
https://www.bz-berlin.de/berlin/berliner-supermaerkte-kaffee-diebstahl
200 Millionen Euro jährlicher Diebstahlschaden für den Berliner Einzelhandel. Wenn man die 50 Sonntage abzieht, an denen die Geschäfte geschlossen sind, dann werden in Berlin an jedem Verkaufstag Waren im Wert von 666.000 Euro geklaut. Das ist der reinste Wahnsinn.
Supermärkte schließen mittlerweile den Kaffee weg und stellen nur noch Bilder in die Regale. Kaffee gibt es dann vorn an der Kasse, wo auch die Zigaretten hinter einem Gitter liegen.
Ach, Deutschland, wo bist du gelandet.
Der Weltmarktpreis für Kaffee ist seit 2020 durchschnittlich um knapp 20% pro Jahr gestiegen. Der Prokopfverbrauch von Kaffee in Deutschland liegt seit zehn Jahren stabil zwischen 160 und 169 Litern. Das bedeutet, dass sich die Deutschen von der Verdoppelung des Kaffepreises innerhalb von fünf Jahren nicht beeindrucken lassen. Notfalls wird halt geklaut, um sich nicht beschränken zu müssen.
Weil die 160 bis 170 Liter einen arithmetischer Durchschnitt über 84 Millionen darstellen (inklusive Säuglinge), müssen wir den Verbrauch der tatsächlichen Kaffeetrinker ausrechnen. 75% der Erwachsenen trinken regelmäßig Kaffee. Das bedeutet einen Verbrauch 240 bis 250 Liter.
Gegen den Drang, Kaffee zu klauen, gibt es übrigens ein gutes Rezept: Kaffeetrinken abgewöhnen.
Weg mit dem Kaffee, freie Sicht auf das Teeregal.
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