
Dem ovb ist jetzt offensichtlich die Geduld ausgegangen, nachdem die CSU destruktiv unterwegs ist und die UWG bisher einfach so vor sich hin schwieg. Also gibt es jetzt zwei ovb-Artikel, die wir kurz sortieren müssen:
- Erster Artikel: Online-Erscheinungsdatum: 07.08.2025, Print-Erscheinungsdatum: 07.08.2025: https://www.ovb-online.de/muehldorf/neumarkt-st-veit/neumarkt-st-veit-csu-vorsitzender-bricht-mit-partei-wer-wird-jetzt-buergermeister-kandidat-kommunalwahl-bayern-2026-93868553.html
- Zweiter Artikel: Online-Erscheinungsdatum: 08.08.2025, Print-Erscheinungsdatum: Noch nicht veröffentlicht: https://www.ovb-online.de/muehldorf/neumarkt-st-veit/neumarkt-st-veit-peter-hobmaier-ploetzlich-als-uwg-kandidat-fuer-das-buergermeisteramt-in-neumarkt-st-veit-im-gespraech-93868187.html
Der ovb lässt es somit krachen, nimmt das Heft des Handelns in die Hand und lässt in Neumarkt-Sankt Veit die Puppen tanzen. Im ersten Artikel, der allerdings zwei Wochen zu spät kommt, schmeißt der ovb den Namen Stefan Streck in die Öffentlichkeit. In CSU-Kreisen würde dieser Name genannt. Beschäftigen wir uns doch einmal mit den „CSU-Kreisen“ und stellen die Namen der CSU-Stadträte den Namen der CSU-Vorstände gegenüber:

Wir stellen fest, dass es mindestens zwei CSU-Kreise gibt, die sich aber nur in drei Fällen personell überlappen. Diese Konstellation ruft folgende Frage auf: Wurde der Großteil der Stadträte aus dem Vorstand gedrängt, oder hat er sich proaktiv zurückgezogen? Zumindest scheint mir die Situation ein Hinweis darauf zu sein, dass wir meines Erachtens im neuen Stadtrat bis zu fünf CSU-Stadträte nicht mehr wiedersehen werden. Warum auch immer: Wenn sich von neun Stadträten nur drei in die CSU-Vorstandsarbeit einbringen, dann sehe ich da ein gewisses Potenzial für Diskurs. Und die Ereignisse geben mir ganz offensichtlich recht. Der ovb weiß zu berichten:
„In der CSU gärt es.“
So richtig gären kann da nichts. Dazu müsste etwas nach außen dringen, bzw. es eine außerordentluche Jahreshauptversammlung geben. Dann könnte man vorbringen, ob und was in jedem CSU-Mitglied gärt. Ich sehe mich – gemeinsam mit anderen einfachen CSU-Mitgliedern – als dritten CSU-Kreis.
Zur Personalie Stefan Strreck habe ich drei Menschen befragt – dreimal kein verwertbarer Kommentar, dreimal aber eben auch kein Dementi. Kein Dementi ist auch eine Art Information.
Nebenbei habe ich auf der endlich upgedateten CSU-Homepage gesehen, dass auch die Junge Union ihren Ortsvorsitzenden ausgetauscht hat. Den ovb-Artikel dazu muss ich verpasst haben. Wäre mir der Bericht nicht durchgerutscht, hätte ich schon im Mai gefragt, was sich der ovb bei der Überschrift „Heimerl gratuliert Heimerl“ denn so gedacht hat. Alles Heimerl, oder was? Denn im Text gibt es dann noch einmal eine Zwischenüberschrift die da lautet: „Heimerl übernimmt Vorsitz“. Nein, übernahm er nicht. Lukas Dietrich ist Ortsvorsitzender.
UWG äußert sich…
…womit wir beim zweiten ovb-Artikel sind, der noch nicht im Printmedium erschienen ist. Denn der ovb hat mit dem Bericht über die CSU keineswegs Halt gemacht und will Bewegung in die Sache bringen. Offensichtlich hat man Bedenken, dass CSU und UWG die Wahl verpassen könnten, wenn es nicht bald losgeht. Weil Fabrizio Chinarello den Namen Peter Hobmeier als möglichen Bürgermeisterkandidaten ins Gespräch gebracht hat, titelt der ovb:
Ende der Ära Baumgartner in Neumarkt?
Der Artikel muss unter Zeitdruck geschrieben worden sein, ist doch schon die Bildunterschrift, Erwin Baumgartner habe seit 2020 den Bürgermeisterstuhl inne, falsch. Er hat ihn seit 2002 inne.
Als Nächstes fiel mir das Bild von Peter Hobmaier auf. Ich meine, dieses Bild schon einmal gesehen zu haben. Der ovb kennzeichnet das Bild aber auch korrekt als @Archiv. Und so stellt der ovb die These auf, dass Fabrizio Chinarello durch das Nennen von Hobmaiers Namen, die UWG in Bewegung gesetzt zu haben. Und die reagiert zwiegespalten. Die Oberverwaltung möchte sich immer noch nicht äußern, während Hobmaier sein Interesse bekundet. Dabei hörte sich das in der ovb-Ausgabe vom 08.03.2025 ganz anders an. Dort findet sich nämlich folgender Satz:
„Peter Hobmaier, UWG-Vorsitzender von Neumarkt-St. Veit, will erst einmal die Klausurtagung des Vereins Ende März abwarten, in der sich Baumgartner zu seinen Plänen erklären wird. Auf Basis dieser Entscheidung werde die UWG dann entsprechend reagieren.“
Das war eine glatte Fehlinformation. Erklärt hat er sich im März nicht und bis heute nicht. Von der Klausur haben wir nie wieder etwas gehört. Nun heißt es laut ovb, in dem wiederum Peter Hobmaier zitiert wird, man wolle erst einmal abwarten, wie sich Baumgartner entscheiden werde, was Ende August, Anfang September der Fall sei.
Bürgermeister Baumgartner selbst will uns eher noch bis „spätestens Ende September“ hinhalten. Nicht einmal über das Entscheidungsdatum besteht innerhalb der UWG Einigkeit, obwohl das Datum laut Baumgartner mit der Fraktion „abgestimmt“ sei.
Fazit: Insgesamt gesehen ist es ein völlig missglückter Wahlkampfauftakt der zwei wichtigsten Parteien, wobei die UWG ja keine Partei, sondern eine Wählergemeinschaft ist.
Entdecken Sie mehr von Michael Behrens
Melden Sie sich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.