Montag, 07. Juli 2025, Reiseblog: Radeln bis der Regen kommt.

Die Idee war letztens, in Bad Schandau auf das Rad zu steigen und so lange an der Elbe entlangzuradeln, bis der angekündigte Regen kommt. Rückzu sollte es dann mit der Bahn gehen, um dann wieder bei dem altehrwürdigen Bahnhof anzukommen.

Um auf den linksseitigen Elberadweg zu kommen, muss man über diese Brücke, die zum Leidwesen der Region lange gesperrt war, weil sie im Verdacht stand, bald einzustürzen. Zur Freude aller Anwohner ist die Brücke nun wieder befahrbar.

Die Elbe hat, wie wahrscheinlich alle Flüsse in Deutschland, zu wenig Wasser.

Wir sehen das typische Landschaftsbild, hier mit dem Lilienstein. Noch bekannter ist aber…

…die Festung Königstein.

Im Moment fährt da – wegen zu wenig Wasser – wohl kein Schiff in das nahe Böhmen.

Das Gebäude schaut verlassen aus. Es ist schwierig zu sagen, woran es liegt.

Bei diesem Haus fragte ich die Eigentümerin, ob hier die Elbe ab und an überschwappt. Ich fand die Frage berechtigt, weil die Elbe zwar nicht weit, aber zwischen Wasser und ihrem Haus zusätzlich zur höheren Lage auch noch der erhöhte Bahndamm zur Abwehr dient. Sie zeigte auf die Hochwassermarken aus dem Jahre 2002 und 2013 an ihrem Türstock. 2002 war anschließend das Haus ein Jahr nicht bewohnbar, 2013 ein halbes Jahr. Ist das bitter. Und man beachte. Wir sprechen von keinem neu gebauten Haus, wo man dem Eigentümer sagen könnte: Selber Schuld. Dieses Haus ist vermutlich schon immer im Besitz der Familie. Das gibt man nicht auf.

Blick auf die Felsenformation im Hintergrund.

In Rathen fragt man sich beim Blick auf die andere Seite der Elbe, wer da ganz oben auf dem Felsen steht. Das Bild ist rangezoomt. Es ist ein Mönch, und so heißt auch der 275m hohe Felsen, den man nicht erwandern kann. Man muss ihn erklettern.

Mit dieser Uraltfähre in Rathen bin ich schon als Kind übergesetzt. Wer zur Felsenbühne Rathen möchte, benutzt sie üblicherweise heute noch. Sie kommt ohne Antrieb aus. Die Strömung und das Ruder bringen die Fähre von links nach rechts.

Grüße an Neumarkt-Sankt Veit. So geht ‚Fahrradboxen mit Servicestation‘.

Währen dieses Haus am Hang…

maustot auschaut, was schade ist, wurde die Friedburg saniert…

…und befindet sich im öffentlichen Besitz.

Die ‚Weißen Brüche‘ sind auf Menschenhand zurückzuführen.

Auch eine Verkaufsidee: Ein Becher Früchte für je einen Euro.

Der Radlfweg ist top.

Wenn man den ersten Weinberg sieht, weiß man, dass Dresden nicht mehr weit ist.

Die Wolken wirkten mitunter bedrohlich, aber der eine Regenschauer war nur kurz.

Die „Elbtalzentrale“ ist eine Ruine, wie man sie leider des öfteren sieht. Irgendwas ist nach der Wende schiefgegangen, dass diese Gebäude nach dreißig Jahren immer noch stehen.

An dem Masten ist zu sehen, wie hoch das Wasser der Elbe einmal gewesen sein muss. Der Batz hängt sicherlich sechs Meter oberhalb des jetztigen Wasserspiegels.

Schloss Pillnitz. Man sieht die Treppenaufgänge in der Mitte, die 2002 komplett im Wasser waren.

Der Traum lebt, oder verfestigt sich hier gerade eine Idee?

Hier das nächste hübsche Schlösschen.

Fernsehtürme sind wegen des technischen Wandels ein Relikt aus der Vergangenheit. Der Dresdner Fernsehturm wurde zwischen 1963 und 1969 gebaut.

In Dresden wird in der Elbe Wasserball gespielt. Erstaunlich.

Wo Wasser sein müsste, gibt es ein Blumenmeer. Die Natur lässt sich immer etwas einfallen. Wir sehen schon das Blaue Wunder im Hintergrund.

Die Redensart „sein blaues Wunder“ erleben, soll wohl nach dem Bau dieser Brücke entstanden sein, weil viele Menschen der völlig aus Stahl gebauten und ohne Pfeiler in der Elbe auskommenden Brücke misstrauten.

Ein Schloss reiht sich am Elbhang an das Nächste, bevor man dann die…

…Waldschlößchenbrücke erreicht, wegen der das Elbtal seinen Status als Weltkulturerbe verlor. Man könnte jetzt sagen, dass sich die Stadt Dresden von dem Status eh nichts kaufen konnte. Aber ganz so ist es nicht. Die Unesco zahlt schon hin und wieder Zuschüsse zu Projekten, auf die Dresden seit 2009 verzichten muss. Die neue Brücke war den Dresdnern aber wichtiger.

Nach 40km Radfahren ist das Ende der Tour in Sicht. Die Frauenkirche zeigt sich.

Bevor man Dresden aber so richtig erreicht, muss der typisch deutsche Katastrophentourist ein Bild von der eingestürzten Carola-Brücke anfertigen.

Geschafft. Zurück nach Bad Schandau ging es dann mit der S-Bahn.


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1 Gedanke zu „Montag, 07. Juli 2025, Reiseblog: Radeln bis der Regen kommt.“

  1. Herzlichen Dank für diesen wundervollen „Kurztrip“ den ich gerne mal „in the real world“ verwirklichen würde … ach ja, wie so viele + vieles andere auch! Weiterhin Gottes Segen, seinen Schutz+Bewahrung auf den Wegen, samt richtigem Wort zur richtigen Zeit!

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