Sepp Eibelsgruber spendet 19.000 Euro an Münchner Kinderklinik

Donnerstag, 23. September 2021

Napoleon August von Hauner (1811-1884)

Der Neumarkter Musiker Sepp Eibelsgruber musiziert mit seinem Orchester schon seit vielen Jahren zugunsten der Haunerschen Kinderklinik München. Die Klinik verdankt ihren Namen dem deutschen Arzt Napoleon August von Hauner, der am 28. Oktober 1811 in Neumarkt an der Rott geboren wurde. Er gründete 1844 (andere Quellen sprechen von 1847) das Dr. von Haunersche Kinderspital mit grade einmal sechs Betten, die in einer Münchner Vierzimmerwohnung untergebracht waren. 1948 erfolgte der Umzug in ein freistehendes Gebäude in der Jägerstraße. Erst 1880 konnte diese mittlerweile aus allen Nähten platzende Einrichtung durch ein neues Gebäude in der Lindwurmstraße ersetzt werden.

Natürlich kam die Klinik im Laufe der Zeit auch immer wieder in finanzielle Schwierigkeiten. Als die Neumarkterin Peppi Fruhmann in München unter die Straßenbahn geriet und starb, hoffte die Verwandtschaft auf das Erbe. Sie hatte aber testamentarisch verfügt, dass ein großer Teil an die Haunersche Kinderklinik geht. Die Geldspende muss signifikant gewesen sein, erinnert doch eine Gedenktafel im Krankenhaus noch heute daran. Solch interessante Geschichten liest man zum Beispiel im Buch „Biographenwege“ des Historikers Benno Hubensteiner (1924-1985).

Die Einrichtung ist mittlerweile Teil des LMU Klinikums und verfügt über 61 Betten. Es werden ausschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr aufgenommen. 6.500 Fälle werden jährlich behandelt. Viele junge Patienten sind Krebspatienten.

Mit steigendem Alter beschäftigt man sich durchaus mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung, nach der jeder zweite Deutsche an Krebs erkranken wird. Wenn aber Kinder oder Jugendliche Krebs bekommen, dann ist das für die ganze Familie wie ein Niederschlag. Als Unbeteiligter kann man sich die Situation, dass das eigene Kind betroffen ist, nicht vorstellen.

Das Sammeln von Spenden ist somit aller Ehren wert. Aus dem heutigen ovb-Beitrag geht aber nicht hervor, welchen Beitrag die Stadt Neumarkt-Sankt Veit geleistet hat. Denn nur dann sähe ich einen Sinn darin, dass im Schlepptau von Sepp Eibelsgruber auch die beiden Neumarkter Bürgermeister mit nach München fahren, um sich auf dem Bild mit ablichten zu lassen. Man hätte den Betrag von 19.000 Euro zum Beispiel ganz einfach mit 2 x 500 Euro auf 20.000 Euro aufrunden können. Schon wäre der Drops gelutscht gewesen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es sich auf dem Bild um ein Tragerl Bier handeln sollte, hätte ich als enthaltsamer, militanter Antialkoholiker noch eine Rückfrage bezüglich des Zusammenhanges zwischen Zellgift und Zellteilung gehabt. Leider kommt der Beitrag ohne Angabe des Verfassers daher.


Entdecken Sie mehr von Michael Behrens

Melden Sie sich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen

Entdecken Sie mehr von Michael Behrens

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen