
https://www.bund-bremen.net/meer/stoppt-kippen-in-der-umwelt/
Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit 2/3 aller Zigarettenkippen auf dem Boden landen, was insgesamt zu 4,5 Billionen Kippen in der Umwelt führt, pro Jahr. BUND Bremen führt aus, dass diese fatale Umweltverschmutzung gesellschaftlich akzeptiert sei. Nein, ist sie nicht. Kein Nichtraucher findet diese Vermüllung gut. Bei militanten Nichtrauchern ist die Reaktion noch dramatischer: Innerlicher Schreikrampf.
Hat es Sinn, Raucher auf ihr Verhalten anzusprechen? Nein. Wer sich durch Rauchen absichtlich selbst tötet und dann noch der Meinung ist, die Solidargemeinschaft solle doch bitte diesen Sterbeprozess finanziell vollumfänglich bis hin zum finalen Hospizaufenthalt begleiten – mit dem muss man über solche Dinge nicht diskutieren. Absolut sinnlos.
Und so geht die Welt den Weg der kompletten Vermüllung und der Selbstzerstörung unaufhaltsam weiter.
Bisher glaubte ich, dass eine Zigarette bis zu 200 Giftstoffe enthält. BUND spricht jetzt von bis zu 7.000 Giftstoffen, wobei die Filter einiges an Giftstoffen aussondern würden. Ach. Das bedeutet für uns Passivraucher jetzt was? In der Nähe von Rauchern müssen wir Nichtraucher 7.000 Giftstoffe einatmen, während sich Raucher wegen der Filter nur 200 Giftstoffe in die Lungen hineinziehen? Genau mein Humor.
Kippen in Vogelnestern. Kippen im Arktischen Meer. Nervengift Nicotin, Ethylphenol, Titandioxid, Propylenglukol, Zyanid – insgesamt 50 krebserregende Stoffe. All das ficht unsere rauchenden Mitmenschen nicht an. Immer rein damit, in den Körper und in die Umwelt, bis in unser Trinkwasser hinein.
Der finanzielle Aspekt kommt noch hinzu. Gestern stand in der Tankstelle eine Dame vor mir, die 7 x Marlboro Gold für 70 Euro gekauft hat. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln – innerlich natürlich.
Rechnen wir schnell nach: 28% der erwachsenen Deutschen rauchen (Vorsicht: Die Datenlage schwankt), was bei 70 Millionen Erwachsenen einem Anteil von 19 Millionen Menschen entspricht. Bei Gesamtausgaben von 34 Milliarden Euro entspricht das einer jährlichen Ausgabe zwischen 1.700,00 und 1.800,00 für jeden Raucher.
Noch Fragen, warum ich die Krankenkassenbeiträge rigoros an die Konsumgewohnheiten anpassen würde und dies durch Digitalisierung lösen würde. Tabak dürfte nur noch bargeldlos bezahlt werden dürfen. Jede Kaufaktion wird digital an die Krankenkassen übertragen. Je mehr Tabak konsumiert wird, desto höher der Beitrag. Die Anzahl der plötzlichen Nichtraucher würde in die Höhe schnellen.
Dem Rauchen muss mit allen Mitteln der Kampf angesagt werden. Erster Schritt: Das Rauchen in der Öffentlichkeit muss verboten werden.
Entdecken Sie mehr von Michael Behrens
Melden Sie sich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.