Ausland, Politik und Gesellschaft: Das Jahr ist furios negativ gestartet.

Freitag, 09. Januar 2026

Quelle: X

Bei all den Ereignissen in dem noch jungen Jahr ist man geneigt, pessimistisch in das Jahr 2026 zu schauen. Trump bringt die Welt gleich durch eine ganze Aktionskette durcheinander. In zwei deutschen Bundesländern werfen die Landtagswahlen ihre Schatten voraus. Der Brandanschlag auf das Stromnetz in Berlin kann sich jederzeit wiederholen. Der Iran wankt oder eben doch nicht.

Venezuela: Internationale Spannungen nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro und der Beschlagnahme von Tankern

Im Zentrum globaler politischer Turbulenzen stehen weiterhin Venezuela und Präsident Nicolás Maduro. Nach einer spektakulären Aktion, bei der Maduro gefangen genommen wurde, verschärfen sich die internationalen Spannungen. Die USA haben im Zuge dieser Lage zwei Öltanker beschlagnahmt, die wohl gegen das bestehende US-Embargo verstoßen hatten, darunter ein Schiff unter vermeintlich russischer Flagge. Mittlerweile ist es ein Hobby, den ausgefahrenen Anker über den Meeresgrund schleifen zu lassen, bis dieser irgendein wichtiges Seekabel kappt. In Bedrängnis geraten, ändern Schiffe mitten auf dem Meer ihren Namen, oder schalten ihren Funk aus.

Das Meer ist offensichtlich die Spielwiese von Verbrechern. Es wird höchste Zeit, dass das Befahren der Ozeane in gleicher Weise reglementiert und lückenlos überwacht wird, wie der internationale Luftraum. Es muss aufhören, dass Schiffskapitäne selbständig entscheiden, ob sie auf dem Meer nach Lust und Laune links oder rechtsrum abbiegen.

Kritiker werten die Beschlagnahme von Schiffen als Bruch internationalen Rechts. Das war es wieder: Das internationale Recht, an das sich nur noch ein paar Staaten in Mitteleuropa halten. Die von den USA gelieferte Blaupause, die eigenen Standpunkte rigoros in Aktionen umzumünzen, wird von den Schurkenstaaten dieser Welt sehr genau studiert.

Die Russen wollten wohl noch Begleitschiffe schicken, um einen der Tanker zu schützen, kamen aber irgendwie zu spät. Verstehe ich nicht. Die Russen könnten ja „All in“ gehen und versuchen, den Tanker, den sie als ihr Eigentum betrachten, zurückzuerobern. So stelle ich mir den Ausbruch des dritten Weltkrieges vor. Dieser beginnt nicht mit dem schnöden Abschuss von Atomraketen, sondern eher durch die Eskalation kleiner Krisenherde. Wahrscheinlich würde es nicht einmal zu einem Weltkrieg führen, wenn irgendeines der vielen U-Boote, die weltweit unterwegs sind, ein oder zwei Kreuzfahrtschiffe versenken. Aber eine direkte Konfrontation zwischen russischen und amerikanischen Truppen – das wäre sofort brandgefährlich. Die Russen haben in diesem Fall wohl stillgehalten. Offensichtlich wirkt das amerikanische System der Abschreckung.

Die USA sind auch sonst im Turbo-Modus

Die Angaben sind ein wenig vereinfacht dargestellt. Aber grundsätzlich stimmt das alles. Das Tempo, mit dem die Trump-Administration gegen internationale Verflechtungen vorgeht, ist enorm, beinahe beängstigend. Wundert mich aber nicht. So wie ich glaube, dass es in Deutschland zu viele politisch agierende NGO’s gibt, so sind Trump&friends der Meinung, dass weltweit zu viele sinnlose Organisationen und Kommissionen unterwegs sind, insbesondere im Umfeld der UN.

Brandanschlag auf Berliner Infrastruktur

In Berlin funktioniert die Stromversorgung grade eben erst wieder, und schon haben die Linksterroristen neue Anschläge angekündigt. Ich verstehe nicht, warum man diese ominöse Indymedia-Seite nicht endlich einmal abschaltet.

Berlins Bürgermeister Kai Wegner hat politischen Instinkt vermissen lassen, als er am Samstagmittag, Stunden, nachdem die Kabelbrücke in Brand gesetzt wurde, womit 45.000 Haushalte schlagartig ohne Strom waren, eine Stunde Tennis spielte. Hat er überhaupt keine Berater um sich herum, die ihm vielleicht hätten stecken können, dass das nicht gut ankommt? Vor allem hat er diese Ablenkung vom schnöden Alltag erst unter medialem Druck zugegeben.

Insgesamt zeigt sich, dass unser Land, unsere Gesellschaft und vor allem unsere Infrastruktur nicht darauf ausgerichtet sind, dass 20% der in Deutschland lebenden Menschen aus diversen Gründen politisch, ideologisch, gesellschaftlich und bildungstechnisch fehlgeleitet sind. Deutschland hatte sich nach dem Krieg darauf eingerichtet, höchstens mit 2% Wahnsinnigen umgehen zu müssen. Die Quote, die wir jetzt haben, ist deutlich zu hoch. Das Grundgesetz, die Judikative, und die Exekutive waren und sind darauf ausgerichtet, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Menschen die Gesetze einhält und sich aktiv an der Weiterentwicklung unseres Landes beteiligt. Das scheint mir nicht mehr der Fall zu sein. Die Menschen versuchen beispielsweise, so schnell wie möglich aus dem System Arbeit herauszukommen. Nach uns die Sintflut – sozusagen.

Das Land wird dadurch an den Rand seiner Handlungsfähigkeit gebracht, was bei den Menschen zu einer gewissen Sehnsucht nach einfachen Lösungen führt, von der ich mich selbst auch nicht ganz freisprechen kann. Sozialleistungen werden missbraucht? Dann gibt es eine einfache Lösung. Abschaffen. Und so weiter.

Koalitionsbruch in Brandenburg

Die Koalition aus SPD und BSW in Brandenburg ist zerbrochen. Zwei Abgeordnete haben die BSW-Fraktion verlassen, BSW-Finanzminister Crumbach wechselt zur SPD. Die BSW-Bundesvorsitzende Amira Mohamed Ali gibt seltsamerweise dem MP Woidke die Schuld. Was aber kann die SPD dafür, wenn die BSW schön langsam auseinanderfällt. Nachdem man den Einzug in den Bundestag denkbar knapp verpasst hatte, war der Weg des Zerfalls vorbestimmt. Jetzt ist es soweit.

Ich fand die Abspaltung eines Teils der Linken hin zur BSW damals nicht schlecht, weil es die Linken schwächte. Leider ist das mit der Schwächung nicht aufgegangen. Die Linken sind stark wie nie, und der Großteil der BSW-Wähler wird wohl – zu allem Unglück – wieder zu den Linken zurückkehren. Man kann leider nicht ernsthaft davon ausgehen, dass linke Wähler von ihrem Drang, stetig nach links zu rücken, genesen sind. Eher wechseln sie von ganz links ganz nach rechts.

Der CDU würde ich empfehlen, auf gar keinen Fall mit den Sozis zu paktieren. Ein Blick auf die Koalition auf Bundesebene sollte genügen, um von der Idee, gemeinsam mit der SPD die AfD irgendwie kleinzuhalten, geheilt zu sein. Eher sollte man es auf Neuwahlen ankommen lassen. Freilich ist die AfD in den Umfragen mit 35% stärkste Partei. Mir gefällt aber eher, dass die Grünen bei nur 5% liegen. Die Vorstellung, dass die Grünen schön langsam auch wieder aus den Landesparlamenten verschwinden, beseelt mich.

Sachsen-Anhalt: Haseloff erwägt vorzeitigen Rücktritt

In Sachsen-Anhalt sorgt der mögliche Rücktritt von Ministerpräsident Reiner Haseloff für Unruhe. Medienberichten zufolge bereitet Haseloff den Schritt vor, sein Amt im Januar niederzulegen. Der Schritt ist eine typische Machterhaltungsstrategie einer Partei, die den Ministerpräsidenten stellt. Man führt den neuen Ministerpräsident neun Monate vor der Landtagswahl ins Amt ein. Es gilt als ausgemachte Sache, dass ein Ministerpräsident im Amt bei der Wahl automatisch einen Bonus hat. Würde man die CDU jetzt aber fragen, mit wem man angesichts der Umfragewerte (CDU bei 27%, AfD bei 39%) überhaupt koalieren kann, fallen die Antworten spärlich aus. Wenn man weder mit der AfD noch mit den Linken zusammenarbeiten möchte, dann gibt es faktisch keine logische Konstellation.

Proteste im Iran: Gewalt und Repression auf der Straße

Im Iran protestieren die Menschen intensiv gegen die Mullahs. Auslöser ist aber nicht das Regime an sich, sondern die wirtschaftliche Lage und die Abwertung des Rials. Für ein Grundnahrungsmittel muss man siebenstellige Beträge bezahlen.

Ich habe mir ein paar Dutzend Videos und Berichte auf X angeschaut und konsumiere das alles mit einer großen Hoffnung, aber auch mit einer gewissen Skepsis. Denn im Moment scheint wohl das Internet abgeschaltet zu sein.

Die USA und Israel warten nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, der iranischen Führung den Rest zu geben. Trump blufft nicht, während Netanyahu zu jedem Schlag gegen seinen Erzfeind bereit ist.

Die wirklichen Veränderungen müssen aber von innen angestoßen werden. Ich habe den Traum noch nicht aufgegeben, einen Sommerurlaub im Nahen Osten zu verbringen, um mir Beirut und Teheran anzuschauen.

Gelsenkirchen wundert sich weiterhin über die ausgeräumten 3.000 Bankschließfächer

Im Nachgang zu den Berichten um die ausgeraubte Sparkasse kam die Frage hoch, woher eigentlich der offensichtliche Reichtum in einer Stadt herkommt, in der sich die meisten Menschen doch eigentlich nur eine Stehplatzkarte für den FC Schalke 04 leisten können.

Langsam entwickelt sich der Verdacht, dass es bei den Inhalten von Schließfächern zu einem Teil um Schwarzgeld und Diebesgut handeln könnte. Die Idee der Diebe, geklautes Zeug zu stehlen, entbehrt nicht einer gewissen Logik. Bestohlene können schlecht zur Polizei oder zur Versicherung gehen, wenn ihnen ihr Diebesgut oder ihr Schwarzgeld abhandenkommt.

Jedenfalls spricht man von einem Schaden in dreistelliger Millionenhöhe. Manche hätten 300.000 bis 400.000 Euro eingelagert gehabt. Welchen Grund gibt es gleich wieder, Bargeld nicht einfach auf das Girokonto einzuzahlen?

Wenn sich bisher nur 1.500 Schließfachbesitzer mit der Sparkasse in Verbindung gesetzt haben, dann haben wohl weitere 1.500 Kunden ein massives Problem damit, aus der Deckung herauszukommen, oder?


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1 Gedanke zu „Ausland, Politik und Gesellschaft: Das Jahr ist furios negativ gestartet.“

  1. Hallo lieber Michael vielen Dank für die Kommentare und Stad -ments der Weltweiten Politik und ich finde du hast die richtigen Worte getroffen!!
    Zumal in Gelsenkirchen wirklich einiges ans Tageslicht kommt,wo das Geld steckt
    Schönes Wochenende von Hans Georg

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