät in Brand. Von 66 Menschen an Bord überleben 34. Todesopfer: 32.

25.07.1981, Carurú (Kolumbien): Eine Douglas C-53 von Transamazonica verunglückt bei Carurú. Von neun Menschen an Bord kommen fünf ums Leben. Todesopfer: 5.

24.07.1981, bei Maroantsetra (Madagaskar): Eine DHC-6 Twin Otter von Air Madagascar verunglückt nordöstlich des Flughafens Maroantsetra. Alle 19 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 19.

20.07.1981, bei Balad (Somalia): Eine Fokker F27-600 von Somali Airlines startet als Flug 40 von Mogadischu nach Hargeisa. Wenige Minuten später gerät die Maschine in starke vertikale Luftbewegungen, geht in einen Spiralsturz über und verliert Teile der rechten Tragfläche. Niemand überlebt. Todesopfer: 50.

18.07.1981, bei Jerewan (Armenische SSR, Sowjetunion, heute Armenien): Eine zivile Canadair CL-44D4-6 der argentinischen Transportes Aéreos Rioplatenses wird bei einem internationalen Frachtflug von einem sowjetischen Abfangjäger vom Typ Suchoi Su-15 abgefangen. Bei dem Manöver kollidieren beide Flugzeuge. Die CL-44 stürzt ab und alle vier Menschen an Bord sterben; der sowjetische Pilot kann sich mit dem Schleudersitz retten. Damit derselbe Grundsatz wie bei KAL 007 und Iran Air 655: Das betroffene Transportflugzeug ist zivil und gehört deshalb hinein. Todesopfer: 4.

26.06.1981, Nailstone (England, Großbritannien): Eine Hawker Siddeley HS 748 von Dan-Air befindet sich als Flug 240 auf einem nächtlichen Postfrachtflug von London-Gatwick nach East Midlands. Eine Kabinentür versagt, löst schwere strukturelle Schäden aus und führt schließlich zum Kontrollverlust. Alle drei Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 3.

14.06.1981, Swjatoi-Nos-Halbinsel am Baikalsee (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-14 von Aeroflot befindet sich im Sinkflug nach Ust-Bargusin und kollidiert in etwa 1.300m Höhe mit einem Berg. Alle Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 48.

22.05.1981, bei Zumba (Ecuador): Eine DHC-6 Twin Otter der zivilen ecuadorianischen Fluggesellschaft TAME kollidiert bei Zumba mit einem Berghang. Alle 18 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 18.

21.05.1981, Pinarete Mountain (Mexiko): Eine Convair CV-440 eines zivilen mexikanischen Betreibers kollidiert mit dem Pinarete Mountain. Alle 24 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 24.

16.05.1981, bei Menongue (Angola): Eine zivile Lockheed L-100-20 Hercules von TAAG Angola Airlines verunglückt bei Menongue. Die L-100 ist die zivile Version der C-130 und gehört daher trotz ihres militärisch aussehenden Stammbaums in unsere Liste. Alle vier Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 4.

07.05.1981, Río de la Plata bei Buenos Aires (Argentinien): Eine BAC One-Eleven von Austral Líneas Aéreas befindet sich im Anflug auf Buenos Aires-Aeroparque. Bei schwerem Wetter verliert die Besatzung die Kontrolle; die Maschine stürzt in den Río de la Plata. Todesopfer: 31.

28.04.1981, Batagai (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2TP von Aeroflot verunglückt bei Batagai. Alle zwölf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 12.

28.04.1981, Pekanbaru (Indonesien): Eine zivil betriebene Douglas C-47 von Airfast Indonesia verunglückt bei Pekanbaru. Von 17 Menschen an Bord sterben 15. Todesopfer: 15.

17.04.1981, Loveland (Colorado, USA): Eine Handley Page Jetstream I von Air US kollidiert im Anflug auf Fort Collins-Loveland mit einer privaten Cessna 206. Beide Flugzeuge stürzen ab. Insgesamt sterben 15 Menschen. Todesopfer: 15.

07.04.1981, Cincinnati (Ohio, USA): Ein Learjet 23 von Freedom International verunglückt bei Cincinnati. Einer der beiden Menschen an Bord kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

06.04.1981, Laguna Soliz (Bolivien): Eine Douglas C-47A des zivilen Betreibers Urcupina verunglückt bei Laguna Soliz. Alle sieben Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 7.

26.03.1981, Redzikowo (Polen): Eine Antonow An-24B von LOT Polish Airlines verunglückt bei Redzikowo. Von 52 Menschen an Bord kommt ein Mensch ums Leben; 51 überleben. Todesopfer: 1.

24.02.1981, Belém (Brasilien): Eine Embraer EMB-110P Bandeirante von VOTEC befindet sich bei starkem Regen und kräftigem Wind im Anflug. Sie trifft zunächst ein Schiff im Trockendock, anschließend zwei Lastkähne und zerbricht. Drei der 14 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 11.

22.02.1981, Avalon/Santa Catalina Island (Kalifornien, USA): Ein Sikorsky S-62A auf einem zivilen Air-Taxi-Flug verunglückt bei Avalon. Zwei der acht Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 2.

11.02.1981, White Plains (New York, USA): Ein privat beziehungsweise geschäftlich betriebener Lockheed JetStar stürzt bei White Plains ab. Alle acht Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

20.01.1981, Spokane (Washington, USA): Eine Beechcraft 99A von Cascade Airways verunglückt bei Spokane. Von neun Menschen an Bord sterben sieben, zwei überleben. Todesopfer: 7.

04.12.1980, Camarate bei Lissabon (Portugal): Eine private Cessna 421A Golden Eagle startet in Lissabon mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten Francisco Sá Carneiro und Verteidigungsminister Adelino Amaro da Costa an Bord. Rund eine Minute nach dem Start stürzt die Maschine in Camarate ab und brennt aus. Alle sieben Insassen sterben. Der Fall beschäftigt Portugal jahrzehntelang, weil neben einem Unfall auch Sabotage beziehungsweise ein Bombenanschlag diskutiert wird. Für unsere Chronik spielt diese Streitfrage keine Rolle: Es war ein ziviles Flugzeug. Todesopfer: 7.

24.11.1980, Cerro El Boquerón bei Murri (Kolumbien): Eine Douglas C-47A des kolumbianischen Zolldienstes fliegt bei starkem Regen in bergigem Gelände und kollidiert in etwa 9.500ft Höhe mit dem Cerro El Boquerón. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 20.

21.11.1980, Yap (Mikronesien): Eine Boeing 727-92C von Continental Micronesia verunglückt bei der Landung auf dem Flughafen Yap. Das rechte Hauptfahrwerk bricht beziehungsweise löst sich, die Maschine rutscht von der Landebahn und wird durch ein anschließendes Feuer zerstört. Alle 73 Menschen an Bord können entkommen, drei werden schwer verletzt. Todesopfer: 0.

19.11.1980, Seoul-Gimpo (Südkorea): Eine Boeing 747-200B von Korean Air Lines setzt bei der Landung als Flug 015 rund 90m vor der Landebahn auf und trifft eine Böschung. Das Hauptfahrwerk wird nach hinten gedrückt und beschädigt den Frachtraum; ein Feuer breitet sich aus und zerstört große Teile des Jumbojets. 197 Menschen überleben. Todesopfer: 15.

19.08.1980, Riad (Saudi-Arabien): In einer Lockheed L-1011 TriStar von Saudia bricht kurz nach dem Start als Flug 163 ein Feuer im hinteren Frachtraum aus. Die Besatzung kehrt erfolgreich nach Riad zurück und landet, stoppt jedoch nicht sofort auf der Landebahn, sondern rollt weiter zu einem Taxiway. Die Evakuierung beginnt nicht rechtzeitig; Feuer und Rauch erfassen die Kabine. Niemand kann das Flugzeug lebend verlassen. Todesopfer: 301.

13.08.1980, Palma de Mallorca (Spanien): Ein Learjet 35A von Spantax fliegt von Madrid nach Mallorca. Beim nächtlichen Sichtanflug auf Palma kollidiert der Geschäftsjet rund 8km nördlich des Flughafens mit bergigem Gelände. Beide Piloten und beide Passagiere sterben. Todesopfer: 4.

07.08.1980, Nouadhibou (Mauretanien): Eine Tupolew Tu-154B-1 der TAROM befindet sich nachts im Anflug auf Nouadhibou. Nachdem die Besatzung zunächst ein Durchstartmanöver einleitet, glaubt der Kapitän die Landebahn zu erkennen und setzt den Anflug fort. Die Maschine trifft kurz vor der Küste das Wasser. Bemerkenswerterweise überlebt nahezu jeder an Bord. Todesopfer: 1.

08.07.1980, Alma-Ata (Kasachische SSR, Sowjetunion, heute Almaty/Kasachstan): Eine Tupolew Tu-154B-2 von Aeroflot startet als Flug 4225 nach Simferopol. Kurz nach dem Start gerät die Maschine bei großer Hitze in starke thermische Luftströmungen und Abwinde, verliert Geschwindigkeit und gerät in einen Strömungsabriss. Die Tu-154 stürzt ab und brennt aus. Todesopfer: 163.

27.06.1980, Tyrrhenisches Meer bei Ustica (Italien): Eine DC-9-15 von Itavia befindet sich als Flug 870 von Bologna nach Palermo, als sie in Reiseflughöhe auseinanderbricht und ins Meer stürzt. Alle 81 Menschen an Bord sterben. Die Ursache ist bis heute politisch und juristisch umstritten; neben einer Explosion an Bord steht insbesondere die Theorie eines versehentlichen Abschusses während militärischer Aktivitäten im Raum. Italienische Gerichte kamen später zu dem Schluss, dass erhebliche Hinweise auf einen Raketenabschuss bestehen, ohne einen Verantwortlichen zweifelsfrei zu bestimmen. Todesopfer: 81.

12.06.1980, bei Duschanbe (Tadschikische SSR, Sowjetunion, heute Tadschikistan): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot befindet sich auf einem Linienflug von Leninabad nach Duschanbe. Beim Versuch, schlechtem Wetter auszuweichen, kommt die Besatzung vom vorgesehenen Kurs ab. Die Maschine kollidiert rund 44km nordwestlich des Flughafens mit einem Berghang. Todesopfer: 29.

12.06.1980, bei Valley (Nebraska, USA): Ein Swearingen Metro II von Air Wisconsin befindet sich als Flug 965 auf dem Weg nach Lincoln. Bei schwerem Wetter fallen beide Triebwerke aus; die Besatzung verliert beim Versuch eines Neustarts die Kontrolle. Die Maschine stürzt bei Valley ab. Zwei Menschen überleben. Todesopfer: 13.

08.06.1980, Matala (Angola): Eine Jakowlew Jak-40 der zivilen TAAG Angola Airlines befindet sich auf einem Linienflug von Jamba nach Lubango, als sie vermutlich irrtümlich von einem sambischen Kampfflugzeug abgeschossen wird. Die Maschine stürzt bei Matala ab. Bei der Opferzahl widersprechen sich historische Quellen: Aviation Safety Network-basierte Übersichten nennen 19, BAAA nennt 29 Insassen und 29 Tote. Ich würde für unsere Chronik angesichts dieser Diskrepanz die Zahl nicht künstlich glattbügeln. Todesopfer: 19 bis 29, je nach Quelle.

25.04.1980, Teneriffa (Spanien): Eine Boeing 727-46 von Dan-Air befindet sich als Flug 1008 von Manchester im Anflug auf Teneriffa-Los Rodeos. Missverständnisse mit der Flugsicherung und Navigationsfehler führen dazu, dass die Besatzung eine Warteschleife falsch fliegt. Die Boeing kollidiert mit dem Berg La Esperanza. Niemand überlebt. Todesopfer: 146.

12.04.1980, Florianópolis (Brasilien): Eine Boeing 727-27C von Transbrasil befindet sich als Flug 303 aus São Paulo im nächtlichen Anflug auf Florianópolis. Bei schlechtem Wetter sinkt die Maschine zu früh und prallt gegen einen Hügel. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 55.

03.04.1980, Mojave (Kalifornien, USA): Der Prototyp einer Canadair Challenger 600 befindet sich auf einem zivilen Testflug, bei dem das Verhalten im Deep Stall erprobt wird. Die Maschine gerät in einen nicht mehr beherrschbaren tiefen Strömungsabriss; auch das vorgesehene Anti-Spin-Fallschirmsystem funktioniert nicht richtig. Die dreiköpfige Besatzung verlässt das Flugzeug per Fallschirm, doch der Fallschirm des Testpiloten öffnet sich nicht. Todesopfer: 1.

27.03.1980, Parker (Colorado, USA): Eine geschäftlich betriebene Beechcraft 200 Super King Air von Lufkin Industries gerät unter Vereisungsbedingungen in Schwierigkeiten und stürzt auf einem Feld nördlich von Parker ab. Alle zehn Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 10.

20.03.1980, bei Changsha (China): Eine Antonow An-24RV der zivilen CAAC Airlines befindet sich auf einem Inlandsflug von Guiyang nach Changsha und verunglückt beim Anflug auf den Flughafen Changsha. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 26.

14.03.1980, Warschau (Polen): Eine Iljuschin Il-62 von LOT befindet sich als Flug 007 aus New York im Anflug auf Warschau. Beim Durchstarten zerfällt das innere linke Triebwerk; Trümmer beschädigen ein weiteres Triebwerk und durchtrennen wichtige Steuerleitungen. Die Il-62 wird unkontrollierbar und stürzt nahe dem Flughafen ab. Unter den Opfern befinden sich die polnische Sängerin Anna Jantar und Mitglieder einer US-amerikanischen Amateurboxmannschaft. Todesopfer: 87.

01.03.1980, Orenburg (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-154A von Aeroflot landet als Flug 3324 extrem hart in Orenburg und zerbricht in mehrere Teile. Trotz der schweren Beschädigungen überleben sämtliche 161 Menschen an Bord. Todesopfer: 0.

27.02.1980, Manila (Philippinen): Eine Boeing 707 von China Airlines befindet sich als Flug 811 im Anflug auf Manila und setzt vor der Landebahn auf. Die Maschine wird schwer beschädigt und gerät in Brand. Von 135 Menschen an Bord sterben zwei. Todesopfer: 2.

21.02.1980, Sydney (Australien): Eine Beechcraft Super King Air 200 von Advance Airlines startet als Flug 4210 von Sydney. Durch Wasser im Treibstoff fällt kurz nach dem Abheben ein Triebwerk aus. Die Maschine verliert die Kontrolle und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 13.

03.02.1980, Baracoa (Kuba): Eine Jakowlew Jak-40 von Cubana verunglückt bei der Landung in Baracoa. Von 37 Menschen an Bord kommt ein Mensch ums Leben, 36 überleben. Todesopfer: 1.

21.01.1980, Alborz-Gebirge bei Teheran (Iran): Eine Boeing 727 von Iran Air befindet sich als Flug 291 bei Schneesturm im Anflug auf Teheran-Mehrabad. Die Maschine kommt vom vorgesehenen Anflugweg ab und kollidiert mit dem Alborz-Gebirge. Niemand überlebt. Todesopfer: 128.

28.11.1979, Mount Erebus (Antarktis): Eine McDonnell Douglas DC-10-30 von Air New Zealand befindet sich als Flug 901 auf einem touristischen Rundflug über der Antarktis. Durch eine unbemerkt geänderte Navigationsroute und einen Whiteout-Effekt fliegt die Besatzung in geringer Höhe direkt auf den schneebedeckten Mount Erebus zu. Die DC-10 prallt gegen den Vulkan. Niemand überlebt. Todesopfer: 257.

31.10.1979, Mexiko-Stadt (Mexiko): Eine DC-10-10 von Western Airlines landet als Flug 2605 bei dichtem Nebel irrtümlich auf einer wegen Bauarbeiten gesperrten Landebahn. Beim Versuch durchzustarten kollidiert die Maschine mit Baufahrzeugen, schlägt anschließend in ein Gebäude ein und brennt aus. 72 Menschen im Flugzeug sowie ein Arbeiter am Boden sterben. Todesopfer: 73.

08.10.1979, Boone County (Kentucky, USA): Eine Piper PA-31-350 Navajo Chieftain von Comair startet als Flug 444 in Cincinnati zu einem Regionalflug. Die Maschine ist überladen; nach dem Ausfall eines Triebwerks verliert sie kurz nach dem Start an Höhe und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 8.

07.10.1979, Athen (Griechenland): Eine DC-8-62 von Swissair kommt als Flug 316 bei der Landung in Athen nicht rechtzeitig zum Stillstand, schießt über das Bahnende hinaus und gerät in Brand. 140 der 154 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 14.

14.09.1979, Sarroch auf Sardinien (Italien): Eine DC-9-32 von Aero Trasporti Italiani befindet sich als Flug 12 im Anflug auf Cagliari. Beim Versuch, Gewitterzellen zu umfliegen, gerät die Maschine vom sicheren Anflugweg ab und kollidiert in etwa 2.000ft Höhe mit bergigem Gelände. Todesopfer: 31.

14.09.1979, Surveyor Mountain (Oregon, USA): Eine Douglas DC-7 der Butler Aircraft Company befindet sich auf einem zivilen Firmenflug, als sie in rund 6.400ft Höhe Bäume auf dem Surveyor Mountain streift und abstürzt. Niemand überlebt. Todesopfer: 12.

03.09.1979, Nizza (Frankreich): Bei einer Aérospatiale SN.601 Corvette von Sterling Airways geraten während des Anflugs auf Nizza beide Triebwerke in Brand. Der Geschäftsjet stürzt rund 1km vor der Küste ins Mittelmeer. Todesopfer: 10.

03.09.1979, Amderma (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24B von Aeroflot kollidiert während des Anflugs auf Amderma mit einem Hügel und zerbricht. Drei der 43 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 40.

30.08.1979, Prince Rupert (British Columbia, Kanada): Eine Grumman G-21A Goose verunglückt bei Prince Rupert. Von den Menschen an Bord kommen sieben ums Leben. Todesopfer: 7.

29.08.1979, bei Kirsanow (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-124V von Aeroflot gerät auf Flug 5484 aus ungeklärter Ursache außer Kontrolle, nachdem die Landeklappen während des Reiseflugs ausgefahren beziehungsweise entriegelt werden. Die Maschine geht in einen steilen Sinkflug über und zerbricht in der Luft. Todesopfer: 63.

29.08.1979, Frobisher Bay (heute Iqaluit, Kanada): Eine DHC-6 Twin Otter verunglückt bei Frobisher Bay. Neun Menschen kommen ums Leben. Todesopfer: 9.

11.08.1979, Dniprodserschynsk (Ukrainische SSR, Sowjetunion, heute Kamjanske/Ukraine): Zwei Tupolew Tu-134 von Aeroflot kollidieren in der Luft. Flug 7628 transportiert 94 Menschen, Flug 7880 weitere 84. Fehler der Flugsicherung führen dazu, dass beide Maschinen auf dieselbe Flughöhe geraten. Unter den Opfern befinden sich 17 Spieler und Betreuer des Fußballclubs Pachtakor Taschkent. Niemand überlebt. Todesopfer: 178.

04.08.1979, Mumbai/Bombay (Indien): Eine Hindustan Aeronautics HAL-748 verunglückt im Raum Mumbai. Alle 45 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 45.

03.08.1979, Leningrad-Rschewka (Sowjetunion, heute Sankt Petersburg/Russland): Eine Let L-410 verunglückt im Bereich des Flughafens Rschewka. Alle zehn Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 10.

31.07.1979, Sumburgh (Shetlandinseln, Großbritannien): Eine Hawker Siddeley HS 748 von Dan-Air soll mit 44 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern nach Aberdeen fliegen. Wegen einer fehlerhaft funktionierenden beziehungsweise nicht gelösten Ruderverriegelung kann die Maschine beim Start nicht richtig abheben, schießt über das Bahnende hinaus und stürzt ins Meer. 30 Menschen überleben. Todesopfer: 17.

26.07.1979, Rio de Janeiro (Brasilien): Eine Boeing 707-330C von Lufthansa Cargo startet als Flug 527 Richtung Dakar. Durch eine Kombination aus fehlerhaften Anweisungen der Flugsicherung und Besatzungsfehlern fliegt die Maschine rund fünf Minuten nach dem Start gegen einen Berghang etwa 25km nördlich des Flughafens Galeão. Die Boeing trägt das deutsche Kennzeichen D-ABUY. Todesopfer: 3.

11.07.1979, Mount Sibayak (Indonesien): Eine Fokker F28-1000 von Garuda Indonesian Airways befindet sich auf einem Linienflug von Palembang nach Medan. Bei eingeschränkter Sicht kollidiert die Maschine während des Anflugs in 5.560ft Höhe mit dem Mount Sibayak. Niemand überlebt. Todesopfer: 61.

17.06.1979, Hyannis/Yarmouth (Massachusetts, USA): Eine DHC-6 Twin Otter von Air New England verunglückt als Flug 248 während des Anflugs auf Hyannis. Von den zehn Menschen an Bord stirbt der Pilot; die übrigen Insassen überleben. Todesopfer: 1.

30.05.1979, Rockland (Maine, USA): Eine DHC-6 Twin Otter von Downeast Airlines befindet sich als Flug 46 bei schlechter Sicht im Anflug. Die Maschine sinkt unter den vorgesehenen Gleitpfad und stürzt in bewaldetes Gelände. Nur eine Person überlebt. Todesopfer: 17.

25.05.1979, Chicago-O’Hare (Illinois, USA): Bei einer DC-10-10 von American Airlines löst sich während des Starts als Flug 191 das linke Triebwerk mitsamt Pylon von der Tragfläche. Dabei werden Hydraulikleitungen beschädigt und die Vorflügel der linken Tragfläche fahren ein. Die DC-10 gerät in einen asymmetrischen Strömungsabriss, rollt nach links und stürzt unmittelbar hinter dem Flughafen ab. Alle 271 Menschen an Bord sowie zwei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 273.

11.05.1979, Nürnberg (Bayern, Deutschland): Eine Cessna 340 mit dem Kennzeichen D-IKAL befindet sich auf einem Geschäftsflug von Udine über Nürnberg nach Koblenz. Beim Anflug auf Nürnberg fällt ein Triebwerk aus. Die Maschine stürzt im Bereich Langwasser rund 10km südöstlich des Flughafens ab. Der Pilot und beide Passagiere sterben. Todesopfer: 3.

26.04.1979, Madras/Chennai (Indien): In einer Boeing 737-200 von Indian Airlines explodiert während eines Inlandsflugs eine Bombe. Elektrische Systeme und Instrumente fallen teilweise aus. Der Besatzung gelingt eine Notlandung in Madras, wobei die Boeing von der Landebahn abkommt und ausbrennt. Alle 67 Menschen an Bord überleben. Als Bombenanschlag mit anschließendem Flugunfall gehört der Fall in unsere Chronik. Todesopfer: 0.

29.03.1979, Québec City (Kanada): Bei einer Fairchild F-27 von Quebecair explodiert kurz nach dem Start als Flug 255 ein Triebwerk und löst sich teilweise vom Flugzeug. Die Besatzung verliert die Kontrolle, die Maschine stürzt ab. Sieben der 24 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 17.

26.03.1979, Luanda (Angola): Eine Iljuschin Il-18D der Interflug verunglückt beim Start in Luanda. Nach einem Triebwerksproblem kommt die Maschine nicht sicher in die Luft und wird durch den Unfall und das anschließende Feuer zerstört. Alle zehn Menschen an Bord sterben. Damit haben wir hier einen weiteren deutschen zivilen Betreiber, diesmal aus der DDR. Todesopfer: 10.

14.03.1979, Doha (Katar): Eine Boeing 727 von Alia Royal Jordanian Airlines versucht nachts bei einem schweren Gewitter in Doha zu landen. Beim Durchstarten gerät die Maschine in extreme Abwinde, verliert rund 750ft Höhe und schlägt auf dem Boden auf. 19 Menschen überleben. Todesopfer: 45.

06.03.1979, Mount Bromo (Indonesien): Eine Fokker F28-1000 von Garuda Indonesian Airways befindet sich auf einem Positionierungsflug von Denpasar nach Surabaya und kollidiert mit dem Mount Bromo. An Bord befinden sich ausschließlich vier Besatzungsmitglieder. Todesopfer: 4.

17.02.1979, Auckland (Neuseeland): Eine Fokker F27 von Air New Zealand befindet sich bei schlechtem Wetter im Anflug auf Auckland und stürzt in den Manukau Harbour. Zwei der vier Menschen an Bord überleben verletzt. Todesopfer: 2.

12.02.1979, bei Kariba (Rhodesien, heute Simbabwe): Eine Vickers Viscount von Air Rhodesia wird als Flug 827 kurz nach dem Start mit einer Strela-2-Boden-Luft-Rakete von ZIPRA-Kämpfern abgeschossen. Die Maschine stürzt ab; anders als beim ähnlichen Air-Rhodesia-Abschuss des Vorjahres gibt es diesmal keine Überlebenden. Es handelt sich eindeutig um ein ziviles Verkehrsflugzeug und damit um einen Fall für unsere Chronik. Todesopfer: 59.

30.01.1979, Pazifik östlich von Japan: Eine Boeing 707-323C von Varig startet als Frachtflug 967 in Tokio-Narita nach Rio de Janeiro mit Zwischenstopp in Los Angeles. Rund 125Meilen östlich von Japan verschwindet die Maschine spurlos. Weder Wrack noch Besatzung werden jemals gefunden; die Ursache ist bis heute unbekannt. Todesopfer: 6.

24.01.1979, Béchar (Algerien): Eine Nord 262A-44 von Air Algérie wird beim Anflug etwa 15km vor dem Flughafen in den Boden geflogen. Die drei Besatzungsmitglieder überleben, von 20 Passagieren sterben 14. Todesopfer: 14.

15.01.1979, bei Minsk (Sowjetunion, heute Belarus): Eine Antonow An-24B von Aeroflot gerät während des Anflugs in einen Strömungsabriss und stürzt auf ein Feld. Von 14 Menschen an Bord überlebt nur einer. Todesopfer: 13.

28.12.1978, Portland (Oregon, USA): Eine Douglas DC-8-61 von United Airlines kreist als Flug 173 fast eine Stunde südöstlich von Portland, weil die Besatzung ein vermeintliches Problem mit dem Fahrwerk untersucht. Dabei gerät etwas ziemlich Wesentliches aus dem Blick: der Treibstoff. Alle vier Triebwerke fallen schließlich wegen Treibstoffmangels aus, die DC-8 stürzt in ein Wohngebiet. Von 189 Menschen an Bord sterben zehn. Der Unfall wird später zu einem wichtigen Auslöser für die Einführung des modernen Crew Resource Management. Todesopfer: 10.

25.12.1978, Nye Mountain bei DeKalb Junction (New York, USA): Eine Beechcraft 18 auf einem zivilen Charterflug gerät bei schlechtem Winterwetter in Schwierigkeiten und kollidiert mit dem bewaldeten Nye Mountain. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 7.

17.12.1978, Hüttenbusch/Worpswede (Niedersachsen, Deutschland): Eine Cessna A185F Skywagon mit dem deutschen Kennzeichen D-EBVB startet mit einem Piloten und vier Fallschirmspringern. Unmittelbar nach dem Start muss der Pilot notlanden; die Maschine trifft einen Baum und anschließend eine Straßenböschung und wird zerstört. Alle fünf Insassen werden lediglich leicht verletzt. Todesopfer: 0.

09.12.1978, Tscherski (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-26 von Aeroflot startet zu einem zivilen Transportflug. Weil sich die Ladung während des Starts verschiebt, gerät der Schwerpunkt außerhalb des zulässigen Bereichs. Die Maschine wird unkontrollierbar und stürzt kurz nach dem Abheben ab. Todesopfer: 7.

04.12.1978, Buffalo Pass (Colorado, USA): Eine DHC-6 Twin Otter von Rocky Mountain Airways befindet sich als Flug 217 auf dem Weg nach Steamboat Springs. Bei schwerer Vereisung und starken Abwinden verliert die Maschine Höhe und stürzt in rund 3.200m Höhe im Gebirge ab. Zwei Menschen sterben, zahlreiche Insassen überleben teilweise schwer verletzt und müssen unter extremen winterlichen Bedingungen gerettet werden. Todesopfer: 2.

21.11.1978, Judio Mountain bei Rubio (Venezuela): Eine Douglas C-47 von Taxi Aéreo El Venado befindet sich auf einem zivilen Flug, als sie in etwa 11.200ft Höhe mit dem Judio Mountain kollidiert. Niemand überlebt. Todesopfer: 28.

18.11.1978, vor Marie-Galante (Guadeloupe): Eine DHC-6 Twin Otter von Air Guadeloupe gerät auf dem kurzen Regionalflug von Pointe-à-Pitre nach Marie-Galante in einen heftigen Regenschauer. Die Maschine stürzt etwa 3km vor dem Zielflughafen ins Meer. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 15.

15.11.1978, Katunayake bei Colombo (Sri Lanka): Eine Douglas DC-8 von Loftleiðir/Icelandic Airlines befindet sich als Flug 001 mit überwiegend indonesischen muslimischen Pilgern an Bord im Anflug auf Colombo. Bei schlechtem Wetter sinkt die Maschine unter das korrekte Anflugprofil und schlägt rund 2km vor der Landebahn auf einer Plantage auf. 79 Menschen überleben. Todesopfer: 183.

10.11.1978, zwischen Grosny und Baku (Sowjetunion): Ein Passagier versucht, eine Antonow An-24B von Aeroflot zu entführen und die Besatzung zu einem Flug in die Türkei zu zwingen. Er verletzt den Flugingenieur und schießt auf die gepanzerte Cockpittür; ein Geschoss prallt zurück und tötet den Entführer. Die Besatzung landet sicher in Machatschkala. Das Flugzeug wird später abgeschrieben. Todesopfer: 1.

05.11.1978, vor Alexandria (Ägypten): Eine Douglas DC-3 von Nile Delta Air Services transportiert amerikanische Erdölspezialisten der Western Desert Petroleum Company. Die Maschine stürzt vor Alexandria ins Mittelmeer. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 17.

03.11.1978, Spaichbühl bei Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Cessna 421B Golden Eagle II des Hohenloher Flugdienstes mit dem Kennzeichen D-IDAS befindet sich im Anflug auf Schwäbisch Hall. Rund 12km vor der Landebahn stürzt die zweimotorige Maschine in einem Waldgebiet ab. Alle vier Insassen sterben. Todesopfer: 4.

23.10.1978, Siwasch-Bucht (Ukrainische SSR, heute Ukraine): Bei einer Antonow An-24B von Aeroflot auf Flug 6515 vereisen die Triebwerke. Weil das Enteisungssystem zu spät eingeschaltet wird, fallen schließlich beide Triebwerke aus. Die Maschine stürzt rund 24km südöstlich von Jemeljanowka ab. Todesopfer: 26.

22.10.1978, vor Bellona Island (Salomonen): Eine Britten-Norman BN-2A Islander von Solomon Airlines gerät bei schlechtem Wetter vom Kurs ab. Nachdem der Pilot den Flugplatz nicht mehr findet, geht der Treibstoff aus und die Maschine muss im Pazifik notwassern. Weder das Flugzeug noch die elf Insassen werden jemals gefunden. Todesopfer: 11.

21.10.1978, Bass Strait (Australien): Eine Cessna 182L mit dem 20-jährigen Piloten Frederick Valentich verschwindet auf einem Flug von Melbourne nach King Island über der Bass Strait. Valentich meldet unmittelbar zuvor ein unbekanntes Flugobjekt in seiner Nähe. Danach bricht der Funkkontakt ab. Weder Pilot noch Flugzeug werden gefunden. Trotz der späteren UFO-Legenden ist der nüchterne Kern ein bis heute ungeklärtes Verschwinden eines zivilen Flugzeugs. Todesopfer: 1, vermisst und für tot erklärt.

07.10.1978, Swerdlowsk (Sowjetunion, heute Jekaterinburg/Russland): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot erleidet kurz nach dem Start infolge von Vereisung einen Triebwerksausfall. Die Maschine verliert Höhe und kollidiert mit einem Hügel. Niemand überlebt. Todesopfer: 38.

25.09.1978, San Diego (Kalifornien, USA): Eine Boeing 727-200 von Pacific Southwest Airlines befindet sich als Flug 182 im Anflug auf San Diego, als sie mit einer privaten Cessna 172 kollidiert. Beide Flugzeuge stürzen in das Wohngebiet North Park. Alle 135 Menschen in der Boeing, die beiden Insassen der Cessna und sieben Menschen am Boden sterben. Der Unfall zählt zu den schwersten zivilen Flugzeugkollisionen über einer US-Stadt. Todesopfer: 144.

03.09.1978, bei Karoi (Rhodesien, heute Simbabwe): Eine Vickers Viscount von Air Rhodesia wird als Flug 825 von ZIPRA-Kämpfern mit einer Strela-2-Boden-Luft-Rakete abgeschossen. 38 der 56 Insassen sterben beim Absturz. Von den zunächst 18 Überlebenden werden zehn anschließend am Boden von den Angreifern erschossen; acht Menschen überleben das gesamte Geschehen. Das zivile Verkehrsflugzeug gehört trotz des terroristisch-militärischen Hintergrunds eindeutig in unsere Chronik. Todesopfer: 48.

02.09.1978, Vancouver (British Columbia, Kanada): Eine DHC-6 Twin Otter von Airwest Airlines befindet sich als Schwimmerflugzeug im Landeanflug auf Coal Harbour. In etwa 175ft Höhe versagt eine Steuerstange der Landeklappen; die Maschine gerät außer Kontrolle und stürzt ins Wasser. Zwei Menschen überleben. Todesopfer: 11.

30.08.1978, Berlin-Tempelhof (Deutschland): Eine Tupolew Tu-134 von LOT Polish Airlines wird auf einem Flug von Danzig nach Berlin-Schönefeld von DDR-Bürgern entführt, die in den Westen fliehen wollen. Die Maschine landet schließlich auf dem amerikanisch kontrollierten Flughafen Tempelhof in West-Berlin. Alle 69 Menschen an Bord bleiben unverletzt. Auch eine Entführung ohne Absturz führen wir mit, weil das zivile Luftfahrzeug unmittelbar betroffen war. Todesopfer: 0.

23.05.1978, Jegorjewsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-144 befindet sich auf einem zivilen Testflug, als ein Treibstoffleck einen Brand auslöst. Die Besatzung versucht eine Notlandung auf einem Feld; die Maschine wird dabei zerstört. Sechs der acht Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 2.

08.05.1978, Pensacola (Florida, USA): Eine Boeing 727-235 von National Airlines befindet sich als Flug 193 bei schlechter Sicht im Anflug. Die Besatzung sinkt bei einem Nichtpräzisionsanflug zu tief und reagiert unzureichend auf die Warnungen des Bodenannäherungssystems. Die Boeing setzt in der Escambia Bay vor der Landebahn auf und versinkt teilweise. 55 Menschen überleben. Todesopfer: 3.

20.04.1978, bei Loukhi (Sowjetunion, heute Russland): Eine Boeing 707-321B von Korean Air Lines gerät als Flug 902 auf dem Weg von Paris nach Seoul weit vom vorgesehenen Kurs ab und dringt in sowjetischen Luftraum ein. Ein sowjetischer Suchoi-Su-15-Abfangjäger beschießt die zivile Boeing mit einer Luft-Luft-Rakete. Zwei Passagiere werden getötet. Trotz schwerer Schäden gelingt der Besatzung eine Notlandung auf einem zugefrorenen See; 107 Menschen überleben. Todesopfer: 2.

04.04.1978, Charleroi (Belgien): Eine Boeing 737-200 von Sabena wird auf einem Trainingsflug nach mehreren Platzrunden beim Start von einem Vogelschwarm getroffen. Der Start wird zunächst fortgesetzt und dann doch abgebrochen. Die verbliebene Piste reicht nicht mehr aus; die Boeing überrollt das Bahnende, verliert Fahrwerk und Triebwerk und brennt aus. Alle drei Piloten überleben. Todesopfer: 0.

16.03.1978, Marzell im Schwarzwald (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine private französische Piper PA-34-200 Seneca stürzt nahe Marzell am Blauen ab. An Bord befinden sich der französische Politiker und ehemalige Bildungsminister André Boulloche sowie der Pilot Renaud Mary. Beide kommen ums Leben. Todesopfer: 2.

16.03.1978, Gabare (Bulgarien): Eine Tupolew Tu-134 von Balkan Bulgarian Airlines startet als Flug 107 von Sofia nach Warschau. Etwa zehn Minuten nach dem Start geht die Maschine in einen ungewöhnlichen Sinkflug über und schlägt bei Gabare auf. Die genaue Ursache konnte nie überzeugend geklärt werden; spätere Darstellungen reichen von technischen Problemen bis zu einer möglichen gewaltsamen Auseinandersetzung an Bord. Niemand überlebt. Todesopfer: 73.

03.03.1978, Maiquetía bei Caracas (Venezuela): Eine Hawker Siddeley HS 748 von Línea Aeropostal Venezolana verunglückt kurz nach dem Start vom Flughafen Simón Bolívar. Als mögliche Ursache wird ein Instrumentenproblem genannt. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 46.

01.03.1978, Los Angeles (Kalifornien, USA): Bei einer DC-10-10 von Continental Airlines platzen während des Startlaufs als Flug 603 mehrere Reifen des linken Hauptfahrwerks. Der Start wird bei hoher Geschwindigkeit abgebrochen, die DC-10 schießt über das Bahnende hinaus, das Fahrwerk bricht zusammen und Feuer entsteht. Zwei Menschen sterben unmittelbar, zwei weitere später an ihren Verletzungen. Todesopfer: 4.

15.02.1978, Teneriffa-Los Rodeos (Spanien): Bei einer Boeing 707-329 von Sabena lässt sich im Anflug das Bugfahrwerk nicht ausfahren. Die Besatzung landet mit eingefahrenem Bugfahrwerk; die Boeing rutscht rund 1.200m über die Piste und gerät anschließend in Brand. Alle 198 Menschen an Bord können gerettet werden. Todesopfer: 0.

11.02.1978, Cranbrook (British Columbia, Kanada): Eine Boeing 737-200 von Pacific Western Airlines landet als Flug 314, als die Besatzung einen Schneepflug auf der Landebahn erkennt und versucht durchzustarten. Eine bereits aktivierte Schubumkehr lässt sich nicht vollständig zurücknehmen; die Maschine gerät außer Kontrolle, stürzt ab und brennt. Sieben Menschen überleben. Todesopfer: 42.

10.02.1978, Richland (Washington, USA): Eine Beechcraft 99 von Columbia Pacific Airlines startet als Flug 23. Unmittelbar nach dem Abheben gerät das Pendlerflugzeug in einen Strömungsabriss, stürzt ab und brennt. Niemand überlebt. Todesopfer: 17.

03.01.1978, Leutkirch-Unterzeil (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Cessna 402A der Märkischen Luftfahrtgesellschaft mit dem Kennzeichen D-IMLG befindet sich auf einem Geschäftsflug und nähert sich bei dichtem Nebel dem Flugplatz Leutkirch-Unterzeil. Die Maschine trifft Bäume und stürzt in einem Waldgebiet ab. Vier der fünf Insassen sterben, ein Passagier wird schwer verletzt. Todesopfer: 4.

01.01.1978, Bombay/Mumbai (Indien): Eine Boeing 747-237B von Air India startet als Flug 855 nach Dubai. Kurz nach dem Abheben liefert der künstliche Horizont des Kapitäns fehlerhafte Anzeigen. In der dunklen Nacht ohne sichtbaren natürlichen Horizont gerät der Kapitän in räumliche Desorientierung; die Boeing rollt immer weiter nach links und schlägt weniger als zwei Minuten nach dem Start im Arabischen Meer auf. Niemand überlebt. Todesopfer: 213.

18.12.1977, Fruit Heights bei Salt Lake City (Utah, USA): Eine Douglas DC-8-54F von United Airlines befindet sich als Frachtflug 2860 auf dem Weg nach Salt Lake City. Wegen eines elektrischen Problems mit der Fahrwerksanzeige geht die Besatzung in eine Warteschleife. Kommunikationsprobleme mit der Flugsicherung und eine unzureichende Überwachung der Flughöhe führen dazu, dass die DC-8 nachts gegen einen Berg der Wasatch Range fliegt. Todesopfer: 3.

13.12.1977, Evansville (Indiana, USA): Eine Douglas DC-3 von Air Indiana startet als Flug 216 mit der Basketballmannschaft der University of Evansville an Bord. Unmittelbar nach dem Abheben gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt ab. Unter anderem waren die Ruderverriegelungen nicht ordnungsgemäß entfernt worden; zudem war das hintere Gepäckabteil überladen. Niemand überlebt. Todesopfer: 29.

09.12.1977, Tarko-Sale (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24 von Aeroflot verunglückt beim Anflug auf Tarko-Sale. Von 23 Menschen an Bord sterben 17. Todesopfer: 17.

08.12.1977, Intracoastal City (Louisiana, USA): Ein ziviler Aérospatiale SA330J Puma von Petroleum Helicopters verunglückt bei einem Transportflug für die Offshore-Industrie. Von 19 Menschen an Bord sterben 17. Todesopfer: 17.

04.12.1977, Tanjung Kupang (Johor, Malaysia): Eine Boeing 737-200 von Malaysian Airline System wird als Flug 653 auf dem Weg nach Kuala Lumpur entführt und anschließend Richtung Singapur umgeleitet. Im Cockpit fallen Schüsse; kurz darauf geht die Boeing in einen steilen, unkontrollierten Sinkflug über und schlägt nahezu senkrecht auf. Alle 93 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 100.

02.12.1977, bei Al Bayda (Libanon): Eine Tupolew Tu-154B von Balkan Bulgarian Airlines verunglückt auf einem Charterflug beim Anflug auf Beirut. Die Maschine geht wegen Treibstoffmangels nieder, nachdem sie aufgrund der Wetterbedingungen längere Zeit warten beziehungsweise Ausweichmanöver durchführen musste. Von 165 Menschen an Bord sterben 59. Todesopfer: 59.

21.11.1977, bei Bariloche (Argentinien): Eine BAC One-Eleven 420EL von Austral Líneas Aéreas befindet sich im Anflug auf San Carlos de Bariloche. Nach einem misslungenen Anflug und einem erneuten Landeversuch kollidiert die Maschine mit Gelände. Von 79 Menschen an Bord sterben 46. Todesopfer: 46.

19.11.1977, Funchal/Madeira (Portugal): Eine Boeing 727-282 Advanced von TAP befindet sich als Flug 425 aus Brüssel über Lissabon im Anflug auf Madeira. Bei starkem Regen setzt die Boeing weit hinter der Landeschwelle auf, kann auf der damals kurzen und nassen Piste nicht mehr rechtzeitig abbremsen, schießt über das Bahnende hinaus und stürzt auf den tiefer gelegenen Strand. Von 164 Menschen an Bord überleben 33. Todesopfer: 131.

19.11.1977, Rom-Fiumicino (Italien): Eine Boeing 707-360C von Ethiopian Airlines verunglückt auf einem Frachtflug in Rom. Alle fünf Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 5.

15.11.1977, Münchberg (Bayern, Deutschland): Eine private Piper PA-31-325 Navajo C/R mit dem deutschen Kennzeichen D-ILUM verunglückt bei Münchberg. Der Unfall selbst ist dokumentiert, die verfügbaren historischen Datensätze liefern jedoch keine belastbare Zahl zu den Insassen beziehungsweise möglichen Todesopfern. Todesopfer: nicht zuverlässig feststellbar.

03.11.1977, San Cristóbal de las Casas (Mexiko): Eine Britten-Norman BN-2A Trislander von Servicios Aéreos Martínez León verunglückt bei San Cristóbal de las Casas. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 13.

28.10.1977, Vietnam/Thailand/Singapur: Eine zivile Douglas DC-3 von Vietnam Airlines wird auf einem Inlandsflug von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Phú Quốc von vier Passagieren entführt. Bei einer Auseinandersetzung an Bord werden zwei vietnamesische Funktionäre getötet. Die Maschine fliegt über Thailand weiter nach Singapur, wo die Entführung endet. Todesopfer: 2.

20.10.1977, Gillsburg (Mississippi, USA): Eine Convair CV-240/300 auf einem Charterflug mit Mitgliedern der Rockband Lynyrd Skynyrd an Bord gerät wegen Treibstoffmangels in eine Notlage. Beide Triebwerke fallen aus, und die Besatzung versucht eine Notlandung in bewaldetem Gelände. Unter den sechs Todesopfern befinden sich Sänger Ronnie Van Zant und Gitarrist Steve Gaines. Todesopfer: 6.

17.10.1977, Tadjoura (Dschibuti): Zwei bewaffnete Männer entführen am Boden eine DHC-6 Twin Otter von Air Djibouti. Während der Entführung werden der französische Pilot und eine Passagierin erschossen. Das zivile Flugzeug stürzt zwar nicht ab, aber entsprechend unserer bisherigen Abgrenzung gehört auch dieser tödliche Angriff auf ein ziviles Luftfahrzeug in die Chronik. Todesopfer: 2.

13.–18.10.1977, Mittelmeer bis Mogadischu (Somalia): Die Boeing 737-230C D-ABCE „Landshut“ der Lufthansa wird als Flug 181 von vier palästinensischen Terroristen entführt. Die fünftägige Odyssee führt über Rom, Larnaka, Bahrain, Dubai und Aden nach Mogadischu. In Aden ermorden die Entführer Kapitän Jürgen Schumann. In Mogadischu stürmt die GSG9 die Maschine und befreit die Geiseln; drei der vier Entführer werden getötet. Für unsere Opferbilanz des zivilen Fluges zählt insbesondere der ermordete Kapitän. Todesopfer unter Besatzung und Passagieren: 1.

30.09.1977, Paris-Orly (Frankreich): Ein bewaffneter Mann entführt eine Caravelle von Air Inter auf einem Inlandsflug von Paris nach Lyon. Nach stundenlangen Verhandlungen stürmt die Polizei das Flugzeug. Der Entführer wirft eine Handgranate in Richtung Cockpit; die Explosion tötet einen Passagier. Todesopfer: 1.

27.09.1977, bei Kuala Lumpur (Malaysia): Eine Douglas DC-8 von Japan Airlines befindet sich als Flug 715 im Anflug auf den Flughafen Subang. Die Maschine sinkt unter die sichere Höhe und prallt etwa 6,5km vor der Landebahn gegen einen Hügel. Von 79 Menschen an Bord sterben 34, die 45 Überlebenden werden verletzt. Todesopfer: 34.

21.09.1977, Urziceni (Rumänien): Eine Tupolew Tu-134 von Malév Hungarian Airlines befindet sich als Flug 203 im Anflug auf Bukarest-Otopeni und stürzt rund 6km südwestlich von Urziceni ab. Von 53 Menschen an Bord sterben 29. Todesopfer: 29.

08.09.1977, Mount Loi Hsam Hsao (Burma, heute Myanmar): Eine DHC-6 Twin Otter von Burma Airways verschwindet auf einem Flug nach Kengtung. Drei Tage später wird das Wrack am Mount Loi Hsam Hsao gefunden. Niemand hat den Absturz überlebt. Todesopfer: 25.

06.09.1977, Mount Iliamna (Alaska, USA): Eine DHC-6 Twin Otter von Alaska Aeronautical Industries fliegt als Flug 302 unter Instrumentenflugbedingungen gegen die Südwestflanke des Mount Iliamna in etwa 7.000ft Höhe. Todesopfer: 13.

04.09.1977, Cajas-Gebirge bei Cuenca (Ecuador): Eine Vickers Viscount 746D der SAN Ecuador wird unter Sichtflugregeln bei Instrumentenwetterbedingungen geflogen und kollidiert rund 40km nördlich von Cuenca mit einem Berg. Niemand überlebt. Todesopfer: 33.

01.08.1977, Encino/Los Angeles (Kalifornien, USA): Ein ziviler Bell 206B JetRanger des Fernsehsenders KNBC stürzt nach Treibstoffmangel in einem Park ab. Am Steuer sitzt Francis Gary Powers, der durch den Abschuss seines U-2-Aufklärungsflugzeugs über der Sowjetunion 1960 weltbekannt geworden war und inzwischen als ziviler Nachrichtenpilot arbeitete. Powers und der Kameramann George Spears sterben. Todesopfer: 2.

08.07.1977, Schwarzes Meer vor Suchumi (Sowjetunion, heute Georgien): Eine Antonow An-24RV der zivilen Aeroflot-Flugschule Kirovograd befindet sich auf einem Trainingsflug. Vermutlich durch Ablenkung der Besatzung bei Gewitteraktivität sinkt die Maschine unbemerkt und stürzt ins Schwarze Meer. Nur ein Insasse überlebt. Todesopfer: 6.

27.05.1977, Havanna (Kuba): Eine Iljuschin Il-62M von Aeroflot befindet sich als Flug 331 auf der Strecke Moskau-Frankfurt-Lissabon-Havanna. Beim Anflug sinkt die Besatzung bei schlechter Sicht zu früh; die Il-62 trifft Stromleitungen und stürzt rund 1km vor dem Flughafen ab. Zwei der 69 Menschen an Bord überleben. Zusätzlich kommt ein Mensch am Boden ums Leben. Todesopfer: 68, davon 67 an Bord und 1 am Boden.

07.05.1977, Tavda (Sowjetunion, heute Russland): Zwei zivil von Aeroflot betriebene Antonow An-2 kollidieren in der Luft. Beide Flugzeuge stürzen ab. Todesopfer: 29.

07.05.1977, bei Ajanka (Sowjetunion, heute Russland): In einer Antonow An-2T von Aeroflot entsteht auf dem Flug nach Tilitschiki durch ein Treibstoffleck ein Feuer. Die Besatzung wird handlungsunfähig, und die Maschine stürzt auf einen zugefrorenen See in der Tundra. Todesopfer: 4.

14.04.1977, Raitersach bei Nürnberg (Bayern, Deutschland): Eine Cessna 414 Chancellor des Nürnberger Flugdienstes mit dem Kennzeichen D-INFD befindet sich auf einem Charterflug von Karlsruhe nach Nürnberg. Bei starken Schneeschauern und schlechter Sicht sinkt die Maschine zu tief, trifft Stromleitungen und stürzt rund 21km südwestlich des Nürnberger Flughafens brennend auf ein Feld. Alle zwei Besatzungsmitglieder und vier Passagiere sterben. Todesopfer: 6.

10.04.1977, Saliente del Río Guape (Kolumbien): Eine Douglas DC-3A von Taxi Aéreo El Venado verschwindet auf einem Inlandsflug von La Uribe nach Bogotá. Das Wrack wird erst am 15. Mai in etwa 7.200ft Höhe in der Cordillera Oriental gefunden. Niemand überlebt. Todesopfer: 35.

04.04.1977, New Hope (Georgia, USA): Eine DC-9-31 von Southern Airways gerät als Flug 242 in ein extremes Gewitter mit Hagel. Beide Triebwerke verlieren nach massiver Aufnahme von Wasser und Hagel ihre Leistung. Die Piloten versuchen eine Notlandung auf einer Landstraße; die DC-9 kollidiert dabei mit Fahrzeugen und Gebäuden. 63 Menschen im Flugzeug und neun Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 72.

05.04.1977, Penyok (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-14FKM von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Trainingsflug, als die Besatzung die Kontrolle über das Seitenruder verliert. Die Maschine stürzt ab. Todesopfer: 6.

30.03.1977, Schdanow (Ukrainische SSR, heute Mariupol/Ukraine): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot befindet sich auf einem Linienflug aus Dnipropetrowsk. Im Endanflug trifft die rechte Tragfläche einen Mast; die Maschine kippt ab, schlägt auf und gerät in Brand. Von 27 Menschen an Bord sterben acht. Todesopfer: 8.

27.03.1977, Flughafen Los Rodeos/Teneriffa (Kanarische Inseln, Spanien): Wegen eines Bombenanschlags am eigentlich vorgesehenen Zielflughafen Las Palmas auf Gran Canaria werden zahlreiche Maschinen nach Los Rodeos auf Teneriffa umgeleitet, darunter eine Boeing 747-206B der KLM als Flug 4805 und eine Boeing 747-121 der Pan Am als Flug 1736. Dichter Nebel reduziert die Sicht drastisch. Während die Pan-Am-747 noch auf der Startbahn rollt und diese verlassen soll, beginnt die KLM-747 ohne Startfreigabe ihren Startlauf. Die KLM hebt unmittelbar vor der Pan-Am-Maschine noch ab, kann sie aber nicht mehr überfliegen und rammt sie. Alle 248 Menschen in der KLM-Maschine sowie 335 der 396 Menschen in der Pan-Am-747 sterben; 61 Menschen überleben. Mit insgesamt 583 Todesopfern ist die Katastrophe bis heute der schwerste Unfall der zivilen Luftfahrtgeschichte. Todesopfer: 583.

18.03.1977, Forish (Usbekische SSR, heute Usbekistan): Eine Antonow An-2R von Aeroflot wird für einen zivilen Agrarflug eingesetzt. Während des Sprühflugs führt die Besatzung in geringer Höhe riskante Flugmanöver aus; die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Todesopfer: 2.

01.03.1977, vor Aden (Südjemen, heute Jemen): Eine Douglas C-47 von Alyemda stürzt kurz nach dem Start in Aden in den Golf von Aden. Zwei der 21 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 19.

28.02.1977, bei Salluit/Saglouc (Québec, Kanada): Eine Douglas DC-3 des zivilen Betreibers Survair verunglückt im Norden Québecs. Von zehn Menschen an Bord sterben vier. Todesopfer: 4.

15.02.1977, Mineralnyje Wody (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-18V von Aeroflot befindet sich als Flug 5003 aus Taschkent im Anflug. Nach einem Fehlanflug gerät die Maschine beim Steigflug in einen Strömungsabriss, stürzt auf einen Bahndamm und brennt. Von 98 Menschen an Bord sterben 77. Todesopfer: 77.

11.02.1977, Bratislava (Tschechoslowakei, heute Slowakei): Eine Avia 14T der ČSA verunglückt in Bratislava. Von fünf Menschen an Bord überlebt einer. Todesopfer: 4.

18.01.1977, bei Kreševo (Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina): Ein Learjet 25 mit dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Džemal Bijedić an Bord gerät während eines Schneesturms in bergiges Gelände und stürzt ab. Alle sieben Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 7.

15.01.1977, Kälvesta bei Stockholm (Schweden): Eine Vickers Viscount 838 von Skyline Sweden fliegt für Linjeflyg als Flug 618. Atmosphärische Vereisung beeinträchtigt die Steuerbarkeit; die Maschine stürzt während des Anflugs auf Stockholm-Bromma in ein Wohngebiet. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 22.

14.01.1977, Terrace (British Columbia, Kanada): Eine DHC-6 Twin Otter von Northern Thunderbird Air befindet sich bei Schneesturm im Anflug auf Terrace und kollidiert rund 3km südlich des Flughafens mit einem Hügel. Todesopfer: 12.

13.01.1977, Anchorage (Alaska, USA): Eine Douglas DC-8-62F von Japan Air Lines Cargo startet Richtung Tokio. Vereisung und Fehler der Besatzung führen unmittelbar nach dem Abheben zum Strömungsabriss. Die Untersuchung stellt zudem eine erhebliche Alkoholisierung des Kapitäns fest. Die Frachtmaschine stürzt ab und brennt. Todesopfer: 5.

13.01.1977, bei Alma-Ata (Kasachische SSR, heute Almaty/Kasachstan): Eine Tupolew Tu-104A von Aeroflot befindet sich als Flug 3843 im Anflug, als in einem Triebwerk ein Feuer ausbricht. Die Besatzung verliert schließlich die Kontrolle; die Maschine stürzt kurz vor dem Ziel auf einem Feld ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 90.

06.01.1977, San-Gorgonio-Gebirge bei Palm Springs (Kalifornien, USA): Ein Learjet 24B von Jet Avia Charter startet in Palm Springs und fliegt anschließend nahezu unverändert in Richtung des rund 10.000ft hohen Gebirgskamms. Der Geschäftsjet prallt gegen das Gelände. Unter den Opfern befindet sich Natalie „Dolly“ Sinatra, die Mutter von Frank Sinatra. Todesopfer: 4.

05.01.1977, Alice Springs (Australien): Ein ehemaliger Mitarbeiter von Connellan Airways stiehlt eine Beechcraft Baron 58 und fliegt sie gezielt in das Firmengebäude der Fluggesellschaft am Flughafen Alice Springs. Der Pilot und vier Menschen am Boden sterben, vier weitere werden verletzt. Da das verwendete Flugzeug zivil war, gehört auch dieser vorsätzlich herbeigeführte Absturz in unsere Chronik. Todesopfer: 5.

30.12.1976, Cerro Pintado bei Trujillo (Peru): Eine Douglas C-54A Skymaster von Faucett Perú startet zu einem Linienflug von Trujillo nach Tarapoto. Im Steigflug prallt die viermotorige Maschine rund 25km nördlich des Flughafens gegen den Cerro Pintado. Niemand überlebt. Todesopfer: 24.

25.12.1976, Bangkok (Thailand): Eine Boeing 707-366C von EgyptAir befindet sich als Flug 864 auf dem Weg nach Tokio mit Zwischenlandung in Bangkok. Im nächtlichen Anflug sinkt die Besatzung unter die sichere Höhe; die Boeing schlägt etwa 2km vor der Landebahn in einem Industriegebiet ein und zerstört unter anderem eine Weberei. Alle 52 Menschen an Bord sowie 19 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 71.

18.12.1976, bei Juschno-Sachalinsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-14M von Aeroflot verunglückt während des Anflugs auf Juschno-Sachalinsk. Alle acht Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 8.

17.12.1976, Kiew (Ukrainische SSR, heute Ukraine): Eine Antonow An-24RV von Aeroflot befindet sich nachts bei schlechtem Wetter im Anflug auf Kiew-Schuljany. Die Maschine trifft vor der Landebahn ein Betonbauwerk und anschließend einen Bahndamm. Sieben Menschen überleben. Todesopfer: 48.

12.12.1976, Cape May (New Jersey, USA): Eine DHC-6 Twin Otter von Atlantic City Airlines befindet sich nachts im Anflug auf Cape May. Die Maschine sinkt bei schlechter Sicht zu tief und kollidiert mit Bäumen. Drei Menschen sterben; mehrere weitere werden schwer verletzt. Todesopfer: 3.

28.11.1976, bei Moskau (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-104B von Aeroflot startet als Flug 2415 in Moskau-Scheremetjewo nach Leningrad. Nach dem Ausfall beziehungsweise fehlerhaften Anzeigen der künstlichen Horizonte verliert die Besatzung bei schlechten Sichtbedingungen die räumliche Orientierung. Die Maschine stürzt kurz nach dem Start ab. Todesopfer: 73.

23.11.1976, Kozani (Griechenland): Eine NAMC YS-11A von Olympic Airways befindet sich im Anflug auf Kozani. Bei schlechter Sicht und tiefen Wolken kollidiert die Maschine mit bergigem Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 50.

16.11.1976, Denver (Colorado, USA): Eine DC-9-14 von Texas International Airlines verunglückt beim Start. Das Flugzeug wird erheblich beschädigt, die Insassen können jedoch gerettet werden. Todesopfer: 0.

04.11.1976, Banjarmasin (Indonesien): Eine Fokker F27 Friendship von Bali International Air Service verunglückt im Raum Banjarmasin. Neun der 38 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 29.

28.10.1976, München (Deutschland): Eine Iljuschin Il-18 der ČSA wird auf einem Inlandsflug von Prag nach Bratislava entführt. Der Entführer zwingt die Besatzung, nach München zu fliegen, wo er sich den Behörden ergibt. Alle 105 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

25.10.1976, Yopal (Kolumbien): Bei einer Douglas C-47 von Taxi Aéreo El Venado fällt kurz nach dem Start ein Triebwerk aus. Beim Versuch, zum Flughafen zurückzukehren, gerät die Maschine außer Kontrolle, stürzt ab und brennt. Todesopfer: 36.

13.10.1976, Santa Cruz de la Sierra (Bolivien): Eine Boeing 707-131F auf einem Frachtflug für Lloyd Aéreo Boliviano erreicht beim Start nicht genügend Höhe, streift Bäume und stürzt in ein dicht bebautes Gebiet beziehungsweise auf ein Sportgelände. Die drei Besatzungsmitglieder und 88 Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 91.

12.10.1976, Bombay/Mumbai (Indien): Bei einer Sud Aviation Caravelle von Indian Airlines zerbricht kurz nach dem Start auf Flug 171 eine Verdichterscheibe im Triebwerk. Der nicht eingedämmte Triebwerksschaden löst ein Feuer und den Verlust wichtiger Hydrauliksysteme aus. Beim Versuch der Rückkehr verliert die Besatzung die Kontrolle; die Caravelle stürzt kurz vor der Landebahn ab. Todesopfer: 95.

06.10.1976, vor Barbados: In einer Douglas DC-8 von Cubana de Aviación explodieren auf Flug 455 kurz nach dem Start zwei an Bord geschmuggelte Bomben. Die Besatzung versucht nach Barbados zurückzukehren, doch die Maschine stürzt ins Meer. Niemand überlebt. Todesopfer: 73.

26.09.1976, Hot Springs (Virginia, USA): Ein Gulfstream II von Johnson & Johnson befindet sich auf einem Geschäftsflug nach Ingalls Field. Bei schlechter Sicht kollidiert der Jet rund 500ft unterhalb der Flughafenhöhe mit bergigem Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 11.

26.09.1976, Nowosibirsk (Sowjetunion, heute Russland): Ein Aeroflot-Pilot stiehlt eine Antonow An-2 und fliegt sie absichtlich in ein Wohnhaus, in dem seine frühere Ehefrau lebt. Sie überlebt, der Pilot und mehrere Bewohner des Hauses sterben. Da eine zivile Aeroflot-Maschine benutzt wurde, gehört auch dieser vorsätzlich herbeigeführte Absturz in die Chronik. Todesopfer: 12.

19.09.1976, Karatepe bei Isparta (Türkei): Eine Boeing 727-200 von Turkish Airlines befindet sich auf Flug 452 nach Antalya. Der Erste Offizier hält eine hell beleuchtete Straße rund 100km nördlich von Antalya für die Landebahn und leitet den Sinkflug ein. Als der Irrtum erkannt wird, ist es zu spät; die Boeing prallt gegen einen Berghang. Niemand überlebt. Todesopfer: 154.

10.09.1976, bei Vrbovec/Zagreb (Jugoslawien, heute Kroatien): Eine Hawker Siddeley Trident 3B von British Airways auf Flug 476 kollidiert in Reiseflughöhe mit einer DC-9-32 von Inex-Adria Aviopromet auf Flug 550 von Split nach Köln/Bonn. Fehler und Überlastung bei der Flugsicherung in Zagreb führen dazu, dass beide Maschinen auf dieselbe Flughöhe geraten. Alle 176 Menschen an Bord beider Flugzeuge sterben, darunter zahlreiche deutsche Urlauber. Todesopfer: 176.

09.09.1976, über dem Schwarzen Meer bei Anapa (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24 und eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot kollidieren aufgrund von Fehlern der Flugsicherung und der beteiligten Besatzungen in der Luft. Beide Maschinen stürzen ins Schwarze Meer. Niemand überlebt. Todesopfer: 70.

02.09.1976, Hawk Inlet (Alaska, USA): Ein zivil eingesetzter Hughes 369HS von Temsco Helicopters verunglückt auf einem Air-Taxi-Flug. Drei der vier Insassen kommen ums Leben. Todesopfer: 3.

28.08.1976, Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam): Eine Sud Aviation Caravelle III von Air France wird bei einem Zwischenfall schwer beschädigt. Von 20 Menschen an Bord kommt eine Person ums Leben. Todesopfer: 1.

15.08.1976, Chimborazo (Ecuador): Eine Vickers Viscount 785D von SAETA verschwindet auf Flug 232 von Quito nach Cuenca spurlos. Erst 2002, mehr als 26 Jahre später, wird das Wrack am Vulkan Chimborazo gefunden. Alle 59 Menschen an Bord waren beim Absturz ums Leben gekommen. Todesopfer: 59.

02.08.1976, bei Teheran (Iran): Eine Boeing 707 von Korean Air Lines verunglückt auf einem Frachtflug im Raum Teheran. An Bord befinden sich fünf Besatzungsmitglieder; niemand überlebt. Todesopfer: 5.

28.07.1976, Bratislava (Tschechoslowakei, heute Slowakei): Eine Iljuschin Il-18B der ČSA befindet sich als Flug 001 im Anflug auf Bratislava. Beim Durchstartversuch wird versehentlich die Schubumkehr aktiviert; die Maschine verliert Geschwindigkeit und stürzt in den See Zlaté Piesky. Drei Menschen überleben. Todesopfer: 76.

27.06.–04.07.1976, Entebbe (Uganda): Ein Airbus A300 von Air France wird als Flug 139 auf dem Weg von Tel Aviv über Athen nach Paris entführt. Die Maschine landet schließlich in Entebbe. Bei der israelischen Befreiungsaktion werden die meisten Geiseln gerettet; mehrere Geiseln sowie später eine im Krankenhaus zurückgebliebene Passagierin kommen ums Leben. Das Flugzeug selbst stürzt nicht ab, aber als schwere Entführung eines zivilen Verkehrsflugzeugs gehört der Fall in unsere Chronik. Todesopfer unter den Passagieren: 4.

06.06.1976, Kota Kinabalu (Malaysia): Eine GAF N-22B Nomad von Sabah Air gerät im Anflug in einen Strömungsabriss. Überladung und Fehler des Piloten gelten als wesentliche Ursachen. Unter den Opfern befinden sich mehrere führende Politiker Sabahs, darunter Regierungschef Tun Fuad Stephens. Todesopfer: 11.

04.06.1976, Agana (Guam): Eine Lockheed L-188A Electra von Air Manila verliert beim Start als Flug 702 ein Triebwerk. Nach einer zu frühen Änderung der Klappenstellung reicht die Steigleistung nicht aus; die Maschine kollidiert mit Gelände, überquert eine Straße und trifft ein Auto. Alle 45 Menschen im Flugzeug und der Autofahrer sterben. Todesopfer: 46.

01.06.1976, Bioko (Äquatorialguinea): Eine Tupolew Tu-154A von Aeroflot befindet sich auf einem internationalen Flug und kollidiert beim Anflug mit bergigem Gelände auf der Insel Bioko. Niemand überlebt. Todesopfer: 45.

23.05.1976, Zamboanga (Philippinen): Eine BAC One-Eleven von Philippine Airlines wird bei einem Unfall in Zamboanga schwer beschädigt. Von 87 Menschen an Bord sterben 14; drei weitere Todesopfer werden am Boden verzeichnet. Todesopfer: 17.

15.05.1976, Tschernihiw (Ukrainische SSR, heute Ukraine): Eine Antonow An-24 von Aeroflot verunglückt im Raum Tschernihiw. Alle 52 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 52.

27.04.1976, St. Thomas (Amerikanische Jungferninseln): Eine Boeing 727-95 von American Airlines landet als Flug 625 auf der kurzen Piste des Flughafens St. Thomas. Nach einem zu späten Aufsetzen und einem zunächst begonnenen, dann wieder abgebrochenen Durchstartmanöver schießt die Boeing über das Bahnende hinaus und prallt in eine Tankstelle. 51 Menschen überleben. Todesopfer: 37.

23.04.1976, Golf von Mexiko: Ein ziviler Bell 205A-1 von Petroleum Helicopters verunglückt bei einem Offshore-Transportflug. Alle zwölf Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 12.

14.04.1976, Neuquén (Argentinien): Eine Hawker Siddeley HS 748 des staatlichen Erdölunternehmens YPF verunglückt bei Neuquén. Alle 34 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 34.

05.04.1976, Ketchikan (Alaska, USA): Eine Boeing 727-81 von Alaska Airlines überrollt bei der Landung das Ende der Landebahn. Die Besatzung hatte zunächst versucht, den Anflug abzubrechen beziehungsweise durchzustarten. 49 der 50 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 1.

06.03.1976, bei Woronesch (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-18E von Aeroflot gerät nach einem schweren elektrischen Ausfall und Instrumentenproblemen außer Kontrolle und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 111.

09.02.1976, Irkutsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-104A von Aeroflot gerät unmittelbar nach dem Start in eine starke Rechtsneigung und stürzt ab. Von 124 Menschen an Bord sterben 24. Todesopfer: 24.

22.01.1976, Chapecó (Brasilien): Eine Embraer EMB-110C Bandeirante von Transbrasil verunglückt bei Chapecó. Zwei der elf Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 9.

21.01.1976, bei Shanghai (China): Eine Antonow An-24 der chinesischen CAAC verunglückt im Raum Shanghai. Alle 40 Menschen an Bord kommen ums Leben. Todesopfer: 40.

20.01.1976, bei Loja (Ecuador): Eine Hawker Siddeley HS 748 von TAME verunglückt auf einem Inlandsflug in bergigem Gelände. Acht Menschen überleben. Todesopfer: 34.

15.01.1976, Kolumbien: Eine Douglas DC-4 von Taxi Aéreo El Venado kollidiert auf einem zivilen Flug mit einem Berg. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 13.

08.01.1976, Mactan (Philippinen): Eine Britten-Norman BN-2A Islander von Philippine Aerotransport verunglückt auf Mactan Island. Alle sieben Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 7.

03.01.1976, Moskau-Wnukowo (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-124V von Aeroflot gerät unmittelbar nach dem Start in Wolken. Durch den Ausfall beziehungsweise falsche Anzeigen der künstlichen Horizonte verliert die Besatzung die räumliche Orientierung; die Tupolew geht in eine extreme Schräglage über und stürzt rund 7km vom Flughafen entfernt ab. Alle 61 Menschen an Bord und ein Mensch am Boden sterben. Todesopfer: 62.

03.01.1976, Anchorage (Alaska, USA): Ein Learjet 24A von Winship Air verunglückt bei Anchorage. Alle sechs Insassen des zivilen Geschäftsflugzeugs kommen ums Leben. Todesopfer: 6.

01.01.1976, bei Al-Qaisumah (Saudi-Arabien): In einer Boeing 720-023B von Middle East Airlines explodiert auf Flug 438 in rund 11.300m Höhe eine Bombe im vorderen Frachtraum. Die Maschine zerbricht in der Luft und stürzt in der Wüste ab. Bei historischen Quellen schwankt die Zahl zwischen 81 und 82 Menschen an Bord; die heute meist verwendete Unfallbilanz nennt 81. Todesopfer: 81.

22.11.1975, Sofia (Bulgarien): Eine Antonow An-24B der Balkan Bulgarian Airlines verunglückt beim Start vom Flughafen Sofia-Wraschdebna. Vereisung beeinträchtigt die Tragflächen, die Maschine verliert kurz nach dem Abheben die Kontrolle. Drei der 45 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 3.

20.11.1975, Charkiw (Ukrainische SSR, heute Ukraine): Eine Antonow An-24B von Aeroflot befindet sich als Flug 7950 aus Rostow am Don im Anflug auf Charkiw. Durch eine fehlerhafte Höhenmessereinstellung sinkt die Maschine zu tief, streift Bäume und prallt rund 17km vor dem Flughafen gegen einen Hang. Von 50 Menschen an Bord sterben 19. Todesopfer: 19.

18.11.1975, Petén (Guatemala): Eine Douglas C-47 der Aviateca verunglückt auf einem zivilen Flug im Departamento Petén. Von 22 Menschen an Bord kommen 15 ums Leben. Todesopfer: 15.

17.11.1975, Mount Apshara bei Gali (Georgische SSR, heute Georgien): Eine Antonow An-24RV von Aeroflot weicht auf Flug 6274 einem Gewitter aus und gerät dabei erheblich vom vorgesehenen Kurs ab. Beim anschließenden Sinkflug nach Suchumi kollidiert die Maschine mit dem 2.250m hohen Mount Apshara. Niemand überlebt. Todesopfer: 38.

12.11.1975, New York-JFK (USA): Eine McDonnell Douglas DC-10-30CF von Overseas National Airways startet als Flug 032 zu einem Überführungsflug über Frankfurt nach Dschidda. Beim Startlauf gerät die Maschine in einen Möwenschwarm; ein Triebwerk wird schwer beschädigt und ein Feuer entsteht. Der Start wird abgebrochen, alle 139 Menschen können das Flugzeug verlassen, bevor die DC-10 ausbrennt. Todesopfer: 0.

30.10.1975, Prag-Suchdol (Tschechoslowakei, heute Tschechien): Eine DC-9-32 von Inex-Adria Aviopromet befindet sich als Flug 450 aus Tivat im Anflug auf Prag. Bei schlechter Sicht sinkt die Besatzung unter die vorgeschriebene Mindesthöhe und gerät in das Tal der Moldau, aus dem die Maschine nicht mehr heraussteigen kann. 75 Menschen sterben unmittelbar, vier weitere später im Krankenhaus. Todesopfer: 79.

23.10.1975, Cairns (Australien): Eine de Havilland DH.114 Riley Heron von Connair versucht bei starkem Regen nach einem misslungenen Anflug durchzustarten. Dabei verliert die Maschine an Höhe und stürzt ab. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 11.

22.10.1975, Nowgorod (Sowjetunion, heute Russland): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot gerät beim Anflug bei schlechter Sicht vom Kurs ab. Fahrwerk und Tragflächen treffen Gebäude, anschließend stürzt die Maschine in ein Wohnhaus und brennt. Alle sechs Insassen sowie fünf Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 11.

01.09.1975, Leipzig-Schkeuditz (DDR, heute Deutschland): Eine Tupolew Tu-134 der Interflug kommt als Flug 1107 mit Messegästen aus Stuttgart. Beim Anflug sinkt die Besatzung trotz schlechter Sicht unter die zulässige Entscheidungshöhe. Die Tu-134 trifft rund 1km vor der Landebahn einen Funkmast und stürzt ab. Sieben Menschen überleben. Todesopfer: 27.

30.08.1975, Gambell auf St. Lawrence Island (Alaska, USA): Eine Fairchild F-27B von Wien Air Alaska befindet sich als Flug 99 bei Nebel im Anflug auf Gambell. Die Maschine kollidiert mit dem Sevuokuk Mountain. Von 32 Menschen an Bord sterben zehn; alle 22 Überlebenden werden verletzt. Todesopfer: 10.

20.08.1975, Damaskus (Syrien): Eine Iljuschin Il-62 der ČSA befindet sich als Flug 540 von Prag über Damaskus und Bagdad nach Teheran. Beim nächtlichen Anflug auf Damaskus fliegt die Maschine rund 17km vor dem Flughafen in Gelände und brennt aus. Nur zwei der 128 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 126.

15.08.1975, Krasnowodsk (Turkmenische SSR, heute Türkmenbaşy/Turkmenistan): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot gerät beim nächtlichen Anflug in einen starken Abwind. In geringer Höhe verliert die Maschine Geschwindigkeit, streift Klippen an der Küste des Kaspischen Meeres und stürzt ab. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 23.

03.08.1975, bei Agadir (Marokko): Eine Boeing 707-321C der Alia Royal Jordanian Airlines fliegt im Auftrag von Royal Air Maroc einen Charterflug von Paris nach Agadir. Während des Anflugs kollidiert die Boeing mit einem Berg im Atlasgebirge. Alle 188 Menschen an Bord sterben. Der Unfall ist bis heute der schwerste mit einer Boeing 707. Todesopfer: 188.

31.07.1975, Taipeh (Taiwan): Eine Vickers Viscount 837 der Far Eastern Air Transport verunglückt bei der Landung in starkem Regen. Die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt auf beziehungsweise neben die Landebahn. Von 75 Menschen an Bord sterben 27. Todesopfer: 27.

15.07.1975, Batumi (Georgische SSR, heute Georgien): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot bricht bei schlechten Wetterbedingungen den Anflug auf Batumi ab. Beim Durchstartmanöver kollidiert die Maschine in nur etwa 550m Höhe mit dem Mount Mtirala. Niemand überlebt. Todesopfer: 40.

24.06.1975, New York-JFK (USA): Eine Boeing 727-225 von Eastern Air Lines gerät als Flug 66 während des ILS-Anflugs in ein starkes Gewitter mit extremer Windscherung beziehungsweise einem Microburst. Die Maschine sinkt rapide und trifft die Anflugbefeuerung vor der Landebahn. Elf Menschen überleben. Der Unfall wurde zu einem Schlüsselfall für die Erforschung von Microbursts. Todesopfer: 113.

10.05.1975, Cleveland (Ohio, USA): Eine Piper PA-23-250 von Navik Air befindet sich auf einem nächtlichen Linien-Air-Taxi-Flug. Im Anflug auf Cleveland-Hopkins sinkt die Maschine zu tief und stürzt rund 6km vor der Landebahn ab. Der Pilot stirbt, sein 14-jähriger Sohn überlebt schwer verletzt. Todesopfer: 1.

15.04.1975, Omsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2TP von Aeroflot startet zu einem Passagierflug. Wegen eines Wartungsfehlers sind die Ruderverriegelungen nicht vollständig gelöst worden; unmittelbar nach dem Start gerät die Maschine außer Kontrolle, stürzt ab und brennt. Nur einer von 14 Menschen an Bord überlebt. Todesopfer: 13.

16.03.1975, Cerro López bei Bariloche (Argentinien): Eine Fokker F27 Friendship der LADE befindet sich bei schlechtem Wetter im Instrumentenanflug auf San Carlos de Bariloche. Die Maschine kollidiert rund 35km westlich des Flughafens mit dem Cerro López. LADE war zwar eine staatliche argentinische Fluggesellschaft mit militärischer organisatorischer Herkunft, der konkrete Flug diente jedoch dem zivilen Passagierverkehr. Todesopfer: 52.

12.03.1975, bei Pleiku (Südvietnam): Eine Douglas C-54D Skymaster von Air Vietnam fliegt von Vientiane nach Saigon und stürzt rund 25km südwestlich von Pleiku ab. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 26.

01.03.1975, Irak: Eine Boeing 737-200 von Iraqi Airways wird auf einem Inlandsflug von Mosul nach Bagdad von drei Männern entführt. Bei dem Zwischenfall kommt ein Mensch ums Leben, bevor die Entführung beendet wird. Todesopfer: 1.

27.02.1975, São Paulo-Congonhas (Brasilien): Eine Embraer EMB-110C Bandeirante der VASP verunglückt unmittelbar nach dem Start in São Paulo. Alle 15 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 15.

20.02.1975, Tampa (Florida, USA): Eine private Cessna 182 befindet sich nachts im Bereich des Peter O. Knight Airport. Beim Durchstarten in Wolken gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt in die Tampa Bay. Drei der vier Insassen können sich retten; der Wrestler Bobby Shane ertrinkt im Flugzeug. Todesopfer: 1.

19.02.1975, Saarbrücken (Saarland, Deutschland): Eine Jakowlew Jak-40FG der General Air mit dem Kennzeichen D-BOBD verunglückt bei der Landung auf dem Flughafen Saarbrücken. Nach Problemen mit der Schubumkehr schießt die Maschine über die Landebahn hinaus und wird so schwer beschädigt, dass sie abgeschrieben werden muss. Alle 16 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

14.02.1975, Cherry Valley (Kalifornien, USA): Der US-Kongressabgeordnete Jerry Pettis fliegt selbst eine private Beechcraft V35B Bonanza und gerät in schlechte Wetterbedingungen. Die Maschine stürzt bei Cherry Valley ab; Pettis kommt ums Leben. Todesopfer: 1.

03.02.1975, Manila (Philippinen): Bei einer Hawker Siddeley HS 748 von Philippine Air Lines bricht rund zwei Minuten nach dem Start ein Triebwerksbrand aus. Beim Versuch, zum Flughafen zurückzukehren, stürzt die Maschine in ein Reisfeld. Niemand überlebt. Todesopfer: 33.

16.01.1975, Sam Neua (Laos): Eine Antonow An-2P von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Passagierflug von Vientiane nach Sam Neua. Bei schlechtem Wetter und Dunkelheit kollidiert sie im Anflug mit einem Berg. Niemand überlebt. Todesopfer: 12.

09.01.1975, Whittier (Kalifornien, USA): Eine DHC-6 Twin Otter von Golden West Airlines kollidiert als Flug 261 mit einer Cessna 150 einer Flugschule. Die Sonne steht aus Sicht beider Besatzungen ungünstig, beide Flugzeuge werden offenbar zu spät erkannt. Die zwölf Menschen in der Twin Otter und die beiden Insassen der Cessna sterben. Todesopfer: 14.

09.01.1975, Newport News (Virginia, USA): Eine private Cessna 150 kollidiert während eines Freizeitfluges mit einer Convair VT-29D der US Air Force. Für unsere zivile Chronik relevant sind die beiden Insassen der Cessna; beide sterben. Auch die sieben Menschen im Militärflugzeug kommen ums Leben, werden entsprechend unserer Abgrenzung aber nicht zur zivilen Opferzahl gerechnet. Todesopfer im zivilen Flugzeug: 2

29.12.1974, Lotru-Gebirge bei Sibiu (Rumänien): Eine Antonow An-24RV der TAROM befindet sich auf einem Linienflug von Oradea nach Bukarest und soll kurzfristig einen Zwischenstopp in Sibiu einlegen. Bei schlechter Sicht kollidiert die Maschine etwa 22km südlich des Flughafens in rund 1.700m Höhe mit dem Gebirge. Niemand überlebt. Todesopfer: 33.

28.12.1974, Flores/Petén (Guatemala): Eine privat betriebene Lockheed Lodestar startet in Flores mit amerikanischen Touristen, die von einem Besuch der Maya-Stätte Tikal zurückkehren. Unmittelbar nach dem Start stürzt die Maschine ab. Alle 21 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 24.

22.12.1974, Maturín (Venezuela): Eine DC-9-14 der AVENSA startet als Flug 358 zu einem Linienflug. Rund fünf Minuten nach dem Abheben verlieren beide Triebwerke ihre Leistung. Die Besatzung kann die Maschine nicht mehr kontrollieren, die DC-9 stürzt nahe Maturín ab. Todesopfer: 77.

04.12.1974, Maskeliya (Sri Lanka): Eine DC-8-55CF der niederländischen Martinair führt als Flug 138 einen Charterflug mit indonesischen Mekka-Pilgern durch. Beim nächtlichen Anflug auf Colombo befindet sich die Besatzung über ihre Position im Irrtum; die DC-8 fliegt gegen den Berg Saptha Kanya. Niemand überlebt. Todesopfer: 191.

04.12.1974, Irkutsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2R von Aeroflot kollidiert kurz nach dem Start über dem Flughafen Irkutsk mit einer ebenfalls zivil von Aeroflot betriebenen Antonow An-12B. Ursache ist ein Fehler der Flugsicherung. Die An-2 stürzt ab, während die An-12 notlanden kann. Todesopfer: 13.

01.12.1974, Thiells bei New York (USA): Eine Boeing 727-251 von Northwest Orient Airlines startet als Flug 6231 ohne Passagiere nach Buffalo, um dort die Footballmannschaft Baltimore Colts abzuholen. Vereiste Pitotrohre liefern falsche Geschwindigkeitsanzeigen; die Besatzung verliert die Kontrolle und die Boeing stürzt ab. Todesopfer: 3.

01.12.1974, Mount Weather bei Berryville (Virginia, USA): Eine Boeing 727-231 von TWA befindet sich als Flug 514 im Anflug auf Washington-Dulles. Die Besatzung missversteht die Freigabe der Flugsicherung und sinkt bei schlechter Sicht unter die sichere Mindesthöhe. Die Boeing prallt gegen den Mount Weather. Der Unfall trägt später zur verbindlichen Einführung von Ground-Proximity-Warnsystemen bei. Todesopfer: 92.

20.11.1974, Nairobi (Kenia): Eine Boeing 747-130 der Lufthansa startet als Flug 540 nach Johannesburg. Die für den Start notwendigen Krügerklappen an der Vorderkante der Tragflächen sind nicht ausgefahren, wodurch die Maschine unmittelbar nach dem Abheben nicht genügend Auftrieb entwickelt. Die Boeing stürzt hinter der Startbahn ab und brennt. Es ist der erste tödliche Unfall einer Boeing 747. Todesopfer: 59.

30.10.1974, Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechien): Eine Iljuschin Il-18 der jugoslawischen Inex-Adria Aviopromet verunglückt beim Anflug auf Prag. Die Maschine setzt vor beziehungsweise im Bereich der Landebahn hart auf und wird schwer beschädigt. Alle Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

13.10.1974, Palma de Mallorca (Spanien): Eine Sud Aviation Caravelle der französischen Air Inter wird entführt. Der Täter verlangt einen Flug nach Algerien. Die Entführung endet ohne tödliche Opfer. Todesopfer: 0.

08.09.1974, Keflavík (Island): Eine Douglas DC-8 von Loftleiðir/Icelandic Airlines wird während eines internationalen Fluges entführt. Die Maschine kann sicher landen; Passagiere und Besatzung überleben. Todesopfer: 0.

11.09.1974, Charlotte (North Carolina, USA): Eine DC-9-31 von Eastern Air Lines befindet sich als Flug 212 im Instrumentenanflug auf Charlotte. Die Besatzung führt während des Anflugs längere private Gespräche und überwacht Höhe und Flugweg nicht ausreichend. Die DC-9 sinkt unter das vorgesehene Profil, streift Bäume und stürzt ab. Zehn Menschen überleben. Todesopfer: 72.

08.09.1974, Ionisches Meer vor Kefalonia (Griechenland): Eine Boeing 707-331B von TWA befindet sich als Flug 841 von Tel Aviv nach New York. Im hinteren Frachtraum explodiert eine Bombe; die Boeing gerät außer Kontrolle, zerbricht und stürzt ins Meer. Niemand überlebt. Todesopfer: 88.

01.09.1974, bei Palembang (Indonesien): Eine Fokker F27 Friendship von Garuda Indonesia verunglückt während eines Inlandsfluges. Die Maschine kollidiert im Anflug mit Gelände. Todesopfer: 33.

28.08.1974, Tatoi bei Athen (Griechenland): Eine Douglas C-47 der Olympic Airways verunglückt auf einem zivilen Trainingsflug. Die Maschine gerät während eines Übungsmanövers außer Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 4.

26.08.1974, Chabarowsk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24 von Aeroflot verunglückt im Anflug. Die Maschine gerät nach technischen Problemen außer Kontrolle. Todesopfer: 16.

13.08.1974, bei Tiflis (Georgische SSR, heute Georgien): Eine Antonow An-24 von Aeroflot verunglückt während eines Linienfluges. Die Besatzung verliert nach technischen Problemen die Kontrolle. Todesopfer: 24.

30.06.1974, Swerdlowsk (Sowjetunion, heute Jekaterinburg/Russland): Eine Tupolew Tu-134 von Aeroflot verunglückt bei einem zivilen Flug. Die Maschine wird bei einer misslungenen Landung schwer beschädigt; die Insassen können gerettet werden. Todesopfer: 0.

08.06.1974, Monte San Pietro bei Bologna (Italien): Eine Fokker F28-1000 der Itavia befindet sich als Flug 897 im Anflug auf Bologna. Die Maschine sinkt bei schlechten Sichtbedingungen unter die sichere Höhe und prallt gegen den Monte San Pietro. Neun Menschen überleben. Todesopfer: 12.

27.04.1974, Leningrad/Pulkowo (Sowjetunion, heute Sankt Petersburg/Russland): Bei einer Iljuschin Il-18V von Aeroflot kommt es kurz nach dem Start zu einem nicht eingedämmten Triebwerksschaden und Feuer. Die Besatzung versucht nach Pulkowo zurückzukehren, verliert jedoch die Kontrolle. Die Il-18 stürzt ab. Todesopfer: 109.

22.04.1974, Tinga-Tinga auf Bali (Indonesien): Eine Boeing 707-321B von Pan American befindet sich als Flug 812 im Anflug auf Denpasar. Aufgrund eines Navigationsfehlers beginnt die Besatzung den Sinkflug zu früh; die Boeing prallt rund 68km nordwestlich des Flughafens gegen bergiges Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 107.

04.04.1974, Francistown (Botswana): Eine Douglas DC-4 von Wenela Air Services startet zu einem Linienflug nach Malawi. Nach einem Triebwerksausfall versucht die Besatzung eine Notlandung; dabei gerät die Maschine in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Sechs Menschen überleben. Todesopfer: 78.

03.03.1974, Ermenonville bei Paris (Frankreich): Eine McDonnell Douglas DC-10-10 von Turkish Airlines startet als Flug 981 in Paris-Orly nach London. In rund 11.000ft Höhe öffnet sich die hintere Frachttür infolge eines konstruktiven und verriegelungstechnischen Problems. Die explosive Dekompression zerstört Teile des Kabinenbodens und beschädigt die Steuerseile. Die DC-10 wird unkontrollierbar und stürzt in den Wald von Ermenonville. Todesopfer: 346.

22.02.1974, Baltimore-Washington (Maryland, USA): Ein bewaffneter Mann namens Samuel Byck versucht, eine DC-9 von Delta Air Lines zu entführen, um das Flugzeug nach seinem Plan in das Weiße Haus zu steuern und Präsident Richard Nixon zu töten. Er erschießt einen Sicherheitsbeamten und einen Piloten, verletzt den zweiten Piloten schwer und tötet sich schließlich selbst. Das Flugzeug hebt nicht ab. Todesopfer: 3 einschließlich Täter, davon zwei Opfer des Anschlags.

30.01.1974, Pago Pago (Amerikanisch-Samoa): Eine Boeing 707-321B von Pan Am befindet sich als Flug 806 bei starkem Regen im Anflug. Die Maschine gerät in Windscherung beziehungsweise einen Microburst, sinkt zu stark und schlägt vor der Landebahn auf. Von 101 Menschen an Bord überleben vier. Todesopfer: 97.

26.01.1974, Izmir (Türkei): Eine Fokker F28-1000 von Turkish Airlines startet als Flug 301. Durch Vereisung der Tragflächen erreicht die Maschine nicht die notwendige Auftriebsleistung, gerät unmittelbar nach dem Abheben in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Sechs Menschen überleben. Todesopfer: 67.

25.01.1974, Rostow am Don (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24B von Aeroflot verunglückt beim Anflug auf Rostow. Unter Vereisungsbedingungen gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 4.

22.01.1974, Jegorlykskaja (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2 von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Arbeitsflug. Die Maschine gerät in geringer Höhe außer Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 2.

06.01.1974, bei Mukatschewo (Ukrainische SSR, heute Ukraine): Eine Antonow An-24B von Aeroflot gerät während eines Linienfluges in einen unkontrollierten steilen Sinkflug und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 24.

06.01.1974, Johnstown (Pennsylvania, USA): Eine Beechcraft 99A von Commonwealth Commuter befindet sich als Flug 317 im Anflug auf Johnstown. Die Maschine sinkt zu früh und stürzt vor der Landebahn ab. Fünf der 17 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 12.

22.12.1973, Mount Mellaline bei Tanger (Marokko): Eine Sud Aviation Caravelle VI-N der belgischen Sobelair fliegt im Auftrag von Royal Air Maroc von Paris über Tanger nach Casablanca. Beim nächtlichen Anflug auf Tanger gerät die Besatzung vom vorgesehenen Kurs ab und fliegt in den Mount Mellaline. Niemand überlebt. Todesopfer: 106.

17.12.1973, Boston (Massachusetts, USA): Eine McDonnell Douglas DC-10-30 von Iberia setzt als Flug 933 bei Regen und Nebel rund 500ft vor der Landebahn auf, trifft die Anflugbefeuerung und anschließend einen Deich. Das rechte Hauptfahrwerk wird abgerissen und die Maschine schwer beschädigt. Alle 168 Menschen an Bord überleben, 13 werden verletzt. Todesopfer: 0.

30.11.1973, Gorman bei Los Angeles (Kalifornien, USA): Der Schauspieler Bruce Yarnell steuert eine private Beechcraft Musketeer, als die Maschine im Los Angeles County bei schlechtem Wetter beziehungsweise eingeschränkter Sicht abstürzt. Yarnell und seine beiden Passagiere sterben. Todesopfer: 3.

27.11.1973, Chattanooga (Tennessee, USA): Eine Douglas DC-9-32 von Delta Air Lines verunglückt als Flug 516 beim Anflug auf Chattanooga und wird schwer beschädigt. 26 der 79 Insassen werden verletzt, alle überleben. Todesopfer: 0.

25.11.1973, Irak bis Dubai: Drei Mitglieder einer arabisch-nationalistischen Organisation entführen die Boeing 747-206B „Mississippi“ von KLM auf Flug 861 mit 264 Menschen an Bord. Nach mehreren Zwischenlandungen, unter anderem auf Malta, endet die Entführung in Dubai. Alle Geiseln überleben. Todesopfer: 0.

17.11.1973, bei Quảng Ngãi (Südvietnam, heute Vietnam): Eine Douglas C-47B von Air Vietnam soll wegen Überschwemmungen am Zielflugplatz nach Chu Lai ausweichen, gerät jedoch vom Kurs ab und prallt etwa 20km nordnordwestlich von Quảng Ngãi gegen eine nahezu senkrechte Bergwand. Niemand überlebt. Todesopfer: 27.

03.11.1973, bei Albuquerque (New Mexico, USA): Bei einer DC-10-10 von National Airlines zerlegt sich auf Flug 27 in 39.000ft Höhe das Fan-System des rechten Triebwerks. Trümmer durchschlagen den Rumpf, ein Kabinenfenster wird herausgerissen und ein Passagier durch die Öffnung aus dem Flugzeug geschleudert. Die DC-10 landet anschließend sicher in Albuquerque. Todesopfer: 1.

03.11.1973, Boston (Massachusetts, USA): Eine Boeing 707-321C von Pan Am befindet sich als Frachtflug 160 auf dem Weg von New York nach Glasgow, als Rauch aus der Ladung Cockpit und Kabine füllt. Beim Versuch einer Notlandung in Boston verliert die Besatzung kurz vor der Landebahn die Kontrolle. Die drei Besatzungsmitglieder sterben. Todesopfer: 3.

02.11.1973, Moskau (Sowjetunion, heute Russland): Vier Männer entführen eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot auf dem Flug von Brjansk nach Moskau und verlangen Geld sowie einen Weiterflug nach Schweden. Nach der Landung in Moskau stürmen sowjetische Sicherheitskräfte das Flugzeug. Todesopfer: 2.

13.10.1973, bei Moskau-Domodedowo (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-104B von Aeroflot befindet sich als Flug 964 aus Kutaissi im Anflug auf Moskau. Nach einem elektrischen Ausfall liefern wichtige Instrumente keine zuverlässigen Anzeigen mehr. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter verliert die Besatzung die räumliche Orientierung; die Maschine geht in einen steilen Sinkflug über und stürzt rund 16km vor dem Flughafen ab. Todesopfer: 122.

30.09.1973, Swerdlowsk (Sowjetunion, heute Jekaterinburg/Russland): Eine Tupolew Tu-104B von Aeroflot startet als Flug 3932 in Swerdlowsk. Nach Problemen mit der Stromversorgung und den Fluglageinstrumenten verliert die Besatzung bei Dunkelheit die räumliche Orientierung. Die Maschine stürzt rund 10km vom Flughafen entfernt ab. Todesopfer: 108.

27.09.1973, Black Fork Mountain (Arkansas, USA): Eine Convair 600 von Texas International Airlines befindet sich als Flug 655 auf dem Weg nach Texarkana. Die Besatzung gerät bei schlechtem Wetter vom vorgesehenen Kurs ab und fliegt gegen den Black Fork Mountain. Niemand überlebt. Todesopfer: 11.

20.09.1973, Natchitoches (Louisiana, USA): Eine kommerziell betriebene Beechcraft E18S stürzt unmittelbar nach dem Start vom Natchitoches Regional Airport ab. Unter den Opfern befinden sich der Sänger und Songwriter Jim Croce und der Musiker Maury Muehleisen. Todesopfer: 6.

11.09.1973, Mount Maganik (Jugoslawien, heute Montenegro): Eine Sud Aviation Caravelle VI-N von JAT Yugoslav Airlines befindet sich als Flug 769 von Skopje nach Titograd, dem heutigen Podgorica. Fehler der Flugsicherung und Probleme mit der Radarabdeckung führen dazu, dass die Maschine zu tief fliegt und gegen den Mount Maganik prallt. Todesopfer: 41.

31.07.1973, Boston (Massachusetts, USA): Eine DC-9-31 von Delta Air Lines befindet sich als Flug 723 bei dichtem Nebel im ILS-Anflug. Die Maschine gerät unter den Gleitpfad und prallt vor der Landebahn gegen eine Ufermauer. 88 Menschen sterben unmittelbar beziehungsweise kurz danach; der einzige zunächst länger Überlebende erliegt im Dezember seinen Verletzungen. Damit sterben letztlich alle 89 Insassen. Todesopfer: 89.

23.07.1973, St. Louis (Missouri, USA): Eine Fairchild-Hiller FH-227B von Ozark Air Lines fliegt als Flug 809 trotz eines schweren Gewitters den Anflug auf St. Louis weiter. Die Maschine gerät in einen starken Abwind, sinkt unter den Gleitpfad und stürzt rund 2,3Meilen vor dem Flughafen ab. Sechs Menschen überleben. Todesopfer: 38.

11.07.1973, bei Paris-Orly (Frankreich): In einer Boeing 707-345C von Varig entsteht auf Flug 820 aus Rio de Janeiro ein Feuer in einer hinteren Toilette. Dichter Rauch breitet sich in der Kabine aus. Die Besatzung führt etwa 5km vor Orly eine erfolgreiche Notlandung auf einem Feld durch, doch die meisten Menschen sind zu diesem Zeitpunkt bereits an Rauch und Kohlenmonoxid erstickt. Nur elf der 134 Insassen überleben. Todesopfer: 123.

22.06.1973, Fürstenberg bei Donaueschingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine private Cessna 207 mit dem Kennzeichen D-EGTS fliegt von Stadtlohn nach Donaueschingen. Beim Sinkflug gerät der Pilot in Nebel und schlechte Sicht; die Maschine streift Bäume und stürzt brennend in rund 918m Höhe ab. Drei der sechs Insassen überleben. Todesopfer: 3.

18.06.1973, Wilhelmshaven-Mariensiel (Niedersachsen, Deutschland): Ein Learjet 24B mit dem Kennzeichen D-IHLZ befindet sich auf einem Geschäftsflug im Endanflug. In der letzten Kurve in etwa 600ft Höhe streift der Jet Baumwipfel, verliert Höhe und stürzt rund 100m vor der Landebahn brennend ab. Todesopfer: 4.

03.06.1973, Goussainville bei Paris (Frankreich): Der Prototyp der sowjetischen Tupolew Tu-144 befindet sich auf einem zivilen Demonstrationsflug während der Luftfahrtschau von Paris-Le Bourget. Während eines Manövers bricht das Überschallflugzeug in der Luft auseinander und stürzt in den Ort Goussainville. Alle sechs Besatzungsmitglieder und sieben Menschen am Boden sterben, 28 weitere werden verletzt. Todesopfer: 13.

31.05.1973, Neu-Delhi (Indien): Eine Boeing 737-200 von Indian Airlines befindet sich als Flug 440 aus Madras im Anflug auf den Flughafen Palam. Bei schlechter Sicht sinkt die Maschine zu tief, trifft Hochspannungsleitungen und stürzt rund 6km vor dem Flughafen ab. 17 Menschen überleben. Todesopfer: 48.

19.05.1973, Svay Rieng (Kambodscha): Eine Douglas C-47A von Cambodia Air Commercial stürzt unmittelbar nach dem Start in Svay Rieng ab. Im Wrack werden später Einschusslöcher gefunden, weshalb von einem Abschuss ausgegangen wird. Da es sich um ein ziviles Verkehrsflugzeug handelt, bleibt der Fall selbstverständlich drin. Todesopfer: 11.

18.05.1973, westlich von Tschita (Sowjetunion, heute Russland): Ein Passagier entführt eine Tupolew Tu-104B von Aeroflot und verlangt einen Flug nach China. In etwa 30.000ft Höhe detoniert sein Sprengsatz. Die Maschine stürzt in Sibirien ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 82.

11.05.1973, südlich von Semipalatinsk (Kasachische SSR, heute Kasachstan): Eine Iljuschin Il-18B von Aeroflot zerbricht während des Fluges in großer Höhe und stürzt rund 84km südlich von Semipalatinsk ab. Die genaue Ursache bleibt ungeklärt; als Ausgangspunkt gilt eine ungewöhnliche beziehungsweise möglicherweise durch technische Probleme ausgelöste Notabstiegssituation. Todesopfer: 63.

10.04.1973, Hochwald bei Basel (Schweiz): Eine Vickers Vanguard 952 von Invicta International Airlines befindet sich auf einem Charterflug von Bristol nach Basel-Mülhausen. Bei Schneefall und eingeschränkter Sicht gerät die Besatzung während des Anflugs vom korrekten Kurs ab und fliegt bei Hochwald in bewaldetes Gelände. 37 Menschen überleben. Todesopfer: 108.

10.04.1973, Stuttgart-Echterdingen (Baden-Württemberg, Deutschland): Eine Swearingen SA26T Merlin II des deutschen Betreibers Lanser mit dem Kennzeichen D-ILSE befindet sich auf einem Geschäftsflug. Bei Schneefall und sehr schlechter Sicht sinkt die Besatzung im Anflug unter die zulässige Mindesthöhe. Die Maschine schlägt einige Kilometer vor der Landebahn auf und brennt aus. Todesopfer: 5.

05.03.1973, bei Nantes (Frankreich): Eine DC-9-32 von Iberia auf Flug 504 kollidiert in 29.000ft Höhe mit einer Convair CV-990 von Spantax auf Flug 400. Während eines französischen Fluglotsenstreiks waren beide Maschinen auf dieselbe Flughöhe geführt worden. Die Spantax-Besatzung beginnt ohne Freigabe eine 360-Grad-Kurve, worauf die Flugzeuge kollidieren. Die DC-9 stürzt ab; die schwer beschädigte Convair kann sicher landen. Todesopfer: 68.

03.03.1973, bei Moskau-Scheremetjewo (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-18V von Balkan Bulgarian Airlines befindet sich als Flug 307 aus Sofia im Anflug. Bei Vereisungsbedingungen gerät die Maschine während des zweiten Anflugversuchs in einen steilen Sinkflug und schlägt rund 4,3km vor der Landebahn auf. Todesopfer: 25.

28.02.1973, Semipalatinsk (Kasachische SSR, heute Kasachstan): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot verunglückt unmittelbar nach dem Start. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 32.

28.02.1973, Nabire (Indonesien): Eine DHC-6 Twin Otter 100 von Merpati Nusantara Airlines verunglückt nahe dem Flughafen Nabire. Niemand an Bord überlebt. Todesopfer: 13.

26.02.1973, Chamblee bei Atlanta (Georgia, USA): Ein ziviler Learjet 24 kollidiert kurz nach dem Start vom DeKalb-Peachtree Airport mit einem Schwarm Kuhstärlinge. Der Geschäftsjet trifft das Dach eines Wohngebäudes und stürzt anschließend in eine Schlucht. Alle sieben Insassen sterben; eine Bewohnerin wird schwer verletzt. Todesopfer: 7.

24.02.1973, bei Ura-Tjube (Tadschikische SSR, heute Tadschikistan): Eine Iljuschin Il-18V von Aeroflot gerät auf einem Linienflug von Duschanbe nach Leninabad in eine extreme Schräglage und anschließend in einen unkontrollierten Sturzflug. Die Maschine erreicht enorme Geschwindigkeit, zerbricht in etwa 2.200m Höhe und stürzt ab. Todesopfer: 79.

21.02.1973, Sinai-Halbinsel: Eine Boeing 727-224 von Libyan Arab Airlines gerät als Flug 114 auf dem Weg von Tripolis über Bengasi nach Kairo wegen Navigationsproblemen vom Kurs ab und fliegt über den von Israel besetzten Sinai. Israelische F-4 Phantom II fangen die zivile Boeing ab und beschießen sie, nachdem sie den Aufforderungen zur Landung nicht folgt. Die 727 stürzt bei einer versuchten Notlandung ab. Fünf Menschen überleben. Todesopfer: 108.

21.02.1973, Changuinola (Panama): Eine Douglas C-47A von Aerovías Urracá befindet sich im Anflug auf Changuinola und kollidiert mit dem Cerro Horqueta. Sechs der 28 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 22.

19.02.1973, Prag (Tschechoslowakei, heute Tschechien): Eine Tupolew Tu-154 von Aeroflot befindet sich als Flug 141 im Instrumentenanflug auf Prag-Ruzyně. Rund 467m vor der Landebahn schlägt die Maschine auf und wird zerstört. 34 Menschen überleben. Todesopfer: 66.

29.01.1973, Kyrenia-Gebirge (Zypern): Eine Iljuschin Il-18D von EgyptAir befindet sich als Flug 741 von Kairo nach Nikosia. Beim nächtlichen Anflug prallt die Maschine in 783m Höhe gegen das Kyrenia-Gebirge, nur rund 117m unterhalb des Bergkamms. Niemand überlebt. Todesopfer: 37.

22.01.1973, Kano (Nigeria): Eine Boeing 707-3D3C der jordanischen Alia fliegt im Charter für Nigeria Airways muslimische Pilger aus Saudi-Arabien nach Hause. Bei der Landung in starkem Wind bricht das rechte Hauptfahrwerk zusammen. Die Boeing rutscht von der Landebahn und gerät in Brand. 26 Menschen überleben. Todesopfer: 176. Zu diesem Zeitpunkt ist es der schwerste Flugunfall der Geschichte.

21.01.1973, bei Petuchowo (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24B von Aeroflot befindet sich als Flug 6263 von Kasan nach Perm, als sie aus Reiseflughöhe abstürzt. Einige Insassen überleben zunächst den Aufprall, erfrieren jedoch bei Temperaturen um −41°C, bevor Rettungskräfte eintreffen. Historische Untersuchungen beziehungsweise spätere Darstellungen nennen als mögliche Ursache sogar einen unbeabsichtigten Raketentreffer, endgültig geklärt ist dies nicht. Todesopfer: 39.

02.01.1973, Edmonton (Alberta, Kanada): Eine Boeing 707-321C von Pacific Western Airlines befindet sich als Frachtflug 3801 mit 86 Rindern an Bord im Anflug auf Edmonton. Bei Schneetreiben sinkt die Maschine zu tief, trifft Bäume und Stromleitungen und schlägt auf einem Geländerücken auf. Die gesamte fünfköpfige Besatzung stirbt. Todesopfer: 5

31.12.1972, vor San Juan (Puerto Rico): Eine Douglas DC-7CF startet zu einem Hilfsflug nach Managua, um Güter für die Opfer des schweren Erdbebens in Nicaragua zu transportieren. Kurz nach dem Start treten technische Probleme auf, die Maschine verliert Höhe und stürzt in den Atlantik. Unter den Opfern befindet sich Baseballstar Roberto Clemente, der die Hilfslieferung persönlich begleiten wollte. Todesopfer: 5.

29.12.1972, Everglades bei Miami (Florida, USA): Eine Lockheed L-1011 TriStar von Eastern Air Lines befindet sich als Flug 401 im Anflug auf Miami. Weil eine Kontrollleuchte für das Bugfahrwerk nicht funktioniert, beschäftigt sich nahezu die gesamte Cockpitbesatzung mit diesem Problem und bemerkt nicht, dass der Autopilot deaktiviert wurde und die Maschine langsam sinkt. Die TriStar schlägt in den Everglades auf. Nach späteren Todesfällen infolge der Verletzungen beträgt die endgültige Opferzahl 101. Der Unfall wird zu einem klassischen Lehrbeispiel für Crew Resource Management. Todesopfer: 101.

23.12.1972, Vestmarka bei Asker (Norwegen): Eine Fokker F28-1000 von Braathens SAFE befindet sich als Flug 239 von Ålesund nach Oslo. Bei Dunkelheit und Nebel gerät die Besatzung während des Anflugs vom vorgesehenen Navigationsverfahren ab und fliegt rund 7Meilen vor dem Flughafen in bewaldetes Gelände. Fünf der 45 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 40.

08.12.1972, Chicago (Illinois, USA): Eine Boeing 737-222 von United Airlines befindet sich als Flug 553 im Anflug auf Chicago-Midway. Nach einem instabilen Anflug versucht die Besatzung durchzustarten, doch die Boeing verliert Höhe und stürzt in ein Wohngebiet. 43 Menschen im Flugzeug und zwei Menschen am Boden sterben. Es ist der erste tödliche Unfall einer Boeing 737. Todesopfer: 45.

08.12.1972, bei Jalkot (Pakistan): Eine Fokker F27 Friendship von Pakistan International Airlines befindet sich als Flug 631 von Gilgit nach Rawalpindi. Die Maschine kollidiert in bergigem Gelände mit einem Berghang. Bei der Zahl der Insassen widersprechen sich historische Quellen, die je nach Quelle 26 oder 32 Todesopfer nennen. Todesopfer: 26 bis 32.

03.12.1972, Teneriffa (Spanien): Eine Convair CV-990 Coronado von Spantax startet vom Flughafen Los Rodeos zu einem Charterflug nach München-Riem. Kurz nach dem Abheben gerät die Besatzung bei nahezu fehlender Außensicht in räumliche Desorientierung. Die Maschine verliert die Kontrolle und stürzt rund 325m hinter der Startbahn ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 155.

13.11.1972, bei Jenisseisk (Sowjetunion, heute Russland): Bei einer Antonow An-2TP von Aeroflot verliert das Triebwerk wegen verunreinigten Treibstoffs an Leistung. Die Besatzung versucht eine Notlandung in einem Waldgebiet, wobei die Maschine Bäume trifft, abstürzt und Feuer fängt. Zwölf der 14 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 2.

10.–12.11.1972, USA/Kanada/Kuba: Drei bewaffnete Männer entführen eine DC-9-15 von Southern Airways auf Flug 49. Die mehr als 30 Stunden dauernde Entführung führt über zahlreiche Flughäfen in den USA und Kanada bis nach Havanna. Die Täter verlangen Millionen Lösegeld und drohen zeitweise sogar damit, die DC-9 in eine Atomanlage in Oak Ridge zu steuern. Ein Copilot wird angeschossen, aber alle 38 Menschen an Bord überleben. Der Fall trägt unmittelbar zur Einführung systematischer Passagierkontrollen an US-Flughäfen bei. Todesopfer: 0.

05.11.1972, Udskoye (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2 von Aeroflot verunglückt rund drei Minuten nach dem Start zu einem Passagierflug. Die Maschine geht in einer Linkskurve in einen unkontrollierten Sinkflug über und stürzt ab. Die Untersuchung stellt fest, dass der Pilot alkoholisiert war. Todesopfer: 9.

27.10.1972, Pic du Picon bei Noirétable (Frankreich): Eine Vickers Viscount 724 von Air Inter befindet sich als Flug 696 im Anflug auf Clermont-Ferrand. Die Besatzung beginnt den Sinkflug zu früh und kollidiert in rund 1.000ft Höhe mit dem Pic du Picon. Acht der 68 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 60.

21.10.1972, vor Athen (Griechenland): Eine NAMC YS-11A-500 von Olympic Airways befindet sich als Flug 506 bei schlechter Sicht im Anflug auf Athen-Ellinikon. Die Maschine stürzt rund 3km vor dem Flughafen in die Ägäis. 16 der 53 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 37.

13.10.1972, bei Moskau-Scheremetjewo (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-62 von Aeroflot befindet sich als Flug 217 auf einem Charterflug von Paris über Leningrad nach Moskau. Während des Anflugs geht die Maschine aus bis heute nicht abschließend geklärter Ursache in einen starken Sinkflug über und schlägt rund 6km vor dem Flughafen auf. Niemand überlebt. Todesopfer: 174.

01.10.1972, Schwarzes Meer vor Sotschi (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-18V von Aeroflot startet als Flug 1036 von Adler/Sotschi nach Moskau. Kurz nach dem Abheben stürzt die Maschine rund 4km vor der Küste ins Schwarze Meer. Die Ursache kann nicht eindeutig ermittelt werden. Todesopfer: 109.

31.08.1972, bei Magnitogorsk (Sowjetunion, heute Russland): In einer Iljuschin Il-18V von Aeroflot entsteht während des Fluges ein Feuer im Gepäckraum. Die Besatzung leitet eine Notlandung in Magnitogorsk ein, wird jedoch während des Sinkflugs durch Rauch beziehungsweise Brandfolgen handlungsunfähig. Die Maschine gerät außer Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 101.

28.08.1972, Halfpenny Green bei Wolverhampton (Großbritannien): Prinz William of Gloucester nimmt mit einer privaten Piper PA-28R Cherokee Arrow an einem Flugrennen teil. In geringer Höhe gerät die Maschine in einer scharfen Kurve außer Kontrolle, stürzt ab und explodiert. William und sein Copilot Vyrell Mitchell sterben. Todesopfer: 2.

27.08.1972, Canaima (Venezuela): Bei einer Douglas C-47 von Línea Aeropostal Venezolana fällt im Anflug ein Triebwerk aus. Beim Versuch, zum Flughafen zurückzukehren, verliert die Maschine an Höhe und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 34.

16.08.1972, Thandwe (Burma, heute Myanmar): Eine Douglas C-47B von Burma Airways stürzt kurz nach dem Start in die Bucht von Bengalen. Drei der 31 Menschen an Bord überleben verletzt. Todesopfer: 28.

14.08.1972, Königs Wusterhausen (DDR, heute Brandenburg/Deutschland): Eine Iljuschin Il-62 der Interflug startet als Flug 450 von Berlin-Schönefeld zu einem Feriencharter nach Burgas. Ein Leck in einer Heißluftleitung verursacht im Heckbereich einen Brand, der Leitungen und schließlich die Struktur des Flugzeugs zerstört. Beim Versuch der Rückkehr nach Schönefeld bricht das Heck ab und die Il-62 stürzt ab. Niemand überlebt. Mit 156 Todesopfern ist es bis heute der schwerste Flugunfall auf deutschem Boden. Todesopfer: 156.

12.08.1972, Neu-Delhi (Indien): Eine Fokker F27 Friendship von Indian Airlines befindet sich im Anflug auf den Flughafen Palam. Nach einem zu niedrigen Anflug versucht die Besatzung durchzustarten, allerdings mit ungeeigneter Klappenstellung und ausgefahrenem Fahrwerk. Die Maschine stürzt rund 1,5km südlich des Flughafens ab. Todesopfer: 18.

06.07.1972, vor Las Palmas/Gran Canaria (Spanien): Eine Douglas DC-8 befindet sich auf einem Positionierungs- beziehungsweise Überführungsflug im Anflug auf Gran Canaria. Durch Navigationsfehler wird die Maschine zu früh und zu tief geführt und stürzt etwa 15Meilen vor dem Flughafen ins Meer. Todesopfer: 10.

24.06.1972, Ponce (Puerto Rico): Eine de Havilland DH.114 Heron von Prinair befindet sich als Flug 191 im nächtlichen Anflug auf Ponce. Nach einem problematischen Anflug verliert die Besatzung die Kontrolle und die Maschine stürzt ab. 15 der 20 Menschen an Bord überleben verletzt. Todesopfer: 5.

18.06.1972, Staines bei London-Heathrow (Großbritannien): Eine Hawker Siddeley Trident 1C von British European Airways startet als Flug 548 nach Brüssel. Die Vorflügel werden bei zu geringer Geschwindigkeit eingefahren, die Maschine gerät in einen Deep Stall und stürzt weniger als drei Minuten nach dem Start bei Staines ab. Niemand überlebt. Der Unfall führt zu weitreichenden Änderungen bei Warnsystemen und der Cockpitorganisation. Todesopfer: 118.

14.06.1972, Neu-Delhi (Indien): Eine Douglas DC-8-53 von Japan Air Lines befindet sich als Flug 471 im Anflug auf Delhi. Die Maschine sinkt bei eingeschränkter Sicht deutlich unter den vorgesehenen Gleitweg, trifft das Ufer des Yamuna und zerbricht. 81 Menschen im Flugzeug sowie vier Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 85.

08.06.1972, zwischen Mariánské Lázně und Prag (Tschechoslowakei): Zwei Passagiere entführen eine Let L-410A von Slov-Air mit 16 Menschen an Bord und verlangen einen Flug nach Westdeutschland. Sie erschießen den Piloten. Der Copilot fliegt die Maschine nach Westdeutschland und landet in Weiden in der Oberpfalz. Todesopfer: 1.

05.06.1972, bei Pleiku (Südvietnam, heute Vietnam): Eine Curtiss C-46 Commando der zivilen Air America befindet sich im Anflug auf Pleiku und kollidiert bei schlechter Sicht mit einem Berg, nur etwa 50ft unterhalb des Gipfels. Niemand überlebt. Todesopfer: 32.

30.05.1972, Fort Worth (Texas, USA): Eine McDonnell Douglas DC-9 von Delta Air Lines befindet sich auf einem zivilen Trainingsflug. Im Landeanflug gerät die Maschine in die Wirbelschleppe einer kurz zuvor gelandeten DC-10, rollt stark und stürzt ab. Die vier Besatzungsmitglieder kommen ums Leben. Todesopfer: 4.

08.–09.05.1972, Lod/Tel Aviv (Israel): Vier Mitglieder der Terrororganisation Schwarzer September entführen die Boeing 707-329C von Sabena auf Flug 571 von Brüssel über Wien nach Tel Aviv. Nach der Landung in Lod wird das Flugzeug von israelischen Spezialkräften gestürmt. Zwei Entführer werden getötet, zwei festgenommen; eine Passagierin erliegt später ihren Verletzungen. Für unsere zivile Opferbilanz ist die getötete Passagierin maßgeblich. Todesopfer unter Passagieren und Besatzung: 1.

05.05.1972, Montagna Longa bei Palermo (Italien): Eine Douglas DC-8-43 von Alitalia befindet sich als Flug 112 von Rom nach Palermo. Beim nächtlichen Anflug fliegt die Maschine gegen den rund 935m hohen Montagna Longa. Die offizielle Untersuchung geht von einem Navigations- beziehungsweise Besatzungsfehler aus; daneben existiert eine bis heute umstrittene Bombentheorie. Niemand überlebt. Todesopfer: 115.

19.03.1972, bei Aden (Südjemen, heute Jemen): Eine DC-9 der United Arab Airlines befindet sich im Anflug auf Aden und kollidiert in bergigem Gelände mit einem Berghang. Niemand überlebt. Todesopfer: 30.

14.03.1972, bei Dubai/Oman: Eine Sud Aviation Caravelle der dänischen Sterling Airways befindet sich auf einem Charterflug im Anflug auf Dubai. Durch einen Navigationsfehler fliegt die Maschine gegen einen Berg im Emirat Fujairah. Niemand der 112 Menschen an Bord überlebt. Todesopfer: 112.

26.01.1972, Srbská Kamenice (Tschechoslowakei, heute Tschechien): Eine DC-9-32 von JAT Yugoslav Airlines zerbricht als Flug 367 auf dem Weg von Stockholm über Kopenhagen und Zagreb nach Belgrad in rund 10.000m Höhe nach einer Explosion. 27 Menschen sterben. Flugbegleiterin Vesna Vulović überlebt den Absturz eines Rumpfteils aus enormer Höhe schwer verletzt und wird später durch diesen außergewöhnlichen Überlebensfall bekannt. Todesopfer: 27.

21.01.1972, bei Adana (Türkei): Eine DC-9 von Turkish Airlines verunglückt bei einem Durchstartmanöver. Die Maschine schlägt rund 4Meilen vor dem Flughafen auf. Vier der fünf Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 1.

07.01.1972, Ibiza (Spanien): Eine Sud Aviation Caravelle von Iberia befindet sich als Flug 602 von Valencia im Anflug auf Ibiza. Bei schlechter Sicht sinkt die Maschine unter die sichere Höhe und prallt am Berg Sa Talaia gegen das Gelände. Niemand überlebt. Todesopfer: 104.

24.12.1971, Puerto Inca (Peru): Eine Lockheed L-188A Electra der LANSA gerät als Flug 508 auf dem Weg von Lima nach Pucallpa in ein schweres Gewitter. Die Maschine zerbricht nach extremer Turbulenz und einem Blitzschlag in der Luft über dem Amazonas-Regenwald. Die 17-jährige Juliane Koepcke überlebt als einzige der 92 Menschen an Bord den Absturz und schlägt sich anschließend elf Tage durch den Dschungel. Todesopfer: 91.

16.12.1971, Cochabamba (Bolivien): Ein Fairchild F-27 von Lloyd Aéreo Boliviano wird auf einem Inlandsflug von Sucre nach La Paz entführt. Die Maschine landet in Cochabamba, wo Sicherheitskräfte das Flugzeug stürmen. Bei dem Zwischenfall sterben ein Besatzungsmitglied und ein Passagier. Todesopfer: 2.

21.11.1971, Straße von Taiwan bei den Penghu-Inseln (Taiwan): Eine Sud Aviation Caravelle III von China Airlines befindet sich auf einem Flug von Taipeh nach Hongkong, als sie in der Luft explodiert und ins Meer stürzt. Als Ursache wird eine Bombenexplosion angenommen. Alle 25 Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 25.

10.11.1971, vor Padang/West-Sumatra (Indonesien): Eine Vickers Viscount 828 der Merpati Nusantara Airlines befindet sich auf dem Flug von Jakarta nach Padang. Wegen schlechten Wetters und geringer Sicht kann die Besatzung den Zielflughafen nicht erreichen; anschließend geht der Kontakt verloren. Das Flugzeug stürzt in den Indischen Ozean. Todesopfer: 69.

02.10.1971, Aarsele (Belgien): Eine Vickers Vanguard der British European Airways fliegt als Flug 706 von London-Heathrow nach Salzburg. In 19.000ft Höhe versagt die hintere Druckkabinenstruktur; die explosive Dekompression führt zur Beschädigung beziehungsweise Ablösung wesentlicher Teile des Leitwerks. Die Maschine wird unkontrollierbar und stürzt ab. Todesopfer: 63.

06.09.1971, Hamburg (Deutschland): Eine BAC One-Eleven 500 der deutschen Paninternational startet als Flug 112 von Hamburg nach Málaga. Durch einen fatalen Wartungsfehler befindet sich Kerosin im Tank der Wassereinspritzanlage; beide Triebwerke überhitzen und fallen kurz nach dem Start aus. Die Piloten versuchen eine Notlandung auf der A7, die Maschine kollidiert jedoch mit einer Brücke, zerbricht und gerät in Brand. Von 121 Menschen an Bord überleben 99. Todesopfer: 22.

04.09.1971, Chilkat Range bei Juneau (Alaska, USA): Eine Boeing 727-193 der Alaska Airlines befindet sich als Flug 1866 im Anflug auf Juneau. Aufgrund von Navigationsproblemen beziehungsweise einer fehlerhaften Positionsbestimmung sinkt die Maschine zu früh und prallt gegen einen Berghang. Niemand überlebt. Todesopfer: 111.

30.07.1971, Shizukuishi (Japan): Eine Boeing 727-281 von All Nippon Airways kollidiert als Flug 58 in der Luft mit einer Mitsubishi F-86F der japanischen Luftselbstverteidigungsstreitkräfte. Die Boeing zerbricht und stürzt ab; alle Menschen im zivilen Verkehrsflugzeug sterben. Der Militärpilot kann sich mit dem Schleudersitz retten. Für unsere zivile Chronik zählt die Opferzahl der Boeing. Todesopfer im zivilen Flugzeug: 162.

30.07.1971, San Francisco (Kalifornien, USA): Eine Boeing 747-121 von Pan Am trifft als Flug 845 beim Start Teile der Anflugbefeuerung. Fahrwerk, Rumpf und weitere Bereiche werden erheblich beschädigt. Die Besatzung kann die schwer beschädigte 747 nach dem Ablassen von Treibstoff wieder landen; bei Unfall und Evakuierung werden zahlreiche Menschen verletzt. Todesopfer: 0.

03.07.1971, Yokotsu-dake bei Hakodate (Japan): Eine NAMC YS-11A von Toa Domestic Airlines befindet sich als Flug 63 auf dem Weg von Sapporo nach Hakodate. Bei schlechtem Wetter fliegt die Maschine gegen den Südhang des Yokotsu-Berges. Niemand überlebt. Todesopfer: 68.

11.06.1971, Chicago-O’Hare (Illinois, USA): Ein bewaffneter Mann versucht, eine Boeing 727 von TWA auf Flug 358 zu entführen und verlangt einen Flug nach Nordvietnam. Während der Entführung erschießt er den Passagier Howard Franks. Der Fall gilt als erster Tod eines US-Flugpassagiers infolge einer Flugzeugentführung. Todesopfer: 1.

06.06.1971, San Gabriel Mountains bei Duarte (Kalifornien, USA): Eine DC-9-31 von Hughes Airwest kollidiert als Flug 706 mit einer F-4B Phantom II des US Marine Corps. Die DC-9 stürzt ab; alle 49 Menschen an Bord sterben. Von den beiden Militärpiloten überlebt einer. Entsprechend unserer Abgrenzung bleibt die militärische Maschine draußen, der zivile Verkehrsflug aber selbstverständlich drin. Todesopfer im zivilen Flugzeug: 49.

23.05.1971, Rijeka (Jugoslawien, heute Kroatien): Eine Tupolew Tu-134A von Aviogenex bringt als Flug 130 britische Urlauber von London-Gatwick nach Rijeka. Bei starkem Regen setzt die Maschine sehr hart auf, die rechte Tragfläche bricht ab und das Flugzeug überschlägt sich und brennt. Nur fünf der 83 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 78.

31.03.1971, Woroschilowgrad (Ukrainische SSR, heute Luhansk/Ukraine): Eine Antonow An-10 von Aeroflot befindet sich als Flug 1969 im Anflug. In geringer Höhe kommt es zu einem strukturellen Versagen der rechten Tragfläche, worauf die Maschine abstürzt. Niemand überlebt. Todesopfer: 65.

31.01.1971, Surgut (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-12 von Aeroflot verunglückt beim Anflug auf Surgut. Starke Vereisung beeinträchtigt die aerodynamischen Eigenschaften, die Maschine gerät außer Kontrolle und stürzt ab. Es ist innerhalb von nur neun Tagen der zweite nahezu gleichartige An-12-Unfall in Surgut. Todesopfer: 7.

30.01.1971, Lahore (Pakistan): Zwei Männer entführen die Fokker F27 „Ganga“ von Indian Airlines auf einem Inlandsflug von Srinagar nach Jammu und zwingen die Besatzung nach Lahore. Passagiere und Besatzung werden freigelassen; anschließend setzen die Entführer das Flugzeug in Brand und zerstören es. Todesopfer: 0.

27.01.1971, Lake Champlain bei Burlington (Vermont, USA): Ein ziviler Jet Commander mit fünf Männern an Bord verschwindet kurz nach dem Start in Burlington. Mehr als ein halbes Jahrhundert bleibt das Schicksal des Flugzeugs ungeklärt, bis 2024 Wrackteile auf dem Grund des Lake Champlain entdeckt werden. Todesopfer: 5.

25.01.1971, La Azulita (Venezuela): Eine Vickers Viscount 749 der Línea Aeropostal Venezolana befindet sich auf einem Inlandsflug von Mérida nach Caracas. Die Maschine trifft Bäume und verunglückt an einem bewaldeten Berghang in den Anden. Von 47 Menschen an Bord sterben 13. Todesopfer: 13.

23.01.1971, bei Sokcho (Südkorea): Eine Fokker F27 von Korean Air Lines wird auf einem Inlandsflug entführt und in Richtung Nordkorea gezwungen. Südkoreanische Militärjets fangen die Maschine ab und geben Warnschüsse ab; die Fokker muss an einem Strand bei Sokcho notlanden. Nach der Landung detoniert der Entführer eine Handgranate. Er selbst und der Copilot sterben, die übrigen 58 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 2.

22.01.1971, Surgut (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-12B von Aeroflot befindet sich im Anflug auf Surgut. Wegen einer geschlossenen Ventilstellung arbeitet das Enteisungssystem nicht ausreichend; starke Vereisung führt zum Kontrollverlust und Absturz. Die Quellen unterscheiden sich bei der Zahl der Insassen geringfügig, die Unfallübersichten nennen 13 beziehungsweise 14 Todesopfer. Todesopfer: mindestens 13.

18.01.1971, Zürich-Kloten (Schweiz): Eine Iljuschin Il-18D der Balkan Bulgarian Airlines befindet sich bei schlechtem Wetter im Anflug auf Zürich. Die Maschine gerät vom vorgesehenen Anflugkurs ab und schlägt rund 700m vor der Landebahn auf. Nur zwei der 47 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 45.

02.01.1971, Tripolis (Libyen): Eine de Havilland Comet 4C der United Arab Airlines befindet sich bei schlechter Sicht im Anflug auf Tripolis. Die Maschine sinkt zu früh und trifft in nur etwa 395ft Höhe Sanddünen vor dem Flughafen. Niemand überlebt. Todesopfer: 16.

31.12.1970, Leningrad/Pulkowo (Sowjetunion, heute Sankt Petersburg/Russland): Eine Iljuschin Il-18V von Aeroflot startet als Flug 3012 nach Jerewan. Die Besatzung hat in der Eile vor dem Start die Landeklappen nicht ausgefahren. Die Il-18 steigt unmittelbar nach dem Abheben mit zu hohem Anstellwinkel, gerät außer Kontrolle und schlägt in einem schneebedeckten Feld auf. Nach den später zugänglichen sowjetischen Untersuchungsdaten sterben sechs der 86 Insassen, 80 überleben. Todesopfer: 6.

31.12.1970, Mittelmeer vor Algerien: Eine Nord 262E der französischen Rousseau Aviation fliegt mit einer Fußballmannschaft von Algier nach Menorca. Rund 90km vor Algier setzt der Pilot einen Notruf ab, anschließend verschwindet die Maschine über dem Mittelmeer. Weder Überlebende noch das Flugzeug werden gefunden. Todesopfer: 30.

07.12.1970, bei Constanța (Rumänien): Eine BAC One-Eleven 424EU der TAROM soll wegen des Wetters von Bukarest nach Constanța ausweichen. Bei zunehmendem Nebel sinkt die Maschine im Anflug zu tief und schlägt etwa 5km vor der Landebahn auf. Acht der 27 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 19.

02.12.1970, Dhaka (Ostpakistan, heute Bangladesch): Eine Canadair CL-44J der Cargolux transportiert im Auftrag des Roten Kreuzes 27,5t Säuglingsnahrung für die Opfer des verheerenden Zyklons. Im Anflug aktiviert sich offenbar durch eine Fehlfunktion die eigentlich nur für den Bodenbetrieb vorgesehene hydraulische Rudersperre. Das Flugzeug wird unsteuerbar und stürzt in eine Siedlung. Alle vier Besatzungsmitglieder und drei Menschen am Boden sterben. Todesopfer: 7.

27.11.1970, Anchorage (Alaska, USA): Eine Douglas DC-8-63CF von Capitol International Airways soll als ziviler Charterflug im Auftrag des Military Airlift Command Soldaten nach Vietnam transportieren. Beim Start in Anchorage drehen sich die Räder des Hauptfahrwerks wegen eines unerklärlichen Bremsdrucks nicht frei; die DC-8 beschleunigt zu langsam, hebt nicht ab, schießt über die Bahn hinaus und gerät in Brand. 182 Menschen überleben. Da Flugzeug und Betreiber zivil sind, gehört der Fall trotz der militärischen Passagiere in unsere Chronik. Todesopfer: 47.

14.11.1970, Huntington (West Virginia, USA): Eine Douglas DC-9-31 von Southern Airways bringt als Charterflug 932 die Footballmannschaft der Marshall University von einem Auswärtsspiel zurück. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter sinkt die Maschine im Anflug unter die vorgeschriebene Höhe und prallt gegen einen Hügel. Niemand überlebt. Todesopfer: 75.

15.10.1970, Batumi/Trabzon (Sowjetunion/Türkei): Vater und Sohn Brazinskas entführen eine Antonow An-24B von Aeroflot auf einem Linienflug von Batumi über Suchumi nach Krasnodar. Bei der Übernahme des Flugzeugs wird die 19-jährige Flugbegleiterin Nadeschda Kurtschenko erschossen, mehrere Besatzungsmitglieder werden verletzt. Die Entführer zwingen die Piloten zur Landung im türkischen Trabzon. Es ist die erste bekannte erfolgreiche Entführung eines sowjetischen Verkehrsflugzeugs. Todesopfer: 1.

02.10.1970, Mount Trelease bei Silver Plume (Colorado, USA): Eine Martin 4-0-4 von Golden Eagle Aviation transportiert Spieler, Trainer und Begleiter der Footballmannschaft der Wichita State University. Die Piloten verlassen die geplante Route für einen landschaftlich reizvolleren Flug durch die Rocky Mountains und geraten in ein Tal, aus dem die Maschine nicht mehr heraussteigen kann. Sie prallt am Mount Trelease gegen den Hang. Acht der 40 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 32.

01.10.1970, Kamenny Mys (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-12B von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Transportflug. Beim Start fallen mehrere Triebwerke infolge von Störungen im Kraftstoffpumpensystem aus. Die Maschine stürzt ab, alle acht Menschen an Bord sterben. Todesopfer: 8.

26.09.1970, Mykines (Färöer): Eine Fokker F27 Friendship der Flugfélag Íslands befindet sich bei dichtem Nebel im Anflug auf Vágar. Die Maschine kollidiert mit dem Berg auf der Insel Mykines. 26 Menschen überleben; einige von ihnen schaffen es trotz Verletzungen, das Dorf zu erreichen und Hilfe zu holen. Todesopfer: 8.

21.09.1970, Bulbuchta (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2T von Aeroflot transportiert Versorgungsgüter zu einem Bergwerk. Bei schlechter Sicht fliegt die Maschine in rund 1.400m Höhe gegen einen Berg. Zwei der drei Insassen überleben. Todesopfer: 1.

15.09.1970, New York-JFK (USA): Eine Douglas DC-8-62 der Alitalia befindet sich als Flug 618 im Landeanflug. Nach ungewöhnlichen Anweisungen der Flugsicherung aktiviert der Pilot bereits im Endanflug die Schubumkehr. Die DC-8 setzt vor beziehungsweise hart auf der Landebahn auf und wird irreparabel beschädigt. Alle 156 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

09.–13.09.1970, Dawson’s Field bei Zarqa (Jordanien): Eine Vickers VC10 der BOAC wird am 9. September als Flug 775 entführt und ebenfalls nach Dawson’s Field gebracht. Dort steht sie schließlich neben der bereits entführten Boeing 707 von TWA und der DC-8 der Swissair. Nachdem die Geiseln aus den Maschinen gebracht worden sind, sprengen die Entführer am 12. September alle drei Verkehrsflugzeuge. Todesopfer unter Passagieren und Besatzungen: 0.

08.09.1970, New York-JFK (USA): Eine Douglas DC-8-63CF von Trans International Airlines startet als Überführungsflug 863 nach Washington-Dulles. Ein Fremdkörper blockiert das rechte Höhenruder, die Maschine nimmt unmittelbar nach dem Abheben eine extreme Nase-hoch-Lage ein, gerät in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Da es ein Ferry-Flug ist, befinden sich nur Besatzungsmitglieder an Bord. Todesopfer: 11.

06.09.1970, Amsterdam/Jordanien/Ägypten: Die PFLP versucht nahezu gleichzeitig mehrere zivile Verkehrsflugzeuge zu entführen. TWA-Flug 741, eine Boeing 707 aus Frankfurt, und Swissair-Flug 100, eine Douglas DC-8 aus Zürich, werden nach Dawson’s Field in Jordanien gezwungen. Pan-Am-Flug 93, eine Boeing 747, wird über Beirut nach Kairo gebracht und dort nach der Evakuierung gesprengt. Der Entführungsversuch der El-Al-Boeing 707 auf Flug 219 scheitert nach einem Kampf an Bord; ein Entführer wird erschossen. Die Passagiere und Besatzungen der erfolgreich entführten Maschinen überleben. Todesopfer unter Passagieren und Besatzungen: 0.

05.09.1970, Dscharkischlak (Sowjetunion, heute Usbekistan): Eine Antonow An-2R von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Agrarflug und fliegt beim Besprühen eines Baumwollfeldes in eine Hochspannungsleitung. Die Maschine stürzt ab. Todesopfer: 2.

03.09.1970, Leninabad (Tadschikische SSR, heute Chudschand/Tadschikistan): Eine Jakowlew Jak-40 von Aeroflot beginnt bei Instrumentenwetterbedingungen den Sinkflug, obwohl die Besatzung ihre genaue Position über dem Gebirge nicht kennt. Die Maschine prallt in rund 2.100m Höhe gegen den Berg Airy-Tash. Niemand überlebt. Todesopfer: 21.

02.09.1970, bei Dnipropetrowsk (Ukrainische SSR, heute Dnipro/Ukraine): Eine Tupolew Tu-124 von Aeroflot befindet sich als Flug 3630 auf einem Linienflug von Rostow am Don nach Vilnius. In Reiseflughöhe geht die Kontrolle über das Flugzeug verloren; die Maschine stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 37.

12.08.1970, Taipeh (Taiwan): Eine NAMC YS-11A von China Airlines befindet sich als Flug 206 bei starkem Regen, Nebel und Gewitter im Anflug auf Taipeh-Songshan. Die Maschine gerät unter die sichere Höhe und prallt am Yuan Mountain in einen Bambushain. 17 Menschen überleben. Todesopfer: 14.

09.08.1970, Cusco (Peru): Eine Lockheed L-188A Electra der LANSA verliert unmittelbar nach dem Start auf Flug 502 Leistung am dritten Triebwerk. Fehler bei der Reaktion auf den Triebwerksausfall und erhebliche Wartungsmängel tragen dazu bei, dass die schwer beladene Electra nicht ausreichend steigt und abstürzt. 99 Menschen im Flugzeug und zwei Menschen am Boden sterben; ein Passagier überlebt. Todesopfer: 101.

08.08.1970, bei Chișinău (Sowjetunion, heute Moldau): Bei einer Antonow An-10A von Aeroflot kommt es während des Fluges zu einem nicht eingedämmten Triebwerksschaden und Feuer. Die Besatzung führt eine Notlandung auf einem Feld durch. Dabei bricht ein Teil des Kabinenbodens ein; ein Passagier wird tödlich verletzt, die übrigen 113 Insassen überleben. Todesopfer: 1.

06.08.1970, Rawat bei Rawalpindi (Pakistan): Eine Fokker F27 Friendship von Pakistan International Airlines startet zu einem Inlandsflug nach Lahore und gerät wenige Minuten später in schweres Gewitterwetter. Die Maschine stürzt mit hoher Geschwindigkeit bei Rawat ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 30.

05.07.1970, Brampton bei Toronto (Kanada): Eine Douglas DC-8-63 von Air Canada befindet sich als Flug 621 auf dem Weg von Montreal über Toronto nach Los Angeles. Beim Aufsetzen werden versehentlich die Störklappen ausgefahren, wodurch die DC-8 extrem hart aufschlägt. Beim anschließenden Durchstarten versagt die bereits schwer beschädigte Tragflächenstruktur; die Maschine explodiert und stürzt ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 109.

03.07.1970, Arbúcies bei Barcelona (Spanien): Eine de Havilland Comet 4 von Dan-Air bringt als Flug 1903 britische Urlauber von Manchester nach Barcelona. Durch eine falsche Positionsbestimmung und eine daraus resultierende zu frühe Sinkfreigabe fliegt die Comet in die bewaldeten Hänge des Montseny-Gebirges. Niemand überlebt. Todesopfer: 112.

02.05.1970, Karibisches Meer bei St. Croix: Eine Douglas DC-9-33CF von Overseas National Airways fliegt im Auftrag von ALM Antillean Airlines als Flug 980 von New York nach St. Maarten. Nach mehreren erfolglosen Landeversuchen entscheidet sich die Besatzung zu spät für den Ausweichflug nach St. Thomas. Der Treibstoff geht aus und die DC-9 muss rund 48km vor St. Croix notwassern. 40 Menschen überleben. Todesopfer: 23.

28.04.1970, Region Rjasan (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2 von Aeroflot führt einen zivilen Agrarflug durch. Beim Ausweichen vor einer Stromleitung wird in geringer Höhe eine extrem steile Kurve geflogen; die Maschine verliert Höhe und schlägt kopfüber auf. Todesopfer: 2.

20.04.1970, Region Kuban (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2R von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Düngemittel-Sprühflug. Während Pilot und ein mitfliegender Mitarbeiter Karten studieren, übernimmt der Copilot die Steuerung. In einer Kurve in geringer Höhe gerät die Maschine außer Kontrolle und stürzt ab. Todesopfer: 2.

19.04.1970, Rom-Fiumicino (Italien): Bei einer Douglas DC-8-62 der SAS kommt es beim Rollen zum Start zu einem nicht eingedämmten Triebwerksschaden. Ein Feuer zerstört die Maschine, doch alle 65 Menschen an Bord können sich retten. Todesopfer: 0.

04.04.1970, Saporischschja (Ukrainische SSR, heute Ukraine): Eine Avia 14M von Aeroflot beginnt den Anflug zu früh und gerät unter die vorgesehene Höhe. Beim verspätet eingeleiteten Durchstarten berührt eine Tragfläche den Boden; die Maschine stürzt ab. 28 der 35 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 7.

01.04.1970, bei Berrechid (Marokko): Eine Sud Aviation Caravelle VI-N von Royal Air Maroc befindet sich auf einem Linienflug von Agadir über Casablanca nach Paris. Im Anflug auf Casablanca gerät die Maschine bei eingeschränkter Sicht außer Kontrolle und stürzt ab. 21 der 82 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 61.

01.04.1970, bei Togutschin (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24B von Aeroflot kollidiert als Flug 1661 auf dem Linienflug von Nowosibirsk nach Krasnojarsk in Reiseflughöhe mit einem Wetterballon. Das Flugzeug wird so schwer beschädigt, dass es abstürzt. Niemand überlebt. Todesopfer: 45.

17.03.1970, Boston (Massachusetts, USA): Ein bewaffneter Passagier versucht, eine DC-9 von Eastern Air Lines auf Flug 1320 zu entführen. Im Cockpit kommt es zu einer Schießerei; der Copilot wird tödlich getroffen, der Kapitän schwer verletzt, kann den Täter jedoch überwältigen und die Maschine trotz seiner Verletzungen sicher in Boston landen. Todesopfer unter Passagieren und Besatzung: 1.

10.03.1970, Erfurt/DDR: Das Ehepaar Christel und Eckhard Wehage versucht, eine Antonow An-24 der Interflug auf einem Inlandsflug nach Ost-Berlin zu entführen und in die Bundesrepublik umzuleiten. Als die Besatzung vorgibt, im Westen gelandet zu sein, tatsächlich aber nach Berlin-Schönefeld zurückkehrt, erkennen die Entführer das Scheitern ihres Fluchtversuchs und erschießen sich an Bord. Passagiere und Besatzung bleiben körperlich unverletzt. Todesopfer unter Passagieren und Besatzung: 0; einschließlich der beiden Entführer: 2.

06.03.1970, Samedan (Schweiz): Eine Handley Page HP.137 Jetstream der deutschen Bavaria Fluggesellschaft fliegt als ziviler Lufttaxiflug von München-Riem nach Samedan. Im Endanflug versagt die Turbine des linken Triebwerks und es bricht Feuer aus. Die Maschine verliert Höhe und stürzt rund 3km vor dem Flugplatz in den Schnee. Unter den Opfern befinden sich Bavaria-Gründer Max Schwabe und Mitglieder seiner Familie. Todesopfer: 11.

25.02.1970, Ust-Maja (Sowjetunion, heute Russland): Eine Iljuschin Il-14M von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Überführungsflug nach Jakutsk. Kurz nach dem Start gerät ein Propeller infolge einer Fehlfunktion in Umkehrschubstellung; die Maschine stürzt ab. Todesopfer: 5.

21.02.1970, Würenlingen (Schweiz): In einer Convair CV-990 Coronado von Swissair explodiert auf Flug 330 von Zürich nach Tel Aviv rund neun Minuten nach dem Start eine Paketbombe im hinteren Frachtraum. Die Besatzung versucht nach Zürich zurückzukehren, verliert jedoch wegen Feuer und Rauch die Kontrolle. Die Maschine stürzt bei Würenlingen in einen Wald. Niemand überlebt. Todesopfer: 47.

21.02.1970, bei Frankfurt am Main (Deutschland): In einer Sud Aviation Caravelle von Austrian Airlines explodiert rund 20 Minuten nach dem Start in Frankfurt ebenfalls ein Sprengsatz im Frachtraum und reißt ein etwa 90×60cm großes Loch in den Rumpfboden. Anders als bei der fast zeitgleichen Swissair-Katastrophe bleibt die Maschine steuerbar und kehrt sicher nach Frankfurt zurück. Alle 38 Menschen an Bord überleben. Todesopfer: 0.

15.02.1970, vor Santo Domingo (Dominikanische Republik): Eine nahezu neue Douglas DC-9-32 von Dominicana de Aviación startet als Flug 603 nach San Juan. Zunächst fällt das rechte, kurz darauf auch das linke Triebwerk aus; die Maschine stürzt etwa 3km vor der Küste ins Karibische Meer. Als mögliche Ursache gilt eine erhebliche Verunreinigung des Treibstoffs mit Wasser, endgültig geklärt werden kann dies mangels Flugschreiber jedoch nicht. Niemand überlebt. Todesopfer: 102.

09.02.1970, München-Riem (Deutschland): Eine de Havilland Comet 4C der United Arab Airlines versucht in München zu starten. Wegen heftigen Buffets wird der Start in etwa 30ft Höhe abgebrochen; die Comet setzt wieder auf, überrollt das Bahnende, durchbricht den Flughafenzaun und verliert das Fahrwerk. Ein kleines Feuer kann gelöscht werden. Das Flugzeug ist Totalschaden, aber alle 23 Insassen können sich retten. Todesopfer: 0.

06.02.1970, bei Samarkand (Usbekische SSR, heute Usbekistan): Eine Iljuschin Il-18V von Aeroflot befindet sich als Flug U-45 von Taschkent nach Samarkand. Bei dichter Bewölkung sinkt die Besatzung zu früh und fliegt rund 32km nordöstlich des Flughafens gegen einen Berg. 14 Menschen überleben. Todesopfer: 92.

31.01.1970, Tokmass (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-2TP von Aeroflot befindet sich auf einem zivilen Überführungsflug von Tscheljabinsk nach Magnitogorsk. Bei starkem Schneefall und schlechter Sicht verliert die Besatzung die Orientierung; die Maschine gerät in einen Strömungsabriss und stürzt ab. Todesopfer: 2.

29.01.1970, bei Murmansk (Sowjetunion, heute Russland): Eine Tupolew Tu-124V von Aeroflot befindet sich als Flug 145 aus Leningrad im Anflug auf Murmansk. Die Maschine prallt etwa 29km vor dem Flughafen gegen einen schneebedeckten Hügel. Fünf Menschen sterben beim Aufprall, weitere sechs erfrieren, bevor die Rettungskräfte eintreffen. 27 Menschen überleben. Todesopfer: 11.

28.01.1970, bei Batagai (Sowjetunion, heute Russland): Eine Antonow An-24B von Aeroflot beginnt auf einem Linienflug von Deputatski nach Batagai den Sinkflug zu früh und stürzt rund 40km vor dem Flughafen ab. Niemand überlebt. Todesopfer: 34.

05.01.1970, Märsta bei Stockholm (Schweden): Eine Convair CV-990 Coronado von Spantax soll nach einem Triebwerksproblem mit nur drei laufenden Triebwerken von Stockholm nach Zürich überführt werden. Kurz nach dem Start gerät die Maschine bei ungünstigen Windbedingungen außer Kontrolle und stürzt ab. Fünf der zehn Insassen überleben. Todesopfer: 5.


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