Sonntag, 04. Januar 2026

In dem bekannten Alpenort kam es zu einem folgenschweren Unglück. 40 Menschen verloren ihr Leben. 120 weitere junge Menschen wurden verletz. Offensichtlich waren auf Champagner-Flaschen Feuerfontänen angebracht, so wie das Bild es zeigt. Servicekräfte brachten sie zu den Tischen. Gäste hielten die Flaschen dann offensichtlich zu hoch über die Köpfe. Die Decke begann zu brennen.
Besonders verstörend sind Videos, die junge Menschen zeigen, die das Feuer der Deckenverkleidung filmten, ohne sich der Gefahr bewusst zu sein. Wo war der Brandmeldealarm, der hier sofort hätte alle aufschrecken müssen?
Wir sprechen technisch nicht von einfachen Wunderkerzen, sondern von richtig gefährlichem Zeug. Die Funken der Feuerkerzen (pyrotechnische Fontänen), die mit einem Metall- oder Kunststoffring auf den Flaschenhals aufgesteckt werden, erhitzen sich auf bis zu 1.000 Grad. Stecken mehrere dieser Feuerkerzen auf eine Flasche, addiert sich die Hitze. So könnte es begonnen haben:

Die Decke schaut seltsam aus. Es scheint sich um eine Installation zu handeln, die die Akustik dämpfen sollte.
Schweizer werden kurzen Prozess machen
Für die Schweiz ist die Sache klar: Es wird eine Volksabstimmung geben. Eine übergroße Mehrheit wird für das Verbot von Pyrotechnik und Tischfeuerwerk bis hin zu Wunderkerzen stimmen. Der Spuk hat ein Ende.
Konsequenzen für Deutschland?
Keine. Ich glaube nicht, dass sich die Bundesregierung den ganz großen Schritt zutraut, den Niederlanden folgt und ein landesweites Verbot erlässt. Im Land der Zauderer, Zögerer und Bedenkenträger sind schnelle Entscheidungen undenkbar. Vor den Hintergründen der Ereignisse bei jedem Silvester in den letzten Jahren wäre es angebracht, dass die deutsche Bundesregierung die Thematik wenigstens den Ländern überträgt, die wiederum den Kommunen den Spielraum überlassen.
Fazit
Die tödliche Mischung von Alkohol und Pyrotechnik führte zum Wahnsinn in der Schweiz. Beides muss weg. Die Schweiz kann bleiben.
Lasst uns nüchtern bleiben – for ever and a day.
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