
https://www.youtube.com/watch?v=tO5owOq3ilM
Wer sich das youtube-Video anschaut, der erkennt, dass sich die Menschen nicht darüber freuen, dass eine Straße umbenannt wird. Die Menschen freuen sich darüber, dass sie einen ideologischen Kampf gewonnen haben. Fäuste werden geballt. Parolen werden gesungen. Demos wurden in der Vergangenheit organisiert, Petitionen eingebracht. Die Diskriminierung sei nun beendet. Man möchte hinzufügen: Auch weil die Berliner Gerichte wieder einmal mitgespielt haben. Die verrückten Berliner freuen sich nicht etwa über großartige deutsche Ingenieursleistungen. Sie sind glücklich, wenn sie Straßenschilder austauschen können.
Was liegt gegen den Begriff „Mohr“ vor? Geschichtlich nichts. Das Wort „Mohr“ stammt vom lateinischen „Maurus“, eine Bezeichnung für Menschen aus der römischen Provinz Mauretania (etwa heutiges Marokko/Algerien). Im Mittelalter wurde der Begriff in Europa allgemein für Menschen aus Nordafrika und später auch für dunkelhäutige Menschen afrikanischer Herkunft verwendet. Viele Städte, Apotheken oder Gasthäuser führten den „Mohren“ im Namen oder im Wappen (z. B. „Zum Mohren“). Im Mittelalter galt der „Mohr“ häufig als fremd und exotisch. In Wappen, Stadtbezeichnungen oder Heiligenlegenden (z. B. Hl. Mauritius, Schutzpatron vieler Kathedralen) wurde die Darstellung eines „Mohren“ oft als positives, ehrwürdiges Symbol genutzt.
Coburg spielt nicht mit.
Das Bild oben ist aus Coburg. Jeder Gullydeckel ist mit einem Mohrenkopf verziert, der den Heiligen Mauritius darstellt. Er ist der Schutzpatron der Stadt Coburg. Im Juni 2020 starteten zwei in Berlin lebende ehemalige Coburgerinnen – Juliane R. Alisha A., eine weiß, eine farbig – eine Online-Petition, um die Darstellung des „Mohren“ im Wappen zu ändern. Sie kritisierten den Begriff als „klar rassistische, kolonialistische Stereotype“. Berlinerinnen – na klar, wer sonst. Mich hätte nicht gewundert, wenn sie auch in die Umbenennung der Berliner Mohrenstraße verwickelt wären. Es sind wohl aber eher Organisationen wie Decolonize Mitte, der Afrika-Rat Berlin-Brandenburg bzw. die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland beteiligt. Die Petition für Coburg erreichte in knapp fünf Jahren unbeachtliche 4.126 Unterschriften. Wieviele davon überhaupt aus Coburg kommen, ist nicht bekannt. Coburg hat den Wahnsinn durch eine Gegenpetition abgewendet.
Der links-rot-grüne Komplex schreibt jetzt die Geschichte um. Orwells Wahrheitsministerium lässt grüßen, bzw. die „DDR“. Auch dort wurde Chemnitz in Karl-Marx-Stadt umbenannt. Die Logik hinter dieser Methode, der sich die Nazis, die Kommunisten und eben auch der links-rot-grüne Komplex bedienen, ist immer die gleiche: Geschichte ändern, Symbole ausradieren. Wurzeln entfernen. Und sie haben immer recht. Eine Diskussion über ihre Entscheidungen erklären sie für unzulässig. Für sie gibt es keine Argumente – nicht einmal das Argument, dass sie in der Minderheit sind und die große Mehrheit der Deutschen mit Unverständnis reagiert.
Deutschland verliert seinen Kompass.
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